DE641022C - Patronenhuelse fuer Bolzenschussvorrichtungen - Google Patents
Patronenhuelse fuer BolzenschussvorrichtungenInfo
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- DE641022C DE641022C DEB168653D DEB0168653D DE641022C DE 641022 C DE641022 C DE 641022C DE B168653 D DEB168653 D DE B168653D DE B0168653 D DEB0168653 D DE B0168653D DE 641022 C DE641022 C DE 641022C
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Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/38—Separately-loaded propellant charges, e.g. cartridge bags
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Coating Apparatus (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. JANUAR 1937
19. JANUAR 1937
■ REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
^ KLASSE 66 a GRUPPE 2oi
' Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1935 ab
Die Erfindung betrifft eine besondere Ausgestaltung von Patronenhülsen zwecks Festhaltens
der in die Hülse eingepreßten Pulverladung. ,
In den Patronenhülsen, für Bolzenschußvorrichtungen zum Betäuben, und Töten von Schlachtvieh befindet sich in dem Raum über dem Zündsatz bzw. dem mit Zündlöchern versehenen Boden eine Pulverladung, welche in die Kapsel bzw. Hülse eingepreßt ist. Durch Schrumpfen dieses Pulverpneßkörpers kommt es häufiger vor, daß die Ladung sich lockert und herausfällt. Man hat diesem Nachteil schon dadurch zu begegnen versucht, daß man die Pulverladung durch eine besondere Abdeckung festhielt oder auch, daß man auf die Innenwand der Hülse eine den Pulverpreßkörper festhaltende Lackschicht gebracht hat. Diese Maßnahmen sind aber nur als Notbehelf anzusehen, welcher nie die Möglichkeit ausschließt, daß sich die Pulverladung trotzdem löst. So haftet beispielsweise die Lackschicht besser an der Pulverladung als an der Metallfläche,· sie wird daher bei Schrumpfen des Pulverpreßkörpers mitgenommen und platzt stellenweise von der blanken Metallwand ab.
In den Patronenhülsen, für Bolzenschußvorrichtungen zum Betäuben, und Töten von Schlachtvieh befindet sich in dem Raum über dem Zündsatz bzw. dem mit Zündlöchern versehenen Boden eine Pulverladung, welche in die Kapsel bzw. Hülse eingepreßt ist. Durch Schrumpfen dieses Pulverpneßkörpers kommt es häufiger vor, daß die Ladung sich lockert und herausfällt. Man hat diesem Nachteil schon dadurch zu begegnen versucht, daß man die Pulverladung durch eine besondere Abdeckung festhielt oder auch, daß man auf die Innenwand der Hülse eine den Pulverpreßkörper festhaltende Lackschicht gebracht hat. Diese Maßnahmen sind aber nur als Notbehelf anzusehen, welcher nie die Möglichkeit ausschließt, daß sich die Pulverladung trotzdem löst. So haftet beispielsweise die Lackschicht besser an der Pulverladung als an der Metallfläche,· sie wird daher bei Schrumpfen des Pulverpreßkörpers mitgenommen und platzt stellenweise von der blanken Metallwand ab.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe in vollkommener Weise dadurch, daß die
Innenwand der Hülse mit vorstehenden Zacken bzw. Vorsprüngen versehen wird,
welche in den Pulverpreßkörper hineinragen bzw. den Rand desselben überdecken. Die
gepreßte Pulverladung wird auf diese Weise vollkommen sicher in der Hülse zurückgehalten,
so daß sie sich weder durch Schrumpfung des Preßkörpers noch durch Stöße oder bei Erschütterungen der Hülse lösen kann.
Zur Herstellung der Vorsprünge an der Hülseninnenwand kann entweder diese mit
Rippen versehen werden, deren oberer Rand nach innen gestaucht wird, oder aber durch
einen Schabstempel von der Innenwand der Werkstoff nach innen geschält werden, so daß
sich widerhakenähnliche Vorsprünge bilden, die nach Einpressen der Pulverladung in diese
hineinragen und den Pulverpreßkörper festhalten.
Die Abb. 1 und 2 zeigen die besondere Ausgestaltung der Innenwand der Patronenhülsen,
Abb. 3, 4 und 5 'ein Herstellungsverfahren
mit ausgespartem Ziehstempel und Abb. 6 und 7 das Verfahren bei Verwendung
eines mit Rippen versehenen Schabstempels.
Nach Abb. 1 werden die Vorsprünge der Patronenhülse 2 durch Rippen 3 gebildet, die
an ihrem oberen Ende 1 zusammengestaucht bzw. durch Zurückschieben des Werkstoffes
zu widerhakenähnlichen, nach unten verjüngten Vorsprüngen 4 ausgestaltet sind. Diese
Vorsprünge sind in dem Pulverpreßkörper 5 eingebettet und verhindern, daß sich dieser
losen und herausfallen kann.
Abb. 2 zeigt eine Patronenhülse, deren
Hülsenboden mit Zündhütchen 6, . Amboß 7 und Zündlöchern 8 versehen ist. Die Pulver··
ladung- 9 wird ebenfalls durch widerhäkenähnliche Vorsprünge 10 festgehalten, die aber
im Gegensatz zu Abb. ι durch einen mit Rippen <o. dgl. versehenen Schabstempel aus
der konisch verlaufenden Innenwand heraus-, geschabt sind, wodurch die sägezahnähnlicheü:*.
Vorsprünge io entstehen. ;:
Die übrigen Abbildungen zeigen die Herstellung der Vorsprünge an der Hülsenwand.
Nach Abb. 3 wird ein Ziehstempel 11 zur Herstellung der Hülsen 2 verwendet. Dieser Ziehstempel
ist in Abb. 4 im Querschnitt dargestellt, er besitzt in beliebiger Anzahl am Umfang verteilte Nuten 12, welche beim
Ziehen an der Innenwand der Hülse 2 Rippen 13 zurücklassen, die entsprechend Abb. 5
durch einen zylindrischen Schabstempel 14, der an seiner Stirnfläche 15 etwas ausgehöhlt
ist, von oben nach innen gestaucht werden. Der messerartig ausgebildete Rand des Stempels bewirkt, daß der zusammengeschobene
Werkstoff nach innen gerichtete widerhakenähnliche Vorsprünge 16 bildet,
welche die später eingepreßte Pulvermasse am Herausfallen hindert.
Während nach Abb. 3 ein Ziehstempel verwendet wird, der im Innern der Hülse axial
verlaufende Rippen zurückläßt, wird entsprechend Abb. 6 ein Schab stempel 20 benutzt,
der in axialer Richtung verlaufende Rippen oder auch vorstehende Teile 17 besitzt. Diese
kommen beim Einpressen in die Hülse mit dem oberen Teil der Innenwand der Kapsel 2
in Berührung. Da die Innenwand der Hülse schwach kegelig verläuft, wird die Berührungsfläche
nach unten immer größer. Der hinweggeschobene Werkstoff wird nach innen gedrückt bzw. durch die ausgehöhlte Stirnfläche
18 des Schabstempels 20 so abgeschält, daß gratartige Vorsprünge 19 stehenbleiben,
die zum Festhalten des Pulverpreßkörpers dienen.
Die gratartigen, widerhakenähnlichen Vorsprünge können in beliebiger Anzahl am
Umfang der Innenwandung vierteilt sein. Es empfiehlt sich, die Vorsprünge nicht alle in
gleicher Höhe anzuordnen, sondern diese entsprechend Abb. ι und 2 in verschiedenen
Entfernungen vom Boden anzubringen. Es ist auch nicht notwendig, daß die Vorsprünge
'•jtn Pulverpreßkörper eingebettet sind, sie kön-
\.n$ii .'auch so angeordnet werden, daß sie den
'.,iSüjiperpreßkörper am Rande überdecken und
.'ajBPr diese Weise ebenfalls zum Festhalten
beitragen. Die besondere Formgebung der Vorsprünge ist für die Erfindungsidee belanglos,
es ist nur notwendig, daß sie aus der Hülsenwand in das Innere hineinragen.
Claims (4)
1. Patronenhülse mit eingepreßter Pulverladung, insbesondere für Bolzenschußvorrichtungen
zum Betäuben und Töten von Schlachtvieh, dadurch gekennzeichnet, daß die Patronenhülse im Innern mit
vorstehenden Zacken oder Vorsprüngen versehen ist, welche in den Pulverpreßkörper
hineinragen bzw. diesen am Rande überdecken.
2. Patronenhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge
an der Innenwand in beliebiger Anzahl und beliebigen Abständen am Umfang verteilt und in verschiedenem Abstand
vom Hülsenboden angeordnet sind.
3. Verfahren zur Herstellung von Patronenhülsen nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die im Innern der Patronenhülsen beim Ziehen entstandenen Längsrippen an ihrem oberen Ende
durch einen Stempel nach innen gestaucht bzw. geschält oder abgespalten werden und
hierdurch Vorsprünge bzw. widerhakenähnliche Zacken erhalten.
4. Verfahren zur Herstellung von Patronenhülsen nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß durch einen mit Vorsprüngen versehenen Schabstempel
o. dgl. in die Hülsenwand Nuten eingeschabt werden, wobei die Stirnfläche des
Schabstempels den Werkstoff abschält und nach innen drückt, so daß widerhakenähnliche
bzw. sägezahnartige Vorsprünge und Zacken entstehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB168653D DE641022C (de) | 1935-02-14 | 1935-02-14 | Patronenhuelse fuer Bolzenschussvorrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB168653D DE641022C (de) | 1935-02-14 | 1935-02-14 | Patronenhuelse fuer Bolzenschussvorrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE641022C true DE641022C (de) | 1937-01-19 |
Family
ID=7006135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB168653D Expired DE641022C (de) | 1935-02-14 | 1935-02-14 | Patronenhuelse fuer Bolzenschussvorrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE641022C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999024778A1 (de) * | 1997-11-08 | 1999-05-20 | Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechn Ik | Verbindung von rohrabschnitten verbrennbarer treibladungshülsen |
-
1935
- 1935-02-14 DE DEB168653D patent/DE641022C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999024778A1 (de) * | 1997-11-08 | 1999-05-20 | Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechn Ik | Verbindung von rohrabschnitten verbrennbarer treibladungshülsen |
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