DE635232C - Herstellung von kalthaertenden Schellackueberzuegen - Google Patents

Herstellung von kalthaertenden Schellackueberzuegen

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DE635232C
DE635232C DER88723D DER0088723D DE635232C DE 635232 C DE635232 C DE 635232C DE R88723 D DER88723 D DE R88723D DE R0088723 D DER0088723 D DE R0088723D DE 635232 C DE635232 C DE 635232C
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Germany
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shellac
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cold
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heat
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RHEINISCHE SCHELLACKBLEICHE ER
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F11/00Preparation of French polish

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Herstellung von kalthärtenden Schellacküberzügen Es ist bekannt, daß Schellack oder ein Schellackfilm, wenn er längere Zeit auf hohe Temperaturen erhitzt wird, durch Einwirkung der Hitze gehärtet wird, wobei er in den unlöslichen Zustand übergeht. Ein derartig durch Hitze gehärteter Schellack oder Schellackfilm ist unlöslich in Alkali, Schellacklösungsmitteln, wie Spiritus usw., und hat eine große Wasserfestigkeit. Weiter ist bekannt, daß durch bestimmte Chemikä.lüenzusätze saurer Natur die Härtung in der Hitze beschleunigt wird. Ein gewöhnlicher Schellackfilm wird bei i 5o bis 22o° C mindestens in i o Minuten gehärtet. Durch andere Chemikalienzusätze kann diese Härtungsgeschwindigkeit stark verzögert werden. Alle diese bekannten Schellackhärtungen erfolgen aber unter Einwirkung von Hitze.
  • Für viele Zwecke kann aber die Härtung durch Hitze nicht vorgenommen werden, weil dabei technische Schwierigkeiten auftreten, wie dies der Fall ist z. B. bei polierten Möbeln, bei Schellackanstrichen auf großen Flächen usw.
  • Es ist nun festgestellt worden, daß einzelne zur Beschleunigung der Heißhärtung bekannte Chemikalien, wie z. B. Aluminiumchlorid, Harnstoff, Harnstoffderivate, wie Thioharnstoff usw., die Härtung eines Schellackfihns auch ohne Anwendung von Wänne bei normaler Temperatur gestatten. Die Härtung des Schellackfilms beginnt sofort nach Verdunstung des Lösungsmittels beim Trocknen, die .Schnelligkeit, der Härtung richtet sich dabei nach der Menge .des verwendeten Härtungsmittels. Schellackfilme sind nach der Lagerung und der dabei erfolgenden Trocknung während 48 Stunden bei normaler Temperatur gehärtet, wenn der verwendeten Sche1-lacklösung z. B. 3 % Harnstoff, gerechnet auf den verwendeten Schellack, zugegeben wurden. Bei Zugabe geringerer Mengen dauert die Härtung länger. Derartig gehärtete Schellackfilme unterscheiden sich in ihren Eigenschaften stark von gewöhnlichen Sie sind praktisch unlöslich in den Lösungsmitteln für Schellack, ferner unlöslich in verdünnten Alkalilösungen; sie haben eine außerordentliche Wasserfestigkeit, sind härter als ungehärtete Schellackfilme, haben eine größere Elastizität und sind unempfindlicher gegen Wärmeeinflüsse. Große Bedeutung bat der selbsthärtende Schellackfilm dann, wenn der Schellacküberzug in Berührung mit Alkohol, Wasser, Alkali usw. kommen kann, wie z. B. bei polierten Tischplatten; Innenanstrichen von Wasserbehältern, Außenanstrichen, die den Witterungseinflüssen ausgesetzt sind USW.
  • Ausführungsbeispiel 3oo Teile Schellack werden in 7oo Teilen Alkohol 95% gelöst. Nach erfolgter Lösung werden 9 Teile Harnstoff oder Aluminiumcblorid zugesetzt. Mit dieser Lösung können, wie üblich, Anstriche. ausgeführt werden, .oder es kann nach weiterer Verdünnung mit Alko-. hol, wie üblich, poliert Werden. Nach erfolg=. ter Trocknung des Anstriches oder der Pph;; tur bei normaler Temperatur und restlos" Verdunstung des Lösemittels (Alkohol), dis frühestens nach 48 Stunden Lagerung bei normaler Temperatur beendet ist, ist der so hergestellte Schellackfilm bereits ausreichend gehärtet. Werden kleinere Zusätze des Härtungsmittels vorgenommen, so dauert die Härtung länger. Es kann auch ein Sclhellacklack mit Zusatz von Harzen, Cellulosedexivaten, z. B. Filmabfällen, und ;gegebenenfalls Füllmitteln oder Farbstoffen verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Herstellung von kalthärtenden Schellacküberzügen auf sperrigen Gegenständen, z. B. auf Möbeln usw., dadurch gekennzeichnet,, da.ß man an sich für die Heißhärtung bereits bekannte Schellacklösungen mit einem Zusatz von Aluminiumchlorid oder Harnstoff verwendet und den damit hergestellten überzug ohne Zufuhr von Wärme trocknet. z. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Schellacklackes mit Zusatz von Harzen, Cellulosederivaten, z. B. Filmabfällen, und gegebenenfalls Füllmitteln oder Farbstoffen.
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