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Vorrichtung zum Aufladen von Schweinen auf Wagen Es sind Hebeladen
bekannt,- die aus einer an parallelen Lenkarmpaaren hochschwenkbaren Brücke oder
Ladefläche bestehen und bei denen die Lenkarme mittels Getriebe und Handkurbel geschwenkt
werden und die Ladefläche durch eine Klinkensicherung oder eine Schneckenselbsthemmung
gegen Zurückfallen gesichert ist. Für den Zweck der Erfindung haben diese Hebeladen
den Nachteil, daß das Hochwinden der Ladefläche zuviel Zeit beansprucht, so daß
das aufzuladende Tier besonders angebunden oder durch sonstige Vorkehrungen am Entweichen
während des Aufladens verhindert werden müßte; auch das Zurücksenken der Ladefläche
beansprucht bei diesen Hebeladen unnötig viel Zeit; endlich sind diese Hebeladen
in der Herstellung verhältnismäßig teuer.
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Die Erfindung betrifft ehue Vorrichtung zum Aufladen von Schweinen,
die -ebenfalls aus einer an zwei Lenkarmpaaren hochschwenkbaren Hebelade besteht,
aber gegenüber den bekannten Ausführungsformen den Vorteil einfacher Ausführung
und dementsprechend geringer Herstellungskosten sowie die Vermeidung unnötigen Zeitverlustes
sowohl beim Aufladen wie auch beim Zurücksenken der Ladefläche hat, so daß insbesondere
außer seitlichen Geländern an der Ladefläche keine besonderen Vorkehrungen getroffen
zu werden brauchen, um das aufzuladende Tier während des Aufladens am Entweichen
zu verhindern. Erreicht werden diese Vorteile dadurch, daß ein zum Anheben der Ladebrücke
dienender Bügel beiderseits der Brücke angelenkt ist arid zu beiden Seiten über
seine Schwenkachse hinausgehende Verlängerungen aufweist, deren Enden sich beim
Anheben des Bügels auf ein Grundbrett o. dgl., an welchem die die Ladebrücke tragenden
Lenkarmpaare angelenkt sind, stützen. Die Länge dieser Bügelarme ist so bemessen,
daß, wenn der Bügel senkrecht aufgerichtet ist, die Ladebrücke .etwa zwei Drittel
der Ladehöhe erreicht hat. In dieser Lage kann die Ladebrücke nicht mehr zurückfallen,
weil die Bügelarme sie stützen. Das Hochschwenker der Ladebrücke um das letzte Drittel
der Ladehöhe erfordert keine besondere Kraft mehr, kann also ohne Zuhilfenahme des
Bügels schneller durch weiteres Hochheben der Brücke von Hand unmittelbar erfolgen.
Das Aufladen erfolgt also mit dem Gegenstand der Erfindung in zwei Stufen von je
kurzer Zeitdauer von etwa i bis 2 Sekunden, und ebenso schnell läßt sich die Ladebrücke
auch wieder zurückschwenken.
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Bei einer besonderen Ausführungsform ist der hintere Teil des Bodens
der Ladebrücke hochklappbar am festen vorderen Teil angelenkt, so daß man nach dem
Hochschwenker der Ladebrücke das aufzuladende Tier durch Hochklappen des hinteren
Brückenbodenteils von der Ladebrücke herunter in den Wagen treiben kann.
In
der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. i ist eine Seitenansicht, Abb.2 eine Vorderansicht und `Abb.3
eine Draufsicht.
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.#S1 Die Vorrichtung besteht aus den belielzk-,;, starr miteinander
verbundenen Seitenbalkehci mit an ihrem vorderen Ende angeordneten Handgriffen d,
die mit einem an der vorderen Stirnseite angeordneten Geländer b und dem Laufrad
g eine Handkarre bilden. Auf dieser Karre ist eine Ladebrücke lt mit Seitengeländern
1 mittels vier gleich langer, zu beiden Seiten zu je zweien angeordneter, schwenkbar
mit den Seitenbalken a einerseits und mit der Br ücke lt andererseits verbundenen-
Lenkarmeng - angeordnet. An diesen Lenkarmen g kann die Brücke lt aus der in Abb.
i gestrichelt gezeichneten Lage h' in die ausgezogen gezeichnete Lage emporgeschwenkt
werden, wodurch der Boden k der Brücke lt in die Höhe des Wagenkastenbodens gelangt.
Um ein Kippen der Vorrichtung zu verhindern, ist vorne zwischen den Balken a der
Karre unmittelbar hinter den Handgriffen d ein Querhand oder Querbalken c angeordnet,
auf welchem der die Vorrichtung Bedienende stehen kann. Das Anheben der Brücke lt
erfolgt mittels eines in seiner Längsmitte o schwenkbar angeordneten Bügels in,
dessen Hebelarme tt auf den Balken a sich mit den Enden stützen, so daß beim Anheben
des Bügels in, der als zweiteiliger einarmiger Hebel wirkt, auch die Brücke lt bei
o - angehoben wird. Wenn der Bügel in seine senkrechte Lage erreicht hat, hat, je
nach Länge der Hebelarme it, die Brücke 1a noch nicht die volle Ladehöhe erreicht.
Sie kann aber dann leicht ohne Vermittlung des Bügels in vollends von Hand hochgehoben
werden.
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Die Benutzung der Vorrichtung .erfolgt in der Weise, daß das Schwein
auf die heruntergeklappte Brücke getrieben wird und die Brücke alsdann in der oben
dargelegten Weise hochgeschwenkt wird, worauf das Tier von der Brücke auf den vor
dieser stehenden .Wägen zu treiben ist. Hierzu ist bei der in `" Zeichnung dargestellten
besonderen Aus-#führungsform der Erfindung der hintere Teill des Brückenbodens an
dessen vorderem Teil h mit Scharnieren o. dgl. angelenkt, wodurch es möglich wird,
das auf der Brücke befindliche Tier durch Anheben dieses aufklappbaren Brückenbodenteils
l zum Verlassen der Brücke lt zu zwingen. Die Vorrichtung braucht nicht unbedingt
als fahrbare Karre gebaut zu sein, es ist dies aber die zweckmäßigste Ausführungsform,
weil sie gleichzeitig zur Beförderung der Tiere, die an sich schon nicht leicht
ist, dienen kann, z. B. vom Stall zum Wagen usw.