DE632793C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Entfernung von Schwimmstoffen aus Gewaessern - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttaetigen Entfernung von Schwimmstoffen aus Gewaessern

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DE632793C
DE632793C DEI47696D DEI0047696D DE632793C DE 632793 C DE632793 C DE 632793C DE I47696 D DEI47696 D DE I47696D DE I0047696 D DEI0047696 D DE I0047696D DE 632793 C DE632793 C DE 632793C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B5/00Artificial water canals, e.g. irrigation canals
    • E02B5/08Details, e.g. gates, screens
    • E02B5/085Arresting devices for waterborne materials, e.g. gratings

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Description

  • Vorrichtung zur selbsttätigen Entfernung von Schwimmstoffen aus Gewässern Die Erfindung betrifft eine _ Vorrichtung zur selbsttätigen Entfernung von Schwimmstoffen aus Gewässern, bei welcher die Schwimmstoffe von einer durch das abfließende Wasser in der Strömungsrichtung sich drehenden Siebtrommel mitgenommen und in das Unterwasser abgeworfen werden.
  • Bei allen Fließgewässern wie auch bei mehr oder minder stark durchströmten Teichen, z. B. Fischteichen oder Speicherbecken, besteht dauernd die Gefahr, daß die vor dem Zu- und Abfluß eingesetzten Gitter durch Schwimmstoffe aller Art, wie Laub, Algen, Schlamm u. dgl., verstopft werden. Ganz besonders gilt dies für den Herbst mit seinem starken Laubeinfall, aber auch in den übrigen Jahreszeiten bilden sich dauernd Schwimmstoffe durch Algen, die bei Belichtung Sauerstoff ausscheiden, der in kleinen Bläschen an denselben haftet und ihnen dadurch einen Auftrieb erteilt, so daß sie sich vom Boden abheben und aufsteigen. Durch die Wasserströmung treiben sie dann dem Abflußgitter zu und verlegen dieses oft in kurzer Zeit. Bei zuflußlosen Teichen tritt bei starken Niederschlägen eine Gefahr insofern ein, als bei Verstopfung der Gitter das Wasser bis an den Rand steigt und an irgendeiner Stelle sich einen Abfluß über die Teichkrone sucht, die von den überströmenden Wassermassen angegriffen und oft in kurzer Zeit zerstört wird. Während hier die Gefahr in der Überschwemmung des unterhalb liegenden Geländes liegt, kommt bei Fischteichen noch hinzu, daß die Fische über den neugebildeten Abfluß austreten können und so verlorengehen. Aus diesem Grunde ist eine mehrmalige Reinigung und dauernde Überwachung der Abflußgitter in Fischteichen eine unbedingte Notwendigkeit.
  • Es sind schon selbsttätige in ein Abflußgerinne eingebaute Siebtrommeln bekannt, die durch das Wasser gedreht werden und die die Schwimmstoffe in der Strömungsrichtung nach oben befördern. Durch eine auf der Unterwasserseite angeordnete Querrinne werden dann die Schwimmstoffe seitlich abgeführt. Diese bekannten Vorrichtungen sind jedoch nur dann wirksam, wenn der Wasserstand im Gerinne nahezu den Scheitel der Siebtrommel erreicht. Bei geringem Wasserzufluß und starkem Vorhandensein von Schwimmstoffen können diese Vorrichtungen vollständig versagen.
  • Durch die Erfindung soll eine Vorrichtung zur selbsttätigen Entfernung von Schwimmstoffen geschaffen werden, die auch bei geringem Wasserabfluß jederzeit zuverlässig arbeitet. Dies ist von Wichtigkeit, insbesondere bei Fischteichen und Wasserkraftwehren, weil dort oft nur wenig Wasser zum Antrieb der Siebtrommel zur Verfügung steht. Der Zweck der Erfindung wird dadurch erreicht, daß auf der feststehenden Achse der Siebtrommel eine durchgehende, die Siebtrommel in einen oberen und unteren Raum teilende Leitrinne fest angeordnet ist und die Trommelenden als Wasserräder mit taschenförmigen, radial gerichteten, Durchflußschlitze aufweisenden Behältern aus' ebi'1=det'#intlx -denen das Treibwasser auf der dem Unterwasser zugekehrten Seite der Siebtrommel durch Öffnungen in den Seitenwänden der Leitrinne zugeführt 1-wird; während die übrige abfließende Wassermerjge, über den Rand der Leitrinne unmittelbar durClic. die Siebtrommel in das Unterwasser stürzt. Bei dieser Anordnung läßt sich durch entsprechende Wahl der Anzahl der taschenförmigen Behälter und der Größe der Zuflußöffnungen und der Durchflußschlitze eine gleichförmige und langsame Umdrehungsgeschwindigkeit der Siebtrommel erreichen.
  • Dadurch, daß der wirksame Durchflußquerschnitt der Siebtrommel dauernd . von Schwimmstoffen befreit ist, kann sich der Wasserstand nicht über das Stauziel erheben. Mit der Beseitigung der Schwimmstoffe ist also gleichzeitig der Vorteil der Wasserstandsregelung verbunden.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Abb. r die Siebtrommel im Querschnitt nach der Linie A-B der Abb. 2, Abb. 2 die Siebtrommel von der Unterwasserseite aus gesehen. Das Sieb ist teilweise entfernt.
  • In eine Teichabsperrvorrichtung b, die unter der Bezeichnung Fischmönch bekannt und allgemein im Gebrauch ist, ist eine die Schwimmstoffe o abhaltende Siebtrommel 1 auf der Unterwasserseite der Staubretter c eingebaut. Die Trommel 1 ist auf einer feststehenden, von Auslegern e getragenenAchse f frei drehbar gelagert, die etwas unterhalb des Stauziels des Teiches a angeordnet ist. Im Innern der Trommel ist eine ebenfalls feststehende Leitrinne g angebracht, die mit der Trommelachse fest verbunden ist und die Siebtrommel in einen oberen und unteren Raum teilt. Die Trommelenden k sind als Wasserräder ausgebildet, indem durch entsprechende Zwischenwände taschenförmige radiafgerichtete Behälter i gebildet sind. Auf der dem Trommelinnern zugekehrten Seite weisen die Behälter i radial gerichtete, den Behälterrand bildendeDurchflußschlitzen auf, die je nach der Stellung der Siebtrommel entweder als Zuflußöffnungen oder als Entleerungsöffnungen dienen. Am unterwasserseitigen Ende der Leitrinne sind in den Seitenwänden regelbare Öffnungen h vorgesehen, an denen die Schlitzen der Behälter i vorbeistreichen. Die Dichtung zwischen der Siebtrommel Z und den Staubrettern c erfolgt durch einen Winkel d.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Das aus dem Teich a ausströmende Wasser fließt am S taubrett c über die Dichtung d in das Innere der Siebtrommel 1, wobei die Schwimmstoffe o von dem Sieb der Trommel zurückgehalten werden., Im Innern der Trommel wird das Wasser von der Leitrinne g aufgefangen und nach dem unterwasserseitigen I@@nde derselben geleitet. Dort tritt ein Teil '-des Wassers durch die in den Wänden der Leitrinne befindlichen Öffnungen h seitlich aus und gelangt durch die Schlitze n in die Behälter i. Durch das Gewicht und die lebendige Kraft des Wassers wird die Siebtrornmel L in der Pfeilrichtung (Abb. z) gedreht. Die Schwimmstoffe o, Algen, Blätter, Holzteilchen u. dgl., werden über den Scheitel der Siebtrommel mitgenommen und stürzen auf der Unterwasserseite in den Abzugsgraben ab. Das über .die Ränder der Leitrinne g unmittelbar abstürzende Wasser und das aus den Behältern i ausströmende, .die Drehung der Trommel bewirkende Wasser erzeugt eine kräftige und dauernde Spülung von innen nach außen und unterstützt dadurch die Loslösung der Schwimmstoffe o sehr wirksam. Auf diese Weise wird die Trommel bei jeder Umdrehung vollständig und selbsttätig gereinigt.
  • Um bei Fischteichen ein Mitnehmen von Fischbrut zu vermeiden, ist eine langsame Drehung der Trommel erforderlich. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Trommel ist abhängig von der Anzahl der Behälter i und der in diese eingeleiteten Wassermenge, ferner von der Ausflußzeit des Wassers aus den Behältern i. Durch zweckentsprechende Bemessung der Zuflußöffnung h in den Seitenwänden der Leitrinne g und der als Zufluß- und Entleerungsöffnungen dienenden Schlitze iz an den Behältern i kann die gewünschte Umdrehungsgeschwindigkeit der Trommel erreicht werden.
  • Je nach der Trommelbreite werden die Behälter i an beiden Trommelenden angebracht, und zwar gegenseitig winkelversetzt oder bei schmalen Trommeln nur an einem Ende.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Vorrichtung zur selbsttätigen Entfernung von Schwimmstoffen aus Gewässern, bei welcher die Schwimmstoffe von einer durch das abfließende Wasser in der Strömungsrichtung sich drehenden Siebtrommel mitgenommen und in das Unterwasser abgeworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf der feststehenden Trommelachse (f) eine durchgehende, die Siebtrommel (1) in einen oberen und unteren Raum teilende Leitrinne (g) fest angeordnet ist und die Trommelenden als Wasserräder mit taschenförmigen, radial gerichteten, Durchflußschlitze (n) aufweisenden Behältern (i) ausgebildet sind, denen das Treibwasser auf der demUnterwasser zugekehrten Seite der Siebtrommel durch Öffnungen (h) in den Seitenwänden der Leitrinne (g) zugeführt wird, während die übrige abfließende Wassermenge über den Rand der Leitrinne unmittelbar durch die Siebtrommel in das Unterwasser stürzt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine langsam und gleichförmig sich drehende Siebtrommel, deren Umdrehungsgeschwindigkeit durch dieAnzahl der taschenförmigen Behälter (i) und die Größe der Zuflußöffnungen (h) sowie der Durchflußschlitze (n) bestimmt ist.
DEI47696D 1933-08-03 1933-08-03 Vorrichtung zur selbsttaetigen Entfernung von Schwimmstoffen aus Gewaessern Expired DE632793C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3419470A1 (de) * 1984-05-24 1985-12-05 Hans 8483 Vohenstrauss Schick Schwenkrechen
DE3704013C1 (en) * 1987-02-10 1988-10-13 Kloeckner Wilhelmsburger Gmbh Process and apparatus for the purification of flowing waters
DE19543491A1 (de) * 1995-11-22 1997-05-28 Passavant Werke Verfahren zum Sieben oder Filtern von mit absieb- bzw. abfilterbaren Feststoffen verschmutzten Wässern oder Abwässern

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DE3704013C1 (en) * 1987-02-10 1988-10-13 Kloeckner Wilhelmsburger Gmbh Process and apparatus for the purification of flowing waters
DE19543491A1 (de) * 1995-11-22 1997-05-28 Passavant Werke Verfahren zum Sieben oder Filtern von mit absieb- bzw. abfilterbaren Feststoffen verschmutzten Wässern oder Abwässern

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