DE632436C - Beleuchtungsanlage mit gasgefuellten Gluehkathodenentladungslampen, die mit primaerseitig in Reihe geschalteten Transformatoren betrieben werden - Google Patents
Beleuchtungsanlage mit gasgefuellten Gluehkathodenentladungslampen, die mit primaerseitig in Reihe geschalteten Transformatoren betrieben werdenInfo
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- Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)
Description
Es ist eine Beleuchtungsanlage mit mehreren gasgefüllten Glühkathodenentladungslampen
bekannt, die mittels Transformatoren betrieben werden, wobei die Speisekreise dieser
Transformatoren in Reihe geschaltet sind. Diese Beleuchtungsanlage bildet den Gegenstand
des Hauptpatentes 630 198. Bekanntlich ist die Brennspannung der erwähnten
Röhren erheblich niedriger als die Zündspannung. Die auf die in Reihe geschalteten
Speisekreise gedrückte Spannung muß größer als die Summe der Brennspannungen der
verschiedenen Röhren sein (die Brennspannungen werden hierbei primärseitig gemessen,
sind also gleich den an den Röhren gemessenen Brennspannungen dividiert durch die
Übersetzungsverhältnisse der Transformatoren). Es ist bei der erwähnten Reihenschaltung
jedoch nicht nötig, daß die gesamte aufgedrückte Spannung gleich der Summe der Zündspannungen der Lampe Ist. Infolge des
Zusammenwirkens der Glühkathodenlampen und der in Reihe geschalteten Transformatoren
kann die anzulegende Spannung kleiner als die Summe sein, wobei doch eine tadellose
Zündung aller Lampen erreicht wird. Solches hat bei Verwendung einer aus Ohmschen
Widerständen bestehenden Vorschaltimpedanz den Vorteil, daß diese Widerstände kleiner
gewählt werden können, so daß die hierin verlorengehende Energie herabgesetzt wird.
Besteht die Vorschaltimpedanz wie üblich aus einer Selbstinduktion, so kann auch diese
kleiner gemacht werden, was einen besseren Leistungsfaktor zur Folge hat.
Die Erfindung bezweckt, diese Beleuchtungsanlage dahingehend zu verbessern, daß
dieser Leistungsfaktor bzw. die im Vorschaltwiderstand gebrauchte Energie noch weiter
gesteigert bzw. herabgesetzt wird.
Die erfindungsgemäße Beleuchtungsanlage ist mit dreiphasigen Entladungslampen ausgestattet,
die in an sich bekannter Weise aus drei an einem Ende ineinander übergehenden Schenkeln aufgebaut sind, wobei am anderen
Ende jedes Schenkels eine Glühelektrode angeordnet ist; die Elektroden jeder Röhre sind
dabei, wie ebenfalls bekannt ist, an drei sekundären Transformatorwicklungen angeschlossen,
während die primären Wicklungen der verschiedenen Transformatoren in einem Dreiphasenleitungssystem in Reihe geschaltet
sind.
Es hat sich gezeigt, daß beim Einschalten dieser Anlage eine ungleichmäßige Verteilung
der Gesamtspannung über die verschiedenen
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Willem Uyterhoeven und Ir. Aart de Bruyn in Eindhoven, Holland.
Transformatoren auftritt. ■ Die Lampen welche an 'den Transformatoren angeschlossen
sind, die eine höhere Spannung erhalten, zünden zuerst, worauf die Spannungsverteilung
sich ändert und andere Lampen die für die Zündung benötigte hohe Spannung erhaltejrj'.
Diese Wirkung wird nun dadurch unterstützt^ daß die Spannung sich nicht nur ungleichmäßig
über die verschiedenen Transformatoren, sondern auch über die Wicklungen jedes Transformators verteilen kann. Überdies verschiebt
sich ständig das Potential des Knotenpunktes der Lampen (das ist der Punkt, wo die Schenkel der Lampen ineinander über-.
15 gehen). Bei symmetrischer Verteilung der Spannung in den Lampen würde der Knotenpunkt
(abgesehen von Spannungsverlusten) jeder Gluhelektrode gegenüber dieselbe Spannung
aufweisen. Fängt jedoch ein Strom zwischen zwei Glühelektroden zu fließen an", so kann die Entladungsstrecke zwischen diesen
Glühelektroden als Ohmscher Widerstand betrachtet werden, und der Knotenpunkt . nimmt das Potential der Mitte dieser Entladungsstrecke
und damit in bezug auf die dritte Elektrode eine höhere Spannung an, wodurch die Zündung der Lampen erleichtert
wird.
Solches ist am besten 'einzusehen, wenn man sich die in der Lampe herrschenden
Spannungen als Vektoren vorstellt (s. Fig. 1).
Bei symmetrischer Spannungsverteilung sind die Spannungen zwischen dem Knotenpunkt
und den Elektroden als Vektoren 1, 2 und 3
darzustellen. Fängt nun ein Strom zu fließen an zwischen den Glühelektroden, die an die
Spannungen 1 und 3 angeschlossen sind, so nimmt der Knotenpunkt das Potential des
Punktes 5 an, so daß seine Spannung gegenüber der dritten Elektrode nicht mehr durch
die Strecke 4-6, sondern durch 5-6 dargestellt wird.
Durch die Zusammenwirkung der oben angegebenen Erscheinungen wird das Zünden
der Lampen sehr erleichtert und gefördert, so daß die Gesamtspannung in bezug auf die
Summe der Einzelzündspannungen niedriger gewählt werden kann, was, wie schon bemerkt,
eine Verkleinerung der Vorschaltimpedanzen und somit eine Verringerung der Verluste
oder eine Verbesserung des Leistungsfaktors mit sich bringt.
Fig. 2 stellt beispielsweise das Schema
einer Beleuchtungsanlage nach der Erfindung dar.
Die Anlage enthält eine Anzahl Dreiphasentransformatoren,
derenPrimärwicklungen 1 in den Leitern eines dreiphasigen Wechsel-Ästromnetzes
in Reihe geschaltet sind. Das v;5l£chselstromnetz wird aus einer dreiphasi-
|T^h Wechselstromquelle 2 gespeist. Die Sei|&ndärwicklungen'3
sind in Stern geschaltet (Dreieckschaltung ist auch möglich), während
die freien Enden dieser Wicklungen über Vorschaltimpedanzen 4 mit den Glühelektroden
5 der Entladungslampen verbunden sind. Es ist auch möglich, Streufeldtransformatoren
zu benutzen, wodurch die Vorschaltimpedanzen 4 in Fortfall kommen können. Die Vorschaltimpedanzen können auch in den
Hauptleitungen aufgenommen werden, wobei für alle Lampen gemeinschaftliche Impedanzen
verwendet werden können. Jede Lampe weist drei Schenkel 6 auf, die an einem Ende
ineinander übergehen und am anderen Ende die Glühelektroden enthalten. Selbstverständlich
können außer den Glühelektroden auch besondere Anoden in der Lampe vorhanden sein. Die Schenkel sind derart angeordnet,
daß ihre Achsen die Kanten eines dreiseitigen Prismas bilden, wobei der Abstand zwischen
den Wänden der Schenkel klein gemacht ist. Die Lampen enthalten ein Gas, z. B. Neon,
-unter geringem Druck und einen sich an der Lichtemission- beteiligenden Dampf, z.B.
Natriumdampf. Die Glühelektroden können in bekannter Weise als direkt oder indirekt
geheizte Elektroden ausgebildet werden, wobei sie durch einen besonderen Heizstrom
oder durch die Entladung erhitzt werden können.
Claims (1)
- Patentanspruch:Beleuchtungsanlage mit mehreren gasgefüllten Glühkathodenentladungslampen, die mit primärseitig in Reihe geschalteten Transformatoren betrieben werden, gemäß Patent 630 198, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladungslampen aus dreiphasigen Röhren bestehen, die in an sich bekannter Weise aus drei an einem Ende ineinander übergehenden Schenkeln aufgebaut sind, wobei am anderen Ende jedes Schenkels eine Glühelektrode angeordnet ist, und die Elektroden jeder Röhre in an sich bekannter Weise an drei sekundären Transformatorwicklungen angeschlossen sind und die Primärwicklungen der Transformatoren in einem Dreiphasenleitungssystem in Reihe geschaltet sind. noHierzu I Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN35724D DE632436C (de) | 1931-12-01 | 1933-09-14 | Beleuchtungsanlage mit gasgefuellten Gluehkathodenentladungslampen, die mit primaerseitig in Reihe geschalteten Transformatoren betrieben werden |
Applications Claiming Priority (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL165988X | 1931-12-01 | ||
| DEN35724D DE632436C (de) | 1931-12-01 | 1933-09-14 | Beleuchtungsanlage mit gasgefuellten Gluehkathodenentladungslampen, die mit primaerseitig in Reihe geschalteten Transformatoren betrieben werden |
| DEN35726D DE665227C (de) | 1931-12-01 | 1933-09-14 | Einrichtung zur gleichmaessigen Aufteilung der Sperrspannung auf mehrere gasgefuellte, in Reihe geschaltete Gluehkathodengleichrichterroehren |
| DEN35778D DE655183C (de) | 1933-09-30 | 1933-09-30 | Anordnung zur Regelung des Dampfdruckes in temperaturempfindlichen Entladungslampen |
| DEN35786D DE632438C (de) | 1931-12-01 | 1933-10-01 | Beleuchtungsanlage |
| DEN35788D DE632439C (de) | 1931-12-01 | 1933-10-01 | Beleuchtungsanlage mit mehreren Transformatoren, deren Speisekreise in Reihe liegen, bei der an jeden Transformator eine gasgefuellte elektrische Gluehkathodenentladungslampe angeschlossen ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE632436C true DE632436C (de) | 1936-07-08 |
Family
ID=34069446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN35724D Expired DE632436C (de) | 1931-12-01 | 1933-09-14 | Beleuchtungsanlage mit gasgefuellten Gluehkathodenentladungslampen, die mit primaerseitig in Reihe geschalteten Transformatoren betrieben werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE632436C (de) |
-
1933
- 1933-09-14 DE DEN35724D patent/DE632436C/de not_active Expired
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