DE631996C - Lamellenkettenfadenwaechter - Google Patents

Lamellenkettenfadenwaechter

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DE631996C
DE631996C DEST51541D DEST051541D DE631996C DE 631996 C DE631996 C DE 631996C DE ST51541 D DEST51541 D DE ST51541D DE ST051541 D DEST051541 D DE ST051541D DE 631996 C DE631996 C DE 631996C
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DEST51541D
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Stolle Dege & Co
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Stolle Dege & Co
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/20Warp stop motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Auxiliary Weaving Apparatuses, Weavers' Tools, And Shuttles (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Lamellenkettenfadenwächter Beim Weben führt die Kette bekanntlich -durch Laden- und Streichbaumbewegungen bedingte periodische Längsschwingungen aus. Bei starrer Anordnung des die Kettenwächterlamellen führenden Wächterrahmens reiben daher die Kettenfäden in den Lamellen und an den Führungsschienen des Wächterrahmens, wodurch die Webkette stets ungünstig beansprucht wird und in manchen Fällen überhaupt die Anwendung eines Kettenfadenwächters in Frage gestellt ist.
  • Man hat daher den Wächterrahmen der Kettenfadenwächtervorrichtung in Richtung der Webkette beweglich angeordnet, so daß derselbe den Bewegungen der Webkette zu folgen vermag. Zu diesem Zwecke hängt bei den bekannten Ausführungen der Wächterrahmen entweder frei im Kreuz der Webkette, oder er wird von Pendelstützen getragen und ist mit Zugschnüren mit dem Streichbaum verbunden, so daß zwischen beiden in der einen Richtung e_ ine zwangsläufige Verbindung besteht. In der entgegengesetzten Richtung erfolgt die Bewegung des Wächterrahmens jedoch nur infolge Mitnahme durch die Kettenfäden.
  • Bei einer anderen Ausführung ist der Wächterrahmen mit dem Streichbaum starr verbunden und dieser selbst unter der Einwirkung der veränderlichen Kettenspannung nachgiebig angeordnet. Bei jeder Kettenbewegung gibt daher die bewegliche Streichbaumrolle entsprechend nach, und ihre Bewegung überträgt sich auf den Wächterrahmen. Da nun aber der Weg des mit dem Kettengarn in Berührung stehenden Teiles des Rollenumfanges größer ist als der Weg des Rollenzapfens, an dem der Wächterrahmen angelenkt ist, so entsteht trotzdem zwischen den Lamellen im Wächterrahmen und den Kettenfäden eine zusätzliche, ihre Richtung ständig ändernde Längsverschiebung.
  • Bei all den vorerwähnten Ausführungen werden überdies alle oder ein Teil der Bewegungen des Wächterrahmens mehr oder weniger von der Webkante erzwungen, wodurch trotz der schwingenden Anordnung des Wächterrahmens infolge des. Verharrungsvermögens desselben zwischen Kettenfäden und Lamellen und zwischen den mit den Kettenfäden in Berührung tretenden Führungsschienen des Wächterrahmens gegen Ende jeder Schwingbewegung ein Schlupf und somit Reibung - entsteht. Besonders bei feinen und empfindlichen Webketten und hoher Schußdichte ist dies als die Ursache eines Teiles der auftretenden Kettenfadenbrüche und des Schieferns und der Abnützung der Schlichte der Kettenfäden anzusehen.
  • Erfindungsgemäß ist nun der Wächterrahmen als selbstschwingungsfähiges System ausgebildet, dessen Eigenschwingungen auf die Längsschwingungen der Webkette bzw. die Drehzahl des Webstuhles abgestimmt sind, so daß der Wächterrahmen durch Resonanzwirkung zum. gleichzeitigen Mitschwingen mit der Webkette gebracht wird. Die Kräfte zur Bewegung des Wächterrahmens sind daher auch nur sehr gering und unabhängig von der Masse des Wächterrahmens. ; und der Lamellen, so daß Schlupf und da-. mit Reibung der Kettenfäden an den Berührungsstellen des Wächters gar nicht in Erscheinung tritt und der Wächter auch für feine und empfindliche Webketten geeignet ist.
  • In der Zeichnung sind zwei als Beispiel dienende Ausführungsformen des Erfindungsgedankens dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine pendelnde Anordnung des Wächterrahmens in der Seitenansicht, Fig. 2 dieselbe Anordnung von dem Kettenbaum aus gesehen, Fig.3 einen mechanischen Kettenfadenwächter mit schwingend angeordnetem Wächterrahmen in der Ansicht vom Kettenbaum aus gesehen, Fig. q. die Getriebeseite desselben von oben gesehen und Fig. 5 die Getriebeseite von der Seite, von innen gesehen.
  • DerWächterrahmen i (Fig. i und 2) hängt beispielsweise in seitlichen Gabeln 2, die ihrerseits an elastischen Stäben 3 hängen, welche oben in den Kloben q. fest eingespannt sind. Hierdurch ist ein schwingungsfähiges System geschaffen, den Wächterrahmen i mit den. Lamellen als Schwingmasse und die Federkraft der Stäbe 3 als Rückstellkraft. Die Schwingungszahl dieses Systems wird 'auf die Schwingungszahl der Webkette bzw. auf die Tourenzahl des Webstuhles abgestimmt, damit Resonanz der Schwingungen hintritt, da dann zur Anregung der Schwingungen des Wächterrahmens und der Lamellen die geringstmögliche Kraft erforderlich ist und ein Schlupf oder Reibung der Kette in den Lamellen und den Wächterführungsschienen infolge der periodischen Kettenbewegung nicht mehr auftreten kann. Das Abstimmen des Systems auf die Tourenzahl des Webstuhles ist verhältnismäßig einfach. Dä die Tourenzahl und die Schwingmasse in jedem einzelnen Falle bekannt sind, wäre nur die Nachgiebigkeit der Biegungsfedern 3 bzw. bei bekanntem Querschnitt derselben der Abstand derSchwingmassevon derEinspannstelle festzulegen, was tabellarisch festgelegt werden kann. Praktisch erfolgt die Einstellung dadurch, daß beispielsweise die Halter 5 höher oder tiefer gesetzt und die Gabeln 2 entsprechend nachgestellt werden. Ein Erhöhen der Tourenzahl würde eine Verkürzung und eine Verminderung eine Verlängerung des Wächterrahmenabstandes von der Einspannstelle notwendig machen. Man könnte natürlich den Wächterrahmen auch nur pendelnd, d. h. in Gelenken, aufhängen. Auch dies wäre ein schwingungsfähiges System. Doch wäre als Pendelmasse :für der Wächterrahmen selbst aufzufassen. -c' die Lamellen j a auf den einzelnen Ketten-=Aden ruhen, aber von der Masse des Wächterrahmens rückgeführt werden müßten, wodurch die Eigenschwingungen stark gedämpft werden würden.
  • Eine andere Ausführung des Kettenfadenwächters ist in den Fig.3, q. und 5 dargestellt. Der Wächterrahmen 6 mit den Zahnschienen ruht hier beispielsweise auf vier nach oben gerichteten, am freien Ende gabelförmig ausgebildeten Hebeln 7. Zwei gerade Biegungsfedern 8, eine an jeder Seite, die mit dem einen Ende fest eingespannt und mit den freien Enden an den Wächterrahmen angelenkt sind, bewirken die Rückstellung des Wächterrahmens mit den Lamellen in die Mittellage. Die freie Länge dieser Federn 8 läßt sich zwecks Einstellung der Eigenschwingung auf die Tourenzahl des Webstuhles verändern. Zu diesem Zwecke sind die Einspannkloben g der Biegungsfedern 8 in Schlitzen io verstellbar angeordnet. Ebenso wie bei der vorher beschriebenen Anordnung entspricht eine Verlängerung der freien Federlänge einer Vergrößerung und eine Verkürzung einer Verringerung der Eigenschwingungsdauer.
  • Das Wächtergetriebe ist am Wächtergestell i i angeordnet und nimmt an den Schwingbewegungen des Wächterrahmens i nicht teil. Die Wächterantriebswelle i2 erhält ihren Antrieb in bekannter Weise von der Webstuhlschlagwelle, von einem Kreißexzenter über Gestänge 13 und den nach beiden Schwingrichtungen nachgiebigen Wächterantriebshebeln 1q.. An den freien Enden kegelradartig verzahnte Hebel 15 und 16 übertragen die Hubbewegungen weiter auf den Schienenantriebshebel 17, 'welcher schließlich die Zahnschienen 18 in hin und her gehende Bewegungen versetzt. Der Schienenantriebshebel 17 hat ein Gelenk ig, durch welches er den Schwingbewegungen des Wächters folgen kann, selbst aber in kraftschlüssiger Verbindung mit der Wächterantriebswelle steht. Der Abtrieb nach der Abstellvorrichtung des Webstuhles erfolgt von dem kraftschlüssig mit der Wächterantriebswelle i2 verbundenen Hebel 2o in ebenfalls bekannter Weise derart, daß ein von diesem Hebel ständig bewegtes Glied am Ausrücker des Webstuhles mit einem Ladenanschlag zusammenarbeitet, so daß, wenn dieses vom Wächter durch eine gefallene Lamelle stillgesetzt wird, es auf diesen auftrifft, den Ausrücker aus seiner Rast löst und so die Abstellung des Webstuhles bewirkt. Die Wirkungsweise des mechanischen Kettenfadenwächters an sich wird als bekannt vorausgesetzt.
  • Man könnte den Wächterrahmen auch beispielsweise auf Rollen oder in einer Schlittenführung lagern und entsprechend rückführen, so daß ein schwingungsfähiges System entsteht. Auch könnte man von den Bewegungen der Lade, der Webstuhlwelle oder des Schwingbaumes den Wächterrahmen zwangläufig in Schwingungen versetzen, die mit den Schwingungen der Webkette übereinstimmen. Auch dies läge im Rahmen der Erfindung. Wichtig ist, daß nicht -die Webkette die Schwingungen des Wächterrahmens und der Lamellen erzwingt, sondern nur anregt bzw. der Wächterrahmen unabhängig von der Webkette in Schwingungen versetzt wird, beispielsweise durch Ableitung vom Webstuhlantrieb.
  • Das Problem wäre beispielsweise nicht befriedigend zu lösen, wenn man den Wächterrahmen nur schwingend aufhängen wollte, ohne die Eigenschwingungen des Systems auf die Schwingungen der Webkette abzustimmen. In diesem Falle müßten die Schwingungen des Wächterrahmens von der Webkette auch erzwungen werden, und die Verhältnisse lägen dann ähnlich wie bei einem im Kreuz der Webkette beweglich angeordneten Wächterrahmen oder unter Umständen noch ungünstiger als dort. Besonders bei mechanischen Kettenfadenwächtern, deren Wächterrahmen bekanntlich schwerer als beim elektrischen Kettenfadenwächter ist, ist es von Wichtigkeit, dies zu berücksichtigen. Auch ist eine Verstellung der Rückstellkraft des schwingungsfähigen Systems unerläßlich, besonders für Fälle, wo die Tourenzahl des Webstuhles oder die Lamellenzahl, also die Masse des Systems, stark verändert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Lamellenkettenfadenwächter mit in der Kettenlängsrichtung beweglich angeordnetem Wächterrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Wächterrahmen als selbstschwingungsfähiges System ausgebildet ist, dessen Eigenschwingungen auf die Schwingungen der Webkette in ihrer Längsrichtung abgestimmt sind, so daß der Wächterrahmen durch Resonanzwirkung zum Mitschwingen gebracht wird. a. Lamellenkettenfadenwächter nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Wächterrahmen pendelnd aufgehängt ist und unter der Wirkung einer durch Federkraft gebildeten Rückstellkraft steht. 3. Lamellenkettenfadenwächter nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der Wächterrahmen an ein oder mehreren an jeder Seite angeordneten elastischen, oben fest eingespannten Stäben (3) pendelnd aufgehängt ist. q.. Lamellenkettenfadenwächter nach Anspruch 1,:2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmung der Schwingungszahl des Wächterrahmens auf die der Webkette durch Veränderung des Abstandes desselben von der Einspannstelle der den Rahmen tragenden Stäbe erfolgt. 5. Lamellenkettenfadenwächter nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Wächterrahmen auf zwei an jeder Seite angeordneten Schwinghebeln (7) gelagert ist und durch ein oder mehrere an jeder Seite angeordnete Federn (8) rückgestellt wird. 6. Lamellenkettenfadenwächter nach Anspruch z und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (8) eine gerade Biegungsfeder ist, deren freie Federlänge zwecks Veränderung der Schwingungszahl verändert werden kann. 7. Lamellenkettenfadenwächter nach Anspruch r, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe des Kettenfadenwächters fest am Webstuhl oder an einem anderen nicht schwingenden Teil des Wächters angeordnet ist und an den Schwingbewegungen des Wächterrahmens nicht teilnimmt, während der die Zahnschienen antreibende Hebel in der Schwingrichtung des Wächterrahmens gelenkig ist, so daß er, wohl kraftschlüssig mit dem Wächtergetriebe verbunden ist, aber den Schwingbewegungen des Wächters folgen kann.
DEST51541D 1933-12-06 1933-12-06 Lamellenkettenfadenwaechter Expired DE631996C (de)

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ID=7466304

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DE (1) DE631996C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1598462A1 (de) * 2004-05-19 2005-11-23 Groz-Beckert KG Kettfadenwächter für Webmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1598462A1 (de) * 2004-05-19 2005-11-23 Groz-Beckert KG Kettfadenwächter für Webmaschine

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