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Schaltuhr Die Erfindung bezweckt die Vereinfachung von insbesondere
mit astronomischer Verstellung der Schaltzeiger versehenen Schaltuhren, die mit
einer Einrichtung zur Außerbetriebsetzung des Schaltwerkes bei großer Annäherung
oder gegenseitiger Überholung der Ein-und Ausschaltzeiger ausgerüstet sind. Das
Neue und Erfinderische besteht darin, daß ein Glied des Schaltwerkes durch einen
neben einem Schaltzeiger verstellbaren Teil derart verschwenkt wird, daß die mit
der Tagesscheibe kraftschlüssig verbundenen umlaufenden Schaltreiter oder Schaltarme
am Schaltwerk ohne Schaltwirkung vorbeilaufen.
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Es sind bereits Schaltuhren bekannt, bei denen der 'als Ausweichglied
wirkende Teil mit der Tagesscheibe der Uhr verbunden ist und von dem astronomischen
Zeigerwerk gesteuert wird. Eine derartige Anordnung ist bedenklich, da zu dem Aufbau
der astronomischen Schaltreiterverstellung eine Vielzahl von Teilen gehört, die
ganz genau in ihrer Funktion aufeinander abgestimmt sein müssen. Diese Anordnungen
sind an und für sich schon empfindlich genug; und die Steuerung des Ausweichgliedes
stellt daher für das Zeigerwerk eine zusätzliche Belastung dar, die gemäß der Erfindung
vermieden wird.
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Bei einem anderen bekannten Schaltwerk wird erst durch das Zusammenwirken
einer Wippe mit einem beweglichen Reiter der Ausweichvorgang ermöglicht. Ein wesentlicher
Unterschied des Erfindungsgegenstandes besteht demgegenüber darin, daß der die Weiche
am Schaltwerk verstellende Teil trotz der selbsttätigen Verstellung dauernd kraftschlüssig
mit der Tagesscheibe verbunden ist. Dadurch ist eine größere Einfachheit und Zuverlässigkeit
verbürgt.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert, das in der Zeichnung in zwei verschiedenen Stellungen schematisch
dargestellt ist. Dabei sind nur die für die Erfindung wesentlichen Teile gezeichnet.
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Die Abb. r gibt die Einrichtung in einer Lage wieder, in der die Wirkung
der Schaltreiter aufgehoben ist, während die Abb.2 die normale Arbeitsweise der
Schaltuhr erkennen läßt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß bei einer Schaltuhr
mit astronomischer Veränderung der Schaltzeiten zu bestimmten Zeiten, z. B. während
bestimmter Monate, eine Betätigung des Schalters nicht erfolgen soll. Es ist r die
durch irgendein Triebwerk angetriebene Tagesscheibe der Schaltuhr, welche einen
astronomisch verstellbaren Schaltreiter 2 sowie einen festen Schaltreiter 3 trägt.
Der Schaltreiter 2 verarsacht normalerweise die Einschaltung, während der Schaltreiter
3 die Ausschaltung bewirkt. Das Schaltwerk selbst besteht aus einem sog. Korrektionsschalter,
d. i. ein beispielsweise
zweiteiliges Schaltwerk, an dem
| der eine mit dem_ Schaltreiter z zg. |
| sammenwirkende Teil 4. nur die Schal |
| schließung und der andere, von dem S"c _@- |
| reiter 3 beeinflußte Teil 7 nur die @chalr°?#', |
| öffnung bewirkt. Da die Schaltreiter z undj: |
in verschiedenen Ebenen, z. B. vor und hinter der Tagesscheibe, liegen, beeinflussen
sie nur die ihnen zugeordneten Schalthebel.
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Der von dem Schaltreiter 2 zu betätigende Einschalthebel a, trägt
ein drehbares Glied 5, welches als Weiche wirksam ist. Ein an der Tagesscheibe i
befestigter, z. B. festgeklemmter Hebel 6 kann gegen einen Arm 51 dieser Weiche
stoßen und sie um den Drehpunkt 52 verschwenken. In dieser, in Abb. i dargestellten
Lage kann- der normalerweise den Schalthebel q., der durch die Weiche 5 verlängert
wird, beeinflussende Einschaltreiter 2 wirkungslos unter der als Weiche ausgebildeten
Verlängerung des Schalthebels vorbeigleiten. Der Schalter bleibt also geöffnet.
Bei der weiteren Drehung der Tagesscheibe im Uhrzeigersinne betätigt der Ausschaltreiter
3 den ihm zugeordneten Schalthebel 7. Da das Schaltwerk aber als Korrektionsschaltwerk
ausgebildet ist, hat die Betätigung dEs Hebels 7 auf die Stellung des nicht geschlossenen
Schalters keinen Einfluß. Das drehbare Glied 5 wird durch eine Feder 8 oder. durch
sein Eigengewicht nach dem Abtallen vom Hebel 6 wieder in seine in Abb. 2 gezeichnete
Ruhestellung gebracht. -Wenn bei dem Abfallen der Weiche 5 vom Hebel 6 der
Schaltreiter 2 die Weiche bereits überholt hat, findet keine Einschaltung statt,
im anderen Falle hindert der Hebel 6 nicht den normalen Schaltverlauf.
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Man kann den Hebel 6 zur Betätigung der Weiche an dem Ausschaltreiter
3 befestigen und dabei durch eine Langlocliführung der Schrauben g eine besondere
Einstellmöglichkeit erreichen. Der Hebel 6 kann aber auch in anderer Weise auf der
Tagesscheibe befestigt werden. Erforderlich ist nur, daß er etwas früher als der
Einschaltreiter 2 auf die Weiche 5 stößt, wenn der Einschaltreiter auf die Stellung
des Schalters wirkungslos bleiben soll.
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Während bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Anordnung so
getroffen ist, daß die Einschaltung zu gewissen Zeitpunkten unterbleibt, kann die
Anordnung auch sö getroffen werden, daß die Ausschaltung unter gewissen Verhältnissen
fortfällt. In diesem Fall würde die Weiche 5 an dem Teil 7 anzubringen sein. Die
Anordnung kann aber auch so getroffen werden, daß sowohl der Teil ¢
| als auch der Teil 7 mit einer Weiche versehen |
| bind. o |
| *Zweckmäßig wird der die Weiche ver- |
| llende Hebel vermittels eines blinden |
| :5chaltreiters auf der Tagesscheibe verstellbar |
angeordnet. Von besonderem Vorteil ist es auch bei der erfindungsgemäßen Schaltuhr,
wenn der Einschalt- oder der Ausschaltreiter sprungweise verstellbar sind und dabei
durch eine zusätzliche astronomische Verstellung zu bestimmten Zeiten selbsttätig
in den Bereich der die Schaltung verhindernden Weiches gelangen, so daß eine schleichende
Verschwenkung der Weiche vermieden wird.