DE495646C - Einrichtung zum Unterdruecken der Morgenschaltung bei Schaltuhren mit teils nur von Hand einzustellenden und teils astronomisch sich verstellenden Schaltstiften - Google Patents

Einrichtung zum Unterdruecken der Morgenschaltung bei Schaltuhren mit teils nur von Hand einzustellenden und teils astronomisch sich verstellenden Schaltstiften

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DE495646C
DE495646C DEL73000D DEL0073000D DE495646C DE 495646 C DE495646 C DE 495646C DE L73000 D DEL73000 D DE L73000D DE L0073000 D DEL0073000 D DE L0073000D DE 495646 C DE495646 C DE 495646C
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    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C23/00Clocks with attached or built-in means operating any device at preselected times or after preselected time-intervals
    • G04C23/14Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day
    • G04C23/34Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day with provision for automatic modification of the programme, e.g. on Sunday
    • G04C23/342Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day with provision for automatic modification of the programme, e.g. on Sunday some operations being performed at another time

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Description

  • Einrichtung zum Unterdrücken der Norgenschaltung bei Schaltuhren mit teils nur von Hand einzustellenden und teils astronomisch sich verstellenden Schaltstiften Bei Schaltuhren mit sogenannten astronomischen Tagesscheiben ist es bekannt geworden, durch Verstellen des einen der an einer Schaltung beteiligten Stifte durch eine astronomische Einrichtung solche Einschaltzeiten zti unterdrücken, die als zu kurze Zeitspannen nicht mehr annehmbar sind. Man verhindert also zu bestimmten Zeiten Schaltungen dadurch, daß Schaltstifte gegenseitig wirkungslos gemacht werden. Auf dieseWeise hat man Unterdrückungen sogenannter .Abendschaltungen bewirkt.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Unterdrücken der Morgenschaltung bei Schaltuhren mit teils nur von Hand einzustellenden und teils astronomisch sich verstellenden Schaltstiften. Hier liegen von vornherein die räumlichen Verhältnisse ganz anders, als wenn man die Aufgabe zu lösen hat, eine Abendschaltung zu unterdrücken. Der Grund für diese veränderten Verhältnisse ist darin zu sehen, daß von vornherein der Gestaltung der Schaltstifte, etwa reiterförmiger Gebilde, bestimmte Bedingungen auferlegt sind, die bei der Anordnung beweglicher Stifte an astronomischen Hebeln nicht vorliegen.
  • Die- Unterdrückung der Morgenschaltung ist von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung für die weitaus meisten Kulturländer, denn diese liegen in Breitengraden, dic eine nach Möglichkeit weit zu treibende Verkürzung der Morgenschaltung zwingend fordern, -um einen unnötigen Stromverbrauch zu verhindern. Dies ist von besonderer Bedeutung für die Fälle, in denen die in Rede stehenden Schaltuhren bei Einrichtungen für die Zwecke der Straßenbeleuchtung verwendet werden.
  • Nach der Erfindung ist ein von Hand einzustellender Schaltstift mittels einer Reiteranordnung an der Tagesscheibe derart befestigt, daß er entgegen der bei einem Schaltvorgang entstehenden Kraft in der zum Einleiten dieses Schaltvorgangs gehörigen Kreisbahn gehalten und durch einen astronoinisch sich verstellenden Stift aus jenerKreisbalin herausbewegt wird.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei von der Schaltuhr nur das, was zum Verständnis der Erfindung absolut notwendig scheint, dargestellt ist.
  • Fig. r ist eine Ansicht von vorn und Fig. 2 eine Ansicht von links auf Fig. I gesehen. Die Fig. 3 bis j zeigen eine Einzelheit in größerem Maßstabe in Ansicht und im Schnitt.
  • r ist die vordere Platine einer Schaltuhr, an der in üblicher Weise mittels eines Bolzens a eine Tagesscheibe 3 drehbar sitzt. Diese Tagesscheibe 3 ist mit einer 3 X 12 Stunden enthaltenden Skala 4. versehen, deren Moinentanwerte mittels eines auf dein Bolzen -= festen Zeigers 5 abgelesen werden können. Die Tagesscheibe 3 ist mittels eines Zahnrades 6 von dem in der Zeichnung nicht gezeigten Uhrwerk der Schaltuhr so angetrieben, daß sie in 24. Stunden eine Umdrehung macht. Es sei hier erwähnt, daß in der' Zeichnung der Zeiger, aus Gründen der besseren Darstellungsmöglichkeit zu seiner wirklichen Lage etwas nach links verdreht gezeichnet ist, in Wirklichkeit muß er so eingestellt werden, daß die Zeit, welche er auf der Skala4 anzeigt, mit dem Moment, wo ein später noch beschriebener Schaltstern 16; 17 betätigt wird, übereinstimmt.
  • Auf der Tagesscheibe 3 ist eine Scheibe 7 befestigt, an welcher astronomisch verstellte-Hebel 8 und g geführt sind, welche Hebel in bekannter Weise durch eine Kurvenscheibe io gesteuert werden, welche mittels eines Getriebes i i eine Verdrehung gegenüber der Tagesscheibe um eine Umdrehung pro Jahr erhält. An den Hebeln 8, g sitzen einstellbare Schaltstifte 12, 13. An der Tagesscheibe 3 selbst sitzen zwei Schaltstifte 14. und 15.
  • Die Schaltstifte 12, 13, 14, 15 wirken auf den Schaltstern 16, - 17, welcher -aus zwei Rauten besteht, die zueinander um go° verdreht sind- Mit dem Schaltstern 16, 17 -sitzt auf dessen Achse i8 ein Nocken ig fest, der auf einen Schalter 2o wirkt, welch letzterer durch Leitungen 2o', 2o" an einen Stromkreis angeschlossen ist. Die Schaltstifte ia, 13, 1.1, 15 wirken paarweise mit dem Schaltstern 16, 17 zusammen, und -zwar einerseits diejenigen 12 und 14 sowie anderseits diejenigen 13 und 15, d. h. je ein astronomisch verstellter und ein zu den Bezeichnungen der Tagesscheibe fixierter.
  • Der Stift 14., welcher einen der letzterwähnten Stifte darstellt, ist nicht fest an einem ihn in üblicher Weise tragenden Reiter 21, sondern er sitzt an einer Lasche a2. Diese Lasche a2 ist in einem Schlitz 23 geführt, welcher durch Stehbolzen 24. zwischen der Rückseite des Reiters 21 und einer Platine 25 _gebildet ist. Die Lasche 22 ist mittels eines Schlitzes 26 an einem Bolzen 27 .gelagert und steht unter dem Einfluß einer Feder 28. Die Feder 28 und der Schlitz 26 verlaufen so in schräger Richtung, daß sie die Lasche 22 mit einer Schulter 29 unter einem am Reiter 21 festen Anschlag 30 liegend zu halten suchen, in welcher Lage der Lasche deren Schlitz 26 reit seinem rechten oberen Ende am Bolzen 27 liegt. Dieser Lage der Lasche 22 entspricht die Arbeitslage des Stiftes 14..
  • Die Arbeitsweise des Stiftes 14, der im Ausführungsbeispiel in einer Morgenschaltung Verwendung findet, ist, von der in Fig. i gezeichneten Stellung ausgehend, folgende: Der Schaltstern 16, 17 befindet sich mit dem Nocken ig in einer Lage, derzufolge der Schalter 2o geöffnet ist. Im Verlauf der Drehung der Tagesscheibe 3 kommt der Schaltstift 14 gegen den Teil 17 des Schaltsternes 16, 17 zu liegen. Da der hierbei entstehende Druck auf den Schaltstift 14 entgegen der Drehrichtung der Tagesscheibe 3 wirkt, hält der Anschlag 3o die Lasche 22 in ihrer Lage zur Tagesscheibe fest, so daß der Stift 14 den Schaltstern 16, 17 dreht und der Nocken i9 den Schalter 2o schließt. Eine auf der Zeichnung nicht dargestellte Einrichtung bekannter Art bewirkt, daß sich bei dem beschriebenen Schaltungsvorgang der Schaltstern um eine Vierteldrehung dreht, so daß der Schalter 2o durch den Nocken ig geschlossen bleibt und der Teil 16 des Schaltsternes 16, 17 in die Bewegungsbahn der Schaltstifte 12, 13, 14, 15 kommt. -Der Stellung, des Reiters 21 zur Tagesscheibe 3 nach der--Zeichnung entsprechend, ist der Schalter 20. um 6 Uhr morgens geschlossen worden. Da sich der astronomisch verstellte Stift 12 gerade bei der Zahl 8 der Skala befindet, wird um 8 Uhr morgens dieser Stift r2 den -Schaltstern 16, 17 um eine Viertelumdrehung Weiterkippen, so daß der NTocken ig den Schalter 20 wieder öffnet. Die beiden Stifte 13 und 15 bewirken dann in der Folge in der üblichen Weise ein nochmaliges Ein- und Ausschalten des durch den Schalter 2o gesteuerten Stromkreises.
  • Gegen den Sommer hin rückt nun der astronomisch verstellte Stift iz dem Stifte 1.4 immer näher, dadurch die Einschaltdauer am Morgen immer mehr verkürzend, bis etwa dann, wenn die Einschaltzeit annähernd auf Stunden gekürzt ist, eine schräge Fläche 31 des Trägers des Stiftes 12, in der Bewegungsrichtung der Tagesscheibe 3 auf den Stift 14. trifft und diesen entgegen der Wirkung der Feder 28 bewegt. Hierbei verschiebt sich die Lasche 22 mit ihrem Schlitz 26 an dem Bolzen 27, und die Schulter 29 der Lasche 22 gleitet unter dem Anschlag 30 weg, wodurch die Lasche 22 zum Schwenken um den Bolzen 27 frei wird (Stellung nach Fig. 5) und die schräge Fläche 31 den Stift i--. aus seiner normalen Bahn heraushebt.
  • Kommt nun der Stift 14 in die Gegend des Teiles 17 des Schaltsternes, so kommt er nicht mit dem Schaltstern in Berührung und läßt diesen dadurch unberührt. Da der Stift i2 nur mit dem vor dem Teil i7 liegenden Teil 16 des Schaltsternes zusammenwirkt und dieser Teil 16 mangels Drehung des Schaltsternes nicht in die Bewegungsbahn des Stiftes 12 gelangte, beeinflußt dieser den Schaltstern im Verlauf der Drehung der Tagesscheibe auch nicht, so daß die Morgenschaltung ganz unterdrückt wird. Bewegen sich die astronomischen Schaltstifte rz und 13 wieder im Sinne der Verlängerung der Einschaltdauer, so gleitet im gegebenen Moment der Stift 14 wieder von dem Träger des Stiftes 12 herab, und die Feder 28 zieht die Lasche 22 wieder in die ursprüngliche Lage, dabei die Schulter 29 unter dem Anschlag 30 verriegelnd.
  • Durch die beschriebene Ausgestaltung astronomischer Schaltuhren wird also in den Sommermonaten durch Unterdrückung einer dann überflüssigen Schaltung eine Stromersparnis erzielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Unterdrücken der \lorgenschaltung bei Schaltuhren mit teils nur von Hand einzustellenden und teils astronomisch sich verstellenden Schaltstiften, dadurch gekennzeichnet. daß ein von Hand einzustellender Schaltstift mittels einer Reiteranordnung an der Tagesscheibe derart befestigt ist, daß er entgegen der bei einem Schaltvorgang entstehenden Kraft in der zum Einleiten dieses Schaltvorgangs gehörigen Kreisbahn gehalten und durch einen astronomisch sich verstellenden Stift aus jener Kreisbahn herausbewegt wird. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der zu beeinflussende Schaltstift an einem verschiebbar und schwingbeweglich mit der Tagesscheibe verbundenen Glied mit unter dem Einfluß einer Feder durch eine Verriegelung aufhebbarer Verschiebung und Schwenkung sitzt, der Stift beim Einwirken auf die Schaltmittel in seiner Lage an der Tagesscheibe verriegelt ist und der astronomisch sich verstellende - Stift entgegen der Feder auf den zu beeinflussenden Schaltstift einwirkt, die Verriegelung des ihn tragenden Glieds aufhebt und dieses verschiebt und schwenkt. 3. Einrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den zu beeinflussenden Schaltstift tragende Glied die Gestalt einer Lasche hat, diese mittels eines Schlitzes an einem auf der Tagesscheibe sitzenden Reiter verschiebbar und schwenkbeweglich angeordnet und durch eine Feder mit einer Schulter unter einem am Reiter festen Anschlag verriegelt ist, eine mit dem astronomisch sich verstellenden Stift verbundene Schrägbahn entgegen der Wirkung der Feder die Lasche verschiebt und sie nach Freigabe der Schulter mit dem Stift aus dessen Arbeitsbahn schwenkt.
DEL73000D 1928-07-12 1928-09-30 Einrichtung zum Unterdruecken der Morgenschaltung bei Schaltuhren mit teils nur von Hand einzustellenden und teils astronomisch sich verstellenden Schaltstiften Expired DE495646C (de)

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