DE631183C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines haltbaren verzuckerten aromatischen Malzes (Karamelmalzes) - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines haltbaren verzuckerten aromatischen Malzes (Karamelmalzes)

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DE631183C
DE631183C DEW90066D DEW0090066D DE631183C DE 631183 C DE631183 C DE 631183C DE W90066 D DEW90066 D DE W90066D DE W0090066 D DEW0090066 D DE W0090066D DE 631183 C DE631183 C DE 631183C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/18Preparation of malt extract or of special kinds of malt, e.g. caramel, black malt

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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines haltbaren verzuckerten aromatischen Malzes (Karamelmalzes) Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines haltbaren verzuckerten aromatischen Malzes. (Karamelmalzes) durch Feuchtwarmbehandlung des Grünmalzes vor Beginn der Darrung.-Bei den bekannten Verfahren wird eine Feuchtwarmbehandlung im Kreislauf mit ein und derselben. Luft in den Trockenprozeß eingeschaltet. Nach der Feuchtwarmbehandlung wird in der gleichen Weise getrocknet wie vor der Feuchtwarmbehan.dlung. Dieses Verfahren läßt sich praktisch aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchführen. Es ist nämlich nicht möglich, für dieses Verfahren Horden anzuwenden, bei denen das Grünmalz in gleichmäßig hoher Schicht ohne Umschichtung in Ruhe den Verzuckerungsprozeß . durchmacht.
  • Bei anderen, Verfahren wird die Feuchtwarinbehandlung vor der Darrung des Grünmalzes eingeschaltet.
  • Die Erfindung bringt nun gegenüber den bekannten Verfahren, die mit Feuchtwarmbehandlung arbeiten, eine nennenswerte Verbesserung dadurch, daß während der Feuchtwarmbehandlung die Temperatur allmählich gesteigert und vor Einleitung der Darrung das Grünmalz wieder abgekühlt wird.
  • Die allmähliche Steigerung der Temperatur während der Feuchtwarmbehandlung bis auf etwa 75 °/o ermöglicht nach den praktischen Erfahrungen eine vollkommene und gleichmäßige Verzuckerung des Malzes, also eine Verbesserung seiner Qualität und damit rnatürlich auch eine Qualitätssteigerung des aus dem Malz gewonnenen Bieres.
  • Nicht minder bedeutungsvoll ist die Wiederabkühlung des Malzes nach der Feuchtwarmbehandlung vor Einleitung der Darrung. Diese Maßnahme ist besonders bei Erreichung eines hohen Verzuckerungsgrades, wie er durch allmähliche Steigerung der Temperatur während der Feuchtwarinbehandlung erreicht werden kann, von besonderem Wert. Die Verzuckerung im Grünmalzkorn verursacht nämlich bei dem übergroßen Feuchtigkeitsgehalt des Kornes leicht eine Strukturveränderung des inneren Malzkörpers. Dieser Gefahr kann dadurch wirksam begegnet werden, daß das Korn abgekühlt und damit ausgedunstet wird und infolgedessen bei niederen Temperaturen mit der Trocknung und Darrung des Grünmalzes begonnen und diese infolgedessen wieder, unter allmählich sich steigernder Temperatur durchgeführt wird. _ Wird nach der Feuchtwarmbehandlung das Malz nicht erst wieder abgekühlt, so entsteht leicht das sogenannte Glasmalz. Weiter kann in solchen Fällen infolge des noch zu hohen Feuchtigkeitsgehaltes des Malzes bei einer bei höheren Temperaturen durchgeführten Trocknung eine zu frühe Bräunung des inneren Malzkörpers eintreten, was für Malz, das für die Herstellung heller Biere bestimmt ist, hinsichtlich der Färbung und .des Geschmackes des Bieres nachteilig ist.
  • Zur Durchführung des -Verfahrens gemäß der Erfindung bedient man sich zweckmäßig: einer Verzuckerungskammer mit einer . "i dem Grünmalz zu beschickenden Horde, welcher der Raum unterhalb der Horde ii dem Raum oberhalb der Horde durch eine außerhalb der Kammer angeordnete Umlaufleitung verbunden ist und in geeigneter Weise ,ein Umlauf eines Dampfluftgemisches von unten nach oben durch das Grünmalz hindurch erzeugt wird.
  • Eine solche Verzuckerungskammer hat den Vorzug großer Einfachheit und daher Billigkeit. Das Dampfluftgemisch kann z. B. durch den Dampf selbst in Umlauf gebracht und gehalten werden. In diesem Falle genügt der einfache Einbau von Injektoren in eine Verzuckerungskammer zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung. Wesentlich ist ferner, daß durch einfachen Anschluß an eine Frischluftleitung nach Beendigung der Feuchtwarmbehandlung das Grünmalz auch in derselben Kammer durch Frischluft wieder abgekühlt werden kann, bevor es auf die Darre gebracht wird.
  • Eine solche Verzuckerungskammer läßt sich an den nebenherlaufenden Darrbetrieb leicht anschließen, ohne ihn zu unterbrechen oder sonstwie zu stören. Dabei ist es insbesondere für kleinere und mittlere Mälzereien und Brauereien praktisch sehr bedeutungsvoll, daß die durch das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung gegebenen Vorteile ohne nennenswerten finanziellen Aufwand ausgenutzt werden können.
  • Bemerkt sei noch, d'aß .die bekannten Keimkästen nichts mit der Verzuckerungskammer gemäß .der Erfindung zu tun haben, die als Zwischenstation zwischen der Keimung und der Darrung zu betrachten ist. Ob das Keimen des Malzes, das nach dem Verfahren und mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung behandelt wird, in einem Keimkasten oder auf Malztennen erfolgt, ist grundsätzlich gleichgültig.. Es ist deshalb die Verzuckerungskammer gemäß der Erfindung nicht mit den bekannten Keimkästen, Keimtrommeln o. dgl. zu vergleichen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsbeispietee von zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung geeigneten Verzucker ungskammern, und zwar zeigt Abb. i bis 3 eine Ausführungsform, Abb. 4 eine zweite Ausführungsform.
  • Die Verzuckerungskammer ist allseitig geschlossen und mit einer oder mehreren verschließbaren Abzugsöffnungen 2 sowie an der Vorderseite mit einer Tür 3 versehen. Eine luftdurchlässige Drahthorde q. dient zur Aufnahme des Grünmalzes 5, das auf die Horde in hoher Schicht aufgebracht wird.
  • Eine außerhalb der Kammer i angeordnete Umlaufleitung 6 hat die Aufgabe, das zur kuchtwarmbehandlung dienende Dampfluftmisch nach Hindurchströmen durch das @b=rünmalz 5 wieder dem Raum 7 unterhalb . der Horde von neuem zuzuführen. Bei dem Beispiel nach den Abb. i bis 3 wird der Umlauf durch den zur Befeuchtung der Luft dienenden Dampf selbst bewirkt, indem der Dampf, der von einer Leitung 8 auf die einzelnen Zweigleitungen9 (vgl. Abb. 3) verteilt wird, Düsen io durchströmt und dabei in der Leitung 6 einen Unterdruck erzeugt. An die Leitung 6 kann noch eine Leitung i i mit einem Ventil 12 angeschlossen werden für die beliebig gedrosselte Zuführung von Frischluft. Die Arbeitsweise ist folgende: Nach .dem Beschicken der Horde mit dem Grünmalz wird die Tür 3 geschlossen und Dampf durch die Leitungen 8 und g und die Düsen io in den Raum 7 unterhalb. der Horde q. eingelassen. Der Dampf saugt dabei durch die Umlaufleitung 6 die anfänglich noch kalte Luft aus dem Raum 13 oberhalb des Grünmalzes an, so däß der Dampf, mit der angesaugten Luft vermischt, zuerst nicht zu heiß in den Raum 7 eintritt, alsdann das Grünmalz durchströmt und dieses dabei langsam erwärmt und durch den niedergeschlagenen Dampf feucht hält. Allmählich steigt dann mit der starken Durchwärmung des Malzes und der Räume die Temperatur unterhalb und oberhalb der Horde. Man hat es in der Hand, durch stärkere oder schwächere Zufuhr von Frischluft die Heizwirkung des Dampfes abzuschwächen, die Steigerung der Temperatur während der Feuchtwarmbehandlung also je nach Wunsch langsamer oder schneller zu gestalten. Trotz der allmählichen Steigerung der Temperatur wird dem Grünmalz die Feuchtigkeit nicht entzogen, vielmehr bleibt der Wassergehalt im Grünmalz erhalten, so daß der Eiweißabbau und die starke Verzuckerung im Korn bei günstigsten Temperaturen vor sich gehen kann.
  • Sobald das Grünmalz den gewünschten Verzuckerungsgrad und den gewünschten Farbtypus erreicht hat, wird es vor Aufbringen auf die Darre wieder abgekühlt. Das kann dadurch erfolgen, daß durch .das in der Kammer i befindliche Grünmalz Frischluft durchgeblasen wird. Es ist aber auch möglich, das Grünmalz auf den Darrhorden abkühlen zu lassen.- Auf- der Darre braucht dann das Malz nur nach der üblichen Darrweise getrocknet und abgedarrt zu werden, weil der gewünschte Malzfarbtypus bereits durch die Vorbehandlung festgelegt ist.
  • Bei der Erzeugung des Umlaufs in der Verzuckerungskammer ist man natürlich nicht auf die Anwendung von Dampfdüsen angewiesen. Der Umlauf kann auch in anderer Weise, z. B. durch Ventilatoren, Gebläse u. dgl., erzeugt werden. Ein Beispiel ,hierfür zeigt Abb. 4.. Hier ist auf die Verzuckerungskammer i ein Ventilator 14 aufgesetzt und in die Umlaufleitung 6 eingeschaltet. An dem vom oberen Raum 13 kommenden Zuleitungszweig 6a ist wie bei der ersten Ausführungsform ein abschließbares Rohr 12 für den Zutritt von Frischluft angeschlossen, während an den anderen Umleitungszweig 6b, der von dem Ventilator zum unteren Raum 7 führt, eine Dampfleitung 8 und eine Zuleitung 15 für zerstäubtes Wasser angeschlossen sind. Das der Leitung 15 zugeführte Wasser kann in geeigneter Weise zerstäubt werden und hat die Aufgabe, dem umlaufenden Luftstrom die nötige Feuchtigkeit zuzuführen, damit die Feuchtigkeit im Grünmalz erhalten bleibt, dieses also nicht durch die allmähliche Temperatursteigerung getrocknet wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines haltbaren verzuckerten aromatischen Malzes (Karamelmalzes) -durch Feuchtwarmbehandlung des Grünmalzes vor Beginn der Darrung, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Feuchtwarmbehandlung die Temperatur allmählich gesteigert und: vor Einleitung der Darrung das Malz wieder abgekühlt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine besondere Kammer (i) mit Horde (q.) vorgesehen ist, bei welcher der Raum (7) unterhalb der Horde mit dem Raum (i3) oberhalb der Horde durch eine außerhalb der Kammer geführte Umlaufleitung (6) verbunden ist, die an eine Dampf- und Frischluftleitung (8, 9 b@zw. i i) angeschlossen und mit Düsen (io) versehen ist.
DEW90066D 1932-10-08 1932-10-08 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines haltbaren verzuckerten aromatischen Malzes (Karamelmalzes) Expired DE631183C (de)

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DE (1) DE631183C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972592C (de) * 1953-01-22 1959-08-20 Wissenschaftliche Station Fuer Verfahren zum Herstellen eines Spitzmalzproduktes fuer die Bierbereitung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE972592C (de) * 1953-01-22 1959-08-20 Wissenschaftliche Station Fuer Verfahren zum Herstellen eines Spitzmalzproduktes fuer die Bierbereitung

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