DE628231C - Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe

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DE628231C
DE628231C DEI47710D DEI0047710D DE628231C DE 628231 C DE628231 C DE 628231C DE I47710 D DEI47710 D DE I47710D DE I0047710 D DEI0047710 D DE I0047710D DE 628231 C DE628231 C DE 628231C
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Germany
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sulfuric acid
anthrapyrimidine
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yellow
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DEI47710D
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Dr Karl Koeberle
Dr Otto Schlichting
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/16Benz-diazabenzanthrones, e.g. anthrapyrimidones

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe Es wurde gefunden, daß man in einfacher Weise Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe erhält, wenn man Anthrapyrimidine oder ihre Abkömmlinge bei Temperaturen oberhalb etwa 100° mit Schwefelsäure oder rauchender Schwefelsäure behandelt. Zweckmäßig arbeitet man unter Zugabe von Verbindungen, welche die Hydroxylierung fördern. Hierfür kommt vor allem Borsäure in Betracht. Die Zugabe von Borsäure hat sich als besonders vorteilhaft bei der Hydroxylierung von I, 9-Anthrapyrimdinen, Anthradipyrimidinen und Aminoanthrapyrimidinen- erwiesen. Dagegen verläuft die Hydroxylierung von Halogenamino-I, 9-anthrapyrimidinen auch ohne solche Zusätze sehr glatt, und zwar schon oft bei Wasserbadtemperatur. Man kann für die Umsetzung wasserhaltige, z.B. 85- bis 96%ige Schwefelsäure, wasserfreie Schwefelsäure, z. B. Monohydrat, oder rauchende Schwefelsäure verwenden.
  • Die meisten in großer Reinheit erhaltenen Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe sind teils selbst Farbstoffe, teils können sie zur Herstellung von Farbstoffen verwendet werden. Sie können nach den üblichen Verfahren z. B. durch Umkristallisieren, Sublimiesen oder über ihre Salze mit starken Säuren gereinigt werden. Beispiel I Man erhitzt eine Mischung von 2o Teilen I, 9-Anthrapyrimidin (erhältlich durch Einwirkung von Formanid auf a-Aminoanthrachinon), zoo Teilen 96%iger Schwefelsäure und 10 Teilen Borsäure so lange auf 180 bis 2oo°, bis eine im Wasser gegebene Probe sich auf Zusatz von verdünnter Natronlauge mit gelber Farbe löst, was meistens schon nach I Stunde der Fall ist. Nach dem Erkalten gießt man die Mischung in Wasser, saugt die in guter Ausbeute gebildete Oxydverbindung ab und wäscht sie neutral. Sie ist ein gelbes Pulver, das nach dem Umkristallisieren, z. B. aus Trichlorbenzol, gelbe Nadeln bildet. Nach Analyse und Eigenschaften liegt ein Oxy-I, 9-anthrapyrimidin vor, und zwar wurde es als das 4-Oxy-I, 9-anthrapyrimidin erkanat, da es mit dem aus I-Chlor-4-aminoanthrachinon mittels Formanid erhaltenen 4-Oxy-I, 9-anthrapyrimidin vollständig übereinstimmt. Es löst sich in Nätronlauge mit gelber Farbe, in konzentrierter Schwefelsäure mit rotstichiggelber Farbe.
  • Verwendet man an Stelle der 96%igen Schwefelsäure rauchende Schwefelsäure, die 5.. bis: =ö °/°..S-03 enthält, so erhält man gleichfalls 4-Oxy-i, 9-anthrapyrimidin. Beispiel 2 Man erhitzt eine Lösung von 2o Teilen 5-Ämino-i, 9-anthrapyrimidin in 200 Teilen 96%iger Schwefelsäure mit io Teilen Borsäure so lange auf 18o bis Zoo °, bis sich eine Probe in verdünnter Natronlauge vollständig mit roter Farbe löst. Man arbeitet in der üblichen Weise auf und erhält in guter; Ansbeute ein dunkelviolettes Pulver. Durch Umkristallisieren erhält man violette Nadeln. Seinem Verhalten nach ist der neue Stoff ein 5-Aninooxy-I, 9-anthrapyrimidin. Es löst ,sich in Alkalien besonders in der Wärme mit roter Farbe; in konzentrierter Schwefelsäure ist es mit goldgelber Farbe löslich, die nach Zusatz von Formaldehyd in Grün umschlägt. Beispiel 3 Eine Lösung von IO Teilen Chlor-5-amino-I, 9-anthrapyrimidin (erhalten durch Einleiten von Chlor in eine Lösung von 5-Amino-i, 9-änthrapyrirnidin in Chlorsulfonsäure inGegenwart von Jod) in ioo Teilen 87%iger Schwefelsäure wird etwa ½ bis I Stunde lang auf etwa 1oo° erhitzt. Nach dem Erkalten gießt man die Mischung in Wasser, saugt das in guter Ausbeute ,gebildete violette Pulver ab und wäscht es neutral. Aus Trichlorbenzol erhält man es in Form eines glitzernden, violetten Kristallpulvers. Nach Analyse und Eigenschaften liegt ein 5-Aminooxy-I 9-anthrapyrimidin yor. Es löst sich im. Gegensatz zu der nach Beispiel 2 erhältlichen Verbindung n heißer verdÜnnter Natronlauge mit grünblauer Farbe, in konzentrierter Schwefelsäure mit rotstichiggelber Farbe, die auf Zusatz von Formaldehyd nach Blau umschlägt; aüch heim Verdünnen der schwefelsauren Lösung mit Wasser entsteht eine blaue Färbung.
  • Statt der 87%igen Schwefelsäure kann man auch 96%ige oder Monohydrat verwenden. Beispiel 4 Mari- erhitzt eine Lösung von ioo Teilen Chlor-4-amino-I9-anthrapyrimidin (erhältlich durch Behandeln von 4-Ämino-I, 9-anthrapyrimidin in Gegenwart von Nitrobenzol mit Sulfurylchlorid) in 500 Teile Schwefelsäure unter Rühren so lange auf 180 bis 200°, bis eine entnommene Probe vollkommen alkalilöslich geworden ist. Dann läßt man abkühlen, gießt in Eiswasser, saugt das gebildete Oxyamino-I, 9-anthrapyrimidin ab, wäscht es neutral und trocknet. Es ist ein gelbes Pulver, kristallisiert in derben Nadeln, löst sieh in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbroter Farbe und färbt Acetàtsefide in gelben Tönen.
  • Ebenso erhält man aus der Bromverbindüng des 2-Amino-I, 9-anthrapyrimidins mit Schwefelsäure bei 150° eine gelbrote Aminooxyverbindung.
  • Beispiel 5 ' Eine Lösung von 2o Teilen I, 9, 5, io-Anthradipyrimidin in 200 Teilen 96%iger Schwefelsäure wird nach Zusatz von io Teilen Borsäure langsam auf ioo bis 130° erhitzt. Sobald eine Probe sich in verdünnter Natronlauge klar blaustichigrot löst, läßt man die Mischung abkühlen. Nach dem üblichen Aufarbeiten erhält man in guter Ausbeute ein violettes Pulver, das beim Umkristallisieren aus Trichlorbenzol braunrote Nadeln bildet. Nach Analyse und Eigenschaften liegt ein Oxy-I, 9, 5, io-anthradipyrimidin vor. In Alkalien und in konzentrierter Schwefelsäure ist es mit bläustichigroter Färbe löslich; in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln löst es sich mit roter Färbe und prachtvoller grüner Fluoreszenz.
  • Beispiel 6 Eine Mischung von to Teilen Dichlor-4-oxy-i, 9-anthrapyrimidin (erhältlich durch Erwärmen von 4-Oxy-I, 9-anthrapyrimidin mit Sulfurylchlorid in Gegenwart von Nitrobenzol auf 70 `bis 80°, Io Teilen Borsäure und 2og Teilen 96%iger Schwefelsäure wird 2 Stunden lang auf Zoo bis 22o° erhitzt. Nach dem Erkalten verdünnt man mit Wasser auf einen Gehalt von etwa 45 % Schwefelsäure und saugt das dabei sieh abscheidende kristallinische gelbe Sulfat ab. Man wäscht den Rückstand darauf mit viel Wasser, wobei er rot wird. Die Verbindung bildet braunrote Kristalle, die bei 32o bis 325° unter Zersetzung schmelzen Durch nochmaliges Reinigen über das Sulfat und Umkristallisieren, z. B. aus Trichlorbrazol, erhält man gelbbraune Nadeln, die bei 333 bis 335° unter Zersetzung schmelzen. Der Analyse nach liegt ein Chlordioxyanthrapyrimidin vor. Es löst sich in konzentrierter Schwefelsäure, in Alkalien- und hochsiedenden organischen Lösungsmitteln mit gelber Farbe. Beispiel 7 Ein Gemisch von io Teilen 5-Amino-Py-C-phenyl-I, 9-anthrapyrimidin -(hergestellt aus. i-Amino-5-:hmzoylaminaanthrachinon durch Erhitzen mit Ammoniak in Phenol auf- 15o° hei etwa $ .Attn. Druck)-, i:oo Teilen. 96 o joiger Schwefelsäure und io Teilen Borsäure -wird so lange unter Rühren auf 2oo-a erhitzt, bis eine Probe in verdünnter Natronlauge löslich ist. Nach- dem Aufarbeiten erhält man yiölettrote Nadeln,- .die -sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbroter Farbe und in verdünnter Natronlauge mit blaustichigroter Farbe lösen; die Küpe ist braunrot.
  • Beispiel 8 In 250 Teile 96%ige Schwefelsäure trägt man 25 Teile Borsäure und 25 Teile 5-Cyan-I, 9-anthrapyrimidin, das durch Erhitzen von I, 9-Anthrapyrimidin - 5 - diazoniumsulfat mit Kupfercyanür erhältlich ist, ein und erhitzt die Lösung etwa 2 Stunden lang auf 200°. Man arbeitet dann in der oben geschilderten Weise auf und erhält ein rotstichiggelbes Kristallpulver, das wahrscheinlich eine Oxy-I, 9-anthrapyrimidin-5-carbonsäure ist. Es löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter Farbe und roter Fluoreszenz, in verdünnter Natronlauge mit gelber Farbe und grüner Fluoreszenz.
  • Beispiel 9 Eine Mischung von i o Teilen Dichlor-5-amino-I, 9-anthrapyrimidin (hergestellt durch Erwärmen von 5-Amino-I, 9-äntbrapyrimidin mit Sulfürylchlorid in Gegenwart von Nitrobenzol auf 6o bis 70'), ro Teilen Borsäure und Ioo Teilen 96%iger Schwefelsäure wird so lange auf I2o bis I3o° erwärmt, bis kein Chlorwasserstoff mehr entweicht, was nach etwa 2 Stunden der Fall ist. Man verdünnt dann mit Wasser, bis eine etwa 45 %ige Schwefelsäure vorliegt, saugt den ausgeschiedenen Niederschlag ab und wäscht neutral. Die erhaltene violette Verbindung wird aus Trichlorbenzol umkristallisiert, wobei man violette Nadeln erhält, die bei 293' schmelzen. Nach der Analyse liegt ein Chloroxy-5-amino-I, 9-anthrapyrimidin vor. Es löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe, die auf Zusatz von Formaldehyd nach Blau umschlägt; in verdünnter Natronlauge ist'es kaum löslich. Die Hydrosulfitküpe ist gelbrot.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man Anthrapyrimidine oder ihre Abkömmlinge, zweckmäßig unter Zusatz von Verbindungen, welche die Hydroxylierung fördern, bei Temperaturen oberhalb etwa ioo' mit Schwefelsäure oder rauchender Schwefelsäure behandelt:
DEI47710D 1933-08-06 1933-08-06 Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen der Anthrapyrimidinreihe Expired DE628231C (de)

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