DE628022C - Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden - Google Patents

Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden

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DE628022C
DE628022C DEK135522D DEK0135522D DE628022C DE 628022 C DE628022 C DE 628022C DE K135522 D DEK135522 D DE K135522D DE K0135522 D DEK0135522 D DE K0135522D DE 628022 C DE628022 C DE 628022C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/06Preparation with gaseous nitric acid or nitrogen oxides

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Description

  • Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden Das Hauptpatent 605 382 betrifft ein Verfahren, Natriumnitrat unter -Umwandlung in Na Cl zur Herstellung von Kaliumnitrat aus KCl gemäß folgenden Formeln, welche summarisch den erzielten Effekt darstellen, zu verwenden: i. zN02+KCl=KN03.+NOCl. z. NOCl+NaN03=NaCl+zN02. Dieses Kreislaufverfahren ist in beiden Phasen bei gleicher Temperatur durchführbar. Während aber für die Reaktion gemäß z eine mäßig erhöhte Temperatur (bis 30o°) angewendet werden muß, kann bei der Reaktion gemäß i die gleiche tiefere oder gewöhnliche Temperatureingehalten werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß, besonders wenn die Reaktion gemäß r bei tieferer oder gewöhnlicher Temperatur durchgeführt wird, diese nicht ,nur beim Chlorkalium, sondern auch beim Chlornatrium durchführbar ist, daß es also möglich ist, Natriumnitrat durch Nitrosylchlorid in Natriumchlorid und Stickoxyde überzuführen, welche Natriumchlorid in Natriumnitrat unter Entweichen von N O Cl umsetzen, und daß ein solches Verfahren als Kreisverfahren durchgeführt werden kann.
  • Diese Tatsache erscheint zunächst technologisch,ohne Bedeutung. Sie kann aber doch praktisch insofern einen besonderen Fortschritt bringen, als Salzbemische, welche einen geringen Nitratgehalt aufweisen oder stark verunreinigt und daher schwer verwertbar sind, dazu benutzt werden können, um Natriumchlorid, Kaliumchlorid oder Gemische dieser untereinander oder mit anderen Salzen, u. a. auch mit Nitraten, derart umzusetzen, daß die Chloride in Nitrate übergehen. So können z. B. die bergmännisch oder fabrikatorisch gewonnenen Salzgemische der Kaliindustrie oder der Chilesalpeterindustrie Verwendung finden.
  • Als Ausgangsmaterial für die zu verwertenden Stickoxyde kommen sowohl niedrigprozentige oder schwer verarbeitbare Caliche als auch in der Technik anfallende Salzgemische, die Alkalinitrabe oder bzw. und Erdalkalinitrate (Ca, Mg) ienthalten, in Frage. Das neue Kreislaufverfahren gestattet also die überführung von Salpetersäure aus einer niederwertigen Form in eine hochwertige. Ausführ ungsb@eispiiel In einem Reaktionsgefäß, das auf 25o° erhitzt wird und nach außen gut wärmeisoliert ist, befinden sich 400 g Caliche mit 24% NaN03. In einem zweiten Gefäß, in Form eines Turmes aus Steinzeug, befinden sich ¢o g NaCl. Die Temperatur dieses Gefäßes stellt sich beim Versuch auf 50° ein. Im Laufe des Gasstromes ist zwischen dem erhitzten Zersetzungsraum und dem bei tieferer Temperatur arbeitenden Reaktionsraum ein Wärmeaustauscher und ein Gasventilator eingefügt. Zu Beginn des Versuchs werden die leeren Räume der Apparatur mit Stickstoffdioxydgas, dem etwas- 02 beigemischt ist, gefüllt. -.Die Richtung des Gasstromes führt vom kalten Reaktionsgefäß über- den Wärmeaustauscher zum erhitzten Zersetzungsraum. Das hier abziehende N02-Gas gibt im Wärmeaustauscher seine Wärme ab und gelangt durch den Ventilator zum kalten Reaktionsgefäß, in dem die Kreisführung von neuem beginnt. Das Natrittmchlorid ist bei Unterbrechung des Umlaufs zu etwa 98% in Natriumnitrat umgewandelt, während die Caliche noch nicht vollständig erschöpft ist. Letzteres gelingt aber bei kontinuierlicher Arbeitsweise.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Alkalimitraten aus Alkalichloriden gemäß Patent 6o5 382, dadurch gekennzeichnet, daß die chlorhaltigen Stickoxyde bei der zur Bildung von Chloriden führenden Temperatur auf wenig Nitrat enthaltende Salzgemische, wie Caliche; unter Entweichen von Stickoxyden zur Einwirkung gebracht werden und letztere hierauf bei zur Bildung von Nitraten führender Temperatur auf Chloride oder diese enthaltende Salzgemische unter -Entweichen von chlorhaltigen Stickoxyden und daß diese im Kreisprozeß wieder über Nitratsalzgemische geleitet werden usf.
  2. 2. Verfahren zur Verwertung von chlorhaltigen Stickoxyden nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwertung wenig Nitrat enthaltender Salzgemische auch solche mit Calcium- oder Magnesiumnitratgehalt Verwendung finden können.
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