DE623637C - - Google Patents
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- DE623637C DE623637C DENDAT623637D DE623637DA DE623637C DE 623637 C DE623637 C DE 623637C DE NDAT623637 D DENDAT623637 D DE NDAT623637D DE 623637D A DE623637D A DE 623637DA DE 623637 C DE623637 C DE 623637C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q5/00—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
31. DEZEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a3 GRUPPE 53
Siemens &HaIske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Schaltungsanordnung zum Anschluß von Vermittlungseinrichtungen,
insbesondere Selbstanschlußfernsprechämtern, an Wahlanrufanlagen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. August 1930 ab
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung, die es ermöglicht, bei weitgehender
und einwandfreier Steuermöglichkeit und höchster Übertragungssicherheit jede gewünschte Verbindung zwischen den Anschlußstellen
von Wahlanrufanlagen und den Teilnehmerstellen von Vermittlungseinrichtungen,
wie insbesondere Selbstanschlüßfernsprechämtern, herzustellen.
In Wahlanrufanlagen, bei welchen die Impulse zur gemeinsamen Fortschaltung der
Wählwerke in den an der Gesellschaftsleitung liegenden Anschlußstellen unmittelbar
von der anrufenden Anschlußstelle ausgesendet werden, bereitet die Durchwahl zu einem
Selbstanschlußamt keine wesentlichen Schwierigkeiten, insbesondere wenn die Wahlanrufanlage
mit Gleichstromimpulsen betrieben wird. Besondere Maßnahmen sind dagegen für solche Wahlanrufanlagen erforderlich, bei
welchen die von der anrufenden Anschlußstelle ausgesandten Wahlimpulse durch in einer Hauptstelle vorgesehene Speichereinrichtungen
in Steuerimpulse von anderer Stromart und meist anderer Gruppierung zur
Fortschaltung der Wählwerke umgesetzt werden.
Für derartige-Anlagen konnte man die erwähnten
Schwierigkeiten bisher nur dadurch beseitigen, daß die Hauptstelle mit besonderen
Schalteinrichtungen ausgerüstet wurde, welche durch Wahl einer bestimmten Kennziffer
von der anrufenden Anschlußstelle aus betätigt werden können und dann die Verbindung
mit einem Selbstanschlußamt herstellen. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die Vermittlungseinrichtung
(Selbstanschlußamt), mit deren Teilnehmern ein gegenseitiger Verkehr durchgeführt werden
soll, nur an die Hauptstelle der Wahlanrufanlage angeschlossen werden kann, die sich häufig in großer räumlicher Entfernung
befindet, während unter Umständen andere Anschlußstellen der Wahlanrufanlage weit
bequemer zu erreichen sind.
Zur Vermeidung dieser Nachteile werden erfindungsgemäß an Übertragungseinrichtungen,
welche den Verkehr zwischen den Abzweigstellen der gemeinsamen Leitung und
den Vermittlungseinrichtungen ermöglichen und welche als normale Abzweigsteljen mit
der gemeinsamen Leitung verbunden sind, sowie an der gemeinsamen Steuereinrichtung
Umschalteinrichtungen vorgesehen, durch welche nach Auswahl der der gewünschten
Vermittlungseinrichtung zugeordneten An-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Robert Kruse in Berlin-Siemensstadt.
schlußstelle die Steuereinrichtung der Hauptstelle
unwirksam und die weitere Steuerung der gewünschten Verbindung nur von der mit der Anschlußstelle verbundenen Übertragereinrichtung
abhängig gemacht wird. Die Hauptstelle der Wahlanrufanlage "dient wie bisher dazu, die von den Anschlußstellen
ausgesandten Wahlimpulse, vorzugsweise Gleichstromimpulse, zu speichern und danach
ίο eine entsprechende Folge von Steuerimpulsen, insbesondere Wechselstromimpulsen, zur synchronen
Fortschaltung der in den Anschlußstellen vorhandenen Wählwerke auszusenden.
Bei Auswahl einer mit einer Übertragereinrichtung versehenen Anschlußstelle wird in
dieser ein Schaltmittel wirksam, welches die selbsttätige Durchschaltung zur Vermittlungsstelle
und gegebenenfalls die Umschaltung auf ein Impulsrelais vornimmt. Gleichzeitig wird
die Steuereinrichtung der Hauptstelle von der Leitung abgeschaltet, so daß die weitere
Steuerung der gewünschten Verbindung ausschließlich'von der Übertragereinrichtung in
der ausgewählten Anschlußstelle abhängig ist. Bei Auftrennung der Verbindung wird von
derselben Übertragereinrichtung aus selbsttätig die Abgabe eines Schlußzeichens eingeleitet,
durch welches die weitere'Steuerung,
- insbesondere die Rückstellung der Wählwerke, wieder der Steuereinrichtung in der
Hauptstelle übertragen wird.
Durch diese Schaltungsanordnung wird es
ermöglicht, beliebig viele Vermittlungseinrichtungen mit der Wahlanrufanlage zu verbinden
und sie an beliebigen Punkten der Anlage anzuschließen.
Zur Erläuterung, weiterer Einzelheiten der Erfindung ist in der Zeichnung als Atisführungsbeispiel
eine Wahlanrufanlage dargestellt, bei der die an einer Anschlußstelle angeschlossene
Übertragereinrichtung die Verbindung mit einer Selbstanschlußzentrale· herstellt.
Die Zeichnung zeigt in ihrem oberen Teil eine Gesellschaftsleitung GL, an die.' eine
Hauptstelle HS und eine beliebige Anzahl von Teilnehmerstellen TSi ...TSx... TSn angeschlossen sind. Die Hauptstelle HS enthält
im wesentlichen Schalteinrichtungen, welche die von den Teilnehmerstellen ausgehenden
Gleichstromimpulse speichern und eine entsprechende Gruppe von Wechselstromimpulsen
zur Steuerung der in den Anschlußstellen vorgesehenen Wählwerke aussenden. Die
normalen Teilnehmerstieilen TSi-.. .TS n,
deren Schalter bekannt und daher nicht dargestellt ist, enthalten eine im Ruhezustand
geöffnete Gleichstrombrücke, deren Schließung und impulsweise Unterbrechung in an
So sich bekannter Weise die Steuerung der in der Hauptstelle vorgesehenen Speichereinrichtungen
bewirkt. Zum Empfang der von der Hauptstelle ausgesendeten Wechselstromimpulse enthält jede Anschlußstelle ferner in
an sich bekannter Weise ein Phasenrelais, welches unter Vermittlung von Gleichstromrelais
den Antriebsmagneten des Wählwerkes im Ortsstromkreis steuert.
In der Anschlußstelle TSx, die im wesentlichen
wie die übrigen Anschlußstellen geschaltet ist, außerdem aber noch die Übertragereinrichtung
für den Verkehr mit dem Selbstanschlußamt enthält, ist jenes Phasenrelais mit R und der Antriebsmagnet des
Wählwerkes mit Tr bezeichnet. / ist das Impulsrelais, welches die von dem Phasenrelais
R aufgenommenen _ Impulse auf den Antriebsmagneten Tr überträgt. Die übrigen
im Schaltbild der Anschlußstelle TSx dargestellten
Relais sind für die Herstellung von Verbindungen zwischen Wahlanruf anlage
und Selbstanschlußamt vorgesehen. Von ihnen sind die Relais U und Λ im wesentlichen
für die Umschaltung gemäß der Erfindung und die Steuerung von der Wahlanrufanlage
aus vorgesehen, während die Relais C, D, B für den Anschluß an die
Selbstanschlußzentrale vorgesehen sind, welche durch den Wähler LW und durch die
zum Vorwähler VW führenden Leitungsädern a, b, c angedeutet ist. Außerdem sind
noch bekannte Relaisanordnungen H, M, Q für die Impulskorrektion in beiden Verbindungsrichtungen
vorhanden.
Zur weiteren Beschreibung der Schaltung möge angenommen werden, daß der Teilnehmer
TS ι der Wahlanruf anlage eine Verbindung mit einem Teilnehmer der Selbstanschlußzentrale herzustellen wünscht. Beim
Abnehmen des Hörers wird zunächst durch die bekannten und daher nicht dargestellten
Schaltmittel der Anschlußstelle die Gleichstromschleife über die Gesellschaftsleitung GL
zur Hauptstelle HS geschlossen, in der das Impulsempfangsgerät IH zum Ansprechen
kommt. Dieses erregt eine nicht dargestellte Relaiskette bekannter Ausführung, welche
durch die Kontakte 1 w 1 und 2 w 2 eine
Wechselstromquelle WQ kurzzeitig an die Leitung schaltet, um durch diesen Wechsel- no
Stromstoß alle Wählwerke in den Anschlußstellen um einen Schritt weiterzuschalten und
so den Sperrzustand der Gesellschaftsleitung herbeizuführen.
Durch diesen Wechselstromstoß wird auch in der mit der Über-tragereinrichtung verbundenen
Anschlußstelle TSx das Wechselstromrelais R erregt, welches durch seinen
Kontakt 53 π das Impulsrelais / über dessen Wicklung I erregt, welches seinerseits durch
Schließen des Kontaktes 1814. den Fortschaltemagneten
des Schrittschaltwerkes Tr
betätigt. Bei der Fortschaltung wird der Kontakt 42 tr4, der vom Schrittschaltwerk
z. B. mittels Nockenscheiben gesteuert wird, geöffnet und dadurch die vom Anschluß der
Selbstanschlußzentrale kommende c-Ader aufgetrennt. Die Übertragereinrichtung befindet
sich nunmehr in der Vorbereitungsstellung.
Der anrufende Teilnehmer TS1 wählt jetzt
mittels der Nummernscheibe die dem Übertrageranschluß zugeordnete Kennziffer, wodurch
in der Hauptstelle HS das Impulsrelais JH impulsmäßig erregt wird und den
Impulsen entsprechend den Speicherwähler der .Hauptstelle einstellt, dessen Prüf Stromkreis
durch den Wählerarm Di angedeutet .ist. Im übrigen entsprechen der Speicherwähler
und seine Schaltung den bekannten Ausführungen, so daß auf eine weitere Dar-
ao stellung verzichtet werden kann. Nach Beendigung
der Impulsgabe wird der ebenfalls zur Speichereinrichtung gehörende Sendewähler zum Anlaufen gebracht, der mit
seinem in der Zeichnung dargestellten Prüfarm D 2 den eingestellten Speicherwähler D1
abtastet und dabei, den aufgespeicherten Gleichstromimpulsen entsprechend, fortlaufend
einander folgende Wechselstromimpulse in die Leitung sendet. Die Zahl dieser Impulse
wird dadurch begrenzt, daß der Prüfarm D 2 bei Erreichung der dem Speicherwählerarm D ι entsprechenden Stellung einen
Stromkreis für das Prüf relais P und ein weiteres Relais JV" schließt. Das Prüfrelais
kommt in diesem Stromkreis schnell zum Ansprechen und sperrt die weitere Impulsgabe
durch Stillsetzen der Wähleranordnung.
Diese Wechselstromimpulse, die durch impulsweises Anschließen der Leitung GL an
die Wechselstromquelle WQ mittels der Kontakte iwi, 2 w2 erzeugt werden, betätigen in
der Anschlußstelle TSx (wie auch in den übrigen Anschlußstellen) das Phasenrelais R,
wobei durch stoßweise Erregung des Antriebsmagneten Tr die Wählwerke in allen
Stationen um eine der Impulszahl entsprechende Zahl von Schritten weitergeschaltet
werden. Bei jedem Impuls kommt zunächst durch Schließen des Kontaktes 53 r 1
das Impulsrelais / über die Wicklung I zum Ansprechen, welches seinerseits durch den
Kontakt 18Ϊ4 den Erregerstromkreis für den
Fortschaltemagneten Tr schließt und gleichzeitig durch den eigenen Kontakt 27 i 3 sich
einen Haltestromkreis herstellt, der in bekannter Weise erst beim völligen Durchzug
des '. Antriebsmagheten durdh den Kontakt 25 tr 3 geöffnet wird, um hierdurch ein sicheres
Fortschalten zu gewährleisten. Dieser Vorgang wiederholt sich auch bei allen folgenden
Impulsen.
Wurde die der Anschlußstelle TSx zugeordnete
Zahl von Wechselstromimpulsen'ausgesandt, so hat jetzt das Wählwerk in der Anschlußstelle TSx diejenige Stellung'erreicht,
in der der für diese Anschlußstelle charakteristische Kontakt 29 tr 1 geschlossen
wird. Da keine weiteren Impulse ankommen, kann das Relais U1. welches in bekannter
Weise zur Erzielung einer Ansprechverzögerung zwei parallel geschaltete Wicklungen!
und II besitzt, zum Ansprechen kommen, wobei es sich über den Kontakt 282*5 in einen
eigenen Haltestromkreis legt.
Beim Ansprechen des Relais U wird ferner durch Umlegen der Kontakte7uz und 8w2
die Sprechleitung durchgeschaltet und an das Impulsrelais A des Übertrageranschlusses ge- ■
legt, welches über die noch geschlossene Gleichstrombrücke des anrufenden Teilnehmers
TS1 durch Gleichstrom erregt wird und dann durch impulsweise Unterbrechung der
Gleichstrombrücke in der Teilnehmerstelle TSi zur weiteren Steuerung des Verbindungsvorganges
beeinflußt werden kann.
Das Impulsrelais JH der Hauptstelle HS1
welches vorher durch die in der anrufenden Teilnehmerstelle TSi geschlossene Gleichstrombrücke
erregt wurde, ist inzwischen abgeschaltet worden, da in der Hauptstelle in
der oben beschriebenen Weise beim Schließen des Prüfstromkreises der Speichereinrichtung
ein Relais N zum Ansprechen gekommen ist, welches mit seinen Kontakten 3 η ι und 4 /z 2
das Impulsrelais JH abschaltet. Gleichzeitig mit dieser Abschaltung wird durch die beiden
Kontakte ein Phasenrelais F an die Leitung gelegt, welches später zum Empfang des
Rückstellungsstromes" dient. Auf diese Weise ist die Hauptstelle von der Leitung abgeschaltet
worden, und die durch die Gleichstromschleife ermöglichte Steuerung der
weiteren Verbindung wird nunmehr ausschließlich durch die mit der Anschlußstelle
TS χ verbundene Übertragereinrichtung vermittelt.
Beim Ansprechen des Relais U im Übertrageranschluß TS χ wurde durch den Kontakt
44^3 die Gleichstromschleife über die a- und &-Ader zur Selbstanschlußzentrale geschlossen,
so daß in an sich bekannter Weise der Vorwähler VW angereizt wird, der einen
freien Gruppenwähler auswählt. Sobald dabei nach Beendigung der Vorwahl von der
Selbstanschlußzentrale aus das Freizeichen zum anrufenden Teilnehmer gegeben wird,
kann dieser mit der Auswahl des gewünschten Teilnehmers der Selbstanschlußzentrale
beginnen. Zu diesem Zweck wird in der Teilnehmerstelle TS ι die Gleichstrombrücke, die
den Gleichstromkreis für das' Impulsrelais A '
im Übertrageranschluß TSx schließt, durch
Betätigen der Nummernscheibe impulsmäßig unterbrochen;, so daß das Impulsnelais A abwechselnd
abfällt und wieder anzieht.
Während dieser Impulsgabe wird der Kontakt39αϊ
aus der Arbeitslage stoßweise in die dargestellte Ruhelage bewegt. Vorher hat dieser Eontakt beim Ansprechen des Impulsrelais
A das Verzögerungsrelais V über den Kontakt 33^4 -zum Ansprechen gebracht,
welches sich dann über den Kontakt 32 υ ι in einen Haltestromkreis legt. Gleichzeitig ist
durch den Kontakt 36^2 ein Stromkreis für
das Relais H vorbereitet worden, der nunmehr geschlossen wird, sobald der Kontakt
39 ß ι beim Empfang des ersten Impulses in die Ruhelage bewegt wird. Das Relais H legt
.sich dann über den Kontakt 35h,2 in einen
Haltestromkreis, so daß es unabhängig von einer· Verkürzung des Impulses erregt bleibt.
Das Relais H. bringt außerdem durch seinen Kontakt21/ii das Relais/ über die
Wicklung II und parallel dazu über den bereits geschlossenen Kontakt 20 μ 6 das Relais
M zum Ansprechen. -Durch dieses Relais wird mittels des Kontaktes 41 m 1 das Relais
Q erregt, welches seinerseits durch den Kontakt 1932 das Relais M zum Abfall
bringt,· sich selbst jedoch über den Kontakt
,. 40 q 1 hält. Durch diesen Kontakt wird außerdem
das Relais·H abgetrennt, das sich jedoch über den Kontakt 34 m2 bis zum Abfall des
Relais M hält. Beim Abfall des Relais H wird dann auch wieder der Kontakt 35 h 2
geöffnet, so daß das Relais Q abfallen kann,
da inzwischen der Impulskontakt 39 α ι die Arbeitsstellung wieder erreicht hat.
Beim nächsten ankommenden Impuls wird das Impulsrelais A von neuem zum Abfall
gebracht, so daß der Kontakt 39 α ι wieder
in die Ruhelage zurückkehrt und von neuem die Relaiskette H, M, Q anreizt. Da nun zur
Weitergabe der Impulse an die Selbstanschlußzentrale ein1 Kontakt eines Relais
dieser Relaiskette benutzt wird, deren Erregungsdauer von der« empfangenen Impulslänge
unabhängig ist, erfüllt'somit die Relaiskette die wichtige Aufgabe, die infolge
schlechter Leitungsverhältnisse o. dgl. verzerrt ankommenden Impulse korrigiert an die
Selbstanschluß zentrale weiter zuleiten.
Diese Weiterleitung der Impulse erfolgt durch'den Kontakt 49 J14; der die durch den
Kontakt 44113 geschlossene Gleichstromschleife'
zum Selbstanschlußamt unterbricht.* Gleichzeitig mit dieser Unterbrechung wird
in der bereits beschriebenen Weise das Relais / über die Wicklung II zum Ansprechen
gebracht, welches durch seinen Kontakt 4815
. eine .durch den Kontakt 47^3 bereits vorbereitete
■ Kurzschlußbrüeke "schließt. Durch diese werden die Sekundärwicklungen Us
(I" und II) des Ringübertragers kurzgeschlossen, der mit seiner Primärseite Up an die
Gesellschaftsleitung GL angeschlossen ist. Die erwähnte Kurzschlußbrücke, die durch
den Kontakt 4815 hergestellt wird, bleibt
während der Impulsgabe geschlossen, da die Wicklung III des Relais 7 durch den Kontakt
22^6 kurzgeschlossen gehalten wird und das
demzufolge stark verzögerte Relais / die Impulsreihe überdauert. Sie bewirkt also,
daß die durch den Kontakt 49^4 gegebenen
Impulse unverzerrt zur Selbstanschlußzentrale gelangen. In dieser wird dann durch
die Impulse in bekannter Weise die Steuerung der Wähler herbeigeführt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß -die Impulsübertragung zum.
Selbstanschlußamt von der Hauptstelle HS der Wahlanrufanlage ganz unabhängig und
nur von der Übertragereinrichtung in der Anschlußstelle TSx abhängig ist. Außerdem
wird aber auch der nach Beendigung der Impulsgabe eintretende Betriebszustand der
durchgeschalteten \rerbindung von der Übertragereinrichtung
abhängig gemacht, so daß durch deren Vermittlung auch die Auslösung
erfolgen kann.
Legt der Teilnehmer TS1 der Wahlanrufanlage
nach Gesprächsschluß den Hörer auf, ■so wird in seiner Station die Gleichstrombrücke
unterbrochen und im Übertrageranschluß TS χ das Impulsrelais A zum. Abfall
gebracht. Der Kontakt 39 a 1 kehrt dabei in die Ruhelage zurück, so daß die Relaiskette
H, M, Q in bereits geschilderter Weise, von neuem angereizt wird. Nach dem Aufbau
der Relaiskette wird jedoch das Relais Q, welches die Abschaltung der Relais H und M
herbeiführt, noch nicht abfallen, da der Kontakt 39 α ι in der Ruhestellung verbleibt. Dagegen
wird1 das stark verzögerte Relais U,
welches sich während der Impulsgabe über den impulsmäßig sich schließenden und
öffnenden Kontakt 30/13 halten konnte und
während des Gesprächszustandes über den Kontakt 31 i 2 (in der Ruhestellung) eingeschaltet
blieb, nunmehr zum Abfall gebracht, da das Relais / noch angezogen, das Relais H
aber abgefallen ist und somit -der Kontakt .110 3112 in der Arbeitsstellung, der Kontakt
30 A 3 aber in der Ruhestellung liegenbleibt.
Nach dem Abfall des Relais U kommt durch Öffnen des Kontaktes 33 «4 auch das
Relais V1 welches sich vorher über diesen Kontakt und den^ eigenen Kontakt 32σι
hielt, verzögert zum Abfall. Durch diese zwangsläufige Abhängigkeit der Relais U
und V voneinander wird erreicht, daß über die in die Ruhelage gehenden Kontakte7mi
und 8 m-2 des Relais U und über die zunächst noch geschlossenen Kontakte 14z/4 und
des Relais V von der Wechselstromquelle WQ aus ein Wechselstromimpuls von kurzer
Dauer in die Gesellschaftsleitung GL gesandt wird, der in der Hauptstelle HS über die
Kontakte 3 m und 4« 2 das Wechselstromrelais
F zum Ansprechen bringt.
Dieses Relais hat die Aufgabe, die in der Hauptstelle HS vorgesehenen Einrichtungen
zur Abgabe von Rückstellungsimpulsen oder
ίο eines Rückstelldauerstromes zu veranlassen,
um. hierdurch den normalen Zustand; der Anlage wiederherzustellen. Dieser Vorgang
wird durch den Kontakt 6f eingeleitet, der beim Ansprechen des Relais F geöffnet wird.
Der Kontakt 6/ unterbricht den Prüfstromkreis der Speichereinrichtung, so daß die Relais
Ar und P abfallen. Das Prüfrelais P veranlaßt
durch nicht dargestellte Schaltmittel die Rückstellung der Speichereinrichtung, während
das Relais N durch Zurücklegen der Kontakte 3 η ι und 4«2 das Wechselstromrelais
F abtrennt und dafür das Impulsrelais JH wieder an die Leitung legt.
Da die Gleichstromschleife, die vorher in der anrufenden Anschlußstelle durch eine
Gleichstrombrücke geschlossen war, unterbrochen ist, bleibt das Lei tungs relais JH der
Hauptstelle unerregt, so daß in bekannter Weise durch nicht dargestellte Einrichtungen
der Hauptstelle HS über die Kontakte iwi
und 2o>2 für kurze Zeit z.B. ein Dauerwechselstrom
in die Leitung gesandt wird, um alle Wählwerke der Anschlußstellen und des bzw. der Übertrageranschlüsse in die
Ruhelage zu bringen. In dem Übertrageranschluß TS.v, der zur Herstellung der Verbindung
zum Selbstanschlußamt benutzt worden war, wird, nachdem das Relais V zum Abfall gekommen ist, die Selbstunterbrechervorrichtung,
die in dem mit dem Antriebsmagneten Tr zusammenarbeitenden Relais / besteht, durch das während der Dauer des
Rückstellstromes erregte Relais R zur Fortschaltung des Wählwerkes in die Ruhestellung
veranlaßt. Die Rückstellung und Gleichstellung der Wählwerke in den übrigen Stationen erfolgt in der gleichen Weise.
Für den Verkehr in der umgekehrten Richtung, d. h. von einem Teilnehmer der Selbstanschlußzentrale
zu einem Teilnehmer der Wahlanrufanlage, der ebenfalls über den.
Übertrageranschluß TS χ vorgenommen wird, ist nur eine normale Gleichstromimpulsübertragung
bekannter Art erforderlich, da durch diese nur der Speicher der Hauptstelle HS
eingestellt zu werden braucht, wie. dies in entsprechender Weise beim Verkehr innerhalb
der Wahlanrufanlage von einer normalen Anschlußstelle aus \Orgenommen wird.
Wenn z.B. ein Teilnehmer der Selbstanschlußzentrale über den Gruppen- und Lei
tungswähler der Zentrale die Übertragereinrichtung ausgewählt hat, die den Übergang
zur Wahlanrufanlage vermittelt, so werden beim Aufprüfen über die c-Ader der Wählereinrichtung
zunächst die Relais C1 D (Wicklung
I) und U (Wicklung III) zum Ansprechen gebracht, die in Reihe mit einem
vom Wählwerk des Übertrageranschlusses gesteuerten Kontakt 42^4 geschaltet sind.
Das Relais C schaltet durch die Kontakte 46 c ι und 50 c 3 die Wicklungen I und II des
Impulsrelais B an die Sprechadern α und b
der Selbstanschlußzentrale, so daß es über eine in dieser bestehende Gleichstrombrücke
erregt wird. Gleichzeitig wird durch den Kontakt 13^3, der durch Überbrücken des
Kondensators Ki mittels der Drossel Dr2
eine Gleichstrombrücke vorbereitet, und die Umschaltekontakte 7μ ι und 8w2 der Gleich-Stromkreis
zur Hauptstelle HS der Wahlanrufanlage geschlossen, so daß in dieser das Impulsrelais JH anspricht und zur Einleitung
des Verbindungsvorganges in der Wahlanrufanlage den bereits erwähnten Sperrimpuls in
die Leitung sendet. Bevor die Gleichstromschleife zum Amt geschlossen wird, sind aber
auch die Kontakte 9 d 5 und 10 d6 umgelegt
worden, so· daß das Impulsrelais A dieser Anschlußstelle
abgetrennt ist und eine störende Beeinflussung vermieden wird.
Wählt nun der anrufende Teilnehmer der Selbstanschlußzentrale die Anschlußnummer
der gewünschten Teilnehmerstelle der Wahlanrufanlage, so wird zunächst das an den
Sprechadern α und b liegende Relais B den Impulsen entsprechend zum Abfall gebracht,
wobei jedesmal über den Kontakt 38 b r und den bereits umgelegten Kontakt 37 c 5 die
oben beschriebene Relaiskette H1 M1 Q in Betrieb
gesetzt wird, die über den kontakt
11 h 5 die Impulse zur Hauptstelle HS weiterleitet. In dieser wird durch die ankommenden
Impulse in bekannter Weise die Speichereinrichtung eingestellt, die nach Beendigung
der Impulsgabe entsprechende Wechselstromimpulse zur Einstellung der Wählwerke a'ussendet.
Während der Impulsgabe ist. in der an die Anschlußstelle TS χ angeschlossenen Übertragereinrichtung
der Ringübertrager Up durch den Kontakt 12ir abgetrennt und
gleichzeitig durch diesen Kontakt und den bereits vorher umgelegten Kontakt iod 6 eine
die Drossel Dn enthaltende Gleichstrombrücke geschlossen, so daß eine Verzerrung
der hinausgehenden Impulse vermieden wird.
Nach Gesprächsbeendigung wird mit der Auslösung der Selbstanschlußzentrale das an
den Sprechadern α und b liegende Relais B
stromlos, so daß durch Zurücklegen des Kontaktes 38 & ι in die Ruhelage die Relais-
kette H1 M1 Q von neuem angelassen wird,
um die Rückstellung einzuleiten. Auch in diesem Fall-bleibt* das Relais Q zunächst angezogen,
da der Kontakt 38 &i den Stromkreis über die Kontakte 40 q 1, 36 ν 2 und 37 c 5
geschlossen hält. Das in der c-Ader liegende Relais C, welches jetzt durch den Kontakt
5253 kurzgeschlossen wird, kommt verzögert zum Abfall und gibt durch Öffnen des Konto
taktesi3C3 der Hauptstelle HS das Schlußzeichen
in Gestalt einer Auftrennung der Gleichstromschleife für das Impulsrelais IH.
Dadurch wird in bekannter Weise die Aussendung des Rückstellstromes eingeleitet, weleher
die Zählwerke der einzelnen Anschlußstellen und auch dieses Übertrageranschlusses
in die Ruhelage bringt.
Übertrageranschlüsse zur Herstellung von Verbindungen mit Vermittlungseinrichtungen,
wie sie beispielsweise durch den Übertrageranschluß TS χ dargestellt sind, können
in beliebiger Zahl an die Gesellschaftsleitung angeschlossen werden, so· daß nicht nur ein
gegenseitiger Verkehr zwischen den Anschlußstellen der Wahlanrufanlage und den Teilnehmern einer Vermittlungseinrichtung,
sondern auch ein Verkehr zwischen den Teilnehmern der einen an die Wahlanrufanlage
angeschlossenen Vermittlungseinrichtung und einer beliebigen anderen in gleicher Weise
angeschlossenen Vermittlungseinrichtung stattfinden kann.
Claims (11)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zum Anschluß von Vermittlungseinrichtungen, insbesondere Selbstanschlußämtern, an Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden, wahlweise anrufbaren Abzweigstellen und gemeinsamer Steuereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß an Übertragereinrichtungen, welche den Verkehr zwischen den Abzweigstellen der gemeinsamen Leitung und den Vermittlungseinrichtungen ermöglichen und welche als normale Abzweigstellen mit der gemeinsamen Leitung verbunden sind, sowie an der gemeinsamen Steuereinrichtung (HS) Umschalteinrichtungen (U bzw. N) vorgesehen sind, durch welche nach Auswahl der der gewünschten Vermittlungseinrichtung zugeordneten Anschlußstelle die gemeinsame Steuereinrichtung unwirksam und die weitere Steuerung der gewünschten Verbindung nur von der mit der Anschlußstelle verbundenen Übertragereinrichtung abhängig gemacht wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach' Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der mit der Übertragereinrichtung versehenen Anschlußstelle (TSx) ein Umschalter elais (U) vorgesehen ist, welches in einer bestimmten Stellung des Wählwerkes durch einen von diesem gesteuerter. Kontakt (29 tr 1) eingeschaltet wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Umschalterelais (U) Kontakteinrichtungen (7ui, 8^ί2) abhängig sind, welche nach Auswahl der Anschlußstelle (TSx) die Vierfcehrsleitungen zur Vermittlungseinrichtung durchschalten.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Umschalterelais (U) Kontakteinrichtungen (7mi, 8«2) abhängig sind, die ein der weiteren Impulsübertragung dienendes Relais (A) mit der Gesellschaftsleitung (GL) verbinden.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Weitergabe der Impulse über eine an sich bekannte Relaiskette (H1 M1 Q) zur Korrektion der Impulse erfolgt.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hauptstelle (HS) ein Umschalterelais (N) vorgesehen ist, welches bei Auswahl einer mit einer Übertragereinrichtung versehenen Anschlußstelle (TSx) eingeschaltet wird.
- 7. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung des Umschalterelais (N) durch die in der Hauptstelle (HS) vorgesehene, zur Umsetzung der Impulse dienende Speichereinrichtung (Di1 D 2) erfolgt.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Umschalterelais (N) Kontakteinrichtungen (3 % i, 4# 2) abhängig sind, die das zum Empfang der von den Anschlußstellen ausgesandten Impulse bestimmte Relais (TH) abschalten.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der mit einer Übertragereinrichtung versehenen Anschlußstelle (TSx) Schaltmittel (7«i, 8111, 14W4, ISWS) vorgesehen sind, die bei Auslösung der mit der Vermittlungseinrichtung hergestellten Verbindung" einen Schlußimpuls zur Betätigung einer in der Hauptstelle (HS) vorgesehenen Rückstelleinrichtung (F) in die Leitung (GL) senden.
- 10. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Umschalterelais (N) in der628687Hauptstelle Kontakteinrichtungen (3m, 4M 2) abhängig sind, die ein für den Empfang des Schlußimpulses bestimmtes Relais (F) mit der Leitung (GL) verbinden.
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι o, dadurch gekennzeichnet, daß von dem in der Hauptstelle vorgesehenen, zum Empfang des Schlußimpulses bestimmten Relais (F) der Rückstellvorgang abhängig ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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