DE620676C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, bei welchen ein unter dem Einfluss angerufener Teilnehmer stehendes Relais die Zaehlung einleitet - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, bei welchen ein unter dem Einfluss angerufener Teilnehmer stehendes Relais die Zaehlung einleitetInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
1. NOVEMBER 1935
1. NOVEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M620676 KLASSE 21a3 GRUPPE 75 oi
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. September 1931 ab
In Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb ist es üblich, daß die Zählung einer hergestellten
Verbindung beim Melden des gewünschten Teilnehmers durch ein unter seinem Einfluß
stehendes Relais eingeleitet wird. Die Erfindung bezweckt' nun, in Anlagen mit
mehreren Vermittlungsstellen, bei welchen Verbindungsleitungen zu anderen Vermittlungsstellen
über den mit dem Zähleinleiterelais versehenen Leitungswähler erreicht werden, einerseits ein vorzeitiges Wirksamwerden
des Zähleinleiterelais mit Sicherheit zu verhindern, andererseits aber auch die beim Aufbau solcher über den Leitungswähler
hinaus zu anderen Vermittlungsstellen verlaufenden Verbindungen erforderlichen Hilfseinrichtungen weitgehendst zu
verringern und erreicht dieses dadurch, daß durch Umschalten bei Verbindungen zu anderen
Vermittlungsstellen eine Mitwirkung des Zähleinleiterelais beim Aufbau solcher Verbindungen
dadurch ermöglicht wird, daß die Zähleinrichtung dem Einfluß dieses Relais entzogen und unter den Einfluß von Schalteinrichtungen
der angerufenen Vermittlungsstelle gebracht wird.
Auf den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, auf welches
diese jedoch nicht beschränkt ist.
Die Fig. 3 zeigt schematisch den Aufbau der Anordnung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Einzelheiten der in den Vermittlungsstellen VStI und VStII angeordneten
Schalteinrichtungen.
An Hand der Fig. 3 soll kurz der Verbindungsaufbau beschrieben werden. Mit VStI
ist eine Vermittlungsstelle bezeichnet, in der · sich der interne Verkehr über Anrufsucher
und Leitungswähler abspielt. Es ist selbstverständlich, daß auch Gruppenwahlstufen
vorhanden sein können, jedoch sind diese der Einfachheit halber fortgelassen worden. Der
interne Verkehr von einem Teilnehmer zum anderen wickelt sich über den Anrufsucher
AS und den Leitungswähler LW ab. Wünscht einer der Teilnehmer eine Verbindung mit
einem anderen Amt herzustellen, so wählt er die Amtskennziffer dieses Amtes. Hierdurch
wird der Leitungswähler LW auf eine zu einem Übertrager führende Leitung eingestellt.
Diese Übertrager können nun selbst- \rerständlich an einen Mehrfachanschluß des
Leitungswählers angeschlossen sein, so daß sich eine freie Wahl innerhalb mehrerer solcher
Übertrager abspielt. Hat der Leitungswähler LW einen Übertrager, beispielsweise
den Übertrager Ue Ϊ, belegt, so erfolgt eine
Umschaltung am Kontakt c, wodurch die Ver-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hans Hopf in Berlin-Charlottenburg
62Ö67Ö
bindungsleitung VL zur Anschaltung gelangt. Der Mischwähler MW3 in der Vermittlungsstelle
VStII ist vorbereitend eingestellt. Wird der Übertrager UeII in Benutzung genommen,
so erfolgt eine Erregung des Relais B2
und hierdurch die Sperrung des Anrufsuchers AS2 in der Vermittlungsstelle VStII. Sendet
der Teilnehmer an der Teilnehmerstelle Tm1
nach Einstellung des Leitungswählers LW ίο weitere Stromstöße aus, so werden diese über
den Leitungswählef hinweg über die Verbinduingsleitung
VL und den Übertrager Ue II zum Leitungswähler LW2 übertragen. Der
Leitungswähler LfF2 wird durch diese Stromstoße
auf die gewünschte Teilnehmerleitung eingestellt.
Ein Verkehr vom Amt VStH zum Amt
VStI spielt sich ähnlich ab, und zwar wird nach Anschaltung des Übertragers Ue II im
Amt VStII durch Umlegung des Kontaktes C1 die Verbindungsleitung VL angeschaltet.
Es sei noch erwähnt, daß derselbe Verbindungsaufbau sich über mehrere Ämter hinweg
erstrecken kann, auch unter Einschluß von Handvermittlungsstellen.
Im nachfolgenden soll nun die Herstellung von Verbindungen an Hand der Fig. 1 und 2
beschrieben werden.
Es sei angenommen, der Teilnehmer Tw1 an
der Vermittlungsstelle VStI wünsche eine Verbindung mit dem Teilnehmer Tn3 der
. Vermittlungsstelle VSt II der Fig. 2. Hebt der Teilnehmer zu diesem Zweck seinen Hörer
ab, so wird über nicht dargestellte Einrichtungen an der Teilnehmerleitung La, Lb der
Kontakt 1 an geschlossen. Hierdurch kommt folgender Stromkreis für das Stufenrelais R
zustande: Erde, Kontakt τ an, Kontakte 2 b, Zp, Wicklung I des Relais R, Relais Th, Batterie,
Erde. Das Relais R spricht über seine Wicklung I in erster Stufe an und betätigt
seine Kontakte4r, Sr und 6r. Durch Kontakt
6r wird folgender Stromkreis hergestellt: Erde, Kontakt 6 r, Kontakt 7 p, Wicklung des
Drehmagneten Das des Anrufsuchers, Batterie, Erde. Der Drehmagnet wird erregt und
betätigt den Kontakt 8 das. Hierdurch wird das Relais P, welches ebenfalls als Stufenrelais
ausgebildet ist, über die Wicklung III in erster Stufe erregt: Das Relais P betätigt
die Kontakte 9 ρ und 7 p. Durch Kontakt gp wird der über den Schaltarm se des Anrufsuchers
verlaufende Prüfstromkreis vorbereitet. Der Kontakt 7p öffnet den Fortschalte-Stromkreis
für den Drehmagneten Das. Der Kontakt 8 das fällt wieder ab, das Relais P
wird aberregt. Das wechselseitige Spiel zwischen dem Drehmagneten Das und der Wicklung
III des Relais P, über die dieses in erster Stufe erregt wird, wird so lange fortgesetzt,
bis der Schaltarm se die als anrufende Leitung gekennzeichnete Leitung des Teilnehmers
Tn1 gefunden hat. Ist dieses der Fall, so wird das Relais P in folgendem Stromkreis
über die Wicklungen I und II in zwei- -ter Stufe erregt: Erde, Kontakt 10 b, Kontakt 4?", Wicklungen II und I des Relais P,
Kontakt 9p, Schaltarm se, nicht dargestellte
Einrichtungen, Batterie. Das Relais P betätigt in zweiter Stufe die Kontakte3p, up
und 12 ρ. Der Drehmagnet Das fällt ab, da
der Kontakt 7 p durch Erregung des Relais P im Prüfstromkreis geöffnet gehalten wird.
Der Kontakt 3 p schaltet die Anlaßleitung durch und über Leitung Lan auf den nächsten
Anrufsucher um, Der Kontakt 1 an wird bei Herstellung des Prüfstromkreises durch
Wirksamwerden besonderer Schaltmittel an der Teilnehmerleitung geöffnet. Der Kontakt
12 p bewirkt die Kurzschließung der Wicklung II des Relais P, so daß die gefundene
Leitung gesperrt erscheint. Durch Kontakt 5 r wurde das Relais B abgetrennt, so
daJß ankommender Verkehr die belegte Leitung nicht mehr stören kann, da eine Weiter-
schaltung der vorbereitet eingestellten Mischwähler erfolgt, indem die die Wähler eingestellt
haltenden Relais T abfallen. Durch Umlegung des Kontaktes τιρ bei Herstellung des
Prüfstromkreises wurde die Wicklung II des go Relais R an die Leitung Lc angelegt und das
Relais R in zweiter Stufe erregt. Die Kontakte 24r, 23 r, 22 r werden betätigt. Der
Stromkreis zur Vollerregung des Relais R verläuft von Erde über die Wicklung II des
Relais/?, über Kontakte lip, 13S1, i^th, VSf1,
Kopf kontakt 16 k des Leitungswählers LW
über die Wicklungen II der Relais B1 und A1
zur Batterie, Erde. In diesem Stromkreis werden die Relais B1 und A1 erregt. Die
Relais JS1 und A1 legen ihre Kontakte um.
Durch Öffnen des Kontaktes 13% wird das
Relais C1 in den Stromkreis des Relais R (Wicklung II) 'eingeschaltet und zum Ansprechen
gebracht. Das Relais betätigt seine Kontakte und legt durch Kontakt 18C1 Batterie
tinmittelbar an das Relais C1 an. Durch Umlegen
des Kontaktes 17% wird Erde über Kopf kontakt 19^1 des Leitungswählers, Wicklung
III des ReIaIS-F1, Kontakt 17 au Wicklung
I des Relais V1, Kontakt 19 C1, Kontakt
2Ou1, Wellenkontakt 2Iw1, Wicklung des
Hubmagneten H1 mit Batterie verbunden. In diesem Stromkreise sprechen die Relais V1
und der Hubmagnet Ji1 nicht an, jedoch wird
das Relais P1 über die Wicklung III erregt.
Das Relais P1 betätigt seine Kontakte und legt
über Kontakt 15/1 das Amtszeichen AZ über
Kopf kontakt 16 k an die Wicklungenil der
Relais B1 und A1 an. Der Teilnehmer erhält
das Amtszeichen, welches induktiv von den Wicklungen II der Relais B1 und A1 auf die
Wicklungen I -der Relais B1 und A1, welche
an der Teilnehmerleitung liegen, übertragen wird. Bei Erregung des Relais F1 über die
Wicklung III wurde bei Schließung des Kontaktes 25Z1 folgender Stromkreis für das
Thermorelais Th1 hergestellt: Erde, Batterie, Relais Th1, Kontakte 2Sf1, 26%, 27C1, Erde.
Das Thermorelais Ta1 würde, falls der Teilnehmer
nicht innerhalb einer gewissen Zeit mit der Nummernstromstoßgabe beginnt, betätigt
werden und durch Umlegung des Kontaktes 14 th das Relais C1 kurzschließen, worauf
dieses, zum Abfall gebracht, die Auslösung der Verbindung einleiten würde.
Es sei hier erwähnt, daß ein ähnliches Thermorelais im Stromkreis der Wicklung I
des Relais R angeordnet ist, welches, falls der Anrufsucher, nachdem, er angelassen ist, die
anrufende Leitung innerhalb einer gewissen Zeit nicht findet, zur Wirkung kommt und
über Kontakt 28 th den am Kontakt 1 an erzeugten Anreiz auf den nächsten Anrufsucher
über die Leitung Lan weiterleitet.
Beginnt der Teilnehmer mit der Stromstoßgäbe,
so wird bei Aussendung des ersten Stromstoßes das Relais A1 aberregt, da der
Stromkreis für die Wicklung I des Relais A1, welcher wie folgt verläuft: Erde am Kontakt
29 bt, Wicklung I des Relais B1, Leitung Lb,
Kontakt 23 r, Schaltarm sb des Anruf sucher s, Schleife an der Teilnehmerstelle Tw1, Schaltarm
sa, Kontakt 24?-, Leitung La, Wicklung I des Relais A1, Batterie, Erde, an der
Schleife -unterbrochen wird. Beim ersten Abfall des Relais A1, wird durch Umlegen des
Kontaktes IJa1 Erde über Kontakt 1701,
Wicklungen II und I des Relais V1, Kontakt 19C1, Kontakt 20 Ii1, Wellenkontakt 21TO1
über Wicklung des Hubmagneten H1 mit Batterie verbunden. Der Hubmagnet erhält
einen Stromstoß und das Relais V wird erregt. Das Relais F1 beginnt, da es über
Kontakt 17% und Kopfkontakt 19 Ji1 kurzgeschlossen
ist, abzufallen. Durch Kontakt i6£ wird das Amtszeichen AZ abgeschaltet. Durch
Kopf kontakt 19A1 wird der Stromkreis für
die Wicklung III des Relais F1 aufgetrennt. Der Kontakt 30 V1 wird geöffnet und verhindert,
daß das Relais U1 über die Wicklung I und Kontakt 31C1 Strom erhält. Der Kontakt
32W1 wird umgelegt, was aber Schaltvorgänge
nicht nach sich zieht. Bei Abfall des Relais F1 wird auch der Kontakt 25/^ geöffnet,
so daß das Thermorelais TZt1 abgeschaltet
ist. Der Kontakt 15 Z1 geht'in die
Ruhelage zurück. Spricht das Relais A1 über
die Wicklung I nach Beendigung des ersten Stromstoßes wieder an, so wird zwar über
Kontakt 17% die Wicklung II des ReIaIsF1
wieder kurzgeschlossen, das Relais V1 jedoch, da unmittelbar nach dem ersten Stromstoß
ein zweiter Stromstoß folgen soll, noch nicht zum Abfall gebracht. Es sei noch bemerkt,
daß das Relais B1 während der Stromstoßgabe nicht zum Abfall gelangt, da es als Verzögerungsrelais
ausgebildet ist. Die zur Einstellung des Leitungswählers ausgesandten Stromstöße gelangen auf dem eben beschriebenen
Weg zum Hubmagnet H1. Fällt nach Beendigung der Stromstoßgabe durch längeres
Geschlossenhalten des Kontaktes 17% das Relais V1 durch Kurzschluß der Wicklung II
ab, so wird das Relais U1 über die Wicklung I erregt, und zwar über: Erde, Batterie, Hubmagnet
Uf1, Wellenkontakt 2IW1, Wicklung I
des Relais U1, Kontakte 31C1, 2,Ov1, Kopfkontakt-19
k1; Erde. Das Relais U1 legt seine
Kontakte um und stellt einen Impulsstromkreis für den Drehmagneten D1 des Leitungswählers her. Dieser Stromkreis verläuft von
Erde, Batterie, Drehmagnet D1, Kontakt 34^1,
Kontakte 20Ji1, 19C1, Wicklung I des Relais
V1, Kontakt 17%. Betätigt der Teilnehmer
jetzt seine Nummernscheibe, so wird beim ersten Abfall des Relais A1 bei Abfall
des Kontaktes IJa1 Erde an den Stromstoßkreis
des Drehmagneten D1 angelegt, worauf dieser die Schaltarme des Leitungswählers in
der gewählten Kontaktbank einen Schritt eindreht. Das Relais V wird erregt. Die WeI-lenkontakte
des Leitungswählers werden betätigt. Das Relais U1 wird über die Wicklung
II in folgendem Stromkreis erregt gehalten: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais
U1, Wicklung II des ReMSy1, Kontakt
32W1, Kontakte 2Om1, 27C1, Erde. Das Relais
Y1, in einem Abzweig zu diesem Stromkreis
gelegen, spricht nicht an. Der Kontakt 2IW1 wird umgelegt. Das Relais P1
spricht über die Wicklungen I und II an und betätigt seine Kontakte. Durch Kontakt 3Sf1
wird das am Wellenkontakt 36 W1 anliegende Besetztzeichen Bes abgeschaltet. Das Relais
F1 schließt über Kontakt 37/^ seine Wicklung
I kurz, wodurch das Relais F1 wie ein Verzögerungsrelais arbeitet, in dem soeben
beschriebenen Stromkreis jedoch nicht abfällt. Während der Stromstoßgabe wird das
Relais V1 erregt gehalten. Ist der Leitungswähler
auf den gewünschten Kontakt eingestellt worden, so wird bei Beendigung der Stromstoßgabe das Relais V1 zum. Abfall ge-
* bracht. Der Leitungswähler würde jetzt mit der Ausführung der Prüfung" der gewählten
Leitung beginnen. In der Annahme aber, daß die vom Teilnehmer gewählte Nummer die
Kennziffer eines anderen Amtes war, soll der Leitungswähler nach Erreichung des gewählten
Kontaktes in freier Wahl weitergeschaltet werden, um eine freie zum anderen Amt führende Leitung auszuwählen. Zu diesem
Zweck wird der Mehrfachkontakt 38 wife bei
Erreichung des gewählten Kontaktes umgelegt. Hierdurch kommt nach Abfall der Relais
V1 und U1 ein Stromkreis zustande, in
dem der Drehmagnet D1 in freier Wahl betätigt wird. Wird nämlich'nach Beendigung
der Stromstoßgabe das Relais Vx aberregt,
soi fällt auch der Kontakt 322Z1 ab. Hierdurch
wird der Stromkreis für die Wicklung II des Relais U1 unterbrochen. Das Relais U1 beginnt
abzufallen. Bis zu seinem Abfall kann zwar über den noch nicht abgefallenen Kontakt
2OtI1 eine Prüfung der gewählten Leitung
auf Freisein erfolgen. Es sei aber angenommen, diese Leitung sei besetzt. Das
Prüfrelais P1 wird also nicht erregt, so daß
bei Abfall des Relais U1 folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Batterie, Wicklung
des Drehmagneten D1, Kontakte 34^1, 3QM1,
Mehrfachkontakt 38 mk, Kontakt 30 V1, Kopfkontakt
IQ^1, Erde. Der Drehmagnet D1 erhält
einen Stromstoß und betätigt den Kontakt 4P (I1. Hierdurch wird das Relais U1
über die Wicklung II in folgendem Stromkreis zum Ansprechen gebracht: Erde, Batterie,
Wicklung II des Relais U1, Kontakte 4Od1, 30W1, Kopfkontakt IQ^1, Erde. Das
Relais U1 legt den Kontakt 39 U1 um, wodurch
der Drehmagnet zum Abfall gebracht wird. Der Drehmagnet öffnet den Kontakt 40 ^1.
Das Relais U1 (Wicklung II) fällt ab. Der Kontakt 39W1 wird wieder geschlossen. Dieses
wechselseitige Spiel zwischen der Wicklung II des Relais U1 und dem Drehmagneten
D1 wiederholt sich so lange, bis der Leitungswähler
über den Schaltarm wc eine freie zum anderen Amt führende Übertragungseinrichtung
ausgewählt hat. Während der stromstoßweisen Betätigung des Relais U1 wird
das Relais F1 trotz stromstoßweiser Betätigung
des Kontaktes 26% nicht zum Abfall gebracht, da es infolge des Kurzschlusses
seiner Wicklung I als Verzögerungsrelais arbeitet.
Gelangt der Schaltarm wc auf eine freie Leitung, so kommt folgender Prüfstromkreis
zustande: Batterie, nicht dargestellte Einrichtungen im Übertrager UeI, Wicklung des Relais
C2, Schaltarm wc, Relais N1, Wicklungen II
und I des Relais P1, Kontakte 32^1, 26M1,
27C1, Erde. In diesem Stromkreis sprechen
die Relais P1, C2 und N1 an. Es sei bemerkt,
daß" das Relais N1 bei Verbindungen mit TeünehmersteHen des Amtes VSi? I Fehlstrom
hat. Durch Erregung des ReIaIsP1 werden
die Kontakte 41P1, 42P1, 43P1, 34^1, 44P1
betätigt. Das Relais P1 fällt ab, da nach Umlegung
des Kontaktes 34^1 ein Stromkreis für
den Drehmagneten D1 nicht mehr zustande • kommen kann und so das Relais U1 aberregt
bleibt. Durch Kontakt 43 P1 wird die am
Kontakt 27 C1 anliegende Erde unmittelbar über die Wicklung II des Relais P1 angeschaltet,
so daß die gewählte Leitung gesperrt erscheint. Durch Öffnen des Kontaktes 44P1
wird verhindert, daß bei Schließung des Kontaktesss/^
das Besetztzeichen Bes an die Wicklungen II der Relais B1 und A1 angeschaltet
wird. Der Kontakt 45 V1 ist geschlossen
und überbrückt den Kondensator Ko, der zur Übertragung des Rufzeichens zum anrufenden
Teilnehmer dient. Bei Erregung des Relais N1 wird durch Umlegen des Kontaktes
46% Erde über Kontakt 46%, Kontakt 47 O1 an die Wicklung I des Relais Y1 angelegt und
zur Ausführung von Schaltvorgängen über die Leitung VLa benutzt. Bei Belegung des
Übertragers Ue I wurde bed Erregung des Relais
C2 eine Durchschaltung der Verbindungsleitungen VLa und VLb an den Kontakten
4Sc2 und 49C2 vorgenommen. Der Kontakt
50% schaltet die Rufstromquelle RU ab. Der Kontakt 51% wird bei Erregung des Relais
N1 umgelegt. Dieses zieht jedoch keine Schaltvorgänge nach sich, da der Kontakt
52% geöffnet ist. Kontakt 6οη± schaltet das
Relais ^1 an.
Durch die über Kontakt 46% (Fig. 1) an die Verbindungsleitung VLa anliegende Erde
wird das Relais A4 über die Wicklung II im Übertrager UeIL (Fig. 2} erregt. Ferner
spricht in demselben Stromkreis das Relais Y1 (Fig. 1) an. Das Relais F1 schaltet über Kontakt
533Z1 den über Kontakt 54% anliegenden
5-Sekunden-Schalter Ru5" ab. Der Kontakt
55 Vi schaltet die untere Sprechader im Leitungswähler
(Fig. 1) durch. Die Umlegung des Kontaktes 563Z1 zieht für das Relais B1
(Wicklung I) keine Schaltvorgänge nach sich. Ebenso bewirkt das Umlegen des Kontaktes
59W1 bei Einstellung des Leitungswählers auf
einen freien Übertrager keine Schaltvorgänge. Wurde das Relais A± (Wicklung II) im
Übertrager Ue II über die Verbindungsleitung VLa2 betätigt, so werden die Kontakte iß4
bis 4Gi4 umgelegt. Durch Kontakt 4 ai wird
die über Relais S4 anliegende Batterie über
die Leitung mwb und über den Schaltarm mbs des Mischwählers MW3, der vorbereitend
auf einen freien LW eingestellt ist, Relais B3 (Wicklung I), Kontakt 113/3 m& Erde
verbunden. Relais S\ spricht an. Die Wicklung des Relais S4 ist nun derart hochohmig,
daß das Relais S3 in Reihe mit der Wicklung ,S4 nicht anspricht. Durch öffnen des
Kontaktes iß4 wird der Übertrager UeII
gegen eine abgehende Belegung gesperrt. Durch Umlegen des Kontaktes 2 σ4 wird der
Kurzschluß für das Relais D4 (Wicklung II) aufgehoben. Es wird verzögert zum Aniprechen
gebracht, da bei Schließung des Kon- X2o
taktes 3 a4 das Relais .D4 über die Wicklung I
und Kontakt 7 dt kurzgeschlossen ist. Hier-
durch wird erreicht, daß der Kontakt io d4
erst geschlossen wird, nachdem der Kontakt 12J4 des Relais 5"4 geöffnet worden ist. Bei
Schließung des Kontaktes 9 iZ4 wird Erde
über Kontakt 3 a4) Wicklung I des* Relais D4,
Kontakt gdA, Leitung mwa, Schaltarm ma3
des Mischwählers MW3, Wicklung II des Relais ^3 verbunden. t>as Relais A3 wird erregt.
Die Betätigung des Relais S4 im Uberto
trager UeIl hat die Umlegung des Kontaktes I2i4 nach sich gezogen, wodurch die über
Wicklung I des Relais A4 anliegende Erde zur
Abschaltung gelangt ist. Der Kontakt 8 dt
hält die Ader mwb geschlossen, unabhängig vom Kontakt 4 (Z4. Durch Schließen des Kontaktes
6 di wurde Erde an die Leitung mwc
angelegt, wodurch allen hochohmigen Wicklungen II der Relais T3 der ebenfalls auf den
LW voreingestellten Mischwähler der Strom entzogen wird, so daß diese Relais abfallen
und die Weiterschaltung der unbenutzten Mischwähler einleiten. Ferner bewirkt die
am Kontakt 6 i4 anliegende Erde über Kontakt
I3rs die Belegung des Leitungswählers,
und zwar in derselben Weise, wie dieses bei Belegung des Leitungswählers der Fig. 1 beschrieben
wurde. Es sei noch bemerkt, daß durch Ansprechen des Relais B2 die Anlaßkette
des dem Leitungswähler LW2 zugeordnetem
Anruf schalters .AS, dessen Prinzipschaltung
dem Anrufsucher der Fig. 1 entspricht, am entsprechenden Kontakt 2 b geöffnet wird,
so daß ein Anreiz des Anrufsuchers durch einen anrufenden Teilnehmer nicht vorgenomtnen
werden kann. Bei Ansprechen des Relais A3 wurde durch Kontakt 13Cf3 der
Kurzschluß des Relais C8 aufgehoben, so daß das Relais C3 bei Belegung des Leitungs-
• Wählers ebenfalls anspricht. Durch Kontakt 14Ui3 wird folgender Stromkreis hergestellt:
Erde, Kopfkontakt 15^3 des Leitungswählers
LW2, Wicklung III des Relais F3, Kontakt
14Gt3, Wicklung I des Relais F3, Kontakt 16 C3,
Kontakt 17Zi3, Kontakt 18 W3, Wicklung des
Hubmagneten H3, Batterie, Erde. Das Relais F8 wird erregt und betätigt seine Kontakte.
Durch Kontakt 19/3 wird das Amtszeichen AZ eingeschaltet, welches über Kopfkontakte
20 ks über die Wicklung II der Re-Iais
B3 und A3 induktiv übertragen wird. Das
Relais F3 schaltet, wie bereits bei Beschreibung
des Leitungswählers LW der Fig. 1 beschrieben, durch die Kontakte 21 fa und 22M3,
23 C3 das Thermorelais Th3 ein. Das Thermorelais
TA8 steuert, wenn es eine Zeitlang angesprochen ist, den Kontakt 24A3 und stellt
so einen Kurzschluß für das über Kontakt 25 C3 erregt gehaltene Relais C3 her.
Betätigt der Teilnehmer zwecks weiterer Herstellung der Verbindung seine Nummernscheibe,
so wird das Relais A1 im Leitungswähler LW stoßweise zum Abfall gebracht.
Wird die über Kontakt 46 M1 im Leitungswähler
LW am ReIaIS-Y1 (Wicklung I) anliegende
Erde durch Öffnen des Kontaktes 47Ct1 von der Leitung VLa abgeschaltet, so
fällt das im Übertrager Ue II an der Leitung VLa2 anliegende Relais A4 ab. ReIaIsY1
fällt während der Stromstoßga,be nichit ab, da durch jedesmaliges Schließen des
Kontaktes 52 at hei jedem Stromstoß das
Relais V1 (Wicklung III) erregt wird,
wodurch über Kontakt 32V1 die Wicklung
II des Relais F1 kurzgeschlossiani
wird, so daß dieses während der Stromstoßgäbe wie ein Verzögerungsrelais arbeitet.
Beim ersten Abfall des Relais A4 wird das
Relais F4 in folgendem Stromkreis erregt: Erde, Kontakt 5 dit Relais F4, Kontakt 2 a4,
Batterie, Erde. Das Relais F schließt über den Kontakt 26 v± die Wicklung I des Relais
D4 kurz. In der Annahme, daß aber weitere Stromstöße einlaufen, fällt das Relais
D4 während der Stromstoßgabe nicht ab, da es durch Kurzschluß seiner Wicklung II
wie ein Verzögerungsrelais arbeitet. Durch stoßweises öffnen des Kontaktes 3 a4 wird
Erde stoßweise über Kontakt 26 z>4, gd4,
Schaltarm ma3 des Mischwählers an das Relais
As (Wicklung II) angeschaltet. Das Re-Iais
A3 folgt den Stromstößen. Der Stromkreis für das Relais S4 wird während der
Stromstoßgabe über Kontakt 8 d4 aufrechterhalten.
Die übertragenen Stromstöße bewirken die Betätigung des Relais A3 stromstoßweise
und durch diese die Einstellung des Leitungsiwählers LW. Die Einstellung des
Leitungswählers ist während des Hubvorganges dieselbe wie sie bei dem Leitungswähler
der Fig. 1 beschrieben wurde.
Nach Beendigung einer Stromstoßreihe wird im Übertragier Ue II das ReIaIsV4 zum
Abfall gebracht, was aber weitere Schaltvorgänge nicht nach sich zieht. Im Leitungswähler
LW2 sind nach Angabe einer Stromstoßreihe
die Kopfkontakte betätigt worden. Das Relais F3 im Leitungswähler LW2 beginnt
abzufallen, und bei Schließung des Kontaktes 27^3 wird folgender Stromkreis hergestellt:
Erde, umgelegter Kopf kontakt 15 k3,
geschlossener Kontakt 27 V3, Kontakt 29 C3,
Wicklung I des Relais U3, Wellenkontakt 18 w3, Hubmagnet H3, Batterie, Erde. Das
Relais U3 spricht über seine Wicklung I an und schaltet den Stromstoßkreis auf den
Drehmagneten D3 um, und zwar am Kontakt
Wird eine zweite Stromstoßreihe zur Einstellung des Leitungswählers LW2 vom anrufenden
Teilnehmer ausgesandt, so fällt im Übertrager Ue II das Relais A4 stromstoßweise
wieder ab. Hierdurch erfolgt eine Er-
regung des Relais F4 im Übertrager, die wähnend
der S txomstoßüb er tragring aufrechterhalten wird. Durch -stromstoßweise Betätigung
des Kontaktes 3 a4 im Übertrager erfolgt eine stromstoßweise Betätigung des Relais
A3 im Leitungswähler LiF2. Wird der
Kontakt 14Gs3 beim ersten Stromstoß der
zweiten zur Einstellung des Leitungswählers LW2 dienenden" Stromstoßreihe zum Abfall
gebracht, so wird der Drehmagnet D3 über Kontakte 30^3, 17 M3, 16 c3, Wicklungen I
und II des ReIa1IS V3, Kontakt 14^3, Erde
zum Ansprechen gebracht. Die Wellenkontakte des Leitungswählers werden betätigt.
Das Relais U3 wird über die Wicklung II in
folgendem Stromkreis erregt gehalten:-Erde, Batterie, Wicklung II des Relais U3, Kontakte
32O3, 22M3, 23 C3, Erde. Der Kontakt
33^3 des Drehmagneten wird zwar stromstoßweise
betätigt, jedoch beeinflußt er keine Schalteinrichtungen, da der Kontakt 272/3
und 28 mk geöffnet ist. Ist die Stromstoßgabe
beendet, so befinden sich die Schaltarme des Leitungswählers X-J^2 auf den Kontakten
der gewünschten Leitung. Eine Prüfung dieser Leitung findet erst statt, nachdem das
Relais V durch längeres Schließen des Kontaktes 14O3 zum Abfall gelangt ist. Ist dieses
der Fall und die angeschlossene Leitung frei, so wird über Kontakt 32 V3 der Prüf Stromkreis
hergestellt, der yon Erde, Kontakte 23C3, 22% über Kontakt 32^3, Wicklungen I
und II des Relais P3, Relais /V3, Schaltarm
wc3, Relais X zur Batterie verläuft. Das
Relais X spricht an und schaltet in irgendeiner bekannten Weise die gewünschte Teilnehmerleitung
durch. Das Relais N3 hat in diesem Stromkreise Fehlstrom und spricht
nicht an. Durch Schließung des Kontaktes 34^3 wird ein Sperrstromkreis fur die gefundene
Leitung hergestellt.
Es erfolgt eine Rufstromgabe für den gewünschten Teilnehmer, die sich folgendermaßen
abspielt: Bei Auftreffen des Schaltarmes WC3 auf die gewünschte Leitung und
Vornahme der Prüfung nach Umlegung des Kontaktes- 32^3 wurde der Stromstoßkreis für
die Wicklung II des Relais Ϊ78 unterbrochen.
Das Relais U3 ist aber als Verzögerungsrelais ausgebildet und bleibt noch eine Zeitlang erregt,
so daß der Kontakt 35M3 nach erfolgter
Prüfung noch umgelegt ist. Es kommt jetzt periodisch folgender Stromkreis für das Relais
V3 zustande: Erde, Langsamunterbrecher Lu, Kontakte 35M3, 363*3, 3723, Wicklung
III des Relais V3, Kontakt 30 p3, Wicklung
des Drehmagneten D3, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis wird das Relais V3 über
seine Wicklung III periodisch erregt. Der Drehmagnet D3 erhält Fehlstrom. Bei jedesmaliger
Erregung des Relais V3 wird durch Umlegung des Kontaktes 38^3 die Rufstromquelle
RU über Kontakte 41%, 38^3, Widerstand
Wz1 an die Leitung· La^ angelegt. Parallel
zu dem Widerstand Wi liegt die Wick- 6g lung II des Relais Y3. Diese Rufstromquelle
bleibt den Unterbrechungen des Langsamunterbrechers Lu folgend so lange angeschaltet,
bis das Relais CZ3 abgefallen ist, worauf
bei Umlegung des Kontaktes 35M3 die Einrichtung
Rus" angeschaltet wird, die alle 5 Sekunden Erde anschaltet.
Bei jedesmaligem Abfall des Kontaktes 38 V3 liegt die Wicklung II des Relais Y3 mit
Batterie an der Leitung La4. Die Leitung Lb4
ist über Kontakt 43 ys geerdet. Hebt der Teilnehmer
trotz Aassendung des ersten Rufes seinen Hörer noch nicht ab, so erfolgt über
die Einrichtung Ru5" die Anlegung eines Erdpotentials,
der das Relais V3 wieder folgt. Das Relais V3 bewirkt dann durch Schließung
des Kontaktes 38^3 wieder die Anlegung der
Rufstromquelle RU und somit die Aussendung eines Rufes zum' gewünschten Teilnehmer.
Nimmt der gewünschte Teilnehmer seinen
Hörer ab, so wird, wenn der Kontakt 38^3
seine Ruhelage eingenommen hat, folgender Stromkreis für das Relais Y3 hergestellt:
Erde, Batterie, Kontakte 382/3, 40 M3, 39 a3, go
Wicklung II des Relais Y3, Leitung La4,- Kontakt
44/>3, Schaltarm wa3, Schleife an der
Teilnehmerstelle Tn3, Schaltarm wb3, Kontakte
4S^3, 433/3, Erde. Das Relais Y3 spricht
an und betätigt seine Kontakte. Durch Kontakt 363)3 werden die den Ruf anschaltenden
Einrichtungen Am5" und Lu abgeschaltet.
Das Relais Y3 wird nach Abschaltung der Erde am Kontakt 43 y3 über die Teilnehmerschleife
Kontakt 3Sw3, Wicklung II des Re-100
lais Z3, Erde erregt gehalten. Das Relais Z3
spricht an und betätigt seine Kontakte.
Durch Ansprechen des Relais Y3 beim Melden
des verlangten Teilnehmers wurde der Kontakt 11 y3 geöffnet. Hierdurch wird die
über Wicklung I des Relais B3 an die Ader Lb4 angelegte Erde abgetrennt, so daß auch
das Relais S4 im Übertrager UeII ζήτα. Abfall
gelangt. Das Relais schließt den Kontakt 12J4. Hierdurch wird über die Wicklung
I des Relais A4, Erde über Leitung VL b2
an das Relais S1 (Fig. 1) angelegt, so daß
Relais S1 anspricht. Das Relais S1 betätigt
seine Kontakte und legt Batterie über Kontakt 62S1 und 59% an die Wicklung II des
Relais Z1 an. Das Relais Z1 spricht an und
schließt den Kontakt 75 Z1, wodurch die Zählung
der Verbindung in irgendeiner bekannten Weise an der Teilnehmerstelle Tn1 eingeleitet
wird.
Haben die Teilnehmer ihr Gespräch beendet und hängt der Teilnehmer an der Teil-
nehmerstelle Tm3 seinen Hörer auf, so wird
das Relais Y8 zum Abfall gebracht, da sein Stromkreis über die Teilnehmerschleife unterbrochen
worden ist. Bei Abfallen des Relais Y3 wird am Kontakt 11 y3 Erde über die
Wicklung I des Relais Bs an die Ader L&4 angelegt,
wodurch das Relais S4 wieder anspricht.
Das Relais ,S4 öffnet seinen Kontakt 12J4, wodurch die an der Ader VLb2
ίο liegende Erde abgeschaltet wird. Hierdurch
wird das Relais ^1 (Fig. i) zum Abfall gebracht,
weitere Schaltvorgänge zieht jedoch der Abfall des Relais S1 nicht nach sich: Bei
Abfall des Relais Y3 wurde im Leitungswähler
LWS der Kontakt 60 ya geschlossen.
Hierdurch wird das Thermorelais TA3 eingeschaltet,'
und zwar über den Kontakt 61S3
des angesprochenen Relais Z3. Das Relais Z3
hält sich über die Wicklung I und über die am Kontakt 23 c3 liegende Erde. Wird jetzt
die Verbindung nicht durch Auflegen des
■ Hörers seitens des anrufenden Teilnehmers zur Auslösung gebracht, und zwar innerhalb
einer gewissen Zeit, so wird das Thermorelais TA3 wirksam und bewirkt durch Umlegen
des Kontaktes 24^3 die Auslösung des
Leitungswählers LW2 durch Kurzschluß des Relais C3. Dieser Auslösevorgang ist derselbe,
der auch stattfindet, wenn eine Verbindung normalerweise ausgelöst wird und soll erst im nachfolgenden beschrieben werden.
Hängt auch der Teilnehmer an der Teilnehmerstelle Tn1 seinen Hörer auf, so wird
die Schleife an der Teilnehmerstelle geöffnet, wodurch die Relais A1 und B1 zum Abfall gelangen.
Durch Abfall des Relais A1 bei Schließung des Kontaktes 13^1 wird das Relais
C1 kurzgeschlossen. Das Relais C1 fällt
ab und bewirkt durch Öffnen des Kontaktes 18C1 den Abfall des Relais^ (Wicklung II).
Das Relais R öffnet seine Kontakte und bewirkt die Aberregung des Relais P. Hierdurch
wird der Anrufsucher wieder für andere Verbindungen zugänglich gemacht. Durch Abfall des Relais C1 wird folgender
Fortschaltestromkreis für den Wähler LW hergestellt: Erde, Kopf kontakt 19^1, Kontakte
30W1, 3IC1, 39%,. 34/>1( Wicklung des
Drehmagneten D1, Batterie. Der Drehmagnet wird erregt und betätigt seinen Kontakt 40 dv
Durch Kontakt 40 dt wird die Wicklung II. des Relais U1 zum Ansprechen gebracht über:
Erde, Batterie, Wicklung II des Relais U1, Kontakte 40 (J1, 30^1, 19^1, Erde. Das Relais
U1 öffnet durch Kontakt 39M1 den Stromkreis
des Drehmagneten. Der Kontakt 40 Ci1
wird geöffnet, das Relais U1 fällt ab, und der
Drehmagnet D1 wird über Kontakt 39 U1 wie-
So der erregt. Dieses Spiel zwischen der Wicklung II des Relais U1 und dem Drehmagneten
D1 wiederholt sich so lange, bis die Schältarme
des Wählers die festen Kontakte ihrer Kontaktbänke verlassen haben. Der Wähler fällt in die Ruhelage zurück, die Kopfkontakte
und die Wellenkontakte werden ebenfalls in die Ruhelage zurückgebracht, worauf der Wähler wieder in Betrieb genommen werden
kann. Das Relais C2 wird aberregt und die Kontakte 48 C2 und 49C2 in die Ruhelage
gebracht. Das Relais A^ im Übertrager Ue II
wird aberregt. Die Kontakte des Relais ΑΛ
kehren in die Ruhelage zurück. Das Relais £)4
wird zum Abfall gebracht, wodurch die xA.dern mwa, mwb, mwc geöffnet werden. Die
Auslösung des Leitungswählers LfF2 erfolgt
bei Abschaltung der Erde von der Ader mwa.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen
ein unter dem Einfluß angerufener Teilnehmer stehendes Relais die Zählung einleitet,
dadurch gekennzeichnet, daß durch Umschaltungen bei Verbindungen zu anderen Vermittlungsstellen eine Mitwirkung
dieses Zähleinleiterelais (Y1) beim Aufbau solcher Verbindungen dadurch ermöglicht
wird, daß die Zähleinrichtung (Z1) dem Einfluß dieses Relais (Y1) entzogen
und unter den Einfluß von Schalteinrichtungen (S1) der angerufenen Vermittlungsstelle
gebracht wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltmittel (IV1) das im Speisestromkreis angerufener Teilnehmer liegende
Zählrelais (Z1) von der Sprechleitung ab- und ein Hilfsrelais (J^1) anschalten, welches
in Abhängigkeit von Schaltvorgängen in der angerufenen Vermittlungsstelle die Zählung einleitet.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch ' gekennzeichnet, daß
das Hilfsrelais (S1) bei seinem Wirksamwerden die Zählung durch Beeinflussung
des Zählrelais (Z1) einleitet.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
in der angerufenen Vermittlungsstelle no Schalteinrichtungen (D4) diejenige Ader
der Verbindungsleitung, über welche das Hilfsrelais (S1) der anrufenden Vermittlungsstelle
gesteuert wird, verzögert durchschalten.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Brückenrelais (At) am ankommenden Ende der Verbindungsleitung die Abschaltung
des zur Beeinflussung des Hilfsrelais (S1) der anrufenden Vermittlungsstelle
dienenden Potentials (Erde über
12 J4) und die Durchschaltung der Teilnehmerader
(VLb2) für dieses Hilfsrelais (S1) emleitet.
6. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι für . Anlagen, bei welchen dieselben
Nummernstromstoßempfänger einer Vermittlungsstelle sowohl von Teilnehmern dieser Vermittlungsstelle als auch
von anderen Vermittlungsstellen kommenden Verbindungsleitungen erreichbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der angerufenen
Vermittlungsstelle die für anrufende Teilnehmer vorgesehene Speisebrücke zur Übertragung des Kennzeichens
für die Gebührenpflichtigkeit einer Verbindung (Meldung des .angerufenen Teilnehmers)
dadurch verwendet wird, daß die Anschaltung des Potentials an die Brücke (z. B. an Relais B3) unter dem Einfluß
eines Speisebrückenrelais (Y3) für angerufene Teilnehmer steht.
J. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wirksamwerden der am ankommenden Ende der Verbindungsleitung angeordneten, die Zähleinrichtung in der anrufenden
Vermittlungsstelle steuernden Schalteinrichtung (^4) abhängig ist von
dem über die Speisebrücke für anrufende Teilnehmer in der angerufenen Vermittlungsstelle
angelegten Potential.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schalteinrichtung (Relais S4) beim Belegen eines Nummernstromstoßempfängers
in der angerufenen Vermittlungsstelle über ein Relais der Speisebrücke für anrufende Teilnehmer dieser Vermittlungsstelle
erregt wird und beim Melden des angerufenen Teilnehmers das Potential von dem Brückenrelais für anrufende Teilnehmer
abgeschaltet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES101139D DE620676C (de) | 1931-09-26 | 1931-09-26 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, bei welchen ein unter dem Einfluss angerufener Teilnehmer stehendes Relais die Zaehlung einleitet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES101139D DE620676C (de) | 1931-09-26 | 1931-09-26 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, bei welchen ein unter dem Einfluss angerufener Teilnehmer stehendes Relais die Zaehlung einleitet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE620676C true DE620676C (de) | 1935-11-01 |
Family
ID=7523546
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES101139D Expired DE620676C (de) | 1931-09-26 | 1931-09-26 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, bei welchen ein unter dem Einfluss angerufener Teilnehmer stehendes Relais die Zaehlung einleitet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE620676C (de) |
-
1931
- 1931-09-26 DE DES101139D patent/DE620676C/de not_active Expired
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