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Vorrichtung zur photographischen Einzelbehandlung von Zeilenfilmen
o. dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur photographischen Einzelbehandlung
von Zeilenfilmen o. dgl. und bezweckt, den Setzer von photographische Kenntnisse
voraussetzenden Eingriffen zu entlasten und die Fertigausarbeitung der Filmstücke
auf maschinellem Wege herzustellen., Unter Zeilenfilmen sollen im Sinne der Erfindung
einzelne lose Filmbandstücke verstanden werden, deren zu beschriftende Nutzlänge
je eine Zeile lang ist.
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Es ist in der gewöhnlichen Photographie bekannt, ein oder mehrere
Filmstücke einzeln an einem Trägerband und dieses an einem rohrförmigen Entwicklergefäß
zu befestigen, welches flachen. oder gewölbten Querschnitt hat und in der Arbeitslage
an beiden Enden geschlossen ist. Diese Vorrichtungen bedingen reichliche Behandlungsmittelfüllungen
und eine Handarbeit, die sich nicht auf maschinellem Wege ausführen läßt. Es sind
auch auf zusammenhängende langeFilmbänder eingerichtete Entwicklungsmaschinen bekannt,
welche durch die Maschine fortlaufend hindurchwandern. Dieselben können somit bei
photographischen Setzmaschinen nicht in Betracht kommen, welche einzelne Zeilenfilme
o. dgl. liefern. Es wurden auch Vorrichtungen vorgeschlagen, welche die Behandlung
von Photographien auf die Weise 'ausführen, daß sie dieselben sammeln. Solche Vorrichtungen
lassen sich aber weder an die verschiedenen Längen der Zeilenfilme o. dgl. noch
an die unregelmäßigen Setzzeiten derselben anpassen. Endlich ist es bekannt, in
Flachrollenpressen eingespannte langeKinofilme im Fließbetrieb wie auch in Tageslichtentwicklungsvorrichtungen
eingespannte mehrere Negative im Handbetrieb, beide längs einer Kreisbahn, photographisch
zu bearbeiten. Beide Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie die zwischen den
ständigen rhythmischen Vorschalttakten und dem arhythmischen Ankommen der Zeilenfilme
aus der Lichtsetzmaschine entstehenden Abweichungen von Filmstück zu Filmstück nicht
j e besonders überbrücken können. Ein weiterer Nachteil der erwähnten meisten Einrichtungen
ist, daß sie die Behandlungsmittel nicht voll ausnutzen können, und daß sie die
sich chemisch unbeständig verhaltenden Bäder großen Oxydierungsflächen aussetzen.
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Die Erfindung behebt diese Nachteile. Die Zeichnungen zeigen schematisch
ein fürFließarbeit eingerichtetes Ausführungsbeispiel der Einrichtung gemäß der
Erfindung.
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Abb. z zeigt den Grundriß eines Zeilenfilms und Abb. z den OOuerschnitt
eines Flachrohrs zum Halten desselben. Diese beiden Abbildungen sind in größerem
Maßstab gezeichnet als die übrigen, aus welchen Abb: 3 bis 5 10trechte Schnitte
sind. Abb. 3 zeigt die Einführungssteile des belichteten Filmstückes in die Einrichtung,
Abb. 4 die Offenstellung des Rohrverschlusses und Abb. 5 die ganze Maschine. Abb.
6 ist waagerechter Schnitt eines Anschlags zur seitlichen Verdrehung des
Rohrverschlusses.
Abb.-7_ ist Grundriß ,der Einrichtung samt Ablegevorrichtung. Abb. 8 zeigt perspektivisch
die Ablegebahn, Abb. 9 eine Unteransicht zu Abb. 5, und Abb. io ist Längsschnitt
der Ablegebahn.
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Die Aufgabe ist, einzelne lose Filmstücke i nach Abb. x photographisch
auszuarbeiten, an welchen die mit 2 angedeutete Zeile belichtet wurde und welche
man bei einem Rundloch 3 und einem Langloch q. befestigen kann. Jedes Filmstück
i trägt nur eine Zeile oder eine sonstige Umbruch- bzw. Satzspiegeleinheit, deren
Länge für die der Filmstücke i maßgebend ist. Bei einem bestimmten Werksatz sind
die Zeilenfilme i in derRegel gleich lang. Die Filmstücke i werden gemäß der Erfindung
während der Behandlung längs ihrer beiden Längsräder locker, d. h. auf die Weise
gehalten, daß sie dabei noch immer lose längsvergleitbar bleiben. Man wendet hierzu
am besten ein an beiden Enden offenes, im Durchflußquerschnitt die Umrißlinienform
eines verflachten Durchmessers aufweisendes Rohr 5 nach Abb. 2 an. Das Filmstück
i wird in der Mitte eingeschoben, wobei die Längsränder in den Führungen 6 leicht
gleiten. Oben und unten verbleiben die Hohlräume 7 bzw. 8, durch welche hindurch
die Radflüssigkeiten und sonstige Behandlungsmittel in flachen Strängen um das Filmstück
i zu diesem parallel zuströmen. Der sich oberhalb der Emulsionsseite des Filmstückes
i wölbende Hohlraum 7 kann etwas weiter als der ändere Hohlraum 8 sein.
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Die Filmstücke i werden mittels des beschriebenen Haltens derselben
geradegeführt, so da-ß sie in und aus ihrer Arbeitslage genau vorgeschoben werden
können. Zugleich werden sie mittels dieser Geradeführung ausgestreckt, und außerdem
können sie in der Arbeitslage leicht gesichert werden. Die Filmstücke i sind in
dem Rohr 5 im ganzen geschützt untergebracht, und das nützliche Mittelfeld derselben
bleibt für die Behandlungsmittel frei zugänglich. Die Hohlräume? und 8 nehmen nur
so viel Badflüssigkeit auf, wieviel beispielsweise zum Entwickeln bzw. Fixieren
bei einmaliger ruhender Füllung gerade genügt. Erfahrungsgemäß kann ja ohnedies
nur der in der unmittelbarsten Nähe zu der Emulsionsschicht befindliche Teil der
Füllungen nutzbar gemacht werden, und so -wird man nach dem Verfahren gemäß der
Erfindung keine Übermengen von Chemikalien aufzubieten"haben. Die die Rückseite
des Filmes bestreichende Füllung ist nicht überflüssig, da sie erfahrungsgemäß unerläßlich
ist, um ein gleichmäßiges Zeilenlichtbild erhalten zu können.
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Die-einzelnen Füllungen erschöpfen sich jedesmal vollkommen, so daß
sie nach einmaliger Gebrauchnahme ohne weiteres weggeschüttet werden können. Die
chemische Zusammensetzung der Lösungen läßt sich für die stets frischen Füllungen
unverändert erhalten, und mit Rücksicht auf die äußerst geringen freien Oberflächen
der Rohre 5 wird sie durch keine schädliche Oxydation beeinträchtigt. Wenn die Rohre
5 aufrecht gestellt und mit einem unteren Verschluß versehen werden, gleiten die
Filmstücke i bis zum Boden, und die Rohre 5 sind nur nach Maßgabe der jeweiligen
Filmstücklänge aufzufüllen. Die Verbrauchsmengen der Chemikalien werden daher verhältnisgleich
mit der Filmlänge ausfallen. Nach Öffnen des Verschlusses verlassen die Filmstücke
i die Rohre in derselben Richtung, in welcher sie dorthin eingeführt wurden.
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Zu einem Fließbetrieb hat man nun eine Anzahl Standrohre 5 im Kreislauf
zu befördern und die nacheinander folgenden Arbeitsphasen selbsttätig auszusteuern.
Die Abb. 3 bis io zeigen eine karussellartigeEinrichtung, und zwar in solcher Ausführung,
welche an Zeilenfilme o. dgl. liefernde photographische Setzmaschinen angeschlossen
werden kann.
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Nach Abb. 3 bis 7 tragen die auf der lotrechten Welle g festgemachten
beiden Scheiben io, ii acht Standrohre 5. Die im Untergestell 12 gelagerte Welle
g wird nach Abb. 5 und g mit Hilfe des an ihr lose sitzenden Winkelhebels i3 angetrieben,
dessen einesEnde mit dem Kolben 14 des Druckluftzylinders 15 gelenkig verbunden
und an dessen bei 16 abgefedertem anderen Ende eine Schaltklinke 17 angelenkt ist.
Jedesmal, wenn der Zylinder 15 aus dem Rohr i8 Druckluft erhält, verdreht der Kolben
14 den Winkelhebel 13, dessen Klinke 17 das mit der Welle 9 verkeilte Schaltrad
1g bei einem Einschnitt 2o nach Pfeilrichtung mitnimmt. Beim Öffnen des Zylinders
15 ratscht die Klinke 17 unter Wirkung der Feder 16 leer zurück, und der Kolben
14 gelangt wieder in die Anfangsstellung. Die Zylinderfüllung wird so eingestellt,
daß ein Kolbenhub die Welle 9 gerade um eine Standrohrteilung weiter drehen soll.
Der im Gehäuse 2i bei 2z abgefederte Sperrstift 23 schnappt in die Einschnitte 2o,
-womit er das Karussell nach jeder Verdrehung in der genauen Stellung verriegelt
und eine Rückdrehung desselben aufhält.
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Mit Rücksicht auf die Verbindung derEinrichtung mit der photographischen
Setzmaschine werden die Standrohre 5 etwas länger als die in Betracht kommenden
längsten Zeilenfilme o. dgl. und der Abschnitt der absatzweisen Weiterförderung
derselben kürzer als die Lieferzeit des in Betracht kommenden kürzesten Zeilenfilmes
o. dgl. der betreffenden photographischen Setzmaschine bemessen. Auf
diese
Weise wird einesteils den vorkommenden Längenverschiedenheiten der Zeilenfilme o.
dgl. und anderenteils den auch bei gleichen Zeilenlängen unvermeidlichen Setzzeitverschiedenheiten
derselben Rechnung getragen, und das Karussell wird stets freie Rohre zur Aufnahme
der ankommenden Zeilenfilme darbieten. Sollte der eine oder andere Zeilenfilm allzulange
auf sich warten lassen, so können einige währenddessen ankommende Standrohre keine
Filme erhalten, aber im Verlaufe der Beschreibung wird sich zeigen, daß solche Rohre
kein Behandlungsmittel verzehren.
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Die Bearbeitungsabschnitte der Filmstücke werden als ganzzählige Vielfache
der Förderungsabschnitte eingestellt, wodurch der Antrieb des Karussells :ein gleichmäßiger
wird. Die fraglichen Einstellungen lassen sich beispielsweise mittels der Zusammensetzung
der Behandlungschemikalien oder auch mittels Vermehrung der Arbeitsstellen leicht
bewerkstelligen.
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An den in Abb. 7 mit römischen Ziffern bezeichneten acht Arbeitsstellen,
die von den Standrohren 5 der Reihe nach durchlaufen werden, hat nacheinander folgendes
zu .geschehen: .
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I. Einführung der Filmstücke i in die Rohre 5. 1I. Entwicklung. III.
Ablassen des Entwicklers und Wasserspülung. IV. Fixierung. V. Ablassen der Fixierlösung
und Wasserspülung.. VI. und VII. Trocknung. VIII. Abgabe der Filmstücke i aus den
Rohren 5.
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Die Einführungsstelle ist am besten aus Abb.3 ersichtlich. Das durch
die Setzmaschine abgeschnittene und belichtete und durch den Kanal 24 hindurch abgestoßene
Filmstück i gelangt nicht unmittelbar in ein Standrohr 5, sondern zwischen die Ausarbeitungseinrichtung
und die Setzmaschine. Es wird in Form der um Rollen 25, 26 laufenden beiden endlosen
Bänder z7 ein Fördermittel eingeschaltet, welches zur Zwischenaufnahme und zum vorübergehenden
Zurückbehalten auch des in Betracht kommenden längsten Filmstückes zwischen den
beiden Einrichtungen dient, um die sich gegenüber der gleichmäßigen Vorschaltung
der Standrohre zeigenden Abweichungen der ungleichmäßigen Zeilensetzzeiten überbrücken
zu können. Der periodische Antrieb des Bandpaares 27 nach Pfeilrichtung kann sowohl
durch die Steuerung der Ausarbeitungseinrichtung wie auch durch die Steuerung der
Setzmaschine .ausgelöst werden. Das Filmstück i gleitet in dem ersteren Falle bis
zu dem unteren Verschluß 28 des Standrohrs 5; in dem letzteren Falle bleibt es jedoch
einstweilen zwischen den Bändern 27 zurück. Die hierbei erforderliche Wechselschaltung
läßt sich z. B. mit Hilfe von elektrischen Umschaltern einfach bewerkstelligen,
weil ja die Einrichtung ungestört arbeitet, wenn auch einige Filmeinführungsabschnitte
leer ausfallen.
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Im Anschluß an die Möglichkeit, daß die Einführung eines Filmstückes
in das eine oder andere an der Arbeitsstelle I ankommende Standrohr 5 unterbleibt,
werden die Arbeitsstufen der nachfolgenden Arbeitsstellen bedingungsweise; und zwar
nur dann ausgelöst, wenn das vorbeifahrende Standrohr ein zu bearbeitendes Filmstück
enthält. Zu diesem Zwecke werden die die Abmessung der Behandlungsmittel oder andere
Arbeitsstufen auslösenden Steuerungsorgane ortsfest angeordnet und durch von den
Standrohren mitgenommene Vörsteuerungsorgane betätigt, welche verstellbar sind und
in der eingestellten Lage verharren. Die Vorsteuerungsorgane werden ihrerseits jedesmal
durch die Steuerung der Setzmaschine ausgelöst, wenn diese ein Filmstück abstößt.
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Ein solches Vorsteuerungsorgan ist der Riegelstift 29, der in einem
am Standrohr 5 befestigten Ansatz 3o nach unten und zurück geschoben werden kann.
Auf dem Untergestell 12 wird an .der Arbeitsstelle I ein Druck .luftzglinder 31
befestigt, dessen Kolben 32 auf den bei 33 angelenkten und bei 34 abgefederten zweiarmigen
Hebel 35 wirkt. Wenn der Zylinder 3 i aus dem Rohr 36 Druckluft erhält, verdreht
der Kolben 32 den Hebel 35, dessen rechter Arm den Riegelstift 29 nach unten drückt.
Den Steuerimpuls zur Druckluftfüllung gibt die Setzmaschine beim Ausstoßen des Filmstückes
ab. Beim Öffnen des Zylinders 3 i bringt die Feder 34 den Hebel 35 und den Kolben
32 in die Ruhelage zurück.
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In der aus Abb. 3 ersichtlichen Lage streift der Riegelstift 29 oberhalb
der Steuerungsorgane der nachfolgenden Arbeitsstellen untätig vorbei und wirkt auf
diese als Anschlag nur dann ein, wenn er durch den Hebel 35 in die tätige Lage nach
Abb. 5 nach unten gedrückt wurde. Aus dieser Lage wird .der Stift 29 gegen Ende
seines Kreislaufs durch Eine Schrägbahn des Untergestells i2 in die Ruhelage zurückgebracht,
an welcher er anläuft. In beiden Endstellungen wird er durch eine im Schlitz des
Ansatzes 30 untergebrachte gabelförmige Feder gesichert, die in die entsprechende
Ringnut des Stiftes 29 schnappt.
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Das Standrohr 5 gelangt von der Arbeitsstelle I mit geschlossenem
Verschluß 28 in die Arbeitsstelle II (Abb. 5, rechte Seite), wo die ein Filmstück
i enthaltenden Standrohre 5 die Entwicklerfüllung erhalten. Die Entwicklerlösung
37 fließt aus dem Vorratsbehälter 3:8 in die Füllkammer 39 herab, wo der Schwimmer
qo eine ständige Flüssigkeitshöhe ¢i erhält.
In dem Aüstrittsrohr°42
der Füllkammer 39 befindet sich das Nadelventil 43, welches durch die Federn 44
in die Sperrlage herabgezogen wird Das obere Ende des Nadelventils 43 ist als Kern
der Magnetwindungen 45 ausgebildet, denen der Strom der Klemmen 46, 47- zum Öffnen
des Nadelventils 13 unter Vermittlung des regelbaren Zeitschalters 48 zugeleitet
wird. Der Stromkreis wird am Wege der Leitungen 49, 50, 51 nur dann geschlossen,
wenn die im Isolierblock 52 befestigten federnden Kontaktzungen 53, 54 einander
berühren. Der Kontakt wird durch die Verdrehung der im Untergestell 12 gelagerten
x-förmigen Doppelkurbel 55 hervorgerufen, die so abgefedert ist, daß sie
in die Ruhelage selbsttätig zurückgelangt.
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Wenn nun der Riegelstift 29 des an der Arbeitsstelle II ankommenden
Standrohrs 5 sich in der unteren tätigen Lage befindet, so reicht er so weit nach
unten herab, daß er die von ihm getroffene Doppelkurbel 55 verdreht. Damit wird
der Magnetisierungsstromkreis geschlossen und das Nadelventil 43 eine Zeitlang hochgehoben,
so däß die Entwicklerlösung durch das mit einem zugespitzten Ende versehene Rohr
56 hindurch in das in der Arbeitsstelle II befindliche Standrohr 5 herabfließt.
Die Menge der jeweiligen Füllungen richtet sich bei der ständigen Flüssigkeitshöhe
41 allein nach der Regelung des Zeitschalters 48. Wenn der Riegelstift 29 eines
ankommenden Standrohrs 5 sich in der oberen untätigen Lage befindet, so- läßt er
die Doppelkurbel 55 unberührt, und der Magnetisierungsstromkreis wird nicht geschlossen,
so daß das betreffende Standrohr keine Füllung erhält.
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In dem nächsten Abschnitt wird das Standrohr 5 bis zu der Arbeitsstelle
III (Abb. 4) vorgeschaltet, wo der Entwickler abzulassen und das Filmstück i mit
Wasser zu spülen ist. Die bei 57 abgefederte Verschlußstange 58 wird in den Augen
59, 6b der Scheiben io, li längsverschiebbar geführt und dabei mit Hilfe des in
einem lotrechten Schlitz des Auges 59 gleitenden Fangstiftes 6i' gegen Verdrehung
gesichert. In dem gabelförmigen oberen Ende der Stange 58 ist eine Rolle 62 gelagert,
die durch die Feder 57 ständig gegen die Unterkante eines längs der Kreisbahn der
Stangen 58 verlegten Kranzes 63 gedrückt wird. - Der Kranz 63 wird mit Hilfe von
Laschen 64 (Abb. 7) am Untergestell 12 -ortsfest abgestützt, und die von der fahrenden
Rolle 62 stetig befühlte Unterkante desselben wird derart geformt, daß sie mittels
ihrer Nocken und Rasten das Anheben und Niederdrücken des Verschlusses 28 steuert.
In der Offenstellung nach Abb. 4 stürzt der verbrauchte Entwickler in die Sammelrinne
65, und von hier wird er durch das Austrittsrohr 66 hindurch abgeleitet. Während
der Verschluß 2LI von dem unteren Rohrende etwas absteht; kann es wohl vorkommen,
daß auch das Filmstück i entsprechend herabgleitet, aber dei kurze hervorgestreckte
Teil desselben verhält sich bei dem beschriebenen Halten der Filmstücke längs ihrer
beidenLängsränder steif genug, um die aufrechte ausgestreckte Arbeitslage des Filmes
zu wahren und diesen beim .Anheben des Verschlusses 28 wieder glatt nach oben, zurückzuschieben.
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Die plötzliche Entleerung des Standrohrs 5 wird gleich von der Zuleitung
des Spülwassers befolgt, was auf eine ähnliche Weise wie die des Entwicklers ausgesteuert
wird, nur daß man in der Abmessung des durch das Standrohr geschickten Wasserstrahls
eine ziemlich freie Hand hat.
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In der nächsten Arbeitsstelle IV wird die Fixierung vorgenommen. Der
Steuerkranz 63 läßt den Verschluß 28 in die Sperrstellung (Abb. 5, rechte Seite)
ansteigen, und die Fixierfüllung wird .genau so wie die oben beschriebene Entwicklerfüllung
selbsttätig verabfolgt. Das Entleeren sowie die Wasserspülung in der Arbeitsstelle
V geschieht wieder ebenso wie in der Arbeitsstelle III. Die mit Hilfe des Kranzes
63 von oben bewirkte Steuerung des Verschlusses 28 steht dem Abfluß nicht im Wege.
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Der Verschluß 28 wird vermittels des Steuerkranzes 63 auch in den
beiden Arbeitsstellen VI und VII in Offenstellung (Abb. 4) gehalten, wo durch das
Standrohr 5 Trockenluft durchgeblasen wird. Das Trockenluftventil wird von -seiten
des Riegelstiftes 29 wieder mittels der bereits beschriebenen Verdrehung einer Doppelkurbel
55 und auf elektrischem Wege oder gegebenenfalls unmittelbar mechanisch ausgelöst.
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Die an der Stelle VIII zu verrichtende Arbeit zerfällt in zwei Teile,
nämlich in das Ausstoßen der bereits vorbearbeiteten Filmstücke aus dem Standrohr
und in das Ablegen derselben auf einen zu der buchdruckerischen Behandlung erforderlichen
Vorordner.
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Zunächst ist der in Offenstellung befindliche Verschluß 28 seitlich
so weit zu verdrehen, damit er das untere Rohrende gänzlich freigeben soll. Zu diesem
Zwecke drückt der Steuerkranz 63 den Verschluß 28 noch tiefer als vorangehend herab,
bis der Fangstift 6i- aus dem Führungsschlitz des Auges 59 heraustritt (Abb. 5,
linke Seite), so daß ein am Untergestell 12 angeordneter, in die Bahn des Verschlusses
reichendes fester Anschlag 67 (Abb. 6) den vorbeiziehenden Verschluß 28 nach Pfeilrichtung
verdrehen. kann. Die Feder 57 wirkt dabei als eine Torsionsfeder, die den Verschluß
28 nach Verlassen
des Anschlags 67 in die Normalstellung zurückbringt,
so daß er selbsttätig wieder in die Anfangslage gelangen kann.
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In dem Augenblicke, in dem das untere Rohrende gänzlich freigegeben
wurde, drängt ein bandförmiger Stößer 68 (Abb. 5) in das Standrohr 5 hinein, der
in den Filmführungen 6 gleitet. Der Stößer 68 hängt an dem Kolben 69 des Zylinders
7o, der die Druckluft aus dem Rohr 71 erhält. Nach Öffnen des Zylinders 7o ziehen
die Federn 72 den auch eine ortsfeste Führung 73 durchsetzenden Stößer 68 aus dem
Standrohr 5 hinaus. Der Stößer 68 wird durch den Riegelstift 29 ausgelöst. Er trifft
auf die Oberkante der ganzen Schmalseite oder zumindest der in den Filmführungen
6 befindlichen beiden Längsränder des Filmstückes i auf und schiebt dieses schonend
nach unten heraus. Einen ähnlichen Stößer kann man gegebenenfalls auch an der Arbeitsstelle
I zum Nachschieben des in das Standrohr 5 eingeführten Filmstückes r bis zu dem
Verschluß 28 anwenden.
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Das aus dem Standrohr 5 abgegebeneFilmstück i ist Zeile um Zeile an,einem
aus dünnem Stahlblech angefertigten Vorordnerband 74 (Abb. 5, 7, 8, io) abzulegen,
dessen Dorne 75 die Filmstücke i bei ihren Löchern 3 und 4. derart festlegen, daß
die Zeilenbilder über die Fenster 76 fallen, wo sie durchlichtet werden können.
Der Erfindungsgegenstand geht dabei von einem an sich bekannten, saugenden Ableger
aus. Der schwingbar gelagerte und mit Saugkanal 66 (Abb. 5) sowie mit Düsen 78 versehene
Ablegerarm 79 befindet sich in der Ansaugstelle (Abb. 5) unterhalb. des sich an
der Arbeitsstelle VIII befindlichen Standrohrs 5, und zwar in gerader Fortsetzung
dazu. Der Ablegerarm 79 wird von einem um die Rollen 8o laufenden endlosen Band
81 belegt, welches die von ihm erfaßten Filmstücke i in Pfeilrichtung, d. h. in
Richtung nach der Gelenkachse des Ablegerarmes 79 bis zu einem festen Anschlag 82
des letzteren fördert. Die Rollen 8o sind in einem am Untergestell 12 bei 83 artgelenkten
zweiarmigen Hebel 84. gelagert, der mit Hilfe. der Druckluftleitung 85, des Zylinders
86, des Kolbens 87 und der Pleuelstange 88 verdreht werden kann, wobei das Band
81 von dem Ablegerarm 79 nach oben abgehoben wird. Der Antrieb des Bandes 81 erfolgt
unter Vermittlung eines zweiten endlosen Bandes 89, welches um die Rollen 9o und
9i gelegt wird. Das Band 81 fällt nach Öffnen des Zylinders 86 unter Wirkung einer
geeignetenRückholfeder in die Anfangsstellung zurück.
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Sobald das Band 81 in die mit gestrichelten Linien angedeutete obere
Lage gelangt ist, wird der Ablegerarm 79 samt dem an ihm haftenden Filmstück i in
die ebenfalls mit gestrichelten Linien angedeutete untere Stellung verschwenkt.
Zur Verschwenkung des Ablegerarmes 79 dienen die Druckrohrleitung 92, der Zylinder
93, der Kolben 9q., die Pleuelstange 9,5 und die Kurbel 96, und zum Rückholen desselben
dient die Feder 97.
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Der Ablegerarm 79 bringt die von ihm erfaßten Filmstücke i über die
Ansaugstelle einer festen Ablegebahn, die das betreffende Filmstück von dem Ablegerarm
79 übernimmt. Diese Ablegebahn besteht aus der Sohlenplatte 98 (Abb. 5, 7, 8, io)
und den Schienen ioo und ioi, welch letztere das Vorordnerband 74 führen und zugleich
die beiden Enden der Filmstücke i überdecken. Die Schienen ioo, ioi sind in der
Ablegestelle unterbrochen. Unterhalb dieser Stelle befindet sich der in den Düsen
zog endende Saugkanal 1o3.
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An der Ablegestelle werden die an einer gemeinsamen Welle io.4 sitzenden
beiden Tupferarme io5 auf die abgelegten Filmstücke i pneumatisch niedergeschwenkt,
wodurch diese so lange niedergehalten werden, bis sie unterhalb der nach innen hervorstehenden
Flanken der Schienen ioo, ioi gelangen. Die Tupferarme 105 werden sodann
selbsttätig zurückges chwenkt.
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In dem Ansaugkanal 103 befindet sich ein Kolben 1o6, der bei dem Griff
io7 längs der Reihe der Düsen io2 verstellt werden kann. Wenn kurze Filmstücke bearbeitet
werden, so sperrt man mit dem Kolben io6 die von dem Saugrohr i o8 abstehenden überzähligen
Düsen io2 ab, um damit an Saugkraft zu sparen.
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Die von der Gelenkachse des Ablegerarmes 79 abstehende Führungsschiene
ioo der Ablegebahn läßt sich mit Hilfe der in den seitlichen Führungen iog gleitenden
Blöcke iio nach Querrichtung verstellen und mit den Schrauben i i i überall festmachen,
damit man sich den wechselnden Filmstücklängen und Vorordnerbandbreiten anpassen
kann. Zu dem gleichen Zwecke läßt sich der linksseitige Tupferarm 1o5 in einer Längsnut
99 der Welle 104 seitlich verschieben.
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Das Vorordnerband 74 wird ebenfalls pneumatisch angetrieben, und zwar
mit Hilfe einer bei 112 abgefederten, einseitig wirkenden Schaltklinke 113, welche
an den bei 144 ortsfest artgelenkten zweiarmigen Hebel 115 artgelenkt ist und das
Vorordnerband 74 während eines Schaltabschnitts um eine Teilung der Fenster 76 weiter
schiebt. Der entsprechende Ausschlag des Hebels 115 wird mittels des nachstellbaren
Anschlags i 16 geregelt. Die Vorschaltung des Vorordnerbandes 74 wird durch den
Riegelstift 29 ausgelöst.
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Das bisher von einem absatzweise im Kreislauf herumgeförderten Standrohr
5 Gesagte gilt für alle Standrohre. Das Standrohr 5
gilt- als eine
nachgiebige- Einklemmung der Filmstücke i und der Verschluß 28, der mit einem Gummipolster
belegt wird, als eine dichte Absperrung der Füllungen. Es hat sich gezeigt, daß
die beschriebene Form der Standrohre die Gefahe eines Anhaltens von Flüssigkeitstropfen
an den Filmstücken verhütet, ferner daß die etwa zurückbleibenden Tropfen sich gleich
unter Wirkung des ersten Trockenluftstrahls abperlen.
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Die beschriebene Ausarbeitungseinrichtung läuft auch nach Abstellung
der mit ihr verbundenen photographischen Setzmaschine weiter, damit dieAusarbeitung
der belichteten Filmstücke nie unterbrochen wird.