DE618162C - Herstellung von Kaliumsulfat aus Kieserit und Chlorkalium ueber schwefelsaure Kalimagnesia - Google Patents

Herstellung von Kaliumsulfat aus Kieserit und Chlorkalium ueber schwefelsaure Kalimagnesia

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DE618162C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

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Description

  • Herstellung von Kahumsulfat aus IGeserit und Chlorkalium über schwefelsaure Kalimagnesia Bekanntlich ist der zur Gewinnung von Kaliumsulfat über schwefelsaure Kalimagnesia gewöhnlich angewandte Kieserit, der bei der Verarbeitung gewisser Kalirohsalze mit etwa 5010 anhaftender Feuchtigkeit anfällt, sehr reaktionsträge. Man muß denselben deshalb zunächst durch Hydratisieren und Lösen in Wasser in eine reaktionsfähige Form überführen. Die entstehende Magnesiumsulfatlösung bringt aber unnötig viel Wasser in den Umsetzungsprozeß, . wodurch dessen Ausbringen herabgesetzt wird. Wesentlich günstiger liegen die Verhältnisse, wenn man das Mg S 04 in der Form des Bittersalzes Mg S 04 # 7 H2 O in den Pro-. zeß einführt.
  • Ferner ist bekannt, den Kieserit sogar in der ursprünglichen Hydratationsform, nämlich mit einem Mol H2 O zu verwenden und auf diese Weise überhaupt jeden unnötigen Wasserballast zu vermeiden: Ein Verfahren, das sich die Folgen dieser Möglichkeit zunutze macht, ist in der Patentschrift 551 928 beschrieben. Nach diesem Verfahren wird nämlich das gesamte Chlorkalium in die zweite Umsetzungsstufe eingeführt und die verbleibende Sulfatmutterlauge bei der Umsetzung mit Kieserit zu schwefelsaurer Kalimagnesia verwendet. Allerdings muß der Kieserit in diesem Falle vor der Umsetzung fein vermahlen werden, was aber nur möglich ist nach Trocknung des zunächst noch 5 010 Wasser enthaltenden Kieserits. Diese Trocknung verursacht jedoch ganz beträchtliche Kosten.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß dieser Nachteil vermieden und das Verfahren wesentlich wirtschaftlicher gestaltet werden kann, wenn inan den Kieserit, anstatt ihn zu trocknen und zu mahlen, in dem Zustand, in dem er gewöhnlich anfällt, mit der Gesamtmenge, evtl. aber auch nur mit einem Teil der K Cl-haltigen Lauge versetzt, mit der er sich zu schwefelsaurer Kalimagnesia umsetzen soll, und ihn in diesem Zustand vermahlt. Dies ist nämlich ohne erhöhten Kraftaufwand, aber bei geringerem Verschleiß, also sogar bei niedrigeren Mahlkosten möglich.
  • Die Naßmahlung des Kieserits ist zwar an sich bekannt, jedoch handelt es sich dabei lediglich um eine Hydratisierung des Kieserits, das heißt um die Aufgabe, denselben in die höher hydratisierte Form überzuführen und ihn dadurch wasserlöslicher zu machen. Im vorliegenden Fall dagegen wird der Kieserit durch das Vermahlen mit der K Cl-haltigen Umsetzungslauge, ohne daß die Hydratzwischenstufe in Erscheinung tritt, mit der Lauge direkt zu schwefelsaurer Kalimagnesia umgesetzt. Der bei der Mahlung mit teilweisem Laugenzusatz nicht in schwefelsaure Kalimagnesia umgesetzte Anteil des Kieserits wird dann in der üblichen Weise vollends umgesetzt. _ Die Reaktion des Kieserits mit der chlorkaliumhaltigen Sulfatmutterlauge geht bei der beanspruchten Weise in außerordentlich kurzer Zeit vor sich, während die bekannte Art der Umsetzung mit nicht vorbehandeltem Kieserit außerordentlich lange, besonders im Großbetrieb kaum tragbare Zeiten beansprucht.
  • Beispiel zoo dz Kieserit werden mit 46o dz Sulfatlauge in einem Rührgefäß zur Umsetzung gebracht. Nach z4 bis 48 Stunden ist die Reaktion beendigt.
  • Wird jedoch der Kieserit mit der Sulfatlauge naß vermahlen, so läßt sich die Reaktion innerhalb einer halben Stunde durchführen. Diese Naßvermahlung benötigt gegenüber der Vermahlung des getrockneten Kieserits weniger Energie, außerdem entfallen die gesamten Trocknungskosten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Herstellung von Kaliumsulfat über schwefelsaure Kalimagnesia, die durch Unisetzung von Kieserit mit Sulfatmutterlauge erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kieserit als solcher mit der Gesamtmenge oder auch nur mit einem Teil der chlorkaliumhaltigen Sulfatmutterlauge versetzt und in diesem Zustand vermahlen wird, worauf die so eingeleitete Umsetzung zu schwefelsaurer Kalimagnesia in an sich bekannter Weise zu Ende gefühlt wird.
DEW91344D 1933-03-08 1933-03-08 Herstellung von Kaliumsulfat aus Kieserit und Chlorkalium ueber schwefelsaure Kalimagnesia Expired DE618162C (de)

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