DE617630C - Schlittenbremse - Google Patents

Schlittenbremse

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DE617630C
DE617630C DEK129839D DEK0129839D DE617630C DE 617630 C DE617630 C DE 617630C DE K129839 D DEK129839 D DE K129839D DE K0129839 D DEK0129839 D DE K0129839D DE 617630 C DE617630 C DE 617630C
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runners
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cables
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B17/00Accessories or details of sledges
    • B62B17/08Braking devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63 b GRUPPE κ 12983911163b
Georg Kaiser in Berchtesgaden
Schlittenbremse
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. April 1933 ab
Da Rodelbahnen einesteils durch Witterungseinflüsse, andernteils durch häufiges Befahren vereisen; bedient man sich beim Rodeln einer Schlittenbremse, um den Rodelschlitten vor allem auch bei der auf steilen Hängen stark zunehmenden Geschwindigkeit in der Gewalt zu behalten." Das eigentliche Bremsglied solcher Bremsen sitzt naturgemäß dicht über der Fahrbahn, zweckmäßig am hinteren Ende der Kufen. Die Bedienung der Bremse erfolgt durch Handgriffe, die durch Übertragungsglieder mit den Bremsgliedern verbunden sind.
Bekannt sind insbesondere Schlitten, bei denen die nahe den hinteren Enden der Kufen angeordneten Bremsglieder von vorn her durch frei unter der Sitzfläche geführte Seilzüge bedient werden. Die wirksame Übertragung der Stell- und Bremskraft ist zur bequemen Handhabung nur über Umlenkrollen möglich. Die Seilzüge selbst sind in mancher Hinsicht hinderlich und Beschädigungen ausgesetzt.
Ferner ist eine Bremse bekanntgeworden, deren Bremsglieder sich am vorderen Ende der Kufen in Bereitschaft befinden und zur Bremsung in seitlichen FührungsriEen an das hintere Ende der Kufen gelangen. Die Brems-
-— wirkung kann während der Fahrt nicht wieder aufgehoben werden; denn es fehlen die die Bremsdorne in ständiger Arbeitsbe-'reitschaft haltenden Seilzüge.
Bei einem aus schmalen Stahlkufen mit Trittflächen und einem Paar Hohlstreben mit Handgriffen bestehenden schi- oder Schlittenartigen Gestell hat man die Bremsdorne in diesen Streben untergebracht. Verdeckte Führungen dieser Art haben aber bei Rodelschlitten üblicher Bauart bisher keine Anwendung gefunden. '
Gemäß der Erfindung wird eine Bremsanordnung vorgeschlagen, die der allgemein üblichen mit Seilzügen entspricht, wobei die Krümmungen der Kufen für· die Umlenkung der Seile benutzt werden, indem jeder Seilzug in einer auf der Unterseite der Kufe angeordneten Rille geführt ist, die durch den Gleitbeschlag abgedeckt ist. Bei eisernen Rodelschlitten, deren Kufen aus gebogenen Rohren bestehen, können die Seile sinngemäß in die an sich hohlen Kufen verlegt werden.
Eine derartige Anordnung der Übertragungsglieder gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß bei hohem Schnee oder beim Tragen des Schlittens in keiner Weise eine Behinderung durch die Seilzüge eintreten kann und auch ein Berühren beweglicher Teile ausgeschlossen ist, wodurch sonst leicht Verletzungen an den Händen oder Beinen entstehen können. Da die zur Übertragung der Bremskraft dienenden Seile meist aus Eisen- oder Stahldraht bestehen, sind sie bei der Anordnung nach der Erfindung vor Rostgefahr geschützt.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Abb. r stellt einen Schlitten mit daran angebrachter Bremse in Ansicht,
Abb. 2 den gleichen Schlitten im Querschnitt dar, während"
Abb. 3 eine schaubildliche Darstellung .eines solchen Schlittens "zeigt; "
Ein in der üblichen Weise ausgebildeter Rodelschlitten weist an der Unterseite seiner Kufen ι Rillen 2 auf, in denen je ein Seilzug 3 verläuft. Die Rillen sind durch die eisernen Gleitbeschläge 4 der Kufen abgedeckt. Oben an den hochgebogenen- Enden der Kufen ι treten die Seile durch je eine Bohrung 5 aus und. sind mit Handgriffen 6 in Gestalt von Ringen versehen. Statt der Ringe können auch Schlaufen oder, wie in Abb. 3 gezeigt, Kugeln 6' Verwendung finden. Ferner sind" Ledergriffe denkbar oder Lederriemen, die nach Art eines Zügels die Seilenden verbinden. Ära hinteren Ende der Kufen treten die Seile durch Bohrungen 7 aus so und greifen hier an den Bremssporen 8 an, die ihrerseits an den hinterem Streben 9.' mittels Bolzen 10 angelenkt sind. Die Bremssporen 8 werden durch Zugfedern 11 von der Rodelbahn ferngehalten, so daß der Schlitten in der üblichen Weise unbehindert gleiten kann. Es können, wie in. Abb. 3 gezeigt, außerdem Entlastungsfedern 12 vorgesehen se&ii die die Seifenden schützend) umgeben. 1 Düreh Ziehen am· den· Handgriff en 6 werden mittels der Seile 2 die Bremssporen 8' entgegen dem Zuge der Federn 11 nach unten bewegt, so daß· sie in die Gleitbahn eindringen und eine Bremsung der Fahrt hervorrufen. Wird nur an einem., der Handgriffe gezogen;, so- wird der entsprechende Sporn in· die Bahnfläche eingedrückt, und der Schlitten bewegt sich entsprechend dem einseitigen· Drehpunkt nach rechts oder links. Mit Hufe der Bremsvorrichtung ist also· auch ein Steuern· des Schlittens möglich'. Da man die Handgriffe während der Fahrt stets in der Hand hat und beim Fahren in Krümmungen oder auf steiler werdender Bahn eine entsprechende Körperhaltung einnimmt, beispielsweise durch Seitwärtsneigen oder Rückwärtslegen des Körpers, so erfolgt das Steuern oder Bremsen ohne besondere Überlegung rein gefühlsmäßig, indem man denjenigen Seilzug, der an der Innenseite der Krümmung liegt, oder bei zu schneller Fahrt durch Rückwärtsneigen beide Seilzüge bedienen muß.
Um ein gutes Gleiten der Seile in den Rillen zu ermöglichen, werden diese vor dem Einlegen der Seile mit Bodenwachs ο. dgl. ausgestrichen und nach dem Einlegen der Seile die Gleitschienen über der Rille mittels seitlich von dieser angebrachter Schrauben befestigt. Die Zugseile können zweckmäßig aus Drahtseil bestehen, da dieses größte Gewähr für Haltbarkeit bietet.
Da bei Verwendung einer Bremse, die gleichzeitig zur Steuerung dient, die Füße nicht mehr gebraucht werden, können vorn an den Kufen Fußrasten angebracht sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: - .
    T. ScHfttenbremse mit nahe den hinteren Enden der Kufen angeordneten Bremsgliedern, die von vorn her durch Seilzüge verstellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Seilzug (3) in einer auf der Unterseite der Kufe (1) angeordneten Rille (2) geführt ist, die durch den Gleitbeschlag (4) abgedeckt ist.
  2. 2. Schlittenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die- aus den Kufen austretenden Seilenden in eine Druckfeder (12) eingeschlossen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK129839D 1933-04-16 1933-04-16 Schlittenbremse Expired DE617630C (de)

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DEK129839D DE617630C (de) 1933-04-16 1933-04-16 Schlittenbremse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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