DE61668C - Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen unter Anwendung von Benzin bei der Laugenbehandlung - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen unter Anwendung von Benzin bei der Laugenbehandlung

Info

Publication number
DE61668C
DE61668C DENDAT61668D DE61668DA DE61668C DE 61668 C DE61668 C DE 61668C DE NDAT61668 D DENDAT61668 D DE NDAT61668D DE 61668D A DE61668D A DE 61668DA DE 61668 C DE61668 C DE 61668C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
gasoline
lye
pulps
lye treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT61668D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. MAHIEU in Armentieres, Nord, Frankreich
Publication of DE61668C publication Critical patent/DE61668C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/12Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using aqueous solvents
    • D06L1/18Working under pressure in closed vessels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bleichen von Garn, Gewebe und Faserstoffen aller Art, bei welchem eine besondere, Benzin (Theerbenzin) oder eine homologe Substanz, wie Toluol, in Mischung mit einer Natriumcarbonat - oder Aetznatron - Lauge, welche für die verschiedenen Bleichoperationen dient, angewendet wird.
Diese Benutzung von Benzin (Theerbenzin) und dessen Homologen (z. B. Toluol) in der Lauge hat den Zweck, färbende und harzartige pflanzliche Bestandtheile der Faserstoffe zu lösen und zu entfernen. Hierdurch wird die Dauer der bis zur Ausbreitung der Faserstoffe, Gewebe oder Garne auf der Bleiche nöthigen Operationen unter Wahrung der Haltbarkeit der Faser abgekürzt; ferner wird an Dampf und an Bleichchemikalien (u. a. an Chlorkalk) gespart. '
Um z. B. 1000 kg Leinengarn der Laugenbehandlung zu unterwerfen, was in einem gewöhnlichen offenen Bottich aus Blech oder Holz, oder auch in einem dicht geschlossenen gufseisernen Druckbehälter geschehen kann, stellt man die Lauge in folgender Weise her:
In einem Blechbehälter mit 2 hl Wasser löst man 60 kg kohlensaures oder kaustisches Natron, erwärmt auf etwa 6o° C, fügt 1,5 1 Benzin (Theerbenzin, bezw. Toluol, für welches sich eine Temperatur von 8o° C. empfiehlt) hinzu und rührt das Gemisch bis zur völligen Emulgirung oder innigen Vermischung des Benzins kräftig um.
Diese Mischoperation dauert im Ganzen 25 Minuten. Nach kurzer Ruhe giefst man den Inhalt in einen gewöhnlichen Kochbehälter, in welchem Wasser bis zur Höhe der darin befindlichen Fasermasse enthalten ist.
Man kocht alsdann mit Dampf unter beständiger Circulation mit Hülfe eines in der Mitte des Kochbehälters angeordneten Rohres und unter demselben Druck und bei derselben Temperatur wie bei gewöhnlichen Laugen. Einer der Vortheile, welchen eine derartige Lauge bietet, besteht darin, dafs für eine Abkochung mit derselben 2Y2 Stunden genügen, anstatt der für die gewöhnlichen Laugen nothwendigen 5 Stunden, so dafs also die Hälfte der Zeit und des Dampfes gespart wird. Darauf behandelt man die Faser- bezw. Garnmasse mit Chlorkalk und neutralisirt das Chlor auf gewöhnliche Weise.
Um 1600 kg Gewebe oder Leinwand auszulaugen, stellt man ein Bad aus 75 kg Soda (vorteilhaft Solvay-Soda) und 2 1 Benzin in gleicher Weise wie für Garn her, indem man also etwa 3 hl Wasser anwendet. Nach ungefähr ι ο Minuten Ruhe läfst man die Lauge vermittelst eines Abflufshahnes in einen Behälter mit 75 hl warmem Wasser und 20 kg Kalk einfliefsen.
Zur Auslaugung von 1600 kg Gewebe, welches sich in einem passenden Behälter befindet, läfst man die eben beschriebene Lauge, nachdem sie sich gesetzt hat, zufliefsen, und nimmt die Abkochung, welche anstatt der bisher nothwendigen 5 Stunden etwa 3 Stunden währt, unter einem Druck von einer halben Atmosphäre vor.
Bei dem neuen Verfahren kommt also Benzin (Theerbenzin, bezw. das homologe
Toluol) für Soda- oder Natron-Lauge mit oder ohne Kalkzusatz zur Anwendung, und man erhält mit Hülfe desselben die Gewebe, Garne oder die Fasermasse von vorzüglicher glänzender Weifse; aufserdem nehmen dieselben schöne Farben an und zeigen bedeutende Haltbarkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Für das Bleichen von Faserstoffen die Anwendung von Benzin (Theerbenzin) oder dessen Homologen in der Lauge bei der Laugenbehandlung des Fasermaterials zur Beförderung und Beschleunigung des Bleichens desselben unter Wahrung seiner Haltbarkeit.
DENDAT61668D Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen unter Anwendung von Benzin bei der Laugenbehandlung Expired - Lifetime DE61668C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE61668C true DE61668C (de)

Family

ID=335714

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT61668D Expired - Lifetime DE61668C (de) Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen unter Anwendung von Benzin bei der Laugenbehandlung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE61668C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE61668C (de) Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen unter Anwendung von Benzin bei der Laugenbehandlung
DE404614C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Fasertorf
DE78477C (de) Verfahren zum Bedrucken von Geweben mittels raffmirten oder rohen Indigos
DE268236C (de)
AT136231B (de) Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern, insbesondere Baumwoll- und Leinenfasern.
DE26839C (de) Bleichverfahren
DE207258C (de)
DE126442C (de)
DE123597C (de)
DE553263C (de) Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen Gefaessen
DE10122C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstwolle
DE323668C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Pflanzenfasern fuer die Textil- und Papierindustrie
DE127375C (de)
DE304349C (de)
DE664818C (de) Netz-, Reinigungs-, Dispergier- und Faerbereihilfsmittel
DE91316C (de)
AT90251B (de) Verfahren zum Beschweren, Färben, Fixieren, Beizen und Bleichen von Seide, Kunstseide, Baumwolle, Wolle und sonstigen Gespinstfasern.
DE146052C (de)
DE61709C (de) Verfahren zum Rösten und Degummiren von Flachs, Chinagras u. dergl
DE357305C (de) Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen Spinnfasern aus Kartoffelkraut
DE252411C (de)
DE169930C (de)
AT50309B (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Natriumhydrosulfit.
AT53101B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Stroh und dgl.
DE327281C (de) Verfahren zum Staerken von Fuell-, Hart- und anderen Appreturen mittels Zellulose, welche in Form von Papierbrei oder Fangstoff die Staerke ganz oder teilweise ersetzt