AT90251B - Verfahren zum Beschweren, Färben, Fixieren, Beizen und Bleichen von Seide, Kunstseide, Baumwolle, Wolle und sonstigen Gespinstfasern. - Google Patents

Verfahren zum Beschweren, Färben, Fixieren, Beizen und Bleichen von Seide, Kunstseide, Baumwolle, Wolle und sonstigen Gespinstfasern.

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AT90251B
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Faerberei & Appreturgesellscha
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Description


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 fasern Schaum in der Weise erzeugt, dass oxydierende, reduzierende, indifferente Gase durch feinporige Körper, wie z. B. Röhren oder Platten aus gebranntem Ton. Graphit usw. in die betreffenden   Lösungen   gepresst werden. 
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 nicht nur aus neutralen und alkalischen Lösungen bei beliebigen Temperaturen   Schaum erzeugt werden   kann, sondern auch mit sauren   Flüssigkeiten,   wenn denselben indifferente Körper beigefügt werden. welche auf die   Oberflächenspannung   der Flüssigkeiten Einfluss haben. 



   Diese Erscheinung ist insofern wertvoll, als hiedurch Lösungen, die Säure oder saure Salze enthalten, bei beliebigen Temperaturen in Schaum verwandelt werden, mit   welchem     Gespinste.   wie Seide. 



  Kunstseide, Baumwolle, Wolle   usw. beschwert, gebeizt, gefärbt,   fixiert und gebleicht werden können. 



   Die in den Färbereien   zurzeit gebräuchlichen Besehwerungsbäder bestehen   aus Lösungen von   Zinnchloriden, Phosphaten : Tonerdesalzen und Wasserglas,   und werden je nach der   gewünschten Hol-   der Beschwerung, in verschiedenen Stärken teilweise wiederholt angewendet. 
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 Temperatur ausgeführt. Das Textilgut musste in den Bädern längere Zeit belassen und bewegt werden. 



   Wie nun in der Einleitung des erwähnten Patentes   gezeigt wurde, kann   die Seide mit Phosphatund   Silikatsehaum   bei niederer oder höherer Temperatur beliebig lange behandelt werden. Wie bekannt. hat es sich aber bisher als völlig unausführbar erwiesen, saure Beschwerung- oder Farbbäder bei beliebigen 
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   fähigkeit   besitzen. 



   Es wurde nun gefunden, dass man bei beliebiger Temperatur vom Gefrier- bis zum Siedepunkt der Lösung sauren Schaum erzeugen kann, wenn den sauren Flüssigkeiten (Säure oder Salzlösungen). 
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  Haematin usw. oder diese Produkte in fester Form in kleinen Mengen beigefügt werden, durch deren Gegenwart mit Hilfe der porösen   Schaumerzeugungskörper     sofort Schaumbildunsr f-intritt.   



   Die Erschwerung von Seide erläutert folgendes :
Beispiel] : Die Seide wird an Stöcken oder Haspeln in   den Zinnbottich hineingehängt, wobei   
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 steigen, bis er die Seidenstränge allseitig umgibt. Diese   Schaumhöhe     wird während   der notwendigen Imprägnierungszeit beibehalten. bis zur entsprechenden Zinnaufnahme, Hierauf wäscht man die Seide in der Waschmaschine oder man wäscht in einem   Schaumbade   von Wasser, dem ein leicht   schaumbildenden   Körper in kleinen Mengen beigefügt wurde. Alsdann folgt eine Phosphatschaumbehandlung. z. B. mit Binatriumphosphaltlösung von 4-8  Bé. Bei vorteilhafter   Temperatur, mehr   oder weniger lang. Nun   wird wieder mit Wasser oder mit in Schaum gebrachtes Wasser gew asehen.

   Der beschriebene Zinnphosphat-   zug kann mehrere Male   vorgenommen werden, d. h.,   bis die Seide die gewünschte Beschwerung aufweist. 



  Nach diesen Behandlungen wird die gewaschene Seide einer Silikatschaumbeschwerung bei gewünschten Temperaturen, z. B. 60  C. unterzogen und zum Färben fertig gestellt. Ein tonerdebad kann nach Bedürfnis 
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 sei es nun in Form von Strang, Bändern, Stoffen oder Schappe : natürlich steht es hiebei völlig frei. gewisse Operationen in Schaum oder Lösung vorzunehmen, wie z. B. das Waschen. 



   Die wesentlichen Vorteile sind : Badmengenersparnisse, weil , wie verschiedene Messungen ergaben, aus 1 cm2 Flüssigkeit 30 cm3 feinzelliger Schaum erzeugt werden kann. Ferner wird durch die chemische 
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 wenn mit Flüssigkeiten gearbeitet wird. Ausserdem fällt auch das Umziehen bzw. beständige Bewegen und Wenden der Ware durch die kontinuierliche Schaumbewegung weg. 



   Das Verfahren eignet sieh namentlich zum Färben von Seide, wo mehr oder weniger stark saure Bäder mit und ohne Bastseife zur. Anwendung kommen, indem man diesen Bädern vor ihrer Überführung 
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   Für Baumwolle kommen als Zusätze zum Farbbade : Glaubersalz, Kochsalz, Soda, Seife u. a. m. bei vorteilhaften Temperaturen in Anwendung. Ferner wird auch mit   Essigsäure.   Salzsäure usw. gefärbt.   Alle diese Bäder   können durch etwas Zusetzen von Saponinen, Tanninen usw. leicht in Schaumzustand gebracht werden. Zum Tannieren und Fixieren z. B. mit   Antimonsalzen   eignet sich das   Schaumbad-     Verfahren vorzüglich   und hat den grossen Vorteil, dass mit sehr kurzen Bädern gute Wirkung zu erreichen ist. 



   Besonders sei darauf hingewiesen, dass das gesamte Vorbleichen der Baumwolle mit Chlorkalk, Waschen und Absäuren im Schaum vorgenommen werden kann. 



   Beispiel 2 : Die Baumwolle wird mit Seife und Soda oder Lauge vorgenetzt und in ein Chlorkalksehaumbad von   üblichem   Gehalt gebracht, als dann im Schaum oder Wasser gewaschen, im Schaum   abgesäuert   und gewaschen, und, je nach Zweck, geeignet weiter behandelt. 



   Für Wolle kommen meistens mit Säure oder sauren Salzen z. B. Schwefelsäure, Essigsäure, Alaun, oxalsaurem Ammonium, Chromkali usw. beschickte Bäder in Betracht, wobei lauwarm eingegangen und die Temperatur nach Bedarf erhöht wird. Das Vorbeizen mit Alaun. Eisenvitriol, Kupfervitriol, Zinnsalz, Chromehlorid usw. ist auch vorteilhaft ebenso wie   das Wollefärben nach   dem beschriebenen Schaumverfahren. 



   Es hat sich ferner gezeigt, dass mit   saponin-oder tanninartigen Produkten   und sonstigen Schaumbildern bei beliebigen Temperaturen Küpenfarbstoffe und   Schwefelfarben   in sauren, neutralen oder alkalischen Küpen, vorzüglich im Schaum gefärbt werden können, wobei je nach Bedarf an Stelle von Luft indifferente, reduzierende oder oxydierende Gase oder Dämpfe in die   Schaumbläschen   gebracht werden können. 



   Ferner sei noch darauf   hingewiesen, dass siel) die gesamte Sehwarzfärherei nach   dieser Erfindung   im,     Schaumzustande   ausführen lässt. Die Vorteile sind bei all diesen   Schaumfärbeverfahren : geringe   Badmengen, wodurch wesentliche 
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 mässige Färbung auf, ist gekennzeichnet durch guten Griff. Glanz und wird durch blosses Hineinhängen oder u. a. durch zeitweises Drehen an einem Stock. Haspel, wesentlich geschont ; denn ist das Farbbad gestellt, so wird die über der Flüssigkeit   befindliehe   Ware durch Inbetriebsetzen des Schaumerzeugungsapparates von dem Schaum umgeben und darin bis zur   gewünschten   Färbung belassen. Diese Schaumerzeugungsapparate-sind nach Patent   Nr.   84652 z.

   B. mit Luft oder Gaszufuhr verbundene, poröse, zylin-   drisehe   Röhren, in die Flüssigkeiten praktisch eingebaut, oder es sind unter Luft-oder Gasdruck gehaltene, poröse Platten als Gefässteile zu benützen. Die beständige Bewegung der Ware wird ersetzt durch den stets zirkulierenden Schaum, welcher sich kontinuierlich erneuert. 



     Gegenüber dem Verfahren   zum Beschweren von Seide mittels der in der schweizerischen Patent- 
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 Harzen bei Siedetemperatur erzeugt werden, hat das vorstehend beschriebene Verfahren den Vorteil, dass bei letzterem die Schaumerzeugung bei beliebiger Temperatur unter dem Siedepunkt erfolgt und hiebei die   Leim- bzw. Harzzusätze nicht   wie bei der genannten Patentschrift zur Bekämpfung der Alkalität des Bades dienen, sondern einzig die   Oberflächenspannung der Behandlungsflüssigkeit   in der Weise beeinflussen sollen, dass es möglich wird, mittels eines Gases bei beliebiger Temperatur unter dem Siedepunkt   Schaumbäder   mit dem gewünschten   Feuehtigkeitsgrad   zu erzeugen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Beschweren. Färben, Fixieren. Beizen und Bleichen von Seide, Kunstseide, Baumwolle, Wolle und sonstigen Gespinstfasern, dadurch gekennzeichnet, dass behufs Erzeugung von Schaum aus sauren, neutralen und alkalischen Flüssigkeiten, bei beliebigen Temperaturen, nach dem Verfahren des österr. Patentes Nr. 84652, den verwendeten Flüssigkeiten Saponine. Leime. Tannine, Harze oder ähnliche Körper beigefügt werden.
AT90251D 1915-12-06 1916-10-19 Verfahren zum Beschweren, Färben, Fixieren, Beizen und Bleichen von Seide, Kunstseide, Baumwolle, Wolle und sonstigen Gespinstfasern. AT90251B (de)

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FR90251X 1916-01-25

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AT90251D AT90251B (de) 1915-12-06 1916-10-19 Verfahren zum Beschweren, Färben, Fixieren, Beizen und Bleichen von Seide, Kunstseide, Baumwolle, Wolle und sonstigen Gespinstfasern.

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