DE925883C - Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von Textilien - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von Textilien

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DE925883C
DE925883C DEP30480A DEP0030480A DE925883C DE 925883 C DE925883 C DE 925883C DE P30480 A DEP30480 A DE P30480A DE P0030480 A DEP0030480 A DE P0030480A DE 925883 C DE925883 C DE 925883C
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DE
Germany
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metal bath
metal
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treatment liquid
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Expired
Application number
DEP30480A
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English (en)
Inventor
Robert Stewart Erskine Hannay
William Kilby
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Standfast Dyers and Printers Ltd
Original Assignee
Standfast Dyers and Printers Ltd
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Publication date
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Publication of DE925883C publication Critical patent/DE925883C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B19/00Treatment of textile materials by liquids, gases or vapours, not provided for in groups D06B1/00 - D06B17/00
    • D06B19/0005Fixing of chemicals, e.g. dyestuffs, on textile materials
    • D06B19/0076Fixing of chemicals, e.g. dyestuffs, on textile materials by contact with a heated surface
    • D06B19/0082Fixing of chemicals, e.g. dyestuffs, on textile materials by contact with a heated surface by passing through a bath of liquid metal or a fluidised bed

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Textilien Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und die zu seiner Ausführung erforderliche Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Textilien und ähnlichen Stoffen, z. B. zum Entschlichten, Mattieren, Polymerisieren, Appretieren, Imprägnieren, Färben, Entfärben, Waschen, Bleichen, Dämpfen und Dekatieren. Unter Textilien sollen dabei unterschiedliche Stoffe verstanden sein, die man üblicherweise in der Textilindustrie verwendet, z. B. Baumwolle, Wolle, Kunstseide, Polyamidfaser und andere natürliche oder künstliche Stoffe, ferner Gespinste, Filze, Folien, Gewebe oder Garne, auch aus Glas oder Kunststoffen.
  • Die Erfindung geht von dem an anderer Stelle gemachten Vorschlage aus, das Textilgut zur kontinuierlichen Wärmebehandlung durch ein Bad von geschmolzenem Metall zu führen, das einen Schmelzpunkt unter zoo° C hat, bei der Behandlungstemperatur flüssig ist, von dem Textilgut nicht aufgenommen wird und auch keine chemische Wirkung auf das Textilgut oder ein dafür vorgesehenes Behandlungsmittel ausübt. Dabei wird das Gut vor dem Einführen in das Bad mit einer Behandlungsflüssigkeit getränkt, z. B. mit einer Farbstofflösung, die dem Gut über seine Fläche in gleichmäßiger Konzentration und Menge zugeführt wird. Zur Durchführung dieses Verfahrens ist eine Vorrichtung vorgesehen, die ein zur Aufnahme des geschmolzenen Metalls geeignetes Gefäß, Einrichtungen zum Zuführen und Weiterleiten des Gutes durch das geschmolzene Metall und Mittel zum Regeln der Beheizung des Metallbades- aufweist. Schließlich war auch bereits vorgesehen, die Behandlungsflüssigkeit, z. B. eine Farbstofflösung, an der Eintrittsstelle des Gutes in das Metallbad unmittelbar auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls anzuordnen.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei einer derartigen Wärmebehandlung von Textilien die Neigung besteht, daß das behandelte Gut beim Verlassen des Metallbades Schaum oder sonstige Teilchen aus dem geschmolzenen Metall mitnimmt. Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, dies zu vermeiden, und kennzeichnet sich dadurch, daß das behandelte Gut zusätzlich beim Verlassen des Metallbades mit einer auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls befindlichen Behandlungsflüssigkeit in Berührung gebracht wird. Diese Behandlungsflüssigkeit an der Austrittsseite des Metallbades ist vorzugsweise eine wäßrige Flüssigkeit von solcher Beschaffenheit, daß sie auf den Farbstoff oder ein anderes, vor dem Eintritt des Gutes in das Metallbad aufgebrachtes Behandlungsmittel keine schädliche Wirkung ausübt.
  • Wird diese wäßrige Behandlungsflüssigkeit im Zusammenhang mit einem Färbeverfahren verwendet, so kann sie Salze oder andere Chemikalien enthalten, die das Fixieren des Farbstoffs unterstützen oder die vorher angewandte Färbeflotte neutralisieren. Beim Färben mit Direktfarbstoffen kann die Austrittsflüssigkeit Kochsalz, Glaubersalz oder schwache Säuren, wie Ameisen- oder Essigsäure, enthalten. Bei der Anwendung für andere als Färbeverfahren kann die wäßrige Flüssigkeit so beschaffen sein, daß sie die beim Durchgang des Gutes durch das Metallbad durchgeführte Behandlung fördert oder ergänzt. Ihre Beschaffenheit kann aber auch so gewählt werden, daß sie eine nachfolgende Behandlung fördert. Selbstverständlich kann sie auch neutral sein.
  • Es wurde gefunden, daß die im vorhergehenden beschriebene Anwesenheit der wäßrigenr Flüssigkeit. an der Austrittsseite die Neigung des Textilgutes, Schaum oder Teilchen des geschmolzenen Metalls mitzunehmen, wesentlich herabsetzt.
  • Es wurde ermittelt, daß beim Färben mit Küpen-oder Schwefelfarbstoffen die Austrittsflüssigkeit schnell durch Natriumhydroxyd und Hydrosulfit verunreinigt wird. Diese alkalische Austrittsflüssigkeit hat die Neigung, etwa bereits auf das Gut gebrachten Farbstoff herunterzuziehen und so eine streifige Wirkung zu verursachen. Um diesen besonderen Nachteil zu vermeiden, kann man als Austrittsflüssigkeit eine starke Lösung von Kochsalz oder Glaubersalz verwenden, wobei frische Lösung in dem Maße zugesetzt wird, wie erforderlich ist, um die Austrittsflüssigkeit in einem den vorher aufgebrachten Farbstoff nicht - wesentlich beeinträchtigenden Zustand zu erhalten.
  • Diese Kochsalz- oder Glaubersalzlösungen z. B. können durch Aufnahme von Ätznatron aus dem imprägnierten Gut alkalisch werden.
  • Es wurde auch gefunden, daß beim Färben mit Küpen- oder Schwefelfarbstoffen die Behandlungsflüssigkeit an der Austrittsseite nicht angesäuert werden darf, da sonst wesentliche Mengen an Schlamm an der Austrittsseite entstehen können, wodurch Schlamm und Metall am Textilgut haften und fehlerhafte-Behandlung, beispielsweise fleckige Färbungen, und Metallverluste hervorgerufen werden, können. Ist die Flüssigkeit an der Austrittsseite sauer, so greifen die Hydrosulfitzersetzungsprodukte das Metall unter Schlammbildung an.
  • Füt die glatte Durchführung des Färbens ist es wünschensvV'ert, daß ein derartiges Metallbad auf eine Temperatur von etwa 9o bis 95° C erhitzt wird und daß die Flüssigkeit an der Austrittsseite bei einer über dem Schmelzpunkt des Metalls liegenden Temperatur gehalten wird. Eine Höhe der Austrittsflüssigkeit von 30 cm ist als brauchbar befunden worden.
  • Die Behandlungsflüssigkeit an der Austrittsseite kann in einem Trog mit offenem Boden, einem Kasten oder einer ähnlichen Anordnung zur Aufrechterhaltung einer Flüssigkeitsschicht auf der Oberfläche _ des Bades enthalten sein, wobei die Flüssigkeitsschicht auf diejenige Stelle des Metallbades begrenzt ist, wo das Gewebe oder andere Textilgut das Bad verläßt. Es ist natürlich wesentlich, daß die Behandlungsflüssigkeit ein leichteres spezifisches Gewicht als das Badmedium besitzt. Der erwähnte Trog oder eine ähnliche Anordnung kann von dem Gefäß oder Behälter für das geschmolzene Metall getragen werden, oder er kann durch eine sich quer über den oberen Teil des genannten Gefäßes erstreckende Trennwand gebildet werden. Das Gefäß selbst kann Verengungen enthalten, durch die das Gut senkrecht aufwärts und abwärts geführt wird, sowie Vorrichtungen zum Heizen des Bades.
  • Der Trog mit offenem Boden kann mit Ein- und Austrittsrohren versehen sein, so daß man die Behandlungsflüssigkeit umlaufen lassen kann. Die an der Austrittsseite des Metallbades befindliche Behandlungsflüssigkeit kann im übrigen selbsttätig auf gleichbleibender Höhe gehalten werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Wärmebehandlung von Textilien und ähnlichen Stoffen in laufender Bahn unter Führung des Stoffes durch ein Bad aus geschmolzenem Metall, dadurch gekennzeichnet, daß das behandelte Gut zusätzlich beim Verlassen des Metallbades mit einer auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls befindlichen Behandlungsflüssigkeit in Berührung gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Austrittsstelle des behandelten Gutes aus dem Metallbad befindliche Flüssigkeit eine wäßrige Flüssigkeit von solcher Beschaffenheit ist, daß sie auf das auf das Gut vor seinem Eintritt in das Metallbad aufgebrachte Behandlungsmittel keine schädliche Wirkung ausübt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Austrittsstelle des Gutes auf dem Metallbad befindliche Flüssigkeit die in dem Metallbad und/oder bei einer Nachbehandlung auf das Textilgut ausgeübte Wirkung fördert oder ergänzt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1,:2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Verwendung der Wärmebehandlung im Metallbad zum Färben des Gutes die an der Austrittsstelle des Gutes aus dem Metallbad befindliche Behandlungsflüssigkeit ein oder mehrere Salze oder andere Stoffe enthält, die das Fixieren oder Neutralisieren des zuvor aufgetragenen Farbstoffs fördern.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Austrittsstelle des Gutes aus dem Metallbad vorgesehene Behandlungsflüssigkeit Kochsalz, Glaubersalz oder eine Säure, z. B. Ameisen- oder Essigsäure, enthält.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche r bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Austrittsstelle des Gutes aus dem Metallbad vorgesehene Behandlungsflüssigkeit auf einer oberhalb des Schmelzpunktes des geschmolzenen Metalls liegenden Temperatur gehalten wird.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen a bis 6, bestehend aus einem zum Durchleiten von Textilgut in laufender Bahn bestimmten Gefäß, das mit geschmolzenem Metall vom Schmelzpunkt unter etwa roo° C gefüllt und mit Mitteln zum Erhitzen dieses Metallbades versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß an der Austrittsstelle des Textilgutes aus dem Metallbad zur Aufnahme einer auf der Oberfläche des Metallbades schwimmenden, von der Eintrittsstelle des Gutes getrennt bleibenden Behandlungsflüssigkeit geeignet und damit versehen ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Aufnahme des Metallbades bestimmte Gefäß an der Austrittsstelle des Textilgutes aus dem Metallbad einen Trog mit offenem Boden, einen Kasten, eine Trennwand od. dgl. zur Aufnahme der auf dem Metall schwimmenden Behandlungsflüssigkeit aufweist. g. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch zugeordnete Mittel, durch die die an der Austrittsstelle des Textilgutes aus dem Metallbad befindliche Behandlungsflüssigkeit auf einer im wesentlichen gleichbleibenden Höhe, z. B. von etwa 3o cm, gehalten wird.
DEP30480A 1947-08-30 1949-01-01 Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von Textilien Expired DE925883C (de)

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DEP30480A Expired DE925883C (de) 1947-08-30 1949-01-01 Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von Textilien

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DE (1) DE925883C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118138B (de) * 1958-06-19 1961-11-30 Shri Ram Inst For Ind Res Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Nass- und Trockenbehandeln von Textil- oder aehnlichem Gut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118138B (de) * 1958-06-19 1961-11-30 Shri Ram Inst For Ind Res Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Nass- und Trockenbehandeln von Textil- oder aehnlichem Gut

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