Schaltungsanordnung zur Fernsteuerung des elektromotorischen Antriebs
eines zwischen zwei Endlagen verstellbaren Gegenstandes, insbesondere für den elektrischen
Schieberantrieb von Schwimmdocks Für den elektrischen Schieberantrieb von Schwimmdocks
ist eine Schaltung vorgeschlagen worden, bei der die Endstellungen durch eine Anzeigevorrichtung
an einer Zentralstelle sichtbar -- gemacht werden. Die Steuerleitungen für den Antriebsmotor
des Schiebers werden hierbei gleichzeitig als Meldeleitung für die Anzeigevorrichtung
benutzt. Die Anzeigevorrichtung kann optisch oder akustisch sein. Vorzugsweise werden
für jeden Motor drei Glühlampen benutzt, und zwar zwei Lampen für die beiden Endstellungen
des Schiebers (Geschlossenstellung und Offenstellung) und eine Lampe für den Laufzustand
des Motors. Die Steuerung des Schiebers erfolgt durch einen Kommandoschalter von
der Zentrale aus. Hat der Schieber seine Endstellung in einer Richtung (Offenstellung
oder Geschlossenstellung) erreicht, so löst er einen Schalter (Endschalter) aus,
durch den der Motor über ein Schütz ausgeschaltet und der Antrieb stillgesetzt wird.
Die Endabschaltung in der anderen Richtung erfolgt in der gleichen Weise. Als Endschalter
kommen Umschalter mit Momentschaltung in Frage. Nachdem der Motor durch den Endschalter
abgeschaltet worden ist, ist eine Wiedereinschaltung nur in der anderen Richtung
möglich, weil die zuerst eingestellte Bewegung durch den vom Schieber selbst umgelegten
Endumschalter gesperrt ist. Zur Zurückschaltung des Endumschalters ist ein gewisser
Schieberweg (Schaltweg) erforderlich. Innerhalb - dieses Schaltweges kann der Motor
bei der üblichen Anordnung nur in der einen Richtung eingeschaltet werden. Es ist
also an jedem Ende eine Zone vorhanden, in der eine Umkehr der Drehrichtung nicht
möglich ist. Außerhalb dieser Zonen kann der Motor in jeder Lage des Schiebers angehalten
und umgesteuert werden. In den Endzonen ist es also möglich, daß der bereits geöffnete
Schieber in dieser Stellung stehenbleibt, obgleich der Kommandoschalter auf der
Stellung »Geschlossen« steht, nämlich dann, wenn die Umschaltung des Motors, nachdem
der Schieber in der Stellung »Offen« in Bewegung war, umgeschaltet worden ist, bevor
der Endumschalter umgelegt worden ist. Wenn also der Dockmeister den Kommandoschalter
auf »Offen« und gleich darauf, etwa infolge eines Mißverständnisses, auf »Geschlossen«
zurückbewegt, kann der Schieber in einer wenig geöffneten Stellung stehenbleiben,
obgleich nach der Anzeigevorrichtung der Schieber geschlossen ist. Es sind also
Betriebsstörungen
und Betriebsunfälle möglich.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Fernsteuerung
des elektromotorischen Antriebs eines zwischen zwei Endlagen verstellbaren Gegenstandes,
beispielsweise eines Schiebers, bei der als Momentschalter ausgebildete Endumschalter
zur Umschaltung der Drehrichtung des Verstellmotors verwendet werden, die von dem
verstellbaren Gegenstand bei Erreichen und Verlassen der Endlagen betätigt werden.
Erfindungsgemäß ist bei Unterteilung des gesamten Verstellweges des verstellbaren
Gegenstandes in zwei vom Umstellweg der Endumschalter abhängige Endverstellwege
und einen zwischen diesen liegenden Hauptverstellweg der Kommandostromkreis für
die Schaltung des Verstellmotors innerhalb jedes der beiden Endverstellwege so lange
zwangsläufig verriegelt, bis der verstellbare Gegenstand nach Verlassen der einen
oder der anderen Endlage den zu dieser Endlage gehörigen Endumschalter verstellt
hat, und es ist für diesen Kommandostromkreis innerhalb des zwischen den beiden
Endverstellwegen liegenden Hauptverstellwege des verstellbaren Gegenstandes die
Umsteuerbarkeit des Verstellmotors durch Aufhebung der Verriegelung freigegeben.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei welchen der Kommandostromkreis für die
Betätigung eines Verstellrnotors nach seinem Ingangsetzen unabhängig von der Stellung
des Kommandoschalters geschlossen bleibt, bis der verstellbare Gegenstand nach Verlassen
einer Endlage einen zu dieser Endlage gehörigen Umschalter verstellt hat. Bei diesen
Anordnungen ist es jedoch nicht möglich, den Antrieb auf dem Wege zwischen den beiden
Endlagen umzusteuern. Es muß vielmehr immer erst die andere Endlage erreicht sein,
bevor eine rückläufige Bewegung durchführbar ist. Zweck der Erfindung dagegen ist
es gerade, ein sicheres Umsteuern auf dem Hauptweg zwischen zwei Endlagen des verstellbaren
Organs zu ermöglichen. Zweckmäßig wird man bei der Erfindung die Schaltungsanordnung
so treffen, daß jedes der beiden zum In- und Außerbetriebsetzen des Verstellmotors
dienenden Umkehrschaltschütze in seiner Einschaltstellung einen Haltestromkreis
schließt, der über einen Kontakt desjenigen Endumschalters verläuft, von dem aus
der verstellbare Gegenstand bei der Ausführung des Kommandos sich entfernt. Die
einmal eingeleitete Bewegung des Motors bleibt also bei der Erfindung, unabhängig
von der Stellung des Kommandoschalters, so lange erhalten, bis der verstellbare
Gegenstand die eine Endlage, in der er sich vor Beginn der Verstellbewegung befand,
verlassen und den zugehörigen Endumschalter verstellt hat. Um sowohl die Endlage
als auch die Bewegung des Schiebers sichtbar zu machen, können den Schützspulen
Signallampen hohen Widerstandes und dem Kommandoschalter eine Signallampe niedrigen
Widerstandes vorgeschaltet sein, wobei durch die dem Kommandoschalter vorgeschaltete
Signallampe eine der einer Schützspule vorgeschalteten Signallampen .überbrückt
werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll an Hand der Zeichnung erläutert
werden. In dem dargestellten Schaltschema befindet sich der nicht dargestellte Schieber
in seiner unteren Endstellung und hat den Endumschalter a in die Schaltstellung
1,:2 gebracht. Dadurch ist die Wicklung des Schützes d stromlos geworden und der
Verstellmotor g stillgesetzt. Die Lampen i und h sind dunkel, während
die Lampe f brennt, da für sie ein Stromkreis über die Schützwicklung e geschlossen
ist. Der Widerstand der Lampe f ist so groß, dal3 das Schütz e nicht genügend erregt
wird, um eingeschaltet werden zu können. Das Brennen der Signallampe zeigt also
an, daß der Schieber seine untere Endstellung eingenommen hat. Will man nun den
Schieber in die obere Endlage bewegen, so wird der Kommandoschalter c in die Schaltstellung
7, 9 gebracht. Die dem Kommandoschalter c vorgeschaltete Signallampe i besitzt einen
geringeren Widerstand als -die Lampen h und f, so daß die Erregung
des Schützes e ausreicht, um den Motor g einzuschalten. Der Motor bewegt den Schieber
nach oben. Der Schieber nimmt bei dieser Bewegung den Endumschalter a mit und bringt
ihn nach Durchlaufen des vom Umstellweg des vom Endumschalter abhängigen Endverstellweges
aus der Stellung i, 2 in die Stellung z, 3. Während der Motor g 'schon läuft, der
Endumschalter a aber nicht umgeschaltet worden ist und die Stellung 1,:2 noch besteht,
bemerke der Wärter z. B., daß seine vorgenommene Schalthandlung nicht richtig war.
Er ist nun bestrebt, den Schieber wieder in seine frühere Endlage zurückzubringen
und legt zu diesem Zweck den Kommandoschalter c in die Schaltstellung 7, B. Um nun
zu vermeiden, daß durch diese Handlung das Schütz e stromlos wird, ist die Schaltung
so ausgebildet, daß für das Schütz e ein Stromkreis über den anderen in Schlußstellung
befindlichen Endumschalter b hergestellt ist. Dieser Stromkreis geht von der positiven
Leitung eines Gleichstromnetzes über die Leitung zo, die Kontakte z z, z2, die Leitung
13,
die Kontakte a, 2 des Endumschalters d, die Leitung 1q., die Kontakte
15, 16, die Leitung 17, die Schützspule e, die Kontakte q., 5 des
Endumschalters b, die Leitung 1ß, die Kontakte z9, 2o und die Leitung 2z zurück
zur
negativen Leitung des Gleichstromnetzes. Infolge dieses Stromkreises
bleibt das Schütz e eingeschaltet, und der Schieber behält seine Verstellbewegung
bei. Hat diese Verstellbewegung die Größe des Endverstellweges erreicht, so wird
der Endumschalter a die Schaltstellung i, 3 einnehmen. Dadurch ist der Stromkreis
für die Schätzwicklung e unterbrochen und der Antrieb stillgesetzt. Da der Kommandoschalter
c in der Schaltstellung 7, 8 steht, wird aber gleichzeitig ein Stromkreis für die
Schätzwicklung d über die Kontakte i, 3 des Endumschalters a, der sich nunmehr in
Schlußstellung befindet, hergestellt. Dadurch wird die Drehrichtung des Motors g
umgekehrt, und der Schieber bewegt sich wieder nach unten, bis er seine untere Endlage
wieder eingenommen und den Endabschalter a in die Schaltstellung i, z gebracht hat.
Infolge der symmetrischen Ausbildung der Schaltungsanordnung treten natürlich genau
dieselben Verhältnisse auf, wenn der Schieber seine obere Endlage eingenommen hat
und nach unten bewegt wird.