DE615131C - Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper

Info

Publication number
DE615131C
DE615131C DEI48112D DEI0048112D DE615131C DE 615131 C DE615131 C DE 615131C DE I48112 D DEI48112 D DE I48112D DE I0048112 D DEI0048112 D DE I0048112D DE 615131 C DE615131 C DE 615131C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
oxy compounds
heterocyclic
bodies
sulfonic acids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI48112D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Herdieckerhoff
Eduard Tschunkur
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI48112D priority Critical patent/DE615131C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE615131C publication Critical patent/DE615131C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Körper Es wurde gefunden, daß sich Oxyverbindungen der allgemeinen Formel in welcher x Schwefel, Sauerstoff oder die Gruppe -N H-, N-Alkyl, N-Aryl oder N-Aralkyl bedeutet, in der Weise herstellen lassen, daß man die entsprechenden 2-Sulfonsäuren der Formel (Bedeutung von x wie oben) oder deren Salze mit verseifenden Mitteln behandelt. Die besten Ergebnisse werden im allgemeinen erhalten, wenn man als verseifende Mittel Säuren bzw. deren saure Salze, z. B. Salz-oder Schwefelsäure, Bisulfate u. dgl., verwendet. In diesen Fällen verläuft die Umsetzung oft schon bei gewöhnlicher Temperatur. In anderen Fällen ist, insbesondere bei Verwendung schwächerer Säuren, -die Anwendung erhöhter Temperatur erforderlich. Ebenso verlangt die Anwendung alkalischer Verseifungsmittel meist die Anwendung höherer Temperaturen. Kennzeichnend für die Umsetzung ist, daß die Verseifung der Sulfogruppe unter Abspaltung von SO2 erfolgt. Es sind demgemäß die näheren Umsetzungsbedingungen bezüglich Art und Konzentration der verseifenden Mittel bzw. Höhe der Temperatur so zu wählen, daß eine Abspaltung von schwefliger Säure eintritt.
  • Die als Ausgangsstoffe dienenden- Sulfonsäuren können z. B. durch Oxydation der entsprechenden 2-Mercaptoverhindungen, zweckmäßig in alkalischem Medium, hergestellt werdien (vgl. Richter-Anschütz, Chemie der Kohlenstoffverbindungen, 3. Band [19V1 S.12,9).
  • Es ist selbstredend nicht notwendig, die Sulfonsäuren aus den bei ihrer Herstellung sich ergebenden Reaktionsmischungen vor der Verseifung abzutrennen. Man kann vielmehr auch so arbeiten, daß man die Sulfonsäuren in diesen Reaktionsmischungen ohne weiteres mit verseifenden Mitteln gemäß vorliegendem Verfahren behandelt. Beispiel i ioo kg Benzimidazol-2-sulfonsäure werden mit i ooo 1 2 %iger Salzsäure mehrere Stunden auf i5o° unter Druck erhitzt. Es scheidet sich fast quantitativ das 2-Oxybenzimi@dazol aus. Schmelzpunkt 3o5°. Beispiel e 5o kg des Natriumsalzes der Benzoxazol-2-sulfonsäure löst man in 3oo bis 400 1 warmen Wassers und säuert die Lösung vorsichtig mit Salzsäure an. Es scheidet sich unter Abspaltung von schwefliger Säure das 2-Oxybenzoxazol in guter Ausbeute aus. Schmelzpunkt i40°. BeisPiel3 5o kg des Natriumsalzes der ß-Naphthoxazol-2-sulfonsäure werden in etwa 300 1 warmen Wassers gelöst; beim Ansäuern der Lösung mit Schwefelsäure spaltet sich schweflige Säure ab, und es bildet sich. in guter Ausbeute das 2-Oxy-ß-naphthoxazol vom Schmelzpunkt 2o6°. Beispiel q. 2I2 kg 2-Mercapto-6-nitrobenzothiazol werden mit etwa 24okg 5oo/Qiger Natronlauge in etwa ioool Wasser bei 2o bis 3o° gelöst und langsam unter Rühren mit 340 kg 3o%iger Wasserstoffsuperoxydlösung versetzt. Es bildet sich fast quantitativ das Natriumsalz des 2-Oxy-6-nitrobenzothiazols unter Abspaltung von schwefliger Säure aus der entsprechenden 2-Sulfonsäure, die zunächst entsteht. Beim Ansäuern scheidet sich das freie 2-Oxy-6-nitrobenzothiazol aus. Die Reinigung erfolgt durch Umlösen aus Alkalien und Aussalzen. Gelbstichige Kristallevom Schmelzpunkt 252'.
  • Ebenso läßt sich das 2-Oxy-5-nitrobenzothiazol vom Schmelzpunkt 282°a darstellen. Beis.piel5 4o kg 2-Mercaptobenzothiazol werden mit 25 kg 5o%igex Natronlauge in i 5o 1 Wasser gelöst und bei 2o bis 3o° langsam mit einer Lösung von 8o kg Kaliumpermanganat in etwa 8oo 1 Wasser versetzt. Nachdem alle P@ermanganatlösung eingetragen ist, erhitzt man das Ganze auf 8o bis go° und filtriert vom Manganschlamm ab.. Das Filtrat, das -die Benzothiazol-2-sulfonsäure enthält, wird heiß mit so viel Salzsäure angesäuert, bis kongosaure Reaktion eintritt. Unter starker SO, - Entwicklung scheidet sich das 2-Oxybenzothiazol zum größten Teil unmittelbar aus. Der Rest kristallisiert beim Erkalten aus. Die Ausbeute beträgt etwa 9o % der Theorie. Das erhaltene Produkt ist sehr reim und besitzt leinen Schmelzpunkt von i38°.
  • In gleicher Weise lassen sich aus den entsprechenden Benzothiazol-2-sulfonsäuren herstellen: 4-Chlor-2-oxybenzothiazol, Schmelzpunkt 204 bis 2o5°, 5-Chlor-2-oxybenzothiazol, Schmelzpunkt 2r8°, 6-Methoxy-2-oxybenzothiazol, Schmelzpunkt 163 bis 164'.
  • Die nach dem Verfahren; hergestellten Produkte können insbesondere als Zwischenprodukte zur Darstellung von pharmazeutischen und anderen technisch wertvollen Produkten Verwendung finden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: _. Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungender allgemeinen Formel in welcher x Schwefel, Sauerstoff oder die Gruppe -N H-, N-Alkyl, N-Aryl oder N-Aralkyl bedeutet; dadurch gekennzeichnet, daß man die entsprechenden 2-Sulfonsäuren der Formel (x - wie oben) unter solchen Bedingungen mit verseifenden Mitteln behandelt, daß sich S02 abspaltet.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man d .ie Herstellung der Sulfonsäuren und ihre Verseifung zu Oxyverbindungen ohne Isolierung,der Sulfonsäuren in einer Operation vornimmt.,
DEI48112D 1933-10-13 1933-10-13 Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper Expired DE615131C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI48112D DE615131C (de) 1933-10-13 1933-10-13 Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI48112D DE615131C (de) 1933-10-13 1933-10-13 Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE615131C true DE615131C (de) 1935-06-27

Family

ID=7192166

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI48112D Expired DE615131C (de) 1933-10-13 1933-10-13 Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE615131C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4370483A (en) 1980-05-05 1983-01-25 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the manufacture of 2-hydroxybenzothiazoles

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4370483A (en) 1980-05-05 1983-01-25 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the manufacture of 2-hydroxybenzothiazoles

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE615131C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyverbindungen heterocyclischer Koerper
DE550572C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthionsaeure bzw. Carbylsulfat und deren Homologen
DE859461C (de) Verfahren zur Darstellung von aromatischen Sulfonsaeurehalogeniden
EP0008118A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3,3-Bis-(4-dimethylaminophenyl)-6-dimethylaminophthalid
DE562503C (de) Verfahren zur Darstellung von Trihalogenarylthioglykolsaeuren
DE470503C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten
DE564115C (de) Verfahren zur Herstellung von Esterderivaten der Leukoverbindungen von Kuepenfarbstoffen
DE397405C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gerbstoffen
DE840994C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Amidabkoemmlingen
AT241697B (de) Verfahren zur Darstellung des neuen N-Allylnormorphin-6-nicotinsäureesters
DE490716C (de) Verfahren zur Oxydation von schwefelhaltigen organischen Verbindungen
DE512820C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyanthrachinonderivaten, insbesondere Alizarin und seinen Derivaten
DE436524C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-Oxynaphthalin-6-carbonsaeure
DE572283C (de) Netz-, Reinigungs-, Emulgier- und Loesemittel u. dgl.
AT225194B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden der Pyrimidinreihe und von Salzen derselben
DE514505C (de) Verfahren zur Darstellung der 1-Methyl-5-chlorbenzol-2-carbonsaeureamid-3-thioglykolsaeure
DE968212C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanididen organischer Sulfosaeuren
AT43639B (de) Verfahren zur Darstellung von β-Methyladipinsäure.
AT128350B (de) Verfahren zur Herstellung elektrolytarmer wäßriger Lösungen von Seidenfibroin.
AT55202B (de) Verfahren zur Darstellung von Alizarin bzw. Oxyanthrachinonen.
DE879550C (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylsulfonabkoemmlingen
DE749468C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Aminobenzothiazol
DE619755C (de) Verfahren zur Darstellung von Aminochrysensulfonsaeuren
DE564770C (de) Verfahren zur Herstellung von Esterderivaten aus Kuepenfarbstoffen
DE1067445B (de) Verfahren zur Herstellung von Polychlorphenolen, insbesondere von Pentachlorphenol, hohen Reinheitsgrades