DE61044C - Verfahren der Vorbereitung von Celluloid-, Horn- oder Elfenbeinflächen für den Farbendruck - Google Patents

Verfahren der Vorbereitung von Celluloid-, Horn- oder Elfenbeinflächen für den Farbendruck

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DE61044C
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A. A. C. DE COETLOGON in Paris, Boulevard de Strasbourg 23
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/002Priming paints

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bisher konnte man auf Celluloid, Horn, Elfenbein oder dergleichen die in der Lithographie angewendeten Farben nicht annähernd so deutlich aufdrucken, als auf Papier; die Farbe konnte nicht in die Poren der undurchdringlichen Masse eindringen.
Mit Hülfe des nachstehend beschriebenen Verfahrens gelingt es auf verhältnifsmäfsig einfache Weise, den gewünschten Zweck zu erreichen. Ueberdies sind die mit dem neuen Verfahren auf Celluloid, Horn, Elfenbein oder dergleichen erzielten Farbenwirkungen durch ganz besondere Schönheit ausgezeichnet.
Die polirte Oberfläche des Celluloids, Elfenbeins, Horns oder eines anderen ähnlichen Stoffes wird durch einen Sandstrom gerauht, wobei Stellen, welche glatt bleiben sollen, von dieser Behandlung ausgeschlossen werden. Die Platte wird hierauf mit Wasser oder mit Alkohol gewaschen, wodurch die Poren von allen Stofftheilen, welche dieselben verstopfen· könnten, befreit werden. Dieses Freimachen der Poren des Materials ist für das neue Verfahren durchaus nicht unwichtig.
Nach dieser Vorbereitung wird die Platte zweckmäfsig mit einem Firnifs bedeckt, welcher aus 2 Theilen Oelfirnifs, 1 Theil reinem Copalfirnifs und 1 Theil reinem Terpentinöl, Lavendelöl oder dergleichen besteht.
Die Anwendung dieses Firnisses ist nicht unbedingt nothwendig, jedoch sehr zu empfehlen.
Die mit dem Firnifs behandelte Fläche wird abgewischt und mit einem Pulver bedeckt, welches aus gleichen Theilen Magnesiumsulfat und Baryumsulfat (schwefelsaurem Baryt) besteht. Diese Mischung der beiden Sulfate kommt zur Verwendung, ehe noch der Firnifsüberzug ganz getrocknet ist, ganz frisch indessen darf er auch nicht sein. Das Pulver läfst man einige Stunden auf der Platte, wischt dann sorgfältig ab und glättet.
Es bleibt dabei sehr innig mit dem Firnifs verbunden, und das Magnesiumsulfat würde sich auch beim Waschen mit Wasser nicht mehr in demselben lösen.
Auf diese Weise erhält man auf der Oberfläche des Celluloids, Horns oder Elfenbeins einen eigenartigen, sehr dünnen Ueberzug, welcher eine aufserordentlich grofse Affinität zu denjenigen Druckfarben besitzt, die gewöhnlich in der Lithographie angewendet werden. Der dünne Ueberzug saugt nämlich dieselbe auf und hält sie in den Poren des Materials zurück.
Bei Ausführung des beschriebenen Verfahrens kann man dem oben genannten Pulver irgend einen Farbstoff zusetzen und dadurch der Oberfläche des Materials verschiedene schöne Färbungen ertheilen, welche durch Reiben nicht wieder zu entfernen sind. Ganz besonders soll schliefslich noch hervorgehoben werden, dafs es mittelst des neuen Verfahrens gelingt, auf Celluloid, Horn, Elfenbein oder dergleichen die feinsten und zartesten Färbungen in aufserordentlicher Klarheit und ohne irgend eine Verschwommenheit zu erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, um Flächen von Celluloid, Horn, Elfenbein oder dergleichen so vorzubereiten, dafs die in der Lithographie angewendeten Farben auf ihnen gut haften bleiben, darin bestehend, dafs man die Flächen durch einen Sandstrom rauht, wäscht, hierauf mit einem Firnifs (Oelfirnifs, Kopalfirnifs und Terpentinöl oder dergleichen) überzieht oder dies unterläfst, worauf man sie indessen in beiden Fällen mit einem aus Magnesiumsulfat und Baryumsulfat (schwefelsaurem Baryt) bestehenden Pulver bedeckt und hierauf abwischt und glättet. . ■' .
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