DE608809C - Vorrichtung zum UEbertragen von Schnittmustern auf Stoffe - Google Patents

Vorrichtung zum UEbertragen von Schnittmustern auf Stoffe

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DE608809C
DE608809C DEST51203D DEST051203D DE608809C DE 608809 C DE608809 C DE 608809C DE ST51203 D DEST51203 D DE ST51203D DE ST051203 D DEST051203 D DE ST051203D DE 608809 C DE608809 C DE 608809C
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DEST51203D
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LEONIE STEINHAUER
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B97/00Hand sewing processes or apparatus for special work or not otherwise provided for
    • D05B97/02Hand-guided apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Übertragen von Schnittmustern auf Stoffe Es ist bekannt, bei der Herstellung vom. Kleidungsstücken Schnittmuster dadurch auf den Stoff zu übertragen, daß derselbe entsprechend dem gewünschten Linienzug von Hand aus mit einer losen. Naht versehern, wird. Zumeist werden. zwei Stofflagen gleichzeitig mit dieser Naht versehen, worauf dieselbe zwischen den etwas auseinandergezogenen Stofflagen durchschnitten wird. Der Linienzug bleibt auf den Stofflagen durch die in ihnen. ,stenden Fadenreste sichtbar. Die Anbringung einer :derartigen Naht von Hand aus ist zeitraubend und kostspielig. Man hat deshalb bereits versucht, sie auf:mechanischem Wege durchzuführen. Hierzu wurden :ortsfeste Nähmaschinen benutzt, denen die Stofflagen zur Bildung der Stiche für den gewünschten Linienzug zugeführt werden. -müssen.. Bei dieser Zuführung ist es nicht zu vermeiden, daß sich die Stofflagen gegeneinander verschieben, Falten bilden und die Übertragung des Schnittmusters ungenau wird, was besonders bei leicht verziehbaren Stoffen viele Aufenthalte und Störungen verursacht. Es wurden auch ,schon tragbare Nähmaschinen in Vorschlag gebracht, die auf dem. über einer nachgiebigen Unterlage ruhenden Stoff dahinbewegt werden und mit ihrer gekrümmten oder winkelig abgebogenen Nadel derartig schräg in den Stoff einstechen, daß die Einstechrichtung nahezu entgegengesetzt zur Fortbewegungsrichtung der Maschine verläuft. Durch das schräge Einstechen wird jedoch -die Genauigkeit der Übertragung beeinträchtigt, da sich die Stichbilder in den Krümmungen nicht decken, und es werden in den Stoff örtliche Zugbeanspruchungen hereingetragen, wodurch sich die Stofflagen gegeneinander verschieben, Falten entstehen und empfindliche Stoffe leicht beschädigt werden können.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die angeführten. Nachteile zu beheben. Zu diesem Behufe wird zur Herstellung der Kopiernaht eine Vorrichtung benutzt, die nach Art einer nur mit dem Nadelfaden nähenden. Maschine ausgebildet ist und bei der die Nadel in an sich bekannter Weise senkrecht zu der ebenfalls auf einer nachgiebigen, vorteilhaft aus Filz bestehenden Unterlage ruhenden Stoffbahn auf und ab bewegt wird, wobei die Vorrichtung im gewünschten. Linienzug weiterbewegt wird. Gemäß der Erfindung steht die Nadel mit einem Getriebe in Arbeitsverbindung, das ihr eine Seitwärtsbewegung zu den übrigen Teilen der Nähmaschine erteilt, und zwar eine Bewegung entgegengesetzt zur Fortbewegungsrichtung der Maschine, während sich die Nadel im Werkstück befindet, und eine Bewegung im Sinne der Fortbewegungsrichtung, während sich die Nadel außerhalb des Werkstückes bewegt. Soll überdies die Stichlänge von der Vorschubgeschwindigkeit der Maschine unabhängig sein, so wird das Getriebe für die Seitwärtsbewegung der Nadel mit dem an sich bekannten, in die Stoffbahn !eingreifenden Führungsrad gekuppelt und derart ausgebildet, daß es beim. Abrollen des Führungsrades auf der Stoffbahn die Nadel, wähnend sich diese im Werkstück befindet, jeweils um das Maß des Vorschubes der Maschine zurückbewegt, die Nadel aber, wähnend sie sich außerhalb des Werkstückes bewegt, mit größerer als der Vorschubgeschwindigkeit der Maschine im Sinne der Fortbewegungsrichtung bis zu deren Einstechstellung vorbewegt. Besonders vorteilhaft hat sich verwiesen, die Nadelstange m einem mit dem Getriebe für die Seitwärtsbewegung in Arbeitsverbindung stehenden Träger auf und ab gleiten zulassen.
  • Die Betätigung der Vorrichtung kann derart erfolgen, daß dieselbe von Hand aus über den Stoff dahingeführt wird, wobei das Führungsrad in den Stoff eingreift und in Drehung gelangt. Seine Bewegung wird durch das erwähnte Getriebe auf die Nadel übertragen. Die Bedienungsperson hat demnach in diesem Falle sowohl die Vorrichtung zu lenken als auch die zu ihrem Antrieb erforderliche Arbeit zu leisten.
  • Bei Verarbeitung empfindlicher Stoffe kann es jedöch vorkommen, daß das gerauhte Führungsrad an der Stoffbahn nicht genügend Widerstand findet .oder den Stoff beschädigt. Um in solchen Fällen die Beanspruchung des Stoffes zu verhindern, empfiehlt es sich, den Nadelallltrieb nicht vom Führungsrad herzuleiten, sonldern in das Getriebe zwischen. Führungsrad und Nadel einen besonderen Antrieb einzuschalten. Derselbe kann etwa in an sich bekannter Weise so ausgebildet sein, daß die Schwingbemvegung eines durch die Handkraft der Bedienungsperson betätigten Hebels in drehende Bewegung eines der Getriebeteile umgesetzt wird. Besonders vorteilhaft gestaltet sich der Antrieb durch die an sich bei Fadeneinziehvorrichtungen ebenfalls bereits `bekannte Verwendung eines mit der Vorrichtung verbundenen Elektromotors. Hierbei fällt der Bedienungsperson lediglich die Aufgabe zu, die Vorrichtung zu lenken, während dieselbe durch motorische Kraft auf der Stoffbahn dahinrollt. Der motorische Antrieb kann sich gegebenenfalls auch nur auf den Nadelantrieb erstrecken, ohne mit dem Führungsrad zwangsläufig gekuppelt zu sein. In beiden Fällen unterliegt der Stoff keiner merklichen Beanspruchung, - und die Handhabung wird bedeutend erleichtert.
  • Die Erfindung soll an Hand der Abbildungen näher erläutert werden. Von diesen zeigt Abb. i .schematisch die Bildung der Naht, während Abb.2 schematisch ein Ausführungsbeispiel. der zu ihrer Herstellung dienenden Vorrichtung darstellt.
  • i ist das Gehäuse, dessen vordere Hälfte abgenommen gedacht ist. Ein seitlich am Gehäuse angeordneter Elektromotor22 treibt dieWelle2 an, auf welcher nebeneinander die Daumenscheibe 3, --das Exzenter ¢ und das Ritzel 5 sitzen. Das Exzenter q. greift in einen gegabelten Hebel 12 (ein, welcher drehbar um den Zapften 13 im Gehäuse i gelagert ist und mit seinem. Arm zwischen zwei Anschlägen 14 des Nadelträgers i i Führung findet. Dieser ist in einen Gleitstück 8 gelagert, welches 3i1 Führungen i o .des Gehäuses i senkrecht zur Bewegungsrichtung der Nadel 15 verschieblich ist und durch die Feder 16, dauernd nach . rechts gezogen wird. Das Gleitstück 8 trägt :eine Rolle g, die mit der NOCke 3 der Antrieb;sWellle 2 in Eingriff steht. Der Faden 18 wird unmittelbar von der Spule 17 der Nadel 15 zugeführt. Mit dem Ritzel 5 der Antriebswelle 2 ist über dass Zahnradvorgelege 6 das verzahnte Führungsrad 7 verbunden, welches in den auf der nachgiebigen Unterlage i i ausgebreiteten Stoff 2o reingreift. Federnde Bügel i9 stützen die Vorrichtung auf dem Stoff ab.
  • Wird der Motor 22 in Betrieb. gesetzt, so schwingt der Hebel 12 durch Eingriff des Exzenters q. um seinen Drehzapfen 13 hin und her und bewirkt den ' Auf- und Niedergang des Nadelträgers i i samt Nadel 15. Gleichzeitig wird aber das Gleitstück-8 durch Eingriff der Nocke 3 und durch Wirkung der Feder 16 in horizontaler Lage hin und her bewegt. Form und gegenseitige Lage des Exzenters q. und der Noc ke.3 sind so gewählt, daß während des Zeitabschnittes, in welchem sich die Nadel 15 im Stoff 2o befindet, das Gleitstück 8 relativ z21m Gehäuse i mit der gleichen Geschwindigkeit nach rechts bewegt wird, mit welcher das Gehäuse i zufolge der Drehung des 'Führungsrades 7 auf dem Stoff nach links fortschreitet. Dies hat zur. Folge, daß während des Einstechens und urückziehens ein Fortschreiten der Nadel 15 relativ Zum Stoff 20 nicht. stattfindet, wodurch eine saubere, gleichmäßige Naht erzielt wird.
  • Abb. i zeigt in vergrößertem Maßstab die Nadel 15 in dem Augenblick, wo sie eben nasch abwärts geht. Sie nimmt dem Faden 18, der sich hierbei von der Spule 17 -abwickelt, bis in die nachgiebige Unterlage mit. Beim Aufwärtsgang _ bleibt der Faden in Form seiner Schlinge durch Reibung im Stoff bzw. in der nachgiebigen Unterlage 2 haften und gleitet durch die Nadelöse. Nachdem die Nadel den -Stoff 2o verlassen hat, wird sie parallel zu sich selbst uni eine Sticklänge weitergeschaltet, dringt neuerdings in den Stoff ein, und der Vorgang wiederholt sich. Zur Verwendung in der beschriebenen Vorrichtung eignet sich jede übliche Nähmaschinennadel. Die Stichtiefe kann in Anpassung an die Dicke der Stofflagen durch verschieden tiefes Einspannen der Nadel im Nadelträger leicht *geändert werden und ist nur durch die Größe des Hubes begrenzt. Sollen Schnittmuster auf Lederoder ähn# liches Material übertragen werden, bei welchem der Nadeleinstich allein hinreichend sichtbar bleibt, um das Schnittmuster kenntlich zu machen, so kann der Faden 18 überhauptentfallen. Die Vorrichtung stellt dann eine Reih @e von Eins.tichöffnungen in gleichmäßigen Abständen her.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum übertragen von Schnittmustern auf Stoffe u. dgl. mittels Kopiernaht, die nach Art einer nur mit dem Nadelfaden nähenden Maschine ausgebildet ist und entlang der auf einer nachgiebigen Unterlage ausgebreiteten Stoffbahn im gewünschten Linienzug dahinbewegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht zur Stoffbahn geradlinig auf und ab bewegte Nadel mit .einem Getriebe in Arbeitsverbindung steht, das ihr eine Seitwärtsbewegung zu den übrigen Teilen der Nähmaschine verteilt, und zwar eine Bewegung entgegengesetzt zur Fortbewegungsrichtung der Maschine, während sich die Nadel im Werkstück be. findet, und eine Bewegung im Sinne der Fortbewegungsrichtung, während sich die Nadel außerhalb des Werkstückes bewegt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i mit einem in die Stoffbahn eingreifenden Führungsrad, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe für die Seitwärtsbewegung der Nadel mit dem Führungsrad gekuppelt und derart ausgebildet ist, daß es beim Abrollen des Führungsrades auf der Stoffbahn die Nadel, während sich diese im Werkstück befindet, jeweils um, das Maß des Vorschubes der Maschine zurückbewegt, die Nadel aber, während .sie sich außerhalb des Werkstückes bte$ndet, mit größerer als der Vorschubgeschwindigkeit ,der Maschine im Sinne der Fortbewegungsrichtung bis zu deren Einstechsbellung vorbewegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe für die Seitwärtsbewegung der Nadel mit dem Träger, in dem die die Nadel tragende Stange auf und ab - gleitet, in Arbeitsverbindung steht.
DEST51203D 1933-08-23 1933-08-23 Vorrichtung zum UEbertragen von Schnittmustern auf Stoffe Expired DE608809C (de)

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DE (1) DE608809C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018295B (de) * 1954-07-10 1957-10-24 Karl Bullmer Metallwerk Verfahren zur voruebergehenden Heftung von uebereinanderliegenden Gewebebahnen aus warm verformbaren Kunststoffen
DE1019151B (de) * 1953-03-12 1957-11-07 Hugo Rahn Zangenartige Vorrichtung zum Stich-Einschlagen
US3765349A (en) * 1971-05-06 1973-10-16 Gerber Garment Technology Inc Apparatus for forming bundles of sheet material

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019151B (de) * 1953-03-12 1957-11-07 Hugo Rahn Zangenartige Vorrichtung zum Stich-Einschlagen
DE1018295B (de) * 1954-07-10 1957-10-24 Karl Bullmer Metallwerk Verfahren zur voruebergehenden Heftung von uebereinanderliegenden Gewebebahnen aus warm verformbaren Kunststoffen
US3765349A (en) * 1971-05-06 1973-10-16 Gerber Garment Technology Inc Apparatus for forming bundles of sheet material

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