DE608276C - Verfahren zur Herstellung von Rammpfahlgruendungen und Eisenbetonrammpfahl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rammpfahlgruendungen und Eisenbetonrammpfahl

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DE608276C
DE608276C DES108391D DES0108391D DE608276C DE 608276 C DE608276 C DE 608276C DE S108391 D DES108391 D DE S108391D DE S0108391 D DES0108391 D DE S0108391D DE 608276 C DE608276 C DE 608276C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/22Piles
    • E02D5/52Piles composed of separable parts, e.g. telescopic tubes ; Piles composed of segments
    • E02D5/523Piles composed of separable parts, e.g. telescopic tubes ; Piles composed of segments composed of segments

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rammpfahlgründungen und Eisenbetonrammpfahl Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gründungen mittels aus Teillängen gebildeter Eisenbetonrammpfähle, deren Teillängen während des Rammens aufeinandergesetzt werden.
  • Das Verständnis für den durch die Erfindung erzielten Fortschritt wird erleichtert werden durch einen Rückblick auf den bisherigen Stand dieses Zweiges der Tiefbautechnik.
  • Erreicht ein Betonpfahl beim Rammen, wie häufig der Fall, keine tragfähige Erdschicht, so muß er, wenn zu kurz zum Weiterrammen, künstlich verlängert werden.
  • Hierzu verwendet man mit Vorteil schon fertig in Bereitschaft gehaltene, im folgenden Teillängen genannte Verlängerungsstücke, denn man erspart dann die Mühen und Zeit bei der Herstellung einer Holzform auf dem gerammten Pfahl, in der das Verlängerungsstück durch Ausfüllen der Form mit Beton hergestellt wird.
  • Der mittels aufgesetzter Form verlängerte Pfahl kann aber erst weitergerammt werden, nachdem das Verlängerungsstück erhärtet ist, worüber 14 Tage und länger vergehen. Die dadurch bedingte lange Unterbrechung in den Rammarbeiten ist höchst unerwünscht und hat wirtschaftliche Nachteile für den Unternehmer zur Folge. Diese Nachteile sind gewöhnlich auch vorhanden, wenn man schon fertiggegossene, an der Baustelle in Bereitschaft gehaltene Pfahlteillängen zur Verlängerung zu kurzer Rammpfähle benutzt; denn das aufgesetzte Verlängerungsstück muß an seiner Stoßstelle mit dem gerammten Pfahl auch zusammengekittet werden, und zwar mittels Zementmörtels, der benötigt wird, damit nach seinem Erhärten ein einheitlicher Pfahl entsteht. Um eine lange Wartezeit bis zum Weiterrammen kommt man also auch hier nicht herum.
  • Zwar wurden schon Vorschläge zur Beseitigung dieses Übelstandes gemacht. Es wurde z. B. die- Stoßstelle zwischen je zwei Pfahlteillängen mit Hilfe einer fertig vorbereiteten und in Bereitschaft gehaltenen Eisenbetonmuffe gebildet, die die beiden einander zugekehrten Pfahlenden mit einem gewissen Spiel umgibt und die auf den oben mit einer verbreiterten Tragplatte und einem Zapfen versehenen gerammten Pfahl aufgesetzt wird. In diese Muffe wird Zementmörtel eingegossen und alsdann die obere Pfahlteillänge aufgesetzt, die mit einem Zapfen in die Muffe hineinragt und deren verbreiterter Fuß die Muffe oben abschließt.
  • Alsdann kann, angeblich sofort, weitergerammt werden, also ohne daß man das Erhärten des Zementmörtels abzuwarten braucht.
  • Wie die Erfahrungen zeigen, die mit nach diesem Verfahren gerammten Eisenbetonpfählen gemacht worden sind, fließt der breiige Zementmörtel aber aus der die Pfahlenden umschließenden Eisenbetonmuffe während des Rammens wieder heraus; nämlich durch einen Spalt, der an den unteren Rändern der Verbindungsmuffe zwischen dieser und dem nächstunteren Pfahlstück entsteht; der genannte Spalt bildet sich dadurch, daß das jeweils obere Pfahlstück unter der Schlagwirkung des Rammbären den bekannten Stoßgesetzen gemäß das jeweils untere Pfahlstück vor sich hertreibt, während es selbst zurückbleibt.
  • Begünstigt wird die Bildung des genannten Spaltes, durch die der Zementbrei entweichen kann, noch durch Ungleichheiten in der Dichte der Erdschichten, aus denen der Baugrund besteht, nämlich in solchen Fällen, wo die obere Pfahllänge schweren Boden durchdringt und in diesem festgebremst wird, währen die untere Pfahllänge durch leichteren Boden hindurchgeht.
  • Das Entweichen des Zementbreies aus der die Pfahlenden umgebenden Eisenbetonmuffe hat zur Folge, daß ein an seinen Verbindungsstellen kranker, nämlich nicht einheitlicher Pfahl entsteht.
  • Die Erfindung bezweckt, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Gründungen mittels aus mehreren Teillängen bestehender Eisenbetonrammpfähle zu schaffen, bei dem die genannten Nachteile von Grund auf beseitigt sind.
  • Das erfindungsgemäß verbesserte Verfahren besteht darin, daß die mit je einem Zapfen und einem Zapfenloch versehenen Pfahlteillängen mit nach oben gekehrtem Zapfenloch eingerammt werden und daß zum Verlängern der eingerammten Pfahllänge in ihr oben offenes Zapfenloch Zementbrei eingegossen wird, worauf die nächste Pfahllänge aufgesetzt, d. h. deren Zapfen in das Zapfenloch eingesteckt, und, nachdem der Zementbrei sich in dem Zapfenloch verteilt hat, alsbald mit dem Rammen fortgefahren wird.
  • Ein wichtiges Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die Zapfen der Pfahlteillängen kürzer sind als die zugehörigen Zapfenlöcher, so daß die Schläge des Rammbären von Teillänge zu Teillänge durch Schulter-und Rastflächen übertragen werden, die die oberen Ränder der Zapfenlöcher bzw. die Zapfenwurzeln umgeben.
  • Nach dem beschriebenen Verfahren einzurammende, neugestaltete Eisenbetonpfähle sind auf der beiliegenden Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Abb. i zeigt das unterste Ende und die nächst darüberliegende Pfahllänge eines der Erfindung gemäß neugestalteten Eisenbetonpfahles.
  • Abb. 2 ist ein Ouerschnitt nach Linie 2-2 in Abb. i.
  • Abb. 3 und 3 a zeigen schematisch in etwas kleinerem Maßstab einzelne Pfahllängen und einen aus solchen zusammengesetzten Pfahl.
  • Bei der in Abb. i und 2 gezeigten Ausführungsform besitzt der Pfahl quadratischen Querschnitt. Das unterste Pfahlende A ist mit einer Spitze B versehen und mit einem Zapfenloch Y, das ein wenig länger ist und einen etwas größeren lichten Durchmesser besitzt als der Zapfen F des aufzustockenden oberen Pfahlstückes T.
  • Das Pfahlstück T ist an der Zapfenwurzel von einer Schulter- oder Rastfläche E umgeben, die sich beim Aufstocken gegen eine entsprechende, das Zapfenloch umgebende Rastfläche des unteren Pfahlstückes auflegt.
  • In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel haben die verschiedenen Pfahllängen eine Bewehrung, die aus längs durchgehenden Stäben C besteht und die durch spiralförmig um sie herumgewundene Eisen H miteinander verbunden sind. An den Zapfenwurzeln D sind die Längsstäbe C in bekannter Weise etwas abgekröpft.
  • Nuten oder Furchen F (Abb. 2) sind vorgesehen, um die Verteilung des beim Aufstocken in die Zapfenlöcher X, Y eingebrachten Zementbreies in den engen Zwischenräumen zwischen den Zapfen F und den Wänden der Zapfenlöcher zu erleichtern.
  • Gemäß den, vorliegenden Erfahrungen kann man nach dem Einfüllen des Zementbreies in das Zapfenloch und denn. Einstecken der nächstoberen Pfahllänge mit dem Rammen sogleich fortfahren, also ohne abwarten zu müssen, bis der Zementbrei erhärtet.
  • In den baulichen Einzelheiten von mehrteiligen Eisenbetonpfählen der oben beschriebenen Art können Änderungen vorgenommen werden, ohne daß von den Grundgedanken der Erfindung abgewichen wird.
  • Die aufeinander aufzustockenden Pfahllängen können natürlich auch eine andere als quadratische Querschnittsform besitzen, z. B. eine runde oder sechseckige.
  • Ferner können, wie in Abb. 3 gezeigt, die untersten Pfahlstücke A1, A2 verschieden lang sein, ebenso die mittleren Pfahllängen T1, T°-, desgleichen die den oberen Abschluß des Pfahles bildenden Kopfstücke S, S"'.
  • Es wurden mit Erfolg Eisenbetonpfähle der beschriebenen Art verwendet, die einen Querschnitt von q.o cm im Quadrat und Zapfenlöcher von 26 cm lichter Weite aufwiesen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Itammpfahlgründungen mittels aus mehreren Teillängen bestehender Eisenbetonrammpfähle, deren Teillängen während des Rammens aufeinandergesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Zapfen (F) und Zapfenloch (Y) versehenen Teillängen (T, T°) mit nach oben gekehrtem Zapfenloch (Y) eingerammt werden und daß zum Verlängern der eingerammten Pfahllänge in ihr oben offenes Zapfenloch Zementbrei eingegossen wird, worauf die nächste Pfahllänge aufgesetzt, d. h. deren Zapfen in das Zapfenloch eingesteckt, und, nachdem der Zementbrei sich in dem Zapfenloch verteilt hat, alsbald mit dem Rammen fortgefahren wird.
  2. 2. Eisenbetonrammpfahl zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckzapfen (F) kürzer sind als die Zapfenlöcher (Y), so daß die Rammschläge lediglich an Schulterflächen (E) übertragen werden, die den Zapfen bzw. das Zapfenloch umgeben.
DES108391D 1932-02-25 1933-02-23 Verfahren zur Herstellung von Rammpfahlgruendungen und Eisenbetonrammpfahl Expired DE608276C (de)

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