DE607870C - Verfahren zur Herstellung von Diazopraeparaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diazopraeparaten

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DE607870C
DE607870C DEG86507D DEG0086507D DE607870C DE 607870 C DE607870 C DE 607870C DE G86507 D DEG86507 D DE G86507D DE G0086507 D DEG0086507 D DE G0086507D DE 607870 C DE607870 C DE 607870C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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Description

Die Diazoverbindungen der allgemeinen Formel
Acyl—NH
= N---OH
ίο in welcher χ und y Halogen-, Alkyl- oder Alkoxygruppen bedeuten und in welcher der Acylrest einen aromatischen Kern enthält, haben zur Herstellung echter Töne auf der Faser Bedeutung erlangt. Die Diazotierung der Amine, die zu solchen Diazoverbindungen führt, ist indessen nicht immer eine leichte Operation, so daß es sich empfiehlt, den Färbereien bzw. Druckereien die Arbeiten dadurch zu erleichtern, daß man ihnen nicht die
ao Diazotierungsbase, sondern Diazopräparate zur Verfügung stellt. Solche Diazopräparate werden bekanntlich durch Abscheiden der Diazoverbindungen aus ihren Lösungen mit Hilfe von Metallsalzen, mit welchen sie komplexe Verbindungen geben, oder mit Hilfe von aromatischen Sulfonsäuren gewonnen.
Es wurde nun gefunden, daß die mineralsauren Salze der betreffenden Diazoverbindungen mit Leichtigkeit durch einfaches Aussalzen in vorzüglicher Ausbeute und Reinheit erhalten werden können. Obschon die neuen Produkte ohne Hilfe von Stabilisatoren gefällt worden sind und dann in konzentrierter Form vorliegen, sind sie gegen Schlag und Hitze in überraschender Weise beständig.
Beispiel 1
64 Gewichtsteile 4-(i'-Methyl)-phenoxyacetylamino-2 · 5-dimethoxy-i-aminobenzol werden fein pulverisiert und zusammen mit 1000 Volumteilen Wasser bei Zimmertemperatur gut verrührt. Dazu setzt man 15 Gewichtsteile Natriumnitrit zu. Innerhalb 1Z2 Stunde werden alsdann 60 Volumteile 3o°/0ige Salzsäure zugetropft. Unter Auflösung des Amins findet Diazotierung statt. Diex filtrierte Diazolösung wird mit 100 g Kochsalz versetzt. Das Hydrochlorid des 4- (i'-Methyl) -phenoxyacetylamino~2 · 5-dimethoxy-i-diazobenzols scheidet sich in gelben Kristallen aus, wird abfiltriert und bei 40 ° getrocknet. Man kann es auch vor dem Trocknen, also noch in feuchtem Zustande mit den gebräuchlichen färberischen Hilfsstoffen oder mit den geeigneten Verdünnungsmitteln mischen. Die gelben Kristalle des Hydrochloride sind in Wasser sehr leicht und mit neutraler Reaktion löslich.
Beispiel 2
66 Gewichtsteile 4- (i'-Methyl) -phenoxyacetylamino -2*5- diäthoxy -1 - aminobenzol werden wie im Beispiel 1 diazotiert. Das mit wenig· Kochsalz in schwach, gelben Kristallen ausgeschiedene Hydrochlorid der diazotierten Base wird abfiltriert und gegebenenfalls in lauwarmem Wasser gelöst, von etwaigem schlammigem Rückstand abfiltriert. Beim Zusatz von wenig Kochsalz in der abfiltrierten Lösung scheidet sich das Diazoniumhydrochlorid in sehr guter Ausbeute aus.
Ähnlich verfährt man mit z. B. dem Phenoxyacetylamino - 2 · 5 - dimethoxy- bzw. -diäthoxy - ι - aminobenzol, 4-(i'- bzw. -2'- bzw. - 3' - chlor) -phenoxyacetylamino - 2 · 5 - dimethoxy- bzw. -diäthoxy - 1 - aminobenzol.
Beispiel 3
25,6 Gewichtsteile 1 - Amino - 2 - methoxy 5 - methyl - 4 - benzoylaminobenzol werden in 200 Volumteilen Wasser und 30 Volumteilen 30 °/oiger Salzsäure mit 20 Volumteilen einer 40 °/oigen Natriumnitritlösung bei 5 bis io° diazotiert. Die abfiltrierte Diazolösung wird mit 50 Gewichtsteilen Kochsalz versetzt. Das Hydrochlorid des 1 - Diazo-2 - methoxy - 5 - methyl - 4 - benzoylaminobenzols scheidet sich nach einiger Zeit mit guter Ausbeute in farblosen Kristallen ab. Sie werden abfiltriert und bei 40 bis 50° getrocknet; sie sind in Wasser außerordentlich leicht lös-Hch.
Ähnlich verfährt man mit z. B. dem ι-Amino-2 · S-dimethoxy- bzw. -diäthoxy-4-benzoylaminobenzol, dem i-Amino-2-methoxy - 5 - chlor - 4 - benzoylaminobenzol, dem ι -Amino^-chlor-S-methoxy^-benzoylaminobenzol usw.
Beispiel 4
28,1 Teile i-Amino-2-5-dichlor-4-benzoylammobenzol werden in 200 Volumteilen Wasser und 75 Volumteilen 30 °/oiger Salzsäure mit 20 Volumteilen 40 °/oiger Natriumnitritlösung bei 30 bis 35° diazotiert. Die abfiltrierte Diazolösung wird mit 50 Gewichtsteilen Kochsalz versetzt. Das Hydro- . chlorid des 1 - Diazo - 2 · 5 - dichlor - 4 - benzoylaminobenzols kristallisiert rasch in schwach gelben Kristallen aus. Sie werden abfiltriert und bei 40 bis 50° getrocknet; sie sind in Wasser sehr leicht löslich.
Beispiel 5
27,6 Teile 1 -Amino -2 -methoxy- 5- chlor-4 - benzoylaminobenzol werden fein pulverisiert und zusammen mit 300 Volumteilen Wasser und 50 Gewichtsteilen 21 °/oiger Schwefelsäure bei Zimmertemperatur gut verrührt. Dazu setzt man 7,5 Teile Natriumnitrit in 20 Volumteilen Wasser gelöst zu. Das Sulfat der Diazoverbindung kristallisiert rasch in feinen weißen Nadeln aus, wird abfiltriert und gegebenenfalls in Wasser gelöst, von etwaigem schlammigem Rückstand abfiltriert. Beim Zusatz von Natriumsulfat zum Filtrat scheidet sich das Diazoniumsulfat in fast quantitativer Ausbeute aus.
Beispiel 6
28,4 Teile 4 - (2' - Methyl) - phenoxyacetylamino - 2 · 5 - dimethyl - 1 - aminobenzol werden fein pulverisiert und wie im Beispiel 1 diazotiert. Das mit wenig Kochsalz in weißen Nadeln ausgeschiedene Hydrochlorid wird abfiltriert und gegebenenfalls in Wasser gelöst, von etwaigem schlammigem Rückstand abfiltriert.
Beim Zusatz von wenig Kochsalz zu der abfiltrierten Lösung scheidet sich das Diazoniumhydrochlorid in sehr guter Ausbeute aus.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Diazopräparaten, dadurch gekennzeichnet, daß mineralsaure Salze von Diazoverbindungen der allgemeinen Formel
    Acyl—NH-
    = N-OH
    in welcher χ und y Halogen-, Alkyl- oder Alkoxygruppen bedeuten und in welcher der Acylrest einen aromatischen Kern enthält, aus ihren wäßrigen Lösungen aitsgesalzen werden.
DEG86507D 1933-09-25 1933-09-28 Verfahren zur Herstellung von Diazopraeparaten Expired DE607870C (de)

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CH177119A (de) 1935-05-15
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ES135710A1 (es) 1934-12-16
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CH177122A (de) 1935-05-15
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CH177115A (de) 1935-05-15
CH174081A (de) 1934-12-31
GB434158A (en) 1935-08-27
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