DE60734C - Vielfach-Schaltanordnung für Fernsprech-Einrichtungen - Google Patents

Vielfach-Schaltanordnung für Fernsprech-Einrichtungen

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DE60734C
DE60734C DENDAT60734D DE60734DA DE60734C DE 60734 C DE60734 C DE 60734C DE NDAT60734 D DENDAT60734 D DE NDAT60734D DE 60734D A DE60734D A DE 60734DA DE 60734 C DE60734 C DE 60734C
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plugs
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DENDAT60734D
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H. ANDRE, Lieutenant des Genie-Corps, in Antwerpen
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/10Manual exchanges using separate plug for each subscriber

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIF
' KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vielfachumschalter, dessen Einrichtung sich im wesentlichen dadurch von allen bisher bekannt gewordenen unterscheidet, dafs es
1. aufser dem Einstecken und Herausziehen von Stöpseln in ' bezw. aus Stöpsellöchern keinerlei Amtshandlung seitens der' Beamten mehr bedarf, um nicht nur zwei Theilnehmer mit einander zu verbinden oder eine zwischen denselben bestehende Verbindung zu unterbrechen , sondern zugleich auch selbstthä'tig alle von den Theilnehmern vorgenommenen Verstellungen der im Vermittelungsamt befindlichen Zeichengebeapparate zu beseitigen bezw. die letzteren in ihren Ruhestand zurückzuversetzen ;
2. für das Anrufen des Amtes und der Theilnehmer unter sich keiner Batterien oder Magnetinductoren bei den Theilnehmern mehr bedarf, vielmehr hierzu eine einfache Schaltung genügt, um allen an den Vielfachumschalter angeschlossenen Fernsprechtheilnehmern eine gemeinsame Batterie zum Zweck1 des An- und Abrufens zugänglich zu machen.
Jede von den Fig. i, 2, 3 und 4 veranschaulichen eine vollständige Verbindungseinrichtung der neuen Art mit drei Schaltklinken K1 K2 K3 als Beispiel einer ebenso grofsen, beliebig vermehrbaren Anzahl von Verbindungsschränken, zeigen jedoch nur die Zeichen, gebenden Vorrichtungen A und Z eines einzigen Stöpselpaares S1 S2 von der Art, wie je ein solches in den Fig. 1, 2, 3, 6 und 6 a angedeutet ist.
Zu jedem Klappenschrank gehört eine gröfsere Anzahl solcher Stöpselpaare, oder auch von zu je drei, vier und mehr Stöpseln zu einer Fernsprechverbindung gemeinschaftlich zu verwendenden Stöpselverbindungen.
Dagegen ist nur für alle zu einem Verbindungsschrank gehörigen Stöpselpaare ein Amtsfernsprecher Q und aufserdem ein besonderer Prüfungsapparat B angeordnet, und endlich sind alle Verbindungsschränke eines ganzen Vermittelungsamtes in gleicher Weise, wie sie die Fig. 1, 2 3, 6 oder 6 a für ein Stöpselpaar S1 S2 zeigen, an eine einzige, beim Anrufen und beim Schlufsrufen, sowie beim gegenseitigen Anrufen mit einander verbundener Theilnehmer in Wirkung tretende gemeinsame Batterie GP und an eine einzige, zum Zurückbringen der Anrufzeichen A in die Ruhelage und zum Bethätigen der Prüfungszeichen B in Wirkung tretende gemeinsame Batterie Pa angeschlossen.
Zu den drei ersten Ausführungsarten, Fig. 1 bis 3, sind je zwei metallische Leitungen L' und L" für jeden Theilnehmer, deren Fernsprecheinrichtungen hierbei nach Art der in Fig. 4 oder nach Art der in Fig. 5 dargestellten Einrichtung ausgeführt werden können, vorgesehen , welche mit der Erde verbunden werden, wenn die Theilnehmer das Amt oder sich unter einander anrufen wollen, und zwar wird die Leitung L" beim Anruf und die Leitung L' beim Geben des Schlufszeichens mit der Erde verbunden.
Zu der in Fig. 6 und in Fig. 6 a in zwei verschiedenen Arten dargestellten Ausführung, welche nur eine metallische Leitung für jeden Fernsprechtheilnehmer enthält, ist eine etwas andere Einrichtung für diese letzteren erforder
lieh, von der Art, wie sie Fig. 7 veranschaulicht.
Endlich zeigt Fig. 8 eine Verbindung zweier Klappenschränke, welche im Falle einer Störung an einem Stöpselloch des einen Apparates anzuwenden ist; in den Fig. 9 und 9a sind Stöpsellochverbindungen für drei gleichzeitig mit einander zu verbindende Theilnehmer; in den Fig. 10 und ioa Stöpselverbindungen, um gleichzeitig beliebig viele Theilnehmer mit , einander zu verbinden, und in Fig. 1 1 ist ein Stöpsel dargestellt, mittelst dessen ein Beamter eines Klappenschrankes den eines anderen Klappenschrankes veranlassen kann, eine vielleicht zu lange bestehende Verbindung zweier oder mehrerer von letzterem verbundener Theilnehmer zu unterbrechen.
Fig. 12 endlich zeigt einen Einzelstöpsel für die Antheilnahme einer dritten Person an der Unterredung zweier Personen für den Fall des Bestehens einer Stöpsellochverbindung von der Art, wie sie die Fig. 9 und 9a veranschaulichen.
Um die Uebersicht über die verschiedenen bisher andeutungsweise besprochenen Einrichtungen zu erleichtern, werden in dem Folgenden ohne Weiteres die verschiedenen Mafsnahmen besprochen und dabei die Anordnung der einzelnen Theile nur so weit erläutert, als dies zum Verständnifs der Erfindung unbedingt nöthig ist.
Zu diesem Zweck sei zunächst angenommen, dafs das Schaltsystem die in Fig. 1 gezeigte Einrichtung habe, zu welcher, wie bereits erwähnt, Fernsprecheinrichtungen der Theilnehmer von der in Fig. 4 oder von der in Fig. 5 veranschaulichten Art gehören.
Will ein Abonnent das Amt auffordern, ihn mit einem anderen Theilnehmer zu verbinden, so drückt er auf den Stromschlüssel N', Fig. 4, um seine metallische Streckenleitung L" über die Glocke St hinweg mit der Erdleitung T zu verbinden und damit seine Leitung in den Strombereich der Batterie G P, Fig. 1, zu bringen.
Der Strom der letzteren verläuft demzufolge von -(- G P durch das Stromschlufsstück d' in die Stromschlufsfeder /' durch d'2 P, d3 I3 . . . zum Elektromagneten E' der Klappe A, sodann in die Leitung L" des anrufenden Theilnehmers, durch dessen Stromschlüssel N' über die Glocke St zur Erde und durch diese zum negativen Pol der Batterie G P.
Somit bewirkt der Elektromagnet E' das Niederfallen der Anruf klappe A und zugleich ertönt des Theilnehmers Glocke St zur Prüfung für die richtige Thätigkeit der Verbindung·
Von dem Anhängen der Fernsprecher ist dieser Vorgang — wie ersichtlich — vollständig unabhängig.
Ist im Vermittelungsamt eine Anrufklappe gefallen, so nimmt der dort dienstthuende Beamte einen der beiden Stöpsel S1 oder S2, Fig. i, irgend eines seiner Stöpselpaare, um ihn in das Stöpselloch des anrufenden Theilnehmers einzuführen.
Diese Stöpsel belasten in ihrer Ruhelage einen an einer Feder/ hängenden, um O drehbaren Hebel XX derart, dafs dieser so lange zwei StromschlufsstUcke xy und m η schliefst, bis beide Stöpsel von ihm abgenommen sind.
Der Beamte führt den abgenommenen Stöpsel in der Weise dem besagten Stöpsellöch zu, dafs der Stöpselknopf e nach vorn zu liegen kommt, d.h. zuerst eingeschoben wird, und dann erst die gegenseitig und vom Stöpselknopf e isolirten Metallringer' und r2 hineingelangen.
Die Stöpsellöcher bestehen aus je einem Metallring /", je einer Metallplatte /' und je einer darüber liegenden Stromschlufsfeder (oder unter Federdruck stehendem Stromschlufshebel)i? bezw. i?1 i?2 R3 . . ., welche für gewöhnlich auf einem Stromschlufsstück V bezw. V1 F2 V3 ... aufruht.
Sobald der Knopf e des abgenommenen Stöpsels S1 ' den Ring/" des Stöpselloches des anrufenden Theilnehmers berührt, wird die Batterie Pa an die beiden Streckenleitungen L' und L" des anrufenden Theilnehmers angeschlossen und der Strom verläuft:
von -|- Pa zum Elektromagneten E'2 der Anrufklappe .4, durch die mit + Pa' bezeichnete Leitung, durch das Stromschlufsstück V3 und die Feder Rs des berührten Stöpselloches, durch die Leitung v, sowie durch alle anderen Federn R des Klappenschrankes gegen die Feder i?1 hin, welche an die metallische Streckenleitung L' angeschlossen .ist; durch diese geht der Strom zum anrufenden Theilnehmer und dort durch den Stromschlüssel N" und den Fernsprechhebel über die Glocke Sa und den Stromschlüssel N', in die Streckenleitung L", durch diese zurück zum Amt und dort zu dem vom Stöpselknopf e berührten Ring /" durch den Stöpsel in die Leitung 3 und weiter über den Elektromagneten E3 zum negativen Pol der Batterie Pa.
Aus diesem Stromverlauf ergiebt sich zunächst die Erregung des Elektromagneten E2, welcher die Klappe des Anrufers A wieder anzieht; aufserdem aber wird auch der Elektromagnet Es erregt, so dafs derselbe einen um h drehbaren Gewichlshebel B an seinem unbelasteten Ende anzieht, so dafs dieser sichtbar ausschwingt, wobei er zugleich eine leitende Verbindung zwischen den beiden Leitungen r und s unterbricht oder herstellt (je nach der besonderen Einrichtung), welche theils unmittelbar, theils über den Amtsfernsprecher Τλ hinweg mit der Batterie ρ q verbunden, jetzt
deren Stromkreis unterbrechen oder schliefsen und demzufolge ein Geräusch im Fernsprecher vernehmbar machen.
Der beschriebene- Stromkreis der Batterie Pa ist nur so lange geschlossen, als der Knopfe des Stöpsels S1 noch den Ring I" seines Stöpselloches berührt.
Schiebt man den Stöpsel weiter in letzteres hinein, so wird der beschriebene Stromkreis der Batterie Pa unterbrochen. Damit kehrt der Gewichtshebel B in seine Ruhelage zurück. Ferner wird zunächst die Stromschlufsfeder R bezw. R3 von dem Stöpsel angehoben, und zwar so weit, dafs dieselbe ihrerseits auch die Feder I bezw. /3 anhebt, aber dieselbe zufolge eines an ihr befestigten Isolirplättchens nicht leitend berührt; der Knopf e des Stöpsels schlüpft unter der Feder R weg, so dafs er vollständig isolirt wird, während der Stöpselring r' sich zwischen die Feder R und die Platte /' und der Stöpselring r2 sich in den Ring I" legt.
Demzufolge sind jetzt, wie leicht zu übersehen, die beiden metallischen Leitungen L' und L" durch Vermittelung der an die Stöpselringe r1 und r-'angeschlossenen Ortsleitungen ι und 2, sowie der Stromschlufsstücke χ y und m "n (unter dem Hebel XX) und endlich durch Vermittelung der Ortsleitungen i" und 2" an den Fernsprecher T1 des Amtes angeschlossen.
Der Beamte ist also im Stande, mit dem anrufenden Theilnehmer zu sprechen.
Sobald der Beamte die Nummer eines anzuschliefsenden zweiten Theilnehmers erfahren hat, nimmt er auch den zweiten Stöpsel S2 von dem Hebel XX ab, so dafs dieser, vollständig entlastet, dem Zug der Feder/ nachgiebt und die Stromschlufsstücke m η und xy und damit auch die soeben bestandene Fernsprechverbindung unterbricht.
Der Beamte legt nun zunächst den Knopfe des zuletzt abgenommenen Stöpsels in de'n Ring/" desjenigen Stöpselloches, dessen Nummer ihm angegeben worden ist, und beobachtet wie vorhin die Ausschwingung des Hebels B.
Unterbleibt diese Ausschwingung, so ist dies ein Zeichen, dafs die Linie des anzurufenden Theilnehmers nicht frei ist.
Der Beamte setzt in solchem Fall den zweiten Stöpsel sofort wieder auf den Hebel XXzurück, um die Stromschlufsstücke xy und m η wieder zu schliefsen, dem anrufenden Theilnehmer den Thatbestand rditzutheilen und dann auch den ersten Stöpsel in seine Ruhelage zurückzubringen.
Ist die verlangte Linie nicht besetzt, so bewirkt das Einlegen des zweiten Stöpsels in den Ring I" des Stöpselloches des anzurufenden Theilnehmers nicht nur ein Ausschwingen des Hebels B, sondern auch ein Ertönen der Glocke Sa bei dem anzuschliefsenden Theilnehmer.
Der Beamte schiebt aber ohne Weiteres den zweiten Stöpsel ganz in das zweite Stöpselloch ein und verbindet dadurch die Streckenleitungen L' und L" der beiden Theilnehmer durch Vermittelung der den beiden Stöpseln zugehörigen Ortsleitungen 1, 1 und 2, 2, welche — wie in Fig. 1 ersichtlich — zusammenhängen, mit einander, während das Amt selbst zufolge der Unterbrechung von m η und xy unter dem Hebel XX vollständig ausgeschaltet ist.
Der anrufende Theilnehmer kann, sobald er dem Amt die Anschlufsnummer angegeben hat und nicht sofort den Ruf »besetzt« hört, den gewünschten Theilnehmer ohne Weiteres anrufen, ohne dafs das Amt dabei noch irgend etwas zu thun hat.
Das Anrufen des gewünschten Theilnehmers erfolgt, wie vorher das Anrufen des Amtes, durch Niederdrücken des Schlüssels N', wobei der Anrufende indessen, wenn in seine Leitung ein Magnet-Inductor eingeschaltet ist (s. Mg, Fig. 5), diesen zugleich in Umdrehung setzt, wogegen anderenfalls die gemeinsame Batterie des Vermittelungsamtes G P das Anrufen vermittelt, indem der Anrufende zufolge des Druckes auf den Schlüssel N' seine metallische Streckenleitung L" über die Glocke Si hinweg mit der Erde verbindet und dadurch den folgenden Stromverlauf bewirkt:
Von dem positiven Pol der Batterie G P, Fig. i, über den Elektromagneten E*, durch die Stöpselleitimg 1 zum Stöpsel S2 des Angerufenen und durch die anliegende Stöpsellochplatte /' zu der Streckenleitung L' des Angerufenen, über dessen Stromschliefser N" und Fernsprechhebel La, Fig. 4, oder Lb, Fig. 5, durch das daran anliegende Stromschlufsstück 30 über die Glocke Sa und über den Schlüssel N' zur Streckenleitung L", durch diese zum Amt und hier in den Stöpselring I" des Angerufenen, durch die anschliefsende Ortsleitung 2 zu dem Stromschliefser M" und weiter über die beiden Elektromägnete E6 und E7 (welche dabei keinerlei Einflufs auf die Klappe α des Schlufsrufers ausüben), zu dem Stromschliefser M', und weiter in die Ortsleitung 2 des Stöpsels S1 des Anrufenden, durch dessen Stöpsellochring Z" zu seiner Streckenleitung L" und über seinen niedergedrückten Schlüssel N' endlich zur Glocke Sf und zur Erdleitung T, welche mit dem negativen Pol der Batterie G P in Verbindung steht.
Wie der Anrufer dem Angerufenen Zeichen giebt, so kann auch der letztere später wieder dem ersteren sich verständlich machen, und beide können sich beliebig mit einander unterhalten, bis einer von ihnen, etwa der erste Theilnehmer, auf seinen Schlüssel IV" drückt und dadurch bewirkt, dafs der Strom der
Batterie G P die Schlufsklappe α zum Fallen bringt, indem dabei folgender Stromverlauf stattfindet:
von -f- GP zum ElektromagnetenEi durch die Ortsleitung ι zum betreffenden Stöpsel, durch dessen Ring r' und die anliegende Stöpsellochplatte /' zur Streckenleitung L' über den niedergedrückten Schlüssel JV" und die Glocke St zur Erde, an welche der negative Pol der - Batterie G P angeschlossen ist.
Demzufolge ist jetzt der Elektromagnet Ei befähigt, den Hebelanker des Schlufsrufers anzuziehen und dessen Klappe α zum Fallen zu bringen.
Die Unterbrechung der Verbindung vollzieht der Beamte einfach dadurch, dafs er die beiden der niedergefallenen Klappe entsprechenden Stöpsel aus ihren Stöpsellöchern herauszieht, wobei die Knöpfe e wieder mit den Lochringen I" in Berührung kommen und demzufolge, wie beim Einstecken der Stöpsel, bei beiden Theilnehmern Glockenzeichen verursachen, welche diesmal den Zeitpunkt der Unterbrechung der Verbindung angeben.
Der Beamte stellt die beiden Stöpsel wieder auf den Hebel XX zurück und dadurch dessen frühere Verbindungen πι η und xy wieder her, während das Vorderende η des Hebels zugleich — vermittelst einer über Rollen γ gelegten Kette oder dergleichen (s. Fig. i) — die gefallene Klappe des Schlufsrufers Z wieder hebt.
Will der Vermittelungsbeamte während des Bestehens der Verbindung zwischen zwei Theilnehmern den einen derselben anrufen, so drückt er — wie schon am Anfang der vorliegenden Beschreibung angedeutet — auf denjenigen der beiden Schlüssel M' oder M", der dem von ihm Anzurufenden entspricht. Dadurch drückt nämlich der Beamte die beiden Stromschlufsstücke^" und P" an einander, verbindet dabei die Stöpselleitung 2 mit + Pa" und schliefst demzufolge, wie leicht zu übersehen, die Hauptleitung L" des anrufenden (ersten) Theilnehmers an die Leitung -f- Pa" und zugleich die Leitung — Pa" durch die Ortsstöpselleitung ι an die Hauptleitung L' desselben Theilnehmers, so dafs ein Strom der Batterie Pa über dessen Fernsprecheinrichtung geht.
Wenn ferner der Vermittelungsbeamte während des Bestehens einer Verbindung zwischen zwei Theilnehmern hören will, ob der Anschlufs richtig arbeitet, so drückt er einfach auf den Hebel X X und verbindet dadurch, wie früher erläutert, seinen Fernsprecher mit jedem der beiden Angeschlossenen. Bei allen hier beschriebenen Vorgängen sind die Verrichtungen der Vermittelungsbeamten äufserst einfache, nur ein Beobachten der Zeichengeber bedingende, und bestehen für gewöhnlich nur im Einstecken und Herausziehen von Stöpseln in bezw. aus ihren Stöpsellöchern, und die Handlungen der Theilnehmer bestehen bei allen Anrufen in dem Niederdrücken der Schlüssel JV', Fig. 4 oder 5, während die Theilnehmer zum Schlufsrufen auf einen besonderen Schlüssel JV", Fig. 4 oder 5, zu drücken haben.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsart zeigt einige Vereinfachungen gegenüber dem bisher Besprochenen, darin bestehend, dafs der Hebel X X, auf . welchem bei der ersten Ausführung die Stöpsel aufruhen und die beiden Schlüssel M' und M" weggelassen und durch die Stromschlufsvorrichtung D ersetzt sind. Dabei ist dann beim Einstecken eines Stöpsels in den vorderen Stöpsellochring /" jedesmal der Schlüssel j'' niederzudrücken, um die beiden Stromschlufsstücke x'y' und m' n' zu verbinden, und das Gleiche hat zu geschehen, wenn der Vermittelungsbeamte die Unterredung von zwei mit einander verbundenen Theilnehmern hören will, und endlich hat er dies auch bei erfolgender Unterbrechung der Verbindung zweier Theilnehmer zu thun, um die Schlufszeichenklappen α wieder zu heben.
Will der Vermittelungsbeamte nur einen von zwei mit einander verbundenen Theilnehmern anrufen, so zieht er einfach den in .dessen Stöpselloch befindlichen Stöpsel so weit heraus, dafs der Knopf e. desselben den Stöpselring I" berührt, und schiebt ihn dann wieder vollständig in das Stöpselloch hinein.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsart zeigt noch mehr Vereinfachung, indem hier die Stöpsel nur einen Ring haben und der Stöpselknopf e die Stelle des bisherigen Stöpselringes r' selbst vertritt. Aufserdem sind alle Hülfsstromschlufsvorrichtungen hier weggelassen und durch einen einfachen, um o" drehbaren Hebel M'" (mit zwei daraufsteckenden, von ihm selbst und unter sich isolirten Metallringen x" und m") ersetzt. Derselbe liegt für gewöhnlich nur in der punktirten Lage, in welcher er den Stromschlufs bei x"y" und m" n" herstellt und dadurch Ortsleitungen 2" mit 2' und 1' mit 1" verbindet. · In die links gezeichnete Stellung wird der Hebel M'" nur nach vollzogener Verbindung zweier Theilnehmer gelegt, um den Stromschlufs bei x"y" und m" n" zu unterbrechen, und der Beamte mufs, nachdem ihm das Schlufszeichen gegeben ist, zum Zweck des Wiederhebens der Schlufsklappe den Hebel wieder in die punktirte Lage (rechts) zurücklegen. Die Folge dieser Vereinfachung ist leicht zu übersehen, indem an allen zu der in Fig. ι gezeichneten Anordnung beschriebenen Vorgängen nichts geändert wird. Der Beamte mufs nur, wenn er einen der beiden von ihm verbundenen Theilnehmer anrufen will, wie im vorhergehend besprochenen Fall, dessen Stöpsel so weit aus dem betr. Stöpselloch
herausziehen, dafs der Knopf e in den Ring I" zu liegen kommt.
In diesem Fall geht der Strom der Batterie Pa (über V L". durch den Ring Z") durch die Ortsleitungen i, i' und i" über den Fernsprecher T und die Leitung t' zum Elektromagneten Es, und von diesem weiter zum negativen Pol der Batterie Pa, wogegen der Stromverlauf im Uebrigen- genau ebenso erfolgt, wie früher.
Sollen die beiden mit einander verbundenen Theijnehmer von dem Eintritt der Unterbrechung ihrer Verbindung sofort benachrichtigt werden, so mufs der Beamte, bevor er die Stöpsel aus ihren Stöpsellöchern herauszieht, den Hebel M'" zuerst wieder in seine Ruhelage zurückdrehen und damit — wie aus der Figur ersichtlich — zugleich auch die Klappe a wieder heben und dann erst die beiden Stöpsel aus den Stöpsellöchern nehmen, um ebenso, wie beim Einstecken der ersteren in die letzteren, die Glocken der Theilnehmer zum Ertönen zu bringen.
Wird die neue Vielfach-Schaltanordnung mit einfachen Metallleitungen ausgeführt, so dafs die Fernsprechtheilnehmer während ihrer Unterredung über die Erde hinweg mit einander verbunden werden, so bedarf die Einrichtung der Stöpsellöcher einer Aenderung, wie sie Fig. 6 veranschaulicht, zufolge deren die bisher benöthigten Streckenleitungen L' durch Ortsleitungen L1 L . . . ersetzt werden können.
Diese Aenderung der Stöpsellöcher besteht in dem Hinzufügen besonderer Hülfsstromschlufsstücke V1 R',p2 V2, pB F3 . . ., von denen nur der erstgenannte V1 die Stromschlufsfeder R bezw. R' selbst als leitenden Theil beansprucht, während die übrigen Hülfsstromschlufsstücke von den Federn R bezw. i?2 R3 . . . vermöge je einer Isolirplatte zwischen diesen Federn und den Metallplatten ρ bezw. p2 p3 . . . isolirt gehalten werden.
Die Stöpsel S1 S2 haben auch hier, wie im zuletzt betrachteten Fall, nur einen Ring r2 und ihren Knopf.
Dieselben können ähnlich, wie bei der in Fig. ι gezeichneten Einrichtung in ihrer Ruhelage auf hier nicht gezeichnete Hebel oder dergleichen drücken, welche mit den Schlufszeichenklappen α durch eine Kette oder dergleichen verbunden sind, um diese Klappen so lange in gehobener Lage zu halten, bis das vollständige Einschieben eines der zusammengehörigen Stöpsel in sein Stöpselloch die weitere Hebelbelastung entbehrlich macht, indem dann das Festhalten der besagten Klappen a durch die anziehende Wirkung der Elektromagnete E5, und Ee auf die Hebel der Klappen sicher bewirkt wird, bis der Strom in den Spulen dieser Elektromagnete unterbrochen wird, in welchem Falle hier die Federn \ die Hebel drehen und das Niederfallen der Klappen a bewirken.
Der Elektromagnet E", welcher hier neben den Elektromagneten E5 und Ea .angeordnet ist, kann zur Bethätigung eines besonderen Prüfungszeichens verwendet werden, das die Form einer Anschlagklingel oder eines anderen akustischen oder optischen Signals haben und aus dessen Bethätigung der Vermittelungsbeamte ersehen kann , · dafs bei einem angeschlossenen Theilnehmer Alles in richtiger Thätigkeit ist. ·
Wird als Stütze der Stöpsel in ihrer Ruhelage ein Hebel o'" m'" n'" in solcher Anordnung, wie er in Fig. 6a angedeutet ist, angewendet, so wird beim Entlasten dieses Hebels die gemeinsame Hauptbatterie G P ausgeschaltet und es kann dafür (für jeden Theilnehmer des Klappenschrankes) je eine besondere Batterie gp unmittelbar in die Verbindungsleitung eingeschaltet werden, um den gegenseitigen Anruf der verbundenen Theilnehmer diesen selbst zu überlassen, dem Amte aber beliebigen Anruf zu ermöglichen.
Diese Anordnung vorläufig aufser Betrachtung lassend, sei zunächst die in Fig. 6 angedeutete Stöpselverbindung mit den obenerwähnten (nicht gezeichneten) Ergänzungstheilen zum Festhalten der Schlufsklappen α vorausgesetzt.
Die Fernsprecheinrichtungen der Fernsprechtheilnehmer erhalten — wie bereits am Anfang der Beschreibung erwähnt zu der vorliegenden Ausführung des neuen Vielfach-Umschalters die in Fig. 7 gezeigte Anordnung, welche durch Erklärung ihres Gebrauchs hinreichend gekennzeichnet werden kann.
Wenn ein Theilnehmer das Vermitlelungsamt anrufen will, so hat er die Ortsleitung I2, Fig. 7, in welche im vorliegenden Fall eine Ortsbatterie oder ein in Umdrehung zu setzender Magnet-Inductor Mg eingeschaltet sein mufs, durch Andrücken des metallischen Schalthebels O4Ot4 gegen die Stromschlufsstücke 30, 40 mit der Achse des Fernsprechhebels Lc zu verbinden und besagten Magnetinductor in Thätigkeit .zu setzen.
Der Strom desselben geht dann über die Achse des Fernsprechhebels und eine Ausrückvorrichtung K, Fig. 7, zur Streckenleitung L", durch diese zum Vermittelungsamt und dort über den Elektromagneten E' des Anrufers A durch die Stromschlufsstücke Is d3, I*d2, P d1 zur Erdleitung T und beim anrufenden Theilnehmer über eine Prüfungsvorrichtung Ba, sowie über die Glocke SP zum negativen Pol des Magnetinductors Mg.
Demzufolge fällt also die Anruf klappe des Theilnehmers auf dem Vermittelungsamt, und bei dem Theilnehmer selbst schwingt das Prüfungszeichen Ba aus und ertönt die Glocke SP.
Der Vermittelungsbeamte führt demnächst einen Stöpsel irgend eines Paares für den anrufenden Theilnehmer nach dessen Stöpselloch und schiebt den Stöpselknopf e in den Ring I" des ersteren, um wie früher das Heben der gefallenen Anruferklappe und das Ausschlagen der Prüfungszeichen-Vorrichtung B zu bewirken, indem hierbei Strom der Batterie PA den folgenden Kreislauf vollführt: Von + Pa über den Elektromagneten E2, durch die sämmtlichen Stromschlufsslücke V3R3, V2R-, V1R1, ferner durch die Slromschlufsstücke R1V1, V2p2, p3 V3, zu dem Ring l", in welchem der Stöpselknopf e liegt, durch diesen zur Leitung ι und über den Elektromagneten E3 zum negativen Pol der Batterie Pa.
Der Beamte schiebt dann den Stöpsel ganz in das besagte Stöpselloch ein und bewirkt dadurch, dafs der Knopf e des ersteren die Feder R bezw. R3 lüftet, aber mit ihr in Berührung bleibt, und dafs der Ring r2 den Lochring I" berührt und demzufolge ein Stromkreis der Batterie G P über die Fernsprecheinrichtung des Theilnehmers wie folgt geschlossen wird:
Von -\- G P über die Elektromagnete E" und E6 bezw. E5, durch den Stöpselring r2 und den Lochring /" zur Streckenleitung L", durch diese beim Theilnehmer über die Drehachse des Fernsprechhebels Lc und das Stromschlufsstück 3, desselben über die Glocke St, durch die Stromschlufsstücke i° und 2° des Hebels o*mi über die (hierbei unthätige) Wechselstromglocke SP, sowie über diePrüfungszeichen-Vorrichtung Ba und durch die Erdleitung T, an welche der negative Pol der Batterie G P angeschlossen ist.
Zufolge dieses Stromverlaufs werden die Selbstunterbrecherglocke St des anrufenden Theilnehmers, dessen Prüfungszeichen-Vorrichtung Ba und ebenso auch im Vermittelungsamt das durch den Elektromagneten E" in Thätigkeit gesetzte (nicht dargestellte) Zeichen fortwährend in Thätigkeit gehalten, bis der Theilnehmer seinen Fernsprecher vom Hebel Lc abhängt, von welchem Augenblick ab dauernd ein Strom der Batterie G P über des Theilnehmers Inductor B M und Fernsprecher und über den Magnetinductor Mg u. s. w. zur Erde geht.
' Um sich mit dem Theilnehmer selbst zu verbinden, hat der Beamte den Schlüssel M"", Fig. 6, niederzudrücken, wodurch er seinen Fernsprecher an die Streckenleitung L" und an die Erde legt.
Nach erfolgter Angabe des gewünschten Anschlusses seitens des anrufenden Theilnehmers schiebt der Beamte, wie bei den vorherbeschriebenen Ausführungen, den zweiten Stöpsel in das ihm bezeichnete Stöpselloch des anzuschliefsenden Theilnehmers. Dadurch wird die Batterie G P nun auch an die Fernsprecheinrichtung dieses letzteren angeschlossen, und es erfolgt nun, wie vorhin bei dem anrufenden Fernsprechteilnehmer, jetzt auch bei dem anzurufenden ein andauerndes Ertönen der Glocke St und auch auf dem Vermittelungsamt ein fortwährendes Ansprechen der mit dem Elektromagneten E" verbunden gedachten Rufvorrichtung, bis der angerufene Theilnehmer seinen Fernsprecher abhängt oder bis der anrufende Theilnehmer den Stromkreis durch einen
Druck auf den Knopf bY des AusSchalters k, Fig. 7, unterbricht.
Im letzteren Fall wird der bezügliche Elektromagnet E6 bezw. E5 unmagnetisch und gestattet der neben im befindlichen Feder \, die Schlufszeichenklappe α freizugeben, so dafs diese niederfällt und den Beamten veranlafst, die beiden Stöpsel wieder aus ihren Stöpsellöchern herauszunehmen und in ihre Ruhelage zurückzubringen.
Da die oben geschilderte fortwährende Thätigkeit der Rufvorrichtungen bis zum Zeit-'punkt des Abhängens des Fernsprechers seitens des angerufenen Theilnehmers mitunter unzulässig sein kann, so kann oftmals die Einrichtung, welche in Fig. 6 a im Anschlufs an die übrigen nicht geänderten Theile des Vermittelungsamtes (Fig. 6) angedeutet und bereits theilweise besprochen ist, zweckmäfsiger als die soeben besprochene befunden werden.
Werden die in ihrer Ruhelage auf dem Hebel o"' m'" n"' aufruhend zu denkenden Stöpsel S1 S2 von diesen abgenommen, so wird die für alle Fernsprecbtheilnehmer eines Klappenschrankes gemeinschaftliche Batterie GP für die betreffende Fernsprechverbindung ausgeschaltet und die Bethätigung der Schlufszeichen-Vorrichtung einer kleinen Ruhestrombatterie gp überlassen, welche zwischen die Verbindung der beiden, besagter Fernsprechverbindung angehörigen Stöpsel eingeschaltet ist und so lange wirkt, bis einer der verbundenen Theilnehmer an seiner Streckenleitung L" durch Druck gegen den Ausschalter k, Fig. 7, eine Unterbrechung bewirkt und dadurch die Schlufszeichenklappe α auf dem Vermittelungsamt zum Fallen bringt.
Drückt der Beamte während des Bestehens einer Verbindung von zwei Fernsprechtheilnehmern den Hebel 0'" m'" n'" selbst nieder, so ruft er beide Theilnehmer zugleich an, zieht er dagegen zuvor den Stöpsel des einen Theilnehmers theilweise aus dessen Stöpselloch heraus, so dafs nur noch der Ring /" desselben vom Stöpselknopf e berührt wird, so bewirkt der Druck auf den Hebel 0'" m"'n'" nur ein Anrufen desjenigen Theilnehmers, dessen Stöpsel noch ganz eingeschoben ist.
Es erübrigen nun nur noch einige Be-
merkungen über die Hilfsvorrichtungen, welche in Fig. 8 bis 12 gezeigt sind:
Das in Fig. 8 dargestellte Verbindungsschema für zwei Klappenschränke — welches, wie am Anfang der Beschreibung bereits erwähnt, im Falle einer Störung an einem Stöpselloch zur Anwendung kommt, um einen von dem einen Klappenschrank verlangten Anschlufs an einen anderen bewirken zu lassen —kennzeichnet sich durch zwei Anrufklappen-Vorrichtungen^a und Ab und zwei Stopsellöcher Ka und Kb, welche nur je einen Metallring I" α bezw. I" b und je eine drehbare Stromschlufsfeder Ra bezw. Rb haben, die eine von ihr isolirte Metallplatte ρ α bezw. pb trägt, welche für gewöhnlich auf einem Stromschlufsstück Va bezw. Vb ruht.
Die Verbindung der genannten Vorrichtungen ist, wie in der Figur deutlich erkennbar, so gewählt, dafs, wenn an einem Klappenschrank der Knopf eines Stöpsels in seinen Stöpselring, z. B. in I" α eingesteckt wird, die Anrufklappe A b des anderen Klappenschrankes fällt, weil besagter Stöpselknopf mit dem negativen Pol der Batterie Pa des ersten Klappenschrankes fest verbunden ist und der anliegende Ring I" a über den Elektromagneten Eb hinweg mit der Platte pa und dann durch Va mit dem positiven Pol der genannten Batterie in Verbindung steht.
Wenn sich dann die Beamten bezüglich des gewünschten Anschlusses verständigt haben, so schiebt derjenige des ersten Klappenschrankes den zweiten Stöpsel eines Stöpselpaares für den Theilnehmer, der ihn angerufen hat, ganz in das Stöpselloch Ka, hebt demzufolge die Verbindung zwischen pa Va auf und verbindet die locale Stöpselleitung 1 mit der Stromschlufsfeder Rb, sowie die locale Stöpselleitung 2 mit dem Ring l"b leitend.
Wenn demnach der angerufene Beamte irgend ein Stöpselpaar zur Hand nimmt und den einen Stöpsel desselben in sein Stöpselloch Kb und den zweiten Stöpsel des genommenen Paares in das ihm angegebene Stöpselloch des zweiten Theilnehmers in seinem Klappenschrank einschiebt, so ist die dem ersten Beamten aufgegebene Verbindung durch den Beamten des zweiten Klappenschrankes vollzogen.
Die Fig. 9 und ga veranschaulichen, wie bereits erwähnt, Stöpselloch verbindungen für drei mit einander zu verbindende Fernsprec'htheilnehmer, von denen der dritte einen Stöpsel von der Art, wie ihn Fig. 12 zeigt, mit Anschlufs eines Fernsprechers bei PjR, in das mittlere Stöpselloch b einschiebt.
Die in Fig. 9 dargestellte Verbindung - pafst nur zu Ausführungen mit. metallischen Doppelleitungen für die Theilnehmer, während die in Fig. 9 a dargestellte bei einfachen metallischen Streckenleitungen ebenfalls brauchbar ist.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vielfach-Schaltanordnung für Fernsprecheinrichtungen , bei welchen im Verrnittelungsamte für jeden Fernsprechtheilnehmer eine Reihe von Stöpsellöchern (K1 X2 Ks . . .) hinter einander geschaltet sind, gekennzeichnet durch zwei allen Fernsprechtheilnehmern eines Verbindungsamtes zugeordnete ElektricitätsquellenfG P und Pa), von denen die eine (GP) über eine erste metallische Streckenleitung (L") hinweg zwecks Anrufens des Amtes und über eine zweite metallische Streckenleitung (L') hinweg zwecks Schlufsrufens an die Erde angeschlossen wird, während die. andere Elektricitätsquelle (Pa) durch Anlegen eines Stöpsels in ein Stöpselloch des anrufenden Theilnehmers, über dessen beide metallische Streckenleitungen (L" und L') hinweg geschlossen wird, um den Amtsfernsprecher mit dem Anrufenden zu verbinden und zugleich das Anrufzeichen (A) in seine Ruhelage zurückzubringen.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Vielfach-Schaltsystem die Anwendung von Stöpseln (S1 SJ, welche aus mehreren von einander isolirten Leitern (e r1 F2J bestehen und zu Paaren oder zu Dreien, Vieren u. s. w. zwecks Benutzung zu einer Fernsprechverbindung zwischen zwei, drei, vier und mehr Theilnehmern derart vereinigt sind, dafs ihre gleichartigen Leiter (e bezw. r1 bezw. r1) gemeinschaftlich mit einem den Anruf-.oder den Schlufszeichenapparat dieser Fernsprechverbindung beeinflussenden Elektromagneten zugleich in und aus dem Strombereich gelangen.
3. Die Abänderung des unter 1. gekennzeichneten, mit Stöpseln von der unter 2. gekennzeichneten Art versehenen Vielfach-Schaltanordnung dahin, dafs von den beiden metallischen Streckenleitungen der Theilnehmer (L" und L') die eine zwecks Gebens des Schlufszeichens mit der Erde zu verbindende (L') wegbleibt (Fig. 6) und dafür die andere (L") dauernd mit der Erde verbunden ist, so dafs über diese hinweg die zum Schlufsrufen bestimmte Elektricitätsquelle (G P) als Ruhestromquelle in Thätigkeit tritt, sobald ein Stöpsel in ein Stöpselloch eingeschoben ist, bis wohin das Schlufszeichen auf andere geeignete Weise (beispielsweise durch Gewichtsbelastung seitens eines späterhin eingeschobenen Stöpsels) in seiner Lage gehalten wird, wogegen von da ab elektromagnetische, durch den Ruhestrom verursachte Wirkung das Schlufszeichen
festhält, so zwar, dafs eine Unterbrechung der metallischen Streckenleitung das Schlufszeichen zum Erscheinen bringt, während zum Zweck des Anrufens des Amtes eine besondere Theilnehmerelektricitätsquelle (Mg), Fig. 7, in die metallische Streckenleitung (L") einzuschalten ist und zwecks Wiederaufhebung des Anrufzeichens und Verbindens des Amtsfernsprechers mit dem anrufenden Theilnehmer die zweite gemeinschaftliche Elektricitätsquelle (Pa) über dessen hinter einander ' geschaltete Stöpsellöcher hinweg ohne weiteren Uebergang auf eine Streckenleitung in gleicher Weise, wie unter 1. besagt, zur Wirkung gebracht wird.
4. Bei der durch 3. gekennzeichneten Vielfach-Schaltanordnung die Einschaltung von Hülfsbatterien (gp), Fig. 6 a, für jede Fernsprechverbindung, welche die Thätigkeit der allen Fernsprechtheilnehmern gemeinschaftlichen Elektricitätsquelle (GP) beim Geben des Schlufszeichens ersetzen, während diese selbst während oder nach vollzogener Fernsprechverbindung aus deren Bereich ausgeschaltet wird, zum Zweck, diese gemeinschaftliche Elektricitätsquelle zur Prüfung des richtigen Stromverlaufs zwischen dem Amte und den Theilnehmern für einen Augenblick benutzen zu können.
5. Bei den verschiedenen durch die vorhergehenden Patent-Ansprüche gekennzeichneten Ausführungen einer Vielfach-Schaltanordnung für Fernsprechverbindungen die Anordnung eines durch das Gewicht der Verbindungsstöpsel für gewöhnlich niedergedrückten und in diesem Fall den Amtsfernsprecher oder eine später auszuschaltende Stromquelle an die mit einander zusammenhängenden Verbindungsstöpsel selbst anschliefsenden Hebels (X X), Fig. 1, welcher, nachdem die Stöpsel von ihm abgenommen sind, durch eine Feder oder ein Gegengewicht angehoben wird und deshalb nicht mehr anschliefsend wirkt, beim Wiederaufsetzen der Stöpsel auf ihn aber gleichzeitig auch vermöge geeigneter zwangläufiger Verbindung (vermittelst eines über Rollen γ, Fig. 1, gelegten Bindfadens, Seiles oder einer Kette) mit dem Schlufszeichenapparat diesen nach gegebenem Schlufszeichen wieder in seine Ruhelage zurückversetzt.
Bei den verschiedenen durch die vorher-. gehenden Patent-Ansprüche gekennzeichneten Ausführungen einer Vielfach-Schaltanordnung für Fernsprechverbindungen die Anordnung besonderer zur Amtsverbindung dienender Stöpsellöcher und Anrufvorrichtungen in der Weise, dafs, wenn ein Amt den zweiten Stöpsel eines einer herzustellenden Fernsprechverbindung zugedachten Stöpselpaares in ein zur Amtsverbindung dienendes Stöpselloch (Ka), Fig. 8, einschiebt, dadurch nicht nur ein anderes Amt angerufen wird (Fall der Klappe Ab, Fig. 8), sondern auch dieses in die Lage gesetzt wird, durch Einschieben des einen Stöpsels eines beliebigen Paares in sein der Amtsverbindung dienendes Stöpselloch (Kb) und des anderen Stöpsels dieses Paares in das Stöpsellloch des gewünschten Theilnehmers die Aufgabe des ersten Amtes, im Falle der Ausbesserungsbedürftigkeit eines Stöpselloches bei demselben, zu vollziehen.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
DENDAT60734D Vielfach-Schaltanordnung für Fernsprech-Einrichtungen Expired - Lifetime DE60734C (de)

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