DE297035C - - Google Patents

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DE297035C
DE297035C DENDAT297035D DE297035DA DE297035C DE 297035 C DE297035 C DE 297035C DE NDAT297035 D DENDAT297035 D DE NDAT297035D DE 297035D A DE297035D A DE 297035DA DE 297035 C DE297035 C DE 297035C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/40Applications of speech amplifiers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung, durch welche die Möglichkeit geschaffen wird, einen oder mehrere Sprechstromverstärker bekannter Konstruktion, wie Gasentladerelais, elektromagnetische Verstärker u. dgl., einer beliebigen Anzahl zu einer Fernsprechanlage gehörigen Sprechstellen für bedarfsweise Benutzung zur Verfügung zu stellen. Die bisher bekannt gewordenen Schal tungsanordnungen, welche sich auf die zentrale Anordnung des Verstärkers in Fernvermittlungsstellen beziehen, haben ausnahmslos Verstärkungsvorrichtungen zum Gegenstand, die das sogenannte Gegensprechen, d. h. die Ver-Stärkung der Fernsprechströme für beide Leitungsabschnitte, ermöglichen sollen. Der Forderung," die Gesprächsverstärkung in beiden Verkehrsrichtungen ohne erheblichen Mehraufwand an technischen Mitteln durchzuführen,
ao versuchte die Technik dadurch zu genügen, daß sie den Sender und Empfänger des Verstärkers direkt oder induktiv mit der durchlaufenden Leitungsschleife koppelte. Da für den Sender und Empfänger 'nur eine gemeinsame Strombahn (nämlich die durchlaufende Doppelleitung) zur Verfügung steht, wurden verschiedene Schaltungsanordnungen angegeben, die geeignet sein sollen, die Weiterverstärkung der bereits verstärkten Sprechströme, welche die Ursache für die störenden, stehenden Schwingungen bilden, zu verhindern. So ist die in einer älteren Patentschrift beschriebene Sprechstromverstärkerschaltung durch eine Einrichtung gekennzeichnet, die es der Vermittlungsperson durch geeignete Maßnahmen ermöglicht, den elektrischen Gleichgewichtszustand herzustellen, falls etwa Leitungen mit stark voneinander abweichender Charakteristik zusammengeschaltet werden. Ausschließlich die technischen Schwierigkeiten, die sich aus den verwickelten physikalischen Bedingungen der Gegensprechschaltungen ergeben, bildeten für die vielseitigen Bemühungen, diesen Einrichtungen in die Praxis Eingang zu verschaffen, ein Hindernis.
Diese auf rein technischem Gebiete liegenden Unzulänglichkeiten wurden in der Folge restlos dadurch behoben, daß man zu dem zwar unwirtschaftlichen Mittel griff, den Verstärker jeder dafür in Betracht kommenden Sprechstelleneinrichtung dauernd anzuordnen. Die durchaus befriedigende Betriebssicherheit dieser Anordnung ist vornehmlich auf den Umstand zurückzuführen, daß Sender und Empfänger der Verstärkungsvorrichtung in getrennten Stromkreisen liegen und hierdurch die . störende Rückwirkung der bereits verstärkten Ströme des Empfängers auf die Sendeanordnung grundsätzlich behoben ist. Dem befriedigenden technischen Ergebnis dieser Einrichtungen, das somit im wesentlichen dadurch erzielt wurde, daß man sich auf die Verstärkung nur der ankommenden Sprechströme beschränkte, steht der Nachteil eines geringeren wirtschaftlichen Wirkungsgrades gegenüber, der mit jeder nicht zentralisierten Anordnung notwendigerweise verbunden ist. Die wirtschaftlichere Form der zentralen An-
Ordnung von Verstärkungsvorrichtungen im besonderen einer bestimmten Gruppe von Fernsprechanlagen unter der Voraussetzung dienstbar zu machen, daß bekannte Verstärker mit vollständig oder teilweise getrennten Sende- und Empfangswegen zur Verwendung gelangen, bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Werden einer Fernsprechanlage Verstärker solcher Art zugrunde gelegt, so gewinnt der Mehraufwand an Leitungsmaterial bei der Kostenberechnung eine entscheidende Bedeutung, da die getrennten Sende- und Empfangswege der Verstärkungsvorrichtungen vom Orte ihrer zentralen Aufstellung bis. zur Sprechstelle zu führen sind. Wie aus den Fig. ι bis 7 beispielsweise zu entnehmen ist, stehen die für Gesprächsverstärkung vorgesehenen Sprechstellen statt über die gewöhnliche Doppelleitung bei dieser Ausführungsform durch vier Sprechwege in Verbindung mit der Vermittlungsstelle. Der Mehrleistung für Leitungsmaterial steht eine erhebliche Minderung der Anlagekosten für die Verstärkungsvorrichtungen gegenüber, da die Anzahl der letzteren bei zentraler Anordnung ausschließlich- durch die Betriebsbereitschaft bestimmt wird. Der Erfahrungswert der für eine bestimmte Zahl von Anschlüssen vorzusehenden Amtsverbindungseinrichtungen ist auch für den Umfang der Zuordnung von Sprechstrom verstärkern maßgebend.
Obige Ausführungen lassen erkennen, daß der Erfindungsgegenstand vorzugsweise bei solchen Fernsprecheinrichtungen mit Vorteil verwertbar ist, bei welchen die leitungstechnischen Zusätze gegenüber der beträchtlichen Ersparnis an Verstärkungsvorrichtungen nicht in Betracht kommen. Die auf verhältnismäßig kleinem Gebiete verlaufende Leitungsführung von Postnebenstellen- und Privatanlagen bildet für die zusätzliche zentrale Anordnung von Verstärkern mit getrennten Sende- und Empfangswegen eine besonders günstige Vorbedingung. Kann die zusätzliehe Verlegung weiterer Sprechleitungswege für einzelne Anschlüsse solcher-Anlagen .aus besonderen Gründen nicht durchgeführt werden, so bleibt es unbenommen, den betreffenden Sprechstellen besondere Verstärkungseinrichtungen zuzuweisen.
-Die nachstehend beschriebenen Ausführungsformen einer Schaltungsanordnung mit Sprechstromverstärkern, für' welche getrennte Sende- und Empfangswege vorgesehen sind, werden durch die Verschiedenheit der Systeme bedingt, welche gerade bei solchen Fernsprechanlagen in Frage kommen.
In Fig. ι ist eine Ausführungsform dargestellt, nach welcher die Auswahl einer freien Sprechstromverstärkungseinrichung F/ oder Vn und deren Anschaltung an die betreffende Fernleitung jeder einzelnen Sprechstelle überlassen wird. Die Schaltungsanordnung ist so getroffen, daß sie zusätzlich zu einem hier beispielsweise normalen Zentralumschalter nach dem Ortsbatteriesystem mit Klappen oder Schauzeichen hinzutreten kann.
Die Nebenstelle 2V4 sei in Gesprächsverbindung auf einer Fernleitung (Amtsleitung) über Kondensatoren C1, C2, Klinke KLt, Verbindungsstecker VSt., Abfragestecker ASt., Amtsleitungsklinke AKL zum Amt. Durch Niederdrücken einer Sprechstromverstärkungstaste VT1 wird Erde über Leitung flji an ein Verstärkerrelais R1Ii gelegt, das über Wicklungsteil I eines Relais Y1, Kontakt yj, Ruhekontakt xi an Spannung liegt. Das Relais 2?4// sowie das für jeden Sprechstromverstärker Vi gemeinsame Relais Yi ziehen ihre Anker an und schließen die mit dem gleichen (kleinen) Buchstaben und Erkennungszeichen versehenen Kontakte. Kontakt r4/; legt eine Halteerde an Rl/i, Relais Yi öffnet seinen Kontakt yi und läßt seine Wicklung II mit hohem Widerstände in den Haltestromkreis für R41Ji eintreten. Die dadurch hervorgerufene Potentialveränderung verhindert das Anschalten eines weiteren Relais R an den bereits belegten Sprechstromverstärker F/. Das Relais Yi erregt über einen Kontakt yi ein Verzögerungsrelais Xj, das . durch Kontakt %i die vom Sprechstromverstärker nach jeder Sprechstelle führende Schauzeichenleitung e1//, eB/i nebst Besetztzeichen SZi unter Spannung setzt und dadurch den Sprechstromverstärker Vi als belegt kennzeichnet. Die Kontakte des Relais i?4// bewirken auch den Anschluß des Verstärkers Vi an die Sprechleitungswege a4, &4) cit dit wodurch folgender Stromschluß zustande kommt:
a) Die an der Klinke.XZ4 über den Kondensator C1 eintretenden Sprechwechselströme nehmen ihren Weg über Abzweigung m, Kontakt y4//, Wicklung II des Primärübertragers P am Sprechstromverstärker Vi, Kondensator C4, Wicklung I von P, Kontakt r4//, Abzweigung n, Kondensator C2, Klinke KL4 zur Amtsleitung zurück.
b) Die an der sekundären Übertragerseite 5 des Sprechstromverstärkers Vi auftretenden verstärkten Sprechströme werden zum _ Fernhörer F der Nebenstelle iV4 geleitet über: Wicklung des Übertragers S, Kontakt r4/;, Sprechleitung c4, Hörer F und Wicklung s2 der Induktionsspule an TV4, Leitung H1, Kontakt r4/; zum Übertrager 5 zurück.
Beim Anhängen des Fernhörers tritt an Stelle des Kondensators C3 an der Sprechstelle' 2V4 der Wecker W, welcher auf dem unter a) angeführten Wege den Gleichstromschluß für ein an der Abzweigung des Kondensators C4 gelegenes Schlußrelais 5; (Sprechstromverstär-
ker Vi) herbeiführt. Die Erregung des Relais S/ bewirkt an seinem Kontakt s/ den Kurzschluß der beiden Wicklungen I und II des Relais Yi, welches seinen Anker verzögert freigibt, während das durch Yi erregt gehaltene Verzögerungsrelais Xi nach der endgültigen Aberregung von Yi seinen Anker noch kurze Zeit festhält. Durch diesen Vorgang wird die Batterie von den in Hintereinanderschaltung liegenden
ίο Relais Yi und T?4// an den Kontakten yi und xi vorübergehend abgetrennt, was zur dauernden Aberregung des Relais i?4//, welches seine Halteerde freigibt, führt.
Das durch Y/ gehaltene Relais Xi gibt nun ebenfalls seine Kontakte frei, wodurch den Besetztzeichen SZi für die Belegtkennzeichnung des Sprechstromverstärkers Vi die Spannung genommen wird.
Die Schlußzeichengabe am Zentralumschalter ist von. diesen Vorgängen unabhängig.
Kontrollzeichen KSi und KSn werden durch die Kontakte %i bzw. %n gleichfalls, und zwar zusammen mit den ■ Besetztzeichen SZi, SZn eingeschaltet, wodurch die Vermittlungsperson am Zentralumschalter in der Lage ist, sich zu überzeugen, ob der Sprechstromverstärker V nach Gesprächsbeendigung durch Anhängen des Hörers an der Sprechstelle wieder freigegeben wurde.
Der Fig. 2 liegt eine Ausführungsform zugrunde, bei welcher die Vermittlungsperson des Postnebenstellen- oder Privatzentralumschalters nach Aufforderung durch die Nebenstelle IV4 beispielsweise mit Hilfe einer Signallampe SiX4 den Sprechstromverstärker F/ bzw. V11 in die betreffende Nebenstellenleitung einschaltet.
Die Nebenstelle Ni stehe wieder über Klinke KL1, Verbindungsstecker VSl., Abfragestecker ASt., Amtsklinke AKL iu Verbindung mit der Amtsleitung. Durch Drücken der Signaltaste SiT4 an der Sprechstelle 2V4 wjrd über Leitung S4 die Signallampe SiLi zum Aufleuchten gebracht und die Bedienungsperson des Zentralumschalters dadurch angewiesen, einen Sprechstromverstärker in die durch SiL gekennzeichnete Leitung einzuschalten.
Die Einschaltung des jeweils freien Sprechstromverstärkers Vi bewirkt die Vermittlungsperson durch Drücken einer der Nebenstellenleitung IV4 und dem Sprechstromverstärker Vi entsprechenden Verstärkungstaste FT4//. Es kommt folgender Stromweg zustande:
Erde, Verstärkungsrelais i?4/7) Taste VTi/L Trenntaste TTi, Wicklung I des Relais Yi, Kontakt yi, Kontakt xj, Batterie, Erde.
Das Relais Z?4// wird erregt, legt seinen Kontakt r4// an Stelle der Taste FT4// in den Haltestromkreis. Das Relais Yi wird ebenfalls erregt und schaltet seine Wicklung II mit hohem Widerstand in denselben Haltestromkreis. Ein Kontakt yi erregt ferner das Verzögerungsrelais Xi, das wiederum durch seinen Umschalter X1 das Besetztzeichen BSi zum Ansprechen bringt und dadurch den Sprechstromverstärker F/ als belegt kennzeichnet.
Das Verstärkungsrelais Zi4// bewirkt durch seine Kontakte r4// die Einschaltung der primären und sekundären Seite des Sprechstromverstärkers Vi in die Nebenstellensprechwege «4, δ4· c4> dA in gleicher Weise, wie aus der Beschreibung der Fig. 1 zu ersehen ist.
Bei Beendigung des Gespräches erfolgt die Überführung der Relais RA/i, Yi und Xi in die Ruhelage durch Stromschluß über den Wecker W der Nebenstelle IV4 und der dadurch eintretenden kurzen Erregung des Schlußrelais S/ in derselben Weise und Reihenfolge wie die zum gleichen Zeitpunkte eintretenden Schaltvorgänge der Fig. 1.
Die Schaltorgane für die Sprechstromverstärkung sind bei dieser Ausführungsform ebenfalls von der Betriebsweise des Verbindungsapparates der Fernsprechanlage unabhängig.
In bestimmten Fällen wird es als zweckmäßig erachtet werden, den Sprechstromverstärker der Amtsleitung dauernd zuzuordnen, wodurch nur eine unwesentliche Verschiebung der in Fig. 2 gekennzeichneten Stromwege eintreten würde.
Die Trennschalter TTi und TTu ermöglichen es der Vermittlung, den Sprechstromverstärker unabhängig von der Sprechstelle abzutrennen.
Bei der Ausführung der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 wird durch Verwendung von Drehschaltern Z)4, Z)5, welche in dem in der Figur dargestellten Falle nach Art der Anrufverteiler wirken, eine wesentliche Ersparnis an Relais namentlich dann erzielt, wenn die Zahl der zur Auswahl bereitstehenden Sprechstromverstärkungseinrichtungen eine verhältnismäßig hohe ist. ·
Die Nebenstelle ZV4 stehe über das Verbindungsschnurpaar ASt., VSt. in Verbindung mit der Amtsleitung.
Zur Einschaltung des Sprechstromverstärkers Vi drückt der Benutzer die Verstärkungstaste VT\, wodurch folgender Stromlauf zustande kommt:
Erde, Taste VTA, Leitung /"4, Kontakt r4 des Relais Z?4, Drehmagnetwicklung des Drehschalters Z)4, Unterbrecher U, Spannung, Erde.
Der Drehschalter Z)4 bewegt seine Schaltarme α4, S4, c4, dit S4 und /"4 einen Kontakt nach vorwärts, wodurch ein Kontaktring A4 mit dem Schaltarm /"4 in Verbindung tritt, so daß für den Weiterlauf des Drehschalters folgender Stromlauf eintritt:
Spannung, Unterbrecher .17, Drehmagnet DM it
Schaltarm f4, Kontaktring A4, Kontakt r4 des Relais A4. ■
Berührt nun der umlaufende Schaltarm e4 einen Kontakt, an welchen ein freier Sprechstromverstärker F/ angeschlossen ist, so erfolgt die Erregung des Relais R4 über:
■Erde, Wicklung I von A4, Schaltarm e4) Sammelleitung e des Sprechstromverstärkers Vi, Wicklung I von Relais Yi, Kontakt yi,
ίο Kontakt Xj, Batterie.
Das erregte Prüfrelais A4 bewirkt durch seinen Umschalter r4 die Stillsetzung des Drehschalters D4 und schaltet sich die Wicklung II mit niedrigem Widerstände parallel zur Wicklung I, wodurch eine Potentialveränderung eintritt, welche den Anschluß weiterer Drehschalter verhindert. Gleichzeitig vervollständigen die Kontakte r4 den Sprechstromkreis von der Nebenstelle N4 über die Schaltarme a4, b4, C4, d4 nach dem Sprechstromverstärker V]. Das Relais Yi ist über seine Wicklung I erregt, läßt seine Wicklung II mit hohem Widerstände in den Prüfstromweg e4 eintreten, um die oben erwähnte Potentialveränderung wirksamer zu machen. Yi erregt Relais Xi. Der Kontaktschluß sämtlicher in Hintereinanderschaltung liegender Kontakte $, %n usw. führt das Ansprechen der Besetztzeichen SZ4, SZ5 über Leitung eit e6 an sämtlichen Nebenstellen N4, N5 herbei, wodurch diese darauf hingewiesen werden, daß alle vorhandenen Stromverstärkungseinrichtungen in Benutzung sind.
Beim Anhängen des Fernhörers F4 an der Nebenstelle N4 wird durch Gleichstromschluß über den Wecker W. und Leitung a4, δ4 das Schlußrelais S/ erregt. Si schließt in bekannter Weise (Beschreibung zu Fig. 1) Yi kurz;. nach Aberregung von Y/ ist Relais Xi noch kurze Zeit erregt und unterbricht dadurch den Haltestrom für Relais R4.
R4 trennt die Sprechwege der Nebenstelle 2V4 von den Schaltarmen des Wählers D4 und setzt durch seine Umschalter r4 den Dreh-. 45 magneten DM4 über den Unterbrecher U zum Weiterlauf in die Ruhelage unter Strom. Die Unterbrechung der Verbindung des Schaltarmes f4 mit dem Kontaktring A4 in der Ruhestellung des Drehschalters D4 verursacht die endgültige Stillsetzung desselben.
Durch die Sammelleitungen a, b,c, d ist die Vielfachschaltung sämtlicher Drehwähler D4, D6 in bekannter Weise angedeutet.
Die Anordnung der Sprechstromverstärkungseinrichtung ist, wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist, eine zusätzliche, so daß ein Eingriff in den hier beispielsweise nach dem Ortsbatteriesystem ausgeführten Vermittlungsschrank nicht erforderlich ist.
In Fig. 4 ist die' Schaltungsanordnung mit Sprechstromverstärker im Zusammenwirken mit einer Postnebenstellenanlage dargestellt, bei welcher die Amtsleitungen nach dem Linienwählersystem von der Sprechstelle in bekannter Weise durch Schalter gewählt werden.
Im Ruhezustände sei die Anschaltung der Sprechstelle ZV4 an die Amtsleitung Ai unter Anwendung des Sprechstromverstärkers Vi an Hand der Fig. 4 beschrieben.
Durch Drücken der AmtstaSte ATi an der Nebenstelle TV4 wird das Nebenstellenrelais R1Ji auf folgendem Wege erregt:
Erde, Taste ATj von Nebenstelle JV4, Leitung eiji, Wicklung von Rili, Vorschaltwiderstand VW4, Kontakt gi des Relais Gi, Batterie.
Der Kontakt r4// des Relais R*/i schließt den Haltestromweg:
Erde, Sperrtaste ATi, e4//-Leitung, Wicklung R1Ii, Kontakt r*//, allgemeines Relais Gi, Batterie.
Das Relais Gi trennt die Vorschaltwiderstände vw von der Batterie und setzt die Belegtzeichen SZi über die f-Leitungen von sämtlichen Nebenstellen unter Spannung, so daß in bekannter Weise die betreffende Amtsleitung und der damit in Verbindung stehende Sprechstromverstärker als belegt erscheint.
Ein Kontakt rl/i des Nebenstellenrelais R1I1 bereitet die Einschaltung eines Verstärkerrelais W*11 vor, während zwei weitere Kontakte r4// die Verbindung der Sprechleitung a4, b4 mit der Amtsleitung «/, bi vollziehen. · Der Anschluß einer weiteren Sprechstelle an dieselbe Amtsleitung ist durch Potentialveränderung im Haltestromkreis des Relais Ä4// verhindert.
Drückt der Benutzer der Sprechstelle TV4 einen Sprechstromverstärkungsschalter VT4, so wird das Verstärkerrelais Wifi auf folgendem Wege erregt:
Erde, Taste VT4, g4-Leitung, Wicklung von W1Ii, Kontakt rl/i, Wicklung eines Kontrollrelais Ki, Batterie.
Das Relais PF4// verbindet durch seine Kontakte w4// den Sekundärübertrager S des Sprech-Stromverstärkers F/ mit den Sprechleitungen C4, dt der Nebenstelle ZV4, während die primäre Seite P des Sprechstromverstärkers durch die Kontakte ki des in Reihe mit W4I1 erregten allgemeinen Relais Ki mit der Sprechleitung cti, bi zum Amte hin verbunden wird. Die vorübergehende Erdung des Relais W1Ii durch Taste FT4 wird durch den Haltekontakt ro4// zur dauernden.
Ein Kontakt g/ des Relais G/ vermittelt durch den Postwecker PWi in bekannter Weise das Schlußzeichen nach dem Amte. Ferner schaltet ein dritter Kontakt k; des Relais Ki ein Kontrollzeichen KSi für eine etwa vorhandene Aufsichtsperson ein.
Beim Anhängen des Fernhörers F wird die Sperrtaste ATi wie bekannt ausgelöst, wodurch
die Relais RiJi und Gj stromlos werden. Der Kontakt rl/i unterbricht den Haltestrom für Wi/i und Kj. Durch die Aberregung dieser Relais wird die Verbindung der Amtsleitung A1 mit der Nebenstelle 2V4 und gleichzeitig mit dem Verstärker Vj aufgehoben.
Die in die Ruhelage übergehenden Besetztzeichen SZj kennzeichnen die Amtsleitung Aj wieder, als frei.
ίο Für die Einschaltung des Verstärkerrelais PF4// wurde ein weiterer Kontakt r4// des bei bereits bestehenden Anlagen vorhandenen Nebenstellenrelais R 4// herangezogen. Diese Maßnahme wurde hauptsächlich zur Erzielung einer besseren Übersichtlichkeit der Schaltung gewählt. Bei der praktischen Ausführung ist es empfehlenswert, ein neues Relais mit der gleichen Funktion des Relais i?4// demselben parallel zu schalten, um eine Veränderung der
ao etwa vorhandenen normalen Schaltorgane R i/j zu vermeiden.
Die Wirkung der Schaltevorrichtungen mit Sprechstromverstärkern im Anschluß an selbsttätige Postnebenstellen- und Privat-Fernsprechanlagen ist aus Fig. 5 zu ersehen.
Die Verbindung der Nebenstelle TV4 mit der Amtsleitung sei in bekannter Weise über den Vorwähler VW4 und den Leitungswähler LW bereits durchgeführt. Durch Drücken des Schalters VT4 an der Nebenstelle TV4 wird, wie in der Beschreibung zu Fig. 3 eingehend dargelegt ist, durch Erdung der Leitung e4 der Drehschalter Z)4 zum Anlauf gebracht. Nach Auffinden eines freien Sprechstromverstärkers Vj wird über den Schaltarm e4 des Wählers D4 das Prüfrelais U4 und das Verzögerungsrelais Yj über die Kontakte xj des Relais Xj erregt, was zur Stillsetzung des Drehschalters D4 führt.
Ein Unterschied zwischen der Anordnung des Sprechstromverstärkers in Fig. 3 und 5 besteht im wesentlichen nur in der Art der Auflösung, d. h. der Zurückführung des Drehschalters D4 in die Ruhelage. An der Mittelabzweigung der beiden Wicklungsteile I und II des Primärübertragers P am Sprechstromverstärker Vi ist, durch den Kondensator c4 überbrückt, das Schlußrelais Sj angeschlossen, von dessen beiden Wicklungen I und II die eine (I) an Erde und die andere an eine geerdete Batterie angeschlossen ist.
Das Relais Si nimmt im gleichen Vorzeichensinne des Brückenrelais A der selbsttätigen Verbindungsanordnung an der Zuführung des Mikrophonstromes aus der Zentralbatterie ZB nach der Nebenstelle 2V4 teil.
Das Relais Sj ist also während der Dauer des verstärkten Gespräches erregt über:
Erde, Wicklung I von 5/, Wicklung I von
Übertrager P, Schaltarm a4 des Drehschalters D4, geschlossener Kontakt W4, Abzweigung m an der Nebenstellenleitung a4, Kontakt i am Nummernschalter NS4, Mikrophon M, Induktionsspule P, Hakenumschalter hu, &4-Leitung, Abzweigung n, Kontakt U4. Schaltarm b4, Wicklung II von P, Wicklungsteil II von Relais S/, Batterie.
Beim'Anhängen des Fernhörers F wird dieser Stromlauf aufgehoben, und die Relais A und Sj geben ihre Anker frei. Die Aberregung von Sj hat zur Folge, daß der Kontakt sj die Batterieverbindung mit dem Relais Yi aufhebt, während das Verzögerungsrelais Xi noch etwa eine halbe Sekunde in Arbeitsstellung ist. Dadurch wird der Haltestromkreis: Erde, Kontakt u4, Wicklung II von Relais U4, Schaltarm e4, Wicklungen I und II von Yi, Kontakt sj, Batterie, am Kontakt si unterbrochen. Das Prüfrelais U4 sowie das Halterelais Yj und darauffolgend auch Xi geben ihre Anker frei. Der Drehschalter D4 setzt durch den Stromschluß an Kontakt U4 zum Weiterlauf in die Ruhelage ein.
Mit diesem Vorgange ist durch das Stromloswerden des Speiserelais A die Auflösung der normalen Leitungs- und Vorwähler LW und VW4 in bekannter Weise verbunden.
Die Nebenstelle 2V5 ist durch ihren Anschluß an den normalen Vorwähler VW5 dargestellt. Die Abzweigungen «5, &5, cs, d& und eB sind im gleichen Sinne, wie die Nebenstelle 2V4 mit dem Drehschalter D4 in Verbindung steht, an einen Wähler D5 anzuschließen.
Bei der Neuanlegung von Postnebenstellenoder Privatanlagen wird es sich häufig als zweckmäßig erweisen, von einer zusätzlichen Anordnung der Sprechstromverstärkungseinrichtung abzusehen. An Stelle dieser Ausführungsform kann dann die Anordnung, welche aus Fig. 6 ersichtlich ist, treten.
In dieser Fig. 6 ist der Verbindungssatz eines Handbetrieb-Zentralumschalters beispielsweise nach dem Zentralbatteriesystem dargestellt, bei welchem der Sprechstromverstärker Vi der Verbindungsschnur mit ihren Steckern .4Si. und VSt. dauernd zugeordnet ist.
Die Stecker ASt. und VSt. weisen infolge der Verdoppelung der Sprechwege a4, b4, C4 und d4 der Nebenstellen, abgesehen von einer weiter hinzutretenden e-Leitung, wie in den Schaltungen der Fig. 1 bis 5 etwa für die Schlußzeichengabe eine vierfache Unterteilung a, b, c, d auf.
Die Nebenstelle 2V4 sei -wiederum durch Klinke KL4, den Verbindungssatz und Klinke AKL im Gespräche über die Amtsleitung begriffen.
Durch Drücken der Signaltaste SiT4 fordert der Sprechende die Vermittlungsperson am Zentralumschalter auf, die Sprechstromverstärkung anzuschalten. Es kommt hierdurch folgender Stromweg zustande:
Erde, Taste SiT1, ^-Leitung, Klinke KL4, Verbindungsstecker VSt., d-Ader, Signalrelaiswicklung Si, d-Aaer des Abfragesteckers ^4Si., Klinke AKL, Drosselspule Dr, Batterie.
Das Relais Si wird erregt und bringt über seinen Kontakt si die Signallampe SiL zum Aufleuchten.
Die Vermittlungsperson drückt, durch dieses Zeichen aufgefordert, die Sprechstromverstärkungstaste VT1 und schließt folgenden Stromweg:
Erde, Schlußrelais 5/, Wicklung II des Sekundärübertragers 5 am Sprechstromverstärker V1, Taste VT1, Wicklung von Si, d-Ader des Steckers4Si., Klinke.4KL, Drosselspule Dr, Batterie.
Das Relais 5/ schließt seinen Kontakt s; und bringt über die Kontakte sr und ür der vom Mikrophonstrom erregt gehaltenen Brückenrelais Sr und UeR das Verstärkerrelais Ri zum Ansprechen;
Das Relais Ri verbindet durch seine Kontakte ri den Primärübertrager P des Sprechstromverstärkers Vi über einen Kondensator C4 mit den Schnurpaarädern a, b (Abzweigungen m und n); ferner bewirkt Ri den Anschluß der Wicklungsteile I und II des Übertragers S an die Schnurpaaradern c, d (Abzweigungen χ und y).
Die verstärkten Ströme erreichen in bekannter Weise über die Nebenstellenleitungen C4, d4 den Hörer F, während der Primärübertrager P über a, b der Amtsleitung die unverstärkten, ankommenden Sprechströme aufnimmt.
Ein Kontakt π schließt für die Dauer der Verstärkung das Relais Si kurz und verursacht dadurch mittelbar das Verlöschen der Signallampe SiL.
Die Drosselspule Dr mit dem Kondensator Q ist nur an den Klinken AKL vorhanden, welche mit einer Amtsleitung in Verbindung stehen, so daß eine störende Betätigung der Sprechstromverstärkungstaste VT1 bei Gesprächen, welche innerhalb der Nebenstellenanlage verlaufen, dadurch vermieden wird, daß der oben bezeichnete Stromweg für die Erregung des Relais Si und der dadurch herbeigeführten Einschaltung des Ri infolge des Fehlens der Spannung an der Drosselspule Dr nicht zustande kommt.
Die Auflösung der Verbindung mit dem Verstärker Vi erfolgt erst beim Anhängen des Hörers F auf der Abfrage- und Verbindungsseite durch die Aberregung der Brückenrelais SR und UeR des Schnurpaares.
Die Kontakte sr und ür geben das Relais Ri frei, wodurch das im Gesprächszustande über Dr und die beiden Kontakte π erregte Relais Si auf Grund der Trennung durch die Kontakte rj ebenfalls in die Ruhelage übergeht.
Bei Auflösung der Verbindung durch Ziehen der Stecker ASt. und VSt. vor dem Eintreffen beider von den Brückenrelais SR und UR beherrschten, nicht gezeichneten Schlußzeichen erfolgt natürlich die Abschaltung des Sprechstromverstärkers durch Stromloswerden von S; und Aberregung von Ri sofort.
Der Sprechstromverstärker kann auch ohne grundsätzliche Veränderungen der Schaltung in Fig. 6 der Amtsleitung dauernd zugeordnet sein.
Fig. 7 zeigt endlich ein Ausführungsbeispiel, wie der Sprechstromverstärker in ähnlicher Weise wie bei Handbetriebseinrichtungen (Fig. 6) auch dem Verbindungssatze einer Nebenstellenanlage mit selbsttätiger Vermittlungsstelle angegliedert werden kann. ;
Die Verbindung der Nebenstelle N4 mit einer Amtsleitung sei über die normalen Schaltorgane, Vorwähler FPf4 und Leitungswähler LW, bereits vollzogen. Die Relais A, B, T4 und. das Prüfrelais Pr sind nach vollendetem Aufbau der Verbindung bekanntlich erregt.
Die Erregung dieser Relais wird durch Abnehmen des Hörers an der Sprechstelle Ni eingeleitet, Relais R4 wird erregt über:
■ Erde, Kontakt t4, Leitung a4, Kontakt i, Induktionsspule P, Mikrophon und Kontakt hu an Sprechstelle 2V4, &4-Leitung, Kontakt t4 des Relais T4, Batterie, Erde.
Kontakt r4 legt Erde an den auf dem Nullpunkt befindlichen Schaltarm f4. Hierdurch fördert der erregte Drehmagnet DM4 des Vorwählers VW4 diesen Arm f4 auf den Kontaktring k4. An Stelle der Erde des Kontaktes r4 tritt für den Weiterlauf Kontakt t4 des Relais T4.
Das Relais T4 bewirkt die dauernde Unterbrechung des Drehmagneten DM4 im Augenblicke des eintretenden Prüfvorganges.
Die Erregung von T4 erfolgt über:
Erde, Wicklung I von Relais T4, Schaltarm c von FW4, Wicklung des Prüfrelais C, Batterie, Erde. '
Die Kontakte t4 schalten die beiden Sprechwege a4, b4 nach dem Brückenrelais A und den Kondensatoren C1, C2 durch. Das Relais A ist in bekannter Weise von dem der Sprechstelle N4 zugeführten Mikrophonstrom durch- flössen und während der Gesprächsdauer somit erregt.
Haben die fünf Schaltarme des Leitungswählers LW nach Maßgabe der von der Sprechstelle N4 abgegebenen Anzahl von Stromimpulsen die Anschlußstellen des gewünschten Teilnehmers erreicht, so prüft Relais Pr in bekannter Weise auf Besetztsein.
Der Zustand eines freien Anschlusses möge durch das abgefallene Relais T der in Fig. .7 nicht dargestellten Anrufanordnung des gerufenen Teilnehmers bzw. hier Amtsanschluß ge-
kennzeichnet sein. Ein Kontakt t des aberregten Relais T liegt mit Erde am c-Arm des Leitungswählers LW und erregt über die Wicklung I das an Batterie liegende Prüfrelais Pr.
Der NummernschalterNS4 erdet beim Wählen in üblicher ■ Weise durch einen Kontakt ns4 den a- und δ-Ast der Nebenstellenleitung. Drückt der Sprechende, nachdem die Verbindung mit dem Amte bereits hergestellt ist, nochmals den Nummernschalter NS4. oder einen gleichwertigen, die Erdung von α und b herbeiführenden Schalter, ' so wird ein für Schleifenstrom unempfindliches Differentialrelais DR2, dessen Kurzschließung durch die Kontakte des erregten Relais P aufgehoben ist, auf folgendem Wege erregt:
Erde, Kontakt ns4 . an der Nebenstelle N4, Leitung I4, Kontakt t4, Schaltarm b des Vor-Wählers VW4, Wicklung I des Differentialrelais DR2, Wicklung I des Brückenrelais A, Batterie.
Der in Reihe mit Wicklung II von A liegende Wicklungsteil II des Relais DR2 -ist in diesem Falle stromlos.
Das Relais DR2, vorübergehend erregt, legt Erde ! an ein Sperrelais SP, welches über Kontakt rv Schaltarm β "des Leitungswählers LW und Drosselspule Dr an Spannung liegt.
Das Verzögerungsrelais SP erregt im Zusammenwirken mit DR2 das Verstärkungsrelais R2 auf folgendem Wege:
Erde, Kontakt au des Äuslösemagneten am Leitungswähler LW, Wicklung des Relais R2, Kontakt Ar2 von DR2, Kontakt sp von Relais SP, Batterie.
Der Kontakt Y2 hält an Stelle der nach kurzer Zeit wieder in die Ruhelage übergehenden Kontakte dr2 und sp den Haltestrom für seine Wicklung R2 aufrecht.
Das Relais R2 verbindet den Primärübertrager des Sprechstromverstärkers V mit den Sprechwegen a, b des Verbindungssatzes, während die weiteren Kontakte r2 die Durchschaltung der sekundären Seite S der Sprechstromverstärkungsvorrichtung nach dem Hörer F (an den Enden der Nebenstellenleitung c4 und d4) bewirken.
Es ist naheliegend, anzunehmen, daß durch das Drehen des Nummernschalters NS4 zum Einschalten der Sprechstromverstärkung der Wählapparat in Tätigkeit tritt und damit ein Weiterschalten des Leitungswählers LW herbeiführt. Dieses wird dadurch verhindert, daß der Wählapparat WA durch das Prüfrelais Pr nach Herstellung der Amtsverbindung abgeschaltet wird.
Beim Anhängen des Hörers F an der Nebenstelle N4 vollzieht sich die Rückstellung der Wählergruppe von Fl^F4 bis LW in bekannter, hier nicht weiter erläuterter Weise unter Erregung des nicht gezeichneten Auslösemagneten, der seinen Kontakt au öffnet und den Haltestrom des Relais R2 aufhebt.
Das Relais R2 geht somit gleichzeitig mit der Auflösung der normalen Verbindung in die Ruhelage über und schaltet durch seine , Kontakte r2 den Verstärker V vom Verbindungssatze ab. .
Besteht bei selbsttätigen Postnebenstellenanlagen ein direkter Verbindungsverkehr mit dem teilweise oder vollständig selbsttätig arbeitenden Stadtfernsprechnetze, so kann die Schaltungsanordnung so getroffen werden, daß nicht das Prüfrelais Pr das Differentialrelais DR durch Unterbrechung des Kurzschlusses um dessen Wicklung zur Einschaltung des Sprechstromverstärkers V freimacht, sondern diese Aufgabe einem mit jeder Stromstoßserie vorwärts schreitenden Steuerschalter auferlegt wird. Das Differentialrelais DR2 kann auf diese Weise erst nach der letzten Stromstößreihe durch den Schalter NS4 zur Wirkung kommen.
Eine dauernde Zuordnung der Sprechstrom-Verstärkungsvorrichtung V an die Amtsleitung ist durch die sinngemäße Anwendung der aus Fig. 7 hervorgehenden Schaltung ohne weiteres ermöglicht.
Zusammenfassend sei noch erwähnt, daß durch die in Fig. 1 bis 7 gekennzeichneten Ausführungsarten einer Schaltungsanordnung mit Sprechstromverstärker die schaltungstechnischen Lösungen für eine praktische Verwertung dieser Einrichtungen in Postnebenstellen- und Privatfernsprechanlagen durchaus nicht als erschöpft betrachtet werden können.
Die Lösung derartiger Aufgaben, welche vorzugsweise durch die Betriebsart des Fernsprechsystems, mit welchem der Sprechstromverstärker in Verbindung zu treten hat, bedingt sind, fallen grundsätzlich in das Bereich des hier bereits entwickelten Erfindungsgedankens.

Claims (11)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Sprechstromverstärker in Fernsprechanlagen beliebiger Betriebsweise, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der ankommenden Sprechströme Verstärkungsvorrichtungen mit vollständig oder teilweise von den üblichen Sprechwegen getrennt verlaufenden, von der Vermittlungs- bis zur Sprechstelle führenden Sende- und Empfangswegen (a4, b4, C4, dt) in solcher Weise angeordnet sind, daß jede Sprechstelle oder nur einzelne Sprechstellen einer Anlage mit jeder der verfügbaren Sprechstromverstärkungseinrichtungen verbunden werden können.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sprech-
stelle (2V4, N5) zur bedarfsweisen Heranziehung einer der verfügbaren Sprechstromverstärkungseinrichtungen (Vj, Vn) eine entsprechende Anzahl von Schaltern (VT1, VT11) zugeteilt und die bereits in Benutzung genommenen Sprechstromverstärker durch Besetztanzeiger (SZj und SZu) bei jeder Sprechstelle kenntlich gemacht sind (Fig. i).
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sprechstelle (ZV4, ZV6) seitens einer Vermittlungsstelle eine der verfügbaren Sprechstromverstärkungseinrichtungen (F/, Vu) durch die Betätigung von Relais (Fig. 2, #4//· R1Iu) oder Drehschaltern (Fig. 3, D4, D6) unter Benutzung üblicher Handschaltevorrichtungen (Fig. 2, VT1, VT11) nur auf besonderes, z. B. mit Hilfe einer Signaleinrichtung (Leitung e4 in Fig. 2) kundgegebenes Verlangen für die Dauer eines Gespräches zugewiesen werden kann.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sprechstelle (2V4, TV5), welcher ein Sprechstrom-Verstärker (Vj, Vjj) zugänglich gemacht wird, außer einem das Besetztsein sämtlicher Sprechstromverstärkungseinrichtungen anzeigenden Besetztanzeiger (SZA in Fig. 3) nur ein Schalter (FjT4 in Fig. 3) zugewiesen ist, bei dessen Betätigung ein als Verteiler oder Sucher geschalteter Drehwähler (D1, D5 in Fig. 3) die Verbindung der Nebenstelle (2V4, ZVg) mit einem freien Sprechstromverstärker (Vi, Vji) für die Dauer eines Gespräches herbeiführt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 ' und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Fernleitungsanschluß (Ai, Au in Fig. 4) eine Sprechstrom verstärkungseinrichtung^/, Vu) zugeordnet ist, deren Einschaltung durch die Betätigung der für die Anschaltung der Fernleitungen (Aj, Au) 'an jeder Sprechstelle (ZV4, TV6) vorhandenen Schalter (AT1, AT2 in Fig. 4) vorbereitet und mittels eines jeder Sprechstelle, zugeordneten besonderen Schalters (FjT4 in Fig. 4) im Bedarfsfalle vollendet wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fernsprechanlagen mit selbsttätiger Vermittlung durch Betätigung eines der Sprechstelle (IV4) zugeordneten Schalters (FT4) ein der selbsttätigen Vermittlungseinrichtung zugeordneter Drehschalter (D4) die Verbindung einer freien Sprechstromverstärkungseinrichtung (F/) mit der Sprechstelle (ZV4) herbeiführt, ohne daß hierzu eine Zuhilfenahme von Schaltegliedern der zur Herstellung von normalen Gesprächsverbindungen dienenden Vorwähler (FFF4) bzw. Sucher stattfindet (Fig. 5).
D4 und D5
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Ansprüchen 2 bis 6 gekennzeichneten Ausführungsarten Schalteglieder (S/) aufweisen, welche bewirken, daß.beim Auflegen des Fernhörers an der Sprechstelle, unabhängig von der Auflösung der normalen Gesprächs verbindung am gewöhnlichen Verbindungssatze, die Abschaltung des Sprechstromverstärkers (F/,' Vu) erfolgt (Fig. ι bis 6).
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine derartige. Ausbildung der in den Ansprüchen 2 bis 5 angeführten Ausführungsarten, daß die zur Anwendung der Sprechstromverstärkung erforderlichen Schaltglieder (i?1//,
R5Ii, R5Iu in Fig. 1 und 2,
in Fig. 3, PF4//, W1In, W5Ii, W5Iu in Fig. 4, D4 in Fig. 5) ohne weiteres als Zusätze zu den normalen Einrichtungen einer Fernsprechanlage hinzugefügt werden können, so daß bei bereits bestehenden Anlagen Eingriffe in dieselben vermieden werden und bei Neueinrichtungen Verbindungssysteme beliebiger Art zur Anwendung kommen können.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anlagen mit zentraler Vermittlungsstelle für Handbetrieb die Sprechstromverstärkungseinrichtung in Verbindungsschnüre mit mehr als zwei Sprechleitungen (a, b, c, d) geschaltet ist und dieselbe nur dann wirksam gemacht werden kann, wenn eine Sprechstelle mit dem staatlichen Vermittlungsamte oder einer sonstigen Fernleitung in Verbindung steht (Fig. 6).
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fernsprechanlagen mit selbsttätiger Vermittlung die Einschaltung der Sprechstromverstärkungseinrichtungen (F) in das Verbindungssystem (beispielsweise in den Leitungswähler LW der Fig. 7) durch einen bei der Sprechstelle (ZV4) angeordneten Schalter (beispielsweise NS^ bewirkt wird und der primäre Senderteil (P) sowie der sekundäre Empfänger (S) des Verstärkers (F) an je eine Sprechleitungsschleife (ait bi bzw. C4, dt) der Nebenstelle (ZV4) angeschlossen ist, so daß Verbindungswähler (VW und LW) , mit mehr als zwei die Sprechwege herstellenden Schaltarmen (a, b, c, d) außer den gewöhnlich für Prüf- und andere Operationen noch erforderlichen Stromschlußarmen (c) zur Anwendung gelangen (Fig· 7)·
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß unabhängig von den normalen, zur Überwachung
des Zustandes der Gesprächsverbindung dienenden Kontrolleinrichtungen besondere Anzeigevorrichtungen (KSi, BSi, KLf) vorgesehen sind, die ausschließlich dazu bestimmt sind, bei Zentralumschaltern mit Handbetrieb der Vermittlungsperson, bei selbsttätigen Verbindungseinrichtungen einer besonderen Aufsichtsperson kenntlich zu machen, ob die Verstärkungsvorrichtungen nach Auflösung der Verbindung in die Ruhelage übergeführt wurden (Fig. i, 2, 4 und 5)·
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5760536A (en) * 1993-11-24 1998-06-02 Tdk Corporation Cold cathode electron source element with conductive particles embedded in a base

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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