DE60362C - Schriftsetz- und Ablege-Maschine mit Einrichtung zum Abgiefsen der zusammengestellten Typenreihe - Google Patents
Schriftsetz- und Ablege-Maschine mit Einrichtung zum Abgiefsen der zusammengestellten TypenreiheInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B7/00—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
Typenreihe.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Setzen der Lettern und Schriftzeichen
zur Bildung einer Druckzeile, zur Entnahme eines Abdruckes von dieser Zeile und zur Wiederholung dieser Vorgänge.
Diejenigen Einrichtungen der Maschine, welche auf die Entnahme eines Abdruckes der
Satzzeile Bezug haben, sind verbesserte Ausführungsformen an Vorrichtungen zum Abgleichen
der Zeilen und zum Abgießen einer ganzen Zeile.
. Die Maschine lehnt - sich in vielen Theilen an die Schriftsetz- und Ablegemaschine an,
welche durch die Patentschrift No. 48369 bekannt geworden ist.
An Stelle der in jener Patentschrift vorgeschlagenen Stäbe, an deren unterem Ende die
Schriftzeichen erhöht geformt sind, finden in der vorliegenden Maschine Stäbe Anwendung,
auf deren senkrechten Kanten die Schriftzeichen vertieft angebracht sind, so daß jron
ihnen direct ein Abguß genommen werden kann, der alsdann eine fertige Stereotypzeile
bildet.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Maschine dargestellt; die verschiedenen Elemente
derselben können mannigfache Formenveränderungen erfahren, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung verlassen wird.
Bezüglich ihrer allgemeinen Bauart besteht die vorliegende Maschine aus einem am Gestell
drehbar befestigten Matrizenträger, welcher die zu verwendenden Matrizen auf schräg gespannten
Führungen oder Drähten derart aufgereiht trägt, daß dieselben nach Anschlag von Auslösemechanismen herabgleiten und sich mit
besonderen, charakteristisch geformten Spatien zusammen zu der gewünschten Schriftzeile vereinigen
können, worauf durch Niederdrücken eines Fußtrittes Vorrichtungen bethätigt werden,
die im ersten Theil ihrer Bewegung die gesetzte Matrizenzeile durch Ausdehnung der
Spatien abgleichen und durch verschiebbare Lager einerseits und einen mit der Form des zu
gießenden Matrizenstabes versehenen Schlitten andererseits festklemmen, worauf ein mit flüssigem
Metall beschickter Gießtopf in Schwingung versetzt und mit seiner Düse zu der an
einer Seite von den Matrizenstäben abgeschlossenen Form hingeführt wird, in welche
gleichzeitig eine Druckpumpe Gießmetall aus dem Topf einfüllt und so einen Typenstab herstellt,
welcher der zusammengestellten Matrizenzeile entspricht. Im zweiten Theile der Bewegung
gehen die Vorrichtungen in ihre Anfangsstellung zurück und legen den fertig
gegossenen Typenstab frei, welcher durch Abwerfeinrichtungen herausgeschleudert wird und
durch einen Zurichteschlitten seitlich abgeglättet und zugleich den bereits vorhandenen Typenstäben
angereiht werden kann. Die verwendeten Matrizenstäbe werden dann durch einfaches Hochlegen ihres Trägers in die
frühere Stellung zurückgeleitet und es kann jetzt die Maschine zum Guß eines neuen
Typenstabes verwendet werden.
(2. Auflage, ausgegeben am 16. Jamiar igo4J
• Fig. ι ist eine perspectivische Ansicht einer
Typensetzvorrichtung, an welcher die Einrichtungen der vorliegenden Erfindung angebracht'
sind. Fig. 2 ist eine Seitenansicht der ganzen Maschine, mit dem Matrizenträger in
seiner niederen Stellung. Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht der fertig gesetzten Matrizen,
mit der Preßvorrichtung und den zugehörigen Organen in der Arbeitsstellung. Fig. 4 ist eine
perspectivische Sonderansicht unter Fortlassung einzelner Theile zur Erläuterung der
Spatien, der Spatienwelle, des Spatienträgers und der damit zusammenhängenden Elemente
(Blatt III).
Fig. 5 (Blatt II) zeigt in perspectivischer Ansicht den Behälter des Gießmetalles und die
Vorrichtungen zur Handhabung desselben, sowie einen Theil der Haupttriebwelle. Fig. 6
(Blatt I) ist ein senkrechter Schnitt durch die Gießform, den Spatienträger und die damit
verbundenen Organe, woraus besonders der Verschluß für den Metallausflußkanal, sowie
die Vorrichtung zum Oeffnen und Schließen der Form ersichtlich ist.
Fig. 7 zeigt die perspectivische Ansicht der Welle der Preßvorrichtung und die damit zusammenhängenden
Elemente. Fig. 8 ist eine perspectivische Ansicht derselben Theile, wie in Fig. 7 dargestellt, jedoch in veränderter
Stellung. Fig. 9 zeigt dieselben Theile der beiden vorhergehenden Figuren in anderweit
veränderten gegenseitigen Stellungen.
Fig. 10 ist eine schematische Darstellung der Druckwelle in ihrem Zusammenhang mit
dem Zahnsegment. Fig. 11 ist eine schematische Darstellung der Sperrvorrichtung
für die Druckwelle mit einer willkürlich angenommenen Zahl verschiedener Stellungen,
welche den in Fig. 10 durch punktirte Linien angedeuteten und entsprechend mit 1, 2, 3, 4
bezeichneten Stellungen entsprechen.
Fig. 12 (Blatt III) ist eine Sonderansicht des unteren Theiles der Gießform in der Oberansicht
und ein Horizontalschnitt durch einen Theil der Zeilensetzvorrichtung der Maschine.
Fig. 13 ist eine Oberansicht, theilweise im Schnitt, zur Erläuterung der den Spatienträger
in Wirkung setzenden Einrichtung.
. Fig. 14 (Blatt I) zeigt in Oberansicht und schematischer Darstellung die Excenter auf der
Haupttriebwelle nebst der Riemscheiben- und Sperrklinkenverbindung. Fig. 15 (Blatt III) ist
eine Ansicht der Excenterbewegung für die Pumpe des Gießmetalles. Fig. 16 ist eine
schematische Darstellung der Excentervorrichtung zur Bewegung des Gießmetallgefäßes.
Fig. 17 ist eine Sonderansicht zur Erläuterung der stellbaren Verbindung des Metallgefäßes
mit dem dasselbe bewegenden Arm. Fig. 18 stellt die Welle der Preßvorrichtung mit ihrer
Nuth zum Niederdrücken des Preßarmes dar.
Fig. 19 (Blatt II) ist eine perspectivische Ansicht der zusammengesetzten Spatie, Fig. 20
eine Seitenansicht derselben. Fig. 21 ist eine Ansicht gegen die Kante derselben. Fig. 22
ist eine Ansicht gegen die Kante derselben, im Schnitt durch Fig. 21, zur Erläuterung der
gegenseitigen Stellung des Flügel-und Scheibentheiles der Spatie.
Fig. 23 ist eine perspectivische Ansicht der Schriftzeichen- oder Letternführung (Blatt III).
Fig. 24 ist eine schematische Darstellung der zwei Theile einer Gießform zur Erläuterung
ihrer Gelenkverbindung behufs Zusammenpassens der Seitenwände der Gießkanne
(Blatt II).
Fig. 25 ist eine Oberansicht des Excenters zur Bewegung des Gießformschlittens nach,
den Matrizen hin und von denselben zurück. Fig. 26 ist eine Endansicht eines der feststehenden
Theile dieses Excenters, Fig. 27 eine Endansicht des beweglichen Theiles desselben.
Fig. 28 ist eine Oberansicht der in Fig. 25 dargestellten Theile in ihren entgegengesetzten
Stellungen, Fig. 29 ein Querschnitt durch das Excentergehäuse, welches einen Theil des
Gießformschlittens bildet. Fig. 30 ist eine Endansicht des feststehenden Endstückes des
Excenters.
Fig. 31 ist eine Oberänsicht unter Fortlassung
einzelner Theile, der Vorrichtung zum Abwerfen der Enden (Blatt III).
Fig. 32 (Blatt II) ist eine Seitenansicht der Zurichtevorrichtung, worin die zweite Stellung
des Zurichteschlittens bezw. der denselben bethätigenden Organe punktirt dargestellt ist,
Fig. 33 eine Oberansicht der Zurichtevorrichtung. Fig. 34 ist eine Oberansicht der Hebelübersetzung
von der Triebwelle auf die Zurichtevorrichtung, Fig. 35 eine perspectivische Ansicht des Zurichteschlittens für sich.
Fig. 36 (Blatt III) ist eine Oberansicht eines Theiles des alphabetischen Griffbrettes, unter Abbruch
eines Theiles zur Sichtbarmachung der Construction. Fig. 37 ist eine Endansicht bezw.
ein Schnitt durch das Griffbrett, Fig. 38 eine hintere Ansicht eines Theiles desselben.
Fig. 39 ist eine vergrößerte Ansicht des oberen Theiles eines hängenden Matrizenstabes,
Fig. 40 ein Querschnitt des zweitheiligen Riegels in seiner Beziehung zu den abgelegten Matrizenstäben.
Fig. 41 ist eine der Fig. 40 ähnliche Ansicht, worin der Matrizenstab entriegelt dargestellt
ist. Fig. 42 ist eine der Fig. 40 ähnliche Ansicht, in welcher die Zahl der abgelegten
Matrizenstäbe infolge der durch Fig. 41 erläuterten Entriegelung vermindert ist, Fig. 43
eine Ansicht des zweitheiligen Riegels in seiner Tragstütze.
Fig. 44 ist eine Ansicht desselben mit der Verbindungsstange, die zur Taste führt, sowie
mit den abgelegten Matrizenstangen. Fig. 45
, rt
ist eine Oberansicht eines Paares solcher Riegel mit ihren zugehörigen Verbindungstheilen,
Fig. 46 eine perspectivische Ansicht · des Hakens, der die Tastenverbindungsstange
mit dem Riegel verbindet. Fig. 47 ist eine perspectivische Ansicht des dem alphabetisch'en
Griffbrett zunächst liegenden Endes der Verbindungsstange. Fig. 48 ist eine Seitenansicht
des unteren Endes des Matrizenstabes, Fig. 49 eine Ansicht gegen die Kante dieses Stabes.
Fig. 50 (Blatt I) ist eine perspectivische Außenansicht des Matrizenträgers unter schematischer
Darstellung seiner Verbindung mit der Gießvorrichtung; die Verbindung mit dem Griffbrett ist der Deutlichkeit wegen nur als
von einer Taste ausgehend gezeigt, um nicht durch die große Zahl von Linien die Uebersichtlichkeit
zu erschweren. Fig. 51 ist eine perspectivische Ansicht eines Theiles der Maschine,
um die gegenseitigen Stellungen des Spatienträgers, des Spatienschlittens und der
Spatienverriegelung zu zeigen (Blatt III).
Fig. 52 (Blatt II) zeigt in perspectivischer Ansicht die beiden Theile der Gießform außerhalb
der Maschine und geöffnet, um die Flächen beider Theile zu zeigen. Fig. 53 ist
eine Ansicht im Querschnitt durch die Gußkammer nach einer die. obere Abwerfvorrichtung
durchschneidenden Linie; die beiden Theile der Form sind hier geschlossen (Blatt III).
Fig· 54 (Blatt II) ist eine perspectivische
Sonderansicht des mittleren Theiles des durch Fig. 25, 26, 27 und 28 erläuterten Excenters.
Fig. 55 zeigt in perspectivischer Ansicht die Stellung, in welcher sich der mittlere Theil
dieses Excenters mit einem der Endstücke desselben in Berührung befindet.
Fig. 56 zeigt in perspectivischer Ansicht die Stellung der Zurichtevorrichtung zu dem dieselbe
bethätigenden Kurbelarm. Fig. 57 ist eine Sonderansicht der Zurichtevorrichtung,
im Schnitt durch die Gleitnuth, wobei der Zurichteschlitten einen gegossenen Typenstab
herausbefördert, Fig. 58 eine Endansicht im Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 57·
Fig. 59 ist eine perspectivische Ansicht eines abgetrennten Flügeltheiles der zusammengesetzten
Spatie. Fig. 60 ist ein Grundriß, theilweise im Schnitt, der Endenabwerfvorrichtung
und des zugehörigen Riegels in der Stellung, wo erstere durch den letzteren festgehalten
wird.. Fig. 61 zeigt in vergrößertem Maßstab den Schlitten der Zurichtevorrichtung,
insbesondere die Abschrägung der letzteren. Fig. 62 veranschaulicht in schaubildlicher
Darstellung den Kopf des Gießarmes. Fig. 63 ist eine vergrößerte perspectivische
Ansicht der Spatienbahn und des Spatienträgers ; die Verbindung dieser beiden Theile
ist im Schnitt" dargestellt (Blatt III),
Fig. 64 (Blatt II) ist eine Seitenansicht der
Maschine, das Maschinengestell ist im Schnitt dargestellt und die Anordnung des Gußmetallgefäßes
und seiner Heizvorrichtung ersichtlich. Fig. 65 ist eine Queransicht der Maschine, das Gestell durchschnitten, ebenso
das Metallgefäß, die Anordnung des Brenners für das Metallgefäß ist daraus ersichtlich.
Fig. 66 ist eine Gesammtansicht der ganzen Maschine, bei welcher der Matrizenträger nach
oben umgelegt ist (Blatt I).
Fig. 67 (Blatt III) zeigt den in Fig. 7 bis 9 ersichtlichen Arm in Seitenansicht. Fig. 68
ist eine perspectivische Ansicht des gegossenen Typenstabes, welcher aus der Maschine hervorgeht.
Fig. 69 zeigt die Excentervorrichtung zum Betrieb der Pumpe für das Gußmetall; Fig. 70 ist eine innere Ansicht der
Riemscheibe mit der verzahnten Nuth (Blatt I).
Der Matrizenträger hat vorn in der Mitte einen Fuß a, Fig. 2, 3, 50 und 66, w el eher
auf einer Grundlage a1, Fig. 4 und 9, ruht, wenn der Matrizenträger sich in der Stellung
zum Setzen des Matrizenstabes zu einer Druckzeile befindet. Der Matrizenträger ist an seinem
hinteren Theil an feststehenden Stützen a2,
Fig. i, 50 und 66, drehbar befestigt, und wenn er sich in seiner niederen Stellung befindet,
sei es, um die zu setzende Schriftzeile aufzunehmen, sei es, um den Abguß von der
gesetzten Zeile zu formen, so wird er durch seine Gelenkverbindung mit den Stützen a1
und durch den auf einer der Grundlagen a1
oder as, Fig. 9, aufruhenden Fuß α getragen.
Diese beiden Grundlagen stehen radial von der nachbeschriebenen Gegenwelle H, an der
sie starr befestigt sind, ab; die Grundlage a1
steht weiter vor als die andere α3; die erste hält den Matrizenträgfer ein wenig über seiner
tiefsten Stellung, so daß, wenn die Matrizenstäbe in je einer Druckzeile gesetzt werden,
ihre unteren Enden sich außer jeder Reibung verursachenden Berührung mit dem Matrizenstablager
C2, Fig. 3 und 6, befinden, welches sich unmittelbar unter dieser Zeile befindet.
Die Grundlage a3 hält den Matrizenträger in seiner tiefsten Stellung, welche für das Abgießen
der gesetzten Zeile sich eignet; in dieser Stellung legen sich die unteren Enden
der Matrizenstäbe gegen das Lager C'2 an, welches sie in Richtung hält.
Die Tasten A, Fig. 2, 36 bis 38 und 50, welche auf dem Griffbrett A1 angeordnet sind,
befinden sich in vier Gruppen quadrantförmig eingetheilt. Jede Taste hat eine senkrecht auf-
und niedergehende Bewegung in einer geeigneten Führung des Griffbrettes und hat an
ihrem unteren Theil einen schrägen Schlitz α5, Fig. 37, welcher sich vom hinteren Theil des
Tastenkörpers nach aufwärts und nach vorn erstreckt, bis nahe an den vorderen Theil der
Taste. In diesem Schlitz α5 sitzt lose ein Arm
einer Querstange aß, welche quer durch eine in der Längenrichtung hin- und herbewegte
Verbindungsstange A2, Fig. 47, hindurchgeht, an deren vorderem Ende sie starr befestigt ist.
In dem Griffbrett Ä1 sind für jede Taste
zwei Lager oder Führungen angebracht, ein oberes a1 und ein unteres a8; die hin- und
herbewegliche Verbindungsstange A2 ist an der Taste zwischen diesen beiden Lagern befestigt.
Die Führungen B, welche auf den Matrizenträgern angebracht sind, und welche ihrerseits
die Matrizenstäbe C direct aufnehmen, haben Schriftsetz- und Ablegestellen; diejenigen
Stellen, an welchen die Matrizenstäbe nach dem Setzen der Schriftzeichen zu einer Druckzeile
hängen, sind die Setzstellen, und diejenigen Stellen, an denen die Matrizenstäbe
entweder abgelegt oder während des Ablegens hängen, sind die Ablegestellen.
Die Typenstäbe C werden in den Ablegestellen der Führungen B gehalten, während
der Matrizenträger sich in der für das Setzen der Matrizenstäbe geeigneten niederen Stellung
(Fig. 50) befindet; diese Festhaltung geschieht durch zweitheilige Riegel C1, Fig. 40 bis 45,
welche von den Verbindungsstangen A2 in Schwingung gesetzt werden. Jeder Typenstab
C, Fig. 48 und 49, hat an einer Seite seines oberen Endes eine Abschrägung c, welche
von der Führung B ab und gegen das hintere Ende der Maschine hin gerichtet ist; diese
Abschrägung gestattet den Eintritt der entsprechenden Wange des Riegels C1; diese
Wange schiebt sich zwischen die Rückseite der Abschrägung des vorhergehenden Matrizenstabes
und die Vorderseite der Abschrägung des folgenden Matrizenstabes. Der Typenstab ist an seinem oberen Ende mit einem länglichen
Oehr c1, Fig. 39, versehen, welches parallel der Längenachse des Typenstabes liegt;
die Länge dieses Oehres ist größer als die Breite der Führung B in der Richtung der
Aufhängung dieses Stabes in dieser Führung. Der Querschnitt des Oehres ist groß genug,
um dem Typenstab eine freie Gleitbewegung auf seiner Führung B zu gestatten und doch
eine störende Schwingung desselben in einer Ebene quer zu dieser Führung zu verhüten.
Während diese Querschwingung des Typenstabes zu den Führungen B verhindert wird,
hat dieser Stab doch eine beschränkte Längsbewegung unabhängig von der Führung B;
diese Längsbewegung ist von Vortheil, wenn die verschiedenen Typenstäbe in der Zeile zusammengesetzt
sind; es wird dadurch eine genaue Einstellung der Matrizen in gleicher Richtung erzielt, ohne daß ein störender Druck
auf die Setzstellen der Führungen, in denen die Typenstäbe hängen, ausgeübt wird. Das
längliche Oehr cl ist in einen Ansatz c- ge^
formt, welcher an einer Seite des Typenstabes vorspringt, und zwar an der der Abschrägung c
gegenüberliegenden Seite.
Am hinteren Ende jeder Verbindungsstange A2 ist ein Haken b, Fig. 44 bis 46, befestigt,
welcher zwischen zwei Muttern b1, die auf einem Gewinde der Stange A- sitzen, gehalten
wird. Das freie Ende dieses Hakens b faßt lose in eine Oese einer Kurbel b2, welche
am oberen Ende des zweitheiligen Riegels C1, Fig. 43 und 44, starr befestigt ist. Jeder
dieser Riegel kann auf diese Weise zu seiner Verbindungsstange A2 genau eingestellt werden.
Jeder der Riegel C1 ist in einem zweiarmigen Träger c3 gelagert und von einer
Spiralfeder c4 umwunden, deren eines Ende am Riegel befestigt ist, während das äußere
Ende mit dem Träger c3 fest verbunden ist. Die Feder hat das Bestreben, den Riegel in
entgegengesetzter Richtung zu der durch das Niederdrücken einer Taste verursachten Bewegung
zu drehen. Der untere Theil jedes Riegels C1 hat zwei Wangen c5 c{\ Fig 40
bis 43, welche beide in der Längenrichtung über und unter die Linie der entsprechenden
Führung B sich erstrecken; diese beiden Wangen haben gleiche. Richtung mit dem
Körper des Riegels, erstrecken sich aber die eine c5 nach vorn, die andere cß nach
hinten.
Die Riegel C1 sind lose in ihre Träger c3
eingehängt und haben in ihren Lagern eine um ihre Längsachse schwingende Be\vegung;
die Träger c3 sind an einem Bügel C3, Fig. 44, 50, 66 und i, befestigt, der lose am Gestell
C4 des Matrizenträgers befestigt ist, so daß er eine begrenzte, von letzterem unabhängige
Bewegung besitzt. Die Enden des Bügels sind lose im Schlitzlager c8 im Gestell
C4 eingehängt. Gegen die Enden des Bügels C3 stoßen Hebel c°, welche am Gestell
C4 drehbar sind. Die vorderen Enden dieser Hebel c9 sind mit Ketten C5 verbunden,
welche nach vorn und nach unten führen und dort am unteren, feststehenden Theil des Maschinengestelles
befestigt sind.
Die Einrichtung ist so beschaffen, daß, wenn der Matrizenträger zurückschwingt (Fig. 1 und
66), um die Typen abzulegen, der Bügel C3 durch die Hebel cn von den Führungen B weit
genug abbewegt wird, um die Lettern auf ihren Führungen sich frei von den Riegeln C
zurückbe\vegen zu lassen. Der Bügel C3 wird von den Hebeln c9 bewegt, wenn letztere
durch den Zug der Ketten C5 in Wirkung treten; die Riegel C1 bleiben dabei außer Berührung
mit den Lettern, während letztere in ihre Ablegestelle völlig eintreten. Nachdem
die Lettern auf diese Weise abgelegt sind und der Matrizenträger nun bei seiner entgegen-
gesetzten Bewegung vorwärts schwingt -und die Stellung zum Setzen der Schrift einnimmt/
werden die Ketten C" schlaft' und die Hebel c°
gestatten dem Bügel C3, in seinen Lagern c8 durch eigene Schwere herabzusinken, so daß
die Riegel C1 wiederum gegen die Führungen B hin bewegt werden (Fig. 44); diese Riegel
nehmen nun eine Stellung ein, um mit den abgelegten Lettern Eingriff zu erhalten und
dieselben, gegen eine Setzbewegung auf den Führungen zu sperren, außer wenn diese
Sperrung durch Auslösung der Riegel durch die Tasten aufgehoben wird.
Letternführungen D-, Fig. 23 und 50, sind auf der rechten wie auf der linken Seite der
Bewegungsbahn der Matrizenstäbe bei deren Niedergang zu den Ablegestellen der Führungen
B angebracht. Diese Führungen D bestehen aus Drähten, welche im wesentlichen
parallel mit den Führungen B sind und unterhalb der Schriftsetzstellen dieser Führungen
liegen. Das vordere Ende jedes dieser Drähte D ist an dem vorderen Mittelträger λ4 des Matrizenträgers
befestigt, während der Haupttheil dieser Drähte sich nach hinten, in seitlicher
Neigung aus der Bewegungsbahn der Matrizenstäbe, erstreckt; das hintere und seitlich vorspringende
Ende der Drähte hat keinerlei festen Halt und kann frei federn. Diese Führungsdrähte bilden ein elastisches Lager für alle etwa
ungehörig schwingenden Matrizenstäbe, wenn diese sich den Setzstellen der Führungen B
nähern; die unteren Theile der Matrizenstäbe werden dadurch in ihrer Bewegung zeitweise
gehemmt, ihre seitliche Schwingung aufgehalten und ihnen das Gleichgewicht wiedergegeben;
es wird hierdurch verhindert, daß die Matrizenstäbe sich durch einander bewegen und verwirren, wodurch der regelmäßige
Betrieb Störung erleiden könnte.
Der Fuß eines Matrizenstabes C bewegt sich theilweise schneller als das Oehr, weil letzteres
an der Führung B Reibung hat, während der Fuß frei in der Luft sich fortbewegt. Es ist
deshalb zweckmäßig, damit der Matrizenstab der Krümmung der Führung B sicher folgt
und in den Gang' zwischen den beiden parallelen Flächen der Setzstellen der Führungen
eintrifft, dem Fuß des Matrizenstabes eine Hemmung zu geben, so daß er mit dem Oehr
am oberen Ende Schritt hält und in der gehörigen Lage in den erwähnten Gang hineingleitet.
Wenn zwei Matrizenstäbe dicht hinter einander folgen und der eine von einer Seite,
der andere von der anderen Seite des Matrizenträgers kommt, so würde es leicht vorkommen,
daß beide zusammentreffen und sich im oberen Theil des vorerwähnten Ganges sperren; dies
würde besonders leicht eintreten, wenn der Fuß des einen Matrizenstabes dem anderen
vorauseilt. Dies zu vermeiden, dienen die Führungen oder Hemmdrähte D. Außer der
Verhütung des Vorauseilens des Matrizenstabfußes haben diese Drähte D auch noch die
Wirkung, daß sie den Matrizenstab auch noch ein wenig aus seinem geraden Lauf durch den
Kopf des Führungskanals ablenken, wodurch ein solcher Matrizenstab direct in die Bahn
eines ihm folgenden, von der anderen Seite des Matrizen trägers kommenden Matrizenstabes
gelenkt und so jedes Festsetzen oder Verstopfen am Eingang des Ganges wirksam verhindert
wird.
Am unteren Ende einer Kette e, Fig. 2 und 66, ist ein Tritt E befestigt; das obere
Ende der' Kette ist an eine Scheibe e1 angehängt,
die lose auf der Haupttriebwelle F sitzt. Diese Welle trägt ein auf ihr starr befestigtes
Gehäuse /, in welchem sich eine federnde Klinke f1 befindet, und die derselben gegenüber
stehende Fläche der Scheibe e1, Fig. 70, hat eine ansteigende Nuth /2, mit welcher
diese Klinke/"1 Eingriff hat; an der Scheibe e1
ist ferner das eine Ende einer ,Spiralfeder/3 befestigt, deren anderes Ende an die Welle F
angehängt ist. Die Einrichtung ist so getroffen, daß ein Hub des Trittes E durch
den Eingriff der Klinke/1 in die ansteigende Nuth /2 der Welle F eine halbe Umdrehung
ertheilt; wird der Tritt entlastet, so zieht die Feder/3 die Scheibe el in die Anfangstellung
zurück, während die Welle F stehen bleibt.
Das rechtsseitige Ende der Welle F trägt eine Curvenscheibe g, Fig. 1 und 14, welche
mit einem Stift gl Verbindung hat, der am hinteren Ende des Gelenkstückes g1 vorspringt;
letzteres ist am hinteren Ende einer Verbindungsstange G befestigt. Das Gelenkstück g*
ist mit der Welle F durch eine an letzterer starr befestigte Führung g·3 verbunden, die
in eine Oeffnung des Gelenkstückes eingreift. Das vordere Ende der Verbindungsstange G
ist an einem Arm h drehbar (Fig. 1 und 4), welcher am rechtsseitigen Ende der Gegenwelle
H starr befestigt ist. Um diese Gegenwelle ist eine Schraubenfeder h1 gewunden,
deren eines Ende an dieser Welle fest ist, während ihr anderes Ende an einen feststehenden
Theil des Maschinengestelles angehängt ist; die Feder ertheilt, wenn gespannt, der
Gegenwelle eine Schaukelbewegung nach vorn.
Die Gegenwelle H erstreckt sich von der rechten Seite der Maschine aus waagrecht bis
gegen den mittleren Quertheil derselben, sie schwingt in geeigneten Lagern, welche aus
dem feststehenden Theil der Maschine vorstehen. Auf das linksseitige Ende dieser
Gegenwelle (Fig. 7 bis 9) ist ein verzahntes Segment h'2 aufgekeilt, welches mit einer
Zahnstange h3 Eingriff hat, die an den vorderen Theil der Preßwelle K angeformt ist.
Am hinteren Ende dieser Welle ist ein recht-
winklig von derselben abstehender Preßarm k befestigt. Der mittlere Theil der Preß welle paßt
lose in eine cylindrische Oefrrmng k1, Fig. 6,
in der Grundplatte der Maschine und senkrecht unter der Setzstelle der Zeile. Der Boden dieser
cylindrischen Oeffnung k1 hat einen aufwärts
stehenden Stift k'2, Fig. 6 und i8, welcher
lose in eine Nuth Ar3 im unteren Theil der Preßwelle eingreift. Die Nuth verfolgt mit
einem Theil ihrer Länge eine zur Achse der Welle geneigte Lage, und zwar ist ihr hinterer
Theil parallel dieser Achse, während ihr vorderer Theil sich von dem hinteren zugleich
nach der anderen und linken Seite der Maschine hin schräg abzweigt. Der Stift A*2 bewirkt in
Zusammenhang mit der unregelmäßigen Nuth, daß die Preßwelle um ihre Längenachse,
während sie durch das Segment und die Zahnstange in der Längenrichtung zurückbewegt
wird, eine hinreichende Theildrehung empfängt , um den Preßarm k ' eine seitliche
Niederbewegung gegen die linke Seite der Maschine hin machen zu lassen, wodurch dieser
Arm auf eine Seite der Bewegungsbahn der Typen oder Spatien gestellt wird, während dieselben
in die Druckzeile gesetzt oder abgelegt werden. Die in gebrochener Linie verlaufende
Nuth /r3 hat ferner die Aufgabe, den Arm mit den in der Satzzeile befindlichen Lettern
parallel zu stellen, wenn das Zahnsegment und die Zahnstange die Preßwelle in der
Längenrichtung· vorwärts bewegen.
Die Nabe des Segments h'2 trägt einen Arm ft4,
Fig. 7 bis 9, in dessen Abschnitt Λ5 ein Ansatz
ft° der Preßwelle einfaßt. Dieser Ansatz h°
ist an der Preßwelle hinter der Zahnstange ft8 starr befestigt und steht senkrecht nach unten,
wenn die Welle am Endpunkt ihres Vorschubes angelangt ist (Fig. 8); zu dieser Zeit
ist auch der Arm Λ4 parallel mit und unterhalb der Preßwelle so in Stellung, daß sein
Ausschnitt ft5, im Eingriff mit dem Ansatz ft(!,
die Preßwelle gegen jede Längsbewegung verriegelt.
Der Arm ft4 hat ferner einen Ansatz ft7,
welcher in einen entsprechenden Ausschnitt ft8 im Ansatz fte paßt; der Eingriff dieser beiden
Theile findet statt, wenn der Arm Λ4 aufwärts in parallele Stellung mit der Preßwelle gelangt
und der Ansatz ft° mit dem Ausschnitt Λ5
Eingriff hat. Diese Verriegelung ft7 ft8 hat den Zweck, die Preß welle in ihrer Stellung
festzuhalten, während der nicht verzahnte Theil der Nabe des Segments unter der Zahnstange
ft3 vorbeigeht; es \vird hierdurch der richtige Zahneingriff des Segments h- mit der
Zahnstange ft3 gesichert, wenn die Welle H zurückschwingt, so daß die Preßwelle hinsichtlich
der Schwungweite ihrer Hin- und Herbewegung in der Längenrichtung keine Aenderung erleiden kann.
Die Einrichtung dieser Theile ist so getroffen, daß die Zähne des Segments fr2 von
der Zahnstange ft3 frei werden (Fig. io und 11),
bevor die Gegenwelle H ihre Vorwärtsschwingung beendigt; der Eingriff des Ansatzes Λ7
mit dem Ausschnitt ft8 dauert noch fort, nachdem der Ansatz ft!i aus dem Einschnitt ft5
frei geworden ist, da die Welle ft sich im ersten Theil ihrer zurückschwingenden Bewegung
befindet. Die Angriffsflächen des Ansatzes Λ7 und Ausschnitts ft8 sind winklig geformt,
so daß sie den zu erreichenden Zweck sicher erfüllen.
Die Spatienwelle L, Fig. 4, 6 und 12, ist parallel mit und über der Preßwelle AT gelagert,
und an ihrem vorderen Ende ist ein Getriebe / befestigt, welches mit einer Zahnstange Z1 am
oberen Ende einer Stange Z2, Fig. 4, Eingriff hat; die Stange Z2 hat eine Gleitbewegung" in
der Längenrichtung innerhalb einer Hülse Z3, deren unteres Ende gegen das hintere Ende
der Maschine hin geneigt ist (Fig. 1). Das untere Ende der Stange /'2 ist mit einem mittleren
Längsschlitz /4, Fig. 4, versehen, in welchen das vordere Ende eines Hebels L1
lose eintritt; das hintere Ende dieses Hebels ist an einer Spannfeder Z5 befestigt, die von
einem geeigneten Stützpunkt getragen wird. An dem vorderen, mittleren Theil der Zahnstange
I- ist ein Arm Z°, Fig. 7 bis 9, befestigt, welcher rechtwinklig zur Stange vorsteht
und lose in einen Längenschlitz Z7 der Hülse /3 eintritt. Am vorderen Ende des
Armes /° ist seitlich ein Block Z8 angeformt, welcher mit einem Ausschnitt Z° im unteren
Ende eines Winkelhebels L'2 Eingriff hat; sobald dieser Eingriff stattfindet, wird die Zahnstange
Z2 an ihrer Längenbewegung aufwärts verhindert, die sie sonst unter Wirkung der
Feder Z5 annehmen würde. Das vordere Ende
des oberen Armes des Winkelhebels L2 trägt einen seitlich vorspringenden Stift Z10, welcher
in einen Ausschnitt Z11 am vorderen Ende des Armes ft* sich einlegt; dieser Eingriff
bezweckt, den Ausschnitt Z9 des Winkelhebels L2 vom Block Z8 des Armes lK abzuziehen
und dadurch die Zahnstange /2 freizugeben, welche dann von der Feder Z5 angehoben
wird.
Zu ihrer Zurückbewegung wird die Zahnstange Z2 durch Angriff des Armes ft4 an dem
Arm Z(i veranlaßt bei der Rückwärtsschwingung
der Gegenwelle H; es treten hierdurch die folgenden einzelnen Wirkungen ein: die Spatienwelle
L schwingt entgegengesetzt zu der Bewegung, bei welcher die zusammengesetzten
Spatien sich ausdehnen und die gesetzte Zeile abgleichen; der Arm Z6 bewegt sich nach unten,
so daß der Winkelhebel L2 durch eigene Scrnvere sich mit dem Arm Z6 fangen kann;
das vordere Ende des Hebels L1 wird herab-
gedrückt, wodurch dessen hinteres Ende sich hebt und die Feder Z5 gespannt wird.
Auf der Spatien welle L, Fig. 51, befinden sich eine Anzahl zusammengesetzter Spatien,
deren jede aus zwei Theilen besteht, die mit entgegengesetzt abgeschrägten Flächen gegen
einander liegen (Fig. 19 bis 22 und 59). Der eine Theil bildet eine Scheibe M mit einem,
mittleren, viereckigen Ausschnitt in, entsprechend dem vierkantigen Querschnitt der
Welle L, die Scheibe M verschiebt sich lose in der Längenrichtung der Welle und macht
deren Schwingungen mit; der andere Theil M1, Fig. 59, jeder Spatie ,hat Kreisform mit Ansätzen
und rundem Ausschnitt, der auf eine runde Nabe m1 der Scheibe M paßt und auf
derselben frei schwingt. Der Theil des Flügels M1, welcher der Gießform zunächst liegt
(Fig. 6), hat einen herabhängenden Fuß m'2, welcher bis etwa an den unteren Rand der
Scheibe M herabreicht und an seinem vorderen Ende einen Stift m3 trägt, der bis über den Umfang
der Scheibe M hinaus herabführt. Dieser Stift m3 faßt lose in eine Nuth jn*, Fig. 6, in
der Grundplatte der Maschine, parallel mit der Spatienwelle; der Stift m3 kann sich in dieser
Nuth "der Länge nach verschieben, verhindert jedoch eine Drehung des Flügels Af1 auf der
Nabe m1. Die der Scheibe M zugewendete Seite des Flügels M1 ist nach oben, von der
Scheibe Mhinweg, abgeschrägt (Fig. 21 und 22),
während die dem Flügel M1 zugewendete Seite der Scheibe M entgegengesetzt zur Neigung
der gegenüberstehenden Flügelfläche abgeschrägt ist; der Abschrägungswinkel beider
Flächen der zusammengesetzten Spatie ist der gleiche. Die Scheibe ist auf ihrer Außenfläche
rechtwinklig zur Spatienwelle L geformt, ebenso auch der Flügeltheil der Spatie.
Wenn die Spatienwelle gegen die Gießform hinschwingt, um die gesetzte Zeile abzugleichen,
setzt sie auch die auf ihr befindlichen Scheiben M in entsprechende Schwingung, während
die Flügel Af1 dieser Schwingung nicht folgen.
Hierdurch erhalten die abgeschrägten Flächen der Scheiben nebst den entsprechenden Flächen
der Flügel eine Bewegung wie die, welche durch die sich von einander entfernende Bewegung
der nicht abgeschrägten Flächen beider Spatientheile entsteht, während diese nicht abgeschrägten Flächen in rechtwinkliger
Stellung zur Welle verbleiben. Hierdurch werden die Lettern, welche in einer Zeile
gegen diese zusammengesetzten Spatien gesetzt werden, ihrer ganzen Länge nach parallel
zu einander gehalten, während die Zeile abgeglichen wird.
An der Spatienwelle L, Fig. 12 und 13, befindet
sich ein festsitzender Stift Z'5, welcher in einer Nuth Z16 einer Hülse Z1* gleitet; letztere
sitzt lose auf der Welle L zwischen dem Getriebe Z und dem Theil der Welle, auf
welchem die Spatien gesetzt werden. Die Hülse Z14 ist fest am Maschinengestell befestigt,
nahe dem entsprechenden Theil der Welle L. Der von der Hülse Z14 umschlossene Theil der
Welle L schwingt frei in derselben und wird von ihr getragen; die Hülse ist lang genug,
um der Welle eine begrenzte Längenbewegung innerhalb derselben zu gestatten. Die Nuth llü
ist schräg zur Längenachse der Hülse geschnitten ; wenn daher die Welle L schaukelt,
so bewirkt die Verbindung des Stiftes Z15 mit der Nuth Ζ1β, daß die Welle zugleich mit der
Schaukelbewegung eine Längsbewegung ausführt. Diese Längsbewegung der Welle hat zur Wirkung, daß die zusammengesetzten
Spatien mitgenommen werden, so daß, ..wenn die Welle schaukelt und die gesetzten Spatien
in der gesetzten Zeile sich ausdehnen, diese' Spatien gleichzeitig quer zu den Ebenen ihrer
Kreisbewegung bewegt werden. Da die Längsbewegung der Welle L in der Richtung der
Aufhebung der Spatien erfolgt und die Scheiben der letzteren sich kreisförmig bewegen, so
werden die Spatien in stetiger Lage gehalten und können sich bewegen, ohne sich auf der
Welle festzuklemmen; die Abgleichung der Zeile durch die Spatien wird auf diese Weise
in vollkommener Wirkung herbeigeführt.
Das hintere Ende der Welle L ist mit einer Spatienführung L5 verbunden; die Welle und
Führung sind von gleicher Größe und gleichem Querschnitt, doch nimmt die Führung an der
Schaukelbewegung der Wellen' nicht Theil. Wenn die an einander stoßenden Seiten der
Welle und der Führung sich in derselben Ebene befinden, so können die Spatien unbehindert
von einer zur anderen übergehen.
An dem an die Führung L5 anstoßenden1
Ende der Welle L hat letztere (Fig. 63 und 12) einen Stift Z17 von rundem Querschnitt, der
lose in einer entsprechenden Ausfräsung Z18 sitzt; der Stift hat eine ringförmige Nuth Z19,
in welche das freie Ende eines an der Führung L5 starr befestigten Stiftes Z20 lose eingreift.
Auf diese Weise kann die Welle L unabhängig von der Führung L5 ihre Schaukelbewegung
ausführen und die Längsbewegung dennoch gemeinsam vollziehen; das obere Ende der Führung L hat ein in einem geeigneten
Träger der Länge nach frei gleitendes Lager, so daß sich die Welle L mit der
Führung zusammen in der Längenrichtung hin- und herbewegen können.
Auf die Welle L, Fig. 4 und 51, ist ein Spatienableger Vs lose aufgesetzt; derselbe
kann von Hand zurück- und über die Führung L5 geschoben werden, so daß alle Spatien
hinter den drehbaren, zweitheiligen RiegelyL7
zurückgeschoben werden können, der die
Spatien so lange festhält, bis sie nach dem Willen des Setzers ausgelöst werden.
Der obere Theil dieses Spatienablegers //'
ist mit einer geeigneten Führungsöse ^2, Fig. 6
und 51, versehen, welche lose über die den Griff leitende Führung ^3 paßt; letztere erstreckt
sich in der Richtung und ist so geformt, daß sie das Griffende des Spatienablegers führt,
wenn letzterer seine Verrichtung ausübt.
Die Führung Z,5 führt nach hinten von der Welle L aus schräg aufwärts und seitlich
gegen die rechte Seite der Maschine hin; auf diese Weise können alle Spatien von der
Welle L durch den Ableger Ln zurück auf die Führung L5 und aus der Bewegungsbahn
der Matrizenstäbe herausgeschoben werden. Die Führung Z.5 hat so viel Neigung, daß
die Spatien beim Setzen durch ihre eigene Schwere vorgleiten können, wenn sie einzeln
vom Riegel L7 freigegeben werden. Dieser Riegel ist (Fig. 51) an einer Stütze /21 drehbar
und sein Stiel ist durch eine kleine Stange /22 mit einem Hebel /23 verbunden, der mittels
einer Taste l'u in Schwingung gesetzt werden kann; die Taste ist auf dem Matrizenträger
befestigt und hat mit diesem eine hin- und hergehende Längsbewegung.
Wenn der Matrizenträger sich in der Stellung für das Setzen einer Schriftzeile befindet,
kann die. auf ihm befestigte Taste vom Setzer niedergedrückt werden, wodurch der Kraftarm des Hebels f23 ebenfalls niederbewegt
und der Riegel U zum Festhalten der Spatien ausgelöst wird; die Taste hat
eine Gleitbewegung in geeigneten Führungen auf dem Matrizenträger.
Eine Führung /25, Fig. 12 und 25, sichert
das Herabbiegen und Einbringen des Flügeltheiles der zusammengesetzten Spatien in die
Schutznuth «ι4 der Grundplatte. Der A^ordere
und untere Theil dieser Führung Γ25 befindet
sich in einer Linie mit der linksseitigen Wand dieser Nuth m4; die übrige Länge der Führung
ist parallel oder nahezu parallel mit der Führung ZA Wenn nun die Spatien einzeln auf der Führung L5 gleiten, so tritt
der Finger m3 des Flügeltheiles M1 der Spatie
in die Führung /sr> ein und wird in die Nuth w4
der Grundplatte eingebracht.
Der Flügeltheil jeder zweitheiligen Spatie stößt mit seiner Kante in der Richtung nach
der rechten Seite der Maschine gegen eine Schulter m5, Fig. 20, welche an der anstoßenden
Fläche des Scheibentheiles M geformt ist; diese Schulter verhindert die Bewegung
des Flügels nach dieser Richtung, da sie unter die Nabe m1 hinabreicht, so daß die Schulter
sich für gewöhnlich unterhalb und rechtwinklig zur Spatienführung Z.5 befindet, wenn
die zweitheilige Spatie auf der Führung sich bewegt.
Die Führung /25 verhindert jede Bewegung des Flügeltheiles M1 in der Richtung gegen
die Gießform, während die Schulter jm5 die
Bewegung des Flügeltheiles in der Richtung von der Form .hinweg verhütet. Auf diese
Weise wird der Flügeltheil jeder zweitheiligen Spatie in der richtigen Stellung zum Scheibentheil
gehalten, während die zweitheilige Spatie von der Führung Z,5 auf die Welle L gleitet.
Die Nuth ;n4 gestattet dem Finger m3 des
Flügeltheiles jeder zweitheiligen Spatie, sich in ihr der Längenrichtung nach zu bewegen, zugleich
wird dem Finger jede Bewegung verwehrt, welche dazu führen könnte, dem Flügeltheil eine Schaukelbewegung auf der
Nabe ml zu geben. Die Nuth m4 schützt
demnach den Flügeltheil Ai1 der Spatie M vor einer solchen Schaukelbewegung, während
der Scheibentheil derselben Spatie diese schwingende Bewegung ausführt.
An der rechten Seite der Spatienwelle. L, Fig. I, 4, 6 und 51, und parallel zu derselben
ist ein Spatienträger N angebracht, welcher in seiner vorgeschobenen Stellung (Fig. 6) die
Spatien in 'ihrer Stellung wirksam festhält ■ und sie zugleich eng an die Gießform andrückt;
es wird dadurch die Bildung von Unebenheiten an dem gegossenen Typenstabe vermieden und der letztere in besserer Vollendung
hervorgebracht, als auf andere Weise erreichbar ist. Der Spatienträger hat ferner
die Aufgabe, die Welle L von dem Druck zu entlasten, welcher sonst wegen des engen
Anliegens der Spatien gegen die Gießform auf sie wirken würde. Der Spatienträger ist
auf der die Spatien tragenden Fläche halbrund ausgehöhlt und so geformt, daß er sich
an den Scheibentheil der Spatien, auf der der Gießform entgegengesetzten Seite derselben,
eng anschließt. Auf diese Weise erfaßt und umspannt, der Spatienträger sowohl
den oberen, als den unteren Theil der Scheiben der zweitheiligen Spatien, als auch den waagrechten
oder mittleren Theil derselben. Der Spatienträger hebt die Scheiben M ein wenig
von ihren Lagern auf der Welle L ab und drückt sie fest in Berührung mit der Gießform,
wodurch sie beim Gießen die \^ortheilhafteste
Stellung einnehmen. Das Hauptziel und der wichtigste Vortheil des Spatienträgers
ist jedoch die Centralisirung der Spatien gegenüber den entsprechenden Wänden der
Gießkammer, so daß die Spatie gleiche Berührung mit den oberen, wie mit den unteren
Theilen der Gießform hat.
Der Spatienträger JV, Fig. 6, hat eine Zunge«, welche sich seitwärts erstreckt und auf der
Grundplatte der Maschine schleift, wobei sie durch eine geeignete Führung unterstützt wird
(Fig. 13). Das hintere Ende dieser Zunge ist mit einem Querhebel n1 verbunden, \velcher
am hinteren Theil der Maschine drehbar und mit seinem hinteren Ende mit dem rechtsseitigen
Ende einer Stange ri2 verbunden ist. Diese Stange liegt parallel mit der Grundplatte
der Maschine, und ihr linkes Ende hat zwei Anschläge «3 bezw. κ4, zwischen denen ein
Arm η5 lose auf die Stange aufgesteckt ist, der eine Querbewegung zu derselben hat, ohne
daß die Stange zugleich bewegt wird, es sei denn, daß dieser Arm mit einem der An-.
schlage in Berührung tritt. Der Arm rv1 ist mit seinem vorderen Ende an der Rückseite
des Gießformschlittens Prechtwinklig und starr befestigt, er hat ferner eine freie, seitliche Bewegung
in einem Querschlitz κ6 im hinteren Theil der Grundplatte der Maschine. Bei der
Vorwärtsbewegung des Gießformschlittens P gegen die rechte Seite der Maschine hin und
nach der gesetzten Zeile wird der Arm nr>
durch diesen Schlitten mitgenommen und trifft dabei gegen den Anschlag ns, wodurch die
Verbindungsstange rr gegen die rechte Seite der Maschine hin bewegt und der Hebel n1
so bethätigt wird, daß er den Spatienträger JV gegen die Spatien in der gesetzten Zeile andrückt.
Die Verbindung dieser Organe wirkt dahin, daß der Spatienträger einen hinlänglichen
Druck auf die Spatien fortgesetzt ausübt, bis der Typenstab fertig gegossen ist,
worauf durch die Zurückbewegung des Schlittens P nach der linken Seite der Maschine
hin der Arm w5 ebenfalls in dieser Richtung
mitgenommen und der Druck der Stange ri2 gegen die rechte Seite der Maschine hin aufgehoben
wird. Der Arm wr> wirkt nun gegen
den Anschlag w4, so daß die Verbindungsstange ri2 nach der linken Seite der Maschine
hin bewegt und der Spatienträger JV von den Spatien zurückgezogen wird.
Der Gießformschlitten P, Fig. 6, 24 und 52, hat eine waagrecht hin-und hergehende Bewegung
und ist mit dem unteren Theil ρ der Gießkammer starr befestigt; der obere
Theil p1 dieser Kammer ist am Schlitten P mittelst eines Gelenkes p2 befestigt; beide Abtheilungen
der Kammer sind vorn an ihren gegen einander liegenden Flächen so geformt, daß sie zusammenpassend eine Gießkammerp3
bilden.
Die Mittellinie des Gelenkes j?2, Fig. 24, befindet
sich in einer Ebene unterhalb der Ebene der Unterseite der hinteren Seitenwand χ der
Gießkammer ps , und diese Unterseite der Wand χ befindet sich in einer Ebene unterhalb
der Ebene des Bodens dieser Gießkammer, wenn die obere Abtheilung sich in der Stellung zur Bildung einer Gießkammer
befindet. Durch diese Anordnung des Drehpunktes des Gelenkes p'2 kann die obere Abtheilung
der Gießform in die zum Gießen erforderliche Lage umgelegt werden, ohne eine
nachtheilige Abnutzung zwischen der Wand χ und der Schulter x1 der unteren Abtheilung
hervorzurufen, während dessenungeachtet ein dichter Abschluß zwischen dieser Wand χ
und der Schulter x1 hergestellt ist. Denn vermöge der angegebenen Anordnung des Gelenkes
p'2 ist der Bogen, den die Wand χ beim Umlegen der oberen Abtheilung in der
einen wie in der anderen Richtung beschreibt, ein solcher, daß die Wand χ an der Schulter χl
keine Reibungsabnutzung erleiden und verursachen kann; auch ist dieser Bogen ein
solcher, daß ein dichter, metallischer Abschluß zwischen der Wand χ und Schulter x1 gebildet
wird, wenn die Abtheilungen der Form sich in der Gußstellung befinden.
Wenn der Schlitten P gegen die rechte Seite der Maschine hin bewegt wird, gelangt die
Klammer P2, Fig. 6 und 53, in eine aufrechte, fast einspannende Stellung zwischen dem Joch P1
und der oberen Gießformabtheilung ρ', indem
sie diese letztere in geschlossener Stellung sicher festhält, während das Gießmetall sich
ausbreitet.
Das Joch P1, Fig. 4, 6 und 13, besteht aus
einer Metallplatte, welche zwei herabhängende Seitentheile besitzt, die am Maschinengestell
abnehmbar, aber starr befestigt sind, und zwar zu beiden Seiten der Führung, in welcher der
Gießformschlitten P sich hin- und. herbewegt. Der Körper dieses Joches liegt mit seiner
Unterseite über der Richtplatte P3, wobei die obere Abtheilung pl der Form genügend
Spielraum für ihre Umlegung nach oben behält.
Die Richtplatte P3 liegt auf der Oberfläche der oberen Gießformabtheilung pl, Fig. 6
und 13, welche Platte P3 eine Oeftnung p4
hat, durch welche die Klammer P2 eingreift. Der hintere Theil dieser Richtplatte ist mit
der oberen Abtheilungp1 der Gießform durch
einen Federdruckmechanismus pr° verbunden,
der das Bestreben hat, die Platte vorwärts zu bewegen.
Dieser Federdruckmechanismus (Fig. 6) besteht aus einer Spiralfeder, welche lose um
einen Stift gewunden ist, der aus dem Formschlitten hervorsteht und dessen vorderes Ende
gegen die Mitte der Hinterseite der Richtplatte wirkt. Das hintere Ende der Feder drückt
gegen eine feststehende Führungsöse an der oberen Rückenfläche des oberen Formtheiles p1.
Am vorderen Ende dieses Obertheiles p1, Fig. 13 und 51, steht eine Schraube pe hervor,
welche lose durch einen Schlitz p1 in,
der Richtplatte hindurchführt, wodurch letztere auf dem Obertheil pl richtig festgehalten wird,
während sie sich doch zugleich unter dem Federdruck auf derselben verschieben kann.
Die Einrichtung dieser Tlieile ist so getroffen,
daß die Richtplatte unter dem Druck des Federmechanismus p5 so weit vorgeschoben
werden kann, daß sie mit den Typen in der Schriftzeile in Berührung tritt und letztere in
gleiche Richtung bringt, bevor die Gießform mit den Typen in Berührung kommt; der
Federdruck pr> und der Schlitz p1 gestatten,
daß die obere Abtheilung p1 der Form sich gegen die gesetzte Zeile mit einer Gleitbewegung
unter der Richtplatte vorwärts bewegen kann.
Wenn die Richtplatte P3 mit der Schulter c7,
Fig. 6, des Matrizenstabes in Berührung tritt, so befindet sich der Matrizenträger in der
tiefsten Stellung, die er einnehmen kann, wobei die Matrizenstäbe mit ihren unteren Enden
auf der Stütze C2 aufruhen. Da nun die Matrizenstäbe auf den Führungen B mittelst
ihrer länglichen Oehre c1 lose aufsitzen, so werden die Matrizen in genau gleiche Richtung
gestellt und gleichzeitig der Länge nach zwischen der Richtplatte P:i und der Stütze C2
fest eingespannt.
Die Hin- und Herbewegung des Gießformschlittens P geschieht durch eine geeignete
Uebertragung von der Haupttriebwelle F aus; diese Uebertragung ist später beschrieben und
dient dazu, den Schlitten P in die gewünschte Vorschubstellung zu bewegen, ihn während
des Gießens in dieser Stellung festzuhalten und ihn danach in geeigneter Weise wieder zurückzuziehen.
Ein Matrizenstablager Q, Fig. 2, 6 und 51, ist parallel mit der Gießform und vorn oberhalb
derselben angebracht; dieses Lager dient für die hinteren Kanten der Matrizenstäbe über
ihren Matrizen. Die Wandung q, rechts von der Stütze C2, befindet sich in einer senkrechten
Ebene mit diesem Lager Q. und tiefer als die Gießform; sie dient den unteren Enden der
Matrizenstäbe zur Führung und Lagerung, währenddem die Gießform durch die Vorwärtsbewegung
des Schlittens P in der Stellung ist, um die Matrizenstäbe zwischen dem Schlitten
vorn und dem Lager Q. und der rechten Seite der Nuth q im Rücken fest einzuschließen,
um die Zwischenräume zwischen den Matrizenstäben und der Form dicht abzuschließen.
Der Schmelztopf R, Fig. 1, 5, 50, 64 und 65,
ist im Zapfen r aufgehängt und wird durch einen Armi?1 in vor-und rückwärtsschwingende
Bewegung gesetzt; der untere Theil dieses Armes i?1 ist hinten am mittleren Theil des
Schmelztopfes befestigt, während das obere Ende dieses Armes ein Gelenk r1 trägt, durch
das die Triebwelle F lose hindurchgeht (Fig. 5, 14 und 16). Der Arm R1 führt vom Schmelztopf
nach der Triebwelle aufwärts und nach dem hinteren Ende der Maschine hin gerichtet.
Der untere Theil des Armes hat Längsschlitze r2, Fig. 17, durch welche Klemmbolzen
r3 hindurchgehen; eine Stellschraube r4 drückt gegen das untere Ende dieses Armes;
durch diese Vorrichtungen wird der Arm am Schmelztopf in senkrechter Richtung beliebig
stellbar befestigt. Der obere Theil (Fig. 5) des Gelenkes r1 hat einen seitlichen Steg· r5, gegen
welchen ein auf der Welle F befestigtes Excenter r° mit seinem Umfang wirkt (Fig. 16).
Die Anordnung dieser Theile ist so ge- · troffen, daß der Schmelztopf während eines
bestimmten Theiles der Umdrehung der Hauptwelle F einen directen Antrieb zur Vor- und
Aufwärtsbewegung empfäng't und ebenso durch eine positive Bewegung aus der vorgeschobenen
und erhöhten Stellung in die normale Stellung während eines bestimmten anderen Theiles
der Drehung der Welle zurückgezogen wird.
Der Schmelztopf kann durch eine beliebige Feuerung erhitzt werden. In Fig. 64 und 65
ist jedoch eine besonders zweckmäßige Heizvorrichtung dargestellt; diese besteht aus einem
ringförmigen Gasbrenner R'2 unter dem Schmelztopf
mit Gaszuleitungsrohr r7 und Hahn r8 zum Regeln des Gaszuflusses; zwischen dem
Hahn und Brenner ist ein biegsamer Schlauch?"0 eingeschaltet, der nach einem Nebenbrenner R3
führt, welcher auf dem ersten Absatz s1 des Schmelztopfes getragen wird. Eine Haube R1
bedeckt den Schmelztopf, um die Hitze wirksamer zusammenzuhalten, und ein Schirm Rr>
auf dem zweiten Absatz s2 des Topfes dient zum gleichen Zweck.
Der Schmelztopf ist mit einer Druckpumpe S in Verbindung gebracht, welche mittelst eines
Hebels S1 betrieben wird (Fig. 5). Der Hebel, der für gewöhnlich durch eine Feder S2 niedergehalten
wird, ist an einem Gelenkstück S3 befestigt, dessen oberes Ende mit einem Excenter
ί auf der Triebwelle F, Fig. 14 und 15,
Berührung hat. Während eines bestimmten Theiles der Umdrehung der Hauptwelle wird
das Gelenkstück S3 so in Wirkung gesetzt, daß es den Kolben der Druckpumpe hebt und
letztere für den Pumpenschlag bereit macht; während eines anderen Theiles der Umwälzung
der Welle tritt die Feder S'2 in Wirkung und zieht den Hebel S1 herab, wodurch die Kolben
der Druckpumpe geschmolzenes Metall aus dem Schmelztopf durch den Zwischenkanal in die
Gießkammer ps treibt.
Die Druckpumpe S, Fig. 50, hat einen Hauptkanal
s1, welcher mit ihr ein Stück bildet, und einen zweiten Kanal s2, dessen hinteres Ende
mit dem vorderen Ende des Haüptkanals s1 durch ein Universalgelenk s3 verbunden ist.
Das vordere Ende des zweiten Kanals s2, Fig. 62 und 6, hat eine Düse s* mit halbkreisförmigem
Ende, über welches eine Kappe s5
lose paßt. In die Mitte der Düse ist oben eine Schraube sa eingeschraubt, deren Schaft
lose in ein Loch s7 paßt, welches die Mitte der Kappe durchbricht. Der Kopf der Schraube sa
drückt oben auf die Kappe sr°; die Größenverhältnisse
dieser Theile sind so bemessen, daß die Kappe eine begrenzte Bewegung nach jeder Richtung über der Düse ausführen kann,
so daß sie sich genau der Oeffnungp12, Fig. 6,
anzupassen vermag, welche durch die Mitte des Vordertheiles der unteren Formhälfte ρ
quer und vollständig hindurchgeht und iri den unteren Theil des mittleren Vorderstückes der
oberen Formhälfte p1 eintritt. Diese Oeffnungjp12
ist mit geraden Vorder- und Hinterwänden p13 in dem Theile versehen, der in
gleicher Ebene mit der Gießkammer j>3 liegt;
die Kappe s5 ist außen mit geraden Vorder-
und Rückenflächen s8 geformt, welche mit
Keilwirkung genau zwischen die Wände pis
passen, die nach oben hin gegen einander geneigt sind.
Sowohl die Düse s4, als die Kappe s5 sind
mit seitlicher Auslaßöffnung s" versehen, welche in eine Ebene mit der Gießkammer ps gebracht
und mit derselben in Verbindung gesetzt werden kann, wenn die Kappe j5 in der
Oeffnung p12 so weit als thunlich aufwärts
gerückt ist.
Der obere Theil der Oeffnung ρ 12, Fig. 12,
bildet an seiner Vorderseite einen halbkreisförmigen Ausschnitt r10, welcher einen Durchgang
für das aus dem Schmelztopf in die Formkammer ps zu lassende Metall besitzt.
Dieser Ausschnitt r10 ist in der Rückwand der
Formkammer angebracht und gegenüber der offenen Vorderseite dieser Kammer, welche zur
Aufnahme der Typenzeile bestimmt ist. Der Auschnitt r10 ist in der Formkammer etwa in
der Mitte der Länge angebracht; die beiden Endstücke r12 befinden sich auf den entgegengesetzten
Seiten des Ausschnittes. Der runde Kanal des Schmelztopfes paßt in diesen Ausschnitt
hinein und sein seitlicher Ausfluß befindet sich in Linie mit dem Durchgangskanal
dieses Ausschnitts. Der obere Theil der Oeffnung p1'2, Fig. 6, hat im Verhältniß zu dem
Ausflußkanal des Schmelztopfes solche Weite, daß man das äußerste obere Ende dieses Ausflußkanals
über die Ebene der Formkammer hinwegführen und dadurch seine seitliche Oeffnung s9 in gleiche Ebene mit dem Durchgang
und der Formkammer bringen kann.
Sollte der Ausflußkanal durch Hitze sich so weit ausdehnen, daß er bei keiner Benutzung
in die Oeffnung p12 ganz so weit hinaufreicht
wie unter normalen Verhältnissen, so wird dennoch die seitliche Oeffnung s9 mit dem
Durchgang hinlänglich in Verbindung stehen, und gleichzeitig wird der Kanal dicht zwischen
der Vorder- und Hinterwand pls der Oeffnung
p12 eingekeilt sein. Diese Vorderwand der Oeffnung p12 befindet sich in der Mitte
des Hintertheiles der Form, gegenüber der offenen Vorderseite derselben, während die
Hinterwand der Oeffnung pv2 hinter dieser Vorderwand liegt; zwischen diesen beiden
Wandungen p13 ist der runde Ausflußkanal des Schmelztopfes keilförmig eingepaßt.
Der Zweck und Vortheil der Anordnung des Ausschnitts r10 in der Rückseite der Gießformkammer
und der Verbindung eines Eingußdurchganges mit diesem Ausschnitt ist der, daß dadurch die Rauheit und Unebenheit,
welche beim Abbrechen des Gußzipfels entsteht, an dem gegossenen Typenstab RK,
Fig. 68, an solcher Stelle erscheint, die mit der Grundfläche dieses Stabes nicht zusammenhängt,
d. h. diese Unebenheit kommt auf eine Stelle, welche mit der Grundfläche nicht dieselbe
Linie hat. Hierdurch werden mehrere günstige Wirkungen erzielt: erstens kann diese
durch das Abbrechen des Zipfels sich bildende Unebenheit am Typenstab stehen bleiben, ohne
abgefeilt oder abgeglättet zu werden, um den Stab gebrauchsfertig zu machen, zweitens sind
alle Größenverhältnisse des gegossenen Typenstabes, Länge, Dicke und Höhe, einzig von
der Form abhängig, und drittens ist weniger Metall für den Guß des Typenstabes erforderlich
und er wird dennoch stark genug für jeden Gebrauch.
Wenn infolge der vorbeschriebenen Anordnung der Eingußtheile der Gußkanal des
Schmelztopfes aus dem Ausschnitt und Durchgang durch seine Niederbewegung zurückgezogen
wird, nahezu rechtwinklig zur Form und zum Eingußdurchgang, so schneidet hierbei
die Düse dieses Kanals den Gußzipfel oder jede geringe Erhöhung ab, die sich sonst an
Stelle des Gußzipfels bilden möchte; der Typenstab Rn wird mit einem Bogen r13 in
seinem Boden geformt, und die Unebenheit, die durch das Abbrechen des Zipfels entsteht,
liegt innerhalb dieses Bogens r13 über der Grundfläche des Typenstabes. Diese Unebenheit
ist folglich ohne jeden Nachtheil für den Gebrauch des Typenstabes, so daß eine nachträgliche Zurichtung oder Bearbeitung
überflüssig wird. Der Typenstab erhält dadurch zwei Stützen r14, welche an seinen
Enden, auf den dem Bogen r13 entgegengesetzten Seiten, angegossen werden; diese
Stützen sind so glatt und eben, wie sie in der Form gegossen werden können.
Wenn aus irgend welchem Grunde die Metallpumpe 5 während des Betriebes der
Maschine außer Thätigkeit gesetzt werden soll, so kann dies durch einen Sperrstift s10, Fig. 15,
geschehen, der in ein Loch im o.beren Ende
des Gelenkes S3 und durch den Zapfen s11
gesteckt wird; dieser Stift drückt gegen die Scheibe s12 des Excenters r°. Der Stift s10 ist
von einer Länge und so geformt, daß sein Endtheil auf dem Umfang der Scheibe s12
aufliegt und gleitet, wenn letztere mit der Welle Frotirt, wodurch der seitliche Stifts11,
welcher am oberen Ende des Gelenkes S3 festsitzt, vom Excenter s entfernt gehalten wird,
so daß die Welle F sich drehen kann, ohne die Wirkung des Gelenkes S3 zu behindern.
Der Obertheil pl der Gießform wird aufgeklappt,
nachdem der Typenstab gegossen ist, durch den Stift pu, Fig. 6 und 52, welcher
lose in eine Oeffnung p15 faßt, die quer in
dem Untertheil ρ der Gießform angebracht ist. Der Kopf dieses Stiftes pli stößt gegen den
Boden des Formobertheiles p1, während der Untertheil des Stiftes auf einer schiefen
Fläche p1(s in der Grundplatte der Maschine
unterhalb der Formhälfte ρ gleitet. Diese schiefe Fläche führt aufwärts nach der linken
Seite der Maschine hin, so daß, wenn der Formschlitten P sich gegen diese Seite hin
bewegt und die Gießform dabei mitzieht, der Stift pH durch die untere Formhälfte ρ ebenfalls
mitgenommen wird, wobei er auf die schiefe Fläche pui läuft und gehoben wird,
bis sein oberes Ende gegen die obere Formhälfte trifft und diese nach oben umlegt,
worauf der gegossene Typenstab aus der Gießkammer leicht herausgenommen werden kann.
An das Loch P1 sind zwei Abwerfvorrichtungen jj17, Fig. 6 und 53, angehängt; die
oberen Enden derselben bilden einen Kreuzkopf ρ18, der in einer FührungpM im Vordertheil
des Jochs P1 beweglich ist; diese Führung steigt von dem unteren \^orderen Ende des
Jochs P1 nach hinten hin ein klein wenig an. Jeder dieser Abwerf er geht durch eine Oeffnung
in der oberen Formhälfte p1 hindurch,
welche Oeffnung nach dem oberen Ende der Gießkammer ρ3, Fig. 52, führt. Wenn die
obere Formhälfte p1 sich in der Zurückbewegung befindet, nimmt sie diese Abwerfer
mit. Die Führungen pw sind so angebracht,
daß sie bei der Schwingung der oberen Form- hälftep1 die Abwerfer in eine gleitende Längsbewegung
gegen die Gießkammer ps hin versetzen, um den Typenstab aus der oberen
Formhälfte richtig herauszubefördern.
Ein anderer, endweise wirkender Abwerfer p-°, Fig. 12 und 31, ist mit seinem vorderen,
das Ausstoßen des Typenstabes besorgenden Ende in das hintere Ende der Gießkammer p3
eingefügt, während an seinem Haupttheil ein Ansatz/21 angeformt ist, der mit einem entsprechenden
Ansatz p'12 an der Rückseite der unteren Formhälfte Eingriff hat. Eine Feder
p23 drückt den Abwerferp20 endweise in
die Gießkammer hinein, und ein unter Federdruck stehender drehbarer Riegel p'24 hält
den Abwerfer p20 gegen den Druck der Feder p23 fest, bis der Ansatz p22 an der Gießform
so weit an dem Vorsprung ρ'21 des Abwerfers vorbeigegangen ist, um vollständig
von demselben frei zu sein, und auch so lange, bis der Riegel p2i, Fig. 31 und 60,
durch die Bewegung des Schlittens P den Abwerfer p20 freiläßt. Der Abwerfer ist am
Maschinengestell drehbar befestigt, während der Riegel p2i an dem Gießformschlitten P
um einen Drehzapfen schwingt.
Die Einrichtung" dieser Theile ist so getroffen, daß, wenn die Formhälften mit der
Gießkammer sich in ihrer gegen die Typenzeile vorgeschobenen Stellung befinden, der
Ansatz p21 des Abwerfers p20 im Eingriff mit
dem Vorsprung ρ22 der unteren Formhälfte steht, so daß das ausstoßende Ende des Abwerfers
aus der Gießkammer p3 zurückgezogen ist, wenn die beiden Formhälften sich in ihrer
Rückzugsbewegung befinden. Der Abwerfer wird durch die Feder p23 vorgeschnellt, sobald
der Riegel p2i ihn losläßt, und der
Typenstab wird dann in der Längenrichtung aus der Gießkammer ausgestoßen. .
Wenn die obere Hälfte pl der Gießform
geöffnet ist, \vird der gegossene Typenstab in das Setzschiff ^,, Fig. 1, abgelegt, aus dem er
von Hand herausgenommen und auf den Zurichteschlitten T gelegt wird, während dieser
sich in seiner zurückgezogenen Stellung befindet. Dieser Schlitten, Fig. 32 bis 34, 57, 58
und 61, hat vorn einen aufstehenden Vorsprung t und hinten einen solchen i1; zwischen
diese beiden A'Orsprünge wird der Typenstab
lose eingelegt. Der vordere Ansatz t, Fig. 61, ist kürzer als der hintere und ist an seinen
beiden Enden abgeschrägt, so daß dieser Ansatz t bei seiner Vor- und Rückbewegung an
dem benachbarten Typenstab vorbeigehen kann. Der Schlitten T, Fig. 33, hat eine hin- und
hergehende Längsbewegung in einer Führung T1 auf der linken Seite der Grundplatte
der Maschine. Zwei Zurichtemesser T2 sind an dem feststehenden Theil der Maschine angebracht
zu beiden Seiten der Führung T1. An der linken Seite des Schlittens T, Fig. 57,
ist ein seitlich vorspringender Zapfen i2 befestigt, welcher in einen Schlitz t3, Fig. 32,
eingreift; das äußere Ende dieses Zapfens ist mittelst eines Gelenkes i4 an einem Kurbelarm
ί5 befestigt, der rechtwinklig und starr an einer Nabe ίβ, Fig. 34, sitzt, welch letztere
lose auf der mit dem Schlitten P hin- und hergehenden Welle V spielt. An der Nabe te
ist mittelst Drehzapfens f ein Handhebel T3,
Fig. 56, befestigt, und zwischen letzterem und dem Kurbelarm th ist eine Feder i8 angebracht,
welche eine Klinke i9 in einem entsprechenden
Einschnitt ί10 in der Nabe der Kurbel ν in
Eingriff hält; diese Kurbel ν ist fest auf die Welle V aufgekeilt. So lange der Handhebel
Ts mit der Klinke f9 in den Einschnitt ν
faßt, wird der Zurichteschlitten T in der Längenrichtung durch eineUebertragungselbstthätig
hin- und herbewegt, so daß der Schlitten T durch die Schaukelbewegung der Kurbel
ν in Bewegung gesetzt wird. Wenn nun dieser Schlitten unabhängig von· der Kurbel ν
bewegt werden soll, so kann das dadurch geschehen, daß der Handhebel T3 auf seinem
Drehzapfen f7, entgegen dem Druck der Feder i8, umgelegt und die Klinke ia ausgelöst
wird; alsdann kann der Handhebel so bewegt werden, daß er die Kurbelnabe i6 in
schaukelnde Bewegung versetzt und den Zurichteschlitten in gewünschter Weise in Gang
setzt.
Ein federnder Riegel T1, Fig. 33, hat das
Bestreben, seine Stellung parallel und quer zur Schlittenführung T1 in der vom Ansatz t
des Schlittens T durchlaufenen Bahn beizubehalten. Die abgeschrägten Vorder- und
Hinterkanten des Vorsprunges t haben Berührung mit diesem Riegel T*4 und verschieben
denselben zeitweilig aus der Bewegungsbahn des Schlittens T. Der auf dem Schlitten
ruhende Typenstab ist kürzer als der Abstand der beiden Vorsprünge t und i1, der Riegel
faßt deshalb selbstthätig zwischen das hintere Ende des Typenstabes und den hinteren Ansatz
f1 des Schlittens T ein und verhindert hierdurch, daß der Typenstab bei der Rückwärtsbewegung
des Schlittens zurückgeführt wird. Durch die gemeinschaftliche Wirkung der Feder T4 und des vorderen Vorsprungs t
des Schlittens wird daher der zwischen diesen beiden Theilen liegende Typenstab seitlich
gegen die rechte Seite der Maschine hin abgelenkt, wenn der Vorsprung t in seiner
Rückwärtsbewegung begriffen ist.
Die Welle V hat eine Schaukelbewegung, welche nach der einen, wie nach der anderen
Richtung etwa eine Vierteldrehung beschreibt, mittelst welcher der Gießformschlitten die erforderliche
Bewegung empfängt. Zu diesem Zweck ist auf der Welle V ein dreitheiliges Excenter (Fig. 25 bis 30) angebracht; dessen
mittlerer Theil W auf der Welle festsitzt, während die beiden Seitentheile W1 und W2 am
Gießformschlitten P befestigt sind. Der Mitteltheil W hat zwei nach vorn gerichtete
Vorsprünge w auf zwei Seiten der Schaukelwelle; die eine Seite, wl jedes dieser Vorsprünge
n> ist gegen die Längenachse der Schaukelwelle geneigt und hat ein rechtwinklig zu
dieser Achse stehendes Ende jj/2. Der Mitteltheil
W hat ferner zwei nach rückwärts gerichtete Vorsprünge »>3, deren eine Seite w^
gegen die Längenachse der Schaukelwelle geneigt ist und ebenfalls ein rechtwinklig zur
Achse stehendes Ende »"5 hat; diese Enden »<5
befinden sich zu beiden Seiten der Welle V und in einer rechtwinklig zu den Enden w2
stehenden Ebene. Die Mittelpunkte der Enden w* sind von denjenigen der Enden »>5
so viel entfernt, als einer Vierteldrehung des mittleren Excentertheiles W gleichkommt.
Das vordere Seitenstück W1 des Excenters hat auf der dem Mittelstück W zugekehrten
Seite zwei Vorsprünge W^, welche den Vorsprüngen
w entsprechen; die Vorsprünge n>ü
haben je eine abgeschrägte Seite w1, welche
der Seite wl entspricht und sich mit dieser
fängt. Jeder Vorsprung »"ο hat ferner ein
Ende w%, welches dem Ende jp'2 des gegenüberstehenden
Vorsprungs w entspricht und sich mit diesem fängt. Das andere Seitenstück
W2 des Excenters trägt auf der dem Mittelstück W zugekehrten Seite zwei Vorsprünge
w^, welche den entgegenstehenden
Vorsprüngen ws entsprechen und sich mit
diesen durch abgeschrägte Seiten w 10 und
Enden »>u in ähnlicher Weise, wie vorbeschrieben,
fangen.
Die Einrichtung dieser Theile ist so getroffen, daß, wenn der Formschlitten sich in
seiner zurückgezogenen Stellung befindet, die Enden w* der Vorsprünge n>3 sich mit den
Enden rvu fangen und die abgeschrägten
Seiten wx mit den entsprechenden Seiten w1.
Wenn die Welle V um eine Achteldrehung vorwärts schwingt, so gleiten die abgeschrägten
Seiten»"1 auf den gegenüberstehenden Seiten»"7
und gleichzeitig die Seiten ww auf den
Seiten »"4, wodurch der Formschlitten vorwärts
bis an das Ende seiner Bahn bewegt wird. Während der nächsten Achteldrehung der Welle V gleiten dann die Endflächen w2
auf den Flächen w%, während gleichzeitig die
Vorsprünge w% zwischen den Vorsprüngen )P°
und letztere zwischen den Vorsprüngen w3 freie Bewegung haben. Die Schaukelwelle V
hat nun eine Viertelschwingung vorwärts ausgeführt, während deren erster Hälfte der
Formkastenschlitten völlig vorgeschoben und während deren letzterer Hälfte er in seiner
vorgeschobenen Stellung festgehalten wurde. Nun schwingt die Schaukelwelle ebenfalls um
eine Vierteldrehung zurück. Die Endflächen»"2 gleiten nun auf den Endflächen »"8 zurück,
während gleichzeitig die Vorsprünge »"3 zwischen
den Vorsprüngen w'\ und umgekehrt, frei durc.hgleiten. Während der ersten Hälfte
des Zurückschwingens der Welle V bleibt danach der Formkastenschlitten in seiner vorgeschobenen
Stellung. Während der zweiten Achteldrehung der zurückschwingenden Bewegung gleiten nun die schrägen Flächen jpl
auf den entgegenstehenden Flächen n>w und
gleichzeitig die Flächen »"7 auf den Flächen wl,
I4
und der Formkastenschlitten wird hierdurch zurückgezogen.
Die W i r k u η g s w e i s e der Maschine
ist folgende:
Während der Matrizenträger sich in herabgesenkter Stellung (Fig. 2) befindet und sein
Fuß α auf der Stütze a1 der Gegenwelle H,
Fig. 67, ruht, der Arm k auch zugleich zur linken Seite der Bewegungsbahn der Matrizenstäbe
umgelegt ist, werden die letzteren zugleich mit den Spatien durch Tastenanschlag
zur Schriftzeile gesetzt, welche sich vor der Gießform befindet. Wenn die Taste A
angeschlagen und ihr Riegel C1 entsprechend
in Schwingung gesetzt wird, so wird die vordere Klaue c5 dieses Riegels aus der entsprechenden
Führung so weit ausgerückt, um den ersten Matrizenstab C, welcher von der
Klaue zurückgehalten wurde, vorbei- und auf der geneigten Führung herabgleiten zu lassen
vermöge seiner eigenen Schwere (Fig. 4obis42).
Durch dieselbe dem Riegel C1 ertheilte
schwingende Bewegung tritt die hintere Klaue c6
vor den nächstfolgenden Matrizenstab und fängt sich mit dessen Abschrägimg c, so
daß dieser wie die nachfolgenden verhindert werden, ebenfalls auf der Führung B herabzugleiten.
Wenn darauf die Taste A freigelassen wird, giebt die Feder c4 dem Riegel C1
unmittelbar die der vorhergehenden entgegengesetzte schwingende Bewegung, wodurch die
hintere Klaue c° desselben von dem Matrizenstab, den sie festhielt, abgehoben wird. Sobald
nun die Abschrägung c14 dieses Matrizenstabes
von der Klaue c° frei geworden ist, gleitet dieser Stab nebst den nachfolgenden
Stäben auf der abschüssigen Führung B um etwa Stabbreite herab und wird durch die
vorfallende Klaue c5 wiederum aufgehalten, wie zu Anfang.
Die Riegel C greifen mit ihren Klauen zwischen je zwei Matrizenstäbe dadurch ein,
daß letztere mit den Abschrägungen c versehen sind; es wird daher für jeden Tastenanschlag
immer nur ein Matrizenstab durch den Riegel freigegeben.
Wenn der Setzer mit Hülfe einer Lehrey,
Fig. I, bemerkt hat, daß eine genügende Anzahl von Lettern und Spatien zur Bildung
einer Zeile zusammen ist, so hört er mit dem Anschlagen der Tasten auf und giebt dem
Tritt E einen ersten Niederdruck.
Die zum Abgießen je eines Typenstabes gehörigen Thätigkeiten der entsprechenden Maschinenelemente
sind von zwei Antriebsbewegungen abhängig, einestheils vom Tritt E und anderentheils von der Hauptwelle F ausgehend;
der letztere Antrieb wird durch je eine halbe Umwälzung der WTelle F ausgeführt.
Die Hervorbringung eines fertig gegossenen Typenstabes erfordert eine ganze Umdrehung
dieser Welle, jedoch in zwei unterschiedliche halbe Drehungen gethei'lt. Jede
ganze Umdrehung der Welle F erfordert zwei volle Niederdruckbewegungen des Trittes E.
Die erste Niederbewegung des Trittes hat vermittelst der vorbeschriebenen Einrichtungen
die Wirkungen, daß zunächst der Preßarm k parallel zur gesetzten Zeile (Fig. 8) eingestellt
und auf einen für die schließliche Abgleichung der Zeile genau bestimmten Punkt gebracht
wird, daß zweitens die in der Längenrichtung bewegliche Spatienwelle L, Fig. 12, eine
Schaukelbewegung empfängt, wodurch die Scheibenhälften Al der zusammengesetzten
Spatien in geeigneter Weise bewegt werden, um die gesetzte Zeile auf ihre äußerste Länge
auszuweiten, die durch den Arm k begrenzt ist; drittens, daß der Gießformschlitten nach
dem abgeglichenen Zeilensatz hinbewegt wird (Fig. 6), wobei die Richtplatte P3 dieses
Schlittens die Matrizenstäbe alle in gerade Richtung bringt, der Schlitten P zugleich
auch den Spatienträger TV so stellt, daß die von vorn durch den Schlitten zusammengedrückten
Spatien dort einen Widerhalt finden und der Schlitten ferner die Gießform dicht
an die Vorderkanten der Matrizenstäbe und Spatien in der Zeile herandrückt'; viertens,
daß der Schmelztopf vor- und aufwärts geschwungen (Fig. 6 und 50) und mit seinem
Ausflußkanal keilförmig an die Gießkammerp3 angeschlossen. wird, und fünftens, daß der
Pumpenkolben in Bewegung gesetzt wird, um geschmolzenes Metall in die Gießkammer
zu drücken.
Die zweite Niederdruckbewegung des Trittes E, bei welcher die Hauptwelle F die zweite
Hälfte einer vollen Umdrehung vollzieht, hat vermittelst der vorbeschriebenen Einrichtungen
folgende Wirkungen: erstens wird derPumpenkolben zurückgezogen, zweitens wird der Ausflußkanal
des Schmelztopfes aus der Gießkammer zurückgezogen, drittens wird der Formkastenschlitten P nach der linken Seite
der Maschine hin bewegt und die gesetzte Zeile von dem Druck des Schlittens befreit,
die Spatien vom Druck des Spatienträgers entlastet, der obere Formkastentheil aufgeklappt
und die Abwerfvorrichtung für den Typenstab aus der Gießkammer in Thätigkeit gesetzt;
viertens erhält die Spatienwelle L eine der vorhergehenden entgegengesetzte Schwingung,
und die damit zusammenhängenden Theile erhalten die Stellung wieder, welche eine Wiederholung
der durch das erste Niederdrücken des Trittes bewirkten Vorgänge gestattet; fünftens
wird die Preß\velle K zurückbewegt und der von ihr ausgehende Arm k aus der Bewegungsbahn der Matrizenstäbe in umgekehrter Bewegung
zu der von der ersten Trittbewegung
hervorgerufenen Bethätigung wieder ausgerückt.
Die vorher aufgeführten, durch die erste Niederdruckbewegung des Trittes bewirkten
Vorränge vollziehen sich im Einzelnen wie folgt:
Die Triebwelle F, Fig. ι und 14, verläßt
mit ihrem Excenter g das Gelenkstück g-, , und die Gegenwelle H wird darauf sofort
durch die Feder h1 in eine vorwärts schwingende Beweg'ung versetzt. Die Stütze a1,
Fig. 67, wird unter dem Fuß α des Matrizenträgers fortgezogen und dieser Fuß α ruht
nun auf der Stütze a3. Die Preßwelle K,
Fig. 8, wird durch das Getriebe h2 ft3 in der Längenrichtung vorwärts bewegt und erhält
gleichzeitig durch die Schlitzführung k3, Fig. 18, eine Schaukelbewegung, durch welche
der Preßarm k aufwärts gegen die rechte Seite der Maschine hin gedreht wird, in eine
Linie parallel zu den in die Zeile gesetzten Matrizenstäben. Die Länge der Vorwärtsbewegung
der Preßwelle ist genau bemessen durch die Verbindungsteile, um der Länge
des zu gießenden Typenstabes genau zu entsprechen. Die Zahnstange Z2 wird hierauf
aus ihrer Verriegelung in der tiefsten Stellung durch den Arm ft4, Fig. 7 und 8, ausgelöst,
welcher den Eingriff des Winkelhebels L'2 mit dem Arm Z(1 löst, worauf die Zahnstange
Z2 durch die auf den Hebel L1 wirkende Feder Zr>
schnell hinaufgeschoben wird. Die Zahnstange Z2 hat Eingriff mit dem Getriebe
Z und .setzt bei ihrer Aufwärtsbewegung die Spatienwelle L, Fig. 12 und 51,
in schwingende Bewegung gegen die Gießform hin, bei welcher Bewegung die Spatien
gedehnt und die Zeile abgeglichen wird; zugleich erhält die Spatienwelle L durch den
Stift Zlr> und die Nuth Z10 eine Längsbewegung
nach der Hinterseite der Maschine hin. Diese Bewegung der Spatienwelle bewegt die
zweitheiligen Spatien quer und nach hinten und giebt gleichzeitig den Scheiben M der
Spatien eine schwingende Theildrehung, die mit den Flügeltheilen M1 der Spatien dahin
zusammenwirken, daß die Spatien sich spreizen und die Zeile auf ihre volle Länge ausgedehnt
und genau abgeglichen wird; gleichzeitig werden die Matrizenstäbe ihrer ganzen Länge nach parallel zu einander gehalten
vermöge der entgegengesetzt abgeschrägten Flächen der beiden Theile jeder Spatie.
Danach bewegt die Triebwelle F durch eine Uebertragung den Gießformschlitten P, Fig. 6,
vorwärts nach der rechten Seite der Maschine hin, und die Richtplatte P3 auf diesem
Schlitten wirkt gegen die Schultern c7 der Matrizenstäbe, bevor die Gießform gegen
letztere andrückt; diese Stäbe werden dadurch genau in Richtung gebracht, so daß
die Matrizen sich alle genau in Linie zur Abnahme des Gusses befinden. Durch die
Vorwärtsbewegung des Gießformschlittens wird ferner der Spatienträger N vorgeschoben,
nach der linken Seite der Maschine hin, und dieser Spatienträger wirkt gegen die rechtsseitigen Kanten der Scheiben M der
zweitheiligen Spatien; die Vorderseiten der oberen und unteren Gießformhälften ρ und j?1
werden gegen die linksseitigen Kanten der Matrizenstäbe und Spatien der gesetzten Zeile
angedrückt.
, Danach bringt die Welle F durch ihr Excenter r3 den Arm R1 des Schmelztopfes R
und den letzteren selbst in eine Schwingung vor- und aufwärts. Die Kappe s5 des Ausflußrohres
wird keilförmig in der Oefrnungp12
der Form aufwärts geschoben, und die seitliche Ausflußöffnung sfl stellt sich in dieselbe
Ebene und in Verbindung mit der Gießkammer pa ein. Hierauf setzt die Welle F
durch das Excenter s den Kolben der Druckpumpe S in Bewegung, und das zur Bildung
des Abgusses erforderliche geschmolzene Metall wird in die Gießkammer ρΆ hineingedrückt.
Nun erhält der Tritt E seine zweite Niederdruckbewegung,
deren oben bereits aufgezählte Wirkungen sich im Einzelnen wie folgt vollziehen :
Das Excenter s, Fig. 14 und 15, auf der
Welle F zieht das Gelenkstück Sn hinauf und
hebt dadurch den Kolben der Pumpe S, ~Fig- 5>
welcher nun für den nächsten Niedergang bereit steht; das Gelenkstück Sa spannt
dabei gleichzeitig die Feder S'2, so daß, wenn das Excenter ί den Arm S3 des Pumpen-■kolbens
freigiebt, der letztere durch die Feder wieder herabgezogen wird, um wiederum die
bestimmte Menge flüssigen Metalles in die Form zu drücken. Danach zieht die Welle F
durch die beschriebene Einrichtung den Gießformschlitten P, Fig. 6, aus seiner vorgeschobenen
Stellung gegen die linke Seite der Maschine hin zurück, wodurch die gesetzte Zeile von dem Druck der Gießform und der
Richtplatte gegen die Vorderkanten der Matrizenstäbe entlastet wird; zugleich wird der
Gegendruck des Spatienträgers N gegen die Rückseite der Spatien aufgehoben, ferner
wird die Klammer P2, welche die beiden Gießformhälften ρ und p1 zusammendrückt,
gelöst und die obere Formhälfte pl von der unteren durch den auf der schiefen Ebene ρ I(i
laufenden Stift pli abgehoben, worauf die
Abwerfvorrichtungp20 den gegossenen Typenstab
aus der Gießkammer ausstößt. Endlich , zieht die Triebwelle F durch das Excenter g,
das Gelenk g2 und die Verbindungsstange G
die Gegenwelle H in einer schaukelnden Bewegung zurück und führt damit Preßwelle K
gegen das hintere Ende der Maschine, wodurch der schwingende Arm k herabbewegt
wird, nach der linken Seite der Maschine hin, und die Bahn der Matrizenstäbe freigiebt
(Fig. 7). Durch Eingriff des unteren Endes des Armes h4 mit der Oberkante des
Armes /ß wird die Zahnstange /2 herabbewegt
und die Spatienwelle L in der zur vorhergehenden entgegengesetzten Richtung
geschwenkt, wodurch der Winkelhebel L2 durch eigene Schwere sich mit dem Arm /G
fangen, diesen niederhalten und die Feder /5 spannen kann.
Der Matrizenträger kann nun zurückbewegt werden (Fig. 66), um die Lettern aus der gesetzten
Zeile abzulegen; und die Spatien, welche sich in dieser Zeile befanden, können
durch den Spatienableger L''' zurück- und von der Spatienwelle L ab- auf die Spatienführung
Z.5 und auf dieser hinaufgeschoben werden, bis sie rechts vom Spatienriegel L7
stehen und von diesem festgehalten werden.
Die Einrichtung der Spatienwelle L, Spatienführung L" und des Bewegungsmechanismus
für die Welle L ist so getroffen, daß die Spatien von der Führung auf die Welle, und
umgekehrt, leicht übertreten können.
Der auf die beschriebene Weise gegossene Typenstab kann endlich durch den Zurichteapparat,
wie beschrieben, beschnitten werden, welcher Zurichteapparat selbstthätig durch eine
vom Tritt E ausgehende Uebertragung, durch Vermittelung der Triebwelle F, in Wirkung
gesetzt wird; die Zurichtevorrichtung kann aber auch nach Gefallen von der Schaukelwelle
V losgekuppelt und von Hand betrieben werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Schriftsetz- und Ablegemaschine mit Einrichtung zum Abgießen der zusammengestellten Typenreihe, bei welcher die auf den Führungsdrähten B des Letternträgers befindlichen und einzeln durch Auslösung ihrer Hemmungen ,C1 freigegebenen Lettern C durch Herabgleiten auf B sich zu einer Schriftzeile zusammenstellen, welche durch ausdehnbare Spatien MM1 dicht geschlossen und durch gegen einander verschiebbare Lager Q. bezw. Gießformschlitten P festgeklemmt wird, so daß eine in dem letzteren angebrachte und sich vor die Schriftzeichen der Lettern C legende Gießform p* durch eine Pumpe S mit flüssigem Metall- aus einem Schmelztiegel R gefüllt und so ein Typenstab gegossen \verden kann, worauf durch Zurückgehen des verschiebbaren Lagers Q. bezw. Schlittens P · der gegossene Typenstab freigegeben und abgeworfen wird, während die verwendeten Lettern C durch Hochlegung des gesammten Matrizenträgers ABC3 C* um Zapfen er auf den Führungsdrähten B hinter ihre Hemmungen C zurückgleiten und dann zur Bildung bezw. zum Guß eines neuen Typenstabes wieder bereit gestellt sind (Fig. i, 2, 50 und 66).
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine:a) die Einrichtung einer Spatie, bestehend aus zwei kreisförmig gestalteten, mit keilartigen Flächen auf einander drehbaren Theilen MM1, von denen der eine Ai1 durch Nase m3 am Drehen verhindert wird, während der andere durch eine Welle L mitgenommen werden kann, so daß durch das Aufeinandergleiten der beiden schrägen Flächen die Spatie sich spreizt und die Ausgleichung der Letternzeile herbeiführt (Fig. 19 bis 22);b) die Vorrichtung zum Zurückbringen der abzulegenden Lettern bezw. Matrizenstäbe in die zur Wiederbenutzung geeignete Stellung, darin bestehend, daß der die Sperrriegel C1 tragende Bügel C3 beim Zurücklegen des um a2 drehbaren Letternträgers durch Ketten C5 bezw. Hebel C0 gehoben wird und so die Lettern auf den Führungsdrähten B unter den Sperrriegeln C1 hinweggleiten läßt, während er sich bei herabgelegtem Letternträger durch Schlaffwerden der Ketten C5 wieder senkt und die Riegel C1 in die Bahn der Lettern C bringt (Fig. 50 und 66);c) die Vorrichtung zum Abgleichen und Feststellen der aus Lettern C und Spatien M M1 zusammengestellten Satzzeile, dadurch gekennzeichnet, daß durch Schwingung eines Zahnsegmentes h2 und eines mit demselben verbundenen Armes /2* einesteils ein als Gegenlager dienender Arm k sich hinter den Satz schiebt, andererseits eine durch Feder /5 hochgedrückte Zahnstange Z2 ausgelöst wird, welche durch Drehung der Spatienwelle L die im Satz eingereihten zweitheiligen Spatien MM1 spreizt und so die Zeile aus einander sperrt und festschließt (Fig. 7 bis 9 und 4);d) die Einrichtung zum Unterstützen des Letternträgers in seiner unteren Stellung bezw. seiner Stütze α während des Setzens der Lettern durch einen an der Welle H angeformten Vorsprung oder Ansatz a\ Fig. 9, welscher bei der nach Beendigung des Setzens eintretenden Schwingung derWelle H unter dem Letternträger weggleitet, wodurch sich die bisher lose herabhängenden Lettern der gesetzten Zeile mit ihrer unteren Fläche gegen eine Grundplatte oder die untere Fläche der Führungsnuth C2 legen, so daß eine genaue Ausrichtung der Schriftzeichen zu einander herbeigeführt wird (Fig. 6);e) die Einrichtung einer gegen die eingestellten Lettern und Spatien C M geführten Gußform p3, gekennzeichnet durch einen mit Eingußöffnung p1'2 versehenen unteren Theil Pp, in Verbindung mit dem als Deckel der Gußkammer ps dienenden oberen Theil pl, welcher in der zum Guß geeigneten Stellung festgeklemmt, bei Zurückbewegung der Guß form aber durch ' Einwirkung eines in einer schrägen Nuth p16 gleitenden Zapfens pu gehoben wird und so das selbstthätige Abwerfen des Typenstabes gestattet (Fig. 6, 31 und 52);f) die Verbindung des Gußformschlittens P mit einem Gegenlager N Q. derart, daß sich beide entgegengesetzt zu einander mittelst Stange n2 bezw. Hebels n1 bewegen lassen und so bei der zum Guß bereiten Stellung der Gießform ps die Lettern und Spatienreihe in Linien ausrichten und von beiden Seiten festklemmen, womit ein festes Anlegen der Guß form p3 gegen die Lettern bezw. Spatien ermöglicht wird (Fig. 6 und 13);g) die Vorrichtung zum Hin- nnd Herbewegen des Gießformschlittens P, bestehend aus einer sich mit einer Schaukelwelle V drehenden und auf beiden Seiten mit keilartig verlaufenden Vorsprüngen n> M>3 versehenen Muffe W, die abwechselnd mit zwei starr am Schlitten befestigten Muffen W1 W'2 dadurch in Eingriff tritt, daß die ebenfalls keilartig verlaufenden Vorsprünge der letzteren mit ihren abgeschrägten Flächen an den schrägen Flächen der Muffe W empor- bezw. herabgleiten und den Schlitten P mitnehmen, wodurch sich bei entsprechender Anordnung der keilartigen Vorsprünge ein Stillstand des Formschlittens P während des Eingusses trotz ununterbrochener Schaukelbewegung der Welle V erzielen läßt (Fig. 25 bis 30);h) die Vorrichtung zum Gießen des Typenstabes (Fig. 68), bestehend aus einem durch Excenterbewegung in Schwingungen versetzten Schmelztopf R, welcher seine Austrittsdüse s4 in regelmäßigen," den Verschiebungen: des Schlittens P entsprechenden Zwischenräumen in dessen Oeffnung p1'2 einführt und so die Füllung der Gußform p'ä durch eine mit ihm in Verbindung stehende Druckpumpe S in Zusammenhang mit der Arbeit der übrigen Theile gestattet (Fig. 5, 6 und 50);i) die Einrichtung zum Abwerfen des gegossenen Typenstabes, darin bestehend, daß durch Zurückziehen des Gießformschlittens P die sich an feststehenden Schrägungen ρ 10 hochschiebenden .Abwerfer p17 den Typenstab lockern, worauf ein anderer, durch Feder p23 vorgeschnellter Abwerf er p'20 den Stab seitlich heraus in den Behälter Z, Fig. I, schleudert (Fig. 6 und 31);k) die Vorrichtung zum Zusammenstellen der gegossenen Typenstäbe, bestehend aus einem von der Welle V aus hin- und hergeführten Schlitten T, welcher mit einem Vorsprung t1 den eingelegten Stab unter Zurückdrängung eines federnden Riegels T1 ,bis zum Sammelraum führt, worauf bei Rückgang des Schlittens T der Stab durch den sich vorlegenden Riegel bezw. einen zweiten abgeschrägten Vorsprung t des Schlittens seitlich in das Setzschiff geschoben wird (Fig. 32 bis 35 und 56 bis 58).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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|---|---|
| DE60362C true DE60362C (de) |
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ID=334507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT60362D Expired - Lifetime DE60362C (de) | Schriftsetz- und Ablege-Maschine mit Einrichtung zum Abgiefsen der zusammengestellten Typenreihe |
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|---|---|
| DE (1) | DE60362C (de) |
-
0
- DE DENDAT60362D patent/DE60362C/de not_active Expired - Lifetime
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| DE293133C (de) | ||
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