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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Dentalklebstoffzusammensetzung
zur Verwendung zum Kleben eines Dentalrestaurationsmaterials an
eine Zahnstruktur. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung
eine Dentalklebstoffzusammensetzung des Einerpackungstyps, die sowohl
ein Dentalrestaurationsmaterial als auch eine Zahnstruktur sicher
kleben und einen Klebeeffekt durch einen einfachen Vorgang über einen
langen Zeitraum aufrechterhalten kann, bei dem während des Gebrauchs keine Mehrzahl
von Verarbeitungsschritten erforderlich ist, wie es im Stand der
Technik erforderlich ist, und bei dem ein Mischen von zwei oder
mehr Mehrfachkomponenten in einem Schritt nicht erforderlich ist,
wenn ein Dentalrestaurationsmaterial wie z.B. Füllcompositharze, Füllcompomere,
Spalten- bzw. Rissabdichtungsmittel für Vertiefungs- und Spalt- bzw.
Rissfüllungen,
Wurzelbeschichtungsmaterialien, Auskleidungsmaterialien und Harzzemente,
an eine Zahnstruktur wie z.B. Zahnschmelz und Dentin geklebt wird.
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Bei
der weiten Verbreitung von Dentalrestaurationsmaterialien wie z.B.
Compositharzen besteht ein Bedarf für Dentalklebstoffzusammensetzungen,
durch die mit einem einfachen Vorgang ein starker Klebeeffekt erhalten
wird, um ein Dentalrestaurationsmaterial an eine Zahnstruktur zu
kleben. Bezüglich
der herkömmlich eingesetzten
Dentalklebstoffzusammensetzungen und Verfahren zu deren Anwendung
wird im Allgemeinen ein Verfahren eingesetzt, bei dem eine Zahnstruktur
mit einer Säure
wie z.B. Phosphorsäure
und Zitronensäure
geätzt
wird und dann einer Haftvermittlerbehandlung mit einem Haftvermittler
unterworfen wird, der ein Klebstoffmonomer oder ein hydrophiles
Monomer zum Verstärken
der Hafteigenschaften enthält,
und ferner durch ein Bindemittel als Klebstoff geklebt wird. Dieses
Verfahren war jedoch bezüglich
des Klebevorgangsschritts kompliziert, da es die drei Stufen der Ätzbehandlung → Haftvermittlerbehandlung → Bindemittelaufbringungsbehandlung
erfordert. Ferner kann gemäß dieses
Verfahrens nicht davon ausgegangen werden, dass die Hafteigenschaften
an Dentin zufrieden stellend sind, obwohl die Hafteigenschaften
an Zahnschmelz gut sind.
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In
den letzten Jahren wurde ein zweistufiges System entwickelt, bei
dem das Kleben unter Verwendung eines selbstätzenden Haftvermittlers, mit
dem die Ätzbehandlung
und die Haftvermittlerbehandlung gleichzeitig durchgeführt werden
können,
und eines Bindemittels durchgeführt
wird, d.h. dieses zweistufige System umfasst die zwei Stufen Selbstätzbehandlung → Bindemittelaufbringungsbehandlung.
In neuerer Zeit wurde auch eine Klebstoffzusammensetzung des einstufigen
Typs, die keine Vorbehandlung wie z.B. eine Ätzbehand lung und eine Haftvermittlerbehandlung
erfordert, sondern bei der nur eine Bindemittelaufbringungsbehandlung
erforderlich ist, in dem japanischen Patent mit der Offenlegungsnummer
2000-159621 und dergleichen beschrieben. Da jedoch diese Klebstoffzusammensetzung
im Wesentlichen als Haftvermittler wirkt, erfordert sie tatsächlich ein
separates Bindemittel. Wie es vorstehend beschrieben worden ist,
wiesen die derzeit käuflichen
Dentalklebstoffzusammensetzungen des zweistufigen Typs oder diejenigen,
die tatsächlich
ein System des zweistufigen Typs sind, jedoch als "einstufiger Typ" bezeichnet werden,
einen Mangel dahingehend auf, dass die Verarbeitung kompliziert
ist.
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Ferner
schlagen die japanischen Patente mit den Offenlegungsnummern 10-245525,
JP-A-11-140383 und
2001-72523 Klebstoffzusammensetzungen des einstufigen Typs vor,
die keine Vorbehandlung wie z.B. eine Ätzbehandlung und eine Haftvermittlerbehandlung
erfordern. Obwohl dies in den Patenten nicht explizit beschrieben
ist, lag in jedem dieser Fälle
jedoch ein Mangel dahingehend vor, dass zum Erreichen der erforderlichen
Hafteigenschaften zusätzlich
zu einem Photopolymerisationskatalysator ein Katalysator des Mehrfachkomponentenmischtyps
als Katalysator erforderlich ist, und somit im Hinblick auf die
Aufbewahrungsstabilität
tatsächlich
zwei oder mehr Komponenten getrennt verpackt und gelagert werden
müssen.
Aus diesem Grund müssen
die jeweiligen Komponenten zum Zeitpunkt des Gebrauchs gemischt
werden und obwohl der Klebevorgang selbst ein einstufiges System
ist, ist der Mischvorgang zum Zeitpunkt des Gebrauchs erforderlich.
Demgemäß bestand
ein Mangel dahingehend, dass die Verarbeitung kompliziert ist.
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Darüber hinaus
beschreibt das japanische Patent mit der Offenlegungsnummer 2001-26511
eine Klebstoffzusammensetzung, die eine Säuregruppe-enthaltende polymerisierbare
Verbindung, ein wasserlösliches Film-bildendes
Mittel, Wasser und ein Härtungsmittel
umfasst. Diese Klebstoffzusammensetzung ist vom Einerpackungstyp,
der keine Vorbehandlung wie z.B. eine Ätzbehandlung und eine Haftvermittlerbehandlung erfordert.
Das Film-bildende Mittel, das 2-Hydroxyethylmethacrylat als Hauptkomponente
enthält,
wie es in dieser Klebstoffzusammensetzung verwendet wird, ist dadurch
gekennzeichnet, dass es mit physiologischer Kochsalzlösung gemischt
werden kann. Eine solche Zusammensetzung, die eine große Menge
eines stark hydrophilen polymerisierbaren Monomers wie 2-Hydroxyethylmethacrylat
enthält,
weist jedoch ein Problem bezüglich
der Dauerbeständigkeit
auf. D.h. wenn die Zusammensetzung klinisch verwendet wird, verbleibt
die Zusammensetzung für
einen langen Zeitraum in einer Mundhöhle, ein Polymer eluiert aus
einer sogenannten Hybridschicht (mit Harz getränkt) als Schicht, die durch
Polymerisieren und Härten
erzeugt wird, nachdem eine stark hydrophile polymerisierbare Monomerkomponente
in eine Zahnstruktur eingedrungen ist, wodurch es wahrscheinlich
ist, dass ein Austreten aus Kanten und ein He rausfallen stattfinden.
Darüber
hinaus bestehen Bedenken, die Zusammensetzung, die eine große Menge
an 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat enthält, im Hinblick auf eine Allergie
einzusetzen.
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Wie
es vorstehend diskutiert worden ist, wurde noch keine Dentalklebstoffzusammensetzung
erhalten, die in der Praxis geeignet ist, vom Einerpackungstyp ist
und während
des Gebrauchs keinen Mischvorgang erfordert. Demgemäß bestand
ein Bedarf für
eine neue, zuverlässige
Dentalklebstoffzusammensetzung, deren Verarbeitung einfach ist und
die bezüglich
eines Klebeeffekts in einer Mundhöhle über einen langen Zeitraum stabil
ist.
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Folglich
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung einer
Dentalklebstoffzusammensetzung zur Verwendung zum Kleben eines Dentalrestaurationsmaterials
an eine Zahnstruktur, die keine Vorbehandlung wie z.B. eine Ätzbehandlung
und eine Haftvermittlerbehandlung erfordert, die in nur einer Stufe
in einem Klebevorgang durch eine Bindemittelaufbringungsbehandlung
verwendet werden kann, die kein Mischen von zwei oder mehr Komponenten
zum Zeitpunkt des Gebrauchs erfordert und die in einer Mundhöhle über einen
langen Zeitraum eine hohe Haftfestigkeit aufrechterhalten kann.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben umfangreiche und intensive
Untersuchungen durchgeführt,
um die vorstehend genannte Aufgabe zu lösen. Als Ergebnis wurde gefunden,
dass bezüglich
einer polymerisierbaren Zusammensetzung, die in einem Schritt verarbeitet
werden kann und die ein polymerisierbares Monomer, das eine Phosphorsäuregruppe
zur Verbesserung der Hafteigenschaften an Zahnschmelz enthält, ein
polymerisierbares Monomer, das eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
enthält
oder welches rasch mit Wasser reaktiv ist, um eine Vielzahl von
Carboxylgruppen in einem Molekül
zu erzeugen, um die Hafteigenschaften an Dentin zu verstärken, ein
Säuregruppe-freies
polymerisierbares Monomer, das eine niedrige Löslichkeit von Wasser aufweist,
zur Verstärkung
einer Klebeschicht, und Wasser zur Verstärkung der Hafteigenschaften
an einer Zahnstruktur umfasst, um Hafteigenschaften zu erhalten,
von denen bisher angenommen wurde, dass sie lediglich durch eine
Photopolymerisation nicht zu erreichen sind, und um den Gehalt an
einem hydrophilen Monomer, wie z.B. 2-Hydroxyethylmethacrylat, zu
vermindern, das die Ursache für
ein Auftreten eines Auswaschens eines Polymers aus einer Hybridschicht
ist, wodurch ein Austreten aus Kanten und ein Herausfallen erzeugt
wird, es dann, wenn die vorstehend genannten Komponenten in einem
spezifischen Anteil gemischt werden und die polymerisierbare Zusammensetzung
ferner mit einem Photopolymerisationsinitiator zum Polymerisieren
der verschiedenen polymerisierbaren Monomere und einem Viskositätsmodifizierungsmittel
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm gemischt
wird, um die Viskosität auf
0,1 bis 1 Pa · s
einzustellen, möglich
ist, eine Dentalklebstoffzusammensetzung des Einerpackungstyps herzustellen,
die kein Mischen erfordert, dass diese Dentalklebstoffzusammensetzung überlegene Hafteigenschaften
an einer Zahnstruktur und einem Dentalrestaurationsmaterial aufweist
und dass die polymerisierbare Zusammensetzung ein wasserlösliches,
flüchtiges
organisches Lösungsmittel
enthalten kann, wodurch die vorliegende Erfindung gemacht wurde.
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Insbesondere
ist die erfindungsgemäße Dentalklebstoffzusammensetzung
eine Dentalklebstoffzusammensetzung vom Einerpackungstyp, umfassend
eine polymerisierbare Zusammensetzung, enthaltend (a) 1 bis 5 Gew.-%
eines polymerisierbaren Monomers, das eine Phosphorsäuregruppe
enthält,
(b) 10 bis 40 Gew.-% eines polymerisierbaren Monomers, das eine
Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder welches rasch mit Wasser
reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül zu erzeugen,
(c) 20 bis 40 Gew.-% eines polymerisierbaren Monomers, das ein Säuregruppe-freies
polymerisierbares Monomer oder ein Gemisch von zwei oder mehreren
Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomeren ist, mit einer Löslichkeit von Wasser bei 25°C von 25
Gew.-% oder weniger, und (d) 15 bis 50 Gew.-% Wasser, wobei (e)
0,1 bis 5,0 Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile der polymerisierbaren Zusammensetzung,
eines Photopolymerisationsinitiators vorliegen und (f) ein Viskositätsmodifizierungsmittel
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm weiter
damit vermischt ist, wobei die Dentalklebstoffzusammensetzung eine
Viskosität
von 0,1 bis 1 Pa · s
aufweist.
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Die
vorstehend beschriebene polymerisierbare Zusammensetzung kann zusätzlich (g)
0,1 bis 35 Gew.-% eines wasserlöslichen,
flüchtigen
organischen Lösungsmittels
enthalten. Ferner ist als das polymerisierbare Monomer, das eine
Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder welches rasch mit Wasser
reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül zu erzeugen,
als Komponente (b) eine Art oder ein Gemisch von zwei Arten von
4-(Meth)acryloxyethyltrimellithsäure
und 4-(Meth)acryloxyethyltrimellithsäureanhydrid bevorzugt.
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Das
polymerisierbare Monomer, das die Phosphorsäuregruppe enthält, als
Komponente (a), das polymerisierbare Monomer, das eine Vielzahl
von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder welches rasch mit Wasser
reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül zu erzeugen,
als Komponente (b), und das polymerisierbare Monomer, das ein Säuregruppe-freies
polymerisierbares Monomer oder ein Gemisch von zwei oder mehreren
Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomeren ist, mit einer Löslichkeit von Wasser bei 25°C von 25
Gew.-% oder weniger als Komponente (c), die jeweils in der polymerisierba ren
Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
verwendet werden, sind jeweils ein polymerisierbares Monomer eines
Methacrylats oder eines Acrylats, das mindestens eine ungesättigte Doppelbindung
in einem Molekül
davon enthält.
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Das
polymerisierbare Monomer, das die Phosphorsäuregruppe enthält, als
Komponente (a), das in der polymerisierbaren Zusammensetzung der
erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
verwendet wird, ist ein polymerisierbares Monomer, das eine oder
eine Vielzahl von Phosphorsäuregruppen
in einem Molekül
enthält.
Da die Phosphorsäuregruppe
eine höhere
Azidität
aufweist als eine Carboxylgruppe, weist sie einen starken Effekt
einer Auflösung
einer Schmierschicht auf einer Zahnoberfläche und einer dentinalen Decalcifizierung
auf, und insbesondere einen verbessernden Effekt bezüglich guter
Hafteigenschaften an Zahnschmelz. Beispiele für das Phosphorsäuregruppe-enthaltende
polymerisierbare Monomer als Komponente (a), die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können,
umfassen 2-(Meth)acryloyloxyethyldihydrogenphosphat, Bis[2-(meth)acryloyloxyethyl]hydrogenphosphat,
2-(Meth)acryloyloxyethylphenylhydrogenphosphat, 6-(Meth)acryloyloxyhexyldihydrogenphosphat,
6-(Meth)acryloyloxyhexylphenylhydrogenphosphat, 10-(Meth)acryloyloxydecyldihydrogenphosphat,
1,3-Di-(meth)acryloyloxypropan-2-dihydrogenphosphat, 1,3-Di-(meth)acryloyloxypropan-2-phenylhydrogenphosphat
und Bis[5-{2-(meth)acryloyloxyethoxycarbonyl}heptyl]hydrogenphosphat.
Von diesen Monomeren ist im Hinblick auf die Hafteigenschaften und
die Stabilität
des Monomers als solches 10-(Meth)acryloyloxydecyldihydrogenphosphat
besonders bevorzugt. Dieses polymerisierbare Monomer, das die Phosphorsäuregruppe
enthält,
kann entweder einzeln oder in einem Gemisch von zwei oder mehr davon
eingesetzt werden. Das polymerisierbare Monomer, das die Phosphorsäuregruppe
enthält,
als Komponente (a) muss in einer Menge von 1 bis 5 Gew.-% in der
polymerisierbaren Zusammensetzung der Dentalklebstoffzusammensetzung
enthaften sein. Wenn die Menge des polymerisierbaren Monomers, das
die Phosphorsäuregruppe
enthält,
als Komponente (a) kleiner als 1 Gew.-% ist, sind die Hafteigenschaften
am Zahnschmelz schwach, wohingegen dann, wenn die Menge größer als
5 Gew.-% ist, die Hafteigenschaften am Dentin vermindert werden.
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Da
die Carboxylgruppe, die in dem polymerisierbaren Monomer als Komponente
(b) vorliegt, das eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder
welches rasch mit Wasser reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
zu erzeugen, eine mildere Wirkung hat als eine Phosphorsäuregruppe,
besteht eine geringe Gefahr, dass eine Kollagenmodifizierung von
Dentin stattfindet, und sie zeigt einen verbessernden Effekt für die Hafteigenschaften
am Dentin. Beispiele für
das polymerisierbare Monomer als Komponente (b), das eine Vielzahl
von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder welches rasch mit Wasser
reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül zu erzeugen,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen
4-(Meth)acryloxyethyltrimellithsäure, 4-(Meth)acryloxyethyltrimellithsäureanhydrid,
4-(Meth)acryloxydecyltrimellithsäure,
4-(Meth)acryloxydecyltrimellithsäureanhydrid,
11-(Meth)acryloyloxy-1,1-undecandicarbonsäure, 1,4-Di(meth)acryloyloxypyromellithsäure, 2-(Meth)acryloyloxyethylmaleinsäure, 2-(Meth)acryloyloxyethylphthalsäure und
2-(Meth)acryloyloxyethylhexahydrophthalsäure. Diese polymerisierbaren
Monomere, die eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthalten oder
rasch mit Wasser reaktiv sind, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
zu erzeugen, können
entweder einzeln oder in einem Gemisch von zwei oder mehr davon
verwendet werden. Von diesen Monomeren sind im Hinblick auf die
Hafteigenschaften 4-(Meth)acryloyloxyethyltrimellithsäure und 4-(Meth)acryloyloxyethyltrimellithsäureanhydrid
besonders bevorzugt. Das polymerisierbare Monomer als Komponente
(b), das eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder
welches rasch mit Wasser reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
zu erzeugen, muss in einer Menge von 10 bis 40 Gew.-% in der polymerisierbaren
Zusammensetzung der Dentalklebstoffzusammensetzung enthalten sein.
Wenn die Menge des polymerisierbaren Monomers als Komponente (b),
das eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder
welches rasch mit Wasser reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
zu erzeugen, kleiner als 10 Gew.-% ist, werden die Hafteigenschaften
am Dentin vermindert, wohingegen dann, wenn die Menge größer als
40 Gew.-% ist, nicht nur kein verbessernder Effekt für die Hafteigenschaften
erhalten werden kann, sondern auch die Polymerisationseigenschaften
der Dentalklebstoffzusammensetzung an sich schlecht werden, wodurch
die Hafteigenschaften sowohl am Zahnschmelz als auch am Dentin vermindert
werden.
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Beispiele
für das
polymerisierbare Monomer, das ein Säuregruppe-freies polymerisierbares
Monomer oder ein Gemisch von zwei oder mehreren Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomeren ist, mit einer Löslichkeit von Wasser bei 25°C von 25
Gew.-% oder weniger als Komponente (c), die in der polymerisierbaren Zusammensetzung
der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
verwendet werden können, umfassen
Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Isopropyl(meth)acrylat,
n-Butyl(meth)acrylat, Isobutyl(meth)acrylat, Tetrahydrofurfuryl(meth)acrylat,
Glycidyl(meth)acrylat, 2-Methoxyethyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat,
Benzyl(meth)acrylat, 2,2-Bis[(meth)acryloxyphenyl]propan, 2,2-Bis[4-(meth)acryloxydiethoxyphenyl]propan,
2,2-Bis[4-(meth)acryloxypolyethoxyphenyl]propan, Ethylenglycoldimethacrylat,
Diethylenglycoldimethacrylat, Triethylenglycoldimethacrylat, Butylenglycoldimethacrylat,
Neopentylglycoldimethacrylat, 1,3-Butandioldimethacrylat, 1,4-Butandioldimethacrylat,
1,6-Hexandioldimethacrylat, Trimethylolpropantri(meth)acrylat, Pentaerythrittri(meth)acrylat,
Trimethylolmethantri(meth)acrylat, Pentaerythrittetra(meth)acrylat,
2-Hydroxyethyl(meth)acrylat, 2-Hydroxypropyl(meth)acrylat, 2-Hydroxy-1,3-di(meth)acryloxypropan,
1,2-Dihydroxy-3-(meth)-acryloxypropan und 2,2-Bis[4-{2-hydroxy-3-(meth)acryloxypropoxy}phenyl]propan.
Beispiele für
Säuregruppe-freie
polymerisierbare Monomere mit einer Urethanbindung in deren Molekül umfassen
Di-2-(meth)acryloxyethyl-2,2,4-trimethylhexamethylendicarbamat.
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Der
Grund dafür,
warum in dem polymerisierbaren Monomer, das ein Säuregruppe-freies
polymerisierbares Monomer oder ein Gemisch von zwei oder mehreren
Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomeren ist, mit einer Löslichkeit von Wasser bei 25°C von 25
Gew.-% oder weniger als Komponente (c) die Löslichkeit von Wasser bei 25°C 25 Gew.-%
oder weniger betragen muss, ist wie folgt. In einem Fall, bei dem
die Löslichkeit
von Wasser bei 25°C
25 Gew.-% übersteigt,
entsteht nicht nur ein Problem bezüglich der Langzeit-Dauerbeständigkeit
der sogenannten Hybridschicht innerhalb einer Mundhöhle, sondern
es werden auch die Dentinalhafteigenschaften der Dentalklebstoffzusammensetzung
aufgrund einer schlechten Polymerisierbarkeit des hydrophilen Monomers
als solches vermindert, da eine große Menge des hydrophilen Monomers
wie z.B. 2-Hydroxyethylmethacrylat-enthalten ist.
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In
der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
ist es bevorzugt, das hydrophile polymerisierbare Monomer, wie z.B.
2-Hydroxyethylmethacrylat, das eine Hydroxylgruppe enthält, mit
einem polymerisierbaren Monomer mit einer guten Polymerisierbarkeit
zu mischen, wie z.B. mit Triethylenglycoldimethacrylat und Di-2-methacryloxyethyl-2,2,4-trimethylhexamethylendicarbamat,
wodurch die Löslichkeit
von Wasser bei 25°C
auf 25 Gew.-% oder weniger eingestellt wird, um die Permeabilität in eine
Zahnstruktur und die Polymerisierbarkeit der Dentalklebstoffzusammensetzung
miteinander kompatibel zu machen.
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Das
polymerisierbare Monomer, das ein Säuregruppe-freies polymerisierbares
Monomer oder ein Gemisch von zwei oder mehreren Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomeren ist, mit einer Löslichkeit von Wasser bei 25°C von 25
Gew.-% oder weniger als Komponente (c) muss in einer Menge von 20
bis 40 Gew.-% in der polymerisierbaren Zusammensetzung der Dentalklebstoffzusammensetzung
enthalten sein. Wenn die Menge des polymerisierbaren Monomers, das
ein Säuregruppe-freies
polymerisierbares Monomer oder ein Gemisch von zwei oder mehreren
Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomeren ist, mit einer Löslichkeit von Wasser bei 25°C von 25
Gew.-% oder weniger als Komponente (c) geringer als 20 Gew.-% ist,
wird die Polymerisierbarkeit der Dentalklebstoffzusammensetzung
schlecht, wodurch die Klebeschicht nicht verstärkt werden kann, wohingegen
dann, wenn die Menge 40 Gew.-% übersteigt,
nicht nur die Permeabilität
in die Zahnstruktur schlecht wird, sondern auch ein Ätzeffekt
und die Dentinalhafteigenschaften vermindert werden, da der Anteil,
in dem das Säuregruppe-enthaltende
polymerisierbare Monomer oder Wasser enthalten ist, zwangsläufig vermindert
wird.
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Das
Wasser als Komponente (d), das in der polymerisierbaren Zusammensetzung
der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
verwendet wird, ist erforderlich, so dass das polymerisierbare Monomer,
das die Phosphorsäuregruppe
enthält,
als Komponente (a), und das polymerisierbare Monomer als Komponente
(b), das eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder
welches rasch mit Wasser reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
zu erzeugen, eine dentinale Decalcifizierung und dergleichen bewirken.
Als Wasser als Komponente (d) sind destilliertes Wasser, gereinigtes
Wasser, ionenausgetauschtes Wasser und entionisiertes Wasser bevorzugt.
Das Wasser als Komponente (d) muss in einer Menge von 15 bis 50
Gew.-% in der polymerisierbaren Zusammensetzung der Dentalklebstoffzusammensetzung
enthalten sein. Wenn die Menge des Wassers als Komponente (d) weniger
als 15 Gew.-% beträgt, ist
die dentinale Decalcifizierung schwach und die Dentinalhafteigenschaften
werden vermindert, wohingegen dann, wenn die Menge über 50 Gew.-%
beträgt,
die Polymerisationseigenschaften der Dentalklebstoffzusammensetzung
schlecht werden, wodurch die Dentinalhafteigenschaften vermindert
werden.
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Gegebenenfalls
kann die polymerisierbare Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
mit (g) einem wasserlöslichen
flüchtigen
organischen Lösungsmittel
gemischt werden. Beispiele für
das wasserlösliche
flüchtige
organische Lösungsmittel
als Komponente (g), die in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden können,
umfassen Aceton, Methanol, Ethanol, Isopropylalkohol und Methylethylketon.
Diese wasserlöslichen
flüchtigen
organischen Lösungsmittel
können
entweder einzeln oder in einem Gemisch von zwei oder mehr davon
verwendet werden. Von diesen Lösungsmitteln
sind Ethanol und Aceton besonders bevorzugt. Wenn das wasserlösliche flüchtige organische
Lösungsmittel
als Komponente (g) mit der polymerisierbaren Zusammensetzung gemischt
wird, wird es einfach, die jeweiligen polymerisierbaren Monomere
(a), (b) und (c) mit dem Wasser (d) kompatibel zu machen, wodurch
eine Dentalklebstoffzusammensetzung mit hoher Transparenz erhalten
werden kann. Ferner kann die Dentalklebstoffzusammensetzung selbst
dann, wenn die Mischmenge des wasserlöslichen flüchtigen organischen Lösungsmittels
als Komponente (g) zu gering ist, um die Kompatibilität zu erreichen,
in einem emulgierten Zustand bereitgestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt
ist es in einem Fall, bei dem der emulgierte Zustand instabil ist,
bevorzugt, dass z.B. kugelförmige
Blöcke
wie z.B. Alumini umoxid und Zirkoniumoxid gegebenenfalls in einen
Behälter
eingebracht werden, der die Dentalklebstoffzusammensetzung enthält, der
Behälter
vor dem Gebrauch angemessen geschüttelt und zur Anwendung bereitgestellt
wird. Eine geeignete Menge des wasserlöslichen flüchtigen organischen Lösungsmittels
als Komponente (g) in der polymerisierbaren Zusammensetzung der
Dentalklebstoffzusammensetzung ist 0,1 bis 35 Gew.-%. Wenn die Menge
des wasserlöslichen
flüchtigen
organischen Lösungsmittels
als Komponente (g) kleiner als 0,1 Gew.-% ist, werden die vorstehend
beschriebenen Effekte nicht erhalten, wohingegen dann, wenn die
Menge 35 Gew.-% übersteigt,
die Hafteigenschaften an der Zahnstruktur vermindert werden.
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Um
die Klebegrenzfläche
und die Klebeschicht besser zu verstärken, wodurch die Dentinalhafteigenschaften
verstärkt
werden, ist es erforderlich, dass in die erfindungsgemäße Dentalklebstoffzusammensetzung ein
Photopolymerisationsinitiator (e) einbezogen wird. Wenn der Photopolymerisationsinitiator
als Komponente (e) weiter in die polymerisierbare Zusammensetzung
der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
einbezogen wird, wodurch eine Photopolymerisation bewirkt wird,
können
die Hafteigenschaften sehr gut bereitgestellt werden, und als Folge
davon wird es möglich,
eine Dentalklebstoffzusammensetzung des Einerpackungstyps zu erhalten.
Als Photopolymerisationsinitiator als Komponente (e), der in der
vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, können bekannte Photopolymerisationsinitiatoren
eingesetzt werden, die bisher für
Dentalzusammensetzungen verwendet worden sind. Beispiele dafür umfassen α-Diketonverbindungen, Ketalverbindungen,
Verbindungen auf Anthrachinonbasis, Verbindungen auf Thioxanthonbasis,
Verbindungen auf Benzoinalkyletherbasis, Verbindungen auf Acylphosphinoxidbasis
und Verbindungen auf α-Aminoketonbasis.
Spezielle Beispiele umfassen Campherchinon, Benzil, Diacetyl, Benzyldimethylketal,
Benzyldiethylketal, Benzyldi(2-methoxyethyl)ketal, 4,4'-Dimethylbenzyldimethylketal,
Anthrachinon, 1-Chloranthrachinon, 2-Chloranthrachinon, 1,2-Benzanthrachinon,
1-Hydroxyanthrachinon, 1-Methylanthrachinon, 2-Ethylanthrachinon,
1-Bromanthrachinon, Thioxanthon, 2-Isopropylthioxanthon, 2-Nitrothioxanthon,
2-Methylthioxanthon, 2,4-Dimethylthioxanthon,
2,4-Diisopropylthioxanthon, 2-Chlor-7-trifluormethylthioxanthon,
Thioxanthon-10,10-dioxid, Thioxanthon-10-oxid, Benzoinmethylether,
Benzoinethylether, Benzoinisopropylether, Benzoinisobutylether,
Benzophenon, Bis(4-dimethylaminophenyl)keton, 4,4'-Bisdiethylaminobenzophenon, 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid,
2,6-Dimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid,
2,6-Dimethoxybenzoyldiphenylphosphinoxid, Bis(2,4,6-trimethylbenzoyl)phenylphosphinoxid
und 2-Methyl-1-[4-(methylthio)phenyl]-2-morpholinopropan-1-on. Diese Photopolymerisationsinitiatoren
können
entweder einzeln oder in einem Gemisch von zwei oder mehr davon
verwendet werden. Von diesen Photopolymerisationsinitiatoren sind
Campherchinon und 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenyl phosphinoxid besonders
bevorzugt. Der Photopolymerisationsinitiator als Komponente (e)
muss in einer Menge von 0,1 bis 5,0 Gewichtsteilen bezogen auf 100
Gewichtsteile der polymerisierbaren Zusammensetzung zugemischt werden.
Wenn die Menge des Photopolymerisationsinitiators als Komponente
(e) weniger als 0,1 Gewichtsteile beträgt, können die Effekte als Photopolymerisationsinitiator
nicht bereitgestellt werden. Wenn die Menge andererseits 5,0 Gewichtsteile übersteigt, können die
Effekte als Photopolymerisationsinitiator nicht weiter verbessert
werden. Darüber
hinaus kann gegebenenfalls in Kombination ein Photopolymerisationsbeschleuniger
verwendet werden. Als Photopolymerisationsbeschleuniger sind ein
tertiäres
aromatisches Amin, ein tertiäres
aliphatisches Amin und dergleichen effektiv. Spezielle Beispiele
für den
Photopolymerisationsbeschleuniger, die verwendet werden können, umfassen
N,N-Dimethyl-p-toluidin, N,N-Diethyl-p-toluidin, N,N-Dimethylanilin,
N,N-Bis(2-hydroxyethyl)-p-toluidin, N,N-Dimethylaminoethylmethacrylat,
Triethanolamin, Methyl-4-dimethylaminobenzoat,
Ethyl-4-dimethylaminobenzoat, Isoamyl-4-dimethylaminobenzoat, Triethylamin,
N-Ethyldiethanolamin und Triethanolamin. Selbstverständlich können diese
Photopolymerisationsbeschleuniger entweder einzeln oder in einem
Gemisch von zwei oder mehr davon verwendet werden.
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Um
die Klebeschicht in innigen Kontakt mit der Zahnoberfläche zu bringen
und die starken Dentinalhafteigenschaften zu verbessern, wird die
polymerisierbare Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Dentalklebstoffzusammensetzung
mit einer vorgegebenen Menge eines Viskositätsmodifizierungsmittels (f)
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm gemischt.
Wenn das Viskositätsmodifizierungsmittel
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm als Komponente
(f) zugemischt wird, führt dies
zu Effekten, die derart sind, dass die Viskosität, mit der die Steuerung der
Beschichtungseigenschaften, der Fluidität der Dentalklebstoffzusammensetzung
und der Dicke der Klebeschicht erfindungsgemäß stark beeinflusst werden,
eingestellt wird, und dass der innige Kontakt mit einem Compositharz
verbessert werden kann, wodurch der Füllvorgang des Compositharzes
leicht durchgeführt
werden kann. Wenn die erfindungsgemäße Dentalklebstoffzusammensetzung
in einem emulgierten Zustand bereitgestellt wird, ist es möglich, die Emulgierung
durch Zumischen des Viskositätsmodifizierungsmittels
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm als Komponente
(f) stabiler zu machen. Als Viskositätsmodifizierungsmittel mit
einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm als Komponente
(f) können
ultrafeine anorganische Füllstoffe
wie z.B. Aerosil-Siliciumdioxid, Aluminiumoxid und Titandioxid eingesetzt
werden. Gegebenenfalls können
ein Siliciumdioxidglaspulver, ein Bariumglaspulver und dergleichen
verwendet werden. Diese Viskositätsmodifizierungsmittel
können
auch zur Verwendung nach einer Silanhaftvermittlerbehandlung bereitgestellt werden.
In diesem Fall kann jedoch ein Glaspulver, das eine Reaktivität mit einer
Säure auf weist,
wie z.B. ein Fluoraluminosilicatglas, nicht verwendet werden, da
es mit dem Phosphorsäuregruppe-enthaltenden
polymerisierbaren Monomer als Komponente (a) oder dem polymerisierbaren
Monomer, das eine Vielzahl von Carboxylgruppen in einem Molekül enthält oder
welches rasch mit Wasser reaktiv ist, um eine Vielzahl von Carboxylgruppen
in einem Molekül
zu erzeugen, als Komponente (b) reaktiv ist.
-
Die
Mischmenge des Viskositätsmodifizierungsmittels
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm als Komponente
(f) variiert abhängig
von der durchschnittlichen Teilchengröße und den Oberflächeneigenschaften
des ultrafeinen anorganischen Füllstoffs
stark und kann somit nicht eindeutig definiert werden. Folglich
wird das Viskositätsmodifizierungsmittel
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm als Komponente
(f) in der Dentalklebstoffzusammensetzung zusammen mit der polymerisierbaren Zusammensetzung
derart gemischt, dass die Viskosität der gesamten Dentalklebstoffzusammensetzung
0,1 bis 1 Pa · s
beträgt.
Wenn die Viskosität
der Dentalklebstoffzusammensetzung weniger als 0,1 Pa · s beträgt, ist
die Viskosität
der Dentalklebstoffzusammensetzung niedrig, die Bearbeitbarkeit
der Klebung ist schlecht und die Festigkeit der Klebeschicht kann
durch das Viskositätsmodifizierungsmittel
nicht erhalten werden, so dass die Dentinalhafteigenschaften verschlechtert
werden. Wenn die Viskosität
der Dentalklebstoffzusammensetzung 1 Pa · s übersteigt, ist die Dentinpermeabilität der Dentalklebstoffzusammensetzung
schlecht, so dass die Dentinalhafteigenschaften verschlechtert werden.
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Ferner
kann die erfindungsgemäße Dentalklebstoffzusammensetzung
selbstverständlich
gegebenenfalls mit Spurenmengen eines UV-Lichtabsorptionsmittels,
eines Farbmittels, eines Polymerisationsinhibitors, usw., gemischt
werden.
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Die
erfindungsgemäße Dentalklebstoffzusammensetzung
wird nachstehend spezifisch unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele
beschrieben, jedoch sollte beachtet werden, dass die vorliegende
Erfindung nicht darauf beschränkt
ist.
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Beispiele 1 bis 6 und
Vergleichsbeispiele 1 bis 4
-
Jede
der Komponenten (a) bis (d) sowie die Komponenten (f) und (g) wurden
in dem in der Tabelle 1 gezeigten Mischungsverhältnis gemischt, um eine Dentalklebstoffzusammensetzung
des Einerpackungstyps herzustellen. Unter Verwendung dieser Dentalklebstoffzusammensetzung
wurden die Dentinalhaftfestigkeit, die Viskosität der Dentalklebstoffzusammensetzung
bzw. die Löslichkeit
von Wasser bei 25°C
in dem Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomer gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind
in der Tabelle 4 zusammenge fasst und gezeigt. Dabei ist die Menge
des Viskositätsmodifizierungsmittels
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,01 bis 0,05 μm als Komponente
(f) bezogen auf 100 Gewichtsteile der polymerisierbaren Zusammensetzung
gezeigt. Ferner wurden Campherchinon und Isoamyl-4-dimethylaminobenzoat
als Photopolymerisationsinitiator und der Photopolymerisationsbeschleuniger
als Komponente (e) in einer Menge von 0,5 Gewichtsteilen bzw. 1,0
Gewichtsteil bezogen auf 100 Gewichtsteile der polymerisierbaren
Zusammensetzung zugemischt.
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Dentinalhaftfestigkeit
-
- 1. Die Oberflächen frischer Rindervorderzähne wurden
mit einem wasserfesten Polierpapier #600 unter fließendem Wasser
poliert, so dass fünf
Zahnschmelzoberflächen
und 5 Dentinoberflächen
freigelegt wurden.
- 2. Jede der polierten Dentinoberflächen oder Zahnschmelzoberflächen wurde
mit einem aus einem Fluorkohlenstoffharz hergestellten Band, das
mit einem Loch mit einem Durchmesser von 2,5 mm ausgestattet war,
maskiert, wodurch ein Klebeoberflächenbereich definiert wurde.
Auf der definierten Klebeoberfläche wurde
die Dentalklebstoffzusammensetzung jedes der Beispiele und Vergleichsbeispiele
ohne Durchführung
einer Ätz-
und Haftvermittlerbehandlung aufgebracht, 20 s stehengelassen und
dann mit Luft mit mittlerem Druck getrocknet, worauf unter Verwendung
eines Dentalbestrahlers für
sichtbares Licht (Produktname: GC New Light VLII, von GC Corporation
hergestellt) 10 s mit Licht bestrahlt wurde.
- 3. Eine aus einem Siliconkautschuk hergestellte Form mit einer
Höhe von
2,0 mm, die mit einem Loch mit einem Innendurchmesser von 5,0 mm
ausgestattet war, wurde auf der Klebeoberfläche angeordnet, und ein Compositharz
des Photopolymerisationstyps (Produktname: UniFil S, von GC Corporation
hergestellt) wurde in die Form eingebracht. Danach wurde das eingebrachte
Harz unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Dentalbestrahlers
für sichtbares
Licht durch Bestrahlen mit Licht für 40 s gehärtet. Die Testprobe wurde einen
Tag in Wasser bei 37°C
eingetaucht und dann wurde ein aus einem Acrylharz hergestellter
Zugstab in einem oberen Abschnitt der Testprobe angebracht. Danach
wurde die Testprobe mit einem Universaltestgerät (Produktname: Autograph,
von Shimadzu Corporation hergestellt) bei einer Kreuzkopfgeschwindigkeit
von 1,0 mm/min einem Zugtest unterworfen.
-
Viskosität der Dentalklebstoffzusammensetzung
-
Die
Viskosität
der gemischten Dentalklebstoffzusammensetzung wurde mit eine Viskosimeter
(Produktname: MODEL DV-III, von Brookfield Engineering Laboratories
hergestellt) gemessen. Die Messbedingungen waren wie folgt: Spindel:
SC4-14, Temperatur: 23°C,
Schergeschwindigkeit: 1/60 s.
-
Löslichkeit
von Wasser in dem Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomer
-
Zehn
Gramm des Gemischs der Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomere, die in jedem der Beispiele und Vergleichsbeispiele
verwendet worden sind, wurden in ein Reagenzglas eingebracht und
eine geringe Menge destilliertes Wasser wurde nach und nach bei
25°C zugegeben.
Nach 1 min Rühren
wurde visuell festgestellt, ob die Lösung klar war oder nicht. Die
Wasserkonzentration zu dem Zeitpunkt, an dem die Lösung klar
geworden ist, wurde berechnet und als Löslichkeit von Wasser in dem
Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomer definiert.
-
-
Anmerkung:
- MDP
- 10-Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat
- 4-MET
- 4-Methacryloxyethyltrimellithsäure
- HEMA
- 2-Hydroxyethylmethacrylat
- GDMA
- 2-Hydroxy-1,3-dimethacryloyloxypropan
- TEGDMA
- Triethylenglycoldimethacrylat
- UDMA
- Di-2-methacryloxyethyl-2,2,4-trimethylhexamethylendicarbamat
- EtOH
- Ethanol
- OX50
- Aerosil OX50 (von
Nippon Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- A50
- Aerosil 50 (von Nippon
Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- A200
- Aerosil 200 (von Nippon
Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- A380
- Aerosil 380 (von Nippon
Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- R972
- Aerosil R972 (von
Nippon Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- COK84
- Aerosil COK84 (von
Nippon Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
-
Verglichen
mit den Dentalklebstoffzusammensetzungen der erfindungsgemäßen Beispiele
1 bis 6 zeigten diejenigen der Vergleichsbeispiele 1 bis 4 niedrige
Werte der Haftfestigkeit an Zahnschmelz und der Haftfestigkeit an
Dentin. Diese Vergleichsbeispiele 1 bis 4 sind Beispiele, bei denen
das Viskositätsmodifizierungsmittel
nicht wie in den Beispielen 1 bis 4 zugemischt worden ist, oder
nur eine kleine Menge des Viskositätsmodifizierungsmittels zugemischt
worden ist. Jede der Dentalklebstoffzusammensetzungen der Vergleichsbeispiele
1 bis 4 hatte eine Viskosität
von weniger als 0,1 Pa · s.
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Beispiele 7 bis 12 und
Vergleichsbeispiele 5 bis 7
-
Unter
Verwendung von Dentalklebstoffzusammensetzungen, die jeweils das
in der Tabelle 2 gezeigte Mischungsverhältnis aufwiesen, wurden verschiedene
Tests in der gleichen Testweise wie im Beispiel 1 durchgeführt. Die
erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 4 zusammengefasst und
gezeigt. Dabei sind die Art und die Mischmenge des Photopolymerisationsinitiators
und des Photopolymerisationsbeschleunigers mit denjenigen des Beispiels
1 identisch.
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Anmerkung:
- MDP
- 10-Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat
- PhenylP
- 2-Methacryloyloxyethylphenylhydrogenphosphat
- PM21
- Bis[5-{2-(meth)acryloyloxyethoxycarbonyl}heptyl]hydrogenphosphat
- PM2
- 2-Methacryloyloxyethyldihydrogenphosphat
- 4-MET
- 4-Methacryloxyethyltrimellithsäure
- HEMA
- 2-Hydroxyethylmethacrylat
- GDMA
- 2-Hydroxy-1,3-dimethacryloyloxypropan
- TEGDMA
- Triethylenglycoldimethacrylat
- UDMA
- Di-2-methacryloxyethyl-2,2,4-trimethylhexamethylendicarbamat
- EtOH
- Ethanol
- A50
- Aerosil 50 (von Nippon
Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- COK84
- Aerosil COK84 (von
Nippon Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
-
Verglichen
mit den Dentalklebstoffzusammensetzungen der erfindungsgemäßen Beispiele
7 bis 12 zeigten diejenigen der Vergleichsbeispiele 5 bis 7 niedrige
Werte der Haftfestigkeit an Zahnschmelz und an Dentin und waren
bezüglich
der Langzeitstabilität
innerhalb einer Mundhöhle
problematisch, da die Mischmenge von 2-Hydroxyethylmethacrylat als
hydrophiles Monomer groß ist
und die Löslichkeit
von Wasser bei 25°C in
dem Säuregruppe-freien
polymerisierbaren Monomer 25 Gew.-% übersteigt.
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Beispiele 13 bis 17 und
Vergleichsbeispiele 8 bis 11
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Unter
Verwendung von Dentalklebstoffzusammensetzungen, die jeweils das
in der Tabelle 3 gezeigte Mischungsverhältnis aufwiesen, wurden verschiedene
Tests in der gleichen Testweise wie im Beispiel 1 durchgeführt. Die
erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 4 zusammengefasst und
gezeigt. Dabei wurden Campherchinon und 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid
als Photopolymerisationsinitiator in einer Menge von 0,5 Gewichtsteilen
bzw. 2,0 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der polymerisierbaren
Zusammensetzung zugemischt.
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Anmerkung:
- MDP
- 10-Methacryloyloxydecyldihydrogenphosphat
- 4-MET
- 4-Methacryloxyethyltrimellithsäure
- HEMA
- 2-Hydroxyethylmethacrylat
- GDMA
- 2-Hydroxy-1,3-dimethacryloyloxypropan
- TEGDMA
- Triethylenglycoldimethacrylat
- UDMA
- Di-2-methacryloxyethyl-2,2,4-trimethylhexamethylendicarbamat
- EtOH
- Ethanol
- A50
- Aerosil 50 (von Nippon
Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- A200
- Aerosil 200 (von Nippon
Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
- R972
- Aerosil R972 (von
Nippon Aerosil Co., Ltd. hergestellt)
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Die
Dentalklebstoffzusammensetzungen der erfindungsgemäßen Beispiele
13 bis 17 zeigten sehr gute Hafteigenschaften an Zahnschmelz und
an Dentin und eine überlegene
Haftfestigkeit. Andererseits wiesen die Dentalklebstoffzusammensetzungen
der Vergleichsbeispiele 8 bis 11 aufgrund eines Mangels einer der Komponenten
(a), (b) und (c) von den Komponenten (a), (b), (c) und (d), welche
die Dentalklebstoffzusammensetzung bilden, eine niedrige Haftfestigkeit
an einer Zahnstruktur auf.
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Vergleichsbeispiel 12
-
Eine
herkömmliche
Dentalklebstoffzusammensetzung (Produktname: UniFil Bond, von GC
Corporation hergestellt) wurde bezüglich der Haftfestigkeit an
Zahnschmelz und der Haftfestigkeit an Dentin getestet. Dieses „UniFil
Bond" ist eine Dentalklebstoffzusammensetzung
des zweistufigen Typs, die aus einem selbstätzenden Haftvermittler und
einem Bindemittel zusammengesetzt ist. Der Test bezüglich der
Haftfestigkeit wurde in der folgenden Weise durchgeführt. Jede
der polierten Dentinoberflächen
oder Zahnschmelzoberflächen
wurde mit einem aus einem Fluorkohlenstoffharz hergestellten Band,
das mit einem Loch mit einem Durchmesser von 2,5 mm ausgestattet
war, maskiert, wodurch ein Klebeoberflächenbereich definiert wurde. Auf
der definierten Klebeoberfläche
wurde der selbstätzende
Haftvermittler aufgebracht und mit Luft mit niedrigem Druck getrocknet
und dann wurde das Bindemittel aufgebracht, worauf unter Verwendung
eines Dentalbestrahlers für
sichtbares Licht (Produktname: GC New Light VLII, von GC Corporation
hergestellt) 10 s mit Licht bestrahlt wurde. Danach wurden die Vorgänge 3 und
4 des vorstehend beschriebenen Dentinalhaftfestigkeitstests durchgeführt, wodurch
der Test bezüglich
der Haftfestigkeit an einer Zahnstruktur durchgeführt wurde.
Wie es vorstehend beschrieben worden ist, waren in diesem Ver gleichsbeispiel
der Aufbringvorgang für
den selbstätzenden
Haftvermittler und der Trocknungsvorgang durch Luft mit niedrigem
Druck erforderlich.
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Wie
es vorstehend detailliert beschrieben worden ist, ist die erfindungsgemäße Dentalklebstoffzusammensetzung
eine Dentalklebstoffzusammensetzung, die zum Kleben eines Dentalrestaurationsmaterials
an eine Zahnstruktur verwendet wird, die keine Vorbehandlung wie
z.B. eine Ätzbehandlung
und eine Haftvermittlerbehandlung erfordert, die in einem Schritt
verwendet werden kann, der nur aus einem Klebevorgang durch eine
Bindemittelaufbringungsbehandlung besteht, die zum Zeitpunkt des
Gebrauchs kein Mischen von zwei oder mehr Komponenten erfordert
und die innerhalb einer Mundhöhle über einen
langen Zeitraum eine hohe Haftfestigkeit aufrechterhalten kann.