DE601669C - Verfahren zur spaltenden Druckhydrierung organischer Stoffe - Google Patents

Verfahren zur spaltenden Druckhydrierung organischer Stoffe

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DE601669C
DE601669C DEG70920D DEG0070920D DE601669C DE 601669 C DE601669 C DE 601669C DE G70920 D DEG70920 D DE G70920D DE G0070920 D DEG0070920 D DE G0070920D DE 601669 C DE601669 C DE 601669C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/06Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by destructive hydrogenation

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Description

  • Verfahren zur spaltenden Druckhydrierung organischer Stoffe Bei der- -spaltenden Druckhydrierung organischer Substanzen ist es erwünscht, bei einer möglichst hohen Reaktionstemperatur zu arbeiten, um das Molekül weitgehend zu lockern und dadurch die Anlagerung von Wasserstoff zu erleichtern.
  • Da nun der Lockerungspunkt nahe bei dem Totalzersetzüngspunkt liegt, ergibt sich der übelstand, daß leicht ein vollständiger Abbau bis zum Kohlenstoff eintritt, der als solcher einmal nicht verwertbar ist und des weiteren als fester Rückstand den Gang des Verfahrens außerordentlich erschwert und durch Substanzverlust die Wirtschaftlichkeit erheblich verringert.
  • Es wurde nun gefunden, daß die spaltende Druckhydrierung bei einer Temperatur oberhalb dieses ursprünglichen Zersetzungspunktes stattfinden kann, wenn die Wandungen der Reaktionsgefäße bzw. im Reaktionsgefäß befindliche metallene Füllkörper, Auskleidungen u. dgl. durch basisch reagierende Stoffe, allein oder im Gemisch mit anderen Stoffen, aktiviert werden. Die Aktivität der Reaktionsgefäße hält lange Zeit hindurch an, ohne wesentlich an Wirksamkeit zu verlieren.
  • Während man beispielsweise bei der spaltenden Hydrierung von z. B. Kohle m einem Autoklaven, der mit alkalischen Stoffen nicht in Berührung gekommen ist, schon bei 45o° etwa 40 % verkoktes Material erhält, kann in einem Autoklaven, der vorher mit z. B. Ätzkali behandelt worden ist, ohne Verkoken die Temperatur auf 46o° und höher gesteigert werden.
  • An Ölen, bis 33o° siedend, erhält man im unaktivierten Autoklaven 29 9/o, während man unter genau den gleichen Bedingungen im mit Alkali aktivierten Autoklaven 38 % öle, bis 330° siedend, erhält. -Das gleiche gilt bei der spaltenden Hydrierung von anderen Stoffen mit relativ niedrigem Totalzersetzungspunkt.
  • Beispiele Ein rotierender Autoklav wurde mit - Natronlauge halb gefüllt, geschlossen und .unter Drehen .erwärmt. Nach- dem öffnen- wurde der Autoklav mit heißem Wasser derart gründlich ausgespült, daß das auslaufende Wasser neutrale Reaktionen besaß.
  • In dem so aktivierten Autoklaven - wurde unter folgenden Bedingungen gearbeitet: Ausgangsmaterial Lohberg, Gasflammkohle 2309, 9o g Pasteöl, Anfangswasserstoffdruck I25 Atm., 2 Stunden Anheizdauer; 2 Stunden wurde die Höchsttemperatur eingehalten. Bei einer Reaktionshöchsttemperatur von.45o° ergab sich ein Ausbwß, der 89 % der angewendeten Menge betrug. Bei der Destillation ergaben sich, berechnet auf das Ausgangsmaterial, 14,4 o/o bis 23o° und 16,2 % bis 33o° siedende öle.
  • Die Temperatur wurde in einem weiteren Versuch auf 46o° gesteigert und sonst unter den gleichen Bedingungen gearbeitet. Es ergab sich- ein- Ausguß, der 89 % betrug und der nicht die geringsten Koksanteile aufwies. Bei der Destillation ergaben sich, berechnet auf das Ausgangsmaterial, 15,6 % bis 23o° und 16,6 % bis 33o° siedende Öle.
  • Ähnlich günstige Resultate ergaben sich bei Aktivierung des Autoklaven mit anderen alkalisch wirkenden Stoffen, wie z. B. Natriumcarbonat, Aluminiumoxyd zusammen mit Kalilauge und anderen Stoffen.
  • Die Resultate .waren ungefähr die gleichen, auch wenn zusammen mit der Aktivierung -die hydrierende Spaltung vorgenommen wurde. In diesem Falle ist es allerdings notwendig, die Aktivierungsoperation ungefähr drei- und mehrmal zu wiederholen.
  • In jedem Falle bleibt die Aktivität des Autoklaven erhalten, und es kann ohne weitere Zusätze gearbeitet werden, . wobei der Erfolg für eine Dauer von fünf bis zehn und mehr Chargen der gleiche bleibt.
  • Abgesehen von der Mehrausbeute an den wertvollen niedrigsiedenden Stoffen tritt als besonders günstig der Umstand ein, daß die Reaktionstemperatur erhöht werden kann, ohne Koksbildung und Koksabscheidung befürchten zu müssen.
  • Wird nämlich unter den gleichen Bedingungen mit einem Autoklaven gearbeitet, der nicht aktiviert ist, so wird unter den,gleichen Bedingungen bei einer Reaktionstemperatur von q.q.o° ein Ausguß erhalten in der :Menge von 9o % der angewandten Paste. Bei der Destillation wird erhalten, in Prozenten des Ausgangsmaterials berechnet, 13,5 % bis 23o°, 17,7 % bis 33o° siedende Öle.
  • Wird die Temperatur in einem weiteren Versuch auf q.50° gesteigert, so tritt schon bei dieser Temperatur eine beträchtliche Verkokung ein. Es wurde erhalten ein Ausguß in der Menge von .9 r,9 %, der 40 % Koks enthielt. Bei. der Destillation ergaben sich, berechnet auf die angewendete Paste, 12,8 % bis 23o° und 13,9 % bis 33o° siedende Öle.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, beider spaltenden Druckhydrierung basische Katalysatoren bzw. Zusatzstoffe anzuwenden. Die Verwendung derartiger Katalysatoren ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung, sondern Gegenstand der Erfindung ist ein Aktiviererr der Reaktionsgefäße. Diese Reaktionsgefäße sollen also vor der Reaktion mit basischen Stoffen aktiviert werden, so daß dann die eigentliche Reaktion ohne Zusatz von basischen Stoffen vor sich geht.
  • Wird diskontinuierlich gearbeitet, so kann auch die Aktivierung gleichzeitig mit der Behandlung der ersten Charge vorgenommen werden; immer aber wird dann, wenn die Apparatur aktiviert ist, ohne Zusatz von basischen Stoffen gearbeitet.
  • Das gleiche ,gilt für das kontinuierliche Verfahren. Dort wird entweder vor Beginn des Arbeitens mit dem zu behandelnden Ausga4gsmaterial die Apparatur aktiviert und,das Ausgangsmaterial dann ohne Zusatz von basischen Stoffen eingebracht, oder es kann auch hier zunächst gleichzeitig mit der eigentlichen Reaktion im Anfang die Aktivierung vor sich gehen und später, wenn die Aktivierung der Reaktionsgefäße durchgeführt ist, ohne Zusatz von basischen Stoffen gearbeitet werden.
  • Da die Aktivität immerhin im Laufe der Zeit etwas nachläßt, ist von Zeit zu Zeit eine Reaktivierung durchzuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur spaltenden Druckhydrierung organischer Stoffe unter solchen Druck- und Temperaturbedingungen, bei denen normalerweise eine Koksbildung eintritt, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsgefäße durch basisch wirkende gasförmige, flüssige oder feste Stoffe allein oder im Gemisch mit anderen aktiviert werden, d. h. daß mit diesen Stoffen die Reaktionsgefäße entweder vor der Reaktion behandelt werden oder daß diese Stoffe nur im Anfang der Reaktion zugesetzt werden und anschließend die Umwandlung der -weiteren Rohstoffmengen in Abwesenheit basischer Stoffe durchgeführt wird.
DEG70920D 1927-08-02 1927-08-02 Verfahren zur spaltenden Druckhydrierung organischer Stoffe Expired DE601669C (de)

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