DE60106C - Pergamentirverfahren - Google Patents

Pergamentirverfahren

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DE60106C
DE60106C DENDAT60106D DE60106DA DE60106C DE 60106 C DE60106 C DE 60106C DE NDAT60106 D DENDAT60106 D DE NDAT60106D DE 60106D A DE60106D A DE 60106DA DE 60106 C DE60106 C DE 60106C
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Germany
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parchment
paper
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60106D
Other languages
English (en)
Original Assignee
TH. CHRISTY in London, Lime Street
Publication of DE60106C publication Critical patent/DE60106C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/03Non-macromolecular organic compounds
    • D21H17/05Non-macromolecular organic compounds containing elements other than carbon and hydrogen only
    • D21H17/06Alcohols; Phenols; Ethers; Aldehydes; Ketones; Acetals; Ketals
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/20Macromolecular organic compounds
    • D21H17/21Macromolecular organic compounds of natural origin; Derivatives thereof
    • D21H17/24Polysaccharides
    • D21H17/28Starch

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE SB: Papierfabrikation.
THOMAS CHRISTY in LONDON. Pergamentirverfahren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Mai 1891 ab.
Bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung wird Stärke oder eine stärkeartige Masse mit Glycerin vermengt und in, kaustischem Ammoniak theilweise gelöst. Dieser Mischung wird dann chromirter thierischer Leim zugefügt, und nachdem die Stoffe gründlich mit einander gebunden sind, wird die Mischung mit einem reducirenden Mittel,' wie schwefligsaures Ammoniak (Ammoniumsulfit), behandelt.
Die einzelnen Stoffe können in sehr verschiedenen Verhältnissen benutzt werden, und die zu pergamentirenden Gegenstände werden mit der Mischung mehr oder weniger getränkt, je nach dem herzustellenden Gegenstand, und dann in der Hitze getrocknet.
Zur Herstellung von Pergamentpapier ist z. B. die folgende Mischung am vortheilhaftesten: '
Es werden 50 Gewichtstheile Stärke oder Mehl mit 50 Gewichtstheilen Glycerin vermengt, dann 20 bis 25 Theile kaustisches Ammoniak hinzugefügt und diese Mischung wird eine halbe Stunde oder länger ruhen . gelassen. Hierauf werden 50 Gewichtstheile thierischer Leim in Wasser aufgelöst und der Stärkemischung hinzugefügt, die dann bis zum Siedepunkt etwa eine halbe Stunde lang unter stetem Rühren erhitzt wird. Etwa- 6 bis 8 Theile doppeltchromsaures Kali werden dann hinzugefügt, und zwar in wässriger Lösung, und die Lösung mit Ammoniak vollständig neutralisirt. Die Temperatur der gesammten Mischung wird dann bis zu ungefähr 6p bis 700C. oder darunter vermindert und etwa 8 bis 10 Theile schwefligsaures Ammoniak der Mischung beigemengt.
Gewöhnliches Pergamentpapier wird am vortheilhaftesten gleich auf der Papiermaschine fertig hergestellt, indem die Lage Papier oder der frische Papierbogen durch eine Bütte geleitet wird, welche die beschriebene klebrige Flüssigkeit enthält; die überflüssige Lösung wird vermittelst Walzen von dem Papierbogen abgeprefst und das getränkte Papier über die Trockencylinder geführt.
Selbstverständlich kann die klebrige Pergamentirflüssigkeit in verschiedenen Graden mit Wasser verdünnt sein, je nachdem der zu pergamentirende Gegenstand sehwäch oder stark behandelt werden soll. Auch können die Verhältnisse aller Bestandteile verändert werden; so z. B. kann man mehr oder weniger von dem stärkeartigen Stoff benutzen. Betreffs der Chemikalien diene hier als Regel, dafs je gröfser das Verhältnifs des Chromsalzes ist, desto unlöslicher wird gewöhnlich das Product, aber auch meistens desto dunkler in der Farbe. Je gröfser das Verhältnifs des reducirenden Mittels (Ammoniumsulfit), desto weniger gefärbt und schneller unlöslich wird das Product.
Die Bestandtheile wechseln in' ihrer Natur, und ist es deshalb kaum möglich, die Verhältnisse ganz genau festzustellen, weshalb die Chemikalien gewöhnlich im Ueberschufs benutzt werden.
Es ist natürlich nothwendig, dafs der zu pergamentirende Gegenstand die nöthige Poro-
sität besitzt, um die Flüssigkeit aufzunehmen; aus diesem Grunde wird Papier zweckmä'fsig ungeleimt benutzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: '
    Ein Pergamentirverfahren zur Herstellung
    ■von Pergamentpapier und anderen pergamentirten Artikeln, bestehend in der Behandlung der zu pergamentirenden Gegenstände mit einer chromirten klebrigen Flüssigkeit, welche mittelst eines reducirenden Mittels, wie Ammoniumsulfit, die Eigenschaft erhält, nach dem Trocknen unter Einflufs von Hitze unlöslich und mehr oder weniger farblos zu werden.
DENDAT60106D Pergamentirverfahren Expired - Lifetime DE60106C (de)

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