DE78731C - Verfahren zum Färben von feingemahlenem Glimmer - Google Patents
Verfahren zum Färben von feingemahlenem GlimmerInfo
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- DE78731C DE78731C DENDAT78731D DE78731DA DE78731C DE 78731 C DE78731 C DE 78731C DE NDAT78731 D DENDAT78731 D DE NDAT78731D DE 78731D A DE78731D A DE 78731DA DE 78731 C DE78731 C DE 78731C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/40—Compounds of aluminium
- C09C1/405—Compounds of aluminium containing combined silica, e.g. mica
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
- Coloring (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in NEW-YORK.
Die Erfindung bezweckt die Färbung der Oberflächen von pulverisirten Mineralien, wie
z. B. von gemahlenem Glimmer, mittelst Pflanzenfarbstoffen, Anilinfarben oder anderen
geeigneten löslichen Farbstoffen, so dafs die Färbung dem Waschen mit kaltem und kochendem
Wasser, verdünnten Säuren und schwachen Alkalien widersteht.
Die Ausführung der Erfindung stützt sich auf die in -der Färberei und Druckerei von
Textilfasern wohlbekannten Methoden der Animalisirung, wobei der Farbstoff mit albuminartigen
Körpen und anderen Beizen, wie Thonerde,
Zinnoxyd, Stärke u. s. w., unlösliche Verbindungen auf der Oberfläche oder den dieser zunächst liegenden mineralischen Theilen
bildet.
Es ist wohlbekannt, dafs sehr fein vertheilte, amorphe oder gelatinöse Körper, wie Schwefel,
Kieselsäure, Thonerde, Zinnoxyd, Stärke u. s. w., Farbstofflösungen entfärben, d. h. Farbstoffe
auf der Oberfläche ihrer kleinsten Partikelchen niederschlagen und sich mit denselben verbinden,
sich färben. Eine ausschliefsliche Anwendung solcher Körper zum Zweck der Beizung
von Glimmer liefert aber keine solide Färbung und zerstört den Glanz desselben.
Durch Combination sogenannter animalisirender Körper, wie Albumin, Case'in u. s. w.,
mit den obigen Beizmitteln und den erforderlichen Farbstoffen dagegen wird es ermöglicht,
den feingemahlenen Glimmer oder ähnliche geeignete Mineralien waschecht zu färben, ohne
deren Oberflächenglanz zu stören.
Man erhält so ein neues Decorationsmittel, das beim Druck von Tapeten oder beim lithographischen
Druck u. s. w. geeignet ist, die Stelle der Bronzepulver und Brocate ganz oder theilweise zu vertreten.
i. Der fein vertheilte und gut gewaschene Glimmer wird mit einer sehr verdünnten Eiweifslösung
behandelt, getrocknet und in einem geeigneten Apparat der Wirkung von Wasserdampf
von etwas über ioo° C. ausgesetzt. Der Glimmer wird sowohl während des Trocknens
als während des Dämpfens in steter Bewegung gehalten, theils um ein Zusammenkleben
der einzelnen Partikelchen zu verhindern, theils um die gleichmäfsige Wirkung des
Dampfes auf die gesammte Oberfläche zu erzielen.
Nach dieser Behandlung, durch welche eine dünne Schicht coagulirten Eiweifses auf der
Oberfläche des Glimmers niedergeschlagen wird, bringt man denselben in ein mit den geeigneten
Anilin- oder Pflanzenfarbstoffen versetztes kaltes oder ..warmes Farbbad, wobei sich die
ersteren sofort waschecht befestigen, während man bei den Pflanzenfarbstoffen geringe Mengen
von neutralen Thonerde-, Zinnoxydul-, Zinnoxyd- oder anderen beizenden Salzlösungen
zugiebt. Das gefärbte Product wird mit kaltem oder heifsem Wasser gut ausgewaschen und
schliefslich getrocknet.
Die Coagulation des Albumins kann auch anstatt durch Wasserdampf in bekannter Weise
Claims (2)
- durch Essigsäuredämpfe, wässerige Essigsäure, Carbolsäure oder andere ähnliche Substanzen, oder durch Metallsalze erfolgen, liefert aber erfahrungsmäfsig keine so günstigen Resultate als die ersterwähnte Methode.
- 2. Man bringt den Glimmer in seine achtbis zehnfache Quantität Wasser von ungefähr 50 bis 70 ° C, setzt der Masse unter stetigem Umrühren eine ammoniakalische Case'inlösung, hierauf die entsprechende wässerige FarbstorT-lösung und zuletzt die Thonerde- oder Zinnbeize zu. Die Case'inlösung kann auch mit oder nach dem Farbstoff beigegeben werden.Das relative Verhältnifs zwischen den einzelnen Materialien mufs selbstverständlich durch Probefärbungen ermittelt werden und ändert sich bei jeder Färbung mit dem zu erzielenden Farbton. Eine 1 bis 2 pCt. des zur Anwendung gelangten Glimmers nicht übersteigende Quantität von Case'in erweist sich jedoch als eine geeignete Menge.
li'Dieses Product zeigt einen schönen Glanz bei reflectirtem, dagegen nicht bei direct auffallendem Licht.Um . einen ausgesprochenen metallischen Lüster bei auffallendem wie bei reflectirtem Licht zu erzielen, setzt man zu dem wie oben angegeben gefärbten, gut getrockneten Product ein glänzendes Metallpulver, wie z. B. Bronzefarben oder Brocat oder ähnlich metallisch reflectirende Körper, wie z. B. Musivgold (Schwefelzinn) u. s. w. in geeigneter Menge (etwa 20 bis 30 pCt. des Glimmergewichtes) zu. Ein selbstverständliches' Haupterfordernifs ist, dafs der Glimmer durch das Färben genau auf den Farbton der metallisch glänzenden Beimischung abgestimmt werde.Patent-Ansρruch:Verfahren zum Färben von feingemahlenem Glimmer, darin bestehend, dafs das Glimmer^ pulver durch Behandeln:a) mit einer Lösung von Eiweifs und nachfolgendes Fixiren desselben durch Wasserdampf oder mittelst Säuren, oderb) mit ammoniakalischer Case'inlösung und Metallsalzlösungenanimalisirt und dann mit löslichen Pflanzenoder Anilinfarben ausgefärbt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78731C true DE78731C (de) |
Family
ID=351433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78731D Expired - Lifetime DE78731C (de) | Verfahren zum Färben von feingemahlenem Glimmer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78731C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745732C (de) * | 1937-06-29 | 1944-03-24 | Helmut Siegert Dipl Ing | Verfahren zum Strecken metallischer Bronzepulver |
-
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- DE DENDAT78731D patent/DE78731C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745732C (de) * | 1937-06-29 | 1944-03-24 | Helmut Siegert Dipl Ing | Verfahren zum Strecken metallischer Bronzepulver |
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