DE600800C - Verfahren und Einrichtung zur Beruecksichtigung von durch verschiedenen Standort einer Messstelle und einer die gemessenen Werte empfangenden Stelle bedingten Parallaxenoder durch andere Ursachen bedingten Treffpunktsverlegungen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Beruecksichtigung von durch verschiedenen Standort einer Messstelle und einer die gemessenen Werte empfangenden Stelle bedingten Parallaxenoder durch andere Ursachen bedingten Treffpunktsverlegungen

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DE600800C
DE600800C DEG80975D DEG0080975D DE600800C DE 600800 C DE600800 C DE 600800C DE G80975 D DEG80975 D DE G80975D DE G0080975 D DEG0080975 D DE G0080975D DE 600800 C DE600800 C DE 600800C
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Hans Illauer
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Gesellschaft fuer Elektrische Apparate mbH
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G1/00Hand-manipulated computing devices
    • G06G1/14Hand-manipulated computing devices in which a straight or curved line has to be drawn from given points on one or more input scales to one or more points on a result scale
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/14Indirect aiming means
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G1/00Hand-manipulated computing devices
    • G06G1/16Hand-manipulated computing devices in which a straight or curved line has to be drawn through related points on one or more families of curves

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Berücksichtigung von durch verschiedenen Standort einer Meßstelle und einer die gemessenen Werte empfangenden Stelle bedingten Parallaxen oder durch andere Ursachen bedingten Treffpunktsverlegungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung für die Verbesserung von Meßwerten unter Berücksichtigung des verschiedenen Standortes einer Meßstelle und einer die Meßwerte empfangenden Stelle sowie die sonstigen beim Schießen auftretenden Ursachen (eigene und Gegnerfahrt, Wind, Drall usw.) einer Treffpunktsverlegung. Das Verfahren sowie die Einrichtung. sind anwendbar sowohl beim Schießen auf Ziele, die in der Höhe der Meßstelle und des Geschützes als auch solche, die in anderen Höhen darunter oder darüber liegen.
  • Die bekannten Methoden zur Bestimmung der Zielrichtung und der Zielentfernung, die beim Richten eines Geschützes oder anderen Gerätes, z. B. Scheinwerfer, Fernrohr u. dgl., zu berücksichtigen sind, bestehen darin, daß an einer meist örtlich getrennten Beobachtungsstelle Zielrichtung und Zielentfernung in bezug auf die Beobachtungsstelle gemessen und diese Werte unter Berücksichtigung von Größe und Richtung der Verbindungslinie von der Beobachtungsstelle nach dem Geschütz mit Hilfe mathematisch-trigonometrischer Gleichungen umgerechnet oder durch Machbildung der Größenverhältnisse die benötigten Werte ermittelt werden. Hierdurch werden im ersten Falle umfangreiche und deshalb teure Rechengetriebe, im zweiten Falle dagegen große Lineale und somit viel Raum benötigt.
  • Durch die Erfindung werden die Nachteile dieser bekannten Methoden und Einrichtungen zur Bestimmung der Richtwerte vermieden, und zwar dadurch, daß eine von Hand zu bedienende oder selbsttätige Einrichtung zur Bildung eines Quotienten aus der Entfernung Beobachtungsstelle-Ziel und dem Abstand Beobachtungsstelle-Geschütz vorgesehen ist.
  • Es wird dabei von der Tatsache Gebrauch gemacht, daß die absoluten Größen der Entfernung zwischen Beobachtungsstelle und Ziel sowie des Abstandes zwischen Beobachtungsstelle und Geschütz zur Bestimmung der Richtwinkel für das Geschütz nicht erforderlich sind, sondern nur der Quotient dieser Größen. Dieses Verfahren der Verwendung des Quotienten läßt sich sinngemäß außer bei der Berücksichtigung der Parallaxe auch noch bei der Berücksichtigung anderer Ursachen, die Meßwertänderungen zur Folge haben, benutzen. Ferner kann es mit gleichem Vorteil bei der Bestimmung der Richtwerte für im dreidimensionalen System (im Raum) liegenden Zielen verwandt werden.
  • An Hand der Zeichnungen werden der Erfindungsgedanke und Ausführungsbeispiele im folgenden beschrieben: Fig. z, q., 6 und 8 zeigen die geometrischen Grundlagen des neuen Verfahrens. Fig. 2 zeigt ein einfaches Ausführungsbeispiel einer nach diesem Verfahren arbeitenden Einrichtung zur Berücksichtigung der Parallaxe. .
  • Fig. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel für den gleichen Zweck, Fig.5 eine vollständige Einrichtung zur Ermittlung der Richtwerte unter Berücksichtigung der Parallaxe sowie der sonstigen Einflüsse, wie Wind, Drall, Luftdichte, Rohrbeschaffenheit usw.
  • Fig. 7 zeigt eine weitere Einrichtung, und zwar zur Bestimmung der Richtwerte für Luftziele.
  • In Fig. i ist mit B die Beobachtungsstelle, mit G das Gerät, welches die Richtwerte erhalten soll (also z. B. das Geschütz) und mit Z das Ziel bezeichnet. Die Strecke B-Z ist die gemessene Zielentfernung E, die Strecke B-G - a der ebenfalls durch Messung bekannte Abstand zwischen Beobachtungspunkt und Geschütz. Weiterhin ist der Winkel (p, den die Strecke E gegen eine feste Bezugsrichtung (z. B. die Nord-Süd-Richtung oder die Längsschiffsachse) bildet, durch Messung bekannt. Zu bestimmen wären also die Größe der Verbindungslinie G-Z-E' und der Winkel V, den diese gegen die gleiche Bezugsrichtung einschließt. Nimmt man an, daß sich das Ziel mit gleichbleibendem Abstand vom Punkt B bewegt, daß sich also nur der Wert #p nicht aber die Werte a und E ändern, so sind die zugehörigen Werte y und E' nur von der Größe des Verhältnisses und der Größe des Winkels (p abhängig.
  • Die Einrichtung zur Bestimmung von und E' besteht in der einfachsten Form im wesentlichen aus vier Kurventafeln M, N, 0 und P, über denen sich rechtwinklig kreuzende Lineale mittels Spindeln verstellbar sind. Die Spindel Z dient zur Einstellung des Lineals 2 auf die gemessene Entfernung E, die mit Hilfe einer gleichzeitig verstellten Skalenscheibe 3 und eines ortsfesten Zeigers q. ablesbar ist. In gleicher Weise läßt sich mittels einer Spindel 5 ein Lineal 6 in eine dem Wert a entsprechende Lage bringen, und dieser Wert ist auf einer Skalenscheibe 7 mittels eines ortsfesten Zeigers 8 ablesbar. Auf der Kurventafel 1f sind strahlenartig vom Nullpunkt der Einstellungen der Lineale 2 und 6 ausgehende gerade Linien aufgebracht, von denen jede einem bestimmten Quotienten entspricht.
  • Für die gleichen Werte von Q (in der Zeichnung bezeichnet mit Q1, 02 USW-) sind auf einer Tafel N Kurven aufgetragen, und zwar derart, daß alle Punkte einer Kurve einem bestimmten Verhältniswert zugeordnet sind. In ähnlicher Weise wie die Kurventafel !1I ist die Tafel N mit zwei Linealen g und io ausgerüstet, die durch Spindeln il und i2 einstellbar sind, während die jeweiligen Einstellungen an den über Schnecken 13 und 1q. angetriebenen Skalenscheiben 15 und 16 mittels Zeigern 17 und 18 ablesbar sind. Wird jetzt die Spindel il so lange verstellt, bis an der Skalenscheibe der gemessene Winkel rp angezeigt wird, und wird hierauf die Spindel 12 derart eingestellt, daß das Lineal io über den Kreuzungspunkt des Lineals 9 mit der an der Tafel M ermittelten 0-Kurv e hinwegläuft, gibt die Einstellung der Skalenscheibe 16 den gesuchten Wert für y@ an.
  • Das Lineal 9 kann derart verlängert sein, daß es gleichzeitig die Tafel0 überdeckt, mit deren Hilfe der Wert E' bestimmt werden soll. Ein zweites Lineal i9 dieser Kurventafel ist mit Hilfe einer Spindel 2o einstellbar, und die jeweilige Stellung wird durch den Zeiger 21 einer über die Schnecke 22 angetriebenen Skalenscheibe 23 angezeigt. Wie die Kurven der Tafel N, so sind auch die Kurven der Tafel 0 bestimmten Ouotienten O - zugeordnet. Es genügt also, das Lineal i9 auf den Schnittpunkt der an der Tafel M ermittelten D-Kurve mit dem Lineal 9 einzustellen, um zunächst den Verhältniswert an der Skalenscheibe 23 ablesen zu können. Der Verhältniswert ist nun noch mit dem gemessenen Wert für E zu multiplizieren, um den Wert für E' zu erhalten. Das geschieht am einfachsten in der Weise, daß die Lineale :2 der Kurventafel M und i9 der Kurventafel 0 so verlängert werden, daß die Verlängerungen über der Kurventafel P einen Kreuzungspunkt ergeben. Die durch diesen Kreuzungspunkt laufende Kurve der Tafel P gibt dann die Zielentfernung E' an.
  • An Stelle der Ablesevorrichtungen 16, 18 und 21, 23 kann auch ein beliebiges Gerät mit der Einrichtung verbunden sein, an dem die Richtwerte einzustellen sind.
  • Bei dem verbesserten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist eine mechanische Abhängigkeit zwischen den Getriebeteilen der Kurventafeln R, S und T geschaffen, die eine bessere Bedienbarkeit zur Folge hat. Die Kurventafel R entspricht im wesentlichen der Kurventafel M des ersten Ausführungsbeispieles. Mit Hilfe der Spindel 2q. läßt sich das Lineal 25 auf den Wert a und mit Hilfe der Spindel 26 das Lineal 27 auf den Wert E einstellen. Die Ablesung der Einstellungen erfolgt an Skalenscheiben 28 und 29 mittels Zeigern 30 und 31. Auf der Tafel R sind keine Linien für die Werte O aufgetragen, sondern es ist ein Lineal 32 vorgesehen, das um den der Einstellung »@TLLL« der Lineale 25 und 27 entsprechenden Punkt schwenkbar gelagert ist. Zu diesem Zweck befindet sich auf der Drehachse 33 des Lineals 32 noch ein Schneckenrad 34, mit dem eine Schnecke 35 in Eingriff steht, deren Welle 36 mit einer Kurbel 37 versehen ist. Die Welle 36 trägt eine Anzeigetrommel 38 und ein Zahnrad 39, das mit einem weiteren Zahnrad 40 in Eingriff steht. Das Zahnrad 40 ist auf einer Welle 42 befestigt, die als Schraubenspindel ausgebildet ist und die den Zeiger 41 für die Trommel 38 trägt. Dieser Zeiger verschiebt sich bei der Drehung der Trommel parallel zu deren Achse. Diese an sich bekannte Anordnung erlaubt die Skalenteilung auf eine möglichst große Länge zu verteilen. Auf der Welle 4z ist noch ein weiteres Zahnrad 43 befestigt, das mit einem Zahnrad 44 in Eingriff steht. Mit der Welle 45 des Zahnrades 44 sind zwei Kurvenscheiben 46 und 47 fest verbunden. Die erstere dieser Kurvenscheiben bewegt in entsprechender Gesetzmäßigkeit ein Lineal 48 über der Kurventafel S, die zweite dagegen ein Lineal 49 über der Kurventafel T. Ein beiden Kurventafeln S und T gemeinsames Lineal So ist mit Hilfe einer Spindel 51 entsprechend dem gemessenen Winkel einstellbar. Die jeweilige Einstellung läßt sich an einer durch die Schnecke 52 bewegten Skalenscheibe 53 mit Hilfe eines Zeigers 54 ablesen. Die Ablesung des ermittelten Wertes für V erfolgt jetzt in der Weise, daß die durch den Kreuzungspunkt der Lineale So und 48 laufende Kurve ermittelt und die zugehörige Größe des Winkels p abgelesen wird.
  • Die durch den Kreuzungspunkt der Lineale 49 und So der Tafel T laufende Kurve stellt wieder den Verhältniswert dar, der mit E multipliziert die Entfernung des Zieles vom Geschütz ergibt. Dieser Multiplikation dient eine weitere nicht dargestellte Tafel, die der Tafel P (Fig. 2) entspricht und deren senkrecht verlaufendes Lineal die Verlängerung des Lineals 27 der Tafel R bildet, während das waagerechte Lineal auf den Kreuzungspunkt des senkrechten Lineals mit einer Kurve eingestellt wird, die der Kurve zugeordnet ist, welche durch den Kreuzungspunkt der Lineale 49 und So der Tafel T läuft. Die Einstellung des waagerechten Lineals gibt dann die Zielentfernung E' an, die von einer diesem Lineal zugeordneten Skalenscheibe angezeigt wird.
  • Eine Weiterentwicklung dieser Einrichtung ist in Fig. 5 dargestellt. Durch diese Einrichtung können außer der durch den getrennten Aufstellungsort des Beobachtungsgerätes und Geschützes sich ergebenden Parallaxe gleichzeitig noch beliebige andere Einflüsse berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung dieser Einflüsse (z. B. Wind, Drall, Eigen- und Gegnerfahrt usw.) kann entweder in der Weise erfolgen, daß die als Resultierende dieser Einflüsse sich ergebende Komponente geometrisch mit der Basis a zusammengesetzt und die sich ergebende Basis nach Größe und Richtung der weiteren Richtwertbestimmung zugrunde gelegt wird, wobei bereits eine Einrichtung nach der Fig.2 bzw. 3 genügen würde, oder es wird die Resultierende der zusätzlichen Einflüsse als eine der Basis a entsprechende Größe betrachtet, und die sich hieraus ergebenden Änderungen des Richtwinkels und der Zielentfernung geometrisch mit denen vereinigt, die durch die Parallaxe begründet sind. In Fig. 4 bedeutet wieder B den Standort eines Beobachtungsgerätes, G den eines Geschützes oder sonstigen Gerätes, Z den Zielpunkt, y den Zielwinkel und E' die Zielentfernung. Unter dem Einfluß des Dralles würde ein von G in der Richtung G'-Z abgeschossenes Geschoß nicht in Z, sondern in Z1 einschlagen. Der Wind kann z. B. eine weitere Verlagerung des Treffpunktes um die Strecke 1%fT zur Folge haben, so daß sich der neue Einschlagspunkt Z2 ergibt. Durch die Zielfahrt möge der Einschlagpunkt um die Strecke Zf nach Z3 und durch die Tageseinflüsse (Luftdichte usw.) nach Z4 verlagert werden. Es ergibt sich als Summe dieser Verlagerungen die Resultierende Re. Soll also der Punkt Z getroffen werden, so muß das Geschütz G auf einen Punkt gerichtet sein, der auf der Verlängerung der Linie Z4 -Z im Abstand dieser Punkte liegt. Dieser Punkt ist in der Zeichnung mit Z5 bezeichnet. Denkt man sich Parallelen zu den Strecken Z-Z5 und Z-G durch die Punkte G bzw. Z.5 gezogen, so entsteht ein Dreieck G-Z5- B'. Unter Zugrundelegung dieses Dreiecks kann die Berücksichtigung der vorgenannten Einflüsse in der gleichen Weise erfolgen, wie die Berücksichtigung der Parallaxe. Die Dreieckseite B'-G = d würde dabei der Dreieckseite a entsprechen. Werden die durch beide Korrekturen erhaltenen Werte geometrisch vereinigt, so ergibt sich der zum Richten tatsächlich erforderliche Winkel yi und die scheinbare Zielentfernung E", die der Bestimmung der Geschoßflugzeit zugrunde zu legen ist. In Fig. 5 entsprechen die Kurventafeln U und V den Tafeln R und S der Fig. 3. Die Tafel V ist in Form eines Viertelkreises ausgebildet und besitzt abweichend von der Tafel S der Fig. 3 noch eine Folgezeigereinrichtung. Diese besteht aus einem den Zeiger 55 tragenden endlosen Stahlband 56, das über Rollen 57 und 57' gelegt ist und sich der kreisförmigen Begrenzung der Kurventafel anschmiegt. Die zweckmäßig als Zahnrad ausgebildete Rolle 57' ist auf einer Achse 58 befestigt, die ein weiteres Zahnrad 59 trägt: In letzteres greift eine verschiebbar gelagerte Zahnstange 6o ein, die mit einer Rolle 61 ausgestattet ist, welche sich unter dem Einfluß einer auf die Zahnstange 6o wirkenden Feder 62 gegen eine auf der Achse 64 befestigte Kurvenscheibe 63 legt. Auf der Achse 64 befindet sich noch ein Schneckenrad 65, das mit einer Schnecke 66 in Eingriff steht. Letztere und eine weitere, die Skalenscheibe 67 verstellende Schnecke 68 ist auf einer durch Handgriff oder selbsttätig (z. B. unter Zwischenschaltung eines Geschwindigkeitsregelgetriebes) drehbaren Welle 69 befestigt. Über eine Zwischenwelle 70 und über Kegelräderpaare 71 und 72 werden die Bewegungen des Folgezeigers 55 auf eine Spindel 73 übertragen, und diese stellt ein über der Tafel x verschiebbares Lineal 74 entsprechend ein.
  • Die der Komponente a'= Re (Fig. 4) der übrigen Einflüsse entsprechende Größe wird mit Hilfe einer Spindel 75 an der Kurventafel Y eingestellt. Hierbei wird das Lineal 76 in eine bestimmte Stellung gebracht, die an der Skalenscheibe 77 mittels des Zeigers 78 ablesbar ist. Das zweite Lineal 79 der Kurventafel Y ist mit Hilfe der Spindel 8o und der Anzeigevorrichtung 81, 82 auf den in beschriebener Weise ermittelten Wert E' einzustellen. Wird nun durch Drehen einer Handkurbel 83 das mit einem Schneckenrad 84 verbundene Lineal 85 auf den Kreuzungspunkt der Lineale 76 und 79 gestellt, so wird über ein Kegelradpaar 86 und eine Spindel 87 gleichzeitig das zweite Lineal 88 der Kurventafel X auf den Verhältniswert eingestellt. Der Kreuzungspunkt der Lineale 88 und 74 ergibt die geometrische Vereinigung der Korrekturen, also den gesuchten Winkel V'. Für die Kurventafel X ist die gleiche Folgezeigereinrichtung vorgesehen, wie für die Tafel h. Durch Drehen an der Handkurbel 89 kann mittels Schnecke 9o und Schneckenrad 9i eine Kurvenscheibe 92 verstellt werden, die über eine verschiebbar gelagerte Zahnstange 93 sowie über Zahnräder 94 und 95 dem Stahlband 96 eine Bewegung erteilt. Wird nun der am Stahlband 96 befestigte Folgezeiger 97 auf diejenige Kurve der Tafel X gestellt, über der der Kreuzungspunkt der Lineale 74 und 88 liegt, so läßt sich der gesuchte Winkel V mit Hilfe einer Skalenscheibe 98, die durch eine Schnecke 99 angetrieben wird, genau ablesen.
  • Der Wert für E' wird mit Hilfe zweier weiterer Kurventafeln in der gleichen Weise, wie an Hand der Fig. 3 ausführlich beschrieben wurde, ermittelt. An der ersten dieser Kurventafeln werden die Werte 99 und - eingestellt und hieraus der Verhältniswert gewonnen. Dieser wird zweckmäßig mittels einer Folgezeigereinrichtung, wie sie für die Kurventafeln V und X vorgesehen ist, auf eine weitere Kurventafel übertragen, mittels dieser mit dem Wert E multipliziert und so der Wert E' erhalten.
  • Dieser Wert E' wird zusammen mit dem Wert einer in gleicher Weise durchzuführenden Ermittlung des Wertes E" zugrunde gelegt.
  • Im folgenden wird an Hand der Fig.6 und 7 die Verwendung des die Erfindung bildenden. Verfahrens und die zur Durchführung dieses Verfahrens geschaffene Einrichtung für das Schießen auf im. Raum liegende Ziele beschrieben. In Fig. 6 ist wieder mit B der Standort eines Beobachtungsgerätes, mit G der eines Gerätes, für dessen Standort die Richtwerte zu ermitteln sind, mit Z ein Ziel bezeichnet. An der Beobachtungsstelle B werden zunächst in bekannter Weise durch Messung die Entfernung E der Punkte B und Z, die Höhe H des Zieles, die Basis a, der Winkel ß, den die Verbindungslinie B-Z gegen ihre waagerechte Projektion einschließt, und der Seitenwinkel a, den die waagerechte Projektion der Strecke B-Z gegen eine feste Bezugsrichtung, z. B. die Nord-Süd-Richtung No-Sd, einschließt, festgestellt. Zu ermitteln sind die Zielentfernung E' zwischen Geschütz G und Ziel Z, der Winkel d, den diese Strecke und deren waagerechte Projektion einschließen, und der Winkel y, den die waage- i rechte Projektion der Strecke GZ und die gewählte, feste Bezugsrichtung (No-Sd) einschließen.
  • An der ersten Kurventafel T1 sind die Werte ß und H einzustellen, um mit Hilfe der i Kurven dieser Tafel die horizontale Projektion Eh zu ermitteln. Damit sind von dem in der waagerechten Ebene liegenden Dreieck B-G-Z1, die Seiten EI, und a (letztere durch Messung) sowie (ebenfalls durch Mes- , sung) der von Ei, und, ra eingeschlossene Winkel bekannt. In gleicher Weise, wie an Hand der Fig. 2 beschrieben, wird nun das Verhältnis der Seiten u und Eil dadurch ermittelt, daß diese Werte an einer i zweiten Kurventafel T2 eingestellt und die durch den Schnittpunkt von deren Linealen laufende Kurve abgelesen wird. Auf den ermittelten Ouotienten wird eines der Lineale einer dritten Kurventafel T3 eingestellt, während deren zweites Lineal auf einen dem Winkel a entsprechenden Wert zu bringen ist. Damit wird, wie beschrieben, der Winkel y erhalten.
  • Die Lineale einer vierten Kurventafel T4 sind mit denen der dritten Kurventafel T3 gekoppelt, werden also ebenfalls auf die Werte a und eingestellt. Die Kurven dieser Tafel sind so gewählt, daß die durch den Schnittpunkt beider Lineale laufende Kurve den Verhältniswert anzeigt. Auf diesen soeben gewonnenen Wert ist eins der Lineale einer fünften Kurventafel TS einzustellen, während das andere Lineal zweckmäßig mit dem auf den Wert Eh einzustellenden Lineal der zweiten Kurventafel gekoppelt ist. An der fünften Kurventafel wird also durch Multiplikation der Werte und Eh der Wert E'h gewonnen. Da der durch die Strecke Z-Zh und O-Z1, eingeschlossene Winkel ein rechter ist, lassen sich mit Hilfe zweier weiterer Kurventafeln TB und T7 ohne weiteres der Winkel ö und die Strecke E' bestimmen. Zu diesem Zwecke werden die Lineale dieser Kurventafeln, die wieder paarweise gekoppelt sein können, auf die Zielhöhe H und die waagerechte Projektion E'h der Zielentfernung E' eingestellt und durch Ablesen der durch den Schnittpunkt laufenden Kurven die gewünschten Werte ermittelt.
  • In ähnlicher Weise ist das Verfahren anwendbar, wenn jeder der Punkte B, G und Z in einer anderen Höhe liegt. Dieser Fall ist beispielsweise in der Fig. 8 dargestellt. Hierbei ist zweckmäßig wie folgt vorzugehen: Zunächst wird an einer ersten Kurventafel die waagerechte Projektion ah der Strecke B-G - a aus dieser und der Beobachtungspunkthöhe Hb ermittelt. Das ist ohne weiteres möglich, weil die Größen Hb und a durch Messung bekannt sind und der Winkel zwischen Hb und ,alt ein rechter ist. Nun wird die Horizontalprojektion der Entfernung E unter Zugrundelegung der Höhe HZ minus Hb des Zielpunktes Z über dem Beobachtungspunkt B und der gemessenen Entfernung E ermittelt. Die weitere Bestimmung der Richtgrößen erfolgt in der gleichen Weise, wie an Hand der Fig. 6 beschrieben.
  • Durch das Ausführungsbeispiel ist der Erfindungsgedanke nicht erschöpft. Vielmehr kann die Einrichtung auch in anderer Weise ausgeführt sein. An Stelle der Kurventafeln können zylindrische, die Kurven tragende Körper verwandt werden, wobei sich zweckmäßig eins der Lineale durch eine Drehung des Kurvenzylinders ersetzen läßt. Für die erforderlichen Nachstellbewegungen können von Hand oder selbsttätig geregelte Antriebseinrichtungen vorgesehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Berücksichtigung von durch verschiedenen Standort einer Meßstelle und einer die gemessenen Werte verwendenden Stelle bedingten . Parallaxen bzw. durch andere Ursachen bedingten Treffpunktverlegungen beim Schießen auf beliebig liegende Ziele unter Verwendung des jedem Benutzungsfalle eigentümlichen Abstandes zwischen Beobachtungsstelle und der die errechneten Werte verwendenden Stelle sowie dessen Richtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis (Quotient) zwischen einer gemessenen Größe (Zielentfernung) und dem bekannten Abstand ermittelt und auf ein oder mehrere die möglichen Resultate enthaltendes Organ (bzw. Organe) übertragen wird. a. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, gekennzeichnet durch ein von Hand zu bedienendes oder selbsttätiges Mittel (M) zur Bildung des Quotienten aus zwei bekannten Größen (z. B. Zielentfernung und Geschützabstand mit Bezug auf das Beobachtungsgerät). 3. Einrichtung nach Anspruch a, gekennzeichnet durch Mittel (N, 0, P) zur Bestimmung der gesuchten Richtgrößen (z. B. Richtwinkel und Zielentfernung in bezug auf ein Geschütz) unter Zugrundelegung des Quotienten zweier bekannter Größen (z. B. Zielentfernung und Geschützabstand mit Bezug auf das Beobachtungsgerät) und einer weiteren bekannten Größe (z. B. Richtwinkel des Beobachtungsgerätes). q.. Einrichtung nach Anspruch a und 3, gekennzeichnet durch Mittel (M, U) zur Bildung eines Verhältniswertes aus einer Basis (a) und einer Zielentfernung (E). 5. Einrichtung nach Anspruch a und 3, gekennzeichnet durch ein Mittel (Y) zur Bildung eines Verhältniswertes aus Zielentfernung (E') und der Resultierenden (Re) der verschiedenen Treffpunktverlegungen, gegebenenfalls in Verbindung mit einer Einrichtung nach Anspruch q.. 6. Einrichtung nach Anspruch z bis 5, gekennzeichnet durch Mittel (X) zur geometrischen Zusammensetzung von einzeln ermittelten Korrekturwerten (z. B. y, V) .
DEG80975D 1931-10-28 1931-10-28 Verfahren und Einrichtung zur Beruecksichtigung von durch verschiedenen Standort einer Messstelle und einer die gemessenen Werte empfangenden Stelle bedingten Parallaxenoder durch andere Ursachen bedingten Treffpunktsverlegungen Expired DE600800C (de)

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