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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
Katalysatoren, die bei der Dehydrierung von Paraffinen nützlich sind, und
Verfahren zur Verwendung der Katalysatoren. Die Katalysatoren der
Erfindung liefern eine Kombination aus Selektivität, thermischer
Stabilität
und anfänglicher
Katalysatorbettaktivität
pro Volumeneinheit, die hoch vorteilhaft ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform
betrifft die Erfindung die Dehydrierung von im wesentlichen linearen
Paraffinen mit zwischen etwa 9 und 15 Kohlenstoffatomen pro Molekül, und Monoolefine,
die aus solchen Paraffinen gewonnen sind, finden besondere Verwendung
bei der Herstellung von biologisch abbaubaren Tensiden. Durch die
Verwendung der Katalysatoren und Verfahren der Erfindung ist es
möglich,
hervorragende Reaktionsselektivität in einem Verfahren zur erhalten,
das Regeneration des Katalysators einschließt.
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HINTERGRUNDINFORMATION
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Viele chemische Verfahren, die in
einem kommerziellen Maßstab
praktiziert werden, umfassen die Verwendung von einem oder mehreren
Katalysatoren zur Herstellung von Zwischen- oder Endprodukten. Dies ist
besonders der Fall in den von Erdöl abhängigen Bereichen der Technik.
Wegen der großen
Volumina, die üblicherweise
verarbeitet werden, ist es oft möglich,
daß selbst
sehr kleine Verbesserungen der Leistung katalystischer Verfahren
kommerziell signifikante Vorteile liefern. Beispiele für wichtige
katalytische Kohlenwasserstoffumwandlungsverfahren schließen Alkylierungsverfahren,
Hydrierungsverfahren, Dehydrierungsverfahren und Isomerisierungsverfahren
ein.
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Obgleich Katalysatoren definitionsgemäß von den
chemischen Reaktionen, die sie fördern,
nicht direkt verbraucht werden, werden Katalysatoren in den vorgenannten
und anderen Verfahren häufig
während
ihrer Verwendung durch einen oder mehrere Mechanismen, die der.
Fachleuten bekannt sind, fortschreitend weniger aktiv gemacht. In
einigen Fällen
ist es durch Ergreifen bestimmter Schritte, wie etwa Koksentfernung,
Säurewaschung
oder Calcinierung, möglich,
einen Großteil
der verlorenen Aktivität
wiederherzustellen, so daß die Nutzdauer
des Katalysators verlängert
wird. Solche Schritte werden oft als "Regeneration" des Katalysators bezeichnet. Allgemein
gesagt ist es hoch wünschenswert,
Katalysatoren einzusetzen, die gut auf Regeneration ansprechen,
um die mit einem Katalysatorersatz verbundenen Kosten zu verringern.
In vielen Verfahren ist Katalysatorregeneration jedoch keine gangbare
Option. Ein Katalysator, der ansonsten durch Wegbrennen von akkumuliertem
Koks regenerierbar wäre,
könnte
z. B. keine ausreichend hohe thermische Stabilität besitzen, um den hohen lokalen
Temperaturen zu widerstehen, die bei effektiven Koksverbrennungsbedingungen erzeugt
werden.
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Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich
mit katalytischen Materialien, die bei der Dehydrierung von Paraffinen
(gesättigten
Kohlenwasserstoffen) nützlich
sind. Dehydrierung von Paraffinen wird oft mit dem Ziel durchgeführt, eine
odere mehrere olefinische Bindungen einzuführen, entweder um ein Olefinprodukt
herzustellen, das für
sich selbst gesehen nützlich
ist, oder um auf einem Molekül
einen wirksamen "Angriffspunkt" für anschließende Reaktionen
mit irgendeinder anderen Spezies bereitzustellen. Die vorliegende
Erfindung beschäftigt
sich insbesondere mit der heterogen katalysierten Dehydrierung von
Paraffinen im Reingungsmittelbereich (Paraffinen mit Kohlenstoffzahlen
im Bereich 9 bis 15), um Produkte zu erhalten, die eine einzige ungesättigte Bindung
pro Molekül
enthalten (Monoolefine). Die resultierenden Monoolefine (Monoolefine
im Reinigungsmittelbereich) sind nützlich zur Reaktion mit einer
zweiten organischen Spezies, die einen aromatischen Kern einschließt, um Alkylbenzole
herzustellen. Solche Alkylbenzole mit im wesentlichen linearen Alkylsubstituenten,
die an Benzolringe gebunden sind, sind nützlich zur Umwandlung in Alkylbenzolsulfonate,
die in Reinigungsmittelformulierungen sowohl in den industriellen
Mächten
als auch in den Verbraucherproduktmärkten eingesetzt werden. Primär von linearen
Paraffinen abgeleitete Alkylbenzole sind besonders vorteilhaft bei
der Herstellung von Reinigungsmittel, da ihre Sulfonate einen sehr
hohen Grad an biologischer Abbaubarkeit besitzen. Der Begriff "im wesentlichen linear", wie hierin verwendet,
bedeutet, daß der
Typ und Grad der Verzweigung, die im Paraffin vorliegt, das dehydriert
werden soll, um Olefine für
anschließende
Verwendung bei der Herstellung von Alkylbenzolsulfonat zu erhalten,
auf diejenigen beschränkt
sind, die ein Alkylbenzolsulfonat mit einem Grad an biologischer
Abbaubarkeit liefern, der gemäß gegenwärtigen Standards
annehmbar ist, die durch Industrie und Genehmigungsbehörden verbreitete
worden sind. Alkylbenzole, die einen einzigen Alkylsubstituenten
enthalten, der an einen Benzolring gebunden ist (Monoalkylbenzol),
sind vorteilhaft, wie in der Technik bekannt ist, da sie dazu neigen,
vorteilhafte Reinigungsmittel-Leistungseigenschaften
bereitzustellen. Alkylbenzol-Mischungen, die primär aus Monoalkylbenzolen
mit linearen Alkylsubstituenten bestehen, sind ebenfalls als vorteilhaft
anerkannt, und sie sind die am häufigtsten
von der Reinigungsmittelindustrie verwendeten Typen. Solche Mischungen
werden von den Fachleuten üblicherweise
als "lineares Alkylbenzol" oder "LAB" bezeichnet.
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Die Herstellung von Monoolefinen
in einem Dehydrierungsverfahren umfaßt typischerweise das Inkontaktbringen
von gesättigten
Kohlenwasserstoffen mit einem geeigneten Katalysator unter Reaktionsbedingungen,
die so eingestellt sind, daß die
Monoolefin-Bildung begünstigt
ist. Die Herstellung von Monoolefin wird jedoch unausweichlich begleitet
von einer gewissen Bildung unerwünschter
Nebenprodukte; wie etwa Diolefinen, Aromaten und Crack-Produkten. Die gebildete
Menge an Diolefin hängt
hauptsächlich
von der Paraffinstruktur und dem Umsatzniveau ab und relativ wenig
Steuerung der Diolefin-Bildung ist mittels der anderen Reaktionsbedingungen
möglich.
Die Bildung von Crack-Produkten kann durch Verwendung eines nicht-sauren Katalysators
und durch Vermeidung extrem hoher Temperaturen minimiert werden.
Aromaten-Bildung wird signifikant durch sowohl die Selektivität des Katalysators
als auch die eingesetzten Reaktionsbedingungen beeinflußt. Es ist
in der Technik gut bekannt, daß große wirtschaftliche
Vorteile durch Verwendung eines hoch selektiven Dehydrierungskatalysators
realisiert werden können,
der die Bildung von Aromaten bei einem gegebenen Niveau des Paraffinumsatzes
minimiert. Spezifische Vorteile, die mit der Bildung von wenig Aromaten verbunden
sind, schließen
niedrigeren Paraffinverbrauch, niedrigeren Verbrauch von Monoolefin
durch Seitenreaktionen mit Aromaten während der Alkylbenzol-Herstellung,
höhere
Recycle-Paraffin-Reinheit und weniger extensive Katalysatorhemmung
und -vergiftung ein.
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Viele für die Dehydrierung von Paraffinen
zu Olefinen nützliche
Katalysatoren sind in der Technik bekannt. Typischerweise umfassen
bekannte Katalysatormaterialien ein oder mehrere aktive Metalle
oder Metalloxide in einer feinverteilten Form, abgeschieden auf
der Oberfläche
von Teilchen aus einer relativ inerten Trägersubstanz, wie etwa einem
Siliziumdioxid oder einem Aluminiumoxid. Alternative Mittel, die
in der Technik bekannt sind, durch die die primäre(n) katalytische(n) Komponente)
oder Vorstufen derselben in dem gewünschten feinverteilten Zustand
auf der Oberfläche
eines in geeigneter Weise vorbehandelten Trägers gebracht werden können, schließen solche
Verfahren wie Ausfällung,
Adsorption aus einer wässrigen
Lösung und
Ionenaustauschtechniken, die Verwendung von Zeolith®(Molekularsieb)-Trägermaterialien
machen, ein. Typischerweise wird das Rohkatalysatormaterial, im
Anschluß an
die Abscheidung einer oder mehrerer Spezies auf einem ausgewählten Träger, um
einen Rohkatalysator bereitzustellen, irgendeiner Art von Wärmebehandlung
bei einer erhöhten
Temperatur für
eine angemessene Zeit unterworfen, oft in Gegenwart einer kontrollierten
Atmosphäre,
die inert, oxidierend oder reduzierend sein kann. Der Stand der
Technik ist voll von Beispielen von Aluminiumoxiden und Siliziumdioxiden
mit verschiedenen Teilchengrößen, kristallinen
Phasen, Porenstrukturen, etc., kombiniert mit einer sehr breiten
Vielfalt von anderen Komponenten, die auf ihren Oberflächen abgeschieden
sind. In vielen Fällen
umfassen die abgeschiedenen Komponenten wenigstens eine primäre katalytische
Komponente und eine zusätzliche
Komponente, wie etwa einen Aktivator, Attenuator oder Modifikator.
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Allgemein ausgedrückt, wird die Leistung eines
Katalysators größtenteils
durch drei kritische Eigenschaften bestimmt, die leicht beobachtbar
und den Fachleuten auf dem Gebiet der Katalyse bekannt sind. Diese
Eigenschaften sind 1) Selektivität,
2) Aktivität
und 3) thermische Stabilität.
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Im Falle der Paraffin-Dehydrierung,
um Monoolefin herzustellen, ist die Selektivität eines Katalysators ein Maß seiner
Fähigkeit
unter geeigneten Reaktionsbedingungen den Anteil des insgesamt umgesetzten
Paraffins, der zu Monoolefin umgewandelt wird, zu maximieren. Da
höhere
Bildung von jedem unerwünschten Nebenprodukt
notwendigerweise zu niedrigerer Bildung an Monoolefin bei einem
vorgegebenen Paraffin-Umsatz führt,
wird die Selektivität
verbessert, wenn die Nebenproduktbildung bei einem vorgegebenen
Paraffin-Umsatz verringert wird. So können Vergleiche der Katalysator-Selektivität anhand
der Mengen an Nebenprodukten vorgenommen werden, die bei gleichem
Paraffin-Umsatz in Durchläufen
gebildet werden, die verschiedene Katalysatoren verwenden, aber
im wesentlichen äquivalent
sind im Hinblick auf die anderen Reaktionsbedingungen. Wenn unterschiedliche
Katalysatoren mit niedriger Azidität verglichen werden, würde der wichtigste
Unterschied typischerweise zwischen den Mengen an Aromaten liegen,
die bei einem vorgegebenen Paraffin-Umsatz gebildet werden. Beim
Vergleichen von Selektivitäten
innerhalb einer Reihe von alternativen Katalysatoren ist es besonders
geeignet, die Selektivitäten
im Vergleich zu einem einzigen Standard-Katalysator auszudrücken. So
kann die Größe der Verbesserung,
für jeden
alternativen Katalysator, der eine Selektivitätsverbesserung zeigt, als der
Prozentanteil ausgedrückt
werden, um den der alternative Katalysator die Bildung von Aromaten
bei einem vorgegebenen Paraffin-Umsatz unter Standard-Reaktionsbedingungen
im Vergleich zum Standard-Katalysator verringert.
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Im Falle der Paraffin-Dehydrierung
ist die Aktivität
eines Katalysators ein Maß für seine
Fähigkeit,
den Paraffin-Umsatz zu fördern.
In einem kontinuierlichen Verfahren unter irgendwelchen besonderen
Reaktionsbedingungen führt
höhere
Katalysator-Aktivität
zu höherem
Umsatz über
einer vorgegebenen Katalysatormenge. Aus praktischen Zwecken ist
das wichtigste Maß der
katalytischen Aktivität
die volumetrische Aktivität,
was die Aktivität pro
Volumeneinheit Katalysatorbett bedeutet. Unter vorgegebenen kontinuierlichen
Reaktionsbedingungen kann ein Katalysator mit höherer volumetrischer Aktivität höheren Paraffin-Umsatz über einem
Katalysatorbett mit vorgegebenen Volumen liefern. Alternativ ist
es möglich,
das Katalysatorbettvolumen (Reaktorgröße) zu verringern, das erforderlich
ist, um einen vorgegebenen Paraffin-Umsatz zu erzeugen. Faktoren, die
die volumetrische Aktivität
eines Katalysators signifikant beeinflussen, schließen die
Oberfläche,
die Rohdichte, die Typen und Gewichtsprozentanteile der eingeschlossenen
aktiven Metalle, die Verteilungen der aktiven Metalle innerhalb
der Trägerpellets
und den Grad an Diffusionswiderstand, der mit der Porenstruktur
zusammenhängt,
ein. Da Dehydrierungskatalysatoren während normalen Gebrauchs Aktivität verlieren,
müssen Vergleiche
der Aktivität
verschiedener Katalysatortypen bei vergleichbaren Graden an Katalysator-Desaktivierung
durchgeführt
werden. Dies kann vorgenommen werden durch Vergleichen von Paraffin-Umsatzbereichen für Durchläufe mit
gleicher Länge,
die mit frischem Katalysator beginnen und Standard-Reaktionsbedingungen einsetzen.
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Ein Dehydrierungskatalysator muß einen
hohen Grad an thermischer Stabilität besitzen, um unter den erhöhten Temperaturen,
die während
seines normalen Gebrauchs anzutreffen sind, in angemessener Weise zu
bestehen. Hohe thermische Stabilität ist besonders wichtig, wenn
der Katalysator durch Wegbrennen von akkumulierten Koks regeneriert
werden wird, ein Verfahren, das dazu neigt, unüblich hohe lokale Temperaturen
zu erzeugen. Ein Mangel an thermischer Stabilität führt zu einem übermäßigen Verlust
an Aktivität
während der
Einwirkung von hohen Temperaturen auf den Katalysator. Ein Verfahren,
das während
thermischer Einwirkung zu Aktivitätsverlust beiträgt, umfaßt die Agglomeration
(Koaleszenze) von Teilchen der aktiven Komponente(n). Ein weiteres
involviertes Verfahren ist Zersetzung der Trägerstruktur in solcher Weise,
daß einige
katalytische Teilchen an unzugänglichen
Stellen innerhalb umgebender Schichten aus Trägermaterial eingefangen werden.
In jedem Fall wird der Umfang an katalytischer Oberfläche, die
für die
Reaktion verfügbar
ist, verringert. Die thermische Stabilität eines bestimmten Katalysators
kann durch Vergleich der Aktivitäten
repräsentativer
Proben aus derselben Charge bestimmt werden, die einer geeigneten
Hochtemperatur-Alterungsbehandlung ausgesetzt und nicht ausgesetzt
worden sind.
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Es ist bekannt, daß bei der
katalytischen Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich
der prozentuale Umsatz zu Monoolefinen in einem einzigen Durchgang
durch den Reaktor einer Gleichgewichtsbeschränkung unterworfen ist. Obgleich
der Grenzumsatz unter verschiedenen Reaktionsbedingungen beträchtlich
variieren kann, ist der tatsächliche
Prozentanteil von Monoolefin in den Produkten typischerweise nicht
größer als
20 Gewichtsprozent. Es ist auch gut bekannt, daß die Bildung von Monoolefin
in solchen Verfahren begleitet wird von der Bildung verschiedener
weniger wünschenswerter
Nebenprodukte, einschließlich Diolefinen,
Aromaten und Kohlenwasserstoffen mit Kohlenstoffzahlen unterhalb
des Reinigungsmittelbereiches, die durch Crack-Reaktionen gebildet
werden. Wie hierin verwendet, bedeutet der Begriff "Umsatz" den Gewichtsprozentanteil
des Paraffins im Reinigungsmittelbereich in der Charge, der in einem
einzigen Durchgang in andere Spezies als Paraffine im selben Kohlenstoffzahlbereich
umgewandelt wird. In Fällen,
in denen die Charge andere Spezies als Paraffine im Reinigungsmittelbereich
enthält,
werden diese Komponenten der Charge bei der Berechnung von Umsatz
und Selektivität
ignoriert. Im allgemeinen sind höherer
Umsatz und höhere
Selektivität
vorteilhaft, aber ein Anstieg im Umsatz neigt dazu, die Selektivität zu senken.
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Ein gut bekanntes Problem, auf das
man bei der Herstellung von Olefinen im Reinigungsmittelbereich durch
katalytische Dehydrierung von Paraffinen trifft, ist der Verlust
der Katalysatoraktivität
während
der Paraffinverarbeitung. Der Katalysator kann Aktivität als ein
Ergebnis starker Katalysatorgifte, wie etwa Schwefelverbindungen,
in der Charge verlieren, und ein derartiger Aktivitätsverlust
wird im allgemeinen durch Kontrolle der Chargenreinheit kontrolliert.
Selbst wenn die Charge jedoch extrem niedrige Gehalte solcher Gifte
enthält, neigt
der Katalysator dazu, wegen der Bildung von Koks auf den katalytischen
Oberflächen
mit einer signifikanten Geschwindigkeit zu desaktivieren. Die Geschwindigkeit
der Koksbildung kann in Abhängigkeit
von der ausgewählten
Kombination von Reaktionsbedingungen in großem Umfang variieren. Im allgemeinen
ist eine niedrigere Geschwindigkeit der Koksbildung vorteilhaft,
da dies verschiedene Kosten verringert, die mit Katalysatorregeneration
oder -ersatz verbunden sind, und die Aufrechterhaltung von sowohl
Umsatz als auch anderen Reaktionsbedingungen für längere Betriebszeiträume in optimalen
Bereichen erleichtert.
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Ein Verfahren, das in Verfahren zur
Dehydrierung von Paraffinen nach dem Stand der Technik verwendet
worden ist, um Katalysatordesaktivierung zu verringern, ist, variierende
Mengen Wasserstoff mit der verdampften Paraffincharge vor ihrer
Einführung
in die katalytische Reaktionszone zu vermischen. In U.S.-Pat. 4,343,724
wird zum Beispiel gelehrt, daß derartiger
Wasserstoff eine "Doppelfunktion" insofern erfüllt, als
er sowohl das Paraffin verdünnt
als auch auf dem Katalysator "die
Bildung wasserstoffdefizitärer,
kohlenstoffhaltiger Ablagerungen unterdrückt". In vielen Fällen ist die Menge an zugesetztem
Wasserstoff, die in Patentbeispielen verwendet wird, extrem groß, zum Beispiel
4 bis 8 Mole Wasserstoff pro Mol Kohlenwasserstoff. Schwerwiegende
Nachteile begleiten derartige große Zusätze Wasserstoff, einschließlich einer
nachteiligen Auswirkung auf das Gleichgewicht für die Monoolefin-Bildung, erhöhter Größe der meisten
Teile der Prozeßanlagen
für eine
gegebene Produktionsrate und erhöhter
Energie- und Wartungskosten, die mit der Rückgewinnung, Kompression und
Rückführung von
Wasserstoff verbunden sind. So ist es in großem Maße vorteilhaft, das Molverhältnis von
Wasserstoff zu Kohlenwasserstoff (H2 : HC-Verhältnis),
das im Verfahren verwendet wird, zu verringern. U.S.-Patent 5,324,880
lehrt die Verwendung von H2 : HC-Verhältnissen
im Bereich 0,5–1,9,
und sogar niedrigere Verhältnisse,
wie etwa diejenigen im Bereich 0,3–0,5, sind unter einigen Umständen nützlich.
Es scheint jedoch, daß etwas
zugesetzter Wasserstoff immer notwendig ist, um den Katalysator in
einem aktivem Zustand zu halten.
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Typischerweise nimmt die Aktivität eines
Paraffindehydrierungskatalysators während des Gebrauches ab, bis
die Restaktivität
unzureichend ist, um weiteren wirtschaftlichen Betrieb ohne vorherigen
Ersatz oder Regeneration des Katalysators zu unterstützen. Da
die Kosten einer frischen Katalysatorcharge für ein Reaktorsystem industrieller
Größe leicht
in die Hunderttausende Dollars gehen können, ist es sehr wünschenswert, die
Nutzlebensdauer eines gegebenen Katalysatorbetts dadurch zu verlängern, daß es ein-
oder mehrmals vor seinem letztendlichen Ersatz regeneriert wird.
Kosten, die durch Katalysatorregeneration verringert werden, schließen diejenigen
für die
Beschaffung von neuem Katalysator, Abschaltzeit und Arbeit, die
mit dem Katalysatorersatz verbunden sind, Bearbeitung von verbrauchtem
Katalysator zur Rückgewinnung
von Edelmetallen und Ersatz von während der Verarbeitung von
verbrauchtem Katalysator verlorengegangenen Edelmetallen ein. Überdies
kann die Notwendigkeit der Verwendung kostspieliger Ausrüstung für Katalysatorzugabe
ohne Abschaltung eines Reaktors vermieden werden und gelegentliche
Episoden von Katalysatorvergiftung sind weniger kostspielig, da
die Regeneration des Katalysators ausreichend ist, um normalen Betrieb
wiederherzustellen.
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Die Fähigkeit eines Katalysators,
wirkungsvoll regeneriert werden zu können, wird üblicherweise als die Regenerierbarkeit
des Katalysators bezeichnet. Um regenerierbar zu sein, muß ein Katalysator
einen hohen Grad an thermischer Stabilität besitzen, so daß Aktivitätsverluste
durch thermische Zersetzung während Hochtemperatur-Regenerationsverfahren,
wie etwa dem Verbrennen von akkumuliertem Koks, minimiert werden.
Da ein gewisser Aktivitätsverlust
während
jeder Regeneration unvermeidbar ist, ist ein weiteres Erfordernis
für Regenerierbarkeit
eine ausreichende Menge an Aktivität im frischen Katalysator,
um Aktivitätsverluste, die
während
Regenerationen auftreten, zu kompensieren. Ein Katalysator, der
hochregenerierbar ist, ist in der Lage, ein angemessenes Aktivitätsniveau über eine
Reihe von vielen Betriebszyklen und dazwischen liegenden Regenerationen
aufrecht zu erhalten. Kein Labortest kann den Grad an Regenerierbarkeit
eines Katalysators vollständig
quantifizieren. Ein nützlicher
Indikator für
Regenerierbarkeit kann jedoch im Labor erhalten werden, indem die
Anfangsaktivität
und die thermische Stabilität
bei einer Temperatur, die für
das beabsichtigte Regenerationsverfahren repräsentativ ist, gemessen werden.
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In einem Verfahren zur Herstellung
von Monoolefinen durch Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich
können
große
wirtschaftliche Fortschritte durch die Verwendung eines Katalysators
realisiert werden, der günstige
Eigenschaften im Hinblick auf Selektivität, volumetrische Aktivität, thermische
Stabilität
und Regenerierbarkeit besitzt. In der Praxis sind jedoch bisher
bekannte Katalysatoren in wenigstens einer dieser Eigenschaften
mangelhaft gewesen. Katalysatoren, die regenerierbar gewesen sind,
sind mangelhaft gewesen in der Selektivität und Katalysatoren mit relativ
hoher Selektivität
sind mangelhaft gewesen in volumetrischer Aktivität, thermischer
Stabilität
oder Regenerierbarkeit. Somit stellt die Entdeckung eines Katalysators
mit günstigen
Eigenschaften im Hinblick auf alle vier dieser Eigenschaften, wie
hierin beschrieben, einen wichtigen Fortschritt in der Dehydrierung
von Paraffinen und in der Herstellung von Alkylbenzol zur Verwendung
in der Reinigungsmittelindustrie dar.
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Der mit katalytischen Reaktionen,
die Kohlenwasserstoffe betreffen, zusammenhängende Stand der Technik schließt die U.S.-Patente
3,484,498; 3,494,971; 3,696,160; 3,655,621; 3,234,298; 3,472,763; 3,662,015;
4,409,401; 4,409,410; 4,523,048; 3,201,487; 4,358,628; 4,489,213;
3,751,506; 4,387,259 und 4,409,412 ein. Patente aus dem Stand der
Technik, die Katalysatoren, die für die Dehydrierung von Kohlenwasserstoffen
nützlich
sind, betreffen, schließen
U.S.-Patent Nrn. 3,274,287; 3,315,007; 3,315,008; 3,745,112 und
4,430,517 ein.
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Der mit der Dehydrierung von Paraffinen
im Reinigungsmittelbereich, um Monoolefine zu bilden, zusammenhängende Stand
der Technik schließt
U.S.-Patent 3,761,531 ein. In diesem Patent ist ein Dehydrierungsverfahren
beschrieben, das umfaßt,
daß ein
Kohlenwasserstoff bei Dehydrierungsbedingungen mit einem katalytischen
Verbundstoff in Kontakt gebracht wird, der eine Kombination aus
katalytisch wirksamen Mengen einer Komponente aus der Platingruppe,
einer metallischen Komponente aus der Gruppe IV-A, einer metallischen
Komponente aus der Gruppe V-A und einer Alkali- oder Erdalkalimetallkomponente
mit einem Aluminiumoxid-Trägermaterial
umfaßt.
Es wird darin gelehrt, daß das
bevorzugte Aluminiumoxid-Trägermaterial
eine relativ niedrige scheinbare Rohdichte besitzt, wobei eine Rohdichte
im Bereich von etwa 0,3 bis etwa 0,4 g/cm3 besonders
bevorzugt ist und eine Rohdichte von etwa 0,33 g/cm3 für beste
Ergebnisse verwendet werden soll. Obgleich die in U.S.-Patent 3,761,531
beschriebenen Katalysatoren ein annehmbares Selektivitätsniveau
für die
gewünschte
Reaktion zeigen, zeigen sie im allgemein relativ schlechte volumetrische Aktivität und/oder
thermische Stabilität.
Folglich werden solche Katalysatoren nicht als regenerierbar angesehen.
In der typischen Praxis wird ein Bett aus einem derartigen Katalysator
nach einem einzigen Reaktionszyklus durch frischen Katalysator ersetzt.
Eine derartige Neubeschickung ist teuer sowohl unter dem Gesichtspunkt der
Kosten des Katalysators als auch im Hinblick auf die erfahrene Reaktor-Abschaltzeit.
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Andere Patente, die Katalysatoren
und Verfahren betreffen, die bei der Dehydrierung von Paraffinen im
Reinigungsmittelbereich, um Monoolefine zu bilden, nützlich sind,
sind die U.S.-Patent Nrn. 3,585,253; 3,632,662; 3,920,615; und 5,324,880.
Die in U.S.-Patent 3,920,615 beschriebenen Katalysatoren besitzen
annehmbare Selektivität,
es wurde aber festgestellt, daß sie
mangelhaft in volumetrischer Aktivität und/oder Regenerierbarkeit
waren. Die in den anderen drei Patenten, die oben erwähnt sind,
beschriebenen Katalysatoren rangieren im Hinblick auf volumetrische
Aktivität
und Regenerierbarkeit hoch, sie sind aber insofern mangelhaft, als
ihre Selektivität
unerwünscht
niedrig ist.
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Die folgenden U.S.-Patente sind nützlich zur
Veranschaulichung der Unterschiede zwischen dem Stand der Technik
und der vorliegenden Erfindung: 3,293,319; 3,448,165 (insbesondere
Sp. 5, Zeilen 26–33); 3,576,766
(insb. Sp. 5, Zeilen 31–60);
3,647,719 (insb. Sp. 4, Zeile 68 – Sp. 5, Zeile 4); 3,649,566
(insb. Sp. 5, Zeilen 13–24);
3,761,531 (insb. Sp. 4 Zeile 68 – Sp. 5 Zeile 17); 3,767,594
(insb. Sp. 2, Zeilen 46–60
und Beispiel 1); 3,825,612 (insb. Sp. 5, Zeilen 26–38); 3,998,900
(insb. Sp. 5, Zeile 60 – Sp.
6, Zeile 3); 4,048,245 (insb. Sp. 6, Zeilen 39-51); 4,070,413 (insb. Beispiel 1); 4,125,565
(insb. Sp. 6, Zeilen 38–51);
4,136,127 (insb. Sp. 6, Zeilen 41–54); 4,172,853 (insb. Sp.
6, Zeile 61 – Sp.
7, Zeile 6); 4,177,218 (insb. Beispiel I und Sp. 3, Zeile 56 – Sp. 4,
Zeile 14); 4,207,425 (insb. Sp. 6, Zeilen 33–54); 4,216,346 (insb. Sp.
6, Zeilen 40–54); 4,227,026
(insb. Sp. 6, Zeilen 36–50);
4,268,706 (insb. Sp. 6, Zeilen 38-52; Sp. 7, Zeile 27 – Sp. 8, Zeile 59; und Sp.
19, Zeilen 3–10);
4,312,792 (insb. Sp. 6, Zeile 63 – Sp. 7, Zeile 9; Sp. 7, Zeile
54 – Sp.
9, Zeile 19; und Sp. 19, Zeilen 22–28); 4,341,664 (insb. Sp.
6, Zeile 62 – Sp.
7, Zeile 8; Sp. 7, Zeile 53 – Sp.
9, Zeile 18; und Sp. 19, Zeilen 1–8); 4,343,724 (insb. Sp. 6,
Zeile 61 – Sp.
7, Zeile 7; Sp. 7, Zeile 52 – Sp.
9, Zeile 17; und Sp. 19, Zeilen 14–21); 4,396,540 (insb. Sp.
6, Zeile 61 – Sp.
7, Zeile 7; Sp. 7, Zeile 52 – Sp.
9, Zeile 17; und Sp. 19, Zeilen 5–11); 4,486,547 (insb. Sp.
6, Zeile 56 – Sp.
7, Zeile 23); 4,551,574 (insb. Sp. 6, Zeile 60 – Sp. 7, Zeile 25); 4,595,673
(insb. Sp. 6, Zeilen 15–43);
4,608,360; 4,677,237 (insb. Sp. 6, Zeilen 25–33); und 4,827,072 (insb.
Sp. 10, Zeile 31 – Sp.
11, Zeile 11). Wir glauben, daß diese
Patente auf UOP, LLC übertragen worden
sind. Mit Ausnahme von U.S.-Patent 4,070,413 haben diese Patente
aus dem Stand der Technik Ansprüche,
die auf die Einbeziehung von einem oder mehreren anderen Elementen
als Metallen der Platingruppe, Metallen der Gruppe I-B und Alkalimetallen
beschränkt
sind. Das übrigbleibende
U.S.-Patent 4,070,413 hat Ansprüche,
die auf die Verwendung eines bestimmten dampfbehandelten Aluminiumoxid-Trägers beschränkt sind.
In jedem dieser Patente ist die Lehre im Hinblick auf die Gestalt
und Größe der Katalysatorteilchen,
daß Kügelchen
mit 0,16 cm (1/16 Inch) bevorzugt sind. Ein paar dieser Patente
(U.S.-Patente 4,268,706; 4,312,792; 4,341,664; 4,343,724; und 4,396,540)
lehren, daß Extrudate
mit 0,16 cm (1/16 Inch) ebenfalls bevorzugt sind. Alle Beispiele
verwendeten Kügelchen
mit 0,16 cm (1/16 Inch), und es gibt keinen Hinweis in diesen Patenten,
daß Extrudate
jemals gegenüber
Kügelchen
bevorzugt sind. Nur eines der Patente, U.S. 4,608,360, diskutiert
Porengrößenverteilung,
und es lehrt, daß mehr
als 55% des gesamten Porenvolumens in Poren mit Durchmessern von
60 nm (600 Angström)
oder größer enthalten
sein sollten. Höhere
Selektivität wurde
in Beispiel III dieses Patentes einer solchen Porenstruktur zugeschrieben.
Die Lehre betreffend mittlere Porengröße ist inkonsistent und nicht
sehr spezifisch. Die für
mittleren Porendurchmesser erwähnten
Bereiche schließen
2–3 (20–30), 2–30 (20–300) und
2–300
(20–3000)
nm (Angström)
ein. Die bevorzugtesten Rohdichten für Kügelchen lagen unter 0,5 g/cm3 in einigen der früher erteilten von diesen Patenten
und nahe 0,3 g/cm3 in allen der restlichen
Patente. Für
Extrudate angegebene Rohdichtenbereiche waren 0,4–0,85 oder
0,5–0,85 g/cm3.
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Die folgenden U.S.-Patente, deren
gesamte Inhalte hierin durch Bezugnahme miteinbezogen sind, sind
ebenfalls nützlich
zur Veranschaulichung der Unterschiede zwischen dem Stand der Technik
und der vorliegenden Erfindung: 5,677,260 (insb. Sp. 4, Zeilen 50–59); 3,458,592;
3,662,018; 3,527,836; 3,274,287 (insb. Sp. 3, Zeile 66 – Sp. 4,
Zeile 20 und Beispiel IV); 3,315,007 (insb. Sp. 3, Zeilen 25–56 und
Beispiel I); 3,315,008 (insb. Sp. 3, Zeilen 12–44); 3,585,253; 3,632,662
(insb. Sp. 2, Zeilen 50–61
und Sp. 3, Zeilen 26–31); 3,920,615;
und 5,324,880. Die Katalysatoren, die in U.S.-Patent 5,677,260 offenbart
sind, von dem wir glauben, daß es
auf Indian Petrochemicals übertragen
worden ist, schließen
eine unüblich
große
Anzahl von zugesetzten Elementen ein, und sie ähneln sehr verschiedenen Katalysatoren,
die in Patenten offenbart sind, von denen wir glauben, daß sie auf
UOP, LLC übertragen
worden sind. Die Bevorzugung von Kügelchen mit 0,16 cm (1/16 Inch)
mit einer Rohdichte nahe 0,3 g/cm3 ist darin
angegeben. Es wird gesagt, daß die
bevorzugte Porenverteilung "mesoporös" sei; es ist jedoch
keine weitere Definition enthalten. U.S.-Patente 3,458,592; 3,662,018; und 3,527,836,
von denen wir glauben, daß sie
auf Texaco und British Petroleum übertragen worden sind, beanspruchen
Katalysatoren mit Molekularsieb-Trägern.
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Unter den aufgelisteten Patenten,
die ursprünglich
auf Monsanto Company übertragen
worden sind, erwähnen
die frühesten:
3,274,287; 3,315,007; und 3,315,008, nicht die Verwendung von Kupfer
in Kombination mit Platin und einem Träger, während die späteren: 3,585,253;
3,632,662; 3,920,615; und 5,324,880, derartiges offenbaren. Diese
Patente lehren, daß das
Makroporenvolumen (das in Poren mit mittleren Durchmessern über 70 nm
(700 Angström)
enthaltene Volumen) wenigstens 0,05 cm3/g
sein sollte und daß höhere Makroporenvolumina
bevorzugt sind. Sie sagen nichts über Rohdichte. In U.S.-Patent
3,920,615 wird gelehrt, daß die
Selektivität
durch Calcinieren auf eine Oberfläche von weniger als 150 m2/g verbessert wird. Obgleich eine solche
Calcinierung die Porenstruktur beeinflußt, ist keine bestimmte endgültige Porenstruktur
einfach durch Spezifikation der Oberfläche definiert. Die erlaubten
Variationen in den Ausgangsmaterialien und der Reihenfolge der Vorgänge beeinflußt signifikant
die Beziehung zwischen Oberfläche
und Porenstruktur.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Obgleich die oben im Abschnitt Hintergrundinformation
hierin angegebenen und beschriebenen Patente aus dem Stand der Technik
eine Fülle
von Informationen in Bezug auf die Zusammensetzung und die Verwendung
verschiedener Katalysatoren enthalten, die bei der Dehydrierung
von Paraffinen nützlich
sind, gibt es nichts im Stand der Technik, das auf die Schlußfolgerung
hinweist oder sogar anregt, daß ein
hoher Grad an volumetrischer Aktivität, thermischer Stabilität und Selektivität, der bis
heute nicht zu beobachten war, durch einen Katalysator gemäß dieser
Erfindung bereitgestellt würde,
der eines oder mehrere der Elemente umfaßt: Platin, Rhodium, Iridium,
Palladium, Ruthenium und Osmium (die "Elemente der Platingruppe"), die auf einem
porösen
Aluminiumoxid-Träger
abgeschieden sind, so ausgewählt,
daß im
endgültigen
Katalysator eine Oberfläche
von mehr als 100 m2/g, ein Volumen von Poren
von Durchmessern unter 60 Angström-Einheiten,
das kleiner ist als 0,05 cm3/g, ein Volumen
von Poren mit Durchmessern im Bereich von 6–35 nm (60–350 Angström-Einheiten), das größer ist
als 0,50 cm3/g, und ein Volumen von Poren
mit Durchmessern im Bereich von 6–35 nm (60–350 Angström-Einheiten), das größer als
70% des gesamten enthaltenen Porenvolumens ist, bereitgestellt wird.
In einer bevorzugten Form der Erfindung ist das Volumen von Poren
mit Durchmessern im Bereich von 6–35 nm (60–350 Angström-Einheiten) größer als
75% des gesamten enthaltenen Porenvolumens. In einer bevorzugte
Form der Erfindung ist die gepackte Rohdichte des Katalysators größer als
0,50 g/cm3. Tatsächlich weist der Stand der
Technik auf genau die entgegengesetzte Schlußfolgerung hin; daß solch
ein Katalysator relativ niedrige Aktivität und Selektivität besitzen
würde,
aufgrund eines Mangels an Poren mit Durchmessern von mehr als 60
oder 70 nm (600 oder 700 Angström).
Daher waren die günstigen
Ergebnisse, die durch die Verwendung der Katalysatoren, die weiter
unten gemäß der vorliegenden
Erfindung beschrieben sind, erhalten wurden, vollständig unerwartet.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Katalysator, der bei der Dehydrierung von paraffinischen Kohlenwasserstoffen
nützlich
ist, der in einer Form einen porösen
Aluminiumoxid-Träger
und eine primäre
katalytische Komponente umfaßt,
die ein oder mehrere Elemente umfaßt, die ausgewählt sind
aus der Gruppe, bestehend aus: Platin, Palladium, Osmium, Ruthenium,
Iridium und Rhodium, abgeschieden auf dem Träger, wobei besagter Katalysator
eine Oberfläche
von mehr als 100 m2/g, eine gepackte Rohdichte
von mehr als 0,50 g/cm3, ein Volumen von
Poren mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström-Einheiten), das kleiner ist als 0,05 cm3/g, ein Volumen von Poren mit Durchmesser
im Bereich von 6–35
nm (60–350
Angström-Einheiten),
das größer ist
als 0,50 cm3/g, und ein Volumen von Poren
mit Durchmessern im Bereich von 6–35 nm (60–350 Angström-Einheiten), das größer ist als etwa 70% des gesamten
enthaltenen Porenvolumens, besitzt.
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Die hierin gelehrten Katalysatoren
besitzen eine Kombination aus thermischer Stabilität und volumetrischer
Aktivität,
die im wesentlichen gleich zu derjenigen ist, die von den stabilsten
und aktivsten Katalysatoren aus dem Stand der Technik bereitgestellt
wird, die bei der Herstellung von Monoolefinen im Reinigungsmittelbereich
aus Paraffinen im Reinigungsmittelbereich nützlich sind. So ist einer der
Vorteile von gemäß den Lehren
hierin hergestellten Katalysatoren, daß sie besonders gut geeignet
sind zur Verwendung in einem Verfahren, das Katalysatorregeneration
einschließt.
Ein weiterer Vorteil ist, daß sie
bessere Selektivität
als Katalysatoren aus dem Stand der Technik liefern, die vergleichbare
thermische Stabilität
und volumetrische Aktivität gehabt
haben. So können
die Vorteile der oben zitierten Katalysatorregeneration in Kombination
mit hervorragender Katalysatorselektivität erstmals bei der Herstellung
von Monoolefinen im Reinigungsmittelbereich aus paraffinischen Ausgangsmaterialien
realisiert werden. Weiter kann, in jedem Dehydrierungsverfahren,
in dem die Katalysatoren gemäß dieser
Erfindung eingesetzt werden, ungeachtet ob das Verfahren Katalysatorregeneration
einschließt,
die hohe volumetrische Aktivität
der gemäß der Erfindung
hergestellten Katalysatoren ausgenutzt werden, um längere Reaktionszyklen
oder höheren
mittleren Umsatz in einem Reaktor einer vorgegebenen Größe zu erreichen.
Alternativ kann die Reaktorgröße ohne
Opferung der mittleren Reaktionsgeschwindigkeit verringert werden.
Weiter kann jede notwendige Feineinstellung der volumetrischen Aktivität leicht
erreicht werden, indem die Pt-Beladung variiert wird. Solche Einstellungen
liegen klar innerhalb des Könnens
eines Durchschnittsfachmannes auf diesem Gebiet. Die hohe Katalysatorselektivität, die von
den Katalysatoren der Erfindung bereitgestellt wird, ist klar vorteilhaft,
da sie ausgenutzt werden kann, um entweder mehr Produktion bei vorgegebenen
Rohmaterialkosten pro Pound Produkt oder niedrigeren Rohmaterialverbrauch
bei vorgegebener Produktionsrate zu erhalten. In einer bevorzugten
Ausführüngsform
liefern die Katalysatoren der Erfindung sowohl hohe Katalysatorselektivität als auch
einen relativ niedrigen Druckabfall. Ein niedriger Druckabfall neigt
dazu, die Reaktionsselektivität
durch Bereitstellen eines niedrigeren mittleren Reaktionsdrucks
zu erhöhen,
und er kann auch ermöglichen,
daß der
gesamte Energieverbrauch, der mit einem Verfahren zusammenhängt, unter
bestimmten Umständen
verringert werden kann.
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Detaillierte Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsformen
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Diese Erfindung betrifft die Herstellung
von Monoolefinen durch katalytische Dehydrierung von Paraffinen
mit zwischen 9 und 15 Kohlenstoffatomen pro Molekül. So hergestellte
Monoolefine können
anschließend bei
der Herstellung von Reinigungsmittelzusammensetzungen auf Alkylbenzol-Basis
eingesetzt werden. Die Katalysatoren gemäß der vorliegenden Erfindung
nutzen bekannte Metalle oder Kombinationen derselben als primäre katalytische
Komponenten für
die Dehydrierung von Paraffinen, in Kombination mit einem porösen Aluminiumoxid-Träger, der
so ausgewählt
ist, daß im
endgültigen
Katalysator eine einzigartige spezifizierte Kombination von Struktureigenschaften
bereitgestellt wird. In der bevorzugten Ausführungsform ist die primäre katalytische
Komponente Platin.
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Der Aluminiumoxid-Katalysatorträger
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Die Katalysatoren gemäß der Erfindung
sind Trägerkatalysatoren,
d. h. sie umfassen wenigstens ein aktives katalytisches Material,
das auf einem inerten Träger
(dem "Katalysatorträger") gehalten wird.
Gemäß dieser
Erfindung ist der Katalysatorträger
ein poröses
Aluminiumoxid, das so ausgewählt
ist, daß im
endgültigen
Katalysator spezifizierte physikalische Eigenschaften bereitgestellt
werden, von denen sich herausgestellt hat, daß sie vorteilhafte Katalysator-Leistungseigenschaften
in Bezug auf Selektivität,
Aktivität
und Regenerierbarkeit liefern. Die spezifizierten physikalischen
Eigenschaften im endgültigen
Katalysator gemäß der Erfindung
schließen
Beschränkungen
der Mikrostruktur des endgültigen
Katalysators ein, einschließlich
seiner Oberfläche
und Porenstruktur.
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Es ist gut bekannt, daß die Mikrostruktur
eines endgültigen
Katalysators abhängig
ist von den anfänglichen
Eigenschaften des Trägermaterials
in seinem Rohzustand, bevor es Reagentien, Bedingungen und Prozessen
ausgesetzt wird, die beim Katalysator-Herstellungsverfahren eingesetzt
werden, von denen einige den Fachleuten auf dem Gebiet der Katalysatorherstellung
gut bekannt sind, einschließlich
Imprägnierung
mit katalytisch aktivem (aktiven) Metall(en), Calcinierungsschritten,
hydrothermischen Behandlungen, etc.. Die Mikrostruktur des Ausgangs-Aluminiumoxids
kann während
der Katalysatorherstellung in beträchtlichem Umfang verändert werden.
So muß die
Auswahl eines Ausgangs-Aluminiumoxids
für die
Herstellung eines Katalysators gemäß der Erfindung in angemessener
Weise auf eine Spezifikation gegründet werden, die die Mikrostruktur
des resultierenden endgültigen
Katalysators charakterisiert. Ein Ausgangs-Aluminiumoxid zur Verwendung in
Katalysatoren, die gemäß den Lehren
der Erfindung hergestellt sind, können aus jeder Quelle stammen
und können
mit irgendeinem Verfahren hergestellt werden, vorausgesetzt, daß der resultierende
endgültige
Katalysator den einzigartigen Satz von physikalischen Eigenschaften
besitzt, der hierin spezifiziert ist. Es ist höchst bevorzugt, ein Ausgangs-Aluminiumoxid
mit einer relativ engen Porengrößenverteilung
zu verwenden. Verschiedene Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxid
mit einer gesteuerten und engen Porengrößenverteilung sind bekannt.
Einige dieser Verfahren sind beschrieben worden von D. L. Trimm
und A. Stanislaus in Applied Catalysis 21, 215–238 (1986). Ein besonders
bevorzugtes Ausgangs-Aluminiumoxid
zur Herstellung von Katalysatoren gemäß dieser Erfindung und zum
Erreichen der erforderlichen Kombination von physikalischen Eigenschaften,
die hierin angegeben sind, ist der Typ, der von Engelhard Corporation,
Iselin, New Jersey, mit der Qualitätsstufenbezeichnung "AE-30" hergestellt wird.
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Gemäß der Erfindung hergestellte
Katalysatoren haben hervorragende Selektivität in Kombination mit einem
sehr niedrigen Gehalt an Poren mit Durchmessern von mehr als 60
nm (600 Angström-Einheiten)
gezeigt. Zum Beispiele machen solche Poren, in den in Tabelle I
unten beschriebenen Katalysatoren B, C, E und F, weniger als 10,5%
des gesamten Porenvolumens aus. Gemäß der Erfindung wird der Ausgangsträger so ausgewählt, daß eine endgültige Katalysatorstruktur
bereitgestellt wird, die vorzugsweise einen sehr niedrigen volumetrischen
Gehalt (weniger als 20,00% des gesamten enthaltenen Porenvolumens,
einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils zwischen 20,00% und 0,00%) von Poren
mit Durchmessern von mehr als 60 nm (60 Angström-Einheiten) besitzt. Auf der
Basis der Lehren des Standes der Technik auf diesem Gebiet würde man erwarten,
daß eine
solche Porenstruktur zu einer unerwünscht niedrigen Katalysatorselektivität führt. Die
gemäß der Erfindung
erhaltene hohe Selektivität
in Abwesenheit einer substantiellen Menge an solchen großen Poren
war somit vollständig
unerwartet.
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Die relativ hohe gepackte Rohdichte
(mehr als 0,50 g/cm3, und einschließlich jedes
Hundertstel g/cm3 zwischen 0,50 und 0,80),
die in Katalysatoren gemäß einer
Form der Erfindung bevorzugt ist, ist hoch vorteilhaft wegen ihre
günstigen
Effekts auf die volumetrische Aktivität. Obgleich einige Katalysatoren
nach dem Stand der Technik gepackte Rohdichten aufgewiesen haben,
die vergleichbar waren mit denjenigen der vorliegenden Erfindung,
sind solche Katalysatoren nach dem Stand der Technik mangelhaft
gewesen in der Aktivität
pro Gewichtseinheit, Selektivität
oder thermischen Stabilität.
So stellt die Tatsache, daß die
bevorzugten Katalysatoren, hergestellt gemäß der Erfindung, relativ hohe
gepackte Rohdichte besitzen, während
sie hervorragende Aktivität
pro Gewichtseinheit, Selektivität
und thermische Stabilität
beibehalten, eine signifikante Verbesserung des Standes der Technik
dar.
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Die primäre katalytische
Komponente
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Gemäß der Erfindung hergestellte
Katalysatoren enthalten eine primäre katalytische Komponente,
die ein oder mehrere Elemente umfaßt, die ausgewählt sind
aus der Gruppe, bestehend aus: Ruthenium (Ru), Rhenium (Rh), Palladium
(Pd), Osmium (Os), Iridium (Ir) und Platin (Pt) ("Metalle der Platingruppe"). Obgleich der Stand
der Technik in Bezug auf Dehydrierung voll ist mit Patenten, die
Ansprüche
zur Verwendung von einem oder mehreren der Platinmetalle in einer
Form oder einer anderen, abgeschieden auf verschiedenen Trägern, einschließen, ist
Pt das einzige Metall, das kommerziell in merkbarem Umfang als die primäre katalytische
Komponente für
die Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich verwendet
worden ist. Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es bevorzugt, Platin einzubeziehen, und es ist am
bevorzugtesten, Platin und nur Platin als die primäre katalytische
Komponente einzusetzen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es jedoch auch möglich,
andere Metalle der Platingruppe entweder allein oder in verschiedenen
Kombinationen als die primäre
katalytische Komponente eines Katalysators gemäß der Erfindung zu verwenden.
Obgleich bevorzugte Mengen von primärer katalytischer Komponente,
ausgedrückt
als ein Gewichtsprozentanteil, bezogen auf das Gesamtgewicht des
endgültigen
Katalysators, hierin für
bevorzugte Ausführungsformen dieser
Erfindung spezifiziert sind, wird die Verwendung jeder Menge an
primärer
katalytischer Komponente zwischen 0,01 und 3,00 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des endgültigen
Katalysators, einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils dazwischen, vom Schutzumfang dieser
Erfindung erfaßt.
In jedem Falle wird die primäre
katalytische Komponente auf dem Träger in solch einer Verteilung
abgeschieden, daß katalytische Oberflächen bereitgestellt
werden, die für
die Reaktionsmischung leicht zugänglich
sind.
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Wenn die primäre katalytische Komponente
Platin ist, ist der Platin-Gehalt des endgültigen Katalysators, ausgedrückt in Gewichtsprozenteinheiten,
bezogen auf das Gesamtgewicht des endgültigen Katalysators, variabel
und liegt vorzugsweise im Bereich von 0,02% bis 2,00%, einschließlich jeden
Hundertstel Prozentteils dazwischen, bevorzugter zwischen 0,20%
und 1,00%, einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils dazwischen, noch bevorzugter zwischen
0,40% und 0,70%, einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils dazwischen, wobei 0,55% am bevorzugtesten
ist. Solche Gehalte können
von einem Durchschnittsfachmann ohne Rückgriff auf unzumutbare Experimente
erhalten werden, da Verfahren zur Änderung dieser im Stand der Technik
anerkannten Variablen gut bekannt sind.
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Die Aktivatorkomponente
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Obgleich gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellte Katalysatoren nur einen Träger und eine primäre katalytische
Komponente einschließen
können,
ist die Einbeziehung einer Aktivatorkomponente bevorzugt, die so
funktioniert, daß sie
die Katalysator-Leistungseigenschaften
verbessert. Eine geeignete Aktivatorkomponente kann ausgewählt werden
aus einem oder mehreren der Metalle Scandium, Titan, Vanadium, Chrom,
Mangan, Eisen, Cobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Yttrium, Zirconium,
Niob, Molybdän,
Silber, Lanthan, Hafnium, Tantal, Wolfram, Rhenium und Gold. Es
ist jedoch besonders bevorzugt, eine Aktivatorkomponente einzubeziehen,
die ein oder mehrere Metalle umfaßt, die ausgewählt sind
aus den Elementen Kupfer, Silber und Gold (Gruppe I-B). Die primäre Funktion
einer Aktivatorkomponente, wie hierin eingesetzt, ist, die Aktivität und/oder
Selektivität
des Katalysators mittels verschiedener Wirkungen auf die primäre katalytische
Komponente zu verbessern. Eine Aktivatorkomponente kann z. B. verwendet
werden, um die Dispersion der primären katalytischen Komponente
zu verbessern und/oder die Verteilung der primären katalytischen Komponente
innerhalb der Katalysator-Trägerpellets
zu verbessern. Um den gewünschten
Effekt der Verbesserung von Katalysatoraktivität und -selektivität zu erreichen,
muß die
Aktivatorkomponente auf dem Katalysatorträger abgeschieden werden. Ungeachtet
der ausgewählten
Aktivatorkomponente kann ein Katalysator gemäß der Erfindung jede Menge
an Aktivatorkomponente zwischen 0,10% und 5,00%, bezogen auf das
Gesamtgewicht des endgültigen
Katalysators, einschließlich
jeden Hundertstel Prozentteils dazwischen, umfassen. Es ist jedoch am
bevorzugtesten, Kupfer und nur Kupfer als die Aktivatorkomponente
zu verwenden, da Kupfer sowohl hoch wirksam als ein Aktivator als
auch relativ preiswert ist. Wenn Kupfer verwendet wird, liegt die
Konzentration von Kupfer im endgültigen
Katalysatormaterial, ausgedrückt
als ein Gewichtsprozentanteil des gesamten Katalysators, vorzugsweise
im Bereich von 0,10%–5,0%,
einschließlich
jeden Hundertstel Prozentteils dazwischen, bevorzugter zwischen
0,50% und 4,00%, einschließlich
jeden Hundertstel Prozentteils dazwischen, noch bevorzugter zwischen
1,00% und 3,00%, einschließlich
jeden Hundertstel Prozentteils dazwischen, wobei 2,00% am bevorzugtesten
ist. Solche Gehalte im endgültigen
Katalysator werden von den Durchschnittsfachleuten ohne Rückgriff
auf unzumutbare Experimente leicht erreicht durch Verwendung herkömmlicher Techniken,
die verwendet werden, um Metalle auf Katalysatorträgern abzuscheiden,
wie vollständiger
in den Beispielen beschrieben.
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Aziditätskontrollkomponente
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Um einen Katalysator gemäß der Erfindung
bereitzustellen, der die günstigste
Kombination aus Selektivität,
Aktivität
und Regenerierbarkeit besitzt, ist es notwendig, das Aziditätsniveau
des endgültigen
Katalysators zu kontrollieren. Wenn die Azidität eines Dehydrierungskatalysators
gemäß dieser
Erfindung zu hoch ist, werden säurekatalysierte
Nebenreaktionen, wie etwa Cracken und Isomerisierung, im Dehydrierungsverfahren
in einem Umfang gefördert,
der zu Abstrichen von der Wirtschaftlichkeit der Verfahrensweise
und der Betriebseffizienz führt.
Gemäß einer
Form der Erfindung sind Alkalimetalle oder Mischungen derselben
als Aziditätskontrollmittel
bevorzugt, da die Oxide dieser Elemente basische Natur besitzt und
hoch wirksam sind zur Neutralisierung der Wirkungen verschiedener
saurer Spezies, die üblicherweise
in oder auf dem Katalysator anzutreffen sind. Weitere Metalle, von
deren Oxiden bekannt ist, daß sie
einen alkalischen Charakter besitzen, wie etwa die Erdalkalimetalle,
können
ebenfalls als Aziditätskontrollmittel
verwendet werden, sie sind aber weniger bevorzugt als die Alkalis,
da sie im allgemeinen weniger wirksam sind. Ungeachtet des (der)
ausgewählten
Aziditätskontrollmittel(s)
wird (werden) das (die) Aziditätskontrollmittel
zum Katalysator während
seiner Herstellung unter Verwendung von Mitteln zugegeben, die den
Fachleuten bekannt sind und wie hierin erwähnt, und die Menge an Aziditätskontrollmittel,
die im endgültigen
Katalysator vorhanden ist, kann jede Menge zwischen 0,001 und 1,000
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des endgültigen Katalysators, einschließlich jedes
Tausendstel Prozentteils dazwischen, sein.
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Einige verfügbare Ausgangs-Aluminiumoxide
enthalten bereits genügend
Alkali, wie etwa z. B. Natrium, als eine Verunreinigung, um ein
wirksames Niveau an Aziditätskontrolle
bereitzustellen. So könnte
die Zugabe eines Aziditätskontrollmittels
zum Ausgangs- Aluminiumoxid
während
der Katalysatorherstellung nicht in allen Fällen notwendig sein. Es ist
jedoch normalerweise bevorzugt, eine zugesetzte Aziditätskontrollkomponente
einzubeziehen, die ein oder mehrere der Alkalimetalle umfaßt, um einen
größeren Grad
an Schutz gegen potentielle Katalysatoransäuerung bereitzustellen. Wenn
eine zugesetzte Aziditätskontrollkomponente verwendet
wird, wird sie vorzugsweise auf der Oberfläche des Trägers während der Katalysatorherstellung
abgeschieden, unter Verwendung ähnlicher
oder derselben Techniken, von denen im Stand der Technik bekannt ist,
daß sie
zur Abscheidung von Metallen auf Katalysatorträgern nützlich sind.
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Gemäß einer bevorzugten Form der
Erfindung ist es insbesondere wünschenswert,
zugesetztes Kalium als eine Aziditätskontrollkomponente zu verwenden.
Wenn zugesetztes Kalium verwendet wird, liegt die Menge vorzugsweise
im Bereich von etwa 0,01%–2,00%,
einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils dazwischen, bevorzugter im Bereich
von 0,05% –1,00%,
einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils dazwischen, und noch bevorzugter
im Bereich von etwa 0,10%–0,60%,
einschließlich
jedes Hundertstel Prozentteils dazwischen, wobei etwa 0,20% am bevorzugtesten
ist. In dieser Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen wird die Menge an zugesetztem
Kalium geeigneterweise als ein Gewichtsprozentanteil Metall, bezogen
auf das Gesamtgewicht des endgültigen
Katalysators, ausgedrückt,
selbst wenn man erwartet, daß das
Kalium im Katalysator in der Form eines Oxids oder Salzes vorliegt.
Wenn andere Alkalimetalle oder Mischungen von Alkalimetallen statt
Kalium zugesetzt werden, können
geeignete Mengen derselben unter Verwendung der Äquivalentgewichte des (der)
zu verwendenden Elements(e) ohne Rückgriff auf unzumutbare Experimente
leicht bestimmt werden.
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Größe und Form
der Katalysatorpellets
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Es ist den Durchschnittsfachleuten
auf dem Gebiet der Katalyse bekannt, daß die Größe und Form von Katalysatorpellets
variiert werden kann. Zwei der üblichsten
Formen im breiten Gebrauch sind Kügelchen und Extrodate. Katalysatoren,
die bereits kommerziell zur Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich
verwendet worden sind, haben im wesentlichen kugelförmige poröse Aluminiumoxidträger mit
mittleren Pelletdurchmessern im Bereich von 0,16 cm (1/16 Inch)
bis 0,318 cm (1/8 Inch) verwendet. Bekannte Verfahren zur Herstellung
von kugelförmigen
Aluminiumoxid-Pellets schließen
solche Verfahren wie die Agglomeration von angefeuchtetem Aluminiumoxid-Pulver
und die Öltröpfchenmethode
(Bildung von Hydrogel-Kügelchen
aus einer fluiden Vorstufe, eingetropft in ein erhitztes Ölbad) ein.
Extrudate werden hergestellt durch Umwandeln von pulverisiertem
Aluminiumoxid in einen extrudierbaren Teig mit verschiedenen bekannten
Methoden und anschließendes
Extrudieren des Teiges durch ein Mundstück unter geeigneten Bedingungen.
Wenn das Extrudat aus dem Mundstück
austritt, kann es in jede gewünschte
Länge geschnitten
werden unter Verwendung von zum Beispiel eines rotierenden oder
hin-und-hergehenden
Messers am Austrittspunkt des Extruders. Extrudate mit einer Breitenvielfalt
von Querschnitten können
durch Variieren der Form des Mundstücks erhalten werden. Kreisförmige und
dreilappige Querschnitte sind zum Beispiel nur zwei oft produzierte
Profile.
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Es ist gut bekannt, daß Pelletgröße und Pelletform
wichtige Auswirkungen auf die Leistung eines Katalysators haben.
Kürzere
Diffusionswege innerhalb der Pellets sind typischerweise mit höherer Katalysatorselektivität verbunden
und die Diffusionswege können
durch Verwendung kleinerer Pellets und/oder durch Verwendung von
Pelletformen, die größere Verhältnisse
von Oberfläche
zu Volumen besitzen, verkürzt
werden. Die Auswirkungen von Pelletgröße und -form auf die mechanische
Festigkeit der Pellets und den Druckabfall über ein Katalysatorbett müssen jedoch
ebenfalls berücksichtigt
werden. Kleinere Katalysatorpellets führen z. B. zu einem höheren Druckabfall
und andere Katalysatorformen als kugelförmig neigen dazu, zu niedrigerer mechanischer
Festigkeit zu führen.
So erfordert die Optimierung von Pelletgröße und -form für ein gegebenes Verfahren
oft ein Ausbalancieren von Auswirkungen auf Selektivität, Druckabfall
und Katalysatorhaltbarkeit. Das vorteilhafteste Gleichgewicht kann
signifikant variieren, wenn die Prozeßbedingungen variiert werden.
Für einen
bestimmten Fall ist jedoch das beste Gleichgewicht leicht von den
Fachleuten durch Routineexperimente bestimmbar.
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Katalysatorpellets jeglicher Größe und Form,
die für
die Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich nützlich sind,
können
gemäß den Lehren
hierin in der Praxis der Erfindung eingesetzt werden. Wenn Kügelchen
verwendet werden, liegt der bevorzugte Durchmesserbereich der Kügelchen
zwischen 1,0 und 4,0 Millimetern, einschließlich jeden Zehntel Millimeters
dazwischen, wobei 2,5 mm am bevorzugtesten ist. Für die Zwecke
dieser Erfindung ist es jedoch bevorzugter, Extrudate zu verwenden.
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Es ist bevorzugt, ein Extrudat mit
einer längsten
Längenabmessung
im Bereich von zwischen 1,0 und 10,0 Millimetern, einschließlich jeden
Zehntel Millimeters dazwischen, zu verwenden. Es ist bevorzugter,
solch ein Extrudat zu verwenden, das einen ungefähr kreisförmigen Querschnitt, einen Durchmesser
von zwischen 1,0 und 4,0 Millimetern, einschließlich jeden Zehntel Millimeters
dazwischen, und eine ausreichende Länge, um ein mittleres Verhältnis von
Länge zu
Durchmesser im Bereich von etwa 1 bis 4 bereitzustellen, besitzt. Solche
Extrudate mit einem mittleren Durchmesser nahe 1,60 Millimetern
und einem mittleren Verhältnis
von Länge
zu Durchmesser im Bereich von 2,00 bis 4,00 (einschließlich jeden
Hundertstels dazwischen) sind besonders bevorzugt, wobei ein mittleres
Verhältnis
von Länge
zu Durchmesser von 3,00 am bevorzugtesten ist.
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Eigenschaften
der endgültigen
Katalysatoren gemäß der Erfindung
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Ein endgültiger Katalysator, der gemäß dieser
Erfindung bereitgestellt wird, besitzt eine Oberfläche, die
größer ist
als 100 m2/g und vorzugsweise innerhalb
des Bereiches 120–200
m2/g, einschließlich jeden ganzen m2/g dazwischen, liegt. Der Bereich 135–150 m2/g, einschließlich jeden ganzen m2/g dazwischen, ist besonders bevorzugt.
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Katalysatoren gemäß der Erfindung können herkömmlicherweise
dadurch charakterisiert werden, daß sie ein spezifiziertes Volumen
von Poren besitzen, deren mittlere Durchmesser in einen ersten Bereich
von Durchmessern fallen, und ein anderes spezifiziertes Volumen
von Poren, deren mittlere Durchmesser in einen zweiten Bereich von
Durchmessern fallen. Das Volumen von Poren innerhalb des zweiten
Bereichs von Durchmessern kann weiter gekennzeichnet werden anhand
des Prozentanteils des gesamten Porenvolumens, der in besagten zweiten
Bereich von Durchmessern fällt.
In einem Katalysator gemäß der Erfindung
ist das Volumen von Poren mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) niedriger
als 0,05 cm3/g, wobei ein Volumen von Poren
mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) von weniger als 0,02 cm3/g bevorzugter ist und ein Volumen von Poren
mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) von weniger als 0,01 cm3/g am bevorzugtesten ist. Das Volumen von
Poren mit Durchmessern im Bereich 6–35 nm (60–350 Angström) ist größer als 0,50 cm3/g
und liegt bevorzugter im Bereich 0,60–0,80 cm3/g,
einschließlich
jeden Hundertstel cm3/g dazwischen, wobei
0,69 cm3/g am bevorzugtesten ist.
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Wenn ausgedrückt als ein Prozentanteil des
Gesamtporenvolumens, das im Katalysator gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung vorhanden ist, ist das Volumen von Poren im Bereich
6–35 nm
(60–350
Angström)
größer als
75,00%. Bevorzugter ist das Volumen von Poren mit Durchmessern im
Bereich 6–35
nm (60–350
Angström)
größer als
80,00%. Noch bevorzugter ist das Volumen von Poren mit Durchmessern
im Bereich 6–35
nm (60–350
Angström)
größer als
84,00%, wobei der Bereich 86,00–89,00%,
einschließlich
jeden Hundertstel Prozentanteils dazwischen, der bevorzugteste ist.
Porenvolumenprozentanteile werden hierin ausgedrückt als ein Prozentanteil des
Gesamtporenvolumens des Katalysators. Messungen von Porenvolumina
werden mit dem Quecksilbereindringverfahren bestimmt, wobei dieses
Verfahren den Fachleuten auf dem Katalysatorgebiet bekannt ist.
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Gemäß dem herkömmlichen Wissen im Stand der
Technik hätte
man erwartet, daß Katalsatoren
mit der Kombination von Eigenschaften (einschließlich Porenverteilungen), die
die Katalysatoren dieser Erfindung besitzen, unerwünscht niedrige
Katalysatorselektivität
zeigen. Überdies
hätte man
erwartet, daß sie
unannehmbare hohe Diffusionsresistenz zeigen aufgrund fehlender
Bereitstellung eines angemessenen Gehalts an Poren mit Durchmessern über 60 (600)
oder 70 (700) nm (Angström).
Somit war es überraschend,
daß festgestellt
wurde, daß Katalysatoren
gemäß der Erfindung
hervorragende Selektivität
mit einhergehendem niedrigen Gehalt an großen Poren besitzen.
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Weitere Eigenschaften
des fertiggestellten Katalysators
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Weitere physikalische Eigenschaften
sind für
die weitere Charakterisierung der Katalysatoren dieser Erfindung
nützlich,
einschließlich
der gepackten Rohdichte. In einer bevorzugten Ausführungsform
hat ein Katalysator gemäß der Erfindung
eine gepackte Rohdichte von mehr als 0,50 g/cm3.
Eine gepackte Rohdichte im Bereich 0,50–0,65 g/cm3,
einschließlich
jeden Hundertstel g/cm3 dazwischen, ist
besonders bevorzugt, wobei eine gepackte Rohdichte von 0,57 g/cm3 am bevorzugtesten ist. Gepackte Rohdichten über 0,50
g/cm3 neigen dazu, sowohl der Pelletdichte
als auch dem Katalysatorbett-Zwischenraumvolumen Grenzen aufzuerlegen,
die dazu neigen, günstige
Auswirkungen auf die volumetrische Aktivität des Katalysators zu haben.
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Gepackte Rohdichten werden hierin
angegeben auf der Basis von Messungen, die mit dem folgenden Verfahren
durchgeführt
werden. Katalysator in einer Menge im Bereich von 900-1.000 ml wird in
einen tarierten, unter Vibration gesetzten 1.000-ml-Meßzylinder
geschüttet.
Die Vibration des Zylinders wird fortgesetzt, bis das Volumen konstant
wird. Das Endvolumen der Katalysatorprobe wird abgelesen und das
Gewicht der Katalysatorprobe wird bestimmt. Gepackte Rohdichte wird
durch Dividieren des Probengewichtes durch das Probenendvolumen
berechnet. Die Messungen werden an Proben durchgeführt, die
vor atmosphärischer Feuchtigkeit
im Anschluß an
ihre letzte Calcinierung während
der Katalysatorherstellung geschützt
worden sind.
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Ein weiteres Charakteristikum von
Katalysatoren gemäß der Erfindung
ist, daß sie
regenerierbar sind. Für
die Zwecke dieser Beschreibung und der beigefügten Ansprüche ist ein Katalysator "regenerierbar", wenn seine Reaktion
auf ein praktisches Regenerationsverfahren ausreichend günstig ist,
um es wirtschaftlich vorteilhaft zu machen, den Katalysator wenigstens
einmal während
seiner Nutzdauer zu regenerieren. Der Grad der Regenerierbarkeit
kann quantitativ ausgedrückt
werden als eine mit Regeneration assoziierte Zykluslängenverminderung.
Für die
Zwecke dieser Beschreibung und der beigefügten Ansprüche ist die "Zykluslängenverminderung", die einer ersten
Regeneration des Katalysators zuschreibbar ist, die prozentuale
Verminderung der Zykluslänge,
die beobachtet wird, wenn man den ersten mit dem zweiten Betriebszyklus
vergleicht, erhalten mit derselben Katalysatorcharge, wenn die zwei
Zyklen unter Bedingungen durchgeführt werden, die beide wirtschaftlich
sinnvoll und im wesentlichen im Hinblick auf sowohl mittleren Paraffinumsatz
als auch andere Betriebsbedingungen neben der Katalysatoraktivität äquivalent
sind. In solch einem Paar von Zyklen beginnt der erste Zyklus mit
frischem Katalysator, setzt sich ohne Regeneration fort und endet
zu einem Zeitpunkt, der ausgewählt
wird, um eine wirtschaftlich sinnvolle Kombination von Zykluslänge und
mittlerem Paraffinumsatz zu liefern. Der zweite Zyklus beginnt nach
der ersten Regeneration, setzt sich ohne weitere Regeneration fort
und endet zu einem Zeitpunkt, der ausgewählt wird, um einen mittleren
Paraffinumsatz zu liefern, der etwa identisch ist mit demjenigen
für den
ersten Zyklus. In jedem Falle werden Ruheperioden innerhalb der Zyklen
nicht in die Berechnung der Zykluslänge oder des mittleren Umsatzes
mit einbezogen. Eine bevorzugte und/oder wirtschaftlich sinnvolle
Zykluslänge
ist von einem Fachmann, der ein katalytisches Verfahren durchführt, für einen
vorgegebenen Satz von Bedingungen leicht bestimmbar.
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Wie mit dem obigen Verfahren bestimmt,
ist die Zykluslängenverminderung,
die einer ersten Regeneration eines Katalysators gemäß der Erfindung
zuschreibbar ist, vorzugsweise nicht größer als 50% der Länge des
ersten Zyklus. Katalysatoren gemäß dieser
Erfindung in einer bevorzugteren Ausführungsform sind dadurch gekennzeichnet,
daß sie
eine Zykluslängenverminderung,
die einer ersten Regeneration zuschreibbar ist, von nicht mehr als
35% der Länge
des ersten Zyklus besitzen. Katalysatoren gemäß dieser Erfindung gemäß einer
noch bevorzugteren Ausführungsform
sind dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine Zykluslängenverminderung,
die einer ersten Regeneration zuschreibbar ist, von nicht mehr als
20% der Länge
des ersten Zyklus besitzen.
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Bei Betrachtung eines Katalysators,
der gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
hergestellt ist, in der die primäre
katalytische Komponente Pt ist, ist es gut bekannt, daß die Bedingungen
der Katalysatorherstellung eingestellt werden müssen, um einen Katalysator
mit angemessener mechanischer Festigkeit und einem hohen Grad an
Pt-Dispersion zu liefern. Gemäß dieser
Erfindung kann jede Verteilung von Pt innerhalb des Trägers eingesetzt
werden, vorausgesetzt, daß sie
zu einer günstigen
Pt-Dispersion führt,
die angemessene thermische Stabilität besitzt. Vorzugsweise ist
die Pt-Verteilung so gleichförmig
wie möglich.
Insbesondere müssen
die höchsten
lokalen Konzentrationen des Pt niedrig genug gehalten werden, um übermäßige Agglomeration
des Pt unter den Bedingungen der Katalysatorverwendung und -regeneration
zu vermeiden. Die Reinheit des Aluminiumoxid-Ausgangsmaterials und die Bedingungen
der Katalysatorherstellung müssen ebenfalls
eingestellt werden, um angemessene thermische Stabilität der Trägerstruktur
im endgültigen
Katalysator zu liefern; die Stabilität muß ausreichend sein, um übermäßigen Einschluß des Pt
während
der Verwendung des Katalysators zu vermeiden. Ähnliche Überlegungen treffen auch zu,
wenn andere Metalle der Platingruppe verwendet werden, und diese Überlegungen
sind den Fachleuten in der Herstellung und Verwendung von Trägerkatalysatoren
bekannt.
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Katalysatorherstellung
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Im allgemeinen können viele Verfahren, die zur
Herstellung von Katalysatoren nützlich
sind, die ein Metall der Platingruppe auf einem Träger aus
Aluminiumoxid umfassen, verwendet werden, um Katalysatoren gemäß dieser
Erfindung herzustellen. Die Verarbeitung der Katalysatorvorläufer muß jedoch
insgesamt mit den Lehren hierin bis zu einem ausreichenden Grad übereinstimmen,
um ein endgültiges
Katalysatormaterial mit der einzigartigen Kombination von physikalischen
Merkmalen und Eigenschaften (einschließlich Porengrößenverteilung)
zu liefern, die innerhalb der durch die Ansprüche dieser Erfindung definierten
Grenzen liegen. Die neuartige Kombination von Eigenschaften, die
die hierin beschriebenen Katalysatoren besitzen, ist notwendig,
um solch ein Katalysatormaterial mit relativ hohen Graden an volumetrischer
Aktivität,
Selektivität, thermischer
Stabilität
und Regenerierbarkeit zu liefern. Obgleich ein bevorzugtes Herstellungsverfahren
gemäß der Erfindung
in Beispiel II unten beschrieben ist, können beträchtliche Variationen im Herstellungsverfahren
vorgenommen werden, ohne von den Grenzen und Beschränkungen
der beanspruchten Erfindung abzuweichen, wie von den Fachleuten
anerkannt werden wird, nachdem sie diese Beschreibung und ihre beigefügten Ansprüche gelesen
haben, da viele der allgemeinen Prinzipien zur Herstellung von Katalysatoren,
die im Stand der Technik bekannt sind, verwendet werden können, um
die Katalysatoren der Erfindung herzustellen. In jedem Fall ist
es bevorzugt, Imprägnierungsbedingungen
auszuwählen,
die zu günstigen
Verteilungen von zugesetzten Komponenten innerhalb des Trägers sowie
einem hohen Grad an Dispersion der primären katalytischen Komponente
führen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung hergestellte Katalysatoren schließen einen Träger, eine
primäre
katalytische Komponente, eine Aziditätskontrollkomponente und fakultativ
eine Aktivatorkomponente ein. Diese Komponenten werden hierin oft
nur als die involvierten Elemente diskutiert, aber es soll verstanden
werden, daß die
zitierten Elemente in verschiedenen Oxidationszuständen oder
als Komponenten verschiedener chemischer Verbindungen oder Komplexe
in verschiedenen Stufen der Herstellung oder Verwendung der Katalysatoren
vorliegen können.
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Verschiedene bekannte Verfahren zum
Kombinieren von Katalysatorträgern
mit zugesetzten Katalysatorkomponenten während der Katalysatorherstellung
werden von den Fachleuten auf diesem Gebiet anerkannt. Alle diese
Verfahren, die bei der Herstellung von Katalysatoren nützlich sind,
die ein oder mehrere Metalle der Platingruppe umfassen, abgeschieden
auf einem porösen
Aluminiumoxid-Träger,
können
verwendet werden, um zugesetzte Katalysatorkomponenten (einschließlich löslicher
metallischer Spezies, ob komplexiert oder nicht-komplexiert) bei
der Herstellung von Katalysatoren gemäß der vorliegenden Erfindung
abzuscheiden. Ein geeigneter Aluminiumoxid-Katalysatorträger könnte zum
Beispiel in einer Lösung
eingetaucht werden, die ein oder mehrere in der Wärme zersetzbare
Salze von einzusetzenden Metallen enthält. Die Aktivatorkomponente
und die primäre
katalytische Komponente können
in einer Ausführungsform
in befriedigender Weise auf dem Katalysatorträger gleichzeitig abgeschieden
werden, in dem eine Lösung
verwendet wird, die beide Komponenten enthält. In einigen Fällen werden
bessere Ergebnisse erzielt, wenn die Aktivatorkomponente zuerst
aufgebracht wird, gefolgt von einem Calcinierungsschritt, wobei
der calcinierte Material danach mit einer Lösung imprägniert wird, die die primäre katalytische
Komponente umfaßt.
Obgleich es auch möglich ist,
die primäre
katalytische Komponente zuerst aufzubringen, gefolgt vom Aufbringen
der Aktivatorkomponente, ist dieses Verfahren üblicherweise nicht vorteilhaft.
Wie in Beispiel II unten beschrieben, wurden hervorragende Ergebnisse
mit einem Verfahren erzielt, bei dem eine Aktivatorkomponente und
eine Aziditätskontrollkomponente
gleichzeitig in einem ersten Imprägnierungsschritt zum Träger zugegeben
wurden und die primäre
katalytische Komponente anschließend separat in einem zweiten
Imprägnierungsschritt
zugegeben wurde. Im allgemeinen ist es am bevorzugtesten, die primäre katalytische
Komponente nach irgendeinem Calcinierungsschritt zuzugeben, der
die Oberfläche
des Trägers
signifikant verringert, um das Risiko von verschwenderischem Einschluß der primären katalytischen
Komponente teilweise oder insgesamt durch den Träger während der Calcinierung zu verringern.
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Obgleich jedes der in der Wärme zersetzbaren
löslichen
Salze der auf dem Aluminiumoxid-Träger abzuscheidenden
Metalle gemäß der Erfindung
eingesetzt werden kann, werden die besten Ergebnisse üblicherweise
mit der Verwendung von Salzen erzielt, die kein Halogen einschließen. Halogenhaltige
Salze, wie etwa Chlorplatinsäure,
sind, obgleich verwendbar, üblicherweise
nicht besonders bevorzugt, weil ihre Verwendung dazu führt, daß der Katalysator
wenigstens einige Halogen-Ionen enthält, und das Vorhandensein von
Halogen-Ionen im
Katalysatormaterial, selbst in geringen Mengen, potentiell unerwünschte Nebenreaktionen
fördern
könnte.
In ähnlicher
Weise sind Metallsulfate üblicherweise
nicht vorteilhaft, weil das Sulfat-Ion aus dem Katalysatormaterial
nur mit Schwierigkeiten entfernt werden kann und das Vorhandensein
von Sulfat-Ionen im Katalysator sogar in kleinen Mengen nachteilig
sein kann. Die bevorzugtesten Katalysatorimprägnierungslösungen, die Gruppe-I-B-Metalle
enthalten, sind Lösungen,
die Nitrate umfassen, wie etwa Kupfernitrat oder Silbernitrat, gelöst in wässrigem
Ammoniumhydroxid. Die bevorzugtesten Lösungen, die Platinmetalle enthalten, sind
diejenigen, die durch Lösen
von Diammindinitrit, wie etwa Platindiammindimitrit, Pt(NH3)2(NO2)2, oder Palladiumdiammindinitrit, Pd(NH3)2(NO2)2, in wässrigem
Ammoniumhydroxid hergestellt werden.
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Wenn eine wässrige ammoniakalische Lösung von
Platindiammindinitrit verwendet wird (wie in den Beispielen I bis
III unten), ergibt das folgende Verfahren zur Herstellung der Lösung gute
Ergebnisse. Platindiammindinitrit wird in einer heißen konzentrierten
wässrigen
Lösung
von Ammoniumhydroxid gelöst,
um eine homogene Zwischenvorratslösung herzustellen, in der die
Pt-Konzentration etwas höher
ist als diejenige, die zur Verwendung bei der Katalysatorimprägnierung
beabsichtigt ist. Die Vorratslösung
kann dann fakultativ bei einer Temperatur im Bereich von 65–85°C für einen
Zeitraum von bis zu etwa vier Stunden gehalten („gealtert") werden, was zu einer gewissen Annäherung an
ein Gleichgewicht der Verteilung von Komplexen, die in der Lösung vorliegen,
führt.
Die zur Katalysatorimprägnierung
benötigte
Lösungsmenge
wird geeigneterweise bereitgestellt, indem eine geeignete Menge
an Zwischenvorratslösung
mit entionisiertem Wasser verdünnt
wird, während
sie bei einer Temperatur gehalten wird, die zur Aufrechterhaltung
der Homogenität
geeignet ist, wie etwa 65°C.
Falls gewünscht,
kann die verdünnte
Lösung
für den
Katalysatorimprägnierungsschritt
auf eine etwas unterschiedliche Temperatur erwärmt oder abgekühlt werden.
In jedem Fall ist es hoch bevorzugt, daß die Lösung homogen ist, wenn sie
mit dem Katalysatorträger
in Kontakt gebracht wird. Es wird von den Fachleuten auf diesem
Gebiet anerkannt werden, daß das
bevorzugteste Herstellungsverfahren in Abhängigkeit von z. B. der gewünschten
Größe der Katalysatorteilchen
variieren kann. Es gehört
in das Können
des Durchschnittsfachmanns, das geeignetste Verfahren und die geeignetsten
Lösungskonzentrationen
für einen
gegebenen Satz von Bedingungen auszuwählen.
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Während
eines gegebenen Imprägnierungsschrittes
kann die eingesetzte Lösungsmenge
in breitem Umfang variiert werden. Es ist bevorzugt, ein ausreichend
großes
Lösungsvolumen
zu verwenden, um gleichförmige
Abscheidung der Metallsalze zu ermöglichen. Es ist festgestellt
worden, daß es
ein sehr befriedigendes Verfahren ist, in jedem Falle dasjenige
Lösungsvolumen
zu verwenden, das der Menge entspricht, die erforderlich ist, um
das Trägermaterial
vollständig
zu sättigen.
Gemäß dieser
Vorgehensweise wird die auf dem Träger während eines Imprägnierungsschrittes
abgeschiedene Menge an Metall einfach der gesamten Menge an Metall
entsprechen, die in der Lösung
vorhanden ist, die für
den Imprägnierungsschritt
verwendet wird. Die Lösungsmenge,
die erforderlich ist, um das Trägermaterial
zu sättigen,
kann leicht durch Tests bestimmt werden, die an einer kleinen Probe
des Trägermaterials
durchgeführt
werden. Wenn ein ausgewähltes
Metallsalz (wie etwa basisches Carbonat, als nur ein Beispiel) in
jedem Fall nicht ausreichend löslich
ist, um zu ermöglichen,
daß die
gewünschte
Menge des Metalls in einer einzigen Anwendung abgeschieden wird,
kann das Metall in mehreren Schritten aufgebracht werden, wobei
das Katalysatormaterial zwischen solchen Schritten getrocknet und/oder
calciniert wird.
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In verschiedenen hierin vorgelegten
Beispielen werden Calcinierungsbedingungen anhand einer bestimmten
Calcinierungstemperatur und entweder einer spezifizierten Calcinierungszeit
oder einer Calcinierungszeit, die ausreichend ist, um einen angegebenen
Effekt zu erzeugen, beschrieben. Es ist von den Fachleuten auf diesem
Gebiet anerkannt, daß auch
etwas unterschiedliche Calcinierungstemperaturen mit im wesentlichen
gleichwertigen Ergebnissen verwendet werden könnten. In einigen Fällen könnten kompensierende Einstellungen
der Calcinierungszeit erforderlich sein, da solche Einstellungen
in der Technik gut bekannt sind. Wenn die Calcinierung durchgeführt wird,
um Katalysatorteilchen mit einer bestimmten Oberfläche zu erreichen,
kann das Fortschreiten der Veränderung
in der Oberfläche
leicht durch Testen des Probenmaterials in angemessenen Intervallen
unter Verwendung von Techniken, die den Fachleuten bekannt sind, überwacht werden,
wie etwa der BET-Methode mit Stickstoff als der adsorbierten Spezies.
Wenn eine Behandlung bei erhöhten
Temperaturen eingesetzt wird, um flüchtige oder zersetzbare Imprägnierungs-Nebenprodukte zu
eliminieren, wie etwa Nitrite, Nitrate, Ammoniak, etc., können ähnliche
Tests kleiner Mengen der Katalysatorpellets in ausgewählten Intervallen
vorgenommen werden, um den Erfolg sicherzustellen, oder alternativ
könnten die
Fachleute vertrauensvoll diejenigen Bedingungen einsetzen, die gut
bekannt und als ausreichend für
eine solche Eliminierung anerkannt sind, vorausgesetzt, daß der endgültige Katalysator
die physikalischen Beschränkungen
besitzt, die in den Ansprüchen
hierin angegeben sind. Obgleich Calcinierung an Luft in verschiedenen
Beispielen angegeben ist, erwägt
die vorliegende Erfindung auch die Verwendung anderer Atmosphären während der
Calcinierung, da die Verwendung anderer Atmosphären, einschließlich oxidierender, reduzierender
und inerter Atmosphären,
den Durchschnittsfachleuten in der Katalysatorcalcinierung bekannt
ist. Calcinierung wird üblicherweise
bei einer Temperatur zwischen 300 und 1200°C durchgeführt, vorzugsweise zwischen
400 und 1000°C,
einschließlich
jeden Temperaturgrades dazwischen. Die Dauer der Calcinierungsbehandlung
kann jede Zeitdauer zwischen 0,5 und 24 Stunden sein, liegt aber
vorzugsweise zwischen fünfundvierzig
(45) Minuten und 4 Stunden. Es wird anerkannt werden, daß die mittlere
Temperatur während
der Calcinierung höher
sein wird als die mittlere Temperatur während irgendeiner Trocknungsbehandlung.
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Beispiel I – Stand
der Technik
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Dieses Beispiel veranschaulicht die
Herstellung und Verwendung eines Dehydrierungskatalysators auf Aluminiumoxid-Träger gemäß dem, was
aus dem Stand der Technik bekannt ist. Wie hierin verwendet, sind alle
Teile gewichtsbezogen, sofern nicht anders angegeben. Der eingesetzte
Aluminiumoxid-Träger
wurde erhalten von LaRoche Industries, Inc., Grade A-302, Kügelchen
mit 5–8
Mesh. Die Spezifikationen für
diesen Träger
schließen
eine Rohdichte von wenigstens 0,673 g/cm3,
eine Oberfläche
von wenigstens 270 m2/g und ein Makroporenvolumen
von wenigstens 0,18 cm3/g ein. In eine geeignete
Katalysatorbeschichtungspfanne wurden 104,6 Teile dieses Katalysatorträgers eingebracht.
Eine erste Imprägnierungslösung wurde
hergestellt aus 0,666 Teilen Kaliumnitrat, 8,23 Teilen Kupfer(II)-nitrat-Trihydrat,
23,0 Teilen konzentriertem wässrigen
Ammoniumhydroxid (28% NH3) und einer ausreichenden
Menge entionisiertem Wasser, um ein Endlösungsvolumen zu liefern, das
demjenigen entspricht, das erforderlich ist, um die Poren des Trägers auszufüllen, wie
bestimmt mit einem Test an einer kleinen Probe des Aluminiumoxids.
Als der Träger
in der Beschichtungspfanne umgewälzt
wurde, wurde die gesamte erste Imprägnierungslösung über einen Zeitraum von etwa
sieben Minuten auf die Pellets aufgesprüht. Nach einigen weiteren Minuten
Umwälzen,
die ausreichend sind, um vollständige
Absorption der Lösung
durch die Pellets zu ermöglichen,
wurden die Pellets bei 138°C
auf einen Feuchtegehalt von 3% oder weniger getrocknet und anschließend an
Luft bei etwa 675°C
für eine
Zeit calciniert, die ausreichend ist, um ihre Oberfläche auf
den Bereich 180–220
m2/g zu verringern, wie bestimmt durch Tests
an kleinen Proben, die während
des Fortschreitens der Calcinierung durchgeführt wurden. Nach Abkühlen auf
Umgebungstemperatur und Sieben, um Feinteile zu entfernen, wurden
die resultierende calcinierten Zwischenproduktpellets erneut in
eine Beschichtungspfanne gegeben und ein zweites Mal in einer heißen (50–60°C) wässrigen
ammoniakalischen Lösung
von Platindiammindinitrit, die 0,37 Teile Platin enthielt, unter Verwendung
eines Verfahrens imprägniert,
das analog war zu demjenigen für
die erste Imprägnierung.
Die resultierenden Pellets wurden anschließend bei 113°C auf einen
Feuchtegehalt von 5% oder weniger getrocknet und anschließend an
Luft bei etwa 455°C
für einen
Zeitraum calciniert, der ausreichend war, um zersetzbare Imprägnierungs-Nebenprodukte, wie
etwa Nitrite und Nitrate, zu eliminieren. Schließlich wurden die Pellets abgekühlt und
gesiebt, um 100 Teile endgültigen
Katalysator zu erhalten. Der resultierende Katalysator hatte die folgenden
gemessenen Eigenschaften: 0,25% K, 2,1% Cu, 0,37% Pt und eine Oberfläche von
218 m2/g. Einige zusätzliche Eigenschaften, die
typisch für
einen herkömmlichen
Katalysator diesen Typs sind, sind in Tabelle I unten zu finden
(Katalysator A).
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Dieser Katalysator wurde getestet,
indem er für
die Dehydrierung einer Normalparaffinmischung verwendet wurde, die
Kohlenwasserstoffe enthielt, die 10, 11, 12 und 13 Kohlenstoffatome
pro Molekül
umfassten, in einem Laborrücklaufreaktor
unter den folgenden Bedingungen: Katalysatortemperatur 444–445°C, Druck 54,5–55,9 kPaÜberdruck
(7,9–8,1
psig), Wasserstoff:Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 0,69–0,71, Paraffin-Zuführrate 79–80 g/g
Katalysator/h und Versuchslänge
fünf Stunden.
Der erhaltene Bereich des Normalparaffinumsatzes betrug 7,5–11,0% und
der Bereich des Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten betrug 1,02–1,93%.
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Beispiel II
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Dieses Beispiel veranschaulicht die
Herstellung und Verwendung eines Dehydrierungskatalysators auf Aluminiumoxid-Träger gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Die Vorgehensweise von Beispiel I
wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der eingesetzte Träger Extrudate
Grade AE-30 von Engelhard Corporation mit einem ungefähr kreisförmigen Querschnitt
mit Durchmessern von etwa 0,16 cm (1/16 inch) und Längen-Durchmesser-Verhältnissen überwiegend
im Bereich 2–4 war.
Die Dauer der ersten Calcinierung wurde so ausgewählt, daß sie wenigstens
diejenige Zeitlänge
betrug, die ausreichend war, um zersetzbare Imprägnierungs-Nebenprodukte zu
eliminieren, und die Platin-Menge in der zweiten Imprägnierungslösung wurde
erhöht,
um einen höheren
Platin-Gehalt im endgültigen
Katalysator zu liefern. Die verwendete Gesamtmenge Träger und
die eingesetzten Mengen Kupfer(II)- und Kaliumnitrate in der ersten
Imprägnierungslösung wurden
nach Erfordernis leicht verringert, um einen resultierenden Katalysator
mit den folgenden Eigenschaften zu liefern: 0,23% K, 2,07% Cu, 0,54%
Pt, Oberfläche
144 m2/g, gepackte Rohdichte 0,57 g/cm3, Makroporenvolumen 0,06 cm3/g,
Gesamtporenvolumen 0,78 cm3/g, ein Porenvolumen
von Null für
Poren mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) und ein Porenvolumen von
0,69 cm3/g für Poren mit Durchmessern im
Bereich 6–35
nm (60–350
Angström)
(entspricht 88,5% des Gesamtporenvolumens).
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Die Dehydrierungsleistung dieses
Katalysators wurde unter Verwendung derselben Charge und derselben
Bedingungen, wie diejenigen, die in Beispiel I verwendet wurden,
getestet. Der Bereich des erhaltenen Normalparaffinumsatzes betrug
10,9%–15,5%.
Der Umsatzanstieg, verglichen mit Beispiel I, war proportional zum
Anstieg der Pt-Masse im Reaktor. Somit gab es keinen Verlust an
Pt-Nutzungseffizienz beim höheren Pt-Gehalt.
Der Bereich des Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten betrug 1,23–2,44%.
Bei einem gegebenen Paraffinumsatz war der Umsatz zu aromatischen
Nebenprodukten 36% niedriger, als er in Beispiel I war. Somit wurde
festgestellt, daß die
Selektivität
eines Katalysators gemäß der vorliegenden
Erfindung viel besser war als diejenige des Katalysators nach dem
Stand der Technik von Beispiel I.
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Beispiel III
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Die Vorgehensweise von Beispiel II
wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß eine unterschiedliche Trägercharge
verwendet wurde. Der erhaltene Katalysator hatte die folgenden Eigenschaften:
0,27% K, 2,08% Cu, 0,52% Pt, Oberfläche 143 m2/g,
gepackte Rohdichte 0,56 g/cm3, Makroporenvolumen
0,07 cm3/g, Gesamtporenvolumen 0,78 cm3/g, ein Porenvolumen von Null für Poren
mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) und ein Porenvolumen von
0,68 cm3/g für Poren mit Durchmessern im
Bereich 6–35
nm (60–350
Angström) (entspricht
87,2% des Gesamtporenvolumens). Der Bereich des erhaltenen Normalparaffinumsatzes
betrug 10,8–15,3%
und der Bereich des Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten betrug
0,92–2,17%.
Bei einem gegebenen Paraffinumsatz war der Umsatz zu aromatischen
Nebenprodukten 51% niedriger, als er in Beispiel I war. Dies veranschaulicht
weiter den Selektivitätsvorteil
des Katalysators vorliegenden Erfindung, verglichen mit dem Katalysator
nach dem Stand der Technik von Beispiel I.
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Beispiel IV
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Die Vorgehensweise von Beispiel II
wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der eingesetzte Träger ein
unterschiedlicher Typ von Extrudaten mit 0,16 cm (1/16 Inch) war,
der eine viel höhere
Oberfläche
im endgültigen
Katalysator lieferte. Der resultierende Katalysator hatte die folgenden
Eigenschaften: 0,32% K, 2,19% Cu, 0,65% Pt, Oberfläche 297
m2/g, Makroporenvolumen 0,07 cm3/g,
Gesamtporenvolumen 0,77 cm3/g, ein Porenvolumen
von 0,20 cm3/g für Poren mit Durchmessern unter
6 nm (60 Angström)
und ein Porenvolumen von 0,48 cm3/g für Poren
mit Durchmessern im Bereich 6–35
nm (60–350
Angström)
(entspricht 62,3% des Gesamtporenvolumens). Der Bereich des erhaltenen
Normalparaffinumsatzes betrug 9,3–14,6% und der Bereich des
Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten betrug 1,1–3,0%. Bei
einem gegebenen Paraffinumsatz war der Umsatz zu aromatischen Nebenprodukten
etwa 20% niedriger, als er in Beispiel I war. Diese 20% Verringerung
der Bildung von Aromaten ist beträchtlich kleiner als die Verringerungen
von 36% und 51%, die in den Beispielen II und III zu sehen waren.
Dies veranschaulicht die weniger günstige Selektivität, die erhalten wird,
wenn der Pelletdurchmesser derselbe ist wie derjenige in den Beispielen
II und III, aber die Porengrößenverteilung
des Katalysators nicht in Übereinstimmung
mit der Erfindung ist.
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Beispiel V
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Zwei Katalysatoren wurden aus unterschiedlichen
Portionen derselben Charge von Aluminiumoxid-Pellets Kaiser KA 101
hergestellt. Für
Katalysator S (Standardoberfläche)
wurden die Pellets bei 600°C
für 2 Stunden
calciniert, um modifizierte Pellets mit einer Oberfläche von
190 m2/g, einem Makroporenvolumen von 0,18
cm3/g und einer Rohdichte von 0,67 g/cm3 herzustellen. Die modifizierten Pellets
wurden mit einer wässrigen
ammoniakalischen Lösung
von Platindiammindinitrit und Kupfer(II)-nitrat imprägniert,
bei 120°C
getrocknet und bei 450°C
für zwei
Stunden calciniert, um einen endgültigen Katalysator zu erhalten,
der 0,45% Pt und 2,0% Cu enthielt. Der Katalysator wurde getestet,
indem er für
die Dehydrierung von normalem Dodecan in einem Labor-Pfropfenströmungsreaktor
unter den folgenden Bedingungen verwendet wurde: Katalysatortemperatur
450°C, Druck
69 kPaÜberdruck
(10 psig), Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 8,0, Dodecan-Zuführrate 32
Volumenteile Flüssigkeit
pro Volumenteil Katalysator pro Stunde und Versuchsdauer 25 Stunden.
Der Bereich des erhaltenen Normalparaffinumsatzes betrugt 13,0–14,3% und
der Bereich des Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten betrug 0,21–0,56%.
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Für
Katalysator L (niedrige Oberfläche)
wurden die Pellets bei 1000°C
für 6 Stunden
calciniert, um modifizierte Pellets mit einer Oberfläche von
48 m2/g, einem Makroporenvolumen von 0,25
cm3/g und Rohdichte von 0,69 g/cm3 herzustellen. Umwandlung der modifizierten
Pellets im Katalysator, resultierende Gehalte an Pt und Cu und die
Bedingungen für
die Katalysator-Tests waren alle die gleichen wie für Katalysator
S, mit der Ausnahme, daß eine
höhere
Katalysatortemperatur während
eines Teils des Dehydrierungsversuches verwendet wurde. Für Katalysator
L begann der Versuch bei 460°C
in dem Bestreben, den erhaltenen Umsatz mit Katalysator S in Übereinstimmung
zu bringen. Trotz der höheren
Temperatur betrug der höchste
erhaltene Umsatz jedoch nur 14,0%. Somit war die volumetrische Aktivität von Katalysator
L beträchtlich
niedriger als diejenige von Katalysator S. Nach 2 Stunden wurde
die Temperatur über
einen Zeitraum von 3 Stunden auf 450°C verringert und diese Temperatur
wurde dann für
den Rest des Versuches beibehalten. Der Bereich des erhaltenen Normalparaffinumsatzes
bei 450°C
betrugt 9,1–11,3%.
Der Bereich des Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten für den gesamten
Versuch betrug 0,04–0,30%.
Diese Ergebnisse zeigen, daß,
obgleich die Katalysatorselektivität durch Calcinieren des Trägers nach
dem Stand der Technik auf eine geringere Oberfläche, wie gelehrt in Pat. Nr.
3,920,615, verbessert wird, die Selektivitätsverbesserung begleitet wird
von einer beträchtlichen
Verringerung in der erhaltenen Aktivität aus einer gegebenen Pt-Masse.
Dieser Nachteil wird im Katalysator der vorliegenden Erfindung vermieden,
wie veranschaulicht in Beispiel II.
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Beispiel VI
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Proben des Katalysators von Beispiel
II und eines Katalysators nach dem Stand der Technik, hergestellt,
wie beschrieben in Beispiel I, wurden für zwei Stunden unter Stickstoff
bei 540°C
gealtert. Die Dehydrierungsleistung jedes Katalysators vor und nach
der Alterung wurde unter Verwendung derselben Charge und derselben
Bedingungen, wie diejenigen, die in Beispiel I verwendet wurden,
getestet. Paraffinumsätze
nach 100 Minuten Betrieb wurden für Vergleiche verwendet. Für den Katalysator
von Beispiel II war das angegebene Ergebnis der Alterung, daß der Umsatz
von 12,6% auf 11,5% verringert war, eine Verringerung von 9,5% des Umsatzes,
der ohne die Alterung erhalten wurde. Für den anderen Katalysator war
das angegebene Ergebnis der Alterung, daß der Umsatz von 9,7% auf 9,0%
verringert war, eine Verringerung von 7,2% des Umsatzes, der ohne
die Alterung erhalten wurde. Es wird geschlossen, daß beide
Katalysatoren hervorragende thermische Stabilität zeigten. Der kleine Unterschied
zwischen den zwei Ergebnissen wird als nicht-signifikant angesehen.
-
Beispiel VII
-
Die Vorgehensweise von Beispiel II
wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß die Reihenfolge der Zugabe
der Metalle verändert
wurde. Im ersten Imprägnierungsschritt
wurde nur das Kalium zugegeben, statt sowohl das Kalium als auch
das Kupfer. Im zweiten Imprägnierungsschritt
wurden sowohl das Kupfer als auch das Platin zugegeben, statt nur
das Platin. Der resultierende Katalysator hatte die folgenden Eigenschaften: 0,37%
K, 2,66% Cu, 0,76% Pt, Oberfläche
123 m2/g, gepackte Rohdichte 0,58 g/cm3, Makroporenvolumen 0,05 cm3/g,
Gesamtporenvolumen 0,78 cm3/g, ein Porenvolumen
von Null für
Poren mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) und ein Porenvolumen von
0,69 cm3/g für Poren mit Durchmessern im
Bereich 6–35
nm (60–350
Angström)
(entspricht 88,5% des Gesamtporenvolumens).
-
Der Bereich des erhaltenen Normalparaffinumsatzes
betrug 9,5–13,0%
und der Bereich des Umsatzes zu aromatischen Nebenprodukten betrug
0,98–2,04%.
Bei einem gegebenen Paraffinumsatz war der Umsatz zu aromatischen
Nebenprodukten 32% niedriger, als er in Beispiel I war. Dies veranschaulicht
eine Variation im Katalysatorherstellungsverfahren, die innerhalb
des Schutzumfanges der Erfindung auftreten kann, ohne irgendein
substantielles Opfern von Selektivität.
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Beispiel VIII
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Die Vorgehensweise von Beispiel II
wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der Durchmesser des Trägers von
etwa 0,16 cm (1/16 Inch) auf etwa 0,32 cm (1/8 Inch) erhöht wurde.
Der resultierende Katalysator hatte die folgenden Eigenschaften:
0,25% K, 2,1% Cu, 0,54% Pt, Oberfläche 133 m2/g,
gepackte Rohdichte 0,54 g/cm3, Makroporenvolumen
0,07 cm3/g, Gesamtporenvolumen 0,78 cm3/g, ein Porenvolumen von Null für Poren
mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) und ein Porenvolumen von
0,68 cm3/g für Poren mit Durchmessern im
Bereich 6–35
nm (60–350
Angström)
(entspricht 87,2% des Gesamtporenvolumens). Der Bereich des erhaltenen
Normalparaffinumsatzes betrug 7,8-11,6% und der Bereich des Umsatzes zu
aromatischen Nebenprodukten betrug 0,92–1,92%. Bei einem gegebenen
Paraffinumsatz war der Umsatz zu aromatischen Nebenprodukten 17%
niedriger, als er in Beispiel I war. Dies veranschaulicht eine Selektivitätsvorteil
für den
Katalysator der Erfindung gegenüber
dem Katalysator nach dem Stand der Technik von Beispiel I in Abwesenheit irgendeines
signifikanten Unterschiedes im Pelletdurchmesser.
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Beispiel IX
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Ein einstufiger adiabatischer Pfropfenströmungsreaktor
mit Abwärtsstrom
wurde mit zwei Typen von Katalysator in getrennten Schichten beschickt.
Katalysator P wurde für
die untere Schicht verwendet und Katalysator N wurde für die obere
Schicht verwendet. Gewichtsmäßig enthielt
das resultierende hybride Katalysatorbett 75,7% Katalysator P und
24,3% Katalysator N. Katalysator P war ein Katalysator nach dem
Stand der Technik, hergestellt wie in Beispiel I beschrieben, und
Katalysator N wurde gemäß der Erfindung
hergestellt. Katalysator P hatte die folgenden Eigenschaften: 0,24%
K, 1,8% Cu, 0,46% Pt, Oberfläche
213 m2/g und gepackte Rohdichte 0,74 g/cm3. Katalysator N hatte die folgenden Eigenschaften:
0,30% K, 1,8% Cu, 0,54% Pt, Oberfläche 142 m2/g
und gepackte Rohdichte 0,58 g/cm3. In einem
ersten Betriebszyklus wurde das hybride Katalysatorbett für die Dehydrierung
von Normalparaffin unter Bedingungen innerhalb der folgenden Bereiche
verwendet: Katalysatorbett-Einlaßtemperatur
429–454°C, Einlaßdruck 57,2–69 kPa Überdruck (8,3–10,0 psig),
Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 0,47–1,06, Paraffin-Zufiihrrate
4,9–5,3
g/g Katalysator/h und Paraffinumsatzbereich 8,25–11,90%. Die Zykluslänge betrug
32 Tage (23 Tage auf C10-13-Paraffin und 9 Tage auf C11-14-Paraffin)
und der mittlere Paraffinumsatz betrug 10,72%. Nach dem ersten Zyklus wurde
der Katalysator regeneriert, indem akkumulierter Koks abgebrannt
wurde, mit Wasserstoff behandelt und anschließend für einen zweiten Betriebszyklus
verwendet. Im zweiten Zyklus waren die Bereiche der Betriebsbedingungen
wie folgt: Katalysatorbett-Einlaßtemperatur 437–454°C, Einlaßdruck 52,4–73,1 kPa Überdruck
(7,6–10,6
psig), Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 0,33–1,11, Paraffin-Zuführrate 4,9–5,3 g/g Katalysator/h
und Paraffinumsatz 7,90- 12,10%.
Die Zykluslänge
betrug 29 Tage (20 Tage auf C10-13-Paraffin und 9 Tage auf C11-14-Paraffin) und
der mittlere Paraffinumsatz betrug 10,54%. Ein Vergleich der zwei
Zyklen zeigt, daß die
Regeneration einen großen
Bruchteil der Katalysatoraktivität
wiederherstellte, die während
des ersten Zyklus verlorengegangen war. Überdies lagen die Zykluslänge und
der mittlere Umsatz für
den zweiten Zyklus gut innerhalb praktischer Betriebsbereiche. Somit
gab das hybride Bett kein Anzeichen auf irgendeinen Mangel an Regenerierbarkeit,
und die Ergebnisse zeigen einen annehmbaren Grad an Regenerierbarkeit
für den
Katalysator der Erfindung.
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Strukturdetails
-
Die Daten in Tabelle I unten sind
zu dem Zweck einer detaillierteren Diskussion der Wirkungen bestimmter
struktureller Variationen in endgültigen Katalysatoren angegeben.
Katalysator A stellt den besten bekannten regenerierbaren Katalysator
nach dem Stand der Technik für
die Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich war.
Die angegebene Verringerung von Aromaten von Null beruht auf dem
in Beispiel I erhaltenen Ergebnis, und die anderen Eigenschaften
wurden unter Verwendung einer weiteren repräsentativen Probe bestimmt,
die mit dem Verfahren von Beispiel I hergestellt worden waren. Die
Katalysatoren B bis F sind die Katalysatoren der Beispiele II, III,
IV, VII bzw. VIII. In allen Fällen
entspricht eine höhere
Verringerung von Aromaten einer höheren Katalysatorselektivität.
-
Die Katalysatoren B, C, E und F wurden
alle gemäß der Erfindung
hergestellt. Für
jeden dieser Katalysatoren ist die Selektivität beträchlich höher als diejenige für den Katalysator
A nach dem Stand der Technik. Verglichen mit den Katalysatoren B
und C, besitzt Katalysator E eine leicht niedrigere Selektivität, offensichtlich weil
er unter Verwendung einer weniger optimalen Reihenfolge der Zugabe
der Metalle hergestellt wurde. Verglichen mit den Katalysatoren
B und C, besitzt Katalysator F eine niedrigere Selektivität wegen
seines größeren Pelletdurchmessers.
Verglichen mit Katalysator A, besitzt Katalysator F einen leicht kleineren
Pelletdurchmesser, aber der resultierende Diffusionsvorteil überwiegt
den Nachteil durch seine größere Pelletlänge. Somit ist
leicht erkennbar, daß ein
Selektivitätsvorteil,
der wenigstens so groß ist
wie derjenige, der in Tabelle für
Katalysator F im Vergleich zu Katalysator A angegeben ist aus einer
günstigeren
Porenstruktur in Katalysator F resultiert.
-
Katalysator D fällt nicht unter die Erfindung,
da das Porenvolumen für
Durchmesser unter 6 nm (60 Angström) nicht in den erforderlichen
Bereich fällt.
Verglichen mit Katalysator A, hat Katalysator D eine bessere Selektivität wegen
seines geringere Pelletdurchmessers. Da die Katalysatoren B, C und
D jedoch sehr ähnliche
Pelletformen und -durchmesser besitzen, zeigt die geringere Selektivität von Katalysator
D, verglichen mit den Katalysatoren B und C, deutlich, daß die Porenstruktur
von Katalysator D weniger vorteilhaft ist.
-
Die oben diskutierten Vergleiche
zeigen, daß die
Porenstrukturen der Katalysatoren B, C, E und F, hergestellt gemäß der Erfindung,
höhere
Selektivität
liefern als die Porenstrukturen, die in den Katalysatoren A und
D zu finden sind. Für
die Katalysatoren B, C, E und F ist der viel niedrigere Gehalt an
Poren mit Durchmessern unter 6 nm (60 Angström) offensichtlich ein sehr
wichtiger Faktor, der zu höherer
Selektivität
beiträgt. In
Katalysator A ist der viel höhere
Gehalt an Makroporen (> 70
nm (700 Angström))
nicht in der Lage, den nachteiligen Einfluß auf die Selektivität eines
relativ hohen Gehaltes an Poren von kleiner als 6 nm (60 Angström) zu kompensieren.
Diese Ineffektivität
von Makroporen war ziemlich überraschend
und unerwartet angesichts der Lehre des Standes der Technik, daß beträchtliche
Volumina von Poren mit Durchmessern von mehr als 60 oder 70 nm (600
oder 700 Angström)
mit besserer Selektivität
assoziiert sind. In U.S.-Patent Nr. 4,608,360 ist es zum Beispiel
erforderlich, daß wenigstens
55% des Gesamtporenvolumens des Katalysators mit Poren assoziiert
sein müssen,
die mittlere Durchmesser von etwa 60 nm (600 Angström) oder
mehr besitzen.
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Tabelle
I – Ausgewählte Katalysatoreigenschaften
-
Eliminierung des früheren starken
Vertrauens auf sehr große
Poren (größer als
600 Angström)
gemäß den Lehren
der Erfindung ist vorteilhaft wegen einiger inhärenter Nachteile sehr großer Poren.
Verglichen mit kleineren Poren enthalten sehr große Poren
ein großes
Volumen an leerem Raum, der nunmehr als verschwendeter Raum angesehen
werden kann, der nicht länger
als notwendig für
hohe Selektivität
angesehen wird. Auf einer Basis pro Katalysatorvolumeneinheit stellen
sehr große
Poren weniger der Trägeroberfläche bereit,
die benötigt
wird, um die feinverteilten Platinkristallite richtig zu stabilisieren,
die für
hohe katalytische Aktivität
benötigt
werden. So neigt, in einem Katalysator mit einem hohen Gehalt an
sehr großen
Poren, ein Erhöhen
der Platinbeladung, um höhere
anfängliche
Aktivität
bereitzustellen, dazu, die Kristallite so eng zusammenzudrängen, daß die thermische
Stabilität
der Platin-Dispersion nachteilig beeinflußt wird. Ein weiterer Nachteil
sehr großer
Poren ist deren Neigung, die mechanische Festigkeit der Katalysatorpellets
zu verringern.
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In den Katalysatoren B, C, E und
F ist ein sehr hoher Gehalt an Poren im Bereich 6–35 nm (60–350 Angström) nicht
mit niedriger Selektivität
assoziiert. So wird gefolgert, daß Poren in diesem Bereich überraschenderweise
in der Lage sind, sehr wirkungsvoll zu niedrigen Diffusionsresistenz
beizutragen, die für
hohe Selektivität
benötigt
wird.
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Ein weiterer überraschender Aspekt der Katalysatoren
dieser Erfindung, der unzweifelhaft von den Fachleuten bei deren
Lesen und Verstehen dieser Offenbarung anerkannt werden wird, ist
der große
Umfang, zu dem es möglich
ist, den Gehalt an Mikroporen, hier definiert als Poren mit Durchmessern
von weniger als 6 nm (60 Angström),
zu verringern. Einige der gemäß der Erfindung
hergestellten Katalysatoren waren im wesentlichen frei von solchen
Mikroporen. Obgleich es bereits bekannt war, daß Selektivität mittels
schärferer Calcinierung
verbessert werden konnte, offensichtlich aufgrund einer Verringerung
des Gehalts an Mikroporen, ergaben alle früheren Versuche in dieser Richtung
relativ ungünstige
Ergebnisse. Wenn die Calcinierung ausreichend scharf war, um eine
große
Selektivitätsverbesserung
zu liefern, war die Oberfläche
so stark verringert, daß die
Aktivität
und thermische Stabilität
unerwünscht
niedrig waren. Wenn die Calcinierung weniger scharf war, war die
Selektivitätsverbesserung
kleiner als erwünscht.
Nunmehr ist festgestellt worden, daß ein sehr hoher Grad an Mikroporenverringerung
und Selektivitätsverbesserung
in Kombination mit einer endgültigen Oberfläche erreicht
werden kann, die hoch genug ist, um sowohl hohe Aktivität als auch
hohe thermische Stabilität
zu liefern.
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Die gepackte Rohdichte des Katalysators
der Erfindung ist höher
als diejenige der meisten Dehydrierungskatalysatoren nach dem Stand
der Technik. Diese Eigenschaft in Kombination mit einer neuartigen
Porenstruktur macht es möglich,
ein sehr hohes Niveau an volumetrischer Aktivität zu erreichen, ohne irgendein signifikantes
Opfern der thermischen Stabilität
oder Selektivität.
Die hohe Rohdichte, das niedrige Makroporenvolumen und das niedrige
Mikroporenvolumen führen
zu einem zuvor nicht erreichbaren hohen Niveau an günstig angeordneter
Oberfläche
pro Reaktionsvolumeneinheit. Dies macht es möglich, eine größere Menge Platin
in einen Reaktor einer vorgegebenen Größe einzubringen, ohne ein signifikantes
Opfern der mittleren Effektivität
pro Masseneinheit Platin.
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Nützliche
Verfahrenscharakteristika
-
Jede der verschiedenen Kombinationen
von Anlage, Rohmaterialien und Betriebsbedingungen, die bei Katalysatoren
nach dem Stand der Technik zur Herstellung von Monoolefinen im Reinigungsmittelbereich durch
die Dehydrierung von Paraffinen verwendet werden können, können ebenfalls
mit den Katalysatoren dieser Erfindung verwendet werden. Es ist
jedoch bevorzugt, ein Verfahren zu verwenden, das die Regenerierung des
Katalysators in wirtschaftlich vorteilhaften Intervallen einschließt. In den
folgenden Abschnitten werden verschiedene bevorzugte Verfahrenscharakteristika
für ein
Verfahren beschrieben, das Katalysatorregenerierung einschließt.
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Reaktordesign
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Für
die Praxis dieser Erfindung sollte(n) der eingesetzte Reaktor oder
die eingesetzten Reaktoren vorzugsweise für adiabatischen Pfropfenströmungsbetrieb
ausgelegt sein. Ein Grund hierfür
ist, daß die
Einwirkung von heißeren
Wänden
auf Reaktionsmischungen mit höherem
Umsatz dazu neigt, die Reaktionsselektivität zu senken. Ein weiterer Grund
ist, daß die
Einwirkung der höheren
Katalysatortemperaturen, die nahe dem Einlaß eines adiabatischen Reaktors
existieren, auf solche Mischungen dazu neigt, sowohl die Reaktionsselektivität zu senken
als auch eine unannehmbar hohe Rate an Katalysatordesaktivierung
unter den Bedingungen dieses Verfahrens zu bewirken. Ein weiterer
Grund ist, daß die
Selektivität
dazu neigt, am höchsten zu
sein, wenn jedes Umsatzinkrement bei dem niedrigst möglichen
mittleren Olefin-Paraffin-Verhältnis
auftritt, d. h. wenn die Rückmischung
minimiert ist. Ein vierter Grund ist, daß der Teil eines adiabatischen
Reaktors stromabwärts
des Bereiches, in dem der größte Teil
des Umsatzes auftritt, eine günstige
Umgebung mit niedrigerer Temperatur bereitstellt, in der die bevorzugte überschüssige anfängliche
Katalysatoraktivität
liegen kann.
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Alle weiteren Reaktordesign-Elemente,
die geeignet sind zur Verwendung bei Platinkatalysierter Dehydrierung
von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich, können in der Praxis dieser Erfindung
eingesetzt werden. Die Strömungsrichtung
kann Abwärtsstrom,
Aufwärtsstrom
oder Radialstrom sein. Das Verhältnis
von Betthöhe
in der Strömungsrichtung
zu Bettquerschnittsfläche
in einer bestimmten Höhe
kann im breiten Umfang variieren. Das Katalysatorbett kann fixiert
sein oder sich bewegen, aber es sollte nicht fluidisiert sein, weil dies
inkompatibel mit Pfropfenströmungsbetrieb
wäre.
-
Es ist bevorzugt, kontinuierliche,
zylindrische Festbettreaktoren mit Abwärtsströmung mit einem Verhältnis von
Länge über Durchmesser
zu verwenden, das ausgewählt
ist, um Probleme mit Wandeffekten, Kanalbildung, übermäßiger Rückmischung, übermäßigem thermischen
Feedback oder unzureichender Turbulenz außerhalb der Katalysatorpellets
zu minimieren. Es ist auch bevorzugt, daß die Paraffincharge vor Kontakt mit
dem Katalysatorbett vollständig
verdampft und gleichförmig
mit zugesetztem Wasserstoff vermischt wird.
-
Paraffin-Ausgangsmaterial
-
Das Paraffin im Reinigungsmittelbereich,
das als ein Ausgangsmaterial eingesetzt wird, kann aus jeder Quelle
stammen und von jeder Qualität
sein, die zur Verwendung in Platin-katalysierter Dehydrierung geeignet ist.
Als Ausgangsmaterialien für
eine Dehydrierung, die Katalysatoren dieser Erfindung verwendet,
nützliche Paraffine
schließen
alle Paraffine mit zwischen 2 und 20 Kohlenstoffatomen pro Molekül ein, wobei
sie geradkettig oder verzweigt sein können. Obgleich man glaubt,
daß jedes
Paraffin, von dem im allgemeinen anerkannt ist, daß es in
der Lage ist, katalytische Dehydrierung zu durchlaufen, zur Verwendung
gemäß der Erfindung
geeignet ist, sind Paraffine, die für die Herstellung von Alkylbenzol
als einem Zwischenprodukt bei der Herstellung von sulfonierten Alkylbenzolen
für die
Reinigungsmittelverwendung geeignet sind, ein bevorzugtes Ausgangsmaterial
und normale Paraffine sind ein besonders bevorzugtes Ausgangsmaterial. „Paraffine
im Reinigungsmittelbereich" bedeutet
Paraffine mit einer Gesamtkohlenstoffzahl im Bereich 9 bis 15 einschließlich, d.
h. gesättigte
Kohlenwasserstoffmoleküle,
die 9, 11, 12, 13, 14 oder 15 Kohlenstoffatome pro Molekül enthalten.
Gesamtkohlenstoffzahlen im Bereich 10 bis 14 sind besonders bevorzugt.
Mischungen, die einen Bereich von Kohlenstoffzahlen enthalten, können verwendet
werden, und es ist bevorzugt, die Breite des Kohlenstoffzahlbereiches
in solchen Mischungen auf vier Kohlenstoffe oder weniger zu beschränken. Die
eingesetzten Paraffine können
frisch (nicht zuvor im Dehydrierungsverfahren verwendet) oder recycelt
(nicht-umgesetztes Paraffin, rückgewonnen
aus einem früheren
Dehydrierungsprodukt) sein. Mischungen, die frische und recycelte
Paraffine in irgendwelchen Anteilen enthalten, können ebenfalls verwendet werden.
-
Da verschiedene Bereiche in dieser
Beschreibung und den hieran angeschlossenen Ansprüchen spezifiziert
sind, ist es vorteilhaft, alle Bereiche, die als spezifizierte Grenzen
aufweisend angegeben sind, so zu definieren, daß sie diejenigen Werte einschließen, die
an den Grenzen des spezifizierten Bereiches liegen. Die Worte „jede Anzahl
von Kohlenstoffatomen zwischen 9 und 15" bedeutet zum Beispiel 9, 10, 11, 12,
13, 14 und 15. In ähnlicher
Weise schließen
Prozentbereiche auch die Extremwerte ein, die verwendet werden,
um den Bereich zu definieren.
-
Anzahl der Stufen
und Katalysatormenge
-
Es ist bevorzugt, entweder eine einzige
Reaktionsstufe oder zwei Stufen in Reihe mit geeigneten Wiedererhitzungsmitteln
zwischen den Stufen zu verwenden. Wenn zwei Stufen verwendet werden,
können
verschiedene Aspekte der Reaktordesigns und Betriebsbedingungen ähnlich oder
unterschiedlich sein. Beim bevorzugten Betriebsverfahren kann eine
Reihe von vielen Betriebszyklen und dazwischen liegenden Katalysatorregenerierungen
ohne irgendeine Unterbrechung für
die Zugabe oder Entnahme von Katalysator abgeschlossen werden. Zu
Beginn solch einer Reihe sollten die Typen und Mengen an Katalysator,
der in den Reaktor oder die Reaktoren geladen wird, derart sein,
daß ein
großer Überschuß an Katalysatoraktivität vorhanden
ist. Solche überschüssige Anfangsaktivität wird benötigt, um
die Katalysatordesaktivierung zu kompensieren, die sowohl innerhalb
von Betriebszyklen als auch von Zyklus zu Zyklus auftritt. Die bevorzugte
Menge an überschüssiger Anfangsaktivität ist die
Menge, die das günstigste
Gleichgewicht zwischen den Längen
der Zyklen, der Anzahl der Zyklen in einer Reihe und der Überreaktionsneigung,
die zu Beginn jedes Zyklus aufgrund der überschüssigen Aktivität auftritt,
bereitstellt.
-
Paraffinumsatz
-
Jeder Grad an Umsatz pro Durchgang
und alle Mittel zur Steuerung des Umsatzes, die für die Platin-katalysierte
Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsbereich geeignet sind,
können
in der Praxis dieser Erfindung eingesetzt werden. Der Umsatz über eine
Stufe könnte
in einigen Fällen
sehr niedrig sein, zum Beispiel etwa 1%. Der Gesamtumsatz über alle
Stufen des Dehydrierungsverfahrens könnte so hoch wie 20% sein oder
höher.
Der bevorzugte Bereich des Paraffinumsatzes über alle kombinierten Stufen
liegt von etwa 5% bis etwa 20%.
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Der Umsatz kann während eines Verarbeitungszyklus
nahezu konstant gehalten oder in irgendeiner gewünschten Weise variiert werden.
Das beste Schema für
Einstellungen des Umsatzes auf Zeitbasis innerhalb eines Betriebszyklus
hängt signifikant
von den weiteren Bedingungen im Gebrauch ab, und es kann durch Routineexperimente
bestimmt werden.
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Verschiedene Verfahren zur Steuerung
des Umsatzes innerhalb eines Verarbeitungszyklus sind gut bekannt.
Solche Verfahren schließen
die Einstellungen von Reaktionstemperatur, reversibler Katalysatorvergiftung,
wie beschrieben in U.S.-Pat. Nr. 3,632,662, und intermittierender
oder kontinuierlicher Zugabe von Katalysator während der Verarbeitung ein.
Alle solche Mittel können
in der Praxis dieser Erfindung verwendet werden. Im bevorzugten
Verfahren beginnen Verarbeitungszyklen mit einem beträchtlichen Überschuß an Katalysatorbettaktivität und die
Betriebsbedingungen zu Beginn eines Zyklus hin werden beschränkt auf
relativ niedrige Temperaturbereiche, die eine hohe Toleranz für überschüssige Katalysatoraktivität bereitstellen.
Gute Ergebnisse können
auf diese Weise erhalten werden, ohne sich auf entweder reversible
Vergiftung oder Katalysatorzugabe während der Verarbeitung verlassen
zu müssen.
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Katalysatorregenerierung
und Wasserstoffbehandlung
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Das bevorzugte Verfahren zur Katalysatorregenerierung
ist, den akkumulierten Koks unter Verwendung einer verdünnten Sauerstoffquelle,
wie etwa einer Mischung aus Luft mit Stickstoff und/oder recycelten Koksverbrennungsprodukten
abzubrennen. Sauerstoffgehalt und Einlaßgastemperatur können so
eingestellt werden, daß eine
geeignete Peaktemperatur in der Koksverbrennungszone bereitgestellt
wird. Im bevorzugten Betriebsverfahren wird der Katalysator, nachdem
der Koks abgebrannt worden ist und vor der Einführung der Paraffincharge, mit
reinem oder recycelten Wasserstoff für etwa eine Stunde oder mehr
bei einer Temperatur behandelt, die vergleichbar ist zu derjenigen,
die zu Beginn des nächsten
Verarbeitungszyklus verwendet werden soll. Wasserstoffbehandlung
wird auch verwendet, um neuen Katalysator für den Gebrauch herzustellen. Spezifische
Bedingungen für
die Katalysatorregenerierung und Wasserstoffbehandlung unter irgendwelchen bestimmten
Umständen
können
durch Routineexperimente bestimmt werden.
-
Zugesetzter
Wasserstoff
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Es ist bei der herkömmlichen
kommerziellen Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich bekannt,
eine bestimmten Menge an zugesetztem Wasserstoff in der Dehydrierungs-Ausgangsmischung
einzuschließen,
um den Katalysator in einem aktiven Zustand zu halten. Obgleich
nicht an irgendeine Theorie gebunden sein zu wollen, glaubt man
im allgemeinen, daß die
Wirkungen von Wasserstoff über
einfache Verdünnungseffekte
hinausgehen. Insbesondere glaubt man, daß Wasserstoff eine Rolle bei
der Unterdrückung
der Bildung von Koks auf Katalysatoroberflächen und beim Halten des Platins
im notwendigen metallischen Zustand spielt.
-
Die Menge an zugesetztem Wasserstoff
kann in breitem Umfang variiert werden, und das H2 :
HC-Verhältnis
kann innerhalb eines Reaktionszyklus konstant sein oder variiert
werden. Das H2 : HC-Verhältnis ist hierin definiert
als das Molverhältnis
von zugesetztem Wasserstoff zu Kohlenwasserstoffen im Reinigungsmittelberich
in der Ausgangsmischung. Obgleich viel höhere Verhältnisse verwendet werden können, ist
es bevorzugt, relativ niedrige H2 : HC-Verhältnisse
im Bereich von etwa 0,3 bis 1,9 zu verwenden. Es ist besonders bevorzugt,
H : HC-Verhältnisse
im Bereich von etwa 0,4 bis 1,0 zu verwenden. Unter den Vorteilen
relativ niedriger H2 : HC-Verhältnisse
sind kleinere Anlagengrößen, niedrigere
Energiekosten und die Fähigkeit,
bei niedrigeren Temperaturen effektiv zu arbeiten. Niedrigere Betriebstemperaturen
sind besonders vorteilhaft nahe des Beginns von Betriebszyklen,
wenn große
Mengen an überschüssiger Katalysatoraktivität vorhanden
sind.
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Der in der vorliegenden Erfindung
eingesetzte Wasserstoff kann aus jeder Quelle stammen und von jeder
Qualität
sein, die zur Verwendung bei Platin-katalysierter Dehydrierung von
Paraffinen geeignet ist. Geeignete Typen schließen Wasserstoff ein, der durch
ein anderes Verfahren hergestellt ist; Wasserstoff, der im Dehydrierungsverfahren
erzeugt, abgetrennt und rückgeführt worden
ist; und Wasserstoff mit variierender Reinheit. Aus wirtschaftlichen
Gründen
ist es üblicherweise
bevorzugt, im Verfahren erzeugten Wasserstoff zu verwenden. Der
Umfang der Reinigung und Behandlung von rückgeführtem Wasserstoff vor seiner
Wiederverwendung sollte so ausgewählt werden, daß die Gesamtverfahrenseffizienz
optimiert wird.
-
Temperatur und
Druck
-
Alle Katalysatorbett-Einlaßtemperaturen,
die für
Platin-katalysierte Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich
geeignet sind, können
in der Praxis dieser Erfindung verwendet werden. Für den Betrieb
mit einer einzigen Reaktionsstufe ist es bevorzugt, Einlaßtemperaturen
zu verwenden, die 460°C
nicht übersteigen.
Für den
Betrieb mit zwei oder mehr Reaktionsstufen ist es bevorzugt, Einlaßtemperaturen
zu verwenden, die 450°C
nicht übersteigen.
Unter den Vorteilen solcher Temperaturgrenzen sind verringerter
Ausbeuteverlust an Crack-Reaktionen, niedrigere Energiekosten, verringerte
Koksbildungsraten, niedrigere Anlagenwartungskosten und verbesserte
Katalysatoreffektivität.
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Für
beste Ergebnisse ist es üblicherweise
notwendig, die Einlaßtemperatur
in einem Betriebszyklus zu variieren. Typischerweise wird die niedrigste
Temperatur zu Beginn eines Zyklus verwendet, um Überreaktion zu unterdrücken, und
höhere
Temperaturen werden später
verwendet, um abnehmende Katalysatoraktivität zu kompensieren. Zu jedem
Zeitpunkt in einem Betriebszyklus hängt die Einlaßtemperatur,
die für
eine bestimmte Reaktionsstufe erforderlich ist, stark vom Anstieg
des Umsatzes, der über
die Stufe gewünscht
ist, in dem Umsatz, der am Auslaß der Stufe gewünscht ist,
dem Gesamtdruck und dem H2 : HC-Verhältnis ab,
von denen alle in Wechselwirkung mit der Einlaßtemperatur stehen, um zu bestimmen,
ob die Temperatur am Ausgang der Stufe hoch genug sein wird, um
zu ermöglichen,
daß der
gewünschte
Umsatz erreicht wird, bevor weiterer Umsatz durch die Auswirkungen
des Reaktionsgleichgewichtes verhindert wird. Für jede bestimmte Situation kann
das optimale Schema für
Einstellungen der Einlaßtemperaturen
durch Routineexperimente von einem Fachmann angesichts der vorliegenden
Offenbarung bestimmt werden.
-
Jeder Gesamtdruck, der für die Platin-katalysierte
Dehydrierung von Paraffinen im Reinigungsmittelbereich geeignet
ist, kann in der Praxis dieser Erfindung eingesetzt werden. Wegen
Extrakosten und Gefahren, die mit einem Betrieb bei unteratmosphärischen
Drücken
zusammenhängen,
ist es bevorzugt, daß der
Druck wenigstens eine Atmosphäre
beträgt.
Wegen Vorteilen bei chemischem Gleichgewicht ist es ebenfalls bevorzugt,
Drücke
unterhalb von etwa drei Atmosphären
zu verwenden. Es ist besonders bevorzugt, daß Drücke in einer Endreaktionsstufe
so niedrig wie praktisch möglich
sind, d. h. von etwa 1 Atmosphäre
bis etwa 1,8 Atmosphären.
-
WHSV
-
Die gewichtsbezogene stündliche
Raumgeschwindigkeit (WHSV) ist hierin definiert als das Gewicht des
Paraffin-Ausgangsmaterial, das in ein bestimmtes Katalysatorbett
pro Stunde pro Gewichtseinheit Katalysator in diesem Bett eintritt
(wobei beide Gewichte in denselben Einheiten gemessen sind). Wenn
die WHSV erhöht
wird, neigt der Umsatz über
ein Katalysatorbett mit einer gegebenen Aktivität dazu abzunehmen. Die Auswahl
eines Wertes für
die WHSV fixiert auch den Wert solcher alternativen Parameter wie
stündliche
Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit
(LHSV) oder Kontaktzeit. Jede WHSV, die für Platin-katalysierte Dehydrierung von Paraffinen
im Reinigungsmittelbereich geeignet ist, kann in der Praxis dieser
Erfindung eingesetzt werden. Werte im Bereich von 1 bis 20 sind
bevorzugt. Der beste Wert zur Verwendung in irgendeiner bestimmten
Situation kann durch Routineexperimente angesichts der vorliegenden
Offenbarung bestimmt werden.
-
Betriebszyklen
-
Der Betrieb eines Verfahrens mit
einem bestimmten Katalysatorbett von der Zeit, in der es geladen oder
regeneriert wird, bis es entnommen oder wiederregeneriert wird,
wird hierin als ein Betriebszyklus bezeichnet. Die Länge eines
solchen Zyklus bezieht sich auf die Zeit, die verbraucht wurde,
um das Ausgangsmaterial zu verarbeiten, und schließt keine
Abschaltzeiten ein. Die Länge
eines Zyklus kann in breitem Umfang variiert werden, und die günstigste
Zykluslänge
hängt signifikant
von sowohl dem Katalysatoralter zu Beginn des Zyklus als auch den
Betriebsbedingungen, die während
des Zyklus eingesetzt werden, ab. Obgleich jede Zykluslänge verwendet
werden kann, ist es bevorzugt, Zykluslängen von mehr als 200 Stunden
zu verwenden, da kürzere
Zyklen dazu neigen, den Prozentanteil der Zeit übermäßig zu verringern, den ein
Reaktor für
die Verarbeitung von Paraffin verfügbar ist. Viel längere Zyklen
sind möglich,
zum Beispiel 1000 Stunden oder länger.
Wenn die Zykluslänge
ansteigt, wird es schwieriger, Umsatz und Betriebsbedingungen in
optimalen Bereichen zu halten, da der Katalysator desaktiviert.
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Produktgewinnung- und
verwendung
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Die gemäß dieser Erfindung hergestellten
Olefine können
auf jede geeignete Art und Weise gewonnen oder eingesetzt werden.
Geeignete Verwendungen schließen
die Umwandlung in Alkylbenzole zur Verwendung in Reinigungsmitteln
oder die Umwandlung in verschiedene andere Produkte ein. Geeignete
Verfahren zur Produktgewinnung schließen verschiedene effektive
Kombinationen von Stufen ein, ausgewählt aus Kondensation, Gas-Flüssig-Trennung, fraktionierter
Destillation, selektiver Adsorption, Lösungsmittelsextraktion und
selektiver chemischer Reaktionen. Im bevorzugten Verfahren wird
die gasförmige
Dehydrierungsreaktionsmischung abgekühlt, um eine kohlenwasserstoffreiche
flüssige
Phase und eine wasserstoffreiche gasförmige Phase zu erzeugen. Die
gasförmige
Phase wird teilweise abgelassen und teilweise, mit oder ohne weitere
Reinigung, zum Dehydrierungsprozeß rückgeführt. Die flüssige Phase wird fakultativ
selektiver Hydrierung zur Umwandlung von Diolefinen in Monoolefine
unterworfen und wird in jedem Falle fraktioniert, um niedrigsiedende
Crack-Produkte zu entfernen. Die restliche Mischung, die Olefine
und Paraffine im Reinigungsmittelbereich umfaßt, wird mit Benzol und einem
sauren Katalysator unter geeigneten Alkylierungsbedingungen in Kontakt
gebracht, um die Olefine hauptsächlich
zu Alkylbenzol umzuwandeln. Die Alkylierungsmischung wird anschließend mit
geeigneten Mitteln, einschließlich
fraktionierter Destillation, in eine Fraktion mit Produktalkylbenzol,
eine Fraktion mit nicht-umgesetztem Paraffin, eine Fraktion mit
nicht-umgesetztem
Benzol und andere Komponenten, wie etwa rückgewonnenem Katalysator und
verschiedenen Nebenprodukten, getrennt. Die Benzol- und Paraffin-Fraktionen
werden, mit oder ohne Reinigung oder Entfernung von Spülströmen, zu
den Alkylierungs- bzw. Dehydrierungsstufen rückgeführt. In einem besonders bevorzugten
Verfahren ist der saure Alkylierungskatalysator Flußsäure, die
aus der Alkylierungsmischung rückgewonnen,
wenigstens teilweise gereinigt und zum Alkylierungsschritt rückgeführt wird.
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Obgleich diese Erfindung im Hinblick
auf bestimmte bevorzugte Ausführungsformen
dargestellt und beschrieben worden ist, ist es offensichtlich, daß äquivalente Änderungen
und Modifikationen den Fachleuten beim Lesen und Verstehen dieser
Beschreibung und der beigefügten
Ansprüche
einfallen werden. Die vorliegende Erfindung schließt alle
solche Modifikationen und Änderungen
ein und ist nur durch den Schutzumfang der folgenden Ansprüche beschränkt.