DE596569C - Verfahren zur Zersetzung von aus Alkalisulfaten und Calciumsulfat bestehenden Mehrfachsalzen - Google Patents

Verfahren zur Zersetzung von aus Alkalisulfaten und Calciumsulfat bestehenden Mehrfachsalzen

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DE596569C
DE596569C DEC45951D DEC0045951D DE596569C DE 596569 C DE596569 C DE 596569C DE C45951 D DEC45951 D DE C45951D DE C0045951 D DEC0045951 D DE C0045951D DE 596569 C DE596569 C DE 596569C
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Germany
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calcium sulphate
multiple salts
reaction
salts consisting
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Expired
Application number
DEC45951D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Bueche
Dr Erich Wiedbrauck
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CHEM FAB BUCKAU
Original Assignee
CHEM FAB BUCKAU
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Zersetzung von aus Alkalisulfaten und Calciumsulfat bestehenden Mehrfachsalzen Gegenstand des Patentes 592 4.96 ist ein Verfahren zur Zersetzung von aus Alkalisulfaten und Calciumsulfat bestehenden Mehrfachsalzen, das im wesentlichen darin besteht, die M ehi-fachsalze mit Wasser oder wäßrigen Lösungen üi geschlossenen Druckgefäß,en auf Zersetzungstemperatur zu @erhitzen. Auf diese Weise gelingt es, die Alkalisalze von dem Calciumsulfat praktisch vollständig zu trennen. Es hat sich nun aber herausgestellt, daß diese Reaktion träge verläuft, so daß für ihre technische Anwendung ihre -Beschleunigung -erstrebenswert ist.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht -es, den Zersetzungsvorgang erheblich zu beschleunigen, und zwar dadurch, daß man die Reaktionslösung durch Zusatz von Basen alkalisch hält. Es genügen schon geringe OH-Konzentrationen, um die Reaktion so schnell verlaufen zu lassen, daß man das Zersetzungsverfahren kontinuierlich durchführen kann. Das ist für die technische Anwendbarkeit des Verfahrens von großem Vorteil.
  • Zweckmäßig erzielt man die alkalische Reaktion durch Ätzkalk. Man kann j e nach Art der Reaktion den Ätzkalk der Reaktionsmischung entweder nachträglich zusetzen oder aber bei der Bildungsreaktion der Mehrfachsalze :einen überschuß von Ätzkalk verwenden oder diese Bildungsreaktion nicht vollständig zu Ende führen. Wichtig ist, daß in jedem Falle eine gewisse Alkalität der Lösung, die der Zersetzung unterworfen wird, vorhanden ist. Vorzugsweise arbeitet man dabei in einem Rührautoklaven.
  • Setzt man beispielsweise der Reaktionslösung, die bei der Herstellung von Kaliumformiat aus Kaliumsulfat, Erdalkalihydroxyd und Kohlenoxyd nach Beispiel i des Hauptpatentes erhalten wird, eine geringe Menge Ätzkalk (o, o 5 bis 1,5 Volumpr ozent Ca O ) hinzu und erhitzt dann in geschlossenen Rührautoklaven auf Zersetzungstemperatur (etwa 23o bis 25o°) bei einem Druck von etwa 3o atü, so braucht man zur vollständigen Zersetzung des Doppelsalzes diese Temperatur nur eine kurze Zeit aufrechtzuerhalten,, die einen Bruchteil von der Zeit beträgt, die ohne diesen Zusatz bei dem genannten Beispiel .etwa 6o Minuten ausmacht. Dieser Einfluß des Ätzkalkes auf die Dauer der Zersetzung des Doppelsalzes sei auch noch an folgenden Versuchsbeispielen dargelegt.
  • Beispiiel i Einer Reaktionsmischung, die aus der Umsetzung von 174 g K2S04, 61,6 g Ca0 in 650 cm3 Wasser mit Kohlenoxyd oder Generatorgas bei 175° erhalten wird und 14,8 Volumprozent gebundene Ameisensäure und etwa 15 % des angewandten K2 S O4 als Calcium-Kaliumpentasulfatenthält, werden nacheinander steigende Mengen Ätzkalk zugesetzt. Diese Mischung wird dann in einem Rührautoklaven bis zur Zersetzungstemperatur des Doppelsalzes, die etwa bei 245° liegt, erhitzt. Die Anheizdauer beträgt 25 Minuten, der Druck 36 atü. Auf dieser Temperatur und diesem Druck wird der Autoklaveninhalt so lange gehalten, bis die Zersetzung vollendet ist. Es ergibt sich folgendes:
    Ätzkalkzusatz Zersetzungsdauer
    (in Reaktionslösung)
    o,oo Volumprozent 6o Minuten
    0,03 - 45 -
    o,o6 - 30 -
    0,8 - to -
    1,0 - zo -
    Die Zersetzungstemperatur nimmt also von 6o Minuten auf io Minuten ständig ab, bei einer Steigerung des Ätzkalkzusatzes auf i Volumprozent. Diese Herabsetzung der Zersetzungsdauer bedeutet eine erhebliche Beschleunigung der Arbeitsweise, die ohne weiteres. die Ausführung des Verfahrens in kontinuierlichem Betriebe gestattet. Hinzu kommt noch, daß die Zersetzung mancher Doppelsalze überhaupt nur in alkalischer Lösung ausgeführt werden kann. Naturgemäß vollzieht sich die Zersetzung bei alkalischer Reaktion schon hei niederer Temperatur, so daß also die Anheizdauer verkürzt und Brennmaterial gespart wird.
  • Beispiele Werden 2459 Syngenit, die ioo g K2 S O4 enthalten, mit 94,1g Calciumnitrat und 1749 Wasser in einem Rührwerksautoklaven auf 25o° erhitzt, so muß man die Mischung 3 Stunden erhitzen, um eine Zersetzung des ursprünglich entstehenden Doppelsalzes zu erreichen.
  • Setzt man jedoch der Reaktionsmischung von vornherein 2,12g Ca(OH)2 zu, so erhält man bereits nach 3o Minuten Erhitzungsdauer das Calciumsulfat praktisch kalifrei.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Zersetzung von aus Alkalisulfaten und Calciumsulfat bestehenden Mehrfachsalzen nach Patent 592 496, dadurch gekennzeichnet, daß das Zersetzungsverfahren in alkalischer Reaktionslösung ausgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Reaktion durch Zusatz von Ätzkalk erzielt wird.
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