DE59544C - Vorrichtung zur zeitweiligen, regelmäfsig wiederkehrenden Absendung eines elektrischen Stromes nach verschiedenen Verbrauchsstellen - Google Patents
Vorrichtung zur zeitweiligen, regelmäfsig wiederkehrenden Absendung eines elektrischen Stromes nach verschiedenen VerbrauchsstellenInfo
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- DE59544C DE59544C DENDAT59544D DE59544DA DE59544C DE 59544 C DE59544 C DE 59544C DE NDAT59544 D DENDAT59544 D DE NDAT59544D DE 59544D A DE59544D A DE 59544DA DE 59544 C DE59544 C DE 59544C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
JACOB STAMM in LÖRRACH (Baden).
nach verschiedenen Verbrauchsstellen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. April i8gi ab.
Diese Vorrichtung hat den Zweck, den elektrischen Strom in gleichen Zwischenräumen,
ζ. B. alle 15 Minuten, nach einer unbeschränkten Anzahl von Verbrauchsstellen (Stationen) sowohl
nach einzelnen, wie nach mehreren zu gleicher Zeit zu senden, um daselbst Licht,
Kraft oder Zeichen abzugeben.
An der Metallwelle A (Fig. 1), welche an beiden Enden α in Lagern oder Spitzen sich
dreht, ist an dem einen Ende die Scheibe B befestigt. Der Haken C wird durch das
Schlagwerk einer Wanduhr mechanisch oder durch einen von der Uhr in Thätigkeit gesetzten
Elektromagneten alle 15 Minuten in die Höhe gehoben, um der angetriebenen
Welle A je eine Umdrehung zu ermöglichen, da der Haken C in den auf der Scheibe B
angebrachten Einschnitt einfällt und eine weitere Umdrehung erst dann wieder zuläfst, wenn er
wieder gehoben wird. Die Welle A ist durch Feder- oder Gewichtskraft dauernd angetrieben.
Auf der Welle A ist eine zweite Scheibe D angebracht, welche sich auf der ganzen Länge
der Welle mittelst Feder und Nuth E (Fig. 3) verschieben läfst, sich jedoch mit der Welle
drehen mufs. Scheibe D ist schraubenförmig gestaltet und bildet einen Gewindeumgang. In
die Tiefe des Gewindes greifen, einander entgegengesetzt, senkrecht zu beiden Seiten zur
Welle A stehend, Stifte F (Fig. 3) ein und sind solche die ganze Länge der Welle A
entlang in gleichen Entfernungen von einander angebracht, welche der Steigung des Gewindes
der Scheibe D entsprechen.
Ueber der Scheibe D sind auf dem Brett M (Fig. 3), auf welchem die ganze Vorrichtung
befestigt ist, rechtwinklig gebogene Stromschlufsfedern K in der gleichen Entfernung von einander
angebracht wie die Stifte F. Scheibe D hat an ihrem Umfang einen Ausschnitt N, um
im Ruhestand die Federn K unberührt zu lassen.
Bei Umdrehung der Welle A streift der Umfang der Scheibe D die Stromschlufsfeder K1,
greift infolge ihrer gewindeförmigen Beschaffenheit hinter die zwei einander gegenüberstehenden
nächstfolgenden Stifte F und harrt im Ruhezustand unter Feder K2 ihrer weiteren Auslösung,
nach der zweiten Umdrehung unter Feder Ks u. s. f., bis sie die letzte Feder Kis gestreift
hat.
Um die Scheibe D wieder unter Feder K1
zurückzubringen, werden die Stifte F, welche alle in einem Rahmen befestigt sind, nach
unten gesenkt, Scheibe D wird mit der Hand unter Feder K1 zurückgeschoben und der
Rahmen mit den Stiften F wieder in seine frühere Stellung gebracht.
Metallfeder / (Fig. 1), welche auf der Welle A
schleift, theilt der Welle den elektrischen Strom mit, diese der Scheibe D und letztere den
Federn K. Die Federn K sind mit den Stromschlufsschienen L (Fig. 4) durch Leitungsdrähte
verbunden, .RT1 mit L1, K2 mit L2 u. s. w.
bis Kis mit L48. Die Leitungsdrähte von den
Verbrauchsstellen, welche den Strom empfangen sollen, werden an den Klemmen H befestigt.
Jede der Stromschlufsschienen L ist mit so vielen Stöpsellöchern versehen, als Verbrauchsstellen durch die Vorrichtung zu bedienen sind.
Streift z. B. Schleife D die Feder Ki5, so
geht der Strom, wie Fig. 4 zeigt, durch Strom-
schiene L45 in die mit derselben durch Stöpsel
nud Leitungsschnüre verbundenen Verbrauchsstellen 2 und 5 und wirkt an beiden Orten zu
gleicher Zeit. Die Stromschlufsschienen L sind
mit je einem Zeitpunkt bezeichnet, und kann die gesammte Anzahl von Verbrauchsstellen auf
die Dauer der kommenden 12 Stunden je nach Bedürfnifs durch Stöpselung verbunden werden.
Die Dauer der Wirkung des Stromes entspricht der Dauer der Umdrehung der Welle A.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zur zeitweiligen, regelmäfsig wiederkehrenden Absendung eines elektrischen Stromes nach verschiedenen Verbrauchsstellen, gekennzeichnet durch eine dauernd angetriebene Welle (A), welche in gleichmäfsigen Zwischenräumen durch die Wirkung eines Uhrwerkes ausgelöst wird,, und durch eine auf dieser Welle mit Nuth verschiebbare Scheibe (D) von der Form eines Schraubenganges, welche zwischen zu beiden Seiten der Welle (A) senkrecht zu dieser angeordnete Stifte (F) fafst und und sich infolge dessen bei Drehung der Welle auf dieser allmälig weiterschiebt, so dafs sie der Reihe nach mit Stromschlufsfedern (K) in Berührung kommt und durch diese den Strom nach Stromschlufsschienen (L) leitet, mit denen die Klemmen (H) der Verbrauchsstellen in beliebiger Gruppirung durch Stöpselung verbunden werden können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59544C true DE59544C (de) |
Family
ID=333752
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59544D Expired - Lifetime DE59544C (de) | Vorrichtung zur zeitweiligen, regelmäfsig wiederkehrenden Absendung eines elektrischen Stromes nach verschiedenen Verbrauchsstellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59544C (de) |
-
0
- DE DENDAT59544D patent/DE59544C/de not_active Expired - Lifetime
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