DE593970C - Verbindungsbalg fuer Eisenbahnwagen - Google Patents
Verbindungsbalg fuer EisenbahnwagenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D17/00—Construction details of vehicle bodies
- B61D17/04—Construction details of vehicle bodies with bodies of metal; with composite, e.g. metal and wood body structures
- B61D17/20—Communication passages between coaches; Adaptation of coach ends therefor
- B61D17/22—Communication passages between coaches; Adaptation of coach ends therefor flexible, e.g. bellows
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60D—VEHICLE CONNECTIONS
- B60D5/00—Gangways for coupled vehicles, e.g. of concertina type
- B60D5/003—Bellows for interconnecting vehicle parts
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J3/00—Diaphragms; Bellows; Bellows pistons
- F16J3/04—Bellows
- F16J3/041—Non-metallic bellows
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Description
Durchgangsfaltenbälge für Eisenbahnwagen
bestehen gewöhnlich aus senkrechten Faltenwänden aus einem Gewebe und aus Ober- und
Unterwänden, die aus getriebenen, gebogenen 5* oder zusammengenähten oder -genieteten
Werkstoffen zusammengesetzt sind. Metalloder Holzversteifungen, die in den Falten der
Bälge befestigt sind, verleihen ihnen Halt und Steifigkeit.
Es sind bereits zahlreiche Stoffe für die Herstellung solcher Balgwände vorgeschlagen
worden; man benutzt gewöhnlich Webstoff, Leder mit Tuchfutter, mit Kautschuk überzogenen
Webstoff, Webstoff mit Kautschukfutter oder ein Gebilde, bestehend aus mehreren Schichten dieser Stoffe. Die dadurch hergestellten
Wände werden durch Versteifungen aus Holz, Eisen· ο. dgl. verstärkt, die sich
in genähten Hülsen befinden, welche auf den Wänden durch Nähen, Nieten o. dgl. befestigt
sind.
Die Herstellung eines solchen Balges erfordert eine kostspielige Handarbeit, welche die
Maschinenherstellung in großer Anzahl und die sich daraus ergebende Genauigkeit verhindert.
Während des Gebrauches faulen die zahlreichen Nähte und Nieten und geben rasch nach; das Leder wird hart und rissig.
Die Wände aus Leder oder Webstoff werden mit Feuchtigkeit getränkt und faulen; die
Versteifungen rosten und schneiden ihre Hülsen durch. Das Ganze bleibt schlaff und hat
keinen Halt, es entstehen Brüche, durch welche unnormale Reibungen und demzufolge
Beschädigungen auftreten. Diese Bälge, die an sich bereits sehr schwer sind, werden
durch die Verbindungsrahmen aus Eisen, die für die Verbindung gegeneinandergedrückt
und verriegelt werden, noch wesentlich schwerer. Diese zusätzliche Last befindet sich in
der Mitte des Abstandes zwischen zwei miteinander gekuppelten Wagen. Sie erfordert
eine kräftige Befestigung nicht nur in senkrechter, sondern auch in waagerechter Richtung,
damit der Balg nicht hin und her schleudern kann.
Durch den Erfindungsgegenstand werden nun alle diese Nachteile beseitigt.
Zu diesem Zweck bestehen die Balgwände aus einem fortlaufenden elastischen, kräftigen,
rostfreien, schallosen Werkstoff ohne Niete, Nähte oder sonstige Verbindungsmittel;
dieser Stoff besteht aus einer Seele von Webstoff, der in mehreren Schichten vorgesehen
sein kann, mit Änderungen der Fadenrichtungen entsprechend den auftretenden Beanspruchungen und den Eigenschaften
des Stoffes, besonders bezüglich der Elastizitätsgrenze, wobei diese Seele in eine Kautschukmasse
von solcher Dicke eingebettet ist, daß der Balg infolge der eigenen Elastizität seiner Wände selbsttätig in die gewünschte
Lage zurückgeht. Die Stangen oder Stäbe aus Metall, welche den Falten ihren Halt
geben, sind in die Seele eingelegt, und zwar an den Kanten oder in deren unmittelbarer
Nähe, derart, daß sie mit dem Werkstoff in die Kautschukmasse vollständig eingebettet wird.
Die Herstellung dieser Wände geschieht in solcher Weise, daß die Webstoffseele und die
Metallversteifungen in die Kautschukmasse durch Heißauf formen eingebettet werden, derart,
daß eine homogene, fortlaufende, nahtlose und nietlose Wand entsteht. Man kann auf
diese Weise auch den bisherigen Verbindungsrahmen eines jeden Halbbalges durch eine einfache Fortsetzung der so beschaffenen
ίο Balgwände gegebenenfalls mit einer Kautschukverbindung
ersetzen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Gesamtansicht des Balges.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch einen Teil des Balges gemäß der Linie II-II der Fig. i.
Fig. 3 ist ein Schnitt durch eine abweichende Ausführungsform.
Fig. 4 ist ein Grundriß der Enden zweier Eisenbahnwagen, welche durch Bälge gemäß
der Erfindung miteinander verbunden sind und sich in einer Kurve befinden.
Der Balg ι hat die übliche Gestalt und ist ="-5 auf allen Seiten mit Falten 2 versehen. Die
Kupplungskanten 3 der Bälge können durch beliebige Mittel miteinander verbunden werden.
Sie können z. B. mit ineinandergreifenden Zapfen und Löchern 4 versehen sein. Diese Kanten bestehen vorzugsweise aus
einem nachgiebigen und kräftigen Werkstoff, z. B. Kautschuk, damit das Gewicht der ganzen
Vorrichtung verkleinert, das Kuppeln erleichtert und das Geräusch beseitigt wird.
Der Balg selbst hat eine Seele 5 aus einem Webstoff und in den Faltkanten Metallstangen
6, die eine Reihe Rahmen bilden, auf welche sich die Falten des Balges stützen. Diese Seele kann mit ihren Falten auf eine
Form gebracht werden, auf weicher in warmem Zustande Kautschuk 7 derart aufgebracht
wird, daß eine kontinuierliche Kautschukmasse entsteht, die eine bestimmte Wandstärke hat und den Falten folgt und in
welche die Tuchseele und die Stangen oder Rahmen eingebettet sind, und ein homogenes
Ganzes erzielt wird.
Gemäß der abweichenden Ausführung, welche in Fig. 3 dargestellt ist, sind die Stangen
durch einen Rahmen ersetzt, welcher aus einer gebogenen Metallschiene 8 besteht, die
vor dem Formen an den Falten entlang angeordnet wird und von einer Falte eines Gewebestückes
9 eingefaßt wird, das der Seele als Futter dient. Der Rahmen 8 wird alsdann,
wie oben beschrieben, mit dem Gewebe 9 in die Kautschukmasse 7 eingebettet.
Nachdem die Verbindung zwischen zwei j Halbbälgen hergestellt ist, behält der hergestellte
Durchgang die dem Werkstoff eigene Elastizität bei sowie die seitliche Steifheit,
welche durch das Metallgerüst gesichert wird. Wenn die Wagen in einer Kurve fahren, wie
dies die Fig. 3 zeigt, oder wenn sie infolge eines Höhenunterschiedes zwischen zwei benachbarten
Wagen schaukeln, können die Falten eines jeden Halbbalges auseinandergehen, ohne durch ein starres Kupplungsglied gehindert
zu werden. Der Balg kann seine Gestalt somit nach allen Seiten hin ändern, ohne daß
dadurch irgendein Nachteil, insbesondere auch eine Abnutzung entsteht.
Diese Eigenschaft gestattet somit, die Anzahl der Falten und demgemäß auch das Gewicht,
den Raumbedarf und den Herstellung?- preis des Balges zu vermindern. Selbstverständlich
kann man mit solchen Bälgen auch die üblichen Kupplungsrahmen aus Metall benutzen
und diese Rahmen durch Versteifungen unterstützen.
Mit den Kupplungskanten aus Kautschuk kann man auch sich festsaugende Verschlußmittel
benutzen.
Anstatt daß also wie bei den üblichen Bälgen die Wände vollkommen unwirksam sind
und ohne äußere Hilfe ihre Falten nicht beibehalten können, werden die Wände des beschriebenen
Balges bis zur vollständigen Abnutzung nicht nur eine vollkommene Biegsamkeit,
ein dichtes Schließen und ein leichtes-Gewicht beibehalten, sondern auch die Elastizität
in der Längsrichtung in Verbindung mit der Steifheit an den Kanten der Falten entlang,
wodurch die Rückkehr des Balges in eine stets gleiche Lage der Falten gesichert
wird.
Claims (3)
1. Verbindungsbalg für Eisenbahnwagen, bestehend aus einer Webstoffseele
und Kautschuk mit Metallversteifungen, dadurch gekennzeichnet, daß Webstoffseele
und Metallversteifungen vollständig in eine ununterbrochene, aufgeformte Kautschukmasse eingebettet sind.
2. Verbindungsbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallversteifungen,
aus runden (6) oder flachen Stäben (8) bestehend, in Falten der Webstoffseele
(5, 9) eingebettet sind.
3. Verbindungsbalg nach Anspruch 1, " dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsrahmen
(3) durch eine Fortsetzung der Balgwände gebildet und mit einer in
die Masse eingebetteten Metallversteifung versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR593970X | 1931-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE593970C true DE593970C (de) | 1934-03-08 |
Family
ID=8965808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER83833A Expired DE593970C (de) | 1931-02-05 | 1932-01-19 | Verbindungsbalg fuer Eisenbahnwagen |
Country Status (4)
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| DE (1) | DE593970C (de) |
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| GB (1) | GB374802A (de) |
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Also Published As
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