DE593573C - Verfahren zur Vorbehandlung gerbfertiger tierischer Hautbloessen fuer die Gerbung - Google Patents
Verfahren zur Vorbehandlung gerbfertiger tierischer Hautbloessen fuer die GerbungInfo
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Description
- Verfahren zur Vorbehandlung gerbfertiger tierischer Hautblößen für die Gerbung Es ist bereits vorgeschlagen worden, Chlori:erüngspnodukte der .Sulfitoelluloseablauge gegebenenfalls in oxydiertem Zustande zum Gerben zu verwenden, =d zwar soll dabei der bei der chemischen Behandlung sich bildende hochchlorierte Niederschlag als Mittel zum Durchgerben benutzt werden. Diese Verfahren befriedigen nur teilweise und ergeben kein hochwertiges Leder.
- Demgegenüber betrifft vorliegende Erfin# dung sein Verfahren zur Vorb@ehandlung gerbfertiger- tierischer Hautblößen für die- Gerbung, bei dem eine Lösung verwendet wird, die man durch Einwirkung von Wasserstoffsuperoxyd oder entsprechenden Lösungen von Sauerstoff abspaltenden Verbindungen (Perborate, P@ersulfate o. dgl.) auf .Sulfitcelluloseablauge und darauffolgende Behandlung mit Chlor oder Brom (oder beiden Halogenen.) gewonnen. hat. Hier erfolgt also im Gegensatz zum Bekannten erst die SaFUlerStoffbeliandlung und dann die Chlorierung.
- Mit besonderem Vorteil werden dabei Chlorierungsprodukte mit höchstens 15 % Chlor verwendet.
- Werden die erwähnten Reaktionsprodukte mit Wasser verdünnt und mit den erhaltenen. Brühen. tierische Blößen, Häute oder Felle gegerbt, so erzielt man jeine ganz neuartige, bisher noch nicht gekannte Wirkung von hervorragender technischer Bedeutung.
- Die so vorbehandelten Blößen usw. lassen sich nämlich in kürzerer Zeit zueinem Leder verarbeiten, das die Vorzüge eitles monatelang in der Grube gegerbten Leders aufweist, wenn man sie nachträglich noch mit den bekennten Gerbbrühen aus natürlichen Gerbstoffen oder aber mit natürlichen- Gerbstoffbrühen und Chromverbindungen in bekannter Weise ausgerbt.
- Diese Abkürzung der Gerbdauer auf Tage und Wochen nach vorliegendem Verfahren ist von größter wirtschaftlicher Bedeutung, da ,ein Qualitätsleder erzeugt wird, das dem lohgaren Grubenleder gleichkommt.
- Außerdem erhält man bei einer kombinierten' Ausgerbung mit vegetabilischen Gerbstoffen und Chromverbindungen eine ganz neuartige, verbesserte Chromfaser.
- Nach dem bisherigen Stande der Gerberei.-technik ist es üblich, die Blößen nach dem Entkalken oder Pickeln zunächst mit dünnen. Gerbbrühen anzugerben rund sie dann langsam durch Einbringen in stärkere Brühen auszugerben. Wollte man, um die Gerbdauer abzukürzen, zum Angerbern starke Brühen. verwenden, so liegt die Gefahr nahe, daß die Blößen totgegerbt werden, oder aber, daß, besonders bei der Herstellung von Oberleder, die ausgegerbten Lund nachher aufgearbeiteten Leder brechen. Auch Narbenziehen. sowie Brüchigkeit des Narbens würden sich leicht einstellen, wollte man die Blößen gleich in konzentrierte Brühen. bringen.
- Durch vorliegendes Verfahren werden aber diese Mängel auf einfache Weise beseitigt. Während man beispielsweise durch einfache Vorgerbung mit Sulfitcellulos,eabläuge bisher durchaus keinen technischen Fortschritt in dieser Richtung erreichen konnte, ist dieses aber der Fall, sobald man die Sulfitcelluloseablauge nach vorliegendem Verfahren einer chemischen Einwirkung unterwirft.
- Die chemisch vorbehandelte Sttlfiteelltd.oseablauge übt eine besondere Wirkung auf das Hautprotein aus. Sie verändert dasselbe derart, daß ein Totgerben, Brüchigwerden des Leders u. dgl. nicht mehr eintreten kann, wenn man zum Angerben hochkonzentrierte Gerbstoffe verwendet, die allein imstande sind, das Leder in kürzester Zeit fertigzustellen.- Auch die Einwirkung von Chromsalzen verläuft bei Benutzung der Erfindung in anderer Weise. Es ist bekannt, daß Chromsalze sonst eine eigenartige, gewissermaßen gequollene, sogenannte Chromfaser bewirken. Die teilweise Vorgerbung mit vegetabilischen Gerbstoffen, die bei der Herstellung von Serni-Chromleder vielfach ausgeführt wird, wurde bisher in der Weise durchgeführt, daß die Blößen zunächst nur teilweise, nicht bis zur völligen Gare, finit diesen Gerbstoffen ausgegerbt wurden, und daß dann erst, die Ausgerbung mit Chromsalzen erfolgte. Hierdurch erhält man vegetabilisch gegerbte und charakteristisch chromgare Fasern nebeneinander.
- Wendet man aber -eine Vorgerbung nach vorliegendem Verfahren an, so verläuft die Einwirkung von Chromsalzen in ganz anderer Weise. Es erfolgt eine Chromdurchgerbung, die große Vorzüge gegenüber den nach den bisherigen Verfahren ausgeführten Chromgerbungen aufweist, weil u. a. eine längere, nicht so gequollene Faser resultiert.
- Beispiel i 5o kg eingedickte Sulfitcelluloseablauge oder Ligninsulfosäure werden mit etwa zolz:g Wasserstoffsuperoxyd (30 %) oder auch mit entsprechenden Lösungen von Sauerstoff abspaltenden Verbindungen, z. B. Perboraten, Persulfat.en u. dgl., versetzt. Zu dieser Mischung wird hierauf Chlor, Brom oder beide Halogene zugeleitet. Man gibt von diesen Stoffen je nach Belieben so viel zu, daß das Reaktionsprodukt etwa 6 bis io °!o aufgenommen hat. Die Mengenverhältnisse des Chlors oder Broms können jedoch, je nachdem man eine schwache oder starke Wirkung erzielen will, beliebig gewählt werden.
- 6o kg des so hergestellten Reaktionsproduktes werden mit :etwa i oo 1 Wasser verdünnt -und sind dann zum Vorgerben der Blößen, Häute oder Felle verwendbar. Dies geschieht in folgender Weise: Es wird zunächst der pH-Wert der Blöße festgestellt und sodann die Vorgerbbrühe dieser pH-Zahl angepaßt in der Weise, daß der pH-Wert der Brühe et-%vas höher liegt als der der Blößen. Die Einstellung der Gerbbrühe auf den richtigen pH-Wert bietet keine Schwierigkeiten und erfolgt in bekannter Weise durch Zufügung von geeigneten Puffersalzen, wie sie heute schon in der Gerberei häufig verwendet werden. Es kommen hierbei die Salze der Phosphorsäure, Essigsäure u. d-1. in Betracht.
- Nachdem die Häute genügend durchgezogen sind, werden sie etwa i Stunde gewässert und mit vegetabilischen Gerbbrühen ausgegerbt. Will man Chromleder herstellen, so gerbt man mit basischen Chromsalzen aus. Bei der Herstellung von Semi-Chromleder werden die mit vegetabilischen Gerbstoffen halb angegerbten Blößen mit basischen Chrombrühen bis zur völligen Gare durchgegerbt.
Claims (1)
- PATEN- TANSPRÜCFIR: i. Verfahren zur Vorbehandltuig gerbfertiger tierischer Hautblößen für die Gerbung durch Behandlung mit Sulfitcelluloseablauge, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Sulfitcelluloseablaugen verwendet, die man durch Einwirkung von Wasserstoffsuperoxyd oder entsprechenden Lösungen von Sauerstoff abspaltenden Verbindungen (Perborate oder Persulfate) und darauffolgende Behandlung mit Chlor oder Brom (oder beiden Halogenen) gewomien hat. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Chlorierungsprodukte mit höchstens 15 % Chlor verwendet werden.
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