-
Abhebe- und Andrückvorrichtung für die Antriebswalze einer Trockentrommel
für Lichtbilder o. dgl. Nach dem Hauptpatent handelt es sich um eine Vorrichtung
zum Abheben und Andrücken der Antriebswalze einer Trockentrommel, bei der durch
ein Hebelgestänge die um die Achse eines Getrieberades schwenkbar gelagerte Antriebswalze
von der Trommel fortbewegt bzw. wieder angedrückt werden kann. Gleichzeitig mit
dieser Verstellbewegung werden die weiteren Transportrollen zur Förderung des Papiers
von der Trockentrommel abgehoben bzw. wieder angedrückt.
-
Wesentlich einfacher läßt sich die Abhebe-und Andrückvorrichtung gestalten,
wenn -statt der Antriebswalze und der Transportrollen gemäß der Erfindung die Trockentrommel
selbst bewegt wird, so daß sie sich von der Antriebswalze und den weiteren Transportmitteln
entfernt bzw. wieder an diese anlegt. Zu diesem Zweck ist die Trommel exzentrisch
zu ihrer Achse gelagert und um diese exzentrischen Lagerpunkte mittels eines einfachen
Stellhebels schwenkbar. Die Andrückwalze ist in der bekannten Weise schwenkbar um
die Achse eines Antriebsrades gelagert und wird durch eine Feder oder Gewichte an
die Trommel angedrückt, wobei ihre Schwenkbewegung beim Abheben der Trockentrommel
durch einen Anschlag begrenzt ist.
-
Die Anordnung der Lagerpunkte für die. Trockentrommel ist so getroffen,
daß gleichzeitig mit dem Abheben von der Antriebswalze auch eine Entfernung von
dem der Führung und dem Andruck des Papiers dienenden Transportmittel, zweckmäßig
von unterhalb der Trommel anliegenden Transportbändern oder Walzen erfolgt. Um den
Hub nicht zu groß machen zu müssen, läßt sich gemäß weiterer Erfindung am Schwenkarm
ein Schutzblech anbringen, das in der Arbeitslage , des Trockners als Wärme- und
Berührungsschutz
dient und sich beim Abheben der Trommel zwischen
diese und die Transportmittel schiebt, so daß deren Nachfolgebewegung gegenüber
der Trommel begrenzt ist und auch im abgehobenen Zustand ein ausreichender Wärmeschutz
für die ruhenden Transportmittel vorhanden ist.
-
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
-
Die Zeichnung veranschaulicht eine Trockentrommel mit einer gemäß
der Erfindung gestalteten Abhebe- und Andruckvorrichtung, und zwar ist Fig. i eine
teilweise aufgebrochene Seitenansicht, Fig.2 eine Vorderansicht von der Zuführungsstelle
für das zu trocknende photographische Papier her.
-
Fig.3 zeigt die Lagerung der Trommel im Schnitt.
-
Fig. q. stellt die Trockentrommel mit den darin untergebrachten Heizkörpern
dar.
-
Ein beispielsweise von einer Entwicklungseinrichtung kommendes photographisches,
zum Trocknen bestimmtes Papier wird von einer Trockentrommel i und einer
daran anliegenden um`mi`miwa"Tze 2 e a#3t#_.Y_Die#Uummiwälze z e-" s-' irz£"'an
i#rennden Verstärkungen 3, deren Abstand voneinander etwa der Breite des Papiers
entspricht, so daß die von der Gummiwalze ausgehende Antriebskraft zuverlässig auf
die Trommel i übertragen wird. Da die Gummiwalze aus Weichgummi besteht, drücken
sich diese Verstärkungen so weit zusammen, daß auch das zwischen der Gummiwalze
2 und der Trommel i befindliche Papier noch genügend kräftig angedrückt und weitergefördert
wird. Die Gummiwalze ist mit ihrer Achse q. in schwenkbaren Armen 5 gelagert. Gleichzeitig
greifen an beiden Enden der Achse q. Laschen 6 an, durch die mittels einseitig fest
gelagerter Zugfedern 7 die Gummiwalze an die Trommel i gedrückt wird. In der Lasche
6 ist ein Schlitz 8 vorgesehen, in den ein ortsfest angebrachter Stift 9 hineinragt.
Beim Abheben der Trommel i mittels der noch später zu beschreibenden Abhebevorrichtung
wird dann die Zugbewegung der Feder 7 durch den Stift 9 begrenzt.
-
Der Antrieb der Trockenvorrichtung erfolgt von einem mittels Motor
oder durch die Antriebsvorrichtung der Entwicklungsanlage angetriebenen Kettenrade
io, das auf einer Achse ii befestigt ist. Auf der Achse ii sitzt ferner ein Zahnrad
i2, das über ein weiteres Zahnrad 13 ein auf der Achse q. sitzendes Zahnrad 14 antreibt.
-
Durch die Antriebsbewegung der Walze 2 wird die Trommel i mitgenommen,
die auf einer Rohrachse 15 leicht drehbar gelagert ist. Die Enden der Rohrachse
sind starr mit Lagerblechen 16 verbunden, die mit einem Zapfen 17
in feststehende
Auflager i8 eingehängt sind, welche zu diesem Zweck nach oben offene Schlitze 18'
aufweisen, so daß ein leichtes Herausnehmen der Trommel möglich ist. An den Lagerblechen
16 ist ein mit Handgriff i9 versehener Bügel 2o befestigt, durch den die Trommel
i von der Walze 2 abgehoben werden kann, da der Drehpunkt 1,7 exzentrisch zur Trommelachse
15 liegt. Die Papierzuführung wird beim Abheben freigelegt. Hierbei folgen die Laschen
6 zunächst dem Zug der Federn 7, bis das Spiel zwischen dem Schlitz 8 und dem festen
Stift 9 durchlaufen ist. Die in Richtung des waagerechten Durchmessers der Trommel
verlaufende Andruckkomponente der Antriebswalze 2 greift an der Trommel unterhalb
des Lagerzapfens 17 an, so daß das hierdurch entstehende Drehmoment die Arbeitslage
der Trommel sichert.
-
Zur Weiterleitung des von der Walze 2 kommenden Papiers dienen Förderbänder
21, die unter Spannung am unteren Umfang der Trommel i anliegen. Zu diesem Zweck
laufen die Bänder über fest gelagerte Rollen 22 und 23, die zweckmäßig tonnenförmig
gewölbt sind, sie werden durch Spannrollen 2.4 straff gehalten. Die Spannrollen
sind in U-förmigen Lagerstücken 25 mit ihren Achsen 26 gelagert, indem diese Lagerstücke
auf die Achsen 26 aufgehängt sind. Jedes der U-förmigen Lagerstücke ist an einem
Arm 27 befestigt. Die Arme z7 sind an einer gemeinsamen Achse 28 drehbeweglich gelagert
und werden zur Belastung der Spannrollen durch Gewichte 29 nach unten gezogen. An
Stelle der Förderbänder können ähnlich wie beim Gegenstand des Hauptpatents unter
Federdruck stehende Gummiwalzen treten, die von unten an der Trommeloberfläche anliegen.
Sie sind dann zweckmäßig in feststehenden Blechen mit etwa radialen Schlitzen gelagert,
in denen sie beim Abheben der Trommel durch die Federn in einer Endlage gehalten
werden.
-
Um ein Haftenbleiben der von der Trommel getrockneten Lichtbilder
zu vermeiden, ist die aus poliertem, nicht rostendem Stahl bestehende Trommel durch
mattierte, vorzugsweise in der Förderrichtung des Papiers verlaufende Streifen
30 unterbrochen. Diese Streifen sind zweckmäßig so angeordnet, daß insbesondere
die verstärkten Enden 3 der Antriebswalze 2 auf solche mattierten Streifen zu liegen
kommen und dabei vorteilhaft die angrenzenden blanken Flächen noch etwas überdecken.
Vorteilhaft liegen auch die Andruckbänder 2i an mittleren mattierten Streifen an,
wie es aus Fig. 2 ersichtlich ist. Dagegen laufen die Ränder der Lichtbilder auf
polierten Streifen entlang, so daß sich die durch das Ausquetschen festsetzende
Gelatine-
oder Leimlösung leicht entfernen läßt,. was, an den mattierten Stellen nicht ohne
weiteres möglich wäre.
-
Ferner ist zur Entfernung trotzdem haftenbleibender Lichtbilder ein
Abstreifer 31 vorgesehen, der aus dünnem, elastischem Blech besteht und mit seiner
vorderen Kante federnd an der Trommel anliegt. Der Abstreifer ist gleichzeitig so
gebogen, daß er eine Umlenkung der fertig getrockneten Bilder bewirkt, worauf diese
über die Rolle 23 und eine federnd darauf liegende Andrückrolle 32 in einen Sammelbehälter
33 gelangen. Der Sammelbehälter besitzt unten eine Öffnung , mit einer schräg ansteigenden
Entnahmeplatte 3q., durch die ein Herausfallen der fertigen Bilder verhindert wird.
-
Der Abstreifer 31 ist an einem Arm 35 befestigt, der mit den schwenkbaren
Lagerblechen 16 in Verbindung steht. Über dem oberen Umfang - der Trommel i ist
ein Schutzblech 36 angeordnet, das einerseits ebenfalls an den Armen 35, andererseits
am Bügel 2o befestigt ist. Schwenkt man beim Abheben der Trommel i mittels des Handgriffes
i9 den Bügel 2o in- die strichpunktiert gezeichnete Lage herum, so gleitet der Abstreifer
unterhalb der Trommel entlang, und das Schutzblech gelangt zwischen die Andruckbänder
21 und die Trommel i. Es wird somit vermieden, daß insbesondere an der Stelle, an
der sich beim Abheben die Trommel den Bändern nähert, ein Verbrennen der Bänder
eintreten kann, indem diese sich jetzt unter der Einwirkung der Spannrollen 2.4
fest gegen das Schutzblech 36 legen. Die gleiche Wirkung tritt ein, wenn die Transportbänder
durch Rollen ersetzt werden, die vorzugsweise aus Schwammgummi hergestellt sind.
Auch hier legt sich beim Abschwenken der Heiztrommel das Wärmeschutzblech und der
Abstreifer zwischen die Rollen und den Trommelmantel und verhindert so die Zerstörung
des Rollengummis.
-
Zwischen den Rollen 23, über die die Andruckbänder laufen, ist unterhalb
der Rolle 32 ein Umlenkblech 37 angeordnet, das entsprechend seiner Gestaltung ein
Haftenbleiben der getrockneten Lichtbilder an den Bändern verhindert. Durch ein
abnehmbares Blech 38 ist auch diese Stelle leicht zugänglich gemacht.
-
Ein besonderer Vorteil der Trockenvorrichtung besteht darin, daß auch
bei Verwendung photographischer Papiere, die sich infolge der Imprägnierung durch
ihre beim Benetzen mit der Badflüssigkeit schlüpfrig werdende Oberfläche schwer
oder gar nicht transportieren lassen, eine gute Übertragung des Drehmomentes von
der Antriebswalze her möglich ist, indem diese stets mit ihren erhöhten Rändern
3 an der Trockentrommel i anliegt. Zur Erhöhung der Reibung' zwischen der Antriebswalze
und der Trockentrommel können die äußeren mattierten Streifen durch Rändelung stark
aufgerauht sein. Besondere Vorteile bietet insbesondere das bequeme Abheben der
Trockentrommel von der Antriebswalze, so daß die Papierzuführung leicht zugänglich
wird.
-
Gleichzeitig mit dem Abheben können Heizkörper q.o der Trommel abgeschaltet
werden, indem ein Schalter q i mit seinem Schaltorgan 42 so angeordnet ist, daß
es in der Einschaltstellung gegen einen Vorsprung 43 des Bügels 2o anliegt, während
beim Abheben der Trommel die Ausschaltung durch eine auf- dem Schaltorgan angebrachte
Feder 44 bewirkt wird.
-
Zur Anzeige der Temperatur der Trocken-bzw. Heiztrommel dient ein
Thermometer 45, das mittels eines Rohres 46 an einem Metallstück 47 befestigt ist.
Dieses Metallstück 4.7 wird mittels einer Feder in ständiger Anlage gegen die Heiztrommel
gehalten, solange sich diese in der Betriebslage befindet.