DE592006C - Kartenhalter fuer Karteien - Google Patents

Kartenhalter fuer Karteien

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DE592006C
DE592006C DESCH99234D DESC099234D DE592006C DE 592006 C DE592006 C DE 592006C DE SCH99234 D DESCH99234 D DE SCH99234D DE SC099234 D DESC099234 D DE SC099234D DE 592006 C DE592006 C DE 592006C
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card
cards
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F17/00Card-filing arrangements, e.g. card indexes or catalogues or filing cabinets
    • B42F17/02Card-filing arrangements, e.g. card indexes or catalogues or filing cabinets in which the cards are stored substantially at right angles to the bottom of their containers
    • B42F17/08Construction of the containers, e.g. trays or drawers

Landscapes

  • Sheet Holders (AREA)

Description

  • Kartenhalter für Karteien Bislang fehlten Karteien, die für bestimmte Zwecke, z. B. Lagerbuchführung usw., ein schnelles und umstandsloses Buchen ermöglichten. In. den Fällen, wo die Karten sehr häufig und unregelmäßig gewechselt werden müssen, die Eintragungen aber nur aus wenigen Zahlen bestehen, haben sich die bisherigen Karteien (Steilkarteien, Staffelkarteien) nicht unbedingt bewährt. Recht häufig haben die Praktiker daher in solchen Fällen die Karteien für die ursprünglichen Eintragungen abgelehnt und eine schnelle einstweilige Verbuchung mittels vorgedruckter Tabellen geschaffen. Der Nachteil lag aber in der häufigen Übertragung, da sich solche Tabellen schnell und unregelmäßig erschöpften und wobei alsdann das endgültige übertragen der Sammelposten aus den Tabellen auf Karten (z. B. Steilkartei) oder in Bücher die errungenen Vorteile größtenteils wieder zunichte machte. Statt daß@ wie bislang auf einzelnen Karten gebucht wird, wobei jede Karte hervorgeholt oder vorgerichtet werden muß, ehe ein Buchen möglich ist, oder anderseits vorgedruckte Tabellen mit ihren Nachteilen verwendet werden, soll nach dem Wesen der Erfindung auf Dauertabellen gebucht werden. Das sind Tabellen mit vielen, nach Bedarf einzeln auswechselbaren Feldern, die also leicht erneuerbar und unmittelbar in befestigter Lage beschreibbar sind. Diese Felder bestehen aus einzelnen Karten, die viele, zweckmäßig 'durch mehrfaches Falzen gebildete Schreibfelder aufweisen, dalher öfter gewendet werden können und schließlich erst nach voller Beschriftung - und dann endgültig - abgestellt werden, nachdem sie vorher durch neue (leere) Karten ersetzt wurden. Es verbinden sich somit die Vorteile der Karteien (unabhängige Raumausdehnung durch Wenden und Auswechseln der Karten) mit denen der vorgedruckten Tabellen (Buchungsbereitschaft auf vielen Feldern), wobei kein Nachteil des einen oder anderen Systems in Kauf genommen werden muß. Die Gesamtwirkung solcher Kartenhalter besteht daher in großer Buchungsschnelligkeit infolge Ersparnis der Zurichtung ganzer Kartengruppen, sie ermöglichen ferner ein. schnelles und sicheres Einprägen der örtlichen Lage der Karten durch die tabellarische Anordnung mit hervorragendem Überblick. Bei Lagerbuchführung z. B. hat man jetzt auf wenigen Tabellen eine Dauerinventur ständig vor Augen.
  • Nach der Erfindung wird das erreicht durch Kartenhalter, bestehend aus einer festen Platte, etwa aus Hartpappe, mit darauf dicht in einer oder mehreren Reihen übereinander unbeweglich (nicht umklappbar) befestigten Taschen aus Streifen biegsamen Materials (u. a. Cellulosehydratfolie, Celluloid, Hartpapier usw.) 'und darin .einzeln @entnehmbar zu befestigenden Karten. Jede Einzelkarte steckt in befestigter Lage in einer Tasche, überdeckt mit .einem freien Schreibfeld aber die angrenzende darüberliegende Tasche -und wird mit der äußersten Kante dieses freien Schreibfeldes (entgegengesetzit der Liefst in der Tasche steckenden Kante) unter eine Haltevorrichtung geschoben, die sich am Öffnungsrande jeder darüberliege-nden Tasche befindet. Als solche Haltevorrichtungen kommen in Frage z. B. ein an der Taschenwand angebogener, angeleimter oder angehefteter Falz oder Winkelfalz, dessen einer Schenkel zweckmäßig Letter den Öffnungsrand der Taschen geschoben ist, oder Befestigungsstreifen, die längs des öffnungsrandes der Taschen geführt sind, oder Hältchen am Öffnungsrande der Taschen oder dort aus den Taschenwänden ausgestanzte Zungen usw. Mithin sind also alle Karten bei teilweiser Überdeckung (Schindelung) gegenbefestigt, wodurch dann jeder Kartenhalter mit den derart unbeweglich, flach und dicht anliegend befestigten Karten eine einheitliche, feste und unmittelbar beschreibbare Dauertabelle bildet.
  • In der Zeichnung ist in Fig. i ein solcher vollständiger Kartenhalter dargestellt, von dem Teile der Taschen entfernt gezeichnet sind, damit die eigenartige Anordnung zu erkennen ist. Auf einer Platte i, etwa aus Hartpappe, sind schindelartig übereinander Streifen 2 aus Cellulosehydratfolie, Celluloid, Hartpapier oder ähnlichem Material aufgezogen, die am unteren Rande z. B. durch; Nähte zunächst angeheftet wurden. Am oberen Rande sind die Streifen mit Ausnahme des untersten mit einem Falz 3 versehen, der sich zu einer Haltevorrichtung gestaltet, wenn alsdann die Streifen durch seitliche und weitere parallele Längsnähte mit der Platte i weiter verbunden und zu einzelnen Taschen abgeteilt sind, die sich auch schindelartige überdecken können. Auf der rechten Hälfte der gleichen Abbildung sind zehn eingesteckte Karten q. in derart befestigter Lage dargestellt. Sie liegen also auch mit einem Schreibfeld offen.
  • In Fig.2 ist ein Längsschnitt des Kartenhalters in der Linie 1-I nach Fig. i mit fünf darin befestigten Karten dargestellt, wobei die Querschnitte der Karten und Falze etwas übertrieben stark gezeichnet sind.
  • In Fig.3 wird ein Längsschnitt des Kartenhalters in der Linie II-II der Fig. i gezeigt. Das ist also der Längsschnitt entlang einer Längsnaht, die die Taschenwände z mit der Platte i verbindet.
  • In Fig. q. sind verschiedene Haltevorrichtungen dargestellt; denn statt des Falzes 3 und 3a, der wahrscheinlich die zweckmäßigste Haltevorrichtung darstellt, sind auch andere Gegenbefestigungsvorrichtungen möglich, die sich aber stets am Öffnungsrand der Taschen befinden müssen. Es kommen z. B. in Betracht: Winkelfalze 3b, deren .einer Schenkel zweckmäßig unter den Öffnungsrand der Taschen geschoben ist, Befestigungsstreifen 3e längs des Taschenrandes, Häkchen 3d, ausgestanzte Zungen 3e usw.
  • In Fig.5 wird eine Einzelkarte mit acht Schreibfeldern gezeigt, vier auf der Vorder-, vier auf der Rückseite. Diese Karte wird längsgefalzt (vgl. unterbrochene Linie) verwendet. Die Karten können nur m einer Richtung gefalzt werden, da sie sonst Spannung erhalten und nicht sitzen würden.
  • Jeder abgefalzte Teil der Karten enthält vorder- und rückseitig je zwei Schreibfelder, die im Vordruck gegenseitig um i8o° verschoben sind. Durch das Unterschieben solcher Karten (zur Hälfte) in entsprechend tiefe Taschen des Kartenhalters und das vorherige Falzen meiner anderen Richtung wird erreicht, daß jeweils nur ein Feld im Kartenhalter sickt- und beschreibbar ist, obgleich alle acht Felder durch Wenden der Karten nacheinander im Kartenhalter beschrieben werden können, und daß ferner die Sichtflächen des Kartenhalters für die Karten klein sein dürfen (möglichst viele kleine Schreibächen), die Karten aber dennoch groß, sein können, also nicht zu oft durch neue .ersetzt werden müssen. So hat man es auch beim. Ablegen der vollgeschriebenen Karten (Steilkartei) nicht mit unhandlich kleinen Formaten zu tun.
  • Natürlich kann eine solche Karte auch in der Breite vergrößert werden, wenn mehrmals gefalzt wird; aber immer müssen die Falze parallel laufen.
  • Fig. 6 zeigt solche Karte mit zwölf Feldern. Größere Karten dürften wegen des zu schwierigen Umfalzens beim Wenden der Karten nicht zweckmäßig sein. Die auf den Karten (Fig. 5 und 6) eingezeichneten Nummern der Kartenfelder (praktisch vorgedruckt) bieten einen auffälligen optischen Überblick über die Anzahl der Buchungen (bei Lagerbuchführung Gängigkeit der Sorten), sie zählen die Buchungen selbsttätig, weil die Felder der Nummernfolge nach beschrieben werden und jedes Feld nur eine bestimmte Anzahl Buchungen aufnimmt (z. B, io). Diese selbsttätige Zählung kann durch Wahl verschiedenfarbiger Karten (i. Karte weiß, 2. blau, 3. rot) erweitert werden. , Die Taschen der Kartenhalter können wegen Materialersparnis unterbrochen sein, also z. B. auch aus zwei oder mehreren Streifen bestehen. Die Kartenhalter werden zweckmäßig beiderseits (Vorder- und Rückseite) mit Taschen versehen, können nach Art der Steilkarteien also 'in Kästen aufbewahrt oder auch als Blätter von Buchkarteien usw. verwendet werden.
  • Ob diese neuartigen Kartenhalter bei einer Steil- oder Buchkartei verwendet werden sollen, welche Materialien zu ihrem Aufbau verwendet werden, die Farben der Karten usw., sind Dinge, die für das Wesen der Erfindung belanglos sind. Wichtig aber ist, daß durch den ursprünglichen Erfindergedanken, unmittelbar beschreibbare Dauertabellen mit vielen auswechselbaren Feldern zum 'Schnellbuchen, ein neuer Weg gefunden ist, und zwar durch eine eigenartige Anordnung der Karten zur Dauertabelle unter äußerster Raumausnutzung dieser Dauertabellen :durch viele kleine Felder auf den Kartenhaltern bei Verwendung an sich großer, unter Überdeckung (Schindelung) der eingesteckten und dennoch durch Haltevorrichtungen unbeweglich befestigter, unmittelbar beschreibbarer Karten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kartenhalter für Karteien, bestehend aus einer festen Platte mit darauf in einer oder mehreren Reihen übereinander hefestigten Taschen füreinzeln :entnehmbare Karten, dadurch gekennzeichnet, daß die übereinander angeordneten Taschen (2) aus dicht an der Grundplatte (i) dreiseitig befestigten, z. B. angenähten Streifen aus biegsamem Material (Celluloid, Cellulosehydratfolie, Hartpapier @o. dgl.) bestehen -und an ihren Öffnungsrändern Haltevorrichtungen (Falze 3a, 3b, Befestigungshaltestreifen 3e, Häkchen 3d oder Zungen 3e) aufweisen und daß, jede meine Tasche eingesteckte, gegebenenfalls längsgefalzte Karte (q.) mit einem freien Schreibfeld die angrenzende, darüberliegende Tasche überdeckt und durch Einschieben in die an letzterer befindliche Haltevorrichtung für das unmittelbare Beschreiben der eine einheitliche Tabelle bildenden freien Schreibfelder der Karten flach und dicht an der Grundplatte anliegend festgehalten ist.
DESCH99234D 1932-10-16 1932-10-16 Kartenhalter fuer Karteien Expired DE592006C (de)

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