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Reiter zur Kennzeichnung von Karten, Mappen u. dgl. von Karteien Die
Erfindung bezieht sich auf sog. Reiter oder Zungen, wie sie zur Kennzeichnung der
Karten von Karteien, Mappen, Loseblättersystemen o. dgl. benutzt werden. Sie mögen
in nachstehendem -unter der einheitlichen Bezeichnung Reiter zusammengefaßt werden.
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Derartige Reiter besitzen zur Zeit in der Regel nur eine einzige Fläche,
an deren Vorder- bzw. Rückseite die Schrift- oder anderen Kennzeichen vorgesehen
sind. Bei der Mehrzahl der bekannten Reiter hat diese Fläche eine ungefähr senkrechte
Stellung. Das hat den Nachteil, daß solche Reiter, insbesondere bei niedrig aufgestellten
Behältern eines Karten- oder Sammelsystems, nicht oder nur schwer lesbar sind. Es
ist bekannt bei Karteien, deren Sammelmappen an Tragstäben aufgehängt sind, die
Hinweiszeichen auf der waagerechten, oberen Fläche der Tragstäbe anzubringen. Abgesehen
davon, daß diese Maßnahme breite Tragstäbe erfordert, wodurch das Fassungsvermögen
des Karteibehälters verringert wird, hat diese Anbringungsweise den Nachteil, daß
die Merkzeichen o. dgl. bei hoch angeordneten Behältern nicht oder nur schwer zu
lesen sind.
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Man hat auch schon vorgeschlagen, die Schaufläche der Reiter unter
einem Winkel von .15° anzuordnen, um sowohl bei hoch aufgestellten als auch bei
niedrig angeordneten Behältern das Ablesen zu ermöglichen.
Diese
Maßnahme hat aber zur Folge, da13 die Ablesbarkeit im allgemeinen erschwert ist,
weil es nun einmal schwierig ist, von schrägstehenden Flächen abzulesen.
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Aus diesem Grunde hat sich auch eine bekannte Kennzeichnung für Karteikarten
nicht bewährt, bei der die Beschriftung auf einem im Querschnitt winkligen Streifen
untergebracht ist, der mit der Karte o. dgl. so verbunden wird, daß beide Flächen
des Streifens in einem Winkel von etwa .l5' zur Schaufläche der Karte o. dgl. liegen.
In diesem Falle ist der vollständige, auf die beiden Flächen des Streifens verteilte
Text nur zu übersehen, wenn man rechtwinklig auf die Karte blickt; aber auch dann
ist die Beschriftung wegen der Schräglage beider Flächen nur schlecht zu lesen,
während beim Blicken von oben oder schräg oben sowie von schräg unten der Text auf
der dann jeweils hintenliegenden Streifenfläche überhaupt nicht zu sehen ist. .
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Demgegenüber ist bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Reiter
in allen Fällen' also sowohl bei hoch als auch bei niedrig angeordneten Behältern,
ein deutliches Ablesen ohne Schwierigkeiten möglich. Dies wird dadurch erreicht.
daß der Reiter, der wie der zuletzt erwähnte bekannte Reiter zwei winklig zueinander
liegende, beide zur Aufnahme von Schrift- oder anderen Zeichen geeignete Flächen
aufweist, sich mit der einen Schriftfläche in der Richtung der den Reiter aufnehmenden
Karte o. dgl. erstreckt, während die andere, den gleichen Text tragende Fläche im
wesentlichen rechtwinklig zur Kartenfläche liegt.
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Vorzugsweise erhält der Reiter einen L- oder T-förmigen Querschnitt.
Dabei kann das L bzw. T sowohl aufrecht als auch umgekehrt
(1 oder L), spiegelbildlich (J) oder umgekehrt spiegelbildlich (/')
liegen. Statt an einem mit der Karte o. dgl. lösbar zu verbindenden Reiter können
die Beschriftungen auch an einer mit der Karte o. dgl. aus einem Stück bestehenden
Zunge vorgesehen sein, die von dem betreffenden Kartenrande in der Kartenebene vorspringt
und dann rechtwinklig umgebogen ist.
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Der Reiter kann aus Papier, Metall, durchsichtigem Werkstoff, wie
Zellhorn, Glimmer, Kunstglas o. d-1., hergestellt sein. Auch ist es möglich, in
Reitern aus -Metall, Kunstharz o. dgl. Fenster anzubringen, die, wenn erwünscht,
mit durchsichtigem Werkstoff verschlossen sein können.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Reiter aus zwei
Schichten aus durchsichtigem, vorzugsweise glasklarem Werkstoff, zwischen die ein
Träger für die Schrift- oder sonstigen Zeichen geschoben «erden kann. Als Träger
die:it z.vc@@_;n@@13ig ein Stück Papier, das, wenn erwünscht. durch eine Rille oder
eine Faltlinie in Streiten entsprechend der Flächengröle des l-,citcrs unterteilt
wird. -Werden die Reiter an den Karten o. d;.,l. mit Hilfe von Zungen befestigt,
die in verschiedene in den Karten o. dgl-. vor`res: iii ne Üifnungen passen, so
ist es leicht möglich. den Reitern eine andere Stelle zu geben und dadurch zu erreichen,
daß sie zueinander versetzt erscheinen, was u. a. den Vorteil biet,-t, daß das Fassungsvermögen
des Karteibehälters gut ausgenutzt wird.
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In den Zeichnungen, die die Erfindung in mehreren Ausführungsformen
veranschaulichen, zeigen Fig. i und "2 eine Schublade für hängende Sammelmappen,
die mit Reitern gemäß der Erfindung ausgerüstet sind, und zwar ist Fig. i ein senkrechter
Querschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2, die ihrerseits die Schublade in Draufsicht
darstellt.
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Die Fig.3, .1, 5, 6, ; und 8 sind schaubildliche Darstellungen von
Reitern geilialJ der Erfindung, die aber nur als Ausführungsbeispiele gelten sollen.
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In einem Behälter i ist eine Schublade 2 untergebracht, die in bekannter
Weise in den Behälter geschoben und aus ihm herausgezogen werden kann. Die Lade
hat der 3, auf denen Mappen 4. vermöge von mit Aussparungen versehenen Aufhängestreifen
; hängen. Jede Mappe ,4 besitzt einen Reiter,-. Die Reiter der verschiedenen -Mappen
sind in bekannter «"eise versetzt zueinander angeordnet. jeder-Reiter weist zwei
ungefähr rechtwinklig zueinander stehende Flächen auf, eine Vorderfläche 8 und eine
obere Fläche Die Schrift o. dgl. ist sowohl auf der Vorderfläche 8 als auch auf
der Oberseite g angebracht. Hierdurch tvird, wie Fig. i und 2 erkennen lassen, erreicht,
daß die betreifenden Anweisungen oder Angaben sowohl von vorn als auch von oben
gut lesbar sind, und zwar unabhängig davon, ob die Schublade hoch oder niedrig angeordnet
ist.
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Die Reiter können mit den Karten aus einem Stück bestehen, dann muß
aber im Falle eines Austausches die ganze -Mappe oder Karte entfernt werden. 'Min
kann die Einrichtung aber auch so treffen, daß nur die Reiter ausgewechselt zu werden
brauchen, während die Karte oder flappe weiterbenutzt werden kann.
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Die auswechselbaren metallischen Reiter, wie sie zur Zeit ini Handel
sind, werden vielfach mittels Klemmen mit den Karten. Mappen oder losen Blättern
verbunden, während die Verbindung der nicht auswechselbaren metallischen Reiter
gewöhnlich finit Hilfe von
Nieten, kleinen Ringen oder in andercrWeise
erfolgt.
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Wie die Fig.3 und .a. zeigen, ist hier die aufrechtstehende Fläche
io des Reiters mit Zungen i i und 12 versehen, die in entsprechende üftnungen der
harten oder Mappen passen. Wenn erwünscht, kann man die harten oder 'Tappen an mehreren
Stellen mit solchen Öffnungen versehen, um das Anbringen der Reiter in versetzter
Lage zu ermöglichen.
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Der in Fig.3 dargestellte Reiter hat im Querschnitt die Form eines
umgekehrten L,
der in f"ig..l dargestellte die eines T. Diese Reiter
sind aus Metall, Kunstharz o. dgl. hergestellt und mit Fenster versehen. Sie können
aber auch aus durchsichtigem, vorzugsweise glasklarem Werkstoff angefertigt und
doppchvandig ausgebildet sein, derart, daß zwischen die Wände ein oder mehrere Papierstreifen
geschoben werden können, auf denen die Hinweise oder Angaben angebracht sind.
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Bei den im Querschnitt T-förmigen Reitern gemäß Fig..l sind zu diesem
Zweckzwei Streifen 13 und 14 vorgesehen, während bei einem Reiter von L-förmigem
Querschnitt ein Streifen 15 genügt, der mit einem Falz oder einer Rille versehen
sein kann.
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Wie die Fig.5 und 6 zeigen, sind hier in den Reitern, .die aus Metall.
Kunstharz oder anderen harten Werkstoffei bestehen, Fenster 16 angebracht, die mit
durchsichtigem Werkstoff abgeschlossen sein können. Fig.5 zeigt einen doppelwandigen
auswechselbaren Reiter, dessen unterer Teil 17 federnd ausgebildet ist, derart,
daß er mit diesem Teil um den Rand der harte, 'Tappe oder des Blattes geklemmt werden
kann.
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Fig.6 zeigt einen doppelwandigen Reiter, der mit dem Teil i 8 an die
harte oder Mappe # -in" genietet oder in anderer Weise an ihr befestigt wird.
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In Fig. ; ist ein einwandiger Reiter dargestellt. Bei dem einwandigen
Reifer, der mit der Mappe oder harte aus einem Stück bestehen (Fig.8) oder später
an sie angeheftet, angenietet oder in anderer Weise an ihr befestigt werden kann
(Fig. 7), kann der Reiter selbst beschriftet oder es kann ein Streifen Papier
aufgeklebt oder in anderer Weise mit dem Reiter verbunden werden.