DE59130C - Selbsteinkassirender. Kraftmesser - Google Patents

Selbsteinkassirender. Kraftmesser

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DE59130C
DE59130C DENDAT59130D DE59130DA DE59130C DE 59130 C DE59130 C DE 59130C DE NDAT59130 D DENDAT59130 D DE NDAT59130D DE 59130D A DE59130D A DE 59130DA DE 59130 C DE59130 C DE 59130C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59130D
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Original Assignee
J. BENK in Dresden, Schnorrstr. 32
Publication of DE59130C publication Critical patent/DE59130C/de
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/04Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for anthropometrical measurements, such as weight, height, strength

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Coin-Freed Apparatuses For Hiring Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
JULIUS BENK in DRESDEN. Selbste inkassiren der Kraftmesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lo. März 1891 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Apparate, welche nach Einwurf einer bestimmten Münze das Messen der Muskelkraft durch Ueberwindung eines Widerstandes und Anzeigen der hierzu aufgewendeten Kraft auf einer Zeigerscala gestatten, wobei die Kraft sich als Zug, Druck, Schlag oder Stofs, je nach Einrichtung des Apparates, ä'ufsern kann.
Nun besteht ein jeder derartiger Apparat aus zwei Mechanismen: dem die zu messende Kraft aufnehmenden, welcher der Kürze wegen im Nachfolgenden »Kraftwerk« genannt werden soll, und dem die Gröfse der Kraft anzeigenden Mechanismus, dem »Zeigerwerk«.
Bisher wurden diese beiden Mechanismen entweder durch die eingeworfene Münze derart mit einander gekuppelt, dafs das Kraftwerk bei seiner Bewegung das Zeigerwerk in Gang setzte, so z. B. bei Patent No. 42774, oder es wirkte auf das Zeigerwerk eine Sperrvorrichtung ein, welche, durch Einwurf der Münze ausgelöst, die Bewegung des Zeigerwerkes bei Bethätigung des Kraftwerkes gestattete, so z.B. bei Patent No. 45494. Bei dieser Einrichtung konnte das Kraftwerk in jedem Falle ohne Einwurf einer Münze jederzeit ungehindert bewegt werden, nur unterblieb hierbei die Anzeige des Kraftmessers durch das Zeigerwerk, wenn dieses nicht durch die eingeworfene Münze mit jenem verbunden bezw. durch das Einwerfen der Münze ausgelöst wurde. Diese Eigentümlichkeit der bisher bekannten Kraftmesser gereichte den letzteren und ihren Besitzern insofern zum Schaden, als das Kraftwerk sehr häufig ohne vorherigen Geldeinwurf bethätigt und. hierdurch öfters beschädigt, in jedem Falle aber unnütz abgenutzt wurde.
Es wird deshalb vom Erfinder vorgeschlagen, statt wie bisher den Gang des Zeigerwerkes vom Einwurf einer Münze abhängig zu machen, direct das Kraftwerk durch eine geeignete Sperrvorrichtung zu arretiren, welche durch die eingeworfene Münze auszulösen ist. Das Kraftwerk kann bei dieser Einrichtung nur dann bewegt werden, wenn die vorgeschriebene Münze eingezahlt ist; es steht aber wiederum mit dem Zeigerwerk derart in dauernder Verbindung, dafs einer jedesmaligen Bethätigung des Kraftwerkes auch die entstehende Bewegung des Zeigerwerkes folgen mufs. Hierdurch wird die mifsbräuchliche Bethätigung des Apparates unmöglich gemacht, zugleich aber auch eine bedeutende Vereinfachung des Baues erzielt.
Ein Kraftmesser der gekennzeichneten Art ist in der beiliegenden Zeichnung in
Fig. ι in Vorderansicht,
Fig. 2 in Seitenansicht der Mechanismen mit dem Gehäuse im Schnitt dargestellt.
Fig. 3 ist ein Querschnitt und
Fig. 4 eine Einzelansicht.
Der dargestellte Apparat ist ein Druckkraftmesser. Die Kraft wird gemessen, indem der bewegliche Handgriff A gegen den festen Handgriff^.1 angedrückt wird. A bildet einen zweiarmigen Hebel, welcher um den festen Bolzen a schwingt und an dem zweiarmigen, um b schwingenden Hebel B angreift. Gegen einen Ansatz b1 dieses Hebels legt sich die Feder C, welche den Widerstand für die zu messende Kraft bildet.
Zur Arretirung des Kraftwerkes ABC dient folgende Einrichtung: In Führungen dd der Grundplatte D gleitet ein Schieber E, auf welchem um den Bolzen e der Riegel F schwingt. An den Kopf des Bolzens e greift mittelst des Stiftes e1 der Hebel B des Kraftwerkes an, so
dafs bei Bewegung des Handgriffes A gegen A1 der Schieber E mit dem Riegel F nach rechts bewegt wird (s, die punktirt eingezeichnete Stellung in Fig. i). Der Riegel F besitzt eine bügeiförmige Gestalt und umfafst den festen Stift/. Gegen diesen Stift, legt sich bei versuchter Bewegung des Kraftwerkes der Vorsprung/1 des Riegels unter der Wirkung einer Feder /2, so lange nicht der Riegel abgelenkt wird. Dies geschieht durch Einwurf einer Münze in den Münzkanal g. Die eingeworfene Münze χ legt sich, auf einem Ansatz E1 des Schiebers E ruhend, im Grund des Münzkanals g vor den Vorsprung/3 des Riegels F, Fig. ι und 3. Wenn nunmehr ein Druck auf A ausgeübt und hierdurch E nach rechts bewegt wird, so stöfst /3 gegen die Münze χ und F erfährt unter Ueberwindung des Druckes der Feder /2 eine Drehung um e. Infolge dessen geht f1 an/ frei vorbei und das Kraftwerk kann weiter bewegt werden (s. die punktirt eingezeichnete Stellung in Fig. 3). Das Kraftwerk kann also nur bei Einwurf einer Münze wirklich bewegt, im anderen Falle nur angerückt, d. h. um so viel bewegt werden, bis sich f1 gegen / legt. Bei der Bewegung des Schiebers E wird der eingeworfenen Münze ihre Stütze E1 entzogen, nachdem sie ihre Wirkung auf F ausgeübt hat; sie fällt dann durch einen Schlitz in der Grundplatte hindurch in einen (nicht dargestellten) Sammelbehälter.
Der Vorsprung/4 des Riegels soll verhindern, dafs der Apparat mifsbräuchlich in Gang gesetzt werden kann, indem etwa durch Schlagen oder Schütteln die Arretirung des Kraftwerkes zu lösen versucht wird. Sollte es hierbei auch gelingen, den Riegel F wirklich abzulenken, so wird doch hierbei die Drehung desselben um e kaum jemals genau in dem erforderlichen Mafse erfolgen, wie es bei Einwurf einer Münze geschieht, F wird vielmehr bald zu viel, bald zu wenig gedreht werden, wobei sich dann im ersteren Falle der Vorsprung/4, im zweiten wiederum f1 gegen / legen wird. Diese Sicherung wirkt demnach in ähnlicher Weise, wie die Zuhaltung eines Chubb'sehen Schlosses.
Das Zeigerwerk besteht im angenommenen Falle lediglich aus dem zweiarmigen Zeiger H, dessen langer Arm auf einer kreisbogenförmigen Scala h spielt, während gegen seinen kurzen Arm das Kraftwerk mittelst eines an e1 sitzenden Absatzes e2 wirkt. Vor jedesmaliger Benutzung des Apparates wird der Zeiger mittelst einer auf seine Achse h1 aufgesetzten Handhabe auf den Nullpunkt der Scala eingestellt.
Der gezeichnete Kraftmesser besitzt neben seinen oben erläuterten Merkmalen noch eine weitere Eigenthümlichkeit. Es werden bei demselben nämlich bei Erreichung eines gewissen Kraftmafses Prämien verabfolgt, die an sich sehr verschiedener Art sein können. In erster Linie sollen Medaillen oder Marken zur Verwendung kommen, die vielleicht — als Anerkennung für die gelieferte Kraftleistung — die nochmalige Benutzung des Apparates gestatten könnten und in diesem Falle die Gröfsenverhältnisse der sonst verwendeten Münze zeigen müfsten. Zur Ausgabe dieser Prämien dient die folgende Einrichtung.
Die Prämien, im gezeichneten Falle Marken, liegen über einander geschichtet in einem Behälter; diesen Behälter stellt im angenommenen Falle der Hohlraum des rohrförmigen festen Handgriffes A1 dar. Der Schieber E, welcher sich unter A1 hin- und herbewegt, besitzt ein kreisrundes Loch von der Gröfse der Marken \, Fig. 4, in welches sich in seiner Ruhestellung die jeweilig unterste Marke einlegt. Dieses wird nun bei Bewegung des Schiebers E mitgenommen und gelangt bei Erreichung einer gewissen Stellung des Schiebers, die wiederum einer bestimmten Stellung des Kraftwerkes, demnach einer gewissen Kraftgröfse entspricht, über die Mündung / der Abfallrinne i, welche die Marke nach aufsen gelangen läfst. So lange die bestimmte Schieberstellung nicht erreicht wird, wird die Marke beim Rückgang des Schiebers immer wieder zurückgebracht.
Die bei Erläuterung des oben beschriebenen Druckkraftmessers , angegebene Sperrung des Kraftwerkes kann natürlich in der verschiedensten Weise constructiv abgeändert werden, sie wird sich einem jeden Falle besonders anpassen müssen, ohne dafs hierdurch der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung verlassen würde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Kraftmesser, bei welchem das Kraftwerk mit einem drehbaren und verschiebbaren Riegel (F) verbunden ist, welcher sich bei versuchter Bewegung des Kraftwerkes ohne vorherigen Einwurf einer Münze gegen einen festen Arretirstift (f) legt, durch eine eingeworfene Münze aber bei Bewegung des Kraftwerkes in der Weise abgelenkt wird, dafs er frei neben dem Arretirstift vorbeigeht und die Weiterbewegung des Kraftwerkes behufs Messens der Kraft gestattet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT59130D Selbsteinkassirender. Kraftmesser Expired - Lifetime DE59130C (de)

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