DE58802C - Verfahren zur Ausbesserung von Glühlampen - Google Patents

Verfahren zur Ausbesserung von Glühlampen

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DE58802C
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Germany
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DENDAT58802D
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J. MÖHRLE in München
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/30Repairing or regenerating used or defective lamps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. Υ&λ
PATENTSCHRIF
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, mittelst welches Glühlampen, bei denen die Kohlenfaser ausgebrannt oder gebrochen ist,· wieder gebrauchsfähig gemacht werden können, d. h. durch Einsetzen eines neuen Kohlenfadens wieder neu hergestellt werden können.
Nachdem in der Spitze der Glasbirne z. B. unter Zuhülfenähme der Geblä'seflämme, eine Oeffnung (Schlitz)/ angebracht ist, wird durch denselben der alte Kohlenfaden entfernt und die beiden Platinelektroden xy gereinigt. Ist dies geschehen, dann wird, Fig. 2, der neue Kohlenfaden b, gleichviel welcher Form oder welchen Systems, durch die Oeffnung / eingeführt.
Bei den bisher bekannten Verfahren mufste, wenn man überhaupt einen Erfolg erzielen wollte, das Abbrechen des alten Kohlenfadens so sorgsam geschehen, dafs über den Platinelektroden wenigstens noch 1 bis 2 mm stehen blieben. War dieses nicht der Fall, was leicht vorkommen konnte, so war eine Abscheidung von Kohlenstoff aus dem flüssigen Kohlenwasserstoff an den Verbindungsstellen des neuen Fadens mit den Enden des alten, also ein Verbinden derselben unmöglich, das ganze Verfahren daher in vielen Fällen zweifelhaft.
Im Gegensatze dazu /geschieht nach vorliegendem Verfahren die Verbindung der Enden des neuen Kohlenfadens unmittelbar an den Platinelektroden χ und y, und zwar dadurch, dafs man eine neuartige Masse aus reiner Kohlenstoff- und Metall atenverbindung herstellt. Diese, an die beiden Elektroden χ und y gebracht und der Kohlenbügel b angedrückt, bewirkt eine dauernde, gut leitende und steinharte Verbindung zwischen Platinelektroden und Kohlenfaden, welche nach Angabe des Erfinders auch durch Hitze nicht zerstörbar ist.
Die neuartige Masse wird aus geglühtem Silbergraphit, pulverisirter Kohle (geglühte Piassaba) und einer Kupferlösung gebildet. Von dieser Masse wird etwas auf ' die etwas gekrümmten Elektroden gebracht und der Bügel angedrückt; nachdem nun die Masse etwas hart ist und der Bügel seine Richtung erhalten hat, wird die Verbindung vervollständigt, d. h. noch so viel aufgetragen, bis der Kohlenbügel vollkommen umschlossen ist und die Elektroden nicht mehr hervorragen; die Lampe kommt dann zum Trocknen.
Nach diesem Vorgange mufs die Masse leitend gemacht werden, so dafs sie dem Strom keinen Widerstand. bei seinem Durchgange darbietet. Es geschieht dies in folgender Weise:
Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung, welche aus einem Kupferdraht m besteht, der mit einer Isolirmasse überzogen ist, so dafs eine Berührung mit dem Kohlen bügel diesen nicht untauglich machen kann. An seinem oberen Ende ist der Kupferdraht mit der Leitung η verbunden, an seinem unteren Ende besitzt er ein kleines kohlencylinderchen o. Zum Leitendmachen wird nun dieses Cylinderchen durch den Schlitz in die Lampe eingeführt (wie aus der Zeichnung ersichtlich). (Wird nun ein geeigneter elektrischer Strom durch, den Kupferdraht geführt und mit dem Kohlencylinderchen die Elektrode berührt, so entsteht ein kleiner Flammenbogen, welcher die Masse sofort zum Rothglühen bringt. Damit ist der Stromschlufs
hergestellt, was eine in den Stromkreis eingeschaltete leuchtende Glühlampe kenntlich macht./ In derselben, Weise wird ' die zweite Elektrode behandelt.) Nach der Kohlenfadenbefestigung wird die Lampe mit der Oeffnung (Schlitz) f unter die Flamme gebracht, der Schlitz wieder zusammengezogen, das Entleerungsrohr d angesetzt und nach bekannter Weise evacuirt und schliefslich abgeschmolzen.
Fig. 3 zeigt die fertige Lampe.
Bei geeigneten Lampen kann die Verbindung der Bügelenden mit den Elektroden auch durch dünne Platinröhrchen oder Drahtspiralen s von entsprechendem Querschnitt hergestellt und dann die Verbindung durch Kitt erfolgen. Diese Art der Verbindung von Kohlenbügel mit den Elektroden ist sehr sicher.
Vorliegendes Verfahren gestattet, eine und dieselbe Lampe mehrere Male wieder neu herzustellen, , wobei die Widerherstellungskosten angeblich geringer sind als die Neuanfertigung einer Lampe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, Glühlampen, bei denen die Kohlenfaser ausgebrannt oder gebrochen ist, wieder gebrauchsfähig zu machen, dadurch gekennzeichnet, dafs. nachdem in der Glasbirne ein Schlitz hergestellt, der alte Kohlenfaden ausgenommen und der neue eingeführt ist, die Platinelektroden mit den Enden desselben, eventuell unter Anwendung von Metallröhrchen oder Drahtspiralen von entsprechendem Querschnitt, durch eine Masse, bestehend aus reinem Kohlenstoff oder vegetabilischer reiner Kohle und - aus Metallsalzen, verbunden und diese Masse durch Glühen mittelst elektrischen Stromes durch ein mittelst isolirten Kupferdrahtes eingeführtes Kohlenstückchen leitend gemacht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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