-
. Rettungsvorrichtung zum Herablassen von Personen und Lasten bei
Feuersgefahr Die Erfindung betrifft eine Rettungsvorrichtung zum Herablassen von
Personen und Lasten bei Feuersgefahr, die aus einem an Spreizseilen geführten Ring
besteht, an dem der Rettungsgürtel oder die Last befestigt -wird.
-
Es sind bereits Rettungsvorrichtungen dieser Art bekanntgeworden,
bei denen die Abgleitgeschwindigkeit der zu rettenden Person oder der herabzulassenden
Last lediglich durch die Spreizung der freien Seilenden geregelt wird.
-
Es ist ferner bereits ein Gerät zur Rettung aus Feuersgefahr bekanntgeworden,
das aus einer an Spreizseilen geführten Hülse mit einem daran gelagerten Bremshebel
besteht, mittels dessen der sich Rettende durch Anpressen der Spreizseile an die
Innenwandung der Hülse die Abgleitgeschwindigkeit regeln kann.
-
Die Erfindung bezweckt, ein solches Rettungsgerät derart auszubilden,
daß der sich Rettende durch entsprechende Einstellung des von den Spreizseilen geführten
Ringes in einfachster Weise die Abgleitgeschwindigkeit zuverlässig regeln kann,
so daß ein besonderer Bremshebel nicht erforderlich ist.
-
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Ring zwei
an den- Spreizseilen geführte Ösen aufweist und mit einem in einigem Abstand von
den Ösen angeordneten Handgriff versehen ist, mittels dessen der Ring zwecks Regelung
der Abgleitgeschwindigkeit durch Vergrößerung der Reibung verschwenkt werden kann.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Fig. r eine Vorderansicht der Rettungsvorrichtung in
der Gebrauchsstellung, Fig. a einen Querschnitt durch die an dem Fenster eines Gebäudes
angeordnete Befestigungsvorrichtung, Fig. 3 eine - Seitenansicht des belasteten
Gleitringes, Fig. 4. eine Seitenansicht des Gleitringes mit verschwenktem Handgriff.
-
Die Fig. 5 und G zeigen die Stellung der Ösen des in Fig. 3 und q.
dargestellten Gleitringes in größerem Maßstab.
-
Die oberen Enden der beiden Spreizseile e sind in möglichst großem
Abstand voneinander an einem Querjoch d befestigt, das zum Gebrauch der Rettungsvorrichtung
in schräg nach unten verlaufenden Schlitzen c von Platten b gelagert wird, die z.
B. an den Leibungen a eines Fensters befestigt sind. An den unteren Enden der Spreizseile
e sind die Halteknebel f befestigt, die zum Spannen und Spreizen der Seile durch
die Haltemannschaften dienen. Die beiden Seile e sind durch die Ösen 1a eines Ringes
g hindurchgeführt, an den die sich rettende Person sich mittels eines am Rettungsgürtel
befestigten Karabinerhakens anhängt, der in eine Öse la des Ringes ä eingehakt wird.
Im
unbelasteten Zustand gleiten die Ösen k des Ringes g ohne nennenswerte Reibung an
den Seilen e abwärts, wenn die Spreizung der Seile e gering ist. Wird aber der Ring
g durch die sich rettende Person belastet, so üben die Ösen k, wie die Fig. 3 und
5 zeigen, eine zwängende Wirkung auf die schräg aufwärts gerichteten Seile e aus,
da sich der Ring g unter der Wirkung der Last senkrecht zu stellen sucht.
-
Die durch diese Zwängwirkung hervorgerufene Reibung kann dadurch vergrößert
werden, daß die sich rettende Person den Handgriff in an sich heranzieht, so daß
die Ösen h aus ihrer in Fig. 3 und 5 gezeigten Lage in die in Fig. 4 und G dargestellte
Lage kommen. Die Abgleitgeschwindigkeit kann also von der sich rettenden Person
selbst auf einfachste Weise geregelt werden. « Voraussetzung ist dabei, daß die
Haltemannschaften die Seile c genügend gespreizt halten.
-
Die Ösen k sind nach dem Ring g hin offen, so daß die durch den Ring
g gesteckten Seile durch die Öffnungen hindurch leicht in die Ösen )a eingebracht
werden können. Damit die Seile aus den Ösen k nicht heraustreten können, sind die
Ösen k schräg nach oben abgebogen. Der Handgriff in ist mit Schutzbügeln 7z versehen,
damit die Hände der sich rettenden Person vor Verletzungen durch die Seile geschützt
sind.