DE586196C - Magnetischer Kompass - Google Patents

Magnetischer Kompass

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DE586196C
DE586196C DEL78355D DEL0078355D DE586196C DE 586196 C DE586196 C DE 586196C DE L78355 D DEL78355 D DE L78355D DE L0078355 D DEL0078355 D DE L0078355D DE 586196 C DE586196 C DE 586196C
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    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes

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Description

  • Magnetischer Kompaß Die Erfindung betrifft einen Kompaß mit Flüssigkeitsdämpfung und einem magnetischen Nadelsystem, bei welchem der bewegliche Teil des Lagers und das magnetische Element um ihre Achsen relativ zueinander im Winkel drehbar und federnd miteinander verbunden sind. Bei derartigen Kompassen war es bis jetzt üblich, zur nachgiebigen Aufhängung des magnetischen Elementes (Kompaßscheibe) ein System gleich dem eines gewöhnlichen Seekompasses zu benutzen und zur Reduktion der durch diese Art der Aufhängung bedingten Lagerreibung Schwimmer unter der Kompaßscheibe bzw. unter dem magnetischen Element anzubringen. Solche Schwimmer aber machen die Kompaßscheibe träge, denn die Schwimmer müssen schon verhältnismäßig groß dimensioniert werden, um die Kompaßscheibe effektiv schwimmen zu lassen. Die Folge ist eine entsprechende Vergrößerung der der Flüssigkeit ausgesetzten Oberfläche und somit auch eine entsprechende Vergrößerung des , Trägheitsmomentes der Scheibe.
  • Die Erfindung nun bringt ein magnetisches Nadelsystem ohne Schwimmer. Während man früher darauf ausging, die Reibung zwischen Drehzapfen und Lager mit Hilfe von Schwimmern zu beheben, geht die Erfindung darauf aus, nicht die Lagerreibung unmittelbar, sondern speziell die durch die Lagerreibung sich ergebenden nachteiligen Wirkungen zu beheben. Dies geschieht erfindungsgemäß in der Weise, daß zwischen dem vorteilhaft als Drehzapfen ausgebildeten beweglichen Teil des Lagers und dem relativ zu ihm drehbaren magnetischen Element Spiralfedern konzentrisch zur Drehachse des Magnetsystems angeordnet «erden. Durch diese Spiralfedern ist eine ganz erhebliche Verdrehung oder Ablenkung der Kompaßscheibe relativ zum Drehzapfen oder umgekehrt möglich ohne eine entsprechende Bewegung des Drehzapfens relativ zum Stützlager, und somit ist es wohl offenbar, daß aus diesen Verdrehungen oder Ablenkungen der Scheibe resultierende, in der Feder aufgespeicherte Kräfte immer bestrebt sein werden, denDrehzapfen bzw. die Scheibe, die Karte oder das magnetische Element in die normale Lage zuriickzubringen.
  • Ein im Sinne der Erfindung verbesserter Kompaß eignet sich ganz vorzüglich zur Verwendung für Flugzeuge u. dgl., was jedoch keineswegs ausschließt, ihn auch für Land-und Wasserflugzeuge zu verwenden. Auch wäre allgemein zu berücksichtigen, daß, selbst wenn die Kompaßscheibe auf einem Stein gelagert ist, die zwischen Drehzapfen und Stein sich ergebende Reibung, verglichen mit der magnetischen Kraft, die immer bestrebt ist, bei. Drehung des Kompaßgehäuses die Kom-. paßscheibe in neutraler Stellung zu halten, eine ganz erhebliche ist und um so stärker wird, je mehr der Kompaß der Einwirkung von Kräften unterliegt, die bei einem Flugzeug, z. B. durch Erschütterungen und oder Beschleunigungen, verursacht werden. Die auf die Kompaßscheibe wirkende Schwerkraft vergrößert sich direkt proportional der Beschleunigungszunahme und hat somit eine entsprechende Vergrößerung der Lagerreibung zur Folge. Es ist also offenbar, daß, wenn z. B. ein mit einem Kompaß gemäß der Erfindung ausgerüstetes Flugzeug Wendungen ausführt und Kurven durchfliegt, dann die resutierenden, auf die Kompaßscheibt wirkenden Kräfte, Beschleunigungskräfte, Zentrifugalkräfte und Erdanziehungskräfte die Reibung vergrößern und im System der Kompaßscheibe sich ein Kräftepaar ergeben wird, demzufolge der Drehzapfen sich mit dem Gehäuse zu bewegen sucht, während die Kompaßscheibe durch den magnetischen Einfluß gegen Bewegung relativ festgehalten wird. Durch diese relative Bewegung der Kompäßscheibe und des Drehzapfens wird auf das Spiralfedersystem ein Drehmoment ausgeübt, und sobald die betreffenden Kräfte nachlassen bzw. aufhören, wird das Spiralfedersystem versuchen, die Kompaßscheibe und deren Drehzapfen wieder in die normale Lage zurückzubringen.
  • Es soll nunmehr auf beiliegende Zeichnung Bezug genommen werden. Sie stellt die besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung dar, und zwar in Abb. i einen gemäß Erfindung konstruierten Kompaß im Schnitt von der Seite gesehen, Abb. 2 das System der Kompaßscheibe in vergrößertem Maßstabe von oben gesehen, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. 2, Abb. 4. eine andere Ausführungsform der Erfindung (Darstellung im Schnitt).
  • In Abb. i bezeichnet 8 ein Gehäuse vorzugsweise kugeliger Form. Dieses Gehäuse ist zum Zwecke der Montage mit einem festsitzenden Halter io versehen und des weiteren mit einem sphärischen Glas 12 ausgerüstet, also nach außen vollkommen abgeschlossen. Oben und auf der Rückseite sind an dem Gehäuse aus einem Stück zwei besondere Gehäuse 1q., 16 vorgesehen, von denen das eine für den Halter oder Träger der Kompensationsmagnete und das andere für eine dehnbare federnde Membran 2o bestimmt ist. Im Gehäuse befindet sich einFlüssigkeitsgemisch, beispielsweise ein Gemisch aus Alkohol und Wasser. Das Flüssigkeitsgemisch soll die gewöhnlichen Schwingungen des magnetischen Systems dämpfen und den Drehzapfen im Hinblick auf das Gewicht des magnetischen Systems größtenteils entlasten. In der Flüssigkeit ist beispielsweise ein ringförmiges System 22 aufgehängt, dessen Gleichgewichtslage (auch neutrale Stellung genannt) aus dem nach unten wirkenden Gewicht, dem nach oben wirkendenAuftrieb und der magnetischen Drehkraft resultiert.
  • Zur drehbaren Unterstützung des Systems 22 könnte irgendein Stützmittel verwendet werden. Wie dargestellt, besteht dasselbe aus einer Säule 2q., die in eine auf dem Boden des Gehäuses geschaffene Verstärkung 26 eingeschraubt ist. Auf dem oberen Ende der Säule ist, wie üblich, ein Edelstein 28 befestigt. Auf diesem Stein ruht der Drehzapfen 30 o. dgl., mit dessen Hilfe das magnetische System bzw. die Kompaßscheibe drehbar unterstützt gehalten wird. Der eigentliche Kompaßträger ist von bekannter Konstruktion und bestehtvorzugsweise, wiedargestellt, aus einem zylindrisch gestalteten, aus irgendeinem leichten Material, z. B. aus Messingblech, Celluloid o. dgl., gefertigten Körper 32. Auf der Innenseite rings des unteren Randes ist ein Verstärkungsband 34 eng anliegend befestigt. Dieses Band 34 dient als Mittel zum Halten der :Magnete 36. Der-Träger 32 ist mit einem Ringflansch 38 versehen und trägt auf diesem Flansch 38 in konzentrischer Anordnung einen leichten ringförmig gestalteten Körper 40. Eine Spiralfeder 42 ist mit ihrem einen Ende dem Drehzapfen 30 und mit ihrem anderen Ende dem Ring 40 am oberen Rande desselben angeschlossen. Diese Feder ist von solcher Stärke, daß sie das System 22 normalerweise in einer im wesentlichen horizontalen Lage hält und bei Auf- oder Abwicklung, verursacht durch Schleppung, Erschütterungen oder durch irgendeinen anderen dynamischen Einfluß, eine Rückbewegung ausführt, die mit dem magnetischen Moment zusammenwirkt, um zu verhüten, daß das System durch Drehung aus der normalen Stellung herausgebracht wird; auch werden von der horizontalen Lage abweichende Schwingungen verhütet, wenn durch ähnliche Einflüsse ein Verziehen aus der normalen horizontalen Lage erfolgt.
  • Abb. ¢ veranschaulicht eine andere Ausführung der Erfindung. Bei dieser Ausführung sind statt einer einzigen Spiralfeder zwei Spiralfedern qd., 46 vorgesehen. Die Windungen dieser Feder verlaufen einander entgegengesetzt. Auch sind die Federn in einem geringen Abstande übereinander angeordnet. Ihre Befestigung an dem Drehzapfen 30 und dem Ring 40 geschieht so, wie es oben beschrieben wurde. Bei derartiger Anordnung ist es möglich, auf aus allen Richtungen kommende Impulse ein schnelleres Ansprechen zu erzielen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Magnetisches Nadelsystem für einen Kompaß mit Flüssigkeitsdämpfung, bei dem der bewegliche Teil des Lagers und das magnetische Element noch um ihre Achsen im Winkel relativ zueinander drehbar und federnd miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem vorzugsweise als Drehzapfen (3o) ausgebildeten beweglichen Teil des Lagers und dem relativ zu ihm drehbaren magnetischen Element (32) Spiralfedern (42) konzentrisch zur Drehachse (24) des Magnetsystems angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das magnetische Element eine Kompaßrose trägt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der relativen Bewegung zwischen Drehzapfen und magnetischem Element entgegenwirkenden Spiralfedern in an sich bekannter Weise aus zwei entgegengesetzt gewickelten, das magnetische Element und den Drehzapfen miteinander verbindenden Spiralfedern (44, 46) bestehen (Abb. 4) .
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (42) oder daß jede Feder (44, 46) mit ihrem inneren Ende dem Drehzapfen (30) und mit ihrem äußeren Ende dem magnetischen Element oder der Karte angeschlossen ist.
DEL78355D 1930-11-17 1931-05-08 Magnetischer Kompass Expired DE586196C (de)

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US496185A US1980415A (en) 1930-11-17 1930-11-17 Magnetic compass

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3079698A (en) * 1957-04-29 1963-03-05 Walter E Hull Magnetic compass
US3199210A (en) * 1962-01-23 1965-08-10 All Hands Inc Spherical compass
US3481044A (en) * 1966-05-06 1969-12-02 Eastern Co Compass

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US1980415A (en) 1934-11-13
GB375467A (en) 1932-06-30

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