DE514367C - Gyroskopisches Richtinstrument - Google Patents

Gyroskopisches Richtinstrument

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DE514367C
DE514367C DEB128809D DEB0128809D DE514367C DE 514367 C DE514367 C DE 514367C DE B128809 D DEB128809 D DE B128809D DE B0128809 D DEB0128809 D DE B0128809D DE 514367 C DE514367 C DE 514367C
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Description

  • Gyrostropisches Richtinstrument Die Erfindung betrifft ein gyrostropisches Richtinstrument, insbesondere für Schiffe.
  • Die bisher bekannten gyrostropischen, den Nordpol suchenden Kompasse (Meridiankreisel) sind einer nicht berichtigten Fehlerquelle unterworfen, die dem Instrument selbst anhaftet, und die die Form einer kleinen Abweichung nach jeder Seite des Nordpols annimmt. In ähnlicher Weise bestehen bei der astatischen (richtkraftfreien) Type der gyrostropischen Richtinstrumente, das ist bei derjenigen Type, die kein Bestreben hat, den. Nordpol aufzusuchen, aber jede anfängliche azimutale Richtung, in welcher sie eingestellt werden können, ähnliche unberichtigte Fehler.
  • Keine Instrumententype, weder die den Nordpol suchende, noch die astatische, verschafft dein Schiff oder dem Fahrzeug, auf welchem das Instrument angeordnet ist, eine unveränderliche Linie, die in bezug auf die Erdoberfläche feststeht und infolgedessen in manchen Fällen, wie beim Schießen o. dgl.. wo ein besonders hoher Grad von Genauigkeit im Azimut erforderlich ist, von Bedeutung sein kann. Derartige Instrumente entsprechen bei ihrer heutigen Bauweise nicht den Anforderungen und besitzen keine Vorrichtung für die Berichtigung mit Ausnahme jener für die Prüfung des Standes der Sonne, der Sterne usw.
  • Bei einem gyrostropischen Richtinstrument, das in bekannter Weise aus zwei Arten von unabhängig voneinander wirksamen gyrostropischen Kompassen mit Fehlerkonstanten verschiedener Art besteht, werden erfindungsgemäß diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß die Einstellungen der beiden verschiedenen Kompaßsysteme auf einer gemeinsamen Anzeigevorrichtung gleichzeitig aufgezeigt und registriert werden. Der eine der Kompasse ist ein Meridiankreisel, der andere ein astatischer, bezüglich der Schwerkraft richtkraftfreier Kreisel, deren Gestelle starr miteinander verbunden sind, so daß die Schlingerlinie eines jeden Kompasses zu derjenigen des anderen unter einem bestimmten Winkel fest ausgerichtet ist. Die Anzeigevorrichtungen beider Kompasse sind so miteinander gekuppelt, daß sie eine einzige Aufzeichnung ergeben, wobei jeder der beiden Kompasse auf eine Differentialvorrichtung einwirkt, die sich nach Maßgabe des Unterschiedes der Bewegungen der beiden Instrumente verschiebt. Ferner ist eine Vorrichtung zur Vornahme einer Azimutberichtigung des astatischen gyrostropischen Kompasses vorgesehen, die die Schlingerlinie mit einer der festgestellten Wandergeschwindigkeit des astatischen Gyroskops entsprechenden Winkelgeschwindigkeit dreht, wobei die Azimutberichtigung auf elektromagnetischem Wege erfolgen kann.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt. Es zeigt Abb. i eine allgemeine Anordnung, in welcher der Unterschied der Bewegungen im Azimut eines Kreiselkompasses und eines asiatischen Kreisels auf einer Karte aufgezeichnet wird.
  • Abb. 2 zeigt eine Ansicht einer normalen, auf diesem Wege erhaltenen Aufzeichnung und Abb. 3 eine Ansicht einer Aufzeichnung, in welcher die Bewegungen des astatischen Kreiselkompasses berichtigt worden sind.
  • Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß der Abb. i betätigt ein Kreiselkompaß (Meridian- oder Kompaßkreisel) A mittels einer geeigneten Repetiervorrichtung, die in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, einen Motor a, der eine mit Schraubengewinde versehene Spindel b1 treibt. In ähnlicher Weise treibt ein astatischer Kreisel B einen zweiten Motor b vermittels einer geeigneten Repetiervorrichtung, die gleichfalls in den Zeichnungen nicht dargestellt ist. Dieser Motor dreht die mit Schraubengewinde versehene Spindel c. Ein vom Gestell e getragenes Rad d, das längs der Spindeln b1 und c verschiebbar ist, ist so angeordnet, daß es mit beiden Spindeln kämmt.
  • Die beiden Kreiselinstrumente A und B sind auf dem Schiff oder einem anderen Fahrzeug, das sie trägt, durch ihre Gestelle fest miteinander verbunden, und die Schlingerachsen der Kardanaufhängungen sind in gleicher Richtung oder in einem gegebenen Winkel eingestellt.
  • Die ganze Anordnung ist in bezug auf Drehungsrichtungen so getroffen, daß, wenn die Kreisel der Instrumente Al und B von derselben Anfangsstellung aus mit derselben Geschwindigkeit betrieben werden, das Bestreben der einen Spindel b1, das Rad d in einer Richtung zu bewegen, durch die Bewegung der anderen Spindel ausgeglichen wird. Mit anderen Worten: der Mechanismus übt eine Differentialwirkung auf das Rad d aus, so daß demselben der Unterschied der azimutalen Bewegungen der beiden Kreisel mitgeteilt wird.
  • Ein Schreibstift f ist in geeigneter Weise an dem Rahmen e befestigt und zeichnet diesen Bewegungsunterschied auf eine von der sich drehenden Trommel h getragene Karte auf.
  • Da die Beschaffenheit der Fehler bei den beiden in Rede stehenden Kreiselinstrumenten, wie vorher erklärt wurde, in der Weise abweicht, daß der Fehler des Meridian- oder Kompaßkreisels um eine Mittellage schwingt, während derjenige des astatischen Kreisels in einer gegebenen Richtung kontinuierlich anwächst, so- wird die Aufzeichnung in der Regel entsprechend Abb. 2 aus einer wellenförmigen Linie s bestehen, deren allgemeine Richtung zu einer Grundlinie la geneigt ist, die der wahren Nord-Süd-Richtung entspricht und parallel .zur Bewegungsrichtung des Papiers ist, auf welchem die Aufzeichnung gemacht wird. Wenn man, eine solche wellenförmige Linie erzielt hat, ist es leicht, mit Hilfe eines Lineals eine gerade Linie L einzufügen, die eine mittlere Lage hat, und die die Bewegungsgeschwindigkeit der azimutalen Abweichung des astatischen Kreisels gibt, während die Wellen auf jeder Seite dieser Linie die Abweichung des Meridian- oder Kompaßkreisels von der genauen Nordrichtung in jedem Augenblick zeigen.
  • Nachdem man durch solche Vorrichtungen die Geschwindigkeit des Wanderns der Abweichung des astatischen Instrumentes ermittelt hat, kann eine Verbesserung durch eine geeignete Vorrichtung eingeführt werden.
  • So wird bei einer Ausführungsform, die selbsttätig arbeitet, die Karte für die Aufzeichnungen des astatischen Instrumentes wie gewöhnlich von dem Kreiselinstrument getragen, während die Schlingerachse der Kardanaufhängung mit Hilfe eines Uhrwerkes oder einer anderen einstellbaren Vorrichtung mit einer Winkelgeschwindigkeit gedreht werden kann, die gleich ist der Geschwindigkeit des Wanderns der erwähnten Abweichung. Bei einer solchen Anordnung werden die Kontakte, Daumen und anderen Bestandteile des Repetiersystems von dem nachgedrehten Ring getragen, so daß Abweichungen des asiatischen Instrumentes nicht auf die Repetiervorrichtungen übertragen werden.
  • Oder es wird die Verschiebung des Rades d aus seiner Mittellage benutzt, um eine geeignete Vorrichtung zu betätigen, die ein Drehmoment in bezug auf die horizontale Präzessionsachse des astatischen Kreisels erzeugt *und so die notwendige Präzession im Azimut erzeugt, um seine Wanderung zu berichtigen.
  • Die selbsttätige Vorrichtung, durch welche dieses berichtigende Drehmoment erzeugt wird, kann verschiedene Formen haben. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist ein Magnet in oder es sind einige Magnete auf dein Ende der mit dem Kreiselgehäuse fest verbundenen Schneide angeordnet, die von dem vertikalen Ring n des Instrumentes getragen wird. Neben dem Magnet oder auf jeder Seite derselben ist ein Paar von Wicklungen o, o auf dem vertikalen Ring 7a der Kreiselaufhängung angeordnet. Diese beiden Wicklungen sind, wie dargestellt, mit einem Draht r von hohem Widerstand verbunden, längs dessen ein Kontakt r', der von einem geeigneten Teil des Rahmens e getragen wird, sich bewegt. Die ganze Anordnung bildet auf diese Weise eine Art Potentiometer, mittels dessen dem astatischen Kreisel eine leichte Schrägstellung erteilt wird, so daß dieser eine Präzessionsbewegung erhält, die der erwähnten Abweichung entgegenwirkt.
  • Eine typische Form einer solchen Aufzeichnung ist in Abb. 3 dargestellt, in welcher die Wellen s um eine Mittellinie t angeordnet sind, die parallel zur Bewegungsrichtung der Karte verläuft.
  • In manchen Fällen kann die Berichtigung am astatischen Instrument von Hand anstatt selbsttätig angebracht werden.
  • Dank der vorliegenden Erfindung können die abweichenden Bewegungen eines jeden der beiden Kreiselinstrumente mittels des anderen Instrumentes beobachtet und überwacht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gyroskopisches Richtinstrument für Schiffe, das aus zwei Arten von unabhängig voneinander wirksamen gyrostropischen Kompassen mit. Fehlerkonstanten verschiedener Art besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellungen der beiden verschiedenen Kompaßsysteme auf einer gemeinsamen Anzeigevorrichtung gleichzeitig aufgezeigt oder registriert werden. 9. Richtinstrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Kompaß ein Meridiankreisel und der andere ein astatischer (richtkraftfreier) Kreisel ist, deren Gestelle starr miteinander verbunden sind, derart, daß die Schlingerlinie eines jeden Kompasses zu derjenigen des anderen unter einem gewissen Winkel fest ausgerichtet ist. 3. Richtinstrument nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtungen beider Kornpasse so miteinander gekuppelt sind, daß sie eine einzige Aufzeichnung ergeben. 4.. Richtinstrurnen:t nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Kompasse auf eine Differentialvorrichtung einwirkt, die sich nach Maßgabe des Unterschiedes der Bewegungen der beiden Instrumente verschiebt. 5. Richtinstrument nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Vornahme einer Azimutberichtigung des astatischen gyroskopischen Kompasses, welche die Schlingerlinie mit einer der festgestellten Wandergeschwindigkeit des astatischen Gyroskops entsprechenden Winkelgeschwindigkeit dreht. 6. Richtinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Azimutberichtigung auf elektromagnetischem Wege erfolgt.
DEB128809D 1926-02-03 1926-12-16 Gyroskopisches Richtinstrument Expired DE514367C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB514367X 1926-02-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE514367C true DE514367C (de) 1930-12-11

Family

ID=10460017

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB128809D Expired DE514367C (de) 1926-02-03 1926-12-16 Gyroskopisches Richtinstrument

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE514367C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750386C (de) * 1938-03-11 1945-01-06 Auf Kreiselwirkung beruhende Richtanlage fuer Luftfahrzeuge

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750386C (de) * 1938-03-11 1945-01-06 Auf Kreiselwirkung beruhende Richtanlage fuer Luftfahrzeuge

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