DE583764C - Verfahren zur Darstellung von Ameisensaeure aus Erdalkaliformiaten - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Ameisensaeure aus ErdalkaliformiatenInfo
- Publication number
- DE583764C DE583764C DE1930583764D DE583764DD DE583764C DE 583764 C DE583764 C DE 583764C DE 1930583764 D DE1930583764 D DE 1930583764D DE 583764D D DE583764D D DE 583764DD DE 583764 C DE583764 C DE 583764C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- formic acid
- alkaline earth
- hydrocarbons
- preparation
- reaction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- BDAGIHXWWSANSR-UHFFFAOYSA-N methanoic acid Natural products OC=O BDAGIHXWWSANSR-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 36
- 235000019253 formic acid Nutrition 0.000 title claims description 18
- OSWFIVFLDKOXQC-UHFFFAOYSA-N 4-(3-methoxyphenyl)aniline Chemical compound COC1=CC=CC(C=2C=CC(N)=CC=2)=C1 OSWFIVFLDKOXQC-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 17
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 title claims description 5
- 150000004675 formic acid derivatives Chemical class 0.000 title claims description 3
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 claims description 21
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 claims description 20
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 13
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims description 9
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims description 8
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 6
- 239000011541 reaction mixture Substances 0.000 claims description 4
- 229910052602 gypsum Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000010440 gypsum Substances 0.000 claims description 2
- 239000004215 Carbon black (E152) Substances 0.000 description 9
- OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L calcium sulfate Chemical compound [Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 6
- 229940044170 formate Drugs 0.000 description 5
- BDAGIHXWWSANSR-UHFFFAOYSA-M Formate Chemical compound [O-]C=O BDAGIHXWWSANSR-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 4
- QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N Acetic acid Chemical compound CC(O)=O QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L Sulfate Chemical compound [O-]S([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 3
- 235000011132 calcium sulphate Nutrition 0.000 description 3
- 239000005662 Paraffin oil Substances 0.000 description 2
- -1 alkaline earth metal formate Chemical class 0.000 description 2
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 2
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 2
- WNEODWDFDXWOLU-QHCPKHFHSA-N 3-[3-(hydroxymethyl)-4-[1-methyl-5-[[5-[(2s)-2-methyl-4-(oxetan-3-yl)piperazin-1-yl]pyridin-2-yl]amino]-6-oxopyridin-3-yl]pyridin-2-yl]-7,7-dimethyl-1,2,6,8-tetrahydrocyclopenta[3,4]pyrrolo[3,5-b]pyrazin-4-one Chemical group C([C@@H](N(CC1)C=2C=NC(NC=3C(N(C)C=C(C=3)C=3C(=C(N4C(C5=CC=6CC(C)(C)CC=6N5CC4)=O)N=CC=3)CO)=O)=CC=2)C)N1C1COC1 WNEODWDFDXWOLU-QHCPKHFHSA-N 0.000 description 1
- CBOCVOKPQGJKKJ-UHFFFAOYSA-L Calcium formate Chemical compound [Ca+2].[O-]C=O.[O-]C=O CBOCVOKPQGJKKJ-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- VMHLLURERBWHNL-UHFFFAOYSA-M Sodium acetate Chemical compound [Na+].CC([O-])=O VMHLLURERBWHNL-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 229910052784 alkaline earth metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000001342 alkaline earth metals Chemical group 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 239000004281 calcium formate Substances 0.000 description 1
- 229940044172 calcium formate Drugs 0.000 description 1
- 235000019255 calcium formate Nutrition 0.000 description 1
- 239000001175 calcium sulphate Substances 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 1
- 239000003085 diluting agent Substances 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 229910017053 inorganic salt Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 150000007524 organic acids Chemical class 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 239000001632 sodium acetate Substances 0.000 description 1
- 235000017281 sodium acetate Nutrition 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/02—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from salts of carboxylic acids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
- Verfahren zur Darstellung von Ameisensäure aus Erdalkaliformiaten Die Darstellung von Ameisensäure aus Erdalkaliformiaten ist nach den-in der Literatur beschriebenen Verfahren technisch nicht sehr vorteilhaft durchführbar, da bei der Umsetzung des Erdalkaliformiats mit Schwefelsäure das als Nebenprodukt entstehende Erdalkalisulfat sich als ein derart zäher Teig ausscheidet, daß eine gleichmäßige Durchmischung nicht zu erzielen ist. Die ein.-fließende konzentrierte Schwefelsäure ist infolgedessen an manchen Stellen im überschuß und zersetzt die gebildete Ameisensäure, während an anderen Stellen Erdallkaliformiat aus Mangel an Schwefelsäure nicht umgesetzt wird. Man .erhält daher unbefriedigende Ausbeute einer Ameisensäure von relativ geringem Prozentgehalt. Technisch wird deshalb Ameisensäure aus Erdalkaliformiat nicht hergestellt.
- Es wurde nun festgestellt, daß man auch aus Erdalkaliformiat Ameisensäure in sehr guter Ausbeute gewinnen kann, wenn man vor dem Zusatz der Schwefelsäure das Erdalkaliformiat mit solchen Mengen in Ameisensäure praktisch unlöslicher Kohlenwasserstoffe mischt, daß :eine leichte Bearbeitung des Reaktionsgemisches möglich ist, und dann unter Rühren und Kühlung die Schwefelsäure zu dem Gemisch zufließen läßt. Die Temperatur des Gemisches wird dabei immer unter dem Siedepunkt des beigemischten Kohlenwasserstoffs gehalten, so daß ein Wegdestillieren des Kohlenwasserstoffs nicht stattfindet. Das Erdalkalisulfat scheidet sich unter diesen Bedingungen als ein nicht backendes oder teigiges Pulver ab, das sich ohne Schwierigkeiten verrühren läßt. Nach beendeter Umsetzung destilliert man die gebildete Ameisensäure und den Kohlenwasserstoff vom gebildeten Calciumsulfat ab und trennt die Ameisensäure in üblicher Weise vom Kohlenwasserstoff.
- Es ist bereits ein Verfahren zur Darstellung von Ameisensäure bekannt, bei dem eine Überhitzung des Reaktionsgemisches und eine Zersetzung der gebildeten Ameisensäure durch Zugabe eines niedrigsiedenden, mit Ameisensäure nicht mischbaren Kohlenwasserstoffs vermieden wird. Bei diesem Verfahren entzieht der Kohlenwasserstoff dadurch, daß .er ins Sieden gerät und abdestilliert, der Masse die überschüssige Reaktionswärme.
- Im Gegensatz hierzu werden bei dem vorliegenden Verfahren die Kohlenwasserstoffe nicht abdestilliert, sondern bleiben in dem Gemisch und bewirken eine bisher unbekannte pulverförmige Abscheidung des entstehenden Erdalkalisulfats. Die Umsetzungswärme wird durch Kühlung entfernt, so daß die Umsetzungstemperatur unter dem Siedepunkt des Kohlenwasserstoffs bleibt; man kann auch von vornherein höher siedende Kohlenwasserstoffe anwenden. Der Siedepunkt der Kohlenwasserstoffe darf aber nicht zu hoch .,gewählt werden, da die Kohlenwasserstoffe nach beendeter Umsetzung vom Calciumsulfat abdestilliert werden.
- Da somit bei dem vorliegenden Verfahren ein Wegdestillieren des Kohlenwasserstoffs während der Reaktion nicht stattfindet und eine Überhitzung des Reaktionsgemisches durch äußere Abkühlung vermieden wird, kann mit erheblich geringeren Mengen Kohlenwasserstoff und auch in einer einfacheren Apparatur gearbeitet werden, da . alle zum Kondensieren und Auffangen des Destillats erforderlichen Apparateteile wegfallen. Hierdurch wird auch eine Verringerung der Feuersgefahr und eine Herabsetzung der Substanzverluste erzielt. Dies tritt insbesondere in Erscheinung, wenn man über 60/° siedende Kohlenwasserstoffe verwendet.
- Von dem Verfahren der amerikanischen Patentschrift 1 381 782, nach dem Paraffinöl z. B. bei der Herstellung von Essigsäure aus Natriumacetat als Verdünnungsmittel zugesetzt wird, unterscheidet sich die Arbeitsweise nach vorliegendem Verfahren grundsätzlich durch die Verwendung solcher Kohlenwasserstoffe, die .sieh nach der unter Kühlung vorgenommenen Umsetzung zusammen mit der entstandenen Ameisensäure von dem gebildeten Gips abdestillieren lassen. Bei dem bekannten Verfahren wird Paraffinöl, also ein verhältnismäßig hochsiedendes Kohlenwasserstoffgemisch verwendet, das nach der Reaktion, bei der die entstandene organische Säure abdestilliert, zusammen mit dem gebildeten anorganischen Salz übrigbleibt und in besonderen Arbeitsgängen von diesem getrennt werden muß.
- Beispiel 13o Teile Calciumformiat werden mit i oo Teilen Benzin vom Siedepunkt 9o bis I2o° vermischt und unter Rühren ioo Teile Schwefelsäure von 98 bis ioo% allmählich zugesetzt. Die Temperatur wird durch Kühlung bei 30 bis q.0° gehalten. Nach beendeter Umsetzung werden Ameisensäure und Benzin vom gebildeten Calciumsulfat abdestilliert und in üblicher Weise voneinander getrennt. Man erhält eine Ameisensäure von 95 bis 980//o in einer Ausbeute von 93 bis 95 % der Theorie.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Darstellung von Ameisensäure aus Erdalkaliformiaten und Schwefelsäure in Gegenwart von.Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Kohlenwasserstofe verwendet, die sich nach der unter Kühlung vorgenommenen Umsetzung zusammen mit der !entstandenen Ameisensäure von dem gebildeten Gips abdestillieren lassen, und dabei in an sich bekannter Weise solche Mengen der Kohlenwasserstoffe verwendet, die eine leichte Bearbeitung des Reaktionsgemisches gestatten, und daß man bei Temperaturen unter dem Siedepunkt der verwendeten Kohlenwasserstoffe arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE583764T | 1930-07-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE583764C true DE583764C (de) | 1933-09-12 |
Family
ID=6571543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930583764D Expired DE583764C (de) | 1930-07-04 | 1930-07-04 | Verfahren zur Darstellung von Ameisensaeure aus Erdalkaliformiaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE583764C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE961530C (de) * | 1954-07-21 | 1957-04-11 | Huels Chemische Werke Ag | Verfahren zur Herstellung von konzentrierter Ameisensaeure durch Zersetzung von Formiaten mit Mineralsaeure |
-
1930
- 1930-07-04 DE DE1930583764D patent/DE583764C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE961530C (de) * | 1954-07-21 | 1957-04-11 | Huels Chemische Werke Ag | Verfahren zur Herstellung von konzentrierter Ameisensaeure durch Zersetzung von Formiaten mit Mineralsaeure |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE583764C (de) | Verfahren zur Darstellung von Ameisensaeure aus Erdalkaliformiaten | |
| DE968034C (de) | Verfahren zur Herstellung von festem kristallwasserhaltigem Natriummetasilicat | |
| DE556797C (de) | Verfahren zur Herstellung von oelloeslichen Molybdaenverbindungen | |
| DE451732C (de) | Verfahren zur Darstellung von 1-Aryl-3-methyl-5-pyrazolidonen | |
| DE825415C (de) | Verfahren zur Herstellung von Resorcin | |
| DE634501C (de) | Verfahren zur Herstellung von ª‡-Methylacrolein | |
| DE529323C (de) | Verfahren zur Herstellung eines zaehfluessigen Kondensationsproduktes aus Phenol und Formaldehyd | |
| DE859311C (de) | Verfahren zur Darstellung von 1, 3-Dimethyl-4-amino-5-formylamino-2, 6-dioxypyrimidin aus 1, 3-Dimethyl-4-amino-5-nitroso-2, 6-dioxypyrimidin | |
| DE568628C (de) | Verfahren zur Herstellung von primaeren Alkoholen | |
| DE499523C (de) | Verfahren zur Herstellung von ª‡-Oxysaeuren aus ihren Nitrilen | |
| DE510432C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminopyridinverbindungen | |
| DE682905C (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dichloraethan | |
| DE410012C (de) | erfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, harten, pechartigen Massen aus Saeureharz | |
| DE404175C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sulfocyanverbindungen | |
| DE636259C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureverbindungen aus polymerisierten ungesaettigten Oxyfettsaeuren | |
| DE965321C (de) | Verfahren zur Herstellung von reiner Terephthalsaeure | |
| DE741155C (de) | Verfahren zur Darstellung von 2-Methylhexahydrobenzthiazol | |
| DE897565C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen | |
| DE576388C (de) | Verfahren zur Darstellung von Camphen | |
| DE549136C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren aromatischer Amine | |
| DE436443C (de) | Verfahren zur Darstellung einer Oxypyridincarbonsaeure | |
| DE820299C (de) | Verfahren zur Herstellung von Glutarsaeure | |
| DE898737C (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlormethylmethylaether | |
| DE734349C (de) | Verfahren zur Herstellung von Keten | |
| DE765011C (de) | Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Dicarbonsaeuren |