DE583299C - Verfahren zur Steuerung von Strassenverkehrssignalanlagen - Google Patents
Verfahren zur Steuerung von StrassenverkehrssignalanlagenInfo
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- G08—SIGNALLING
- G08G—TRAFFIC CONTROL SYSTEMS
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- G08G1/07—Controlling traffic signals
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für Straßenverkehrssignalanlagen mit einer Zentralstelle
und mehreren von ihr gesteuerten Verkehrssignalstellen. Bei den bekannten Straßen-Verkehrssignalanlagen
- dieser Art werden die Steuervorgänge bzw. die diesen Vorgängen entsprechenden
Steuerströme von der Zentralstelle unmittelbar den Verkehrssignalstellen übermittelt,
so daß von der Zentralstelle ein Steuerungsenergiebetrag ausgesandt werden muß, der einmal zum Steuern sämtlicher an die Verbindungsleitung
angeschlossener und den Verkehrssignalstellen zugeordneter Empfangsmittel ausreicht und außerdem die Verluste in der Verbindungsleitung
deckt.
Da häufig für die Steuerung der Verkehrssignalstellen
nur Leitungen mit geringem Querschnitt zur Verfügung stehen, also Leitungen,
die nur eine relativ geringe Leistung zu über-
ao mitteln gestatten, und außerdem die Höhe der
zu wählenden Betriebsspannung nach oben begrenzt ist, kann die Anzahl der über eine Verbindungsleitung
von der Zentralstelle gesteuerten Verkehrssignalstellen nur eine geringe sein. Für
eine ausgedehnte, z. B. den Bedürfnissen einer Großstadt genügende Verkehrssignalanlage ist
dann eine relativ große Anzahl von Verbindungsleitungen notwendig, wodurch einmal die Kosten
für eine solche Verkehrssignalanlage sehr hoch, ' ·
außerdem in gleichem Maße die von der Anzahl der zu überwachenden Verbindungsleitungen
abhängige'Betriebssicherheit der Anlage verringert wird.
Erfindungsgemäß wird eine Anlage geschaffen, die diese Nachteile vermeidet und es ermöglicht,
daß von ■ einer Zentralstelle über nur eine ihr zugeordnete Verbindungsleitung beliebig viel
Verkehrssignalstellen gesteuert werden können, und zwar dadurch, daß den Verkehrssignalstellen
außer Empfangseinrichtungen, welche den Anzeigezustand der Verkehrssignalmittel bestimmen, noch Sendeeüirichtungen zugeordnet
sind, durch welche über einen besonderen Steuerstromkreis dieser Anzeigezustand auf
eine oder mehrere weitere Verkehrssignalstelleri übertragen wird.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgedankens schaubildlich und unter Weglassung aller ihn nicht unmittelbar be- -'J
rührenden Einzelheiten dargestellt, Wobei die im Viereck Z gezeigten Schaltmittel der Zentralstelle zugeordnet sind, während die übrigen
in der Figur dargestellten Schaltmittel für: eine beispielsweise einer Straßenkreuzung '-"
zugeordnete Verkehrssignalstelle vorgesehen; sind. ' '
*) Von dem Patentsucher ist als der Erßnder angegeben worden:
Wäinö Holmsten in Hohen Neuendorf b. Berlin.
In der Zentralstelle ist ein Motor 33 aufgestellt, der über eine doppeltes Schneckenvorgelege 34,
35.36» 37 die Signalschaltwerkswelle 38 antreibt.
Mit dieser Schaltwerkswelle starr verbunden sind zwei Kontaktscheiben 60, 63, von denen
die Sekundenscheibe 60 alle 2 Sekunden ihren Kontakt 6i, die Minutenscheibe 63 alle Minuten
den Kontakt 62 kurzzeitig öffnet. Beide Kontakte sind hintereinander in der Verbindungsleitung
I1, I2 angeordnet, wobei parallel zu
Kontakt 61 der Stromschwächungswiderstand 64 angeordnet ist. Zur Lieferung der Steuerströme
ist außerdem noch der Zentralstelle die Batterie 65 zugeordnet, deren Ströme über die
Verbindungsleitung I1, I2 der der Zentralstelle
benachbarten Verkehrssignalstelle übermittelt werden.
Jede dieser Verkehrssignalstellen besitzt zwei zweckmäßig hintereinandergeschaltete und
durch je eine Verbindungsleitung mit der Zentralstelle oder einer vorangehenden Verkehrssignalstelle
in Verbindung stehende Steuerrelais 32, 46, die im Ruhezustand der Anlage
erregt sind und daher ihre Kontakte 66, 67 geöffnet halten, während die Kontakte 66', 67'
dann geschlossen sind, wie es in der Figur für das Relais 46 dargestellt ist.
Außerdem ist jeder Verkehrssignalstelle ein von einem Motor 43 angetriebenes Signalschaltwerk
zugeordnet, dessen Schaltwerkswelle 8 zweckmäßig ebenfalls über ein doppeltes Schnekkenvorgelege
mit dem Wechselstrommotor 43
in Verbindung steht. In Übereinstimmung mit der Anordnung in der Zentralstelle trägt auch
die Schaltwerkswelle 8 eine Sekundenscheibe 10 und eine Minutenscheibe 13, von denen bei
normaler Betriebsweise die Sekundenscheibe 10 ebenfalls alle 2 Sekunden ihren Kontakt 11
schließt, während der Kontakt 12 nur alle
Minuten von der Minutenscheibe 13 aufgetrennt wird.
Der Sekundenkontakt 11 ist parallel zu dem
vom Stromschwächungsrelais 32 gesteuerten Kontakt 67 angeordnet, während der Minutenkontakt
12 parallel zu dem vom Ruhestromrelais 46 bewegten Kontakt 66 liegt. Die parallel
geschalteten Kontaktgruppen liegen außerdem in Reihe in einer den Motor 43 speisenden Zuführungsleitung.
Außer der Sekunden- und Minutenscheibe trägt die Schaltwerkswelle 8 noch zwei Signalscheiben
15, 17, von denen 15 den Umschaltekontakt
16 beeinflußt, während 17 auf den Umschaltekontakt 18 einwirkt. Diese Umschaltekontakte
dienen in nachbeschriebener Weise zusammen mit den Widerständen 18, 20 zur
Steuerung der jeder Straße oder Straßenrichtung zugeordneten Signalmittelgruppen, von denen
im Ausführungsbeispiel eine aus der roten HaItlampe Lr 0, der gelben AufmerksamkeitslampeZge
und der grünen Freifahrtlampe Lgr bestehende Gruppe dargestellt ist. Zusammen mit dem
Motor 43 werden diese Lampen von einem Wechselstromortsanschluß u, υ gespeist, wobei
in der Zuführungsleitung für die Lampengruppe ein Handschalter 21 angeordnet werden
kann.
Zur Steuerung der nachgeordneten Verkehrssignalstelle ist außer den bereits erwähnten
Relaiskontakten 66', 67', von denen 67' einen Widerstand 69 kurzzuschließen vermag, noch
ein Transformator 68 vorgesehen, der die Steuerenergie vom Wechselstromortsanschluß u, ν
nach der zur nachgeordneten Verkehrssignalstelle führenden Verbindungsleitung I1', I2' überträgt.
Die nachgeordnete Verkehrssignalstelle besitzt die gleichen Signal- und Schaltmittel
wie die in der Figur dargestellten, wobei natürlich statt der Gleichstromrelais 32, 46
Wechselstromrelais vorzusehen sind, falls man es nicht vorzieht, der Verbindungsleitung I1', I2'
einen Gleichrichter zuzuordnen.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Anordnung ist folgende: Durch den zweckmäßig
mit regelbarer Geschwindigkeit umlaufenden Motor 33 wird über das Schneckendoppelvorgelege
34-37 die Laufwerkswelle 38 derart angetrieben, daß durch die Sekundenscheibe 60
alle 2 Sekunden kurzzeitig der Kontakt 61 geöffnet wird. Durch diese Kontaktöffnung
wird der aus der Batterie 65 durch die Verbin-* dungsleitung I1,12 dann über den Widerstand 64
fließende Ruhestrom derart geschwächt, daß in der benachbarten Verkehrssignalstelle das
Stromschwächungsrelais 32 abfällt, so daß seine Kontakte 67, 67' die in der Figur bezeichnete
Schaltstellüng einnehmen. In dieser Schaltstellung
wird über Kontakt 67 der Antriebsstromkreis für den Motor 43 hergestellt (u, 6y]
12, 43, υ), so daß der Motor, zweckmäßig eben- igo
falls über ein Vorgelege, die Schaltwerkswelle 8 bewegt. Kurze Zeit nach dem Einsehalten des
Motors wird durch die Sekundenscheibe 10 der Kontakt 11 geschlossen, welcher den Antriebsstromkreis
für den Motor 43 auch unabhängig von dem durch das Stromschwächungsrelais
32 gesteuerten Kontakt 67 so lange aufrechterhält, bis das Schaltwerk sich um einen
einer Zahnteilung der Sekundenscheibe entsprechenden Weg gedreht hat. Nach Zurücklegung
dieses Weges trennt' Kontakt 11 den
Antriebsstromkreis für den Motor 43 auf, da zuvor das Sf fomschwächungsreläis 32 wieder
voll erregt worden ist, daher seinen Kontakt 67 wieder aufgetrennt hat. 11g
Außer der Fortschaltung des vom Motor 43 gesteuerten Schaltwerkes wird durch das ■Stromschwächungsrelais
32 noch über seinen Kontakt 67' eine Stromschwächung <in der Verbindungsleitung X1', I2' hervorgerufen, da dieser Kontakt
den Kurzschluß des in der Verbindungsleitung angeordneten Stromschwächungswiderstandes 6a,
aufhebt. Durch diese Stromschwächung wird durch das in der nachgeordneten Verkehrssignalstelle
vorgesehene Stromschwächungsrelais die gleiche Steuerwirkung hervorgerufen, so daß das dieser Signalstelle zugeordnete
Schaltwerk ebenfalls um eine Wegeinheit fortgeschaltet wird.
Es ist leicht einzusehen, daß der während einer größeren Zeiteinheit, ζ. Β. ι Stunde, von
ίο der Schaltwerkswelle 8 zurückgelegte Weg
um so größer ist, je geringer die Zeit zwischen zwei Stromschwächungen in der Verbindungsleitung I1, I2 bemessen wird. Erfolgt z. B. die
Stromschwächung nicht, wie zuerst angenommen, alle 2 Sekunden, sondern alle Sekunden, so
legt die Schaltwerkswelle 8 den doppelten Weg zurück, so daß, wenn man die Gesamtzeit von
beispielsweise 1 Stunde zugrunde legt, die Schaltgeschwindigkeit der Welle 8 als auf das
Doppelte erhöht bezeichnet werden kann. Da die Größe des Zeitbetrages zwischen zwei
Stromschwächungen von der Umlaufgeschwindigkeit des der Zentralstelle zugeordneten
Motors 33 abhängt, kann infolgedessen die Schaltgeschwindigkeit der Gesamtanlage durch
einfache Regelung der Motordrehzahl in beliebigen Grenzen verändert werden.
In einer bestimmten Stellung der Schaltwerkswelle 8 wird durch die Minutenscheibe 13 der
Kontakt 12 und damit der Antriebsstromkreis
für den Motor 43 derart aufgetrennt, daß die alle 2 Sekunden erfolgenden Stromschwächungen
in der Verbindungsleitung I1, I2 keine
Fortschaltung der Schaltwerkswelle 8 hervorzurufen vermögen, da durch die Schließung des
Kontaktes 67 allein der Antriebsstromkreis für den Motor 43 nicht mehr hergestellt wird. Die
durch die Sekundenscheibe 61 des Zentralstellenlaufwerkes
hervorgerufenen periodischen Stromschwächungen sind daher so lange wirkungslos,
bis durch die ebenfalls in der Zentralstelle angeordnete Minutenscheibe 62 der Strom
in der Verbindungsleitung I1, I2 vollständig
unterbrochen wird, wodurch außer dem Strom-Schwächungsrelais 32 noch das Ruhestromrelais
46 zum Abfall gebracht wird. Da in dieser Schaltstellung außer Kontakt 67 noch der Kontakt
66 geschlossen ist, wird der Antriebsstromkreis für den Motor 43 wiederhergestellt (u, 67,
66, 43, v), wobei nach der Fortschaltung durch den Motor 43 die weitere Steuerung des Schaltwerkes unabhängig vom Kontakt 66 durch den
dann wieder geschlossenen Kontakt 12 gewährleistet wird.
Durch die zuletzt beschriebene Anordnung wird, wie leicht einzusehen ist, eine alle Minuten
erfolgende Synchronisierung erreicht, da das gesteuerte Laufwerk nach Beseitigung einer
irgendwie gearteten Betriebsstörung (z. B. Durchbrennen einer Sicherung) nur bis in eine
bestimmte Schaltstellung fortbewegt werden kann, in der es dajm so lange verharrt, bis zu
einem von der Zentralstelle aus bestimmten Zeitpunkt die Weiterschaltung ^möglich ist.
Während der normalen Arbeitsweise dauert das durch die öffnung des Kontaktes 12 hervor- gerufene
Anhalten des Laufwerkes nicht länger als 2 Sekunden, da die in der Zentralstelle
und in der Verkehrssignalstelle vorgesehenen Laufwerke derart bemessen sind, daß bei normaler
Arbeitsweise der Kontakt 12 unmittelbar vor der Betätigung des Zentralstellenkontaktes
62 geöffnet wird.
Außer der Synchronisierung des in der Figur
dargestellten Verkehrssignallaufwerkes wird durch das Ruhestromrelais 46 noch die Synchronisierung des Laufwerkes für die nachgeordnete
Verkehrssignalstelle erreicht, da der Kontakt 66' die Verbindungsleitung I1', I2' vollständig
unterbricht, wodurch das für die nachgeordneten Verkehrssignalstellen vorgesehene
Ruhestromrelais aberregt wird, das darm in entsprechender Weise die Synchronisierung
vornimmt.
Das Vorsehen eines Stromschwächungs- und
Ruhestromrelais hat, wie ebenfalls leicht einzusehen ist, den Vorteil, daß auch bei betriebsgestörter
Verbindungsleitung I1, I2, z. B. Drahtbruch dieser Verbindungsleitung oder Fortfall
der Spannung der Batterie 65, die Laufwerkswelle 8 fortbewegt wird, da dann nur der bei der
Synchronisierung vorliegende Schaltungszustand erreicht wird, bei welchem der Antriebsstromkreis
für den Motor 43 ständig besteht.
Während einer Umdrehung der Signalschaltwerkswelle 8 werden durch sie folgende Schaltungsvorgänge
ausgelöst: In dem durch die Figur wiedergegebenen Schaltungszustand leuchtet
die dem Haltzeichen zugeordnete gelbe Haltlampe Lge auf (u, 16, 19, Lge, 20, 18, 21, v),
da die Widerstände 19, 20 so bemessen sind, daß die durch die Haltlampe Lro und die Freifahrtlampe
Lgr fließenden Nebenströme zu .gering sind, als daß sie diese Lampen zum Aufleuchten
bringen. Nach 6 Sekunden, d. h. drei durch Stromschwächungen in der Verbindungsleitung I1, I2 erzwungenen Fortschaltungen
des vom Motor 43 gesteuerten Schaltwerkes, wird durch die Signalscheibe 17 der
Umschaltekontakt 18 umgelegt, wobei während einer kurzen Zeit die Mittelfeder, des Kontaktes
von der links oben dargestellten Kontaktfeder entfernt wird, ohne daß er die rechts unten dargestellte
Kontaktfeder berührt.
In diesem Schaltungszustand des Umschaltekontaktes 18 fließt der Netzwechselstrom durch
die beiden hintereinandergeschalteten Lampen Lge und Lgr' (u, 16, Lge, Lgr, 21, v), so daß an
jede der beiden Lampen praktisch nur die halbe Netzspannung angelegt ist.
Kurze Zeit später kommt die Mittelfeder des Kontaktes 18 mit der rechts unten dargestellten
Kontaktfeder in Berührung, wodurch die Haltlampe Zg# kurzgeschlossen, sie daher zum Erlöschen
gebracht wird, wohingegen an die grüne Freifahrtlampe Lgr praktisch die volle Netzspannung
gelegt wird, so daß sie aufleuchtet und den Straßenverkehr in der der dargestellten
Signallampengruppe zugeordneten Straßenrichtung freigibt. In bekannter Weise -wird zu
gleicher Zeit für die Querstraßenrichtung die ίο Haltlampe eingeschaltet. Durch die stufenweise
Einschaltung der Signallampen wird eine Verkleinerung des mechanischen Einschältstoßes
erreicht, wodurch die Lebensdauer der Signallampen erheblich vergrößert wird. Nach beispielsweise 24 Sekunden, d. h. zwölf
durch Stromschwächungen in der Verbindungsleitung I1, I2 hervorgerufenen Fortschaltungen
des der Verkehrssignalstelle zugeordneten Signalschaltwerkes, gibt die Steuerscheibe 17
ihren Kontakt 18 frei, der unter dem Einfluß einer Feder oder der eigenen Elastizität
in die durch die Figur wiedergegebene Schaltstellung zurückbewegt wird, nachdem kurzzeitig
eine Verbindung der Kontaktmittelfeder weder mit der rechts unten noch mit der links oben
dargestellten Kontaktfeder bestand. Nachdem also kurzzeitig jede der beiden Lampen Lge und
Lgr an die halbe Netzspannung gelegt worden ist, erhält die Aufmerksamkeitslampe Lge nunmehr
die volle Spannung, während die Freifahrtlampe Lgr kurzgeschlossen wird. In bekannter
Weise wird von den der Straßenquerrichtung zugeordneten Signallampen ebenfalls
die Aufmerksamkeitslampe eingeschaltet. Nach weiteren 6 Sekunden, d. h. drei durch
Stromschwächungen in der Verbindungsleitung I1, i2 erzwungenen Fortschaltungen des vom
Motor 43 angetriebenen Signalsehaltwerkes, wird nunmehr durch die Signalscheibe 15 der
Kontakt 16 umgelegt, wobei auch bei dieser Umlegung kurzzeitig-eine Verbindung weder
mit der links oben noch mit der rechts unten dargestellten Kontaktfeder-besteht. Nachdem
also die "Wechselspannung zunächst an die beiden hintereinandergeschalteten Signallampen Lro,
Lge gelegt -worden ist, erhält nach der Umschaltung die rote Haltlampe Lro volle Netzspannung,
so daß die Haltlampe aufleuchtet, während zu gleicher Zeit iür die Querstraßenrichtung die
grüne Freifahrtlampe eingeschaltet wird.
Nach weiteren 24 Sekunden, also insgesamt ι Miaute, gibt die Steuerscheibe 15
ihren Kontakt 16 wieder frei, dessen Mittelkontaktfeder
unter dem Einfluß einer besonderen Feder oder der eigenen Elastizität sich in die durch die Figur wiedergegebene
Stellung bewegt. In dieser Schaltstellung wird wiederum die gelbe Aufmerksamkeitslampe Lge
eingeschaltet, während die rote Haltlampe Lro So und die grüne Freifahrtlampe Lgr kurzgeschlossen
sind»
Claims (5)
1. Verfahren zur Steuerung von Straßenverkehrssignalanlagen
mit einer Zentralstelle und mehreren von ihr gesteuerten Verkehrüsignalsteüen,.
dadurch gekennzeichnet, daß die den Anzeigezustand der Verkehrssignalstellen bestimmenden Steuervorgänge zunächst
von der Zentralstelle einer oder mehreren Verkehrssignalstellen übermittelt und
von diesen nach weiteren Verkehrssignalstellen weitergegeben werden, die ihrerseits
weiterhin als Geberstellen für andere Verkehrssignalstellen'wirken
können.'
2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach' Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß einer Verkehrssignalstelle außer Empfangseinrichtungen (32, 46, 66; 67),
welche den Anzeigezustand der Verkehrssignalmittel bestimmen, noch Sendeeinrichtungen
(66', 67') zugeordnet sind, durch welche über einen besonderen Steuerstromkreis (I1', I2') dieser Anzeigezustand auf eine
oder mehrere weitere Verkehrssignalstellen übertragen wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2 mit einem jeder Verkehrssignalstelle zugeordneten
Signalschaltwerk, durch dessen Stellung der Anzeigezustand der Verkehrssignalmittel",'
bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkehrssignalstelle außer Schaltmitteln (32, 46, 66, 67), welche von
der Zentralstelle oder einer vorgeordneten Verkehrssignalstelle - gesteuert werden und
durch welche das Signalschaltwerk (43, 8, ' 10, 13, 15, 17) fortgeschaltet wird, noch
weitere Schaltmittel (66', 67') aufweist, durch welche einer oder mehreren nachgeordneten
Verkehrssignalstellen der Fortschaltung des Signalschaltwerkes entsprechende Steuervorgänge
übermittelt werden, welche zur Fortschaltung der Signalschaltwerke der
nachgeordneten Verkehrssignalstellen dienen. """
4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch ein einer Verkehrssignalstelle
zugeordnetes, von der Zentral- . stelle oder einer vorgeordneten Verkehrssignalstelle
gesteuertes Stromschwächungsrelais (32) mit zwei Kontakten (67, 67'), von
denen der eine (67) in Verbindung mit einer - vom Signalschaltwerk gesteuerten Kontakteinrichtung
(ίο, 11) in kurzen Zeitabständen
das Signalschaltwerk (43, 8,, 10, 13, 15, 17)
um bestimmte Wege fortschaltet und der andere (67') den Strom hl der abgehenden
Verbindungsleitung (I1', I2') derart schwächt,
daß das entsprechende Stromschwächungsrelais der nachgeordneten Verkehrssignalstellen
anspricht.
5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, gekennzeichnet durch ein einer Verkehrs-
signalstelle zugeordnetes, von der Zentralstelle oder einer vorgeordneten Verkehrssignalstelle gesteuertes Ruhestromrelais (46)
mit zwei Kontakten (66, 66'), von denen der eine (66) in Verbindung mit einer vom Signalschaltwerk
(43, 8, 10, 13, 15,. 17) gesteuerten
Kontakteinrichtung (12, 13) die Fortschaltung des Signalschaltwerkes aus einer Stellung
ermöglicht, in welcher das Stromschwächungsrelais (32) wirkungslos ist, und der andere (66')-den Strom in der abgehenden
Verbindungsleitung (I1', I2') unterbricht, so
daß das entsprechende Ruhestromrelais der nachgeordneten Verkehrssignalstelle abfällt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99478D DE583299C (de) | 1929-06-26 | 1929-06-26 | Verfahren zur Steuerung von Strassenverkehrssignalanlagen |
| DES101343D DE589888C (de) | 1929-06-26 | 1931-10-10 | Verkehrssignalanlage |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99478D DE583299C (de) | 1929-06-26 | 1929-06-26 | Verfahren zur Steuerung von Strassenverkehrssignalanlagen |
| DES101343D DE589888C (de) | 1929-06-26 | 1931-10-10 | Verkehrssignalanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE583299C true DE583299C (de) | 1933-09-04 |
Family
ID=34751069
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES99478D Expired DE583299C (de) | 1929-06-26 | 1929-06-26 | Verfahren zur Steuerung von Strassenverkehrssignalanlagen |
| DES101343D Expired DE589888C (de) | 1929-06-26 | 1931-10-10 | Verkehrssignalanlage |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES101343D Expired DE589888C (de) | 1929-06-26 | 1931-10-10 | Verkehrssignalanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE583299C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139057B (de) * | 1958-03-07 | 1962-10-31 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Strassenverkehrssignalanlage mit mehreren zentral gesteuerten Verkehrssignalstellen |
-
1929
- 1929-06-26 DE DES99478D patent/DE583299C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-10-10 DE DES101343D patent/DE589888C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139057B (de) * | 1958-03-07 | 1962-10-31 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Strassenverkehrssignalanlage mit mehreren zentral gesteuerten Verkehrssignalstellen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE589888C (de) | 1933-12-18 |
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