DE581016C - Karten- oder Papierstreifen-Lochmaschine - Google Patents

Karten- oder Papierstreifen-Lochmaschine

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DE581016C
DE581016C DES86757D DES0086757D DE581016C DE 581016 C DE581016 C DE 581016C DE S86757 D DES86757 D DE S86757D DE S0086757 D DES0086757 D DE S0086757D DE 581016 C DE581016 C DE 581016C
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DE
Germany
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control
punch
punching machine
machine according
control roller
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Expired
Application number
DES86757D
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English (en)
Inventor
Paul Mansel
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. JULI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 581016 KLASSE 43 a GRUPPE 41 oi -
S 86757 1X1430,
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*) Karten- oder Papierstreifen-Lochmaschme
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1928 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Karten- oder Papierstreifen-Lochmaschinen, insbesondere auf solche, bei denen der Antrieb der Lochstempel mit Hilfe von durch die Tasten gesteuerten Elektromagneten geschieht.
Bei einem bekannten Lochkartensystem werden die zu.lochenden Zeichen, beispielsweise die Ziffern einer Zahl, durch Lochkombinationen in waagerechten Zeilen dargestellt, so daß mehrere derselben in einer Zeile liegen. Die hierfür benutzten Lochvorrichtungen weisen so viele Lochstempel in einer einzigen Reihe auf, als die Zeile Lochstellen besitzt, wobei die Lochstempel in Gruppen entsprechend dem Schlüssel der Lochkombinationen angeordnet sind. Die bekannten Lochmaschinen, bei denen alle Lochungen gleichzeitig ausgeführt werden, benötigen einer großen Antriebskraft für den Lochvorgang.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Lochmaschine, von der auch bei zeilenweiser Anordnung der Lochkombinationen, wobei mehrere in einer Zeile liegen, die den einzelnen Lochstellengruppen zugeordneten Lochstempelgruppen durch denselben Tastensatz nacheinander zur Wirkung gebracht werden. Es ergibt sich also etwa die gleiche Arbeitsweise wie bei einer Schreibmaschine, bei der auch innerhalb einer Zeile ein Zeichen an das andere gereiht und nach Beendigung einer Zeile eine neue begonnen wird.
In den Abbildungen der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Kartenlochmaschine schematisch dargestellt. Es zeigt Abb. 1 eine Vorderansicht der neuen Maschine, teilweise im Schnitt und teilweise mit fortgelassener Deckplatte, Abb. 2 die zugehörige Seitenansicht, Abb. 3 den Kartenträger in Draufsicht und Abb. 4 eine beispielsweise Ausführungsform einer mit der neuen Vorrichtung stempelbaren Registrierkarte. In Abb. 5 ist eine Draufsicht auf die neue Vorrichtung mit der Tastatur dargestellt und in Abb. 6 schematisch eine Übereinanderanordnung einer Lochvorrichtung und einer Schreibmaschine, bei der durch Anschlagen der Tasten der Schreibmaschine gleichzeitig die Tasten der Lochvorrichtung heruntergedrückt werden.
Abb. 7 zeigt die Steuerwalze für die Gruppenauswahl in Seitenansicht, Abb. 8 dieselbe in Endansicht. Abb. 9 stellt die Mantelabwicklung der Steuerwalze für die Auswahl der Lochkombinationen dar.
ι ist die Grundplatte, auf der Platten 2 zur Lagerung der Einrichtungsteile befestigt sind. Die mit nach unten gerichteten Ansätzen 3 versehenen Tasten 4 sind sämtlich auf der Welle 5 drehbar gelagert und werden durch Federn 6 in ihrer oberen Lage gehalten. Auf der gleichen Welle 5 sind beiderseits der Tastatur 4 zwei Hebel 7 starr befestigt, die durch eine durchgehende Stange 8 miteinander verbunden sind
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Paul Mansel in Berlin-Siemensstadt.
und mittels des auf der Welle 5 befestigten Hebels 9 auf den Schließkontakt 10 eines Elektromagneten 11 einwirken. Der bei 12 gelagerte Anker 13 des Magneten 11 wird durch eine Feder 14 nach oben gezogen und wirkt mit einem Stift 15 auf einen Antriebshebel 16 und einen Sperrhebel 17 ein. Der Hebel 16 ist zusammen mit einem Zahnsegment 18 und einem Hebelpaar 19 auf der Welle 20 starr befestigt. Die Hebel 19 stehen unter dem Einfluß einer Feder 2r, während der auf der Welle 22 sitzende Hebel 17 durch eine Feder 23 gegen den Stift 15 gezogen wird. Das Zahnsegment 18 steht mit einem auf der Welle 24 lose sitzenden Zahnrad 25 in Eingriff. Das Zahnrad 25 ist mit einer Scheibe 33 starr verbunden. Eine an ihr drehbeweglich gelagerte Schaltklinke 26 mit Feder 27 greift in die Zähne eines auf der Welle 24 festsitzenden Schaltrades 28 ein, das durch eine Sperrklinke (100) gegen Rückwärtsdrehung gesichert ist und das mit einem danebensitzenden Zahnrad 29 starr verbunden ist. Das Zahnrad 29 steht mit einem auf der Welle 30 lose gelagerten Zahnrad 31 in Eingriff, das mit einer Zifferntrommel 32 fest verbunden ist. Die Scheibe 33' steht über eine Feder 34 mit einem auf der Welle 24 drehbaren Zahnrad 35 in nachgiebiger Verbindung. Die Feder 34 zieht in der Nullstellung des Räderwerkes das Zahnrad 35 mir einem seitliehen Vorsprung 36 gegen den Anschlag 37 der Scheibe 33. Das Zahnrad 35 steht mit einem auf der Welle 38 sitzenden Ritzel 39 in Eingriff. Außerdem ist mit dem Zahnrad 35 eine Steuerscheibe 40 starr verbunden, auf deren Umfang ein federbelasteter Hebel 41 gleitet, der auf der Welle 42 drehbeweglich gelagert ist und mit einer Doppelklinke 43,44 auf ein Schaltrad 45 für die zeilenweise Fortschaltung der Lochkarte einwirkt. Die Steuerscheibe 40 besitzt eine über den halben Umfang reichende Aussparung 46. Befindet sich die Nase 47 des Hebels 41 in dieser Aussparung 46, so ist die Klinke 43 mit dem Schaltrad 45 in Eingriff. Gleitet die Nase 47 dagegen auf dem erhöhten Teil des ümfangs der Steuerscheibe 40, so ist die Klinke 44 mit dem Schaltrad 45 in Eingriff. Das auf der Welle 48 sitzende Schaltrad 45 steht mit den Zahnrädern 49 und 50 in starrer Verbindung. Von diesen steht das Zahnrad 49 über die Zahnräder 51, 52, 53 mit einer die Nummer der Kartenzeile angebenden Zahlentrommel 54 in Antriebsverbindung. Die beiderseits des Stempelwerks angeordneten Zahnritzel 50 kämmen mit Zahnstangen 55, die an einem Träger 56 für die Lochkarte 57 befestigt sind. Der Träger ist als Rahmen ausgebildet und im unteren Teil des Maschinengestelles verschiebbar auf Stangen 58 geführt. Zwei zwischen seitlichen Vorsprüngen des Trägers 56 und dem Maschinengestell 2 angebrachte Zugfedern 60 haben das Bestreben, ihn aus dem Maschinengestell 2 herauszubewegen. Die in den Kartenträger 56 eingelegte Karte 57 wird seitlich durch die Zahnstangen 55 geführt und an der Rückseite des Kartenträgers 56 durch eine hochgebogene Kante 61 gehalten. Zur Führung der Karte 57 in der horizontalen Ebene sind im Maschinengestell Führungsplatten 62, 63 angebracht.
Auf der Welle 24 sind zusammen mit dem Schaltrad 28 Steuerscheiben 64 und auf der Welle 38 zusammen mit dem Ritzel 39 Steuerscheiben 65 starr befestigt. Diese Steuerscheiben 64, 65 sind mit Aussparungen 66 versehen, in welche die Vorsprünge oder Nasen 67, 68 von Steuerhebeln 69 einfallen können. Jeder Steuerhebel 69 ist mit einem Zwischenstück 70 drehbeweglich unter Federwirkung verbunde'n. Sämtliche Steuerhebel 69 stehen durch Federn 71 über eine Rückstellschiene 72 und Hebel 73 mit dem Freigabehebel 17 in nachgiebiger Verbindung. Sind für irgendeinen Steuerhebel 69 die zugehörigen Steuerscheiben 64, 65 in die Lage gebracht, in welcher die Nasen 67, 68 in die Aus- sparungen 66 einfallen können, so wird das an dem Steuerhebel 69 angelenkte Zwischenstück70 in den Bereich eines Lochstempels der Lochstempelreihe 74 gebracht, so daß' bei der Bewegung der Hebel 19 deren Verbindungsstange 75 auf die betreffenden Zwischenstücke 70 und diese wiederum auf die darunter befindlichen Lochstempel 74 und letztere durch die Karte 57 gedrückt werden. Die Lochstempel 74 sind in einem Träger 76 verschiebbar gelagert. Sie werden durch Federn 77 in ihrer oberen Ruhelage gehalten.
Auf der Welle 5 sind außer den Hebeln 7 noch zwei Hebel 78 gelagert, die durch eine Stange 79 miteinander verbunden sind und mittels eines Stiftes 80 auf die ersten sechs Steuerhebel 69 sperrend oder freigebend einwirken. Für den letzteren Fall weisen die ersten sechs Steuerhebel 69 Aussparungen 81 auf, in deren Bereich bei heruntergedrückten Hebeln 78 der Stift 80 kommt und damit eine Bewegung der sechs Steuerhebel 69 zuläßt.
Über die Zahnräder 82, 83 und 84 steht eine Trommel 85 mit der Welle 38 in Antriebsverbindung. Der Mantel dieser Trommel 85 ist mit den Grundzahlen entsprechend abgestuften Aussparungen versehen, die mit den Ansätzen 3 der Tasten 4 zusammen eine Drehung der Trommel und damit auch der Welle 38 und der Steuerscheiben 65 entsprechend den Ziffernwerten der Tasten zulassen.
Die Lochstempelreihe 74 ist zu Gruppen von vier Stempeln zusammengefaßt, von denen jede zu einer Lochstellengruppe der Lochkarte 57 gehört.
Von der Lochstellengruppe 94 . ist je eine Spalte je einer der übrigen Lochstellengruppen bis 93 zugeordnet. Je nachdem in einer oder mehreren Spalten der Gruppe 94 Lochungen
vorgenommen werden oder nicht, kann jede Eintragung in den übrigen Spalten 88 bis 93 in besonderer Weise auf eine Auswertungsmaschine einwirken.
Wie die Abb. 7 und 8 zeigen, liegen die Aussparungen 66 jeder der für die Rubriken 88 bis 93 bestimmten Gruppen von Steuerscheiben 64 in einer Reihe, während sie sich gruppenweise auf den Umfang eines Kreises folgen. Der einfächeren Darstellung wegen ist angenommen, daß jede der Scheiben 64 nur eine Aussparung besitzt, so daß jeweils für einen vollständigen Arbeitsgang auch eine volle Umdrehung notwendig ist. Die Aussparungen der sechs Scheiben 64 am rechten Ende der Welle 24, die die Lochungen in der Rubrik 94 steuern, sind einzeln gegeneinander versetzt, und zwar so, daß die Aussparung der ersten mit denen der ersten Gruppe, die der Rubrik 88 zugeordnet ist, in Reihe liegt. In gleicher Weise liegt die Aussparung des zweiten Kennzeichenrades· 64 mit denen der zweiten Gruppe in Reihe usw.
Die in Abb. 9 dargestellte Abwicklung des Mantels der Steuerwalze 65 läßt erkennen, wie auf den Umfang der einzelnen Scheiben derselben die Aussparungen verteilt sind. Jede dieser Scheiben 65 ist dem darüber gezeichneten Rade 64 zugeordnet. Da bei der hier benutzten Unterteilung in sechs Lochstellengruppen zu je vier Spalten allen ersten Scheiben 65 der sechs Gruppen die gleiche Bedeutung zukommt, sind diese Scheiben einander gleich. In gleicher Weise sind auch alle zweiten Scheiben jeder Gruppe sowie auch alle dritten und vierten übereinstimmend ausgebildet.
In dem Gehäuse 95 der Maschine sind zwei Fenster 96, 97 angebracht, in denen die die zu lochende Lochstellengruppe bzw. die die Kartenzeile anzeigenden Trommeln 32 und 54 abgelesen werden können. In Abb. 6 ist 99 eine Schreibmaschine, deren Tasten 98 nach unten so weit verlängert sind, daß sie beim Herunterdrücken gleichzeitig die darunterliegenden Tasten 4 der Lochmaschine herunterdrücken.
Das Gehäuse der Schreibmaschine 99 greift mit seinem unteren Teil über das Gehäuse der Lochmaschine hinweg. Soll gleichzeitig geschrieben und gelocht werden, so ist es nur notwendig, die Schreibmaschine auf die Lochmaschine aufzusetzen. An Stelle der Schreibmaschine kann auch eine entsprechend ausgebildete Rechenmaschine auf die Lochmaschine aufgesetzt werden.
Die Wirkungsweise der neuen Lochmaschine ist folgende:
Es sei angenommen, daß bei Wiedergabe von Buchstabenbezeichnungen die Buchstaben α bis φ den Kombinationswerten 1 bis 15 und die Buchstaben q bis ζ den Kombinationswerten x6 bis 25 zugeordnet sind, während die Kombinationswerte 26 bis 29 Zahlenwerten von 0 bis 9 zugeordnet sind. Der noch verbleibende dreißigste Kombinationswert kann für irgendwelche Zusatzbezeichnungen verwendet werden. Die Bezeichnungen von 1 bis 15 oder die Buchstaben α bis φ werden dann ohne Kennzeichenlochung in der Rubrik 94 und die Buchstaben q bis ζ sowie die übrigen Bezeichnungen mit einer Kennzeichenlochung in der Rubrik 94 wiedergegeben.
Wird beispielsweise die Taste 4 für den Buchstäben α heruntergedrückt, so bewegt der Tastenhebel die Stange 8 und damit die Hebel 7 und den mit diesen über die Welle 5 in starrer Verbindung stehenden Hebel 9 nach unten. Der Hebel 9 schließt den Kontakt 10 und bewirkt dadurch die Erregung des Elektromagneten 11, der seinen Anker 13 anzieht. Dieser gibt mit seinem Stift 15 den Hebel 17 frei und bewegt den Hebel 16 rechts herum. Dabei wird das mit dem Hebel 16 über die Welle 20 starr verbundene Zahnsegment 18 ebenso wie die Hebel 19 rechts herum bewegt. Das Zahnsegment 18 versetzt das Ritzel 25 und die starr mit diesem verbundene Scheibe 33 in Umdrehung. Die Scheibe 33 bewirkt einerseits über das Schaltrad 28 die Einstellung der Welle 24, andererseits über die Feder 34 die nachgiebige Mitnahme des Zahnrades 35, das über Ritzel 39, Welle 38 mit den Steuerscheiben 65 sowie gleichzeitig über Welle 38, Zahnräder 82, 83, 84, Welle 86 mit der Trommel 85 in Getriebeverbindung steht. Beim Herunterdrücken der für den Buchstaben α bestimmten Taste 4 war gleichzeitig der Ansatz 3 dieser Taste 4 in den Bereich der Trommel 85 gekommen. Die von der Scheibe 33 über die Feder 34 bewirkte Mitnahme des Zahnrades 35 und aller damit in Verbindung stehenden Steuerungsteile erfolgt so lange, bis der in » den Bereich der Aussparungen der Trommel 85 gebrachte Vorsprung 3 der Taste 4 die Be-100 wegung der Trommel 85 und damit auch der übrigen, mit der Trommel 85 in zwangsläufiger Antriebsverbindung stehenden Steuerungsteile hemmt. Es stehen ein oder mehrere Steuerhebel 69 jeder Gruppe mit ihren Vorsprüngen 68 den Aussparungen 66 der Steuerscheiben 65 gegenüber. Aber nur die Steuerhebel derjenigen Gruppe können dem Zuge der Federn 71 folgend in die Aussparungen 66 hineingezogen werden, deren Vorsprünge 67 auch Aussparungen in den Steuerscheiben 64 vorfinden. Dies ist immer nur bei einer der Gruppen 88 bis 93 bzw. einer Spalte von 94- der Fall. Dadurch werden die mit ihnen nachgiebig verbundenen Zwischenstücke 70 in den Bereich ihrer zugehörigen Lochstempel 74 gebracht. Da im Verlauf des Ankeranzuges des Elektromagneten 11 der Hebel 19 mit der Querstange 70 eine Rechtsdrehung erfahren, so drückt dann die Stange 70 über die Zwischenstücke 74 auf die für den Buchstaben a in Frage kommenden Lochstempel 74, der beispielsweise der der ersten Lochstellengruppe 88
zugeordneten Gruppe von Stempeln 74 angehört. Bei den in die Maschine eingeführten Karten 57 erfolgt die Lochung in der ersten Zeile der Karte 57. Beim Loslassen der den Buchstaben α zugeordneten Taste 4 wird diese durch die Feder 6 wieder nach oben gezogen und die Stange 8 sowie die Hebel 7 und 9 wieder freigegeben, die sich ebenfalls unter dem Einfluß von Federn in ihre Anfangslage zurückbewegen und die Öffnung des Kontaktes 10 veranlassen. Der Anker des daraufhin aberregten Magneten 11 wird durch die Feder 14 wieder nach oben gezogen, befördert hierbei einerseits den Hebel 17 wieder in die Anfangslage zurück und läßt andererseits auch die Rückbewegung der Hebel 16,19 und des Zahnsegments 18 in die Anfangslage durch die Feder 21 zu. Bei der Rückbewegung des Zahnsegments 18 in die Anfangslage nimmt dieses mittels der federbelasteten Schaltklinke 26 das Schaltrad 28 um eine Zahnteilung mit. Das Zahnrad 28 steht außerdem noch unter dem Einfluß einer ortsfest angebrachten federnden Sperrklinke 100, welche die schrittweise Drehung des Schaltrades 28 nur in einer Richtung gestattet. Die schrittweise Bewegung des Schaltrades 28 wird über die Zahnräder 29 und 31 auf die Trommel 32 zur Anzeige der Lochstellengruppe, in der die jeweilige Lochung vorgenommen wird, übertragen. Für die Dauer des hintereinander erfolgenden Drückens verschiedener Tasten für Bezeichnungen, die in der Wertgruppe von 1 bis 15 liegen, wiederholen sich die eben beschriebenen Vorgänge, wobei der Hebel 55 mit einer Nase 47, beispielswiese in der Aussparung 66 der Scheibe 40 gleitet. Nachdem sechs Bezeichnungen in den * Lochstellengruppen 88 bis 93 einer Kartenzeile eingetragen worden sind, gelangt der Hebel 55 mit seiner Nase 47 auf den erhöhten Umfang der Scheibe 40. Dadurch wird die Klinke 43 außer Bereich und die Klinke 44 in den Bereich des Schaltrades 45 gebracht. Unter dem Einfluß der Federn 50 werden der Kartenträger 56 mit den Zahnstangen 55, die mit diesen kämmenden Ritzel 50 und das mit diesen starr verbundene Schaltrad 45 um einen solchen Betrag fortgeschaltet, bis die Klinke 44 sich gegen einen Zahn des Schaltrades 45 legt und die Karte um eine Zeile verschoben ist. Gleichzeitig wird über die Zahnräder 49, 51, 52 und 53 eine entsprechende Verstellung der die Zeilen anzeigenden Trommel 54 veranlaßt.
Soll nun bei diesen Lochvorgängen eine Bezeichnung auf der Karte 57 eingestanzt werden, die der zweiten Gruppe von Wertbezeichnungen (16 bis 30 für die Buchstaben q bis ζ oder irgendeiner Ziffer) angehört, so spielen sich außer den oben beschriebenen Schalt- und Steuervorgängen noch folgende Vorgänge ab: Durch Drücken der Taste q wird beispielsweise sowohl die Stange 8 mit den Hebeln 7 als auch die Stange 79 und der Hebel 78 mit dem Stift 80 heruntergedrückt. Dadurch wird der Stift 8o, der nur über die ersten sechs Steuerhebel 69 für die Kennzeichenlochstempel in der Lochstellengruppe 94 reicht und diese Hebel bisher gesperrt hielt, in den Bereich der Aussparungen 81 der sechs Hebel 69 gebracht. Die an und für sich bei jedem Lochvorgang stattfindende Einstellung der Steuerscheiben 64 und 65 für die sechs Kennzeichensteuerhebel 69 wird nunmehr erst wirksam. Der für die betreffende Wertgruppe bestimmte Steuerhebel 69 der Kennzeichenlochstempel, welcher mit seinen beiden Vorsprüngen 67, 68 gerade den Aussparungen 66 der zugehörigen Steuerscheiben 64, 65 gegenübersteht, kann also jetzt durch den über die Hebel 73, die Querstange 72 und die Federn 71 mit ihm in nachgiebiger Verbindung stehenden Hebel 17 in die Stellung gebracht werden, in der das mit ihm verbundene Zwischenstück 70 in den Bereich des zugehörigen Lochstempels (74) kommt. Bei der über den Stift 15, den Hebel 16, die Welle 20 und die Hebel 18 von dem Anker 13 bewirkten Abwärtsbewegung der Stangen 70 wird also durch den in Frage kommenden Lochstempel der Kennzeichengruppe in der Kennzeichenspalte 94 der Karte 57 eine Lochung hergestellt. Gleichzeitig mit diesen Vorgängen sind natürlich für eine der Lochstellengruppen 88 bis
93 die Steuerscheiben 64, 65 sowie die Steuerhebel 69 eingestellt und in der anfangs beschriebenen Weise die der Bezeichnung q entsprechenden Lochungen vorgenommen worden. Die Spalte, in der die zusätzliche Kennzeichenlochung in der Spalte 94 vorgenommen wird, richtet sich nach der Lochstellengruppe, in der die Wertlochung gerade vorgenommen wird.
Sowohl die Steuerscheiben 64, 65 für die Wertlochungen in den Lochstellengruppen 88 bis 93 *°° als auch die Steuerscheiben 64, 65 für die zusätzlichen Kennzeichenlochungen in der Rubrik
94 sind starr auf ihren Wellen befestigt. Sie sind mit ihren Aussparungen 66 in der Weise versetzt zueinander angeordnet, daß die Reihenfolge der in den einzelnen Rubriken und Zeilen der Karte vorzunehmenden Wertlochungen genau festgelegt ist.
Die durch die Taste eingeleiteten Lochungen werden somit in doppelter Weise gesteuert. Die Trommel 85 bestimmt die Loehkombination. Wird bei der als Beispiel angenommenen Lochung des Buchstabens α der an dieser Taste befindliche Ansatz 3 in den Ausschnitt der Trommel 85 gebracht, so wird deren Drehung in der durch die Lage des Zapfens und durch die Länge des Trommelausschnittes bestimmten Lage aufgehalten und dadurch auch-eine bestimmte Stellung der mit der Trommel 85 in zwangsläufiger Verbindung stehenden Steuerwalze 65 gegeben. Diese möge sich in einer solchen Stellung befinden, daß die Abtastnasen 66 sich in der mit
der Ziffer ίο (Abb. 9) bezeichneten horizontalen Linie befinden, dann bestimmen die auf den einzelnen Scheiben in dieser Linie vorhandenen Aussparungen, welche dieser Nasen 66 einfallen und die zugehörigen Lochstempel zur Wirkung bringen können. In diesem Beispiel befinden sich, wie aus der Abbildung zu entnehmen, Aussparungen jeder zweiten und vierten Scheibe 65 in Arbeitsstellung.
Ordnet man jeder der Scheiben einen Kombinationsgrundwert zu, beispielsweise die Werte i, 2, 4 und 8, wie in der Abbildung unten angegeben, so kann für jeden der Werte 1 bis 15 die zugehörige Kombination aus dem Schema leicht entnommen werden. Es entspricht beispielsweise dem Wert 1 eine Lochung in jeder ersten Spalte, dem Wert 2 eine solche in der zweiten Spalte, dem Wert 3 hingegen je eine Lochung in der ersten und zweiten usw.
Während hierdurch also in jeder der Stempelgruppen die Zusammensetzung des Symboles festgelegt ist, bestimmen die Aussparungen der Walze 64, welche dieser Gruppen die Lochung tatsächlich ausführen kann. Die Zahl der einstellbaren Kombinationen kann, wie beschrieben, mit Hilfe der Kennzeichenlochungen verdoppelt werden, so daß insgesamt 30 verschiedene Zeichen dargestellt werden können.

Claims (10)

  1. Patentansprüche:
    i. Lochmaschine zur Herstellung mehrerer Lochkombinationen in einer waagerechten Zeile mit einer alle Lochstellen der Zeile umfassenden Reihe von Lochstempeln, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen, den Lochstellengruppen der Zeile zugeordnetem Lochstempelgruppen selbsttätig nacheinander durch denselben Tastensatz zur Wirkung gebracht werden.
  2. 2. Lochmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß so viele an sich bekannte Gruppen von Steuerscheiben (65) zur Begrenzung der Bewegung der Steuerhebel (69) für die Einstellstücke (70) der Lochstempel (74) vorgesehen sind, als Lochkombinationen in einer Zeile untergebracht werden sollen, wobei die Einstellkraft des Elektromagneten (11) auf alle Steuerhebel zur Wirkung gelangen kann, aber nur auf die Steuerhebel derjenigen Lochstempelgruppe zur Wirkung kommt, deren Einstellbewegung nicht verhindert wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuerwalze (64) die Steuerhebel gruppenweise in bestimmter Reihenfolge für eine Einstellbewegung freigibt, wobei die Steuerwalze bei jedem Tastenanschlag um einen Schritt geschaltet wird.
  4. 4. Lochmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Steuerwalze (64) für die Stempelgruppenschaltung die Steuerscheibe (40) für die Zeilenfortschaltung der Karte oder des Papierstreifens verbunden ist, so daß diese in Abhängigkeit von der Stellung der Steuerwalze für die Stempelgruppenschaltung zur Wirkung kommt.
  5. 5. Lochmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeilenschaltvorrichtung über ein Räderwerk (49, 51,52, 53) mit einer vor einer Schauöffnung (97) sich bewegenden Zahlentrommel oder -scheibe (54) in Verbindung steht.
  6. 6. Lochmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kennzeichenlochwerk, abhängig von einem Angabenlochwerk, nur dann wirksam gemacht wird, wenn eine der Tasten (4) heruntergedrückt wird, die einem Zeichen mit Zusatzkennzeichnung entspricht.
  7. 7. Lochmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Elektromagneten (11) beeinflußte Antriebshebel (16) des Steuerwerks über ein Zahnsegment (18) auf ein Zahnrad (25) und ein auf der Welle (24) der Steuerwalze (64) für die Stempelgruppenschaltung sitzendes Schaltrad (28) einwirkt, das die Fortschaltung der Steuerwalze (64) für die Stempelgruppenschaltung bei jedem Tastendruck bewirkt.
  8. 8. Lochmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwalze (64) über ein Räderwerk (29,30) mit einer Zahlentrommel oder -scheibe (31, 32) in Verbindung steht, welche an einer Schauöffnung (96) anzeigt, in welcher Lochstellengruppe der Zeile die Lochung erfolgen soll.
  9. 9. Lochmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe für die schrittweise Schaltung der Steuerwalze (64)' für die Auswahl der Stempelgruppe, für die Steuerwalze (65) für die Auswahl der Stempel der jeweils wirksamen Stempelgruppe und für die Steuerwalze (85) für die Begrenzung der von dem Elektromagneten (11) erzeugten Drehung der Steuerscheibensätze (65) durch ein Räderwerk (35, 39, 82, 83, 84) miteinander in Verbindung stehen.
  10. 10. Lochmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten (4) der Lochmaschine von den Tasten einer darüber befindlichen Schreibmaschine angetrieben werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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