DE580694C - Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut mit kreisender Flotte - Google Patents
Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut mit kreisender FlotteInfo
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B5/00—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
- D06B5/12—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
- D06B5/16—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through yarns, threads or filaments
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- D06B2700/00—Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
- D06B2700/17—Passing liquid through fibrous materials in open containers with a form not determined by the nature of the fibrous material
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
14. JULI 1933
14. JULI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M580694 KLASSE 8 a GRUPPE
8a Z 63.
Zusatz zum Patent 484
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. April 1930 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 10. November 1925.
Bei der Vorrichtung zum Naßbehandeln von Textilgut gemäß dem Patent 484 228 ist
der abhabbare Materialträger für die Aufnahme von Textilgut in Gestalt von Strähngarn
so eingerichtet, daß insbesondere beim Färben mit Küpenfarben und anschließendem
Ausschleudern ein einwandfreies Arbeiten gewährleistet ist.
Die vorliegende Erfindung stellt eine weitere Ausbildung des Materialträgers dar, um
ihn für die Aufnahme von Kreuzspulen geeignet zu machen, damit diese analog der Flottenführung bei dem Hauptpatent mit
kreisender Flotte insbesondere mit Küpenfarben gefärbt und anschließend ausgeschleudert
werden können. Der Materialträger besteht ebenfalls aus zwei ineinander angeordneten
Zylindern, die aber hier einen engen, nach oben und unten abgeschlossenen Hohlraum
bilden und im Bodenteil gleichfalls mit einem Konus versehen sind, durch welchen
sie nach Bedarf auf die Flottenzu- und -abführungsvorrichtung und die Zentrifugeneinrichtung
aufgesetzt werden können. Der innere Zylinder ist an seinem unteren Ende mit Durchtrittsöffnungen für die Flotte versehen
und trägt die radial nach außen stehenden Aufsteckspindeln, während der äußere Zylinder, gegen welchen sich die Kreuzspulen
mit der einen Stirnfläche stützen, Öffnungen aufweist, durch welche einerseits die Aufsteckspindeln,
andererseits die gelochten Kreuzspulenhülsen mit dem einen Ende hindurchragen, damit die Flotte aus dem zylindrischen
Hohlraum durch die Kreuzspulen bzw. in umgekehrt im Sinne der Hauptanmeldung axialer Richtung zum Gesamtapparat
hindurchzutreten vermag, zum Unterschied von den bekannten Vorrichtungen, bei denen
die Wickel zwar auch, sei es beim Naßbehandeln oder beim Entfeuchten, teils innen,
teils außen oder nur innen 10der äußern, aufgesteckt
werden, die Flotte aber radial zum Gesamtapparat geführt wird, so daß eine Führung
der Flotte durch die Fadenlagen gemäß den Grundsätzen des Hauptpatentes nicht möglich ist, entsprechend gleichmäßige Färbungen
also nur schwer erzielbar sein werden1. Die Kreuzspulen werden durch, je einen
auf dem freien Ende der Aufsteckspindeln befestigten Anpreßteller festgehalten, bei welchen
die der Kreuzspule zugekehrte Fläche stumpfkegelförmig gestaltet ist, damit die
Flotte aus der Kreuzspule leichter entweichen
*) Von dem Patentsweher ist als der Erfinder angegeben worden:
Alwin Schwenke in Zittau, Sa.
kann. Auch hier strömt demnach die Flotte bzw. das Waschwasser, sobald es unter die
Wirkung ,der Fliehkraft gelangt, gemäß dem Hauptpatent beim Schleudern in zum Gesamtapparat
axialer Richtung ab. Soweit bisher Vorschläge zur axialen Flottenführung beim Naßbehandeln gemacht worden sind,
waren Anordnungen für ein nachträgliches Schleudern überhaupt nicht vorgesehen oder
ίο aber die Wickelkörper auf der Innenseite des Schleudermantels aufgesteckt, so daß der
Flottenabfluß notwendig radial zur Schleuderachse gerichtet sein und somit eine Flottenstauung
am Auslaß eintreten mußte. Dieser Materialträger wird sowohl während des Färbevorganges als auch während
des Abschleuderns von einem äußeren Mantel umgeben, der hier in dem einen Falle mit der
Flottenzu- und -abführvorrichtung als Flotao tenbehälter dient und in dem anderen Falle
mit dem Gegenkonus der Zentrifugieneinrichtung, als Schutzmantel dienend, verbunden'
ist.
Die Zeichnung veranschaulicht durch die Abb. ι den Materialträger im Längsschnitt
und durch die
Abb. 2 und 3 einen Teil des Materialträgers in größerem Maßstabe, einerseits für zylindrische,
andererseits für konische Spulenhülsen. In den
Abb. 4 und 5 ist der Materialträger im
Schnitt, und zwar einmal in Verbindung mit der Vorrichtung für den Flottenkreislauf, das
andere Mal in Verbindung mit der Zentrifuge dargestellt.
Der Materialträger B besteht in der Hauptsache aus einem Anschlußkonus F zum Einsetzen
in die Färbevorrichtung sowie in die Schleuder und aus zwei, einen ringförmigen 4.0 Hohlraum G bildenden zylindrischen Mänteln
X, Y. Der Hohlraum G ist oberr und unten durch je einen Ring Z und der Innenraum
des Materialträgers nach oben durch einen Deckel abgeschlossen. Dieser besitzt in
der Mitte nur eine öffnung H für den Durchgang der Befestigungsspindel M des Färbeapparates
bzw. 6" der Schleuder. Auf jeder Spindel sitzt eine als Handrad N ausgebildete
Gewindemutter. Für den Durchtritt der Flotte von innen in den Hohlraum des Doppelmantels
sind eine Anzahl Löcher I vorgesehen.
Für den Fall, daß sich beim Schleudern wider Erwarten einmal eine Verschraubung
oder sonst etwas lösen sollte, ist der Materialträger von einem mitrotierenden Schutzmantel
K umgeben. Dieser Schutzmantel kann entweder am Materialträger selbst lösbar angebracht
sein, wie dies beispielsweise die Abb. ι zeigt, kann aber auch, wie in Abb. S
gezeigt ist, am Aufnahmekonus der Schleuder befestigt sein.
Die einzelnen Spulen A erhalten durch Anpressen eines Tellers C von außen gleich eine
gewisse Pressung, so daß diese dann beim Schleudern nicht mehr wesentlich zusammengehen
können. Diese zur Verwendung kommenden Teller C sind an ihrer der Kreuzspule
zugekehrten Fläche ewas konisch ausgebildet, so daß beim Schleudern die Flüssigkeit
leichter abfließen kann. Zur Aufnahme der Kreuzspulen A mit den Hülsen D dienen
massive Stifte, welche am Innenmantel X des doppelwandigen Materialträgers B befestigt
sind. Durch eine Verschraubung B werden die Teller C angepreßt und so festgehalten.
Dabei ragen die gelochten Hülsen D durch ■ den Außenmantel des Materialträgers B in
den Hohlraum desselben hinein und bilden mit den Aufsteckstiften einen Hohlraum D1,
so daß die Behandlungsflotte von G aus in die Hülse eintreten kann oder umgekehrt.
Dadurch, daß die Spulen in zusammengepreßtem Zustande behandelt werden, also daß
beim Schleudern keine Verschiebung des Materials mehr eintreten kann, ist es möglich,
in. wechselweiser Strömungsrichtung zu zirkulieren, also von innen nach außen und von
außen nach innen.
Das Aufstecken der Spulen von außen bezweckt nicht nur allein eine bequemere Bedienung
und somit Zeitersparnis, sondern auch die Möglichkeit, die Färbung nach j eider
Operation besser überprüfen zu können.
In der Abb. 4 ist dargestellt, wie der Materialträger mit seinem Anschlußkonus F auf
den Aufnahmekonus L der Färbevorrichtung mittels der Spindel M und Handradmutter JV
befestigt wird, wobei die Spindelmutter IV oben und der Anschlußkonus F unten abdichtend
wirken. Die durch die Pumpe 0 bewegte Behandlungsflotte wird über den Umschalthahn
P durch den Anschlußkegel L in das Innere des Matefialträgers JS befördert.
Von hier aus gelangt die Flotte durch die Löcher / in das Innere des Doppelmantels G
des Materialträgers und von da durch die einzelnen Spulen von innen mach außen in
den Flottenbehälter Q, von wo sie der Pumpe 0 wieder zuläuft. Durch Umschaltung
des Hahnes P wird der Flottenkreislauf in no
umgekehrte Richtung gelenkt; hierbei wird die Flotte zunächst in den Behälter Q gedruckt
und durch den Aufnahmekonus L aus dem Materialträgerinneren gesaugt. Hierbei
tritt die Flotte von außen nach innen durch die einzelnen Kreuzspulen in den Hohlraum G
des Doppeltnantele und durch die Löcher I in den Innenraum des Materialträgers.
Sollen die Spulen geschleudert werden, so wird der Materialträger mit seinem Anschlußkegel
F, ebenso wie bei der Färbevorrichtung, aber auf dem Mitnehmerkegel R, mit Hilfe
—;ii3
der Spindel 6* und Handradmutter N befestigt,
wie dies aus der Abb. 5 ersichtlich ist. Aus Abb. 5 ist atich zu ersehen, wie der
Schutzmantel K am Mitnehmerkegel 72 der Schleuder befestigt ist, so daß der Schutzmantel
gleichzeitig mit dem Materialträger beim Schleudern in drehende Bewegung versetzt
wird.
Claims (4)
1.5 derns von Kreuzspulen im Aufstecksystem die Aufsteckspindeln am Materialträger
so nach außen radial abstehend angeordnet sind, daß sie von innen durch öffnungen
des Materialträgermantels (F) hindurchragen und daß die Kreuzspulen (A) von außen aufsteckbar sind, durch auf den
freien Enden der Aufsteckspindeln befestigte Teller (C) an ihrem einen Ende festgehalten werden und sich mit ihrem
anderen Ende auf dem Außenmantel (F) abstützen, wobei die freien Hülsenenden der Spulen in das Innere des Flottenverteilungsraumes
(G) hineinragen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß' dieselbe aus
einem Doppelzylinder (X, F) besteht, der einen oben und unten geschlossenen Hohlraum
(G) bildet, welcher als Flottenverteilungs- oder Flottensammelraum dient,
sein Innenmantel die Aufsteckspindeln trägt, während sein Außenmantel mit entsprechenden
Öffnungen für den Durchtritt der Hülsenenden versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am äußeren
Ende der Aufsteckspindeln mit Verschlußschrauben gehaltenen Anpreßscheiben (C) an ihrer inneren, der Kreuzspule (A) zu
gekehrten Fläche stumpfkegelig ausgebildet sind, damit beim Schleudern die Flüssigkeit aus den Kreuzspulen leichter
in axialer Richtung zur Schleuderwelle entweichen kann.
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Schutzmantel
(K), der sich beim Schleudern mit dem Materialträger mitdreht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ15671D DE484228C (de) | 1925-11-10 | 1925-11-10 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut mit kreisender Flotte im Pack-system, insbesondere zum Faerben von gepacktem Straehngarn mit Kuepenfarben und anschliessendem Ausschleudern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE580694C true DE580694C (de) | 1933-07-14 |
Family
ID=7623847
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ15671D Expired DE484228C (de) | 1925-11-10 | 1925-11-10 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut mit kreisender Flotte im Pack-system, insbesondere zum Faerben von gepacktem Straehngarn mit Kuepenfarben und anschliessendem Ausschleudern |
| DE1930580694D Expired DE580694C (de) | 1925-11-10 | 1930-04-29 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut mit kreisender Flotte |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ15671D Expired DE484228C (de) | 1925-11-10 | 1925-11-10 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut mit kreisender Flotte im Pack-system, insbesondere zum Faerben von gepacktem Straehngarn mit Kuepenfarben und anschliessendem Ausschleudern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE484228C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1004129B (de) * | 1955-05-18 | 1957-03-14 | Elfriede Bellmann Geb Vogelsan | Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut in einem Druckbehaelter |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043261B (de) * | 1956-08-03 | 1958-11-13 | Oberm Ier & Cie | In einen Bottich mit lotrechter Achse einsetzbarer Packbehaelter mit gelochtem Bodenund Deckel zum Nassbehandeln von stark druckempfindlichem Textilgut |
| BE567697A (de) * | 1957-05-15 |
-
1925
- 1925-11-10 DE DEZ15671D patent/DE484228C/de not_active Expired
-
1930
- 1930-04-29 DE DE1930580694D patent/DE580694C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1004129B (de) * | 1955-05-18 | 1957-03-14 | Elfriede Bellmann Geb Vogelsan | Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut in einem Druckbehaelter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE484228C (de) | 1929-10-11 |
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